Original Hessische Kartoffelsuppe – das Rezept

Auch am heutigen Sonntag war mir mal wieder nach kochen. Dabei fiel meine Wahl auf ein Rezept aus meiner alten Heimat Hessen: Eine Original Hessische Kartoffelsuppe wie ich sie hier ja schon mal verzehrt hatte. Nur selbst gekocht hatte ich sie noch nie, aber dieses Versäumnis holte ich heute endlich mal nach.

Für drei bis vier kleine oder zwei große Portionen brauchen wir folgende Zutaten:

5-6 Kartoffeln (ca. 600g)
01 - Zutat Kartoffeln

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

2 mittlere Karotten / Möhren
03 - Zutat Kartotten

1 Stange Lauch
04 - Zutat Lauch

2 Stiele Sellerie – im Originalrezept war zwar von Knollensellerie die Rede, das hatte ich aber nicht bekommen und bin daher auf Staudensellerie ausgewichen
05 - Zutat Sellerie

1/2 Becher Schlagsahne
06 - Zutat Schlagsahne

100-125g durchwachsenen Speck
07 - Zutat Speck

500-600ml Fleischbrühe
09 - Zutat Fleischbrühe

1 EL Schweineschmalz – was hier in Bayern übrigens Speckfett zu heißen scheint
08 - Zutat Schweineschmalz

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und ein Lorbeerblatt.

Kommen wir nun zur eigentlichen Zubereitung:
Zuerst waschen und schälen wir das Gemüse
10 - waschen und schälen

und schneiden Karotten, Sellerie, Lauch und Zwiebel in Würfel sowie die Kartoffel in Scheiben.
11 - schneiden

Nun zerlassen wir etwas Schweineschmalz in einem Topf
12 - Schmalz zerlaufen lassen

und braten den Speck darin an.
13 - Speck anbraten

Dann fügen wir das gewürfelte Gemüse hinzu und braten es einige Minuten ebenfalls mit an.
14 - Gemüse hinzugeben

Ist das Gemüse etwas angebraten, geben wir die Kartoffelscheiben hinzu
15 - Kartoffeln dazu

und gießen sie mit der Fleischbrühe auf.
16 - Mit Fleischbrühe aufgießen

Das Gemüse sollte dabei gut mit Flüssigkeit bedeckt sein.
17 - Gemüse bedeckt halten

Nun würzen wir das ganze kräftig mit Salz und Pfeffer und fügen das Lorbeerblatt hinzu.
18 - würzen

Nun muss alles 30 bis 40 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln. Ich nutzte die Zeit mit Hilfe von etwas zerlassener Butter etwas Weißbrot in einer Pfanne zu rösten – zu Hessischer Kartoffelsuppe gehören diese Röstwürfel einfach dazu.
19 - Röstis machen

Mit Hilfe eines Schneebesens müssen wir kurz vor Ende der Garzeit die Suppe glatt rühren, wobei wir darauf achten dass die nun weich gekochten Kartoffeln auch in kleine Stücke zerfallen.
20 - glatt rühren

Dann rühren wir noch einen halben Becher Schlagsahne unter und schalten die Platte aus. Das Gericht kann nun serviert werden.
21 - Sahne hinzufügen

Und fertig ist die Original Hessische Kartoffelsuppe – gekocht mit in hier in Bayern gekauften Zutaten. 🙂
22 - Hessische Kartoffelsuppe - fertiges Gericht

Das Ergebnis entsprach genau dem was aus meiner Heimat her kannte. Mit einigen gerösteten Weißbrotwürfeln vermengt ein wirklicher Genuss. Und gekühlt im Kühlschrank aufbewahrt hält sich diese Spezialität auch problemlos drei bis vier Tage und kann dann Portionsweise z.B. in der Mikrowelle wieder aufgewärmt werden. Ich finde sogar dass sie dann noch einen kleinen Deut besser schmeckt – wenn das überhaupt möglich ist. 😉
Als Variation wäre es noch denkbar, zusätzlich einige Erbsen oder andere hinzuzufügen. Ob man sie dann natürlich noch Original Hessisch nennen kann, sei an dieser Stelle mal so dahin gestellt. Früher war ich ja nicht so der Suppen-Fan, aber das hat sich inzwischen glücklicherweise geändert, und bei dieser leckeren Spezialität mache ich, selbst wenn, gerne mal eine Ausnahme.

Ich wünsche also guten Appetit

Kartoffelpuffer (Reibekuchen / Pfannkuchen) – das Rezept

Nach einem arbeitsreichen Tag und anschließendem Einkauf entschloss ich mich heute mal wieder zu kochen – das erste Mal in meiner neuen Münchner Wohnung übrigens. Meine Wahl fiel dabei auf Pfannkuchen, auch als Reibekuchen, Riefkoken, Pfannepuffer oder Kartoffeldetscherl bekannt, ein Gericht das ich aus meiner Kindheit kannte und liebe, aber noch nie zuvor selbst zubereitet hatte. Dabei ist es nun wirklich nicht schwierig, auch wenn es wie ich feststellen durfte natürlich beliebig viele Variationen gibt. Ich habe aus der Rezeptvielfalt dabei etwas gewählt, das dem am nächsten kommt was ich von früher kenne. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir zum Rezept.
Für ein bis zwei Portionen benötigen wir:

5 große Kartoffeln – ich wählte eine festkochende Sorte
01 - Zutat Kartoffeln

1 kleine bis mittlere Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

2 Eier
04 - Zutat Eier

2 Esslöffel Mehl (Weizenmehl – Sorte 405)
03 - Zutat Mehl

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach belieben.

Kommen wir nun zur Zubereitung:
Zuerst schälen und waschen wir die rohen Kartoffeln
05 - Kartoffeln schälen

und reiben sie mit Hilfe einer Küchenreibe. Natürlich kann man hier auch eine Moulinette oder eine ähnliche Küchenmaschine nehmen, ich wollte es heute aber in reiner Handarbeit machen.
06 - Kartoffeln reiben

Die geriebene Kartoffeln lassen wir dann erst einmal etwa 15-20 Minuten, gerne auch länger, stehen damit sich die reichlich vorhandene Flüssigkeit etwas absetzen kann.
07 - Kartoffeln gerieben

Während dieser Ruhephase können wir uns der Zwiebel zuwenden, um sie zu schälen und in kleine Würfel zu zerschneiden.
08 - Zwiebeln schneiden

Nach Ende der Ruhephase gießen wir dann das Kartoffelwasser ab. Zusätzlich kann man die Kartoffelmasse auch noch etwas z.B. mit Hilfe eines Tuchs ausdrücken. Wichtig ist der Kartoffelmasse die Feuchtigkeit etwas zu nehmen damit die Puffer nicht später allzu matschig werden.
09 - Kartoffelwasser abschütten

Nun geben wir die Zwiebeln hinzu
10 - Zwiebeln hinzugeben

und vermengen alles gut miteinander.
11 - vermengen

Ebenso fügen wir nun die beiden Esslöffel Mehl
12 - Mehl zugeben

und die zwei Eier hinzu und verrühren alles wieder.
13 - Eier aufschlagen

Jetzt fehlt nur noch Salz und Pfeffer
14 - mit Salz und Pfeffer würzen

sowie Muskatnuss. Ich hatte mir dazu mal frische Muskatnüsse besorgt, damit ich mal die kleine Muskatnussreibe die bereits seit längerem in meiner Schublade vor sich hin vegetierte ausprobieren zu können.
15 - mit Muskatnuss würzen

Ist alles gut miteinander vermischt, erhitzen wir etwas Öl (ich wählte Rapsöl), am besten in einer beschichteten Pfanne, auf mittlerer Stufe
16 - Öl erhitzen

und geben mit einem Löffel eine größere Portion der Kartoffelmasse in die Pfanne, wo wir sie mit seiner Hilfe flach drücken und daraus einen kleinen Fladen bilden.
17 - Masse in Pfanne geben

Das ganze wiederholen wir bis wir den in der Pfanne zur Verfügung stehenden Platz ausgenutzt haben. Bei mir reichte es für zwei Pfannkuchen.
18 - braten

Ist die eine Seite gut angebraten, wenden wir die Pfannkuchen-Fladen mit einem Pfannenwender um sie auch von der anderen Seite ebenso zu braten.
19 - wenden

Sind die Pfannkuchen fertig, entfernen entfernen wir sie aus der Pfanne und legen sie z.B. auf einem Teller beiseite, um die nächste Portion zu braten. Dabei sollte man natürlich nicht vergessen hin und wieder etwas Öl nachzufüllen damit die Reibekuchen auch angenehm braun werden.
20 - nächste Ladung braten

Ist unsere Schüssel mit der Rohmasse leer und sind alle Pfannkuchen gebraten, können wir uns an den Verzehr machen. Ich hatte mir dazu etwas Apfelmus mitgebracht, dass ich mir auf die fertigen Reibekuchen strich. Zusätzlich wäre natürlich auch noch etwas Zucker denkbar gewesen.
21 - Reibekuchen - fertiges Gericht mit Apfelmus

War wie nicht anders zu erwarten sehr gelungen – das Rezept ist ja eigentlich auch so simpel dass man da wenig falsch machen kann.

Die Variationsmöglichkeiten sind hier natürlich endlos – denkbar wäre hier auch Lachs und Sahne-Meerrettich, ein Joghurt-Kräuter-Dip und vieles mehr. Aber nicht nur bei den Beilagen kann man variieren, auch bei den Zutaten ist einiges Möglich. Eine besonders interessante Variante die ich beim stöbern entdeckte ist jene, zusätzlich noch Speck, Schnittlauch und geriebenen Käse in die Teigmasse zu geben – diese werde ich bei Gelegenheit auf jeden Fall auch noch mal ausprobieren.
Was die Nährwerte angeht sind solch Reibekuchen natürlich ziemliche Kalorienbomben, denn sie saugen das Öl in dem sie gebraten werden wie ein Schwamm in sich auf. Aber sei es drum – mir hat das was ich mir da gebraten hatte auf jeden Fall sehr gut geschmeckt – ein einfaches und sehr leckeres Gericht, dass mich relativ wenig aufwand zubereiten lässt.

Silvestermahl – Gulasch mit Rotkraut und Klößen

Das diesjährige Silvestermahl bestand aus Gulasch, Rotkraut und Kartoffelklößen.
Gulasch mit Rotkraut & Klößen / Goulash with red cabbage & dumplings
Vielen Dank auch noch mal auf diesem Weg an die Gastgeberin und den Gastgeber – es war eine wunderbare Silvesterfeier gewesen.

BTW: Gibt es eigentlich ein typisches Silvesteressen? Ich kenne den Neujahrskarpfen, aber für den Jahreswechsel direkt ist mit nichts bekannt.

Lachstorte

Heute Abend gab es mal eine neu entdecktes Rezept, nämlich Lachstorte.

Lachstorte / Salmon tart

Das Rezept ist denkbar einfach: Man nehme ein frisches Fladenbrot, schneide es in der Mitte waagerecht auf und bestreicht es mit Meerrettich und/oder Frischkäse, belegt es mit Salat, Räucherlachs und weiteren Zutaten seiner Wahl und zerteile es zum Abschluss in tortenstückgroße Portionen.

Lachstorte / Salmon tart

Ein einfaches und meiner persönlichen Meinung nach sehr schmackhaftes Gericht, das sich sowohl als reguläres Mittags- und Abendgericht als auch als kleiner Partyhappen wunderbar eignet. Werde mir das Rezept auf jeden Fall mal merken.

Überbackenes Lendenfilet auf Blattspinat

Dieses Jahr wichen wir einmal vom sonst üblichen traditionellen Weihnachtsessen in Form von Würstchen mit Kartoffelsalat ab und probierten mal etwas neues für unseren Heiligabend. Dabei fiel die Wahl auf ein Rezept aus kleinen Lendenfilets, gebettet auf Blattspinat und überbacken mit einigen Scheiben Camembert.
Man nehme 1 Packung TK-Blattspinat, den wir in einer ausgefettete Auflaufform auslegen. 1-2 große Zwiebel würfeln, dünsten und darüber verteilen. Anschließend werden drei Schweinelenden angebraten angebraten und darüber gelegt. Wir pressen dann zwei Knoblauchzehen, vermischen sie mit einem Becher Sahne und einem Becher Schmand, würzen das ganze mit Salz Pfeffer und Muskatnuss, geben noch einige grüne Kräuter (TK-Ware) dazu, verrühren das ganze gut und übergießen den Inhalt der Auflaufform damit.

Vor dem backen
Rohform vor dem Backen

Für 40 Minuten wird alles dann bei 180 Grad im Backofen gegart. Abschließend belegen wir alles mit einigen Scheiben Camembert oder Gouda und überbacken es noch einmal für 15 Minuten.

Belegt mit Camembert Belegt mit Gouda
Links: Belegt mit Camembert – Rechts: Belegt mit Gouda
Lendenfilet auf Blattspinat mit Camembert überbacken / Tenderloin filet on leaf spinach covered with camembert Lendenfilet auf Blattspinat mit Gouda überbacken / Tenderloin filet on leaf spinach covered with gouda

Dazu passt Wildreis, man kann es aber auch mit Kräuterbutterscheiben servieren.

Lendenfilet mit Blattspinat und Wildreis

Als Nachtisch entschieden wir uns für einen Zimtstern – sternförmige Vanille-Eiscreme mit einem Herz aus Apfelsorbet und bestreut mit Zimt.

Zimtstern

Alles zusammen sehr lecker muss ich sagen – es hat allen wunderbar gemundet. Kann diese Zubereitung vorbehaltlos weiter empfehlen.