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1/4 Ente mit Calvadossauce, Apfelblaukraut & Semmelknödel [21.09.2016]

Wednesday, September 21st, 2016

Mit dem heutigen Mittwoch war nun der dritte Tag des Wies’n-Specials in unserem Betriebsrestaurant gekommen und mit einer 1/4 Ente kross gebraten mit Calvadossauce, Apfelblaukraut und hausgemachtem Semmelknödel fand sich im Abschnitt Globetrotter auch wieder etwas, dass sowohl überaus verlockend klang als auch aussah. Obwohl ich zugeben muss, dass auch der Schwabenteller – Zwei Minutensteaks vom Schwein mit Schwammerlsauce und Käsespätzle bei Tradition der Region als auch der Pochierte Seelachs auf Blattspinat und Estragonsauce, dazu Salzkartoffeln bei Vitality nicht schlecht daher kamen. Aber sie waren halt etwas, das sich regelmäßig hier im Betriebsrestaurant auf der Speisekarte fand. Ebenso wie die Gebratenen Mienudeln mit verschiedenem Asia-Gemüs ein Hoi-Sin-Sauce und das Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce an der Asia-Thai-Theke. Daher griff ich schließlich zur Ente – und das trotz ihres deftigen Preises von 8,50 Euro.

Quarter duck with calvados sauce, red cabbage & bread dumpling / 1/4 Ente mit Calvadossauce, Blaukraut & Semmelknödel

Das Viertel der Ente erschien auf den ersten Blick wirklich riesig und die Haut war tatsächlich wie angekündigt wunderbar kross gebraten. Doch leider ließ die Ausbeute an verwertbarem Fleisch etwas zu wünschen übrig und es erwies sich als etwas umständlich, das Fleisch von den Knochen zu lösen. Hinzu kam, dass der Flügel, der so verlockend nach oben heraus ragte, sich als vollkommen frei von Fleisch erwies. Da kann ich trotz der guten Qualität des zarten und saftigen Fleisches keine volle Punktzahl geben. Zum Glück glich der fast männerfaust-große, recht massive Semmelknödel das fehlende Fleisch gut aus und auch beim Blaukraut mit seiner Apfelnote war man großzügig vorgegangen. Die etwas dünn geratene, aber würzige Calvadossauce rundete das Gericht sehr gelungen ab. Nicht perfekt, aber für diesen Preis gerade noch akzeptabel.
Es war wohl wieder dieser Preis gewesen, der viele Gäste davon abgehalten hatte bei der Ente zuzugreifen. Viel mehr war es der Schwabenteller, der es heute auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich erobern konnte. Und auf dem zweiten Platz folgte noch der Seelachs mit Blattspinat und Estragonsauce, bevor erst auf Platz drei schließlich die Ente mit Blaukraut und Semmelknödel kam. Nur die Asia-Gerichte waren noch seltener gewählt worden und erreichten somit heute nur den vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
1/4 Ente: +
Calvadossauce: +
Blaukraut: ++
Semmelknödel: ++

Wildschweingulasch mit Apfelblaukraut & Serviettenklößen [05.11.2014]

Wednesday, November 5th, 2014

Heute war mal wieder einer dieser Mittwochs, an dem ich beim Mittagessen von meiner bereits liebgewonnenen Angewohnheit zum Fischgericht zu greifen abwich. Zum einen sah die Kartoffel-Gemüsepfanne mit Fisch und Meeresfrüchten auf südfranzösische Art bei Vitality gerade mal mittelmäßig gut aus – an diesem Gericht hatte ich ja hier oder hier schon so meine Kritikpunkte angebracht – zum anderen stand mit dem Wildschweingulasch mit Apfelblaukraut und hausgemachte Serviettenklöße im Bereich Tradtion der Region ein Gericht auf der Karte, das überaus verlockend klang. Aber ich war etwas hin und her gerissen, denn auch die Geschmorte Hähnchenkeule mit Rotweinsauce, Kartoffel-Kürbispüree und Erbsen bei den Globetrotter-Gerichten versprühte einen gewissen Reiz. Zusätzlich gab es zwar auch noch Penne in Thunfisch-Tomatensauce als Sonderangebot, aber das interessierte mich ebenso wenig wie die heutigen Angebote an der Asia-Thai-Theke, nämlich Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenen Gemüse in Currysauce oder Gaeng Ped Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsoße. Letztlich fiel die Wahl auf das Wildschweingulasch, wobei mich hier vor allem auch die Serviettenknödel reizten, die in dieser Form meines Wissens noch nie hier angeboten worden sind. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Latte Machiato Creme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Wild boar goulash with red cabbage & bread dumplings / Wildschweingulasch mit Blaukraut & Serviettenklöße

Scheinbar hatte man den Serviettenkloß nach der Zubereitung in Scheiben geschnitten und anschließend rundherum angebraten. Dadurch waren sie außen von einer leicht knusprigen Hülle umgeben, während sie innen noch schön weich waren. Eine sehr leckere Art Serviettenklöße zu genießen. Aber auch am fruchtig-würzigen Blaukraut mit leichtem Apfelaroma gab es ebenso wenig etwas auszusetzen wie an dem angenehm zarten Würfel geschmorten Wildschweinfleischs in ihrer dunklen, dickflüssigen und leicht herben Sauce. Und auch die Mengen der einzelnen Komponenten waren gut aufeinander abgestimmt. Eine sehr gute Entscheidung, denn für ein Betriebsrestaurant handelte es sich um ein überaus hochwertiges Gericht. Und auch am heute außergewöhnlich schaumigen, nicht zu süße Dessert mit seinem Latte-Macchiato-Aroma gab es nichts auszusetzen. Kein leichtes, aber umso leckeres Mittagsmahl.
Und auch bei den anderen Gästen lag der Wildschweingulasch heute sehr hoch in der Gunst und konnte sich mit kleinem, aber klar ersichtlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern, aber der Hähnchenschenkel mit Erbsen & Kartoffel-Kürbispüree war ihm eng auf den Fersen und belegte somit Platz zwei. Schade dass man zwei so interessante Gerichte am selben Tag auf die Karte gesetzt hatte – leider reichte mein Hunger nicht dazu, dass ich beides probieren konnte. 😉 Auf dem dritten Platz folgten meiner Meinung nach die Asia-Gerichte, die ich noch etwas häufiger meinte zu sehen als die Penne mit Thunfisch auf Platz vier. Die Kartoffel-Gemüsepfanne schaffte es schließlich nur auf den fünften Platz, aber das war verständlich, denn das Gericht sah doch etwas trocken aus.

Mein Abschlußurteil:
Wildschweingulasch: ++
Apfelblaukraut: ++
Serviettenklöße: ++
Latte-Macchiato-Creme: ++

Rinderroulade mit Apfelblaukraut Semmelknödel [13.02.2014]

Thursday, February 13th, 2014

Zwar überlegte ich auch heute kurz an der Asia-Thai-Theke zuzuschlagen, wo mit Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse in Koriandersauce oder Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce, aber leider waren die heutigen Angebote der regulären Küche einfach zu gut, als dass ich darauf verzichten wollte, hier zuzuschlagen. Am vernünftigsten wäre dabei mit Sicherheit die Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse aus dem Bereich Vitality gewesen, am verlockendsten eindeutig der Cheeseburger mit Pommes Frites bei Tradition der Region. Aber dem Cheeseburger stand die Geschmorte RInderroulade mit Apfelblaukraut und Semmelknödel bei Globetrotter zumindest aus meiner Sicht nur wenig nach. Und da ich Rouladen nun einmal liebe, fiel meine Wahl schließlich auf dieses Gericht. Warum man aber den Cheeseburger nicht bei Globetrotter und die Roulade nicht bei Tradition der Region angeboten hatte, was viel besser gepasst hätte, erschloss sich mir nicht. Dazu gesellte sich dann noch ein kleiner Becher Aprikosenquark aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Rinderroulade mit Apfelblaukraut & Semmelknödeln / Beef roulade with red cabbage & bread dumplings

Fangen wir mit der negativen Komponente an: den Semmelknödeln, die zwar eindeutig selbst gemacht waren, aber nicht nur ziemlich mickrig, sondern auch von der Konsistenz her – zumindest für meinen Geschmack – etwas zu fest geworden waren. Zum Glück erwiesen sich sowohl das fruchtig-würzige Apfelblaukraut als auch ganz traditionell die mit Senf bestrichenen und die mit geräuchertem Schinken, Zwiebeln und Gewürzgurken gefüllten Rinderroulade, deren Fleisch durch das Schmoren angenehm zart und mürbe geworden war, als sehr gut gelungen,

Rinderroulade - Querschnitt / Beef roulade - lateral cut

so dass der kleine Fauxpas mit den Knödeln dann doch nicht ganz so stark ins Gewicht fiel. Und auch der mild gesüßte Quark mit seinen zahlreichen Fruchtstückchen gab keinen Grund für irgend welche weitere Kritik. In der Summe also doch eine gute Wahl.
Bei den anderen Gästen lag heute aber natürlich der Cheeseburger mit Pommes am höchsten in der Gunst und landete mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Aber die Abstand zur zweitplatzierten Rinderroulade war nicht sehr groß und auch die Asia-Gerichte auf Platz drei standen noch recht gut da. Die vegetarische Farmerkartoffel mit Blattspinat und Sauerrahm folgte schließlich auf Platz vier und war nur sehr vereinzelt auf den Tabletts der anderen Gäste zu sehen.

Mein Abschlußurteil:
Rinderroulade: ++
Apfelblaukraut: ++
Semmelknödel: +
Aprikosenquark: ++

Hofbräukeller München & Bratenpfandl [03.04.2012]

Tuesday, April 3rd, 2012

Am Dienstag Abend verschlug es uns in den Hofbräukeller im schönen Münchner Stadtteil Au-Haidhausen. Ich war zwar schon mal dort gewesen, hatte aber damals versäumt darüber zu berichten. Das möchte ich heute mit diesem Beitrag nachholen.

Hofbräukeller - Wiener Platz

Das wuchtige Gebäude am Wiener Platz und der Inneren Wiener Straße wurde in den Jahren 1896 bis ins Jahr 1988 befand sich hier die Produktionsstätte der Münchner Hofbräu Brauerei. Am 6. April 1987 brannte ein großer Teil des Gebäudes aus, wobei die Produktionsanlagen jedoch unbeschädigt blieben. Danach wurde das Gebäude wieder aufgebaut und renoviert.

Größere Kartenansicht
Nachdem die Produktion von Hofbräu nach Reim verlegt worden war, wurden die verbliebenen Produktionsanlagen abgerissen und wichen einem Wohngebäude, das heute an der Wiener Straße gleich hinter dem Gebäude zu sehen ist. Heute wird der größte Teils der Erdgeschosses als Gastraum verwendet, im Obergeschoss befinden sich zwei große Festsäle, im ersten Untergeschoss eine Tanzbar, im zweiten Untergeschoss ein Jazzclub und hinter dem Gebäude ein großer Biergarten, der direkt an die Maximiliananlagen grenzt.

Hofbräukeller - Gastraum
Gastraum im Erdgeschoss

Wir hatten uns im Gastraum einen Tisch reserviert. Zu Beginn des Abends schien das zuerst nicht notwendig, doch trotz eines Dienstag Abends sollte sich der gesamte riesige Bereich noch gut füllen. Neben verschiedenen Brauereiprodukten der Marke Hofbräu sowie einem ebenso großen Angebot nichtalkoholischer Getränke für den Durst fand sich in der uns schon kurz nach dem Niederlassen am Tisch gereichten Speise- und Getränkekarte auch ein reichhaltiges Angebot meist einheimisch-bayrischer Gerichte für den großen und kleinen Hunger. Aus diesem Angebot entschied ich mich nach Durchsicht der verschiedenen Gerichte schließlich für das sogenannte Hofbräukeller Bratenpfandl, einer Zusammenstellung aus hinterer Hax’n, saftigem Schweinsbraten, frischer Ente kombiniert mit jeweils einem Brezen- und Kartoffelknödel sowie einer Portion Apfelblaukraut zum Preis von 12,90 Euronen. Nach angenehm kurzer Wartezeit wurde das Gericht dann auch schon serviert.

Hofbräukeller Bratenpfandl
Hofbräukeller Bratenpfandl

Das Gericht erwies sich als eindeutig sehr fleischlastig. Die Haxe mit knuspriger Haut und einem Stück Knochen bestand zwar auch zu einem Teil aus Fett, aber mit so etwas muss man bei einer Schweinshaxe eben rechnen. Dazu gab es eine Scheibe, die von der Beschreibung her zwar als Schweinebraten definiert war, von der dunkleren Farbe und der Struktur und dem Geschmack aber eher an Rind erinnerte. Am besten gefiel mir aber die das magere, zarte, saftige Stück Entenbraten unter knuspriger Haut, das im unteren Bereich der Metallpfanne zu finden war. Aber auch die leicht würzige Bratensauce, die kurioserweise mit Schwein, Rind und Geflügel geschmacklich harmonierte, war gut gewählt. An den beiden Klöße, einer ein etwas gröberer Kartoffelknödel, der andere ein klassischer Semmel- oder Bretzenknödel, gab es geschmacklich ebenfalls nichts auszusetzen und das mit einigen Apfelstückchen versetzte, würzige Blaukraut bzw. Rotkraut, dass in einer zusätzlichen Schale serviert worden war, rundete das Gericht schließlich geschmacklich ab.
Und auch abgesehen vom Speise- und Getränkeangebot waren wir sehr zufrieden mit dem Hofbräukeller. Die Bedienung war schnell und freundlich, der Gastraum mit seinem vielen dunklen Holz trotz seiner Größe sehr gemütlich und die Preise – wohlgemerkt für Münchner Verhältnisse – moderat. Ich denke das dies nicht der letzte Besuch in dieser wirklich sehr empfehlenswerten, von nur wenig Touristen frequentierten Location war. Vor allem der Biergarten interessiert mich hier natürlich sehr – aber dazu ist wohl im Laufe des späteren Frühlings und im Sommer noch genügend Zeit. Ich werde dann natürlich darüber berichten. 😉

Ochsenbraten & Brez’nknödel [24.09.2009]

Thursday, September 24th, 2009

Neben den drei üblichen Asia-Thai Gerichten wurden heute “Farmerkartoffeln mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse“, “Ochensbraten mit Brez’nknödel, dazu Apfelblaukraut” und “Zarte Schweinelendchen mit Tomate-Mozarelle überbacken, dazu Bratkartoffeln” angeboten. Asiatisch hatte ich zwei mal hintereinander, daher versuchte ich heute aus diesen drei Gerichten zu wählen und entschied mich sehr kurzer Zeit für den Ochsenbraten. Zusätzlich nahm ich mir noch einen kleinen Becher Mokkacreme und ein Glas Bitter Lemon. Und das ganze für kaum mehr als vier Euro.

Ochsenbraten & Brez'nknödel

Ich bereute die Entscheidung nicht. Das Fleisch – zwei Scheiben hatte man mir wie allen anderen auf den Teller gemacht – war recht zart und mit glücklicherweise wenig Fett. Was genau in der Sauce war, konnte ich leider nicht erkennen – ich vermute aber dass man dort kleine Stücke Karotte hinein getan hatte. Der Brez’nknödel schließlich erwies sich als eine Art Semmelknödel und war sehr schmackhaft muss ich sagen. Dank seiner immensen Größe reichte der einzelne auch vollkommen als Sättigungsbeilage aus. Und auch am Apfelblaukraut – bei uns hätte man wohl eher Rotkraut gesagt – gab es nichts auszusetzen. Eine gut abgerundete Mahlzeit, die mir sehr gut geschmeckt hat. Die Mokkacreme hätte nicht unbedingt sein müssen – aber mit ihren beiden Schoko-Kaffebohnenimitaten und dem leicht labbrigen Biscuitkeks war sie letztlich dann ein guter Abschluss dieses reichhaltigen Mittagessens.

Mein Abschlußurteil:
Ochsenbraten: ++
Brez’nknödel: ++
Apfelblaukraut: ++
Mokkacreme: ++