Polentaschnitte mit Ratatouilleragout [09.08.2012]

Zwar bot die Asia-Theke mit Gerichten wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce oder Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry durchaus interessante Gerichte anbot, wollte ich nach Montag und Mittwoch nicht schon wieder Asiatisch essen, daher wandte ich meine Hauptaufmerksamkeit der regulären Küche zu, die mit Gerichten wie der traditionell-regionalen Bratwurstschnecke mit Weinkraut und Kartoffelpüree oder einem Rindergeschnetzeltes “Stroganoff” im Reisring bei Globetrotter verlockend klingende Gerichte anbot, doch ich wollte heute wieder mal wieder vernünftig sein und griff bei Vitality zu, wo eine Gebackene Polentaschnitte mit feinem Ratatouilleragout auf der Karte stand, das mit nur 490kcal angenehm leicht erschien. Dazu landete noch ein Becherchen Mascarpone mit Himbergelee von der Dessert-Theke – eine spontane Entscheidung die ich zwar schon kurz nach der Kasse bereute da Mascarpone ja nicht zu den leichten Zutaten gehört. Aber nun war es zu spät.

Polentaschnitte auf Ratatouillegemüse

Die als feines Ratatouilleragout bezeichnete, fruchtige und würzige Gemüsezusammenstellung aus Zucchini, Tomaten, Paprikaschoten, Zwiebeln und Auberginen war zwar nicht mehr ganz heiß, aber der Grad der Abkühlung war glücklicherweise nicht so stark dass ich hier Punkte abziehen müsste. Darauf ruhten zwei knusprige und noch angenehm heiße, in Panade gebratene Ratatouilleschnitten, die wie ich beim Anschneiden feststellte nicht massiv waren, sondern mit einer Schicht Rahmspinat gefüllt war.

Polentaschnitte - Querschnitt

Diese nur mild gewürzten, leckeren Schnitten trugen dabei maßgeblich dazu bei, dass das Gericht auch ohne Fleisch angenehm als sättigend erwies. Dazu kleine Becher sehr feste, ungesüßter Mascarpone mit der dünnen Schicht mit Mandeln und einer Himbeere garnierten Himbeergelees erwies sich alles als überaus leckeres Mittagsgericht – ich war wirklich zufrieden, auch wenn die Mascarpone was die Nährwerte angeht vielleicht nicht die klügste Wahl gewesen ist.
Am häufigsten wurde von den anderen Kantinengästen heute natürlich die Bratwurstschnecke mit Weinkraut & Kartoffelpüree gewählt, womit diese ohne jeden Zweifel auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala landete. Auf Platz zwei kamen mal wieder die Asia-Gerichte, gefolgt vom Rindergeschnetzelten Stroganoff und schließlich, wie für vegetarische Gerichte leider üblich, die Polentaschnitten.

Mein Abschlußurteil:
Polentaschnitten: ++
Ratatouilleragout: ++
Mascarpone mit Himbeergelee: ++

Chu Chi Pla – Gebackener Fisch süß-sauer [25.07.2012]

Zum heutigen Mittwoch, traditionell und angebotsbedingt mein Fisch-Wochentag, beschränkte sich meine Auswahl mal wieder auf nur zwei der angebotenen Gerichte – denn weder in Griechischen Bifteki mit Tzatziki und Tomatenreis in der Sektion Globetrotter noch der Currywurst mit Pommes Frites bei Tradition der Region sowie dem Nasi Goreng – Gebratenen Gorengreis an der Asia-Theke fanden sich irgendwelche Fisch- oder Meeresfrüchte. Besser sah es da schon mit dem Lach auf Blattspinat mit Estragonsauce aus der Abteilung der Vitality-Gerichte und dem asiatischen Chu Chi Pla – Gebackener Fisch mit verschiedenen Gemüsen in süß-saurer Sauce aus. Da ich das Chu Chi Pla das letzte Mal am 25. Januar 2012 und den Lachs in Estragonsauce zuletzt am 14.03.2012 verzehrt hatte, gab ich schließlich dem süß-sauren Fisch den Vorzug. Dazu gab es wie üblich ein Schälchen Reis, das ich mir zusätzlich mit etwas süß-scharfer Chilisauce garnierte sowie einen Glückskeks.

Chu Chi Pla

Dieses Mal war die süß-saure Sauce im Vergleich zum letzten Mal deutlich besser gelungen, die süße und die saure Komponente waren gut aufeinander abgestimmt. Neben der üblichen bunten Mischung aus verschiedenen, grob zerkleinerten Gemüsesorten bei denen ich primär Möhren, Zucchini, Auberginen, Blumenkohl, Chinakohl, Curryblätter und Keimlinge entdeckte, fanden sich natürlich auch zahlreiche, in dünner Panade gebratene Fischfilet-Stücke in der Mischung, die ich meinte als Seelachs oder besser gesagt Kohlfisch bzw. Köhler (Seelachs heißt er ja nur aus Marketinggründen) zu identifizieren. Vor allen die Stücke vom Fisch waren heute sehr groß geraten, aber dank des mit dem Tablett befindlichen Messers war es natürlich kein Problem diese vor dem Verzehr in mundgerechtere Stücke zu zerteilen. Mit Stäbchen, die hier optional ebenfalls bereit stehen, hätte ich da weitaus mehr Probleme gehabt. 😉 Da sich das Fisch aber als grätenfrei und sehr wohlschmeckend herausstellte, werde ich dies natürlich nicht negativ in die Bewertung einfließen lassen. Insgesamt konnte ich, wie bei den Asia-Gerichten von wenigen Ausnahmen mal abgesehen üblich, mal wieder sehr zufrieden mit meiner heutigen Wahl sein.
Welches Gericht heute unangefochten und mit großem Vorsprung vor allen anderen Angeboten den ersten Platz der Allgemeinen Beliebtheitsskala erreichte, kann sich wohl jeder bereits denken: Es war natürlich die Currywurst mit Pommes Frites, die ich auf dem Gros der Tabletts der anderen Gäste erblicken durfte. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, gefolgt vom Lachs in Estragonsauce, den ich sehr viel häufiger als die Bifteki erblicken konnte. Bei den letzten beiden Plätzen hätte ich ja eine genau umgedrehte Platzierung erwartet, aber davon mal abgesehen bewegte sich alles in der üblichen Normalverteilung.

Mein Abschlußurteil:
Chu Chi Pla: ++
Reis: ++

Forelle auf Balkan Art mit Rosmarinkartoffeln [18.07.2012]

Zwar bot auch die Asia-Theke heute mit Pla Rad Prik – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in süss-saurer Sauce (das neben einem Chop Suey – Gemischtes Asia-Gemüse gebraten mit in Kokosmilchsauce auf der Speisekarte zu finden war) ein Fischgericht, doch mit der Gebackenen Forelle auf Balkan Art mit Rosmarin Kartoffeln fand sich eine Alternative für meinen Fisch-Mittwoch, den ich weitaus verlockender fand. Da konnten – zumindest auf meiner Sicht – auch das 1/2 Grillhändl mit Pommes Frites (heißt es nicht Grillhendl?) bei Tradition der Region und erst recht der Tafelspitz mit Meerretichsauce, Rahmwirsing und Salzkartoffeln nicht mithalten. Und bei 435kcal pro Portion war da auch der kleine Aprikosenjoghurt von der Desert-Theke durchaus noch drin ohne dass ich mir allzu große Gedanken über meine Kalorienbilanz zu machen brauchte.

Gebackene Forelle

Zu einer eher mickrigen Portion von gerade mal fünf kleineren, gemeinsam mit Thymianzweigen angebratenen Salzkartoffeln fand sich eine ratatouilleähnliche Gemüsemischung aus gewürfelten Zucchini, Auberginen sowie Paprika in fruchtiger Tomatensauce sowie eine ganze, in dünner Panade gebratene Forelle auf dem Teller. Auch wenn man den Schwanz und den Kopf abzog erwies sich die Menge als Forellenfilet als angenehm groß und mehr als ausreichend. Und unerwarteter weise fand sich in dem rosafarbenen Fleisch nur eine vernachlässigbare Menge haarfeiner Gräten sowie keine Wirbelsäule in dem innen zarten und außen leicht knusprigen Fischkörper, der sich – mit dem Saft der beigelegten Zitronenscheibe beträufelt – als sehr aromatisch und lecker erwies. Insgesamt hätte die Portion zwar gerne etwas größer sein können, doch insgesamt war ich mit meiner Entscheidung für dieses Gericht sehr zufrieden. Und auch der kleine, nur leicht gesüßte Joghurt mit einigen kleineren Aprikosen-Fruchtstücken erfüllte alle Anforderungen die ich an einen solchen Nachtisch stellte.
Bei den anderen Kantinengästen lag heute natürlich das Halbe Hähnchen mit Pommes am höchsten in der Gunst und landete mit einem kleinen, aber dennoch deutlichen Vorsprung vor den Asia-Gerichten auf Platz eins der heutigen Beliebtheitsskala. Nach den asiatischen Angeboten auf Platz zwei folgte schließlich der Tafelspitz und auf Platz drei und der Forelle knapp dahinter auf Platz vier. Somit waren die Vorlieben heute ein weiteres Mal recht breit gestreut aufgestellt, auch wenn sich an der Grundtendenz für die kalorienreicheren Angebot, bevorzugt mit Pommes Frites oder Wedges, nicht viel geändert hat.

Mein Abschlußurteil:
Gebackene Forelle: ++
Gemüsemischung: ++
Rosmarinkartoffeln: ++
Aprikosenjoghurt: ++

Ko Lo Gai [09.07.2012]

Heute war einmal wieder einer jener seltenen Tag, an denen ich mich für keines der Angebote aus der regulären Küche so recht begeistern konnte. Einzig das Zigeunerschnitzel mit Kartoffelrösti bei Globetrotter wäre noch gerade so gegangen, hätte ich nicht Bedenken bezüglich der Kalorien gehabt. Die Farfalle al peperoni in der Sektion Vitality sprachen mich wiederum visuell absolut nicht an und an der traditionell-regionalen Thüringer Rostbratwurst mit Kartoffel-Gurkensalat störte mich der Kartoffel-Gurkensalat, der dieses Mal definitiv mit Mayonaise gemacht zu sein schien. Wäre er mit Essig-Öl gewesen, hätte ich das Gericht wohl noch in die nähre Auswahl gezogen. So aber wandte ich meine Aufmerksamkeit den asiatischen Angeboten zu, wo ich zuerst überlegte beim Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse zuzuschlagen. Da dies aber dadurch vereitelt wurde dass der zugehörige Wok fast leer und eine Auffüllung nicht in Sicht war, schwenkte ich noch schnell auf das Ko Lo Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in süß-saurer Sauce um – denn davon war noch genug da. Süß-Sauer geht eigentlich immer, so dachte ich zumindest, also landete dieses Gericht gemeinsam mit einer Schüssel Reis auf meinem heutigen Tablett.

Ko Lo Gai

Doch heute musste ich feststellen, dass dieses Gericht doch nicht so die allerbeste Wahl gewesen war. Dass es dieses Mal extrem saucenlastig erschien hätte ich noch verschmerzen können, doch leider war die Sauce – zumindest für meinen Geschmack – zu sauer und zu wenig süß geraten. Da konnte auch die wie üblich bunte und reichhaltige Zusammenstellung aus verschiedenen Gemüsesorten wie Zucchini, Auberginen, Möhren, Lauch, Blumenkohl Brokkoli, Paprika und Chinakohl, den Ananasstückchen sowie das zahlreich vorhandene, magere Hühnerfleisch nur bedingt etwas retten. Somit kann ich hier heute leider keine volle Punktzahl geben. Aber zumindest gab der Reis, den ich mir wie üblich mit einem großzügigen Esslöffel süß-scharfer Chilisauce garniert hatte, keinen Anlass zu weiterer Kritik.
Bei der großen Allgemeinheit der Kantinengäste erschien sich heute, ganz wie erwartet, das Zigeunerschnitzel mit Rösti der größten Beliebtheit zu erfreuen, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz zwei der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala und schließlich der Thüringer Rostbratwurst auf einem guten, aber dennoch dritten Platz. Auf Platz vier folgte, wie fast üblich, das heutige vegetarische Gericht in Form der Farfalle al peperoni. Es hätte mich zwar interessiert ob meine Meinung bezüglich der süß-sauren Sauce auch von anderen Gästen geteilt wurde, aber leider konnte ich niemanden bekannten entdecken, der sich für diese Variante entschieden hatte. Somit stehe ich mit meiner Meinung nun alleine auf weiter Flur, aber ich denke schon dass ich hier nicht unter plötzlicher temporärer Geschmacksverirrung gelitten habe. Aber zum Glück sind solche kleinen Ausrutscher ja die absolute Ausnahme – ich bin sicher dass ich beim nächsten Mal dass ich mich für die Asiatische Küche entscheide wieder absolut zufrieden sein werde. 😉

Mein Abschlußurteil:
Ko Lo Gai: +
Reis: ++

Tongu Kai [03.07.2012]

Einen Moment überlegte ich heute, beim Globetrotter-Angebot in Form von Rahmschwammerl mit Semmelknödel zuzugreifen – das traditionell-regionale Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Zitronenecke und Pommes Frites erschien mir nämlich etwas zu kalorienreich und der “Chicken Caesar Salad” – Romanasalat mit Tomaten, Speckwürfel und Hühnerbruststreifen dazu Parmesandressing bei Vitality war mir wiederum zu Salatlastig. Dann aber besann ich mich der Asia-Theke, denn dort wurde neben dem vegetarischen Feng shi Tzau Min – Gebratene Glasnudeln mit Verschiedenem Gemüse nach Quanton Art heute auch Tongu Kai – Putenfleisch gebraten mit Chinapilzen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce angeboten. Dieses Gericht erschien mir heute mal genau das richtige. Also ergänzte ich es mit der üblichen Schale Reis und einem Glückskeks und machte es so zu meinem heutigen Mittagsmahl.

Tongu Kai

Zwar fand ich keinerlei der angekündigten Chinapilze in meiner Portion, dafür aber eine sonst sehr bunte Gemüsezusammenstellung aus Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Auberginen, Möhren, Lauch, Kohl und Paprika. Außerdem hatte gab es eine reichhaltige Zahl angebratener zarter Putenfleischstücke. Angemacht hatte man alles in einer angenehm scharfen Kokosmilchsauce. Gemeinsam mit dem gut durchgekochten Reis, den ich mir zusätzlich mit einem großzügigen Esslöffel süß-scharfer Chilisauce garniert hatte, ergab sich so mal wieder ein sehr schmackhaftes Asia-Gericht. Ich bereute meine Entscheidung für dieses Gericht mal wieder absolut nicht.
Beim Gros der anderen Kantinengäste lag natürlich, wie nicht anders zu erwarten war, das Schweineschnitzel mit Pommes mit riesigem Vorsprung vor allen anderen Gerichten auf Platz eins der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte und den dritten Platz belegten die Rahmschwammerl mit Semmelknödel. Der Chicken Caesar Salad landete schließlich auf einem guten, aber dennoch vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Tongu Kai: ++
Reis: ++