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Dauerstau

Montag, April 13th, 2009

Nicht dass ich etwas anderes als einen Stau erwartet hätte, aber dass es so schlimm werden würde hätte ich nicht gedacht. Auf dem Rückweg von Jena in Richtung Frankfurt hatte ich im Kreis Hersfeld-Rotenburg einen kurzen Zwischenstopp eingelegt. Bis dorthin war die A4 noch recht frei gewesen und ich konnte die Strecke von Jena bis zur Abfahrt Wildeck-Hönebach ohne erwähnenswerte Behinderungen zurücklegen. Anschließend erreichte ich gegen kurz vor 16.00 Uhr die Autobahnauffahrt auf die A4 bei Bad Hersfeld – und konnte schon dort die Blechlawine sehen die sich dort entlangwälzte. Zuerst dachte ich noch dass es sich nur um einen kurzzeitigen Stau handelte, doch das erwies sich als Fehleinschätzung.

Megastau

Die komplette A4 bis hin zum Kirchheimer Dreieck war ein ständiger Stop- and Go-Verkehr, wobei das Stop überwiegte. So brauchte ich fast eine Stunde, um überhaupt einmal auf die A5 zu kommen. Dort wurde es zwar zu Beginn wenig besser, aber als sich die A7 abteilte kam es wegen ständigen Spurwechsels seitens der anderen Verkehrsteilnehmer erst mal wieder zum Quasi-Stillstand. Bei jeder weiteren Auffahrt einer anderen Autobahn folgte wieder etwas zähfließender Verkehr. Um das ganze nicht unnötig in die Länge zu dehnen: ich brauchte letztlich fast 4 Stunden für eine Strecke, die man normalerweise in unter 2 Stunden befahren könnte. Aber es hätte auch schlimmer kommen können. Es ist echt ein Kreuz mit dem Auto zu reisen – gerade auf dieser vielbefahrenen Autobahn. Ich sollte mal schauen ob ich die Strecke über die A7 und die A66 in Richtung Offenbach nicht Staufreier zurücklegen kann.

Stau und Standstreifen-Fehlbenutzung

Freitag, April 10th, 2009

Ich bin erst heute zurück in Richtung Norden gefahren – in der irrigen Annahme den Osterstaus dadurch irgendwie entgehen zu können. Am Anfang sahs auch noch ganz gut aus, aber irgendwann stand ich dann im Stop- and Go-Verkehr, der sich über eine Stunde lang hinzog, mal mit flüssigeren Stellen, aber meist nur im Schneckentempo.

A5 Stau Ostern 2009

Einen wirklichen Grund für die Staus in Form eines Unfalls oder ähnlichem habe ich nur kurz vor der 10km Baustelle auf der A5 bei Mücke erkennen können, denn hier meinten viele noch schnell auf den linken, in einigen 100m endeten Fahrstreifen ausscheren zu müssen, um noch einmal schnell einige Autos zu überholen und sich vorne wieder reindrängen zu müssen. Aber das scheint ja normal zu sein – auch wenn ich solche Autofahrern auf dem linken Streifen verhungern lassen und ihnen keine Lücke zum wiedereinscheren geben würde. 😉
Was mir auffiel war, dass immer wenn ein Auto auf dem Standstreifen stand, sei es wegen defektem Kühler oder um ein Kind mal schnell „Pipi“ machen zu lassen (alles heute gesehen), staute sich der Verkehr und floß wieder einigermassen flüssig, sobald dieser Wagen passiert war. Typischer Gafferstau – so meine Vermutung.
Am allerschlimmsten empfand ich heute aber jene Verkehrsteilnehmer, die meinten im Affentempo auf dem Standstreifen vorbeirasen zu können, den Blinker dabei nach rechts gesetzt, sobald ein Raststätten- oder Parkplatz-Schild am Horizont auftauchte. Ob der Parkplatz nun 1000m oder 5km entfernt war, schien ihnen egal.

Standstreifenfehlbenutzung

Und mir kann auch keiner erzählen, dass alle diese Leute ach so dringend parken müssen. Und dass sie dabei die auf dem Standstreifen stehenden defekte Wagen gefährden ist ihnen scheinbar auch egal – ich habe einen Beinahe-Unfall beobachten können, als ein Kombi, der mit 80-100 km/h über den Standstreifen heizte und dabei eine mit geöffneter Motorhaube stehende Limousine erst recht spät sah, aber mit einer scharfen Bremsung gerade noch rechtzeitig zum stehen kam, begleitet vom Hupen der anderen Verkehrsteilnehmer.
Ich habe ja nichts dagegen, die Standstreifen-Abkürzung zu verwenden, wenn man nur noch 500m oder 1000m vor einer Ausfahrt oder einem Parkplatz ist – wobei Parkplätze in solchen Fällen ja eher zum schnellen Überholen einiger Autos im Stau und weniger zum Parken genutzt werden – aber jedes in der Ferne auftauchende Rast- bzw. Parkplatz-Schild als fadenscheinige Entschuldigung zu verwenden, auf den Standstreifen auszuscheren halte ich für falsch – gerade weil einige, wie ich auch beobachten können, dann nicht mal auf den Parkplatz fahren, sondern kurz vorher wieder in den normalen Verkehr einscheren. Na ja, ändern kann ichs eh nicht, aber zumindest kann ich meinem Unmut bezüglich dieser Rücksichtslosigkeit hier ein wenig Luft machen. Wenn jemand dahingehend anderer Meinung ist, würde ich mich über ein Kommentar sehr freuen…

PS: Ausnahme sind natürlich hier bestimmte Autobahnabschnitte wie zum Beispiel nahe des Frankfurter Kreuzes, wo die Benutzung der Standspur bei starkem Verkehrsaufkommen explizit erlaubt ist und über entsprechende Schilder freigegeben wird.

Als kleiner Nachtrag dazu noch folgendes:

§ 2 Abs. 1 StVO: Fahrzeuge müssen die Fahrbahn benutzen. Seitenstreifen sind nicht Bestandteil der Fahrbahn.
-> Also ist die Benutzung eines Seitenstreifens durch fahrende Fahrzeuge schon einmal unzulässig.

Eine Standspur auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen ist kein Teil derselben Fahrbahn, sondern als Randstreifen nur für das Halten und Benutzen in Notfällen (§ 18 Abs. 8 StVO) bestimmt, also für den fließenden Verkehr gesperrt. Damit liegt bei der -verbotswidrigen- Benutzung des Seitenstreifens auch kein verbotenes Rechtsüberholen vor, sondern nur ein Verstoß gegen § 2 Abs. 1 StVO (s.o.).
Ggf. kann aber das Überholen auf der Standspur den weiteren Begriff des Überholens des § 315c Abs. 1 Nr. 2 Strafgesetzbuch (Straßenverkehrsgefährdung) erfüllen!

Ein Verzögerungsstreifen vor einer Ausfahrt ist straßenbautechnisch eine vorübergehende Verbreiterung der Fahrbahn und dient dem Abbiegen von der Autobahn. Ihre Benutzung durch den durchgehenden Verkehr ist ebenso wie bei einer Standspur verboten. Verkehrsrechtlich sind sie im Verhältnis zur durchgehenden Fahrbahn selbständige Fahrbahnen, gehören also nicht zu diesen, sondern sind der erste Teil der abbiegenden Fahrbahn. Also biegt ein Kraftfahrer ab, wenn er von der durchgehenden Fahrbahn auf den Verzögerungsstreifen wechselt und hat demnach die Pflichten des § 9 Abs. 1 Satz 4 StVO (vor dem Einordnen und nochmals vor dem Abbiegen ist auf den nachfolgenden Verkehr zu achten) zu beachten.

Auf Verzögerungsstreifen, die durch eine Leitlinie von der durchgehenden Fahrbahn getrennt sind, darf auf Autobahnen rechts nicht schneller als auf der durchgehenden Fahrbahn gefahren werden (§ 42 Abs. 6 Nr 1 f StVO).
[Quelle]

Nach meinen Recherche-Ergebnissen gibt es 50 Euro Strafe und 2 Punkte in Flensburg für die Fehlbenutzung des Standstreifens – eigentlich viel zu wenig – bin aber nicht sicher ob das noch aktuell ist, denn die Bußgeld-Kataloge haben sich ja vor kurzem geändert.

Stau-Theorie

Freitag, April 3rd, 2009

20090403staufrankfurt
Bin heute aus Frankfurt auf der A5 zurück in Richtung Nordwesten gefahren – und natürlich prompt nördlich von Frankfurt in einen zähen Stau geraten. Nicht das ich etwas anderes erwartet hätte, aber dabei konnte ich die anderen Autofahrer ein wenig beobachten und habe so meine Theorien entwickelt. Zur Einleitung aber erst einmal ein paar Anmerkungen: Erstens zähle ich mich eher zu den rücksichtsvollen Autofahrern, die nicht noch kurz vor einem herannahenden Auto rücksichtslos auf die nächste Spur rüberziehen, aber auch nicht auf biegen und brechen mit Höchstgeschwindigkeit über die linke Fahrspur rasen – Fernlicht auch am helllichten Tage eingeschaltet – und erst dicht vor dem vorherfahrenden Abbremsend – des weiteren hasse ich es auch, während man auf einer zweispurigen Autobahn einige langsamfahrenden LKWs bei relativ hoher Geschwindigkeit überholt und von einem von hinten heranrasenden hochmotorisierten Wagen oder auch Transporter bedrängt und genötigt zu werden, der sich wohl denkt ich schwenke in die schmale Lücke zwischen zweier der Lastkraftwagen ein, nur um ihn weiterrasen zu lassen. Njet, Nein – Nichts da. Motz
Besonders unbedacht aber ist es – und damit komme ich zu meiner Stau-Theorie – dass die Leute sobald es zu zähfließendem Verkehr kommt ständig die Spur wechseln müssen, teilweise sogar in halsbrecherischen Manövern über zwei Fahrbahnen rüberziehen, nur weil sich die eine Fahrspur gerade mal ein wenig schneller als die anderen voran bewegt. würden die Leute ihre Fahrspuren größtenteils halten, würden sich viele dieser Staus, die sich nur wegen etwas erhöhtem Verkehrsaufkommens und diesem ständigen Spurwechsel überhaupt so extrem hochschaukeln und bis zum Stillstand eskalieren, weitaus schneller auflösen bzw. maximal zu etwas zähfließendem Verkehr werden. Denn gerade diese Spurwechsel bringen die anderen auf der zuvor schneller vorankommenden Spur ja zum bremsen und machen die Spur langesamer – so dass dieses Spiel mit der nächsten Spur, von der viele gerade gewechselt haben, wieder von vorne beginnt. Das funktioniert theoretisch zumindest solange die Ursache nicht ein Unfall oder etwas ähnliches ist. Aber dem entgegen spricht nun mal leider die Rücksichtslosigkeit der meisten Autofahrer, die wohl selten weiter denken als die paar Minuten die sie schneller vorankommen. Wenn einige Leute mal etwas nachdenken würden, würde es manchmal weitaus flüssiger auf deutschen Straßen vorangehen. So zumindest meine Theorie.
Ob Bahnfahren da günstiger wäre sei letztlich noch so mal in den Raum gestellt – denn aus früheren Zeiten kann ich mich noch gut an die zahlreichen Probleme erinnern, die es auch bei dieser Reiseform gibt. Mal schauen wie ich das in Zukunft regele – für Vorschläge aller Art bin ich natürlich dankbar. 😉

SU-MM

Montag, August 4th, 2008
Su-mm

Was wohl zuerst da war – das Nummernschild oder die Lackierung?
(gesehen in Köln-Ehrenfeld)

Gleichstand hoch drei

Sonntag, Mai 25th, 2008

Benzin, Super und Diesel auf dem selben Preisstand – damit ist der frühere Vorteil eines Dieselfahrzeuges wohl erst einmal dahin.
Wo soll das noch hin gehen?

Nachtrag: Bei der taz habe ich noch einen interessanten Artikel zu dem Thema gefunden: Die Diesel Lüge

Außer Dienst gestellt (vorerst)

Sonntag, Februar 17th, 2008

Verdammt – mein gutes altes JaBB-Mobil ist vorerst einmal außer Dienst gestellt – bis daß der TÜV euch scheidet könnte man sagen, denn dieser hat mir erst einmal die neue Plakette verweigern müssen. Verständlich aufgrund der Roststellen im Schweller und der bereits stark angerosteten Ölwanne, mit der ich keine weiten Fahrten mehr machen kann, will ich nicht das Risiko eingehen, mein Motoröl auf der Autobahn zu verteilen. Aber für die 20 Dienstjahre die er bereits auf dem Buckel hat, ist er eigentlich noch gut in Schuß. Und ich habe viel mit ihm durchgemacht – man denke nur einmal an die Bremsenfestfraß-Geschichte (siehe: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5) und einigen lange Fahrten, die mich bis nach Karlsbad, sowie Pilsen und Chomutov führten. Gute Dienste hat es mit geleistet – und wird es mir auch hoffentlich noch ein paar Jahre leisten – denn da ich hier in Jena kein Auto brauche und es eigentlich nur am Wochenende nutze reicht es noch ein wenig, bevor ich es ersetzen oder ganz abschaffen muß. Aber ich guter Dinge – und hoffe daß man es noch mal hinbekommt. Ich hänge doch ziemlich an diesem Wagen – auch wenn er weder besonders hübsch noch schnell ist.

Nachtrag: Nach fast zwei Wochen Ausfall habe ich mein geliebtes JaBBmobil inzwischen wieder im Einsatz – für die nächsten zwei Jahre wird es wohl noch halten, dann müssen wir weiter sehen. Entweder kaufe ich mir ein neues Auto oder ich steige für die wenigen Fälle wo ich mal einen Wagen brauche auf Mietwagen um. Mal schauen…

Gleichstand

Sonntag, Dezember 2nd, 2007

Normal- und Super-Benzin auf dem preislichen Gleichstand, wirklich eine seltsamer Zustand wie ich heute beim Tanken feststellen musste. Daß die Steuern auf Benzin hier ein Witz sind, brauch ich ja glaube ich gar nicht zu erwähnen. Ich schätze hier mal, daß mittelfristig das Normalbenzin abgeschafft wird – vielleicht sind die Gewinnspannen den Ölkonzern-Bossen nicht mehr groß genug? Obwohl die Gewinnspannen ja nun wirklich der kleinste Teil, der größte Teil ist hier in Deutschland ja die Steuer.
Es wird wirklich Zeit daß man endlich eine Alternative zu diesem unseligen Öl entwickelt – es wird knapp, ist viel zu teuer und bestimmt die Geschicke der modernen Gesellschaft viel zu stark. Aber leider gibt es ja aktuell keine wirtschaftlichen Alternativen.

Bremsenfestfraß – das vorerst letzte Kapitel

Sonntag, August 27th, 2006

(Vorgeschichte: Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4)
Es ist vorerst überstanden. Heute Nachmittag gelang es die verloren geglaubte Scheibenbremse vorne links erst einmal wieder gangbar zu machen. Nachdem den Wagen aufgebockt, das Rad abmontiert und den Sattel von der Bremsscheibe gelöst hatten, konnten wir den Hydraulikzylinder, welcher die Bremsbacken auf die Scheibe drückt, mit Hilfe einer Rohrzange und pumpen am Bremspedal lösen. Das erspart mir eine Reparatur mit Kosten von über vierhundert Euronen. Mittelfristig werde ich die Bremssättel auf beiden Seiten wohl austauschen lassen, aber zumindest gehts vorerst wieder. Es ist wirklich Glück wenn man einen Autoexperten in der Familie hat