Spinat-Spargel-Auflauf mit Kartoffeln & Wildlachs – das Rezept

Da aktuell ja Spargel-Saison ist, wollte ich dieses Wochenende auch mal etwas mit Spargel zubereiten. Dabei sollte es nicht etwas einfaches wie Spargel mit Sauce Hollandaise oder in Kochschinken sein, sondern mir war nach etwas komplexeren. Ich wälzte daher einige Rezepte und stellte mir aus diesen wie schon häufiger zuvor eine eigene Kreation zusammen.

Was brauchen wir also für ca. 2 Portionen?

250 Spargel – ich hatte gestern Abend nur noch weißen Spargel bekommen können, auch wenn ich gerne noch grünen hinzu genommen hätte
01 - Zutat Spargel

250g Blattspinat
02 - Zutat Spinat

2-3 festkochende Kartoffeln
03 - Zutat Kartoffeln

1 große Tomate
04 - Zutat Tomate

1-2 Wildlachs-Filets – wenn man für 2 Personen kocht sollte man 2 Stück nehmen, ich beließ es bei einem
05 - Zutat Räucherlachs

200ml Sahne (fettreduziert)
06 - Zutat Sahne

2 EL Creme fraiche
07 - Zutat Creme fraiche

sowie eine halbe Zwiebel und zwei Zehen Knoblauch für den Spinat,
Butter, Salz und Zucker zum Spargel kochen,
eine Handvoll Gouda-Käse
und Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Rosmarin zum würzen.

Kommen wir nun zur Zubereitung: Zuerst schälen wir den Spargel
08 -  Spargel schälen

und kochen ihn mit etwas Salz, Zucker und einem Stück Butter in einem passenden Topf.
10 - Spargel kochen

Nun schälen wir die Kartoffeln und kochen sie in etwas Salzwasser gar.
09 - Kartoffeln kochen

In einem dritten Topf dünsten wir Zwiebeln und eine gepresste Knoblauchzehe an und bereiten den Spinat zu.
11 - Spinat zubereiten

Während alles köchelt, schneiden wir die Tomate kreuzförmig ein, übergießen sie mit kochendem Wasser und häuten sie. Dann entfernen wir den Glibberkram mit einem Esslöffel.
12 - Tomate häuten

Ist das Gemüse gar, gießen wir es ab und schwitzen in einem zusätzlichen Topf mit etwas Olivenöl die gehackte zweite Knoblauchzehe an.
13 - Knoblauch anschwitzen

Dann gießen wir die Sahne auf
14 - Sahne aufgießen

und würzen sie mit Rosmarin, Salz und Pfeffer.
15 - Würzen

Nun geben wir zwei Esslöffel Creme fraiche hinzu
16 - Creme fraiche hinzu

und streuen etwas Käse ein.
17 - Käse rein

Abschließend geben wir noch die gewürfelte Tomate hinzu, lassen alles kurz aufkochen und es dann etwas reduzieren und zu einer leicht dicklichen Masse werden.
18 - Tomaten dazu

Nachdem wir den den Backofen auf 180 Grad vorgeheizt haben, fetten wir eine Auflaufform aus
19 - Auflaufform fetten

und belegen den Boden mit den in Scheiben geschnittenen Kartoffeln.
20 - Mit Kartoffelscheiben auslegen

Auf die Kartoffelscheiben geben wir nun den gekochten Blattspinat
21 - Mit Spinat belegen

und fügen dann den fertig gekochten Spargel darauf.
22 - Mit Spargel belegen

Es folgt das aufgetaute Wildlachsfilet
23 - Wildlachs auflegen

wobei ich die “Lücken” mit den Restender Kartoffelscheiben auslegte.
24 - Kartoffeln auffüllen

Alles übergießen wir nun mit der Sahne-Mischung
25 - Mit Sahne übergießen

und bestreuen es abschließend – optional – noch mit etwas Käse.
26 - Mit Käse bestreuen

Ist der Backofen aufgeheizt, geben wir die Auflaufform schließlich hinein und überbacken alles für 20 bis 30 Minuten. Ich verließ mich hier wie immer mehr auf meine Augen als auf die Uhr.
27 - Im Ofen überbacken

Schließlich entnehmen wir die Auflaufform
28 - Fertig überbacken

und können das Gericht zerteilen und servieren.
29 - Fertiges Gericht

Die Sahnesauce war zwar etwas wässrig geworden – wobei ich hier glaube dass auch der Spinat nicht ganz unschuldig war – aber von der Würzung her fand ich es geschmacklich wirklich gelungen. Dass ich die Spargel längs und nicht quer auf den Spinat gelegt habe stellte sich aber schlechte Idee heraus, denn obwohl er gut durchgekocht war war ließen sich die Spargelstangen doch eher schlecht zerteilen. Hier musste ich ein Messer zur Hilfe nehmen.

30 - CloseUp

War zwar nicht mein Meisterstück, aber für ein spontan entstandenes Gericht fand ich es durchaus gelungen und lecker. Habe aber noch etwas Spargel übrig – mal schauen was es noch so an Spargelgerichten gibt.

Guten Appetit

Blätterteigrolle mit Räucherlachs, Feta & Blattspinat – das Rezept

Nachdem ich ein Grundrezept gegen Anfang der Woche Abends mal entdeckt hatte, wollte ich es schon ständig mal zubereiten – doch leider hatten lange Arbeitszeiten bzw. andere Termine und damit verbunden die fehlende Möglichkeit die nötigen Zutaten einzukaufen bis heute diesem Vorhaben immer wieder einen Riegel vorgeschoben. Hier in Bayern haben die Läden nun mal leider nur bis 20:00 Uhr auf. Doch heute kam ich endlich dazu und machte mich gleich daran diese kleine Leckerei als heutiges Abendbrot zuzubereiten: Blätterteigrolle mit Räucherlachs, Feta & Blattspinat.

Was brauchen wir dazu?

1 Rolle Blätterteig – ich hatte hier mal die “Hausmarke” meines bevorzugten Supermarktes genommen, was sich nicht als so ideale Entscheidung erwies, denn der Teig ließ sich nur mit etwas Mühe entrollen und klebte recht stark am beigefügten Backpapier. Manchmal ist das zurückgreifen aus Markenware scheinbar doch nicht so unratsam…
06 - Zutat Blätterteig

220g Räucherlachs
05 - Zutat Räucherlachs

90-100g Fetakäse
03 - Zutat Feta

1 halbe Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel

1 Zehe Knoblauch
04 - Zutat Knoblauchzehe

250 Blattspinat
02 - Zutat Blattspinat

1 Ei
07 - Zutat Ei

sowie wahlweise Butterschmalz, Butter oder Öl zum andünsten,
und Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen.

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst dünsten wir die Zwiebel und die gepresste Knoblauchzehe an – ich wählte Butterschmalz, man kann wahlweise natürlich auch Butter oder Olivenöl nehmen.
08 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten

Sind sie glasig angedünstet, geben wir den angetauten Blattspinat hinzu, würzen ihn kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss
09 - Blattspinat hinzu und würzen

und bröseln schließlich den Feta-Käse hinein.
10 - Feta rein bröseln

Wenn nach ca. 10-15 Minuten der Spinat gut durchgekocht, gießen wir die Spinat-Feta in einem Sieb ab um die Flüssigkeit die sich gebildet hat los zu werden und lassen alles abkühlen.
11 - Abtropfen und abkühlen

Ist der Spinat etwas abgekühlt, rollen wir den Blätterteig aus. Ist es solcher der mit Backpapier ausgeliefert wird, empfiehlt es sich den Teig einmal komplett davon abzulösen und wieder aufzulegen – das wird sich beim späteren Aufrollen verdient machen.
12 - Blätterteig ausrollen

Dann verteilen wir möglichst dünn die Spinat-Feta-Mischung auf dem Blätterteig
13 - Mit Spinatmischung belegen

und belegen alles dann mit dem Räucherlachs.
14 - Mit Räucherlachs belegen

Jetzt ist auch der gute Zeitpunkt das Ei in Eigelb und Eiweiß zu trennen. Gleichzeitig heizen wir den Backofen auf 180 Grad vor.
15 - Ei trennen

Nachdem wir den Blätterteig nun aufgerollt haben, bestreichen wir das verbleibende Ende mit etwas vom Eiweiß als Klebstoff,
16 - Mit Eiweiss bestreichen

schließen die Rolle und drücken das Ende leicht fest.
17 - Fertig rollen

Mit Hilfe eines großen, scharfen Messers schneiden wir jetzt die Teigrolle in etwas mehr als Daumendicke Scheiben
18 - In Scheiben schneiden

legen diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bestreichen sie von Oben und an den Seiten mit dem verquirlten Eigelb. Bei Bedarf kann man dies auch noch mit Milch etwas strecken.
19 - Mit Eigelb bestreichen

Optional können wir die Teigrollen nun noch mit etwas Käse bestreuen – ich entschloss mich die Hälfte der Rollenscheiben mit etwas Edamer zu garnieren.
20 - Optional mit Käse bestreuen

Ist der Backofen vorgeheizt geben wir das Backblech auf der mittleren Schiene für 20 bis 25 Minuten hinein.
21 - In Backofen geben

Natürlich muss man sich hier auch etwas auf sein Augenmaß verlassen – sind die Blätterteigrollen gut gebräunt können wir sie der Röhre entnehmen und den Backofen abschalten.
22 - Lachs-Blattspinat-Blätterteigrolle mit Feta - Fertig-gebacken

Nun brauchen wir das ganz nur noch auf eine Teller anrichten und etwas abkühlen lassen – schon ist unser leckeres Fingerfood fertig.
23 - Lachs-Blattspinat-Blätterteigrolle mit Feta - Auf Teller

Auch wenn ich beim Anrichten mit Sicherheit noch etwas üben muss – das ist mir bewusst – aber geschmacklich war dieses Kochexperiment wirklich mehr als gelungen. Die Kombination aus Lachs und Spinat erwies sich als wirklich lecker, wobei die eingebröselte Fetakäse dem ganzen eine schmackhafte, leicht salzige Note gab. Der Käse, obwohl es Edamer war der ja etwas kräftiger im Geschmack ist, brachte meiner Meinung nach kein wirkliche Plus – ihn hätte ich auch weglassen können.

24 - Lachs-Blattspinat-Blätterteigrolle mit Feta - CloseUp

Sowohl noch warm als auch abgekühlt ein wirklich sehr gelungenes Fingerfood. Ein solches Gericht kann ich mir auch wunderbar als Bestandteil eines Buffets auf Parties und Veranstaltungen aller Art vorstellen. Und die Zubereitung ist wirklich nicht schwierig. Nur das Rollen ist etwas schwierig. Mit etwas Übung bekomme ich es aber in Zukunft noch etwas schöner hin – da bin ich sicher. Ich bin ja noch am Üben was das Kochen angeht. Aber mir meinen Fortschritten und insbesondere mit dieser Kreation bin ich sehr zufrieden. Ich hoffe mit diesem Beitrag eine interessante Anregung für den einen oder anderen Hobbykoch gegeben zu haben.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Lauch-Quiche – das Rezept

Heute kam ich beim wälzen meiner Rezeptsammlung auf die Idee, mal eine Lauch-Quiche zuzubereiten, eine Spezialität der französischen Küche aus dem Raum Lothringen. Das Rezept klang lecker und ich hatte sogar noch eine Stange Lauch im Kühlschrank. Und kompliziert war das Ganze auch nicht sonderlich. Die französische Bezeichnung Quiche wurde um 1845 von dem elsässischen Wort Kiche, bzw. Kueche abgeleitet, das dem deutschen Wort Kuchen entspricht. Normalerweise werden solche Quiches in runden Tarteformen zubereitet, ich entschied mich jedoch abweichend davon eine kleine Eckige Auflaufform zu verwenden, da ich hier nur eine kleine Variante zubereiten wollte.

Was braucht man also für 2 Portionen?

Für den Teig

120g Mehl
01 - Zutat Mehl

1 Ei
02- Zutat Eier

40g Butter
03 - Zutat Butter

1/4 TL Salz
04 - Zutat Salz

Für die Füllung:

1 große Stange Lauch
05 - Zutat Lauch

100-110g Speck
06 - Zutat Speck

1 weiteres Ei
02- Zutat Eier

1 Becher Saure Sahne (200g)
07 - Zutat Saure Sahne

außerdem zum Würzen Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Curry sowie etwas Öl zum anbraten.

Zuerst fertigen wir den Teig. Dazu mischen wir das Mehl mit Butter einem Ei und Salz und kneten alles gut durch.
08 - Vermengen

Den fertigen Teig stellen wir dann abgedeckt für ca. eine Stunde in den Kühlschrank.
09 - Teig stehen lassen

Inzwischen können wir die Stange Lauch gründlich waschen
10 - Lauch waschen

und schneiden sie in Ringe.
11 - Lauch schneiden

Den Speck schneiden wir wenn nötig noch etwas kleiner und braten ihn mit etwas Öl in einem kleinen Topf an. Ich ergänzte dabei den Speck noch einige Bacon-Streifen die ich von hier noch übrig hatte und die aufgebraucht werden mussten.
12 - Speck anbraten

Ist alles gut durchgebraten, fügen wir die Lauchringe hinzu,
13 - Lauch hinzufügen

würzen alles mit Salz, Pfeffer und etwas Curry
14 - Würzen

und lassen es auf niedriger Stufe für etwa zehn Minuten vor sich hin köcheln.
15 - Köcheln

Aus Saurer Sahne, dem zweiten Ei, Salz und Pfeffer fertigen wir nun den Guss für unser Quiche
16 - Saure Sahne mischen

wobei ich – abweichend vom Ursprungsrezept – noch etwas frisch geriebene Muskatnuss hinzufügte.
17 - Mit Muskatnuss würzen

Nun können wir den Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen, dann den Teig auch aus dem Kühlschrank nehmen und ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche möglichst dünn ausrollen
18 - Teig ausrollen

um ihn dann in eine kleine Auflaufform zu geben.
19 - Teig in Form geben

Auf diesen Teigboden geben wir dann die Mischung aus Lauch und Speck, wobei wir aber darauf achten das wenige an Flüssigkeit, dass sich angesammelt hat, nicht mit in die Auflaufform zu füllen, sondern belassen es im Topf.
20 - Mit Lauch-Speck-Gemisch belegen

Schließlich übergießen wir das Ganze mit dem gewürzten Guss aus Saurer Sahne.
21 - Mit Saurer Sahne begießen

Von dem so entstandenen Lauch-Speck-Kuchen
22 - Bedeckt

schneiden wir nun noch die zu weit überstehenden Teigränder ab
23 - Teig abschneiden

und geben die Auflaufform dann in den inzwischen vorgeheizten Backofen, wo wir es für ca. 45 Minuten backen.
24 - In Ofen

Ist alles gut überbacken, entnehmen wir die Auflaufform
24 - Lauch-Quiche - Fertig gebacken

und teilen sie mit einem passenden Werkzeug in passende Portionen auf.
25 - Lauch-Quiche - Teilstück

Sehr lecker muss ich zugeben. Der Teig war zwar meiner Meinung nach etwas trockener geworden als ich es ursprünglich beabsichtigt hatte – hier hätte ein weitere Ei mit Sicherheit nicht schlecht gewesen – aber die Füllung aus Lauch und Speck und der Guss aus Saurer Sahne in Kombination mit den verwendeten Gewürzen war ein wahrer Genuss.

26 - Lauch-Quiche - CloseUp

Zuerst hatte ich ja noch überlegt gewürfelte Zwiebeln mit dem Speck anzubraten, doch es erwies sich als weise Entscheidung dies nicht getan zu haben. Die Würzung erwies sich auch so als absolut ausreichend. Auf der anderen Seite gab die zusätzliche Verwendung von Muskatnuss dem Guss eine wirklich sehr angenehme Note. Für mein erstes Quiche war ich mit dem Ergebnis durchaus zufrieden – einzig an dem Teig muss ich noch etwas arbeiten – hier wäre die Verwendung von Blätter- statt Mürbeteig auch noch eine interessante Variante. Werde in Zukunft mit Sicherheit weitere Kochexperimente in diese Richtung unternehmen. Ich hoffe dem Einen oder Anderen mit diesem Rezept eine interessante Anregung gegeben zu haben.

Guten Appetit

Blätterteigtaschen mit Krabben, Frischkäse & Dill – das Rezept

Aktuell habe ich noch Urlaub und da ich so natürlich keinen Zugriff auf die Kantine habe entschloss ich mich heute mal wieder zu kochen. Allerdings wollte ich nichts aufwendiges fertigen und beim durchforsten meiner Rezeptsammlung stieß ich dabei auf etwas das mich sofort ansprach: Blätterteigtaschen mit Krabben, Frischkäse und Dill. Einfach zu machen und es klang außerdem noch sehr lecker. Mit Blätterteig hatte ich im Übrigen bisher noch nicht gearbeitet, was einen weiteren Anreiz für mich darstellte. Also schnell die wenigen fehlenden Zutaten eingekauft und los ging es.

Was brauchen wir also für 3 Teigtaschen?

1 Päckchen Blätterteig (275g) – (ich hätte hier natürlich auch selbst Blätterteig machen können, aber ich wollte es wie bereits erwähnt heute nicht so aufwendig gestalteten. Werde das aber bestimmt noch einmal nachholen)
01 - Zutat Blätterteig

100g Krabben – ich wählte hier Nordseekrabben
02 - Zutat Nordseekrabben

1 EL Dill – ich habe für solche Zwecke gehackten TK-Dill, frischer ist natürlich noch besser.
03 - Zutat Dill

1 TL Zitronensaft – da ich wegen eines Teelöffels keine Zitrone auspressen will nehme ich hier Saft aus der Flasche
04 - Zutat Zitronensaft

120g Frischkäse (fettreduziert) – Alternativ würde hier auch Créme fraiche gehen falls man Frischkäse nicht mögen sollte
05 - Zutat Frischkäse

außerdem Salz und Pfeffer zum würzen
sowie ein Eigelb und einen 1EL Milch zum bestreichen der Teigtaschen

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst geben wir den Frischkäse und den Zitronensaft in eine Schüssel und rühren alles glatt.
06 - Frischkäse und Zitronensaft

Anschließend geben wir den Dill hinzu
07 - Dill beigeben

und rühren ihn gut unter.
08 - Verrühren

Es folgen die Krabben
09 - Krabben rein

die wir ebenfalls gut vermengen.
10 - Vermengen

Abschließend schmecken wir alles noch mit Salz und Pfeffer ab.
11 - Würzen

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt um den Backofen auf 200Grad vorzuheizen.

Nun schneiden wir den Blätterteig in sechs etwa gleich große Stücke
12 - Blätterteig schneiden

und legen drei davon auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
13 - Auf Backblech geben

Diese Belegen wir dann mittig mit der Mischung aus Frischkäse, Zitronensaft, Krabben und Dill – dabei achten wir darauf dass rundherum mindestens 1cm Rand bleibt.
14 - Belegen

Anschließend legen wir die drei verbliebenen Blätterteigstücke darüber,
15 - Bedecken

schlagen die Ränder ein Stück um
16 - Umschlagen

und drücke sie z.B. mit der Spitze einer Gabel etwas fest.
17 - Festdrücken

Das Eigelb verquirlen wir dann mit einem Schuß Milch
18 - Ei & Milch verquirlen

und bestreichen die Teigtaschen mit dieser Ei-Milch-Mischung. Das macht sie besonders knusprig.
19 - Bestreichen

Sobald der Backofen vorgeheizt ist geben wir dann unsere Teigtaschen auf mittlerer Schiene hinein und backen sie für ca. 20 Minuten.
20 - In Backofen geben

Beim Backen gehen sie ziemlich hoch – ich vermute dass dies auch mit dem Bestreichen zusammen hängt, da Ei und Milch den Teig versiegeln und die Luft einschließen.
21 - Blätterteigtaschen / Pastry puffs - Fertig gebacken

Nun brauchen wir die nur noch servieren. Aber Vorsicht: Das Innere, vor allem die Frischkäse-Krabben-Mischung, ist am Anfang noch sehr heiß.
22 - Blätterteigtasche / Pastry puff - Auf Teller

Diese Blätterteigtaschen erwiesen sich als wahrer Genuss muss ich sagen. Auch wenn der Teig ziemlich viel an Masse zugenommen zu haben schien, erwies sich der Gros im Inneren als Luft, so dass die Menge an Blätterteig und Krabben wunderbar aufeinander abgestimmt war. Die Krabben-Frischkäsemischung mit ihrer Dill-Note ergab eine wirklich wunderbare Füllung für solch eine Teigtasche.
24 - Blätterteigtasche / Pastry puff - Aufgeschnitten

Und die Zubereitung ist wirklich schnell gemacht – vor allem bei Verwendung fertigen Blätterteigs. Ich schätze Mal dass die reine Zubereitungszeit ohne das Backen etwa zehn Minuten beträgt.
Natürlich spielte ich auch hier mit dem Gedanken den normalen Frischkäse durch Kräuterfrischkäse zu ersetzen, aber durch die Beigabe von Dill hatte ich mir ja im Grunde genommen meinen eigenen Kräuterfrischkäse gemacht und ich war hier auch nicht sicher ob die Kräuter eines gekauften Kräuterfrischkäses so gut mit dem Dill harmonieren würden. Daher denke ich dass die Entscheidung den regulären Frischkäse zu verwenden gut gewesen ist.
23 - Blätterteigtasche / Pastry puff - CloseUp

Sollte man solche Teigtaschen als Partysnack fertigen, könnte man die Größe der einzelnen Tasche vielleicht noch etwas reduzieren um sie besser als Fingerfood verwenden zu können – aber das nur am Rande erwähnt.
Insgesamt war ich auf jeden Fall mit dem Ergebnis dieses kleinen Kochexperiments mal wieder sehr zufrieden. Das war mit Sicherheit nicht das letzte Mal dass ich etwas mit Blätterteig gemacht habe. Ich hoffe mit diesem Beitrag dem einen oder anderen Appetit auf diese kleine Leckerei gemacht zu haben und würde mich über Kommentare und Hinweise jeder Art natürlich freuen.

Guten Appetit

Das Pizzateigexperiment – Vier Teige im Vergleich

Auch heute blieb die Küche nicht kalt – doch anstatt ganz regulär zu kochen hatte ich mir heute ein kleines Experiment vorgenommen. Ziel des Ganzen war es verschiedene Zubereitungsarten von Pizzateig einmal direkt zu vergleichen. Es mag hunderte von verschiedenen Pizzateig-Varianten geben und alle zu vergleichen wäre ein logistischer, organisatorischer und finanzieller Aufwand gewesen den ich unmöglich alleine hätte meistern können – zumal ich auch nur einen Backofen habe. Also suchte ich mir vier Teigvarianten heraus die ich wie folgt vorbereitete:

01 - Ölteig mit normalen Mehl 02 - Reismehlteig
Normaler Ölteig Teig mit Reismehl
Zutaten:
100g Weizenmehl (Typ 405)
5g frische Hefe
ca. 50ml lauwarmes Wasser
1 EL Olivenöl
1/4 TL Salz
1/4 TL Honig
Zutaten:
80g Reismehl
20g Weizenmehl
5g frische Hefe
ca. 50ml Wasser
1/4 EL Olivenöl
1/4 TL Salz
1/4 TL Honig
Dies ist die normale Teigvariante mit Honig,
die ich hier bereits ausprobiert hatte.
Bei der Reismehl-Variante musste ich etwas
Weizenmehl beimischen da Reismehl wie allen
glutenfreien Mehlsorten der Kleber fehlt.
Alternativ für Menschen die wirklich allergisch
auf Gluten reagieren kann man hier auch
Guarkernmehl beimengen. Ich hatte
es zwar vor, habe aber weder im Supermarkt
noch im Reformhaus solches bekommen
können. Daher bin ich auf normales Mehl
ausgewichen.
04 - Quark-Öl-Teig 02 - Ölteig mit Maisgriess
Quark-Öl-Teig Ölteig mit Maisgriess
Zutaten:
80g Weizenmehl (Typ 405)
50g Quark
1 EL Olivenöl
3-4 EL warme Milch
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
Zutaten:
80g Weizenmehl (Typ 405)
20g Maisgriess
5g frische Hefe
1/4 TL Honig
1/4 TL Salz
50ml lauwarmes Wasser
Ein normaler Quark-Öl-Teig, der
als einzige Besonderheit
Backpulver statt Hefe verwendet.
Eine Variation des ersten Teiges,
dem noch etwas Maisngriess
beigemengt wurde. Dies soll dem
Teig angeblich eine bessere Konsistenz
geben.

Die Zubereitung war für alle vier Varianten ähnlich: Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen, gut miteinander verkneten und dann abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde ruhen. Bei der Quark-Öl-Variante mit Backpulver wäre dies zwar nicht nötig gewesen, ich musste aber auch hier natürlich warten.
Während die Teige ruhten, machte ich mich daran eine Tomatensauce für die Pizza zuzubereiten. Dabei griff ich auch das hier bereits vorgestellte Rezept zurück, verwendete aber stückige Tomaten anstatt der geschälten. Das hatte aber keinerlei Einfluss auf das Ergebnis.

21 - Sauce kochen

Nach ca 60 Minuten waren die Teigsorten die aufgehen sollten auch mehr oder weniger aufgegangen. Das Ergebnis sah wie folgte aus:

05 - Ölteig - aufgegangen 07 - Reismehlteig - aufgegangen
Normaler Ölteig Teig mit Reismehl
08 - Quark Ölteig aufgegangen 06 - Ölteig mit Maisgriess - aufgegangen
Quark-Öl-Teig Ölteig mit Maisgriess

Nun mussten alle vier Teige nur noch ausgewalzt und auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech verfrachtet werden. Bei den meisten Varianten funktionierte dies auch ohne größere Probleme, nur der Teig aus Reismehl erwies sich als extrem klebrig und widerspenstig, doch mit etwas Mühe gelang es mir schließlich auch diesen Teigfladen auf seinen vorgesehenen Platz zu manövrieren.

09 - Teigfladen auf Backblech
Links oben: Normaler Ölteig – Rechts oben: Quark-Öl-Teig
Links unten: Reismehlteig – Rechts unten: Ölteig mit Hartweizengriess

Nun ließ ich alles abgedeckt noch einmal 15 Minuten ruhen, dann bestrich ich alle vier Varianten mit der Tomatensauce

10 - Teigfladen mit Tomatensauce
Mit Tomatensauce bestrichen

belegte sie mit etwas Wurst und Schinken und bestreute sie dann mit Mozzarella-Käse.

11 - Teigfladen belegt und bestreut
Belegt und mit Käse bestreut

Anschließend kam das Blech in einen auf 230 Grad vorgeheizten Backofen, wo es für ca. 15-20 Minuten verblieb.

12 - Im Backofen
Im Backofen

Während die beiden normalen Ölteig-Varianten gut aufgingen, gab es sowohl bei der Reismehl-Variante als auch beim der Quark-Öl-Teig kaum Veränderungen in der Teighöhe. Bei dem Quark-Öl-Teig hatte ich dies auch nicht erwartet – immerhin war hier Backpulver statt Hefe verwendet worden, aber beim Reismehl-Teig wunderte mich dies verhalten etwas.
Nachdem alles gut überbacken war, entnahm ich das Backblech und begutachtete das Ergebnis.

13 - Fertig gebacken
Fertig gebacken

Nun ging es daran die verschiedenen Varianten einem Geschmackstest zu unterziehen.

Normaler Ölteig:
14 - Ölteig - Pizzastück
Das Ergebnis hier entsprach dem Ergebnis das ich bereits letztes Wochenende erzielt hatte. Der Teig war fluffig und locker und an den Rändern leicht knusprig.
14 - Ölteig - CloseUp

Reismehl-Teig:
15 - Reismehlteig - Pizzastück
Der Reismehlteig erschien von der Konsistenz her kompakter zu sein – um so mehr war ich überrascht als ich hinein biss: Dieser Pizzateig war angenehm weich im Biss und innen auch leicht saftig, wobei die Ränder dennoch eine feste Kruste erlangt hatten. Ungewöhnlich, aber nicht schlecht.
16 - Reismehlteig - CloseUp

Quark-Öl-Teig:
19 - Quark-Ölteig Pizzastück
Wohl aufgrund des Verzichts auch Hefe war auch der Quark-Öl-Teig etwas kompakter geraten, aber wohl dank des Backpulvers auch recht locker im Biss und wegen Quark und Milch etwas saftiger als die Ölteig-Varianten.
20 - Quark-Ölteig - CloseUp

Ölteig mit Hartweizengriess:
17 - Ölteig mit Hartweizengriess - Pizzastück
Die Teig-Variante mit Hartweizengriess unterschied sich letztlich kaum von der ersten Variante die nur mit Weizenmehl zubereitet worden war. Sie war ein klein wenig stärker aufgegangen als die ohne Hartweizengriess, aber dies hing wohl kaum mit dieser Zutat zusammen. Viel mehr vermute ich dass hier ein wenig mehr Hefe hinein geraten ist – und das obwohl ich recht genau abgemessen hatte. Von der Knusprigkeit her konnte ich zumindest keinen Unterschied entdecken. Einzig die Farbe des Teiges hatte mehr einen Ton ins leicht gelbliche.
18 - Ölteig mit Maissgriess - CloseUp

Zusammenfassend ein recht interessantes und auch sehr leckere Experiment. Den wirklich dünnen und flachen Teig habe ich dabei allerdings noch nicht herstellen können.

22 - Direkter Vergleich
Von links nach rechts: Reismehlteig – Ölteig – Ölteig mit Hartweizengriess – Quark-Öl-Teig

Dennoch hat es mir einige interessante Erkenntnisse in der Arbeit mit verschiedenen Teigsorten erbracht und meine Kenntnisse in diesem Bereich etwas erweitert. Vor allem das Ergebnis des Reismehl-Teiges hat mich überrascht. Ich werde hier wohl demnächst noch einmal anderen ungewöhnlichen Mehlsorten testen, da scheint trotz des fehlenden Klebers Potential drin zu stecken. Aber nicht in allernächster Zukunft, denn aktuell habe ich erst einmal genug von Pizza – mal schauen was ich als nächstes Mal ausprobiere. Die Quark-Öl-Variante werde ich auf jeden Fall noch einmal mit Hefe probieren, auch wenn der italienische Pizzateig wie ich ihn Bevorzuge natürlich eher der klassischen Ölteig-Variante entspricht.