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Das Pizzateigexperiment – Vier Teige im Vergleich

Saturday, April 16th, 2011

Auch heute blieb die Küche nicht kalt – doch anstatt ganz regulär zu kochen hatte ich mir heute ein kleines Experiment vorgenommen. Ziel des Ganzen war es verschiedene Zubereitungsarten von Pizzateig einmal direkt zu vergleichen. Es mag hunderte von verschiedenen Pizzateig-Varianten geben und alle zu vergleichen wäre ein logistischer, organisatorischer und finanzieller Aufwand gewesen den ich unmöglich alleine hätte meistern können – zumal ich auch nur einen Backofen habe. Also suchte ich mir vier Teigvarianten heraus die ich wie folgt vorbereitete:

01 - Ölteig mit normalen Mehl 02 - Reismehlteig
Normaler Ölteig Teig mit Reismehl
Zutaten:
100g Weizenmehl (Typ 405)
5g frische Hefe
ca. 50ml lauwarmes Wasser
1 EL Olivenöl
1/4 TL Salz
1/4 TL Honig
Zutaten:
80g Reismehl
20g Weizenmehl
5g frische Hefe
ca. 50ml Wasser
1/4 EL Olivenöl
1/4 TL Salz
1/4 TL Honig
Dies ist die normale Teigvariante mit Honig,
die ich hier bereits ausprobiert hatte.
Bei der Reismehl-Variante musste ich etwas
Weizenmehl beimischen da Reismehl wie allen
glutenfreien Mehlsorten der Kleber fehlt.
Alternativ für Menschen die wirklich allergisch
auf Gluten reagieren kann man hier auch
Guarkernmehl beimengen. Ich hatte
es zwar vor, habe aber weder im Supermarkt
noch im Reformhaus solches bekommen
können. Daher bin ich auf normales Mehl
ausgewichen.
04 - Quark-Öl-Teig 02 - Ölteig mit Maisgriess
Quark-Öl-Teig Ölteig mit Maisgriess
Zutaten:
80g Weizenmehl (Typ 405)
50g Quark
1 EL Olivenöl
3-4 EL warme Milch
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
Zutaten:
80g Weizenmehl (Typ 405)
20g Maisgriess
5g frische Hefe
1/4 TL Honig
1/4 TL Salz
50ml lauwarmes Wasser
Ein normaler Quark-Öl-Teig, der
als einzige Besonderheit
Backpulver statt Hefe verwendet.
Eine Variation des ersten Teiges,
dem noch etwas Maisngriess
beigemengt wurde. Dies soll dem
Teig angeblich eine bessere Konsistenz
geben.

Die Zubereitung war für alle vier Varianten ähnlich: Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen, gut miteinander verkneten und dann abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde ruhen. Bei der Quark-Öl-Variante mit Backpulver wäre dies zwar nicht nötig gewesen, ich musste aber auch hier natürlich warten.
Während die Teige ruhten, machte ich mich daran eine Tomatensauce für die Pizza zuzubereiten. Dabei griff ich auch das hier bereits vorgestellte Rezept zurück, verwendete aber stückige Tomaten anstatt der geschälten. Das hatte aber keinerlei Einfluss auf das Ergebnis.

21 - Sauce kochen

Nach ca 60 Minuten waren die Teigsorten die aufgehen sollten auch mehr oder weniger aufgegangen. Das Ergebnis sah wie folgte aus:

05 - Ölteig - aufgegangen 07 - Reismehlteig - aufgegangen
Normaler Ölteig Teig mit Reismehl
08 - Quark Ölteig aufgegangen 06 - Ölteig mit Maisgriess - aufgegangen
Quark-Öl-Teig Ölteig mit Maisgriess

Nun mussten alle vier Teige nur noch ausgewalzt und auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech verfrachtet werden. Bei den meisten Varianten funktionierte dies auch ohne größere Probleme, nur der Teig aus Reismehl erwies sich als extrem klebrig und widerspenstig, doch mit etwas Mühe gelang es mir schließlich auch diesen Teigfladen auf seinen vorgesehenen Platz zu manövrieren.

09 - Teigfladen auf Backblech
Links oben: Normaler Ölteig – Rechts oben: Quark-Öl-Teig
Links unten: Reismehlteig – Rechts unten: Ölteig mit Hartweizengriess

Nun ließ ich alles abgedeckt noch einmal 15 Minuten ruhen, dann bestrich ich alle vier Varianten mit der Tomatensauce

10 - Teigfladen mit Tomatensauce
Mit Tomatensauce bestrichen

belegte sie mit etwas Wurst und Schinken und bestreute sie dann mit Mozzarella-Käse.

11 - Teigfladen belegt und bestreut
Belegt und mit Käse bestreut

Anschließend kam das Blech in einen auf 230 Grad vorgeheizten Backofen, wo es für ca. 15-20 Minuten verblieb.

12 - Im Backofen
Im Backofen

Während die beiden normalen Ölteig-Varianten gut aufgingen, gab es sowohl bei der Reismehl-Variante als auch beim der Quark-Öl-Teig kaum Veränderungen in der Teighöhe. Bei dem Quark-Öl-Teig hatte ich dies auch nicht erwartet – immerhin war hier Backpulver statt Hefe verwendet worden, aber beim Reismehl-Teig wunderte mich dies verhalten etwas.
Nachdem alles gut überbacken war, entnahm ich das Backblech und begutachtete das Ergebnis.

13 - Fertig gebacken
Fertig gebacken

Nun ging es daran die verschiedenen Varianten einem Geschmackstest zu unterziehen.

Normaler Ölteig:
14 - Ölteig - Pizzastück
Das Ergebnis hier entsprach dem Ergebnis das ich bereits letztes Wochenende erzielt hatte. Der Teig war fluffig und locker und an den Rändern leicht knusprig.
14 - Ölteig - CloseUp

Reismehl-Teig:
15 - Reismehlteig - Pizzastück
Der Reismehlteig erschien von der Konsistenz her kompakter zu sein – um so mehr war ich überrascht als ich hinein biss: Dieser Pizzateig war angenehm weich im Biss und innen auch leicht saftig, wobei die Ränder dennoch eine feste Kruste erlangt hatten. Ungewöhnlich, aber nicht schlecht.
16 - Reismehlteig - CloseUp

Quark-Öl-Teig:
19 - Quark-Ölteig Pizzastück
Wohl aufgrund des Verzichts auch Hefe war auch der Quark-Öl-Teig etwas kompakter geraten, aber wohl dank des Backpulvers auch recht locker im Biss und wegen Quark und Milch etwas saftiger als die Ölteig-Varianten.
20 - Quark-Ölteig - CloseUp

Ölteig mit Hartweizengriess:
17 - Ölteig mit Hartweizengriess - Pizzastück
Die Teig-Variante mit Hartweizengriess unterschied sich letztlich kaum von der ersten Variante die nur mit Weizenmehl zubereitet worden war. Sie war ein klein wenig stärker aufgegangen als die ohne Hartweizengriess, aber dies hing wohl kaum mit dieser Zutat zusammen. Viel mehr vermute ich dass hier ein wenig mehr Hefe hinein geraten ist – und das obwohl ich recht genau abgemessen hatte. Von der Knusprigkeit her konnte ich zumindest keinen Unterschied entdecken. Einzig die Farbe des Teiges hatte mehr einen Ton ins leicht gelbliche.
18 - Ölteig mit Maissgriess - CloseUp

Zusammenfassend ein recht interessantes und auch sehr leckere Experiment. Den wirklich dünnen und flachen Teig habe ich dabei allerdings noch nicht herstellen können.

22 - Direkter Vergleich
Von links nach rechts: Reismehlteig – Ölteig – Ölteig mit Hartweizengriess – Quark-Öl-Teig

Dennoch hat es mir einige interessante Erkenntnisse in der Arbeit mit verschiedenen Teigsorten erbracht und meine Kenntnisse in diesem Bereich etwas erweitert. Vor allem das Ergebnis des Reismehl-Teiges hat mich überrascht. Ich werde hier wohl demnächst noch einmal anderen ungewöhnlichen Mehlsorten testen, da scheint trotz des fehlenden Klebers Potential drin zu stecken. Aber nicht in allernächster Zukunft, denn aktuell habe ich erst einmal genug von Pizza – mal schauen was ich als nächstes Mal ausprobiere. Die Quark-Öl-Variante werde ich auf jeden Fall noch einmal mit Hefe probieren, auch wenn der italienische Pizzateig wie ich ihn Bevorzuge natürlich eher der klassischen Ölteig-Variante entspricht.

Bauernbrot – das Backexperiment

Wednesday, April 6th, 2011

Nachdem ich ja vor einigen Tagen ja bereits über die Herstellung von Sauerteig, einem Vorprodukt zum Brotbacken, geschrieben hatte möchte ich heute ein wenig über den nächsten Schritt zur Herstellung eines Sauerteigbrotes berichten. Nach einiger Recherche entschied ich mich dabei für ein Rezept für ein einfaches Bauernbrot.

Was brauchen wir also dazu:
100g Sauerteig (wie man den herstellt steht hier, man kann ihn aber auch fertig kaufen)
500g Weizenmehl (Typ 550)
270g Roggenmehl (Typ 1150)
1 TL Salz
1 TL Zucker
20g Hefe
370ml warmes Wasser

Zuerst geben wir alle oben genannten Zutaten in eine große Schüssel
01 - Zutaten mischen

und kneten sich gut durch. Hier sollte man sich wirklich etwas Zeit nehmen und alles gründlich miteinander vermengen.
02 - Kneten

Das Ergebnis sollte eine feste Teigkugel sein.
03 - Teig vor dem Aufgehen

Nun decken wir die Schüssel gut ab – ich wählte etwas Frischhaltefolie und zusätzlich ein Küchentuch – und lassen den Teig für 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen. Danach sollte der Teig sein Volumen deutlich vergrößert haben, bei mir funktionierte dies wunderbar.
04 - Teig gegangen

Den aufgegangenen Teig formen wir nun auf einer mit Mehl ausgestreuten Fläche zu einem Brotlaib und geben ihn auf ein Backblech welches wir am besten vorher mit einem Blatt Backpapier auslegen.
05 - Formen und auslegen

Mit einem scharfen Messer schneiden wir schräg einige Dehnfugen in die Oberfläche des Brotlaibes und decken das Backblech mit dem Laib darauf mit einem Küchentuch ab.
06 - Abgedeckt gehen lassen

Für zwei bis zweieinhalb Stunden lassen wir das Brot nun weiter gehen. Nach einer Stunden war es bereits gut an Volumen zugenommen,
07 - Gegangen 01

während es in der zweiten Stunde nicht mehr allzu viel an Umfang zunahm. Dabei muss ich zugeben dass die Größe des Laibes meine Erwartungen bei weitem übertroffen hatte.
08 - Gegangen 02

Den Backofen heizen wir etwa fünfzehn Minuten vor dem Ende der Gehzeit auf 190 Grad vor und schieben das Backblech dann auf der mittleren Schiene dort hinein.
09 - Backen 01

Nach einer halben Stunde hat sich der Bräunungsgrad schon einmal gut verbessert, aber das ist erst die Halbzeit.
10 - Backen 02

Nach einer Stunde können wir den Backvorgang beenden
11 - Backen 03

und lassen das Brot auf einem Gitterrost einige Zeit abkühlen. Zuvor sollten wir aber noch kurz mit dem Fingerknöchel auf die Unterseite des Laibes klopfen – klingt es hohl ist das Brot durchgebacken. Ich nutzte für den Abkühlprozess einfach einen umgedrehten Rost aus meinem Backofen. Dabei sollten wir trotz des leckeren und verlockenden Duftes der Versuchung widerstehen das Brot sofort anzuschneiden, davon wurde laut meiner Recherche in mehreren Quellen abgeraten da es wohl dann zusammenfallen könnte.
12 - auskühlen

Nach ca. 30 bis 40 Minuten können wir es schließlich wagen und unseren Brotlaib anschneiden.
13 - Brotscheiben

Das noch warme, knusprige Brot erwies sich als ein wirklicher Genuss, ich ließ es mir nicht nehmen gleich einige Scheiben zum Abendbrot zu verzehren und konnte dabei mein erstes erfolgreich gebackenes Sauerteigbrot wirklich genießen.
14 - Angeschnitten

Die Kruste war meiner Meinung nach genau richtig geraten, nicht zu dünn und nicht zu dick – und auch das Innere erwies sich als angenehm weich und “fluffig” so wie ich es mag. Und auch am für Sauerteigbrot typischen Aroma gab es absolut nichts auszusetzen.
15 - Closeup

Zum Schluss möchte ich noch gestehen dass hier erst mein zweiter Backversuch erfolgreich gewesen ist. Aufgrund eines falschen Rezeptes hatte ich bei dem ersten Versuch zu viel Mehl verwendet und das Brot etwas zu lange gebacken. Das Ergebnis war ein etwas zu hart geratenes und äußerlich nicht allzu ansehnliches Brot, das ich leider größtenteils entsorgen musste.

Aber aus diesem kleinen Misserfolg hatte ich meine Lehren gezogen und war beim zweiten Versuch wie man hier sieht erfolgreich. Natürlich werde ich weitere Versuche in dieser Richtung starten und hier darüber berichten – mit genügend Zeit und etwas mehr Erfahrung bin ich sicher dass ich meine Kenntnisse in der Brotbackkunst noch ausbauen kann. Natürlich reizt es mich dabei auch die Versuche auf Vollkornbrot auszudehnen. Es wird also in nächster Zeit mit Sicherheit noch weitere Berichte in dieser Richtung geben.

Sauerteig selbst herstellen – das Backexperiment

Saturday, April 2nd, 2011

In den letzten Tagen hatte ich mich mal mit der Zubereitung von Sauerteigbrot beschäftigt. In diesem Beitrag soll es dabei um die Zubereitung des ersten Vorteiges, einem Sauerteig gehen. Dabei handelt es sich um ein Gärprodukt aus zwei einfachen Zutaten, nämlich Roggenmehl und lauwarmen Wasser. Durch die in jeder Mehlsorte enthaltenen homofermentativer, also milchsäureproduzierender, sowie heterofermentativer, also sowohl milch- als auch essigsäureproduzierender, Bakterien entsteht dabei ein seit tausende Jahren von Menschen verwendetes Triebmittel das nicht nur den Geschmack eines Brotes verbessert, sondern es auch ernährungsphysiologisch aufwertet. Und die Herstellung ist wirklich nicht schwer, braucht aber etwas Zeit, die ich mir diese Woche einmal nahm.

Wir benötigen also:

2 x 100g Roggenmehl (Typ 1050 oder besser Typ 1150 – ich nahm Typ 1150)
01 - Zutat Roggenmehl

2 x 100ml lauwarmes Wasser
02 - Zutat lauwarmes-Wasser

1 x 200g Roggenmehl
1 x 200ml lauwarmes Wasser
1 Schüssel
etwas Folie oder eine Plastiktüte zum verpacken
n.b. ein Küchentuch zum zusätzlichen Abdecken und wärmen.

Zuerst geben wir Wasser und Mehl in die Schüssel
03 - Vermischen

und verrühren alles gut miteinander.
04 - verrühren

Ist alles zu einer einheitlichen Masse vermengt
05 - Endmasse - Tag 1

Verpacken wir das Ganze in einer Tüte oder decken es alternativ mit Folie ab
06 - Verpacken

um es dann für mindestens 24 Stunden an einem warmen Ort zu lagern. Ich wählte einer Fensterbank über einer Heizung deckte es dabei noch zusätzlich mit einem Geschirrtuch ab.
07 - warm lagern

Am nächsten Tag hat sich noch nicht viel verändert.
08 - nach 24 Stunden

Wir nehmen noch mal 100g Roggenmehl
09 - Mehl

und geben es mit noch einmal 100ml lauwarmen Wasser in die Schüssel.
10 - Mit lauwarmen Wasser aufgießen

Wieder verrühren wir alles
11 - verrühren

und lagern es gut verpackt für weitere 24 Stunden auf der Heizung oder einem anderen warmen Ort.

Das Prozedere wiederholen wir nach einem Tag ein weiteres Mal, nur dieses Mal mit der doppelten Menge an Mehl und Wasser. Ich habe dabei auch Rezepte gefunden die mit 3 mal 100g Mehl und 100ml warmen Wasser arbeiten, ich wählte jedoch diese Methode.

Am dritten Tag sollte das Ergebnis dann in etwa so aussehen:
13 - Endergebnis

Die Wasser-Mehl-Masse sollte leichte blasen geworfen haben und dabei einen leicht säuerlichen Geruch ähnlich wie bei sauren Äpfeln verströmen. Die Masse können wir dann gleich zum backen verwenden oder sie auch drei bis vier Tage Gefahrlos im Kühlschrank aufbewahren. Zur längeren Aufbewahrung kann man den Sauerteig entweder einfrieren, es auf Backpapier dünn auszustreichen und dort trocknen zu lassen oder es mit zusätzlichem Mehl auszukrümeln und zu trocknen. Ich werde die eine oder andere Methode in den nächsten Tagen mal testen und darüber natürlich hier berichten – nachdem ich über getestet habe wie man mit Sauerteig bäckt. Bald also mehr hier über das backen mit Sauerteig.

Kastenweißbrot / American Soft Bread – das (Back-)Rezept

Sunday, March 27th, 2011

Heute wollte ich mal meine Backkenntnisse vertiefen und entschied mich dazu, mich am Brotbacken zu versuchen. Das erste Rezept das ich in diesem Zusammenhang mal probieren wollte, war ein einfaches Kastenweißbrot nach Amerikanischer Art (American Soft Bread).

Wir benötigen:

30g Butter
01- Zutat Butter

150g Weizenmehl (Typ 405)
02 - Zutat Mehl 405

300g Weizenmehl (Typ 550)
03 - Zutat Mehl Typ 550

1 Päckchen Trockenhefe
04 - Zutat Trockenhefe

280ml Milch
05 - Zutat Milch

1 gestrichenen EL Zucker
06 - Zutat Zucker

1/2 TL Salz
07 - Zutat Salz

Zuerst geben wir alle Zutaten in eine große Schüssel
08 - Zutaten in Schüssel

und kneten dann alles einige Minuten mit dem Knethaken durch. Ich verwendete zum Schluß auch noch die Hände um den Teig glatt zu ziehen.
09 - Kneten

Den fertigen Teig
10 - vor dem aufgehen

decken wir dann ab und lassen ihn eine Stunde ruhen und etwas gehen.
11 - abgedeckt lagern

Danach hat er sein Volumen vergrößert
12 - Teig aufgegangen

und wir kneten ihn noch einmal kurz durch
13 - auskneten

bevor wir ihn in eine eingefettete Kastenform geben und noch einmal für einmal für etwa eine Stunde abgedeckt ruhen.
14 - In Form geben

Nach etwa einer Stunde sollte er noch einmal ein wenig aufgegangen sein
15 - noch mal aufgegangen

worauf hin wir ihn auf der Oberfläche etwas einritzen
16 - einritzen

und dann den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Ist der Backofen aufgeheizt, geben wir die Form hinein und lassen das ganze etwa 40 Minuten backen.
17 - Backen

Das Ergebnis konnte sich – zumindest für meinen ersten Brotbackversuch – sehen lassen wie ich fand.
18 - fertig gebacken

Auf einem Rost ließ ich es für einige Zeit auskühlen – ich hatte nämlich gelesen dass man frisch gebackenes Brot nicht sofort anschneiden sollte. Auf einen Rost sollte man Brot übrigens legen weil es ansonsten von unten anfängt zu nässen. Ob das Brot durchgeabcken ist kann man übrigens einfach testen, indem man mit dem Fingerknöchel auf den Brotboden klopft. Klingt es hohl ist es durch.
19 - auskühlen lassen

Nach einer halben Stunde war der Laib aber dann so weit abgekühlt, dass ich es wagen konnte ihn anzuschneiden.
20 - angeschnitten

Der Geschmack erwies sich zwar als leicht süßlich, aber ich fand dass es trotzdem auch ganz gut zu kräftigen Belägen wie Wurst passte. Ich hatte zwar erwartet, dass das Brot beim Backen etwas mehr aufgeht, doch auch so war es absolut genießbar und lecker.

21 - Struktur

Frisch schmeckt es natürlich am besten, aber ich bin sicher dass es sich einige Tage in einer luftdichten Tüte auch noch halten wird. Für mein erstes Backexperiment war ich auf jeden Fall mit dem Ergebnis recht zufrieden. Macht Lust auf mehr – mal schauen was es noch so an Backrezepten gibt… ­čśë

Flammkuchen mit Räucherlachs – das Rezept

Sunday, March 13th, 2011

Für den heutigen Sonntag hatte ich mir mal etwas ganz besonderes als Kochexperiment herausgesucht: Flammkuchen mit Lauch und Räucherlachs. Abgesehen von etwas Pfannen-Naan hatte ich bisher keine große Berührung mit selbst gemachten Teigen gehabt, also handelt es sich hier mal wieder um eine Quasi-Premiere. Natürlich ist der echte Elsässer Flammkuchen mit Speck belegt, aber irgendwie erschien mir diese Variante mit Lachs einfach noch verlockender. Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Kochexperiment und Rezept.

Was brauchen wir an Zutaten für 2-3 Portionen?

Für den Teig benötigen wir:

300g Mehl – ich wählte normales Weizenmehl vom Type 405
01 - Zutat Mehl

1 Päckchen Trockenhefe
02 - Zutat Trockenhefe

200ml lauwarmes Wasser
03 - Zutat Wasser

2 Esslöffel Sonnenblumenöl
04 - Zutat Sonnenblumenöl

sowie eine Prise Salz

Für den Belag brauchen wir außerdem:

1 große Stange Lauch / Porree
05 - Zutat Lauch

200g Schmand (1 Becher)
06 - Zutat Schmand

60 – 70g Käse – ich hatte mir etwas Emmentaler besorgt
07 - Zutat Käse

130g – 150g Räucherlachs
08 - Zutat Räucherlachs

den Saft einer halben Limette
09 - Zutat Limette

sowie zum Würzen Muskatnuss und Pfeffer – das Salz benötigen wir wie bereits oben erwähnt für den Teig.
10 - Gewürze

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst geben wir aus Mehl, Öl, Hefe und etwas Salz in ein passendes Behältnis, vermengen es mit einander und kneten den so entstehenden Teig gut durch. Ich verwendete dazu einen Mixer mit Knethaken, denn kneten mit der Hand wäre mit zu kraftaufwändig gewesen.
11 - Teig kneten

Ist alles gut vermengt, stellen wir den Teig abgedeckt an einen einigermaßen warmen Ort und lassen ihn dort für ca. 30 Minuten gehen.
12 - Teig gehen lassen

Während der Teig arbeitet, wenden wir uns den anderen Zutaten zu. Wir waschen die Stange Lauch und schneiden sie in Ringe.
13 - Lauch schneiden

Schmand und Käse verrühren wir miteinander zu einer Masse, würzen sie kräftig mit Salz und Muskatnuss und geben den frisch gepressten Saft der halben Limette hinzu. Alles vermengen wir natürlich gut miteinander.
14 - Schmand vermischen

Nach ca. 30 Minuten ist der Teig gut aufgegangen und an Masse zugenommen. Nun können wir ihn verarbeiten
15 - Teig aufgegangen

Auf einer mit Mehl ausgelegten Arbeitfläche rollen wir den Teig aus – dabei sollte man auch die die Oberfläche mit Mehl bestreuen da der Teig ziemlich klebrig ist und sonst an der Rolle hängen bleibt.
16 - Teig ausrollen

Den Lauch blanchieren wir in etwas kochendem Wasser,
17 - Lauch blanchieren

brausen ihn dann mit kaltem Wasser ab und lassen ihn etwas abtropfen.
18 - Lauch abbrausen

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt den Backofen einzuschalten und damit zu beginnen ihn auf 230 Grad bei Ober- und Unterhitze vorzuheizen.

Den ausgerollten Teig geben wir auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, wobei wir schnell vorgehen müssen da der Teig noch weich ist und sich schnell verzieht. Dort angekommen bestreichen wir ihn mit der Mischung aus Schmand, Käse und Gewürzen.
19 - Teig mit Schmand besteigen

Anschließend verteilen wir den blanchierten Lauch gleichmässig auf der Schmand-Käse-Masse. Ich zerschnitt ich die größeren Ringe dabei noch etwas. Meine Befürchtungen dass die Poreestange nicht reichen würde erwiesen sich dabei als unbegründet – die Menge von einer Stange ging genau auf.
20 - Mit Lauch belegen

Zum Schluss schneiden wir noch den Räucherlachs in Streifen und verteilen sie auf den Lauchringen.
21 - Mit Lachsstreifen belegen

Ist der Backofen inzwischen komplett vorgeheizt, können wir das Backblech auf die mittlere Schiene dort einschieben.
22 - Im Ofen backen

Wie ich nach etwa acht Minuten feststellen durfte, ging der Teig beim Backen ziemlich stark hoch, was ich aber nicht als Nachteilhaft ansah – ich mag fluffige Böden. ­čśë Dabei hatte ich den verfügbaren Teig wirklich ziemlich flach ausgerollt. Ich muss zugeben dass ich nicht allzu viel vom Backen verstehe, aber ich vermute dass ich hier etwas weniger Hefe hätte nehmen sollen.
23 - Teig geht auf

Nach etwa fünfzehn Minuten ist unser Flammkuchen schließlich fertig – wir können das Blech entnehmen und den Ofen ausschalten.
24 - Flammkuchen mit Räucherlachs / Tarte Flambee with smoked salmon - fertig gebacken

Am besten lässt man den Flammkuchen kurz abkühlen, damit man ihn beim schneiden etwas fixieren kann. Mit einem leicht gezackten Messer hatte ich schließlich Erfolg und konnte meine heutige Kreation probieren.
25 - Flammkuchen mit Räucherlachs / Tarte Flambee with smoked salmon - Einzelstück

Die würzige Käse-Schmand-Mischung mit angenehm weichen Porree-Ringen und dem leckeren Räucherlachs ergaben auf dem luftig-lockeren Boden einen Flammkuchen so wie ich mag. Ich hatte ja etwas was die Würzung angeht ja befürchtungen dass es zu lasch werden würde – doch das war vollkommen unbegründet gewesen.

26 - Flammkuchen mit Räucherlachs / Tarte Flambee with smoked salmon - CloseUp

Ein wirklich gelungenes Gericht das ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann. Einzig mit der Hefe muss man wohl etwas vorsichtig sein wenn man nicht auf besonders fluffige Böden steht wie ich. Für mein erstes Backofengericht das nicht als Fertigprodukt aus der TK-Truhe eines Supermarktes stammt kann ich auf jeden Fall sehr zufrieden sein.