Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce & Erbsensüppchen [30.01.2013]

Auch am heutigen Mittwoch wollte ich erneut meiner alten und lieb gewonnenen Tradition treu bleiben, zu dem wie üblich bei Vitality angebotenen Fischgericht zu greifen. Und das obwohl mit Putengeschnetzelten in Zwiebel-Sahne-Sauce und Schupfnudeln bei Tradition der Region und einer Lasagne Bolognese mit Tomatensauce bei Globetrotter dem zwei wirklich sehr verlockende Gerichte entgegen standen. Nicht das die Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Currysauce, das Gaeng ped Mua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce sowie die Gebackene Ente mit verschiedenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce an der Asia-Thai-Theke dem viel nachstanden, aber nach dem Asia-Gericht gestern lag mein Fokus heute auf der westlichen Küche und das bei Vitality angebotene Gebratene Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce, dazu Wildreismix erschien mir eine mehr als nur akzeptable Alternative – zumal heute dazu frische Zitronenstücke gereicht wurden, was bei diesem Gericht ja leider nicht immer der Fall ist. Und bei 506kcal für das Hauptgericht leistete ich mir auch noch eine kleine Schale Erbsensuppe mit Röstspeck aus dem Suppenangebot, bei der ich mir den in einer extra Schüssel bereitstehenden Röstspeck nach eigenem Gutdünken in die Suppe streuen konnte. Dafür verzichtete ich heute aber auf das Dessert.

Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce & Erbsensuppe mit Röstspeck / Hoki filet with fennel vegetables in saffron sauce & pea soup with bacon

In der Suppe hätten gerne etwas mehr Erbsen sein können, aber ansonsten erwies sie sich mit ihrer Garnitur aus gut durchgebratenen Röstspeck-Würfelchen, die der sonst eher mild gewürzten Suppe sozusagen den letzten Schliff gaben, als überaus schmackhafte Vorsuppe. Und auch an dem grätenfreien und zarten, in Panade gebratenem Hokifilet gab es nichts auszusetzen. Zusammen mit der überaus großzügig bemessenen Portion aus Reis und Wildreis als Sättigungsbeilage sowie der ebenfalls mehr als ausreichenden Menge des gut durchgegarten Gemüse aus Fenchel und Möhren in seiner milden Safransauce ergab sich auch heute mal wieder ein überaus gelungenes Mittagsgericht, bei dem meiner Meinung nach nichts dagegen spricht, ihm die volle Punktzahl zu geben.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala der angebotenen Gerichte lag recht eindeutig – natürlich – die Lasagne Bolognese mit Tomatensauce vorne. Platz zwei belegte das Putengeschnetzelte mit Zwiebel-Sahne-Sauce und Schupfnudeln und den dritten Platz teilten sich meiner Meinung nach heute die Asia-Gerichte und das Hokifilet. Hier konnte ich keinen klaren Favoriten ausmachen. Hätte nicht gedacht dass so viele zum Fischgericht greifen würden – aber bei so einer überaus schmackhaften Zusammenstellung war das auch nicht ganz unerwartet um ehrlich zu sein. ;-)

Mein Abschlußurteil:
Hokifilet: ++
Fenchelgemüse in Safransauce: ++
Wildreis-Mix: ++
Erbsensuppe mit Röstspeck: ++

Wildschweingulasch mit Speck-Rosenkohl, & Kartoffelgratin [21.11.2012]

auch heute setzte sich mit einem Wildschweingulasch mit Kartoffelgratin & Speck-Rosenkohl in der Sektion Tradition der Region die Wildgerichte-Serie fort. Das brachte mich dazu, meine alte Tradition Mittwochs Fischgerichte zu wählen mal ausnahmsweise zu brechen und das Barschfilet aus dem Dunst in Dillsauce, dazu Bouillionkartoffeln bei den Vitality-Gerichten zu ignorieren. Ebenso ließ ich die Spaghetti Bolognese mit Parmesan und die Asia-Gerichte in Form von Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Spezialsauce und Gaeng Pad Nua – Gebratene Pute mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry außen vor und wählte den Wildschweingulasch als heutiges Mittagsgericht, den ich mir noch mir einem Becherchen English Mint Mousse ergänzte. Wildgerichte gibt es selten genug, da muss man die Gelegenheit eben mal nutzen. ;-)

Wildschweingulasch mit Speckrosenkohl, Kartoffelgratin und Preiselbeeren / Boar goulash with bacon sprouts, potato gratin & cowberries

Garniert mit einer recht groß geratenen Portion extrem süß geratenen Preiselbeergelees – wohl die selbe Zubereitung wie gestern auf der Birne – fand sich eine herbe, aber gut gewürzte Portion aus festem, aber mageren und schmackhaften Wildschweinfleisches. Kombiniert war das ganze mit einige gut gewürzten, mit kleinen angebratenen Speckwürfelchen garnierte Rosenkohl-Röschen sowie ein Stückchen mit Käsesahne überbackenes, nur mild gewürztes Kartoffelgratin als Sättigungsbeilage. Eine sehr schmackhafte, wenn auch nicht sonderlich kalorienarme Mahlzeit, die ich mit dem luftig-lockeren englischen Minze-Mousse als Dessert abschloss.
Beim Rennen um den den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala kam das Wildgericht heute jedoch nicht gegen die noch etwas beliebteren Spaghetti Bolognese an und musste sich daher mit einem zweiten Platz zufriedengeben. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz schließlich das Barschfilet in Dillsauce. Wieder sehr Schade dass das exklusivere Wildgericht nicht gegen die schon häufiger angebotenen Spaghetti bestehen konnten – aber der Allgemeingeschmack tendiert ja bekanntlichermaßen immer zu dem was er kennt. Ich tendiere da eher zu den interessanteren Gerichten – aber das ist etwas das jeder natürlich mit sich selbst ausmachen muss. ;-)

Mein Abschlußurteil:
Wildschweingulasch: ++
Speck-Rosenkohl: ++
Kartoffelgratin: ++
Preiselbeergelee: +
Englische Mintcreme: ++

Sauerkraut-Flammkuchen mit Speck – das Rezept

Auch heute wollte ich mal wieder etwas mit Kohl zubereiten und meine Wahl fiel dabei auf auf Sauerkraut, das ja traditionell aus Weißkraut oder Spitzkohl hergestellt wird. Und die Idee das ganze auf einem Flammkuchen zu verarbeiten erschien mir überaus verlockend und schien es mir Wert einmal ausprobiert zu werden. Alternativ hätte ich zwar dazu auch einen Pizzateig oder irgend eine selbst hergestellte Mischung können, aber da ich ein großer Freund von Blätterteig bin, wählte ich diesen für meine heutige Zubereitung. Und das Ergebnis erwies sich als überaus schmackhaft und erstaunlich einfach zuzubereiten. So möchte ich es natürlich nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal in üblicher Form kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 4 Stück?

1 Päckchen Blätterteig (275g)
01 - Zutat Blätterteig / Ingredient puff pastry

1 Dose Sauerkraut (285g Abtropfgewicht) – (ich wählte eine fertig gewürzte Sorte mit 3 Minuten Zubereitungszeit)
02 - Zutat Sauerkraut / Ingredient sauerkraut

125g magerer Speck
03 - Zutat magerer Speck / Ingredient bacon

2 kleine Chilischoten (variabel – je nach gewünschtem Schärfegrad)
04 - Zutat Chili / Ingredient chili

1 Becher Schmand (200g)
05 - Zutat Schmand / Ingredient sour cream

1 Becher Creme fraiche mit Kräuter (125g)
06 - Zutat Creme fraiche mit Kräuter / Ingredient creme fraiche with herbs

1 TL Olivenöl
07 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1 Bund Schnittlauch
08 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir nun damit, die Chili zu waschen, zu entkernen und dann in kleine Stücke zu zerteilen.
09 - Chili zerkleinern / Mince chili

Dann vermengen wir den Schmand mit der Kräuter-Creme fraiche
10 - Schmand & Creme fraiche vermischen / Mix sour cream & creme fraiche

und schmecken die Mischung mit Salz und Pfeffer ab.
11 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

In einem kleinen Topf erhitzen wir anschließend den Teelöffel Olivenöl
12 - Öl erhitzen / Heat up oil

und braten darin für einige Minuten die zerkleinerten Chilischoten an.
13 - Chili anbraten / Braise chili lightly

Anschließend geben wir das Sauerkraut hinzu und kochen es laut Anleitung auf der Dose fertig.
14 - Sauerkraut kochen / Cook sauerkraut

Während das Sauerkraut kocht, können den Backofen auf 200 Grad vorheizen und den Blätterteig schon einmal in vier gleich große Stücke zerteilen.
15 - Blätterteig teilen / Divide puff pastry

Ist das Sauerkraut dann fertig gekocht, lassen wir es gründlich abtropfen und drücken es am besten noch einmal ein wenig aus.
16 - Sauerkraut abtropfen lassen / Drain sauerkraut

Anschließend verteilen wir die vier Blätterteig-Stücke auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech,
17 - Auf Backbleck verteilen / Put on baking tray

stechen sie in gleichmäßigen Abständen mit einer Gabel an
18 - Mit Gabel anstechen / Tap with fork

und backen die dann für einige Minuten im Ofen vor.
19 - Vorbacken / Pre-baking

Anschließend entnehmen wir die Teigstücke, heizen den Ofen auf 250 Grad weiter auf
20 - Vorgebacken / Pre-baked

und bestreichen den Blätterteig dann mit der Schmand-Kräuterfrischkäse-Mischung,
21 - Mit Schmandmischung bestreichen / Cover with sour cream mix

belegen sie mit dem gekochten und inzwischen etwas abgekühlten Sauerkraut
22 - Mit Sauerkraut belegen / Cover with sauerkraut

und bestreuen dann alles abschließend mit den Speckwürfelchen.
23 - Mit Speck bestreuen / Dredge with bacon

Anschließend kommt das Blech für zehn bis zwölf Minuten auf der mittleren Schiene in den Backofen.
24 - Backen / Bake

In der Zwischenzeit können wir das Schnittlauch waschen
25 - Schnittlauch waschen / Clean chives

und in kleine Röllchen schneiden.
26 - Schnittlauch in Röllchen schneiden / Cut chives

Schließlich können wir das Blech wieder entnehmen, den Backofen deaktivieren
27 - Fertig gebacken / Finished baking

und die Flammkuchen schließlich mit dem frischen Schnittlauch garniert servieren.
28 - Sauerkraut-Flammkuchen mit Speck / Tarte flambée with sauerkraut & bacon - Serviert

Die Kombination aus knackigen Speckwürfeln, würzigen Sauerkrauts und cremiger Schmand-Creme fraiche Mischung auf knusprigem Blätterteig stand in ihrem Geschmack der üblichen Flammkuchen-Zubereitung mit Zwiebeln und Speck in nichts nach. Vor allem das durch die Zugabe von Chili in das Sauerkraut gaben diese die ohne dominant zu sein dem Ganzen eine leichte, angenehme Schärfe. Sollte noch etwas der gewürzten Mischung aus Schmand und Creme fraiche vorhanden sein, kann man diesen übrigens wie ich fand wunderbar als zusätzlichen Dip servieren. Geschmacklich abgerundet wurde das ganze durch den frischen Schnittlauch. Ein schnell zuzubereitendes und sehr schmackhaftes Gericht, bei dem ich mir aber auch noch eine Variation z.B. mit in Öl eingelegten Tomaten oder zusätzlichen Zwiebeln vorstellen könnte

29 - Sauerkraut-Flammkuchen mit Speck / Tarte flambée with sauerkraut & bacon - CloseUp

Mit knapp 2200kcal, also 550kcal pro Stück, erwies sich das Gericht letztlich zwar nicht also ganz so optimal, aber bei einem Gericht mit Blätterteig, welcher auch gleich fast die Hälfte des Wertes für sich in Anspruch nimmt, hatte ich auch nichts anderes erwartet. Als Alternative steht es hier dem Hobbykoch natürlich offen, alternativ einen Ölteig oder einen dünn ausgerollten Brotteig zu verwenden oder die Menge des Specks reduzieren und zu versuchen dadurch noch etwas an Kalorien zu sparen. An Sauerkraut sollte man aber nicht geizen, denn dieses macht einen großen Teil des überaus leckeren Geschmacks aus. Somit ist bewiesen, dass sich auch Sauerkraut ein überaus gelungene Belagvariante für den klassischen Flammkuchen darstellt. Ich war zumindest sehr zufrieden mit dem heute getesteten Rezept und kann es vorbehaltlos weiter empfehlen.

Guten Appetit

Rahmfladen mit Speck und Frühlingszwiebeln – das Rezept

Heute entschied ich mich dazu, mich mal an einem Rahmfladen zu versuchen, einer Abart vom Flammkuchen dass ich traditionell als “Auf die Hand” Gericht von verschiedenen Volksfesten her kenne. Die Variante für die ich mich entschied verwendet dabei einen Hefeteig aus Roggen- und Weizenmehl, der dem ganzen eine angenehm deftige Note gab. Mit dem Belag kann man dabei natürlich gerne etwas experimentieren, ich habe die Zutaten einfach nach eignen Vorlieben gewählt und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Was braucht man also für 2 Stück / Portionen?

150g Weizenmehl (Typ 405)
01 - Zutat Weizenmehl / Ingredient wheat flour

70g Roggenmehl (Typ 1150)
02 - Zutat Roggenmehl / Ingredient rye flour

10g frische Hefe
03 - Zutat Hefe / Ingredient yeast

150ml + 40ml lauwarmes Wasser
04 - Zutat Wasser / Ingredient water

1/2 TL Salz
05 - Zutat Salz / Ingredient salt

3-4 Frühlingszwiebeln
06 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient spring onions

80g gewürfelten Speck
07 - Zutat Speckwürfel / Ingredient bacon

4 EL Creme fraiche (Ich hatte noch welche mit Kräutern, die ich verbrauchen musste)
08 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

1 kleine rote Zwiebel
09 - Zutat rote Zwiebel / Ingredient red onion

Beginnen wir damit einen Hefeteig anzusetzen, indem wie etwa 40-50ml lauwarmes Wasser in eine Schüssel zu geben
10 - warmes Wasser in Schüssel geben / Add warm water to bowl

und die Hefe hinein zu bröseln
11 - Hefe hinein bröseln / Add yeast

um dann zwei Esslöffel Weizenmehl hinzu zu geben
12 - Mehl dazu / Add flour

und alles gut zu verrühren. Alles lassen wir dann für 20 bis 30 Minuten ansetzen bis es dickflüssig wird und Bläschen wirft.
13 - Gut verrühren / Mix well

Die restlichen Mehlsorten geben wir nun in eine Schüssel, fügen das Salz hinzu
14 - restliches Mehle & Salz in Schüssel / Put flours & salt in bowl

und gießen schließlich das Wasser mit hinein
15 - Wasser dazu gießen / Add water

um dann alles zu einem festen Teig zu verrühren.
16 - Kneten / Knead

Hat der Hefeteig dann angesetzt und ist schön dickflüssig geworden
17 - Hefeteig angegangen / yeast dough ready

geben wir ihn zum restlichen vorbereiteten Hauptteig
18 - Hefeteig hinzufügen / Add yeast dough

und kneten noch einmal alles noch einmal gut durch – sollte es zu flüssig sein geben wir noch ein wenig Weizenmehl hinzu –
19 - Kneten / Knead dough

bis wir einen glatten Teig erhalten.
20 - Vor dem gehen / Before proving

Diesen lassen wir dann abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 60 Minuten gehen. Ich liess den Backofen dazu kurz auf 50 Grad aufheizen, schaltete ihn dann aus und stellte die abgedeckte Schüssel hinein, wobei ich einen Holzlöffel in die Ofentür klemmte damit es keinen Hitzestau gab.
21 - Abgedeckt gehen lassen / Prove dough covered

Während der Teig geht können wir die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden,
22 - Zwiebel schneiden / Cut onion

sowie die Frühlingszwiebeln waschen
23 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash spring onions

und das weiße und hellgrüne davon schon einmal in Ringe zerteilen.
24 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut spring onions

Ist der Teig dann fertig aufgegangen heizen wir den Backofen auf 200 Grad vor,
25 - Teig aufgegangen / Raised dough

dann teilen wir auf einer bemehlten Fläche den Teig in zwei gleich große Portionen
26 - Teig aufteilen / Divide dough

und rollen ihn möglichst flach aus.
27 - Teig auswalzen / roll out dough

Anschließend geben wir die beiden Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech,
28 - Auf Backblech geben / Put on baking tray

bestreichen sie mit der Creme fraiche,
29 - Mit Creme fraiche bestreichen / Cover with creme fraiche

bestreuen sie dann mit den Speckwürfeln
30 - Mit Speck bestreuen / Dredge with bacon

und legen die Zwiebelspalten auf.
31 - Mit Zwiebeln belegen / Add onions

Ist der Backofen vorgeheizt, geben wir das Backblech erst einmal für 15 Minuten hinein,
32 - Backen / Bake

und entnehmen dann noch einmal für kurze Zeit das Backblech um die bisher geschnittenen Frühlingszwiebeln aufzustreuen. Anschließend geben wir das Blech für weitere 20 bis 25 Minuten zurück in den Ofen.
33 - Belegen / Spread

Während die Fladen fertig backen, schneiden wir nun auch den grünen Teil der Frühlingszwiebeln in Ringe – sie sind später für die Garnitur gedacht.
34 - Rest Frühlingszwiebeln schneiden / Cut remaining spring onions

Sind unsere Fladen dann fertig gebacken, können wir das Backblech entnehmen
35 - Fertig gebacken / Finished baking

und mit den frischen Frühlingszwiebelringen bestreuen bevor wir sie schließlich servieren.
36 - Rahmfladen mit Speck & Frühlingszwiebeln / Flat bread cake with cream, bacon & spring onions -  Serviert

Die Kombination des lockeren Weizen-Roggenteigs mit der würzigen Creme fraiche mit Kräutern, den Speckwürfelchen, den eher milden roten Zwiebeln und den Frühlingszwiebel-Ringen erwies sich als wirklich sehr gelungen. Ein deftiges und sehr gehaltvolles Gericht, dass sich sowohl noch heiß als auch in abgekühlter Form als sehr lecker und sättigend erwies. Einzig das Aufstreuen eines Teils der Frühlingszwiebeln zur Halbzeit des Backens wäre wohl nicht unbedingt notwendig gewesen, es hätte wohl gereicht sie am Ende frisch zur Garnitur zu verwenden – aber geschadet hat es auch nicht.

37 - Rahmfladen mit Speck & Frühlingszwiebeln / Flat bread cake with cream, bacon & spring onions - CloseUp

Was die Nährwerte angeht ist das Ganze aber auch nicht wirklich leicht, wie man aufgrund der Zutaten vielleicht schon vermuten konnte. Ich kam bei meiner Berechnung auf 650kcal pro Rahmfladen, also eindeutig kein Diätgericht. Aber das nehme ich heute mal billigend in Kauf, dafür war es einfach zu schmackhaft.

Guten Appetit

Lauchkuchen mit Speck – das Rezept

Heute war mir mal wieder nach irgend etwas mit Blätterteig, daher entschloss ich mich dazu heute mal einen Lauchkuchen zuzubereiten, den ich mit einer Kombination aus drei Sorten Käse sowie zwei Sorten Fleisch versah und aufwertete. Das Ergebnis war ein sehr leckeres Gericht, dass man sowohl warm als auch kalt genießen kann und sich somit auch wunderbar als Fingerfood eignet. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Rezept hier mal kurz in gewohnter Form einmal kurz vorzustellen.

Für ein Blech benötigen wir:

1 große Stange Lauch (mind. 330g)
01 - Zutat Lauch / Ingredient leek

1 Päckchen Blätterteig (275g)
02 - Zutat Blätterteig / Ingredient puff pastry

100g gewürfelter Speck (Bacon)
03 - Zutat Speck / Ingredient bacon

100g Räucherschinken
04 - Zutat Räucherschinken / Ingredient smoked ham

1 EL Olivenöl
05 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

100g Ziegenfrischkäse
06 - Zutat Ziegenfrischkäse / Ingredient goat cream cheese

120g Doppelrahm-Frischkäse
07 - Zutat Doppelrahmfrischkäse/ Ingredient double cream cheese

100g Emmentaler (oder ein anderer würziger Käse)
08 - Zutat Emmentaler / Ingredient emmenthal cheese

3 Eier
09 - Zutat Eier

sowie etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

Beginnen wir also damit, die Stange Lauch gründlich zu waschen
09 - Lauch waschen / Clean leek

und sie dann in Ringe zu schneiden. Größere Ringe halbieren wir am besten noch einmal.
10 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

Außerdem zerkleinern wir den Räucherschinken.
11 - Räucherschinken zerteilen / Cut smoked ham

Anschließend erhitzen wir in einer Pfanne den Esslöffel Olivenöl
12 - Öl erhitzen / Heat up oil

und geben dann den zerkleinerten Räucherschinken
13 - Räucherschinken anbraten / Roast smoked ham

und die Baconwürfel hinein
14 - Bacon dazugeben / Add bacon

und braten alles gründlich an.
15 - Gut anbraten / Roast well

Wenig später geben wir auch den zerkleinerten Lauch hinzu,
16 - Lauch addieren / Add leek

braten auch dieses für etwa fünf Minuten mit an und lassen alles dann etwas abkühlen.
17 - anbraten / roast

In eine größere Schüssel bröseln wir dann den Ziegenfrischkäse
18 - Ziegenfrischkäse zerbröseln / Add goat cream cheese

geben den Doppelrahm-Frischkäse hinzu
19 - Frischkäse hinzufügen / Add cream cheese

und schlagen dann die Eier hinein.
21 - Eier aufschlagen / Add eggs

Das ganze verrühren wir nun zu einer glatten Masse
22 - Glatt rühren / Stir smooth

und würzen es dann mit Pfeffer und Muskatnuss und ein wenig Salz. Da der Schinken selbst salzig ist, müssen wir hier mit dem Salz etwas sparsamer umgehen.
23 - Würzen / taste

Nun brauchen wir nur noch den geriebenen Käse hinzufügen und unterrühren, dann ist unsere Käsemischung fertig.
24 - Emmentaler unterheben / Add Emmenthal cheese

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt unseren Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Nachdem wir den Blätterteig anschließend auf ein Backblech gelegt haben
25 - Auf Backblech geben / Add to baking tray

lösen wir es einmal kurz von dem mitgelieferten Backpapier (wenn vorhanden) um ein Festbacken zu verhindern
26 - Vom Backpapier lösen / Detach from baking paper

und perforieren den Teig in regelmäßigen Abständen mit einer Gabel
27 - Mit Gabel anstechen / Tap with fork

um ihn dann für einige Minuten im Ofen vorzubacken.
28 - Vorbacken / pre-bake

Sollte sich der Teig dennoch etwas aufblähen
29 - Aufgebläht / bloated

drücken wir ihn mit der Hand einfach wieder flach
30 - Flach pressen / Flatten

und belegen ihn dann mit der inzwischen etwas abgekühlten Masse aus Lauch und Schinken.
31 - Mit Lauch-Schinkenmasse belegen / Add leek bacon mix

Darauf verteilen wir dann unsere Käse-Mischung
32 - Käsemasse auftragen / Add cheese mix

bis alles gleichmässig damit bedeckt ist
33 - Fertig belegt / Fully covered

und schieben das Blech dann für etwa 20 bis 25 Minuten auf der mittleren Schiene in unseren vorgeheizten Backofen.
34 - überbacken / bake

Wenn die Masse gestockt ist und beginnt braun zu werden ist es an der Zeit das Blech zu entnehmen
35 - Lauchkuchen mit Speck / Leek tarte with bacon - Fertig gebacken

und den Lauchkuchen in mundgerechte Stücke zu zerteilen um sie anschließend servieren zu können.
36 - Lauchkuchen mit Speck / Leek tarte with bacon - Serviert

Das Ergebnis war ein deftiges, angenehm herzhaftes Gericht, dass leckeres Lauchgemüse auf pikante Art mit reichlich Speck und Schinken sowie einer gelungenen Mischung aus Frischkäse von Kuh und Ziege sowie würzigem Emmentaler kombinierte. Und wie bereits erwähnt schmecken diese nicht nur in heißer Form, auch abgekühlt erwiesen sie noch als sehr leckerer Snack, den ich mir sowohl gut auf dem Buffet einer Veranstaltung vorstellen kann, den man aber auch wunderbar zum Fernsehabend genießen kann.

37 - Lauchkuchen mit Speck / Leek tarte with bacon - CloseUp

Ich hatte je befürchtet dass ich mir hier eine ziemliche Kalorienbombe zusammengebacken hatte, aber meiner überschlägigen Berechnung der Nährwerte dieses Gerichtes nach hatte ich mich da wohl verschätzt – denn meiner Kalkulation nach kommen wir auf etwa 1500kcal für das ganze Blech, aufgeteilt auf vier Portionen kommen wir auf 375kcal pro Portion, bei drei Portionen kommen wir auf 500kcal. Für ein so deftiges Gericht wirklich ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde. Dennoch kann man hier natürlich noch etwas weiter reduzieren indem man z.B. leichtere Käsesorten oder mageren Kochschinken anstatt fettreichen geräucherten Rohschinkens verwendet. Ich kann dieses schnell zubereitete Rezept jedenfalls wärmstens weiterempfehlen – mir hat es auf jeden Fall wunderbar gemundet.

Guten Appetit