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Rückreise & Nordsee Fischburger [10.09.2016]

Saturday, September 10th, 2016

Am Samstag hatten wir Vormittags noch ein Seminar in den Konferenzräumen des Best Western Hotels Steinsgarten in Gießen, über das ich hier allerdings nicht weiter berichten möchte, da es nichts zur Sache tut. Nach Ende dieses Seminars wurde uns noch eine Kartoffelsuppe mit Brot als kleine Stärkung,

Potato soup / Kartoffelsuppe - Best Western Hotel Steinsgarten - Gießen

dann ging es zum Bahnhof in Gießen, damit wir von dort unsere Rückreise antreten konnten. Nun konnte ich auch das erste Mal einen vollständigen Blick auf das historisch wirkende Bahnhofsgebäude in Sandsteinbauweise mit seinem Uhrenturm werfen, das ich bei unserer Ankunft in Dunkelheit nur am Rande wahrgenommen hatte.

Bahnhof Gießen
Bahnhofsgeböude Gießen

Dort stiegen wir in einen Regionalexpress der uns nach Frankfurt bringen sollte. Und damit es uns nicht zu langweilig wurde, stieg auch gleich eine Gruppe Frauen gemischten Alters mit ein, die offensichtlich auf dem Weg nach Frankfurt waren um dort einen Jungesellinenabschied zu feiern und die auf der glücklicherweise nur leicht verspäteten Fahrt für Stimmung sorgten.
In Frankfurt angekommen, merkten wir dass die Kartoffelsuppe uns wohl nicht bis München satt halten würde, daher schwärmten wir aus um uns hier am Hauptbahnhof noch einmal mit etwas Reiseproviant einzudecken. Ich selbst stattete dazu dem hiesigen Nordsee-Restaurant einen Besuch ab, wo ich mir ein paar Fisch-Burger einpacken ließ. Anschließend ging es zu Gleis 7, wo erstaunlich pünktlich unser ICE nach München eintraf und auch wenig später wieder pünktlich abfuhr.

Am Frankfurter Hauptbahnhof

Doch das sollte nicht so bleiben – die 120 Minuten Verspätung eines von München kommenden ICEs am selben Gleis ließ schon böses ahnen.
Als wir unsere reservierten Sitzplätze eingenommen hatte, machte ich mich sogleich über meine beiden Fischburger von Nordsee her. Als erstes musste ein Backfisch-Baguette für 2,99 Euro dran glauben, das mit etwas Remoulade und einem Salatblatt in einem labbrigen Weißbrot-Baguettebrötchen daher kam.

Nordsee Backfisch-Baguette

Und da ich wusste dass das nicht ganz reichen würde, hatte ich mir außerdem noch einen sogenannten Bremer zum Preis von 1,99 Euro einpacken lassen.

Nordsee Bremer

Die panierte Fischfrikadelle aus verschiedenen gewürzten Fischsorten kam in einem normalen Kaiserbrötchen und war auf einem Salatblatt gebettet und oben mit Ketchup und Röstzwiebeln garniert. Einfach, aber wie ich finde immer wieder lecker.
Als wir schließlich Nürnberg erreichten, bekamen wir per Lautsprecherdurchsage die Mitteilung dass ein Oberleitungsschaden auf der Strecke zwischen Nürnberg und München dazu führen würde, dass der Zug (ohne dortigen Halt) über Augsburg umgeleitet würde, was eine verspätete Ankunft von etwa 40 Minuten bedeuten würde. Na ja, wäre ja auch zu schön gewesen wenn alles pünktlich abgelaufen wäre. So kamen wir also um kurz vor sieben Uhr in München an. Zum Glück erwischte ich auch gleich eine passende S-Bahn um nach Hause zu kommen, so dass der kleine Ausflug nach Hessen letztlich zu einem glücklichen Abschluss kam.

ICE-Verspätung, Der Cremige, Adventkalenderschokolade & Obst

Monday, December 6th, 2010

Der Cremige, Adventkalenderschokolade & Obst

Meine Rückfahrt nach München begann schon mal nicht gerade vielversprechend, denn die S-Bahn die mich zum Frankfurter Hauptbahnhof bringen sollte hatte ca. fünf Minuten Verspätung. War aber nicht weiter kritisch, das ist in meinem Anreiseplan mit einkalkuliert. Als ich am Hauptbahnhof angekommen war und mein Gleis erreichte, hörte ich schon über Lautpsprecheransage, dass auch der ICE ungefährt fünf Minuten Verspätung hätte. Daraus wurden dann aber fast fünfzehn bis der Zug endlich ankam, alle aus- und eingestiegen waren und wir uns endlich in Bewegung setzten. Dank des üblichen rücksichtslosen Gedränges benötigte ich einige Zeit, bis ich den für mich reservierten Sitzplatz erreichte. Leider waren die Reservierungsanzeigen ausgefallen, aber die Frau die meinen Platz okkupiert hatte räumte diesen bereitwillig. Der Rest der Fahrt verlief Ereignislos und mit insgesamt 22 Minuten Verspätung kamen wir schließlich am Münchner Hauptbahnhof an. Dadurch war natürlich meine S-Bahn erst mal weg und ich durfte etwa zwanzig Minuten bis zur nächsten S-Bahn in meine Richtung warten. Durch Schneematsch und leichten Schneefall erreichte ich aber schließlich sicher mein hiesiges Appartment.

Regen & Tauwetter

Heute morgen hatte sich der Schneefall dann in Regen verwandelt, der auf meinem Weg zum S-Bahnhof auf meinen Regenschirm prasselte. Das gab einen ekeligen und rutschigen Schneematsch – ich war froh das ich nicht mit dem Auto fahren musste. Aber auch die S-Bahn erwies sich heute als etwas unzuverlässig und fuhr mit etwa zehn Minuten Verspätung. Ich war froh als ich endlich meinen Schreibtisch erreichte und mir einen Kaffee machen konnte.
Um mein Frühstück zu komplettieren gab es heute drei Stückchen Schokolade aus meinem Firmen-Adventskalender, etwas Obst in Form von zwei Clementinen, einer Birne und einer Banane und schließlich einen 150g Becher Weihenstephan Der Cremige Joghurt mit 0,1% Fett in Geschmacksrichtung Kirsche (127,5kcal / 4 WW ProPoints). Weich im Geschmack und nicht allzu dünnflüssig finde ich diese Joghurtzubereitung wirklich ganz gelungen, auch wenn der Aufdruck 0,1% Fett eindeutig über die 15,3g Kohlehydrate (=Zucker) auf 100g hinwegtäuschen. Wirklich leicht ist das ganze nicht – aber dennoch absolut im Rahmen dessen was ich morgen zubillige. 😉

Guten Appetit

Terrorbefürchtungen, Verspätung & Tomaten Basilikumpesto Wrap

Saturday, November 20th, 2010
Frankfurter Hauptbahnhof

Gestern war ich mit dem Zug nach Frankfurt zurückgekehrt, trotz der aktuellen Terrorgefahr hier in Deutschland und meiner persönlichen Bedenken mit Massenverkehrsmitteln zu fahren. Nicht das ich wirklich Angst gehabt hätte, aber ein wenig mulmig ist einem schon wenn die ganzen letzten Tage von einer erhöhten Bedrohungslage gesprochen wird. Ich denke da nur an die Zuganschläge von Madrid am 11. März 2004 zurück und was wäre aus Terroristensicht effektiver, einen vollbesetzten ICE mit Wochenendpendlern aus München (oder jeder anderen großen Deutschen Stadt) in die Luft zu jagen. Dass dabei ausschließlich Unschuldige zu Schaden kommen würden hat diese Verblendeten ja noch nie interessiert. Da hilft es auch wenig, wenn verstärkt Bundespolizei mit schusssicheren Westen und Maschinenpistolen an Bahnhöfen und Flughäfen patrouilliert – das ist dann wohl mehr Blendwerk als das es wirklich hilft. Sicherer habe ich mich dadurch nicht gefühlt – wenn jemand einen entsprechend bestückten Rucksack oder Koffer in einen Zug hätte kriegen wollen, wäre die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg recht hoch gewesen. So Gedanken macht man sich halt wenn fast jede Presseseite in den Schlagzeilen über kaum etwas anderes schreibt. Ob sich die anderen Fahrgäste ähnliche Gedanken gemacht hatten vermochte ich nicht zu sagen, fest steht aber dass niemand Konsequenzen aus der unterschwelligen Bedrohung gezogen hatte, denn der Zug war Überfüllt wie eh und je und die Leute standen sogar auf den Gängen vor den Abteilen. Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken.

Zwar mit 20 Minuten Verspätung aufgrund von Bauarbeiten, aber ansonsten ohne weitere besondere Vorkommnisse trafen wir schließlich am Frankfurter Hauptbahnhof ein. Dadurch war die S-Bahn die ich hatte nehmen wollen bereits abgefahren und ich hatte noch ca. 20 Minuten Zeit bis die nächste fuhr. Also entschloss ich mich dazu, noch am Bahnhof zu Abend zu essen. Jedoch nicht bei McDonalds oder Burger King, sondern an einer der anderen Verkaufsstellen in der Haupthalle. Dabei fiel meine Wahl auf eine Bude am Eingang zum Gleis 8 und 9, die neben Sandwiches auch Wraps aller Art anbietet und passenderweise auch einfach “Wraps” heißt (Foto folgt). So spät am Abend war das Angebot dort leider schon etwas zusammengeschrumpft, doch ich entdeckte zwischen den noch verfügbaren Speisen etwas, das mein Interesse weckte: Einen Tomaten Basilikumpesto Wrap mit Hähnchenbrust, den ich sogleich für 3,75 Euronen erwarb.

Tomaten Basilikumpesto Wrap

Da man wohl gerade am schließen war, gab mir die nette, junge Thekenkraft sogar noch eine kostenlose Rosinensemmel mit auf den Rest meiner Reise.
Inzwischen war auch meine S-Bahn eingetroffen und ich suchte mir einen Platz in einem der Abteile, wo ich sogleich damit begann den Wrap zu verzehren. Ganz davon abgesehen dass dieser Wrap deutlich ansehnlicher anzusehen und praller gefüllt war als seine Gegenstücke bei großen Fastfood-Ketten, man nehme nur den McWrap Crispy Shrimps bei McDonalds oder den Californie Wrap bei Burger King – mich überzeugte hier auch die wirklich sehr gelungene Füllung: Knackiger Salat mit kleinen Möhrenstiften, dazu saftiges Hähnchenfleisch und leckeres Tomaten-Basilikumpesto. Hat mich einfach überzeugt und erwies sich als wirklich lecker. Und für eine an einem Bahnhof erworbene Speise stimmte hier auch das Preis-Leistungsverhältnis. Einziger kleiner Kritikpunkt war am Ende die Tatsache, dass der Wrap unten offen war und man daher etwas aufpassen musste das letzte Stück zu verzehren ohne sich mit Salat und Hähnchenfleisch zu bekleckern.

Davon aber abgesehen eine große Empfehlung für jeden hungrigen Reisenden – und ich bin sicher dass ich mir auch wegen der Nährwerte keine allzu großen Sorgen zu machen brauche – zumindest weniger als bei McDonalds oder Burger King. 😉
Morgen geht es dann mit dem ICE zurück nach München – und ich hoffe dass auch dieses Mal alles gut geht. Ich hoffe sowohl dass meine S-Bahn dieses Mal fährt – da hatte ich ja letztes Wochenende schlechte Erfahrungen gemacht – als auch dass der ICE ohne Störungen (egal welcher Art!) verkehrt. Aber bei der Bahn ist das ja immer ein kleines Glücksspiel, auch wenn ich zugeben muss dass die guten Erfahrungen bisher überwogen haben. Wir werden sehen würde ich sagen…

Trotz allem pünktlich

Saturday, January 24th, 2009

Mit leisen Zischen öffnete sich die Tür des ICE und ein nicht endend wollender Strom von Fahrgästen ergoß sich auf den Bahnsteig sechs des Kölner Hauptbahnhofes. Ich hatte mir einen Platz ganz vorne in der Menschentraube der Leute ergattert, die in den Zug einsteigen wollten. Als ich gegen fünfzehn Uhr mein Online-Ticket bestellte und ausdruckte und dabei keine Reservierung mehr für einen Sitzplatz im ICE nach Frankfurt Fernbahnhof bekommen konnte, war mir bereits klar dass es schwierig werden würde, die Zugfahrt nicht stehend verbringen zu müssen. Daher hatte ich mich am Bordbistro platziert, denn hier war die Möglichkeit noch am größten, noch einen Sitzplatz zu bekommen – zum überteuerten Preis eines ICE-Kaffees, aber seis drum. Von der anderen Seite der Tür beäugte mich eine gutbürgerlich gekleidete Frau mittleren Alters und signalisierte mir mit ihren bei jeder Lücke des Stromes von aussteigenden nach vorne zuckenden Körpers unterschwellig, dass sie am unbedingt vor mir einsteigen wollte. Als der Fluss von Aussteigenden schließlich entgültig versiegte, tat ich ihr den Gefallen und ließ sie als erste den ICE betreten. Eine Position weiter vorne oder hinten in der Einsteigereihefolge brachte hier aus meiner Sicht keine signifikanten Vorteile. Als ich den gastronomischen Bereich schließch erreichte, bewahrheiteten sich meine Befürchtungen – denn im Bistro waren sowohl die Sitz- als auch die Stehplätze komplett besetzt – und als ich das Bistro durchquert und auf Gang voller stehender und am Boden sitzender Leute stieß, gab ich die Hoffnung auf noch einen freien Sitzplatz zu finden und blieb einfach ebenfalls im Gang stehen. Die Fahrt bis zum Fernbahnhof Frankfurt Flughafen dauerte ja nur etwa eine Stunde – die kann man sich mit einem guten Hörbuch auf dem iPod auch mal stehend vertreiben.

Überfüllt

Obwohl pünktlich um 17.54 Uhr angekommen verließ der Zug den Kölner Hauptbahnhof leider erst mit etwa fünfzehn Minuten Verspätung, denn man musste ja noch auf einen Anschluss-ICE warten. Während wir auf die Abfahrt warteten, fiel mir bereits die Schaffnerin (oder sollte ich doch eher der Schaffner sagen) auf, die zwar eindeutig weiblich aussah, aber doch für eine Frau etwas zu stämmig erschien. Meine Vermutung erwies sich während der anschließenden Fahrkartenkontrolle als offensichtlich richtig – solche Hände hat keine Frau. Na ja, jeder soll natürlich nach seiner Facon glücklich werden und eigentlich gehts mich ja auch nichts an, aber ich wollte es zumindest erwähnt haben. 😉
Was mich in solchen Zügen übrigens extrem nervt ist weniger die Tatsache stehen zu müssen als solche Fahrgäste, die trotz offensichtlicher Überfüllung des Zuges sich samt ihres sperrigen Gepäckes durch die stehenden Menschenmassen in den Gängen drängen, weil sie wohl noch hoffen irgendwo einen freien Sitzplatz zu finden. Und davon fanden sich ziemlich viele in diesem Zug. Ich enthielt mich dennoch jeglicher Bemerkung – konnte aber an den Blicken meiner ebenfalls im Gang stehenden Fahrgäste deutlich erkennen dass ich nicht der einzige war, den so ein Verhalten störte.
In Frankfurt Flughafen Fernbahnhof angekommen blieb schließlich noch Zeit ein Zigarettchen zu rauchen und mich dann in den Gleisabschnit B zu begeben, wo mein Wagon eigentlich – glaubte man der Wagenstandsanzeige – ankommen sollte. Für den Zug in Richtung Weimar hatte ich noch eine Reservierung bekommen. Als der Zug aber dann schließlich mit 5 Minuten Verspätung eintraf, befand sich die tatsächliche Position meines Wagens zwei Buchstabenabschnitte weiter hinten. Mein kleiner Sprint bis zu meinem Wagon war aber, wie sich erst später herausstellte, eigentlich gar nicht notwendig gewesen, denn der Zug war nicht gerade überfüllt wie ich zuerst befürchtet hatte. In Richtung Dresden fuhren dann heute doch nicht so viele Personen – konnte man ja nicht wissen. Als besonders positiv möchte ich erwähnen, dass entgegen meines Reiseplanes, wo ein Intercity (IC) angegegben war. heute dann doch ein richtiger ICE kam – komplett mit Steckdosen am Sitzplatz. Ich dachte schon gar keinen ICE mehr auf der Strecke in Richtung Dresden zu sehen – es ist lange her das die Bahn mal einen echten ICE hier einsetzte.

Frankfurt Flughafen Fernbahnhof

Auf der Fahrt bis nach Weimar passierte dann glücklicherweise nicht mehr viel. Am Frankfurter Hauptbahnhof stiegen noch eine größere Menge Fahrgäste zu und es kam zu ein paar Rangeleien zwischen einem Typen mit großem Rucksack und einer renitenten älteren Dame, die nicht zurückweichen wollte und sich fast schon mit Gewalt und den Worten “Ich muß aber hier durch!” auf dem Gang an ihm vorbei drängelte – aber ansonsten verlief die Fahrt bis Weimar, wo ich wieder umsteigen musste ereignislos. Um 21:55 Uhr erreichten wir schließlich den Weimarer Bahnhof und ich hatte somit noch ganze acht Minuten Zeit, bis mein Regionalexpress am selben Gleis 2 einfuhr, an dem ich auch mit dem ICE angekommen war.

Weimar -> Jena

Wie immer stieg ich möglichst weit hinten ein, um am Bahnhof Jena-West möglichst nah am Ausgang herauszukommen. Ob dies heute jedoch so klug war sei mal so dahingestellt – denn wer konnte schon damit rechnen dass ich im hintersten Wagon auf eine Meute junger Männer mit bierkastenbestückten Bollerwagen, Partyhütchen und einheitlichen T-Shirts traf. Da war ich wohl in einen Jungesellenabschied hineingeraten, der von Erfurt in Richtung Jena fuhr. Obwohl ziemlich lautstark verhielten sich die deutlich angetrunkenen Fahrgäste aber friedlich und bis auf das gedämpfte Gröhlen und dem regelmässigen Aufblitzen von Kompaktdigitalkamerablitzen aus dem vorderen Bereich des Wagons, der durch eine Schiebetür vom Abteil abgetrennt war, bemerkte man kaum etwas von den Feiernden.
So erreichte ich schließlich um 22.20 Uhr endlich Jena – genau wie im Fahrplan angegeben. Und das trotz Verspätungen beider Hauptzüge. Trotz einiger Unschönheiten wie das stehen im Gang

Personen im Gleis

Sunday, January 18th, 2009

Zur Rückfahrt noch Köln nach einer Familienfeier in Nordhessen durfte ich heute wieder die Dienste der Deutsche Bahn AG in Anspruch nehmen. Bis Fulda lief verlief die Fahrt dann auch noch normal – aber leider nur bis dort. Als ich auf meinem Abfahrtgleis ankam, konnte ich bereits auf der Anzeigetafel lesen, dass es mal wieder zu 15 Minuten kommt. Angeblich wegen “Personen im Gleis” vor Leipzig wie man uns über die Lautsprecher verkündete.

Verpsätung in Fulda

Als der Zug dann sechzehn Minuten nach dem ursprünglichen Abfahrtzeitpunkt endlich den Bahnsteig erreichte, erlebte ich mal wieder die Situation die ich fast noch mehr hasse als Verspätungen: Exreme Überfüllung des Intercity-Zuges. Ich konnte bereits durch die Fenster beobachten, dass die Leute bereits in den Gängen standen und als ich einstieg standen die Leute bereits neben der Tür. Daher entschloss ich mich dazu, mir gleich hinter der Tür einen Stehplatz zu suchen und die Fahrt im Stehen zu absolvieren. Für 46 Euro (eine Strecke mit Bahncard 50) hätte ich eigentlich zumindest einen Sitzplatz erwartet.

InterCity überfüllt

Und auf den Boden setzen fiel aufgrund des Regenwetters und dem entsprechenden nassen Zustand ebenfalls aus. Erst als wir nach etwas über einer Stunde schließlich mit 19 Minuten Verspätung den Frankfurter Hauptbahnhof erreichten, entspannte sich der Zustand etwas und ich konnte bis Frankfurt-Flughafen Fernbahnhof noch einen Sitzplatz ergattern.
Auf dem Fernbahnhof des Flughafens hätte ich zwar noch den direkten Anschlußzug erreicht – er wartete am Bahnsteig gegenüber. Doch auch hier konnte ich bereits von außen erkennen, dass der Zug vollkommen überfüllt war. Noch eine Stunde im Gang stehen? Nein Danke! Zum Glück hatte ich von einem der Schaffner im IC erfahren, dass im 19:24 Uhr ein weiterer ICE vom Gleis 7 bis Köln Messe-Deutz fuhr. So entschloss ich die paar Minuten zu warten und diese Möglichkeit zu wählen. Von Messe-Deutz aus kann ich außerdem ohne Umsteigen mit der S-Bahn zu meiner Zielhaltestelle erreichen – das floß natürlich mit in meine Entscheidung ein.

ICE 928 - Frankfurt Flughafen

Prinzipiell erwies sich meine kleine Wartestrategie als Vorteilhaft, denn der zweite ICE war glücklicherweise nur mäßig gefüllt und ich konnte ohne Probleme einen Sitzplatz ergattern, wenn auch leider nicht an einem Tisch. Trotzdem packte ich mein Notebook aus, stellte es auf das ausklappbare Tischchen und nutzte die Fahrtzeit noch etwas produktiv. Dabei kam es auf halber Strecke zu einem Vorfall, der mich fast mein Macbook Pro gekostet hätte: Mein Vordermann, ein älterer Mann, ließ den Sitz ungebremst nach hinten fallen, wobei die Lehne sich natürlich entsprechend mit neigte, nicht aber das Ausklapptischchen. Hätte das Notebook ein paar Millimeter weiter hinten gestanden, hätte diese Rücksichtslose und unbedachte Aktion wohl das Display horizontal gefaltet. Was ich dann gemacht hätte, kann ich nicht sagen. Aber es dauert relativ lange bis so Titan-Aluminium-Notebook aus einer Schädeldecke herausgeeitert ist… 😉 (Natürlich wäre der Vorfall über die Versicherung gelaufen, so weit habe ich mich noch unter Kontrolle – also keine Angst…)
Seien wir mal ehrlich: Jeder der schon einmal zweite Klasse Zug gefahren oder mit dem Flugzeug geflogen ist weiss genau, dass die Sitzabstände nicht besonders Vorteilhaft gewählt sind. Warum gibt es immer noch Leute, die ohne Rücksicht auf den hinter ihm (oder ihr) sitzenden Fahrgast den Sitz zurückklappen? Werde ich wohl nie ganz verstehen. Aber kommen wir zurück zur Zugfahrt: Während wir auf dem Weg nach Köln-Deutz waren, wurde uns mitgeteilt dass man nicht mit voller Geschwindigkeit fahren könne, da ein vor uns fahrender Zug aufgrund eines Triebwagenschadens ebenfalls langsamer fahren musste. Dadurch ergab sich noch einmal eine Verspätung von elf Minuten, so dass sich in der Summe genau 30 Minuten Gesamtverspätung ergab – die Verzögerung während des späteren Zuges bereits herausgerechnet. Da ich mit so etwas rechne (und weil ich nicht bereits am Montag um 4:30 Uhr aufstehen will um den Zug um kurz nach fünf zu erreichen), fahre ich ja auch immer am Sonntag bereits zurück…

Blitzbesuch und Rückkehr nach Köln

Sunday, January 4th, 2009

Eigentlich hätte ich heute von Hessen auch direkt zurück nach Köln fahren können. Wäre da nicht die Meldung durch die Nachrichten gegeistert, das sich eine Kältefront mit bis zu minus Zwanzig Grad angekündigt hat. Daher entschloss ich mich gestern am späten Nachmittag dazu, noch schnell einen Abstecher nach Jena zu machen und meine Heizung zu kontrollieren – denn wenn ich die nächste Woche nicht da bin und der Kälteeinbruch Jena voll treffen sollte, wollte ich nicht in eine eingefrorene Bude zurückkehren. Also machte ich mich auf und reiste mit dem Zug durch verschneite Landschaften in Richtung Osten, um spät am Abend in Jena anzukommen.

Opelwerk Eisenach
Opelwerk Eisenach

Verschneite Landschaft

Zwar war es kühl in meiner Wohnung, aber noch erträglich. Doch die Kältewelle sollte ja noch kommen – also erschien mir ein hochdrehen auf 2 für die Hälfte der Heizungen recht sinnvoll.
Am nächsten Tag ging es dann am Nachmittag schließlich in Richtung Köln – wie immer vom “schönen” Bahnhof Jena West aus.

Bahnhof Jena West

Die Regionalbahn kam dann auch pünktlich und ich gelangte ohne Verspätung nach Weimar. Im Gegensatz zu Jena, wo es bereits zu tauen begonnen hatte, hielt sich die geschlossene Schneedecke hier noch und ein leichter, stetiger Schneefall war zu verzeichnen. Und es war einfach nur kalt – ich fror mir trotz gefütterter Jacke, Schal und Handschuhe.

Verschneites Weimar

Bahnsteig in Weimar

Und dann kam auch noch die Meldung, das der Anschlußzug, ein Intercity, zuerst zehn Minuten, später sogar fünfzehn Minuten Verspätung haben solle. Ich zog mich in etwas windgeschütztere Ecken des Bahnsteiges zurück.

Verspätung in Weimar

Als der Zug dann endlich kam, konnte ich durch die Fenster bereits beobachten, das die 2te Klasse Wagen besetzt war. Und bis Frankfurt Flughafen stehen wollte ich nicht. Also begab ich mich in den Wagen der ersten Klasse und suchte mir in einem der dortigen Abteile einen Sitzplatz. Ich war jedoch nicht der einzige Fahrgast – einige Andere die ebenfalls mit Sicherheit keine erste Klasse Fahrkarten besaßen, hatten hier ebenfalls Zuflucht gesucht.

DB erste Klasse Abteil

Und die Schaffnerin, die wenig später kontrollierte, erhob auch keinerlei Einspruch. Bei Zugüberfüllung scheint man hier doch recht tolerant zu sein.
Mit 20 Minuten Verspätung erreichten wir schließlich den Bahnhof am Frankfurter Flughafen. Mein fahrplanmässiger Zug war natürlich längst weg – aber eine andere Verspätung kam mir hier zu Gute: der ICE International (ICE 10)nach Brüssel, der ebenfalls über Köln Hauptbahnhof fuhr, hatte 30 Minuten Verspätung und kam kurz nach der Abfahrt meines Intercitys am selben Gleis an. Somit entschied ich mich dazu diesen Zug für den letzten Teil meiner heutigen Reise zu besteigen.
Über Limburg, Montabaur und Siegburg/Bonn Flughafen erreichte ich letztlich um kurz nach 20:30 Uhr Köln. Es tangierte mich zwar nicht, aber hier mußten alle Fahrgäste in einen vor dem Zug wartenden ICE umsteigen. Der Triebwagen hatte nach Angaben des Zugpersonals einen Schaden und anhand eines Gesprächs zwischen zwei Fahrgästen erfuhr ich, das es in Belgien eine andere Betriebsspannung für Züge gäbe und wenn der Umschalter hierfür defekt ist. Nach Aussage der berichtenden weiblichen Fahrgast hat sie dies schon häufiger auf dieser Strecke vorkommt.
Ich aber war letztlich an meinem Ziel angekommen. Nach einer Fahrt mit der Straßenbahn durch Köln erreichte ich schließlich mein hiesiges Domizil. Hatte mit mehr Problemen gerechnet – von daher sind die insgesamt ca. 25 Minuten Verspätung noch absolut in der Toleranzgrenze für Bahnfahrten innerhalb Deutschlands. Habe da schon weitaus schlimmeres erlebt… 😉

Kein Wasser

Tuesday, December 30th, 2008

Gesehen im ICE von Köln nach Frankfurt – einen Tag vor Heiligabend…

bahn comfort

Tuesday, December 16th, 2008

Geschafft!
Endlich habe ich den bahn comfort Status erreicht und heute (dank Nachsendeauftrag) ein Päckchen mit meiner neuen silbernen Bahncard auf einem Anschreiben, einer Info-Broschüre und einer Sherlock Holmes Hörbuch-CD erhalten.

Meine bahn comfort karte

Habe dafür ja auch viele wertvolle Stunden meines Lebens im Zug verbringen müssen um 2000 Bonuspunkte zu erreichen. 😉
Dadurch kann ich jetzt:

  • die sonst nur den 1. Klasse Kunden vorbehaltenen Lounges betreten
  • den bahn comfort Service via Telefon und Email nutzen
  • die bahn comfort Sitzplatzkontingente verwenden und muß keine Sitzplätze mehr reservieren
  • die speziellen bahn comfort Parkplätze am Bahnhof nutzen
  • zusätzliche Rabatte z.B. in Hotels und beim DB Carsharing erhalten
  • kostenlos den Fahrplan auf CD anfordern
  • mit Rail Plus Bahnrabatte im Ausland bekommen

Mal sehen was ich davon wirklich nutzen kann. Für die DB Lounges habe ich leider selten Zeit und ob von den Sitzplatzkontingenten noch genug frei ist wenn ich dort ankomme sei mal so dahingestellt – und wenn schon jemand darauf sitzt jeden fragen ob er auch ne Bahncard comfort hat – ziemlich unsicher. Werde das mit den Sitzplätzen bei meiner nächsten Fahrt mal testen und Bericht erstatten.