Rückreise & Nordsee Fischburger [10.09.2016]

Am Samstag hatten wir Vormittags noch ein Seminar in den Konferenzräumen des Best Western Hotels Steinsgarten in Gießen, über das ich hier allerdings nicht weiter berichten möchte, da es nichts zur Sache tut. Nach Ende dieses Seminars wurde uns noch eine Kartoffelsuppe mit Brot als kleine Stärkung,

Potato soup / Kartoffelsuppe - Best Western Hotel Steinsgarten - Gießen

dann ging es zum Bahnhof in Gießen, damit wir von dort unsere Rückreise antreten konnten. Nun konnte ich auch das erste Mal einen vollständigen Blick auf das historisch wirkende Bahnhofsgebäude in Sandsteinbauweise mit seinem Uhrenturm werfen, das ich bei unserer Ankunft in Dunkelheit nur am Rande wahrgenommen hatte.

Bahnhof Gießen
Bahnhofsgeböude Gießen

Dort stiegen wir in einen Regionalexpress der uns nach Frankfurt bringen sollte. Und damit es uns nicht zu langweilig wurde, stieg auch gleich eine Gruppe Frauen gemischten Alters mit ein, die offensichtlich auf dem Weg nach Frankfurt waren um dort einen Jungesellinenabschied zu feiern und die auf der glücklicherweise nur leicht verspäteten Fahrt für Stimmung sorgten.
In Frankfurt angekommen, merkten wir dass die Kartoffelsuppe uns wohl nicht bis München satt halten würde, daher schwärmten wir aus um uns hier am Hauptbahnhof noch einmal mit etwas Reiseproviant einzudecken. Ich selbst stattete dazu dem hiesigen Nordsee-Restaurant einen Besuch ab, wo ich mir ein paar Fisch-Burger einpacken ließ. Anschließend ging es zu Gleis 7, wo erstaunlich pünktlich unser ICE nach München eintraf und auch wenig später wieder pünktlich abfuhr.

Am Frankfurter Hauptbahnhof

Doch das sollte nicht so bleiben – die 120 Minuten Verspätung eines von München kommenden ICEs am selben Gleis ließ schon böses ahnen.
Als wir unsere reservierten Sitzplätze eingenommen hatte, machte ich mich sogleich über meine beiden Fischburger von Nordsee her. Als erstes musste ein Backfisch-Baguette für 2,99 Euro dran glauben, das mit etwas Remoulade und einem Salatblatt in einem labbrigen Weißbrot-Baguettebrötchen daher kam.

Nordsee Backfisch-Baguette

Und da ich wusste dass das nicht ganz reichen würde, hatte ich mir außerdem noch einen sogenannten Bremer zum Preis von 1,99 Euro einpacken lassen.

Nordsee Bremer

Die panierte Fischfrikadelle aus verschiedenen gewürzten Fischsorten kam in einem normalen Kaiserbrötchen und war auf einem Salatblatt gebettet und oben mit Ketchup und Röstzwiebeln garniert. Einfach, aber wie ich finde immer wieder lecker.
Als wir schließlich Nürnberg erreichten, bekamen wir per Lautsprecherdurchsage die Mitteilung dass ein Oberleitungsschaden auf der Strecke zwischen Nürnberg und München dazu führen würde, dass der Zug (ohne dortigen Halt) über Augsburg umgeleitet würde, was eine verspätete Ankunft von etwa 40 Minuten bedeuten würde. Na ja, wäre ja auch zu schön gewesen wenn alles pünktlich abgelaufen wäre. So kamen wir also um kurz vor sieben Uhr in München an. Zum Glück erwischte ich auch gleich eine passende S-Bahn um nach Hause zu kommen, so dass der kleine Ausflug nach Hessen letztlich zu einem glücklichen Abschluss kam.

ICE-Verspätung, Der Cremige, Adventkalenderschokolade & Obst

Der Cremige, Adventkalenderschokolade & Obst

Meine Rückfahrt nach München begann schon mal nicht gerade vielversprechend, denn die S-Bahn die mich zum Frankfurter Hauptbahnhof bringen sollte hatte ca. fünf Minuten Verspätung. War aber nicht weiter kritisch, das ist in meinem Anreiseplan mit einkalkuliert. Als ich am Hauptbahnhof angekommen war und mein Gleis erreichte, hörte ich schon über Lautpsprecheransage, dass auch der ICE ungefährt fünf Minuten Verspätung hätte. Daraus wurden dann aber fast fünfzehn bis der Zug endlich ankam, alle aus- und eingestiegen waren und wir uns endlich in Bewegung setzten. Dank des üblichen rücksichtslosen Gedränges benötigte ich einige Zeit, bis ich den für mich reservierten Sitzplatz erreichte. Leider waren die Reservierungsanzeigen ausgefallen, aber die Frau die meinen Platz okkupiert hatte räumte diesen bereitwillig. Der Rest der Fahrt verlief Ereignislos und mit insgesamt 22 Minuten Verspätung kamen wir schließlich am Münchner Hauptbahnhof an. Dadurch war natürlich meine S-Bahn erst mal weg und ich durfte etwa zwanzig Minuten bis zur nächsten S-Bahn in meine Richtung warten. Durch Schneematsch und leichten Schneefall erreichte ich aber schließlich sicher mein hiesiges Appartment.

Regen & Tauwetter

Heute morgen hatte sich der Schneefall dann in Regen verwandelt, der auf meinem Weg zum S-Bahnhof auf meinen Regenschirm prasselte. Das gab einen ekeligen und rutschigen Schneematsch – ich war froh das ich nicht mit dem Auto fahren musste. Aber auch die S-Bahn erwies sich heute als etwas unzuverlässig und fuhr mit etwa zehn Minuten Verspätung. Ich war froh als ich endlich meinen Schreibtisch erreichte und mir einen Kaffee machen konnte.
Um mein Frühstück zu komplettieren gab es heute drei Stückchen Schokolade aus meinem Firmen-Adventskalender, etwas Obst in Form von zwei Clementinen, einer Birne und einer Banane und schließlich einen 150g Becher Weihenstephan Der Cremige Joghurt mit 0,1% Fett in Geschmacksrichtung Kirsche (127,5kcal / 4 WW ProPoints). Weich im Geschmack und nicht allzu dünnflüssig finde ich diese Joghurtzubereitung wirklich ganz gelungen, auch wenn der Aufdruck 0,1% Fett eindeutig über die 15,3g Kohlehydrate (=Zucker) auf 100g hinwegtäuschen. Wirklich leicht ist das ganze nicht – aber dennoch absolut im Rahmen dessen was ich morgen zubillige. 😉

Guten Appetit

Terrorbefürchtungen, Verspätung & Tomaten Basilikumpesto Wrap

Frankfurter Hauptbahnhof

Gestern war ich mit dem Zug nach Frankfurt zurückgekehrt, trotz der aktuellen Terrorgefahr hier in Deutschland und meiner persönlichen Bedenken mit Massenverkehrsmitteln zu fahren. Nicht das ich wirklich Angst gehabt hätte, aber ein wenig mulmig ist einem schon wenn die ganzen letzten Tage von einer erhöhten Bedrohungslage gesprochen wird. Ich denke da nur an die Zuganschläge von Madrid am 11. März 2004 zurück und was wäre aus Terroristensicht effektiver, einen vollbesetzten ICE mit Wochenendpendlern aus München (oder jeder anderen großen Deutschen Stadt) in die Luft zu jagen. Dass dabei ausschließlich Unschuldige zu Schaden kommen würden hat diese Verblendeten ja noch nie interessiert. Da hilft es auch wenig, wenn verstärkt Bundespolizei mit schusssicheren Westen und Maschinenpistolen an Bahnhöfen und Flughäfen patrouilliert – das ist dann wohl mehr Blendwerk als das es wirklich hilft. Sicherer habe ich mich dadurch nicht gefühlt – wenn jemand einen entsprechend bestückten Rucksack oder Koffer in einen Zug hätte kriegen wollen, wäre die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg recht hoch gewesen. So Gedanken macht man sich halt wenn fast jede Presseseite in den Schlagzeilen über kaum etwas anderes schreibt. Ob sich die anderen Fahrgäste ähnliche Gedanken gemacht hatten vermochte ich nicht zu sagen, fest steht aber dass niemand Konsequenzen aus der unterschwelligen Bedrohung gezogen hatte, denn der Zug war Überfüllt wie eh und je und die Leute standen sogar auf den Gängen vor den Abteilen. Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken.

Zwar mit 20 Minuten Verspätung aufgrund von Bauarbeiten, aber ansonsten ohne weitere besondere Vorkommnisse trafen wir schließlich am Frankfurter Hauptbahnhof ein. Dadurch war die S-Bahn die ich hatte nehmen wollen bereits abgefahren und ich hatte noch ca. 20 Minuten Zeit bis die nächste fuhr. Also entschloss ich mich dazu, noch am Bahnhof zu Abend zu essen. Jedoch nicht bei McDonalds oder Burger King, sondern an einer der anderen Verkaufsstellen in der Haupthalle. Dabei fiel meine Wahl auf eine Bude am Eingang zum Gleis 8 und 9, die neben Sandwiches auch Wraps aller Art anbietet und passenderweise auch einfach “Wraps” heißt (Foto folgt). So spät am Abend war das Angebot dort leider schon etwas zusammengeschrumpft, doch ich entdeckte zwischen den noch verfügbaren Speisen etwas, das mein Interesse weckte: Einen Tomaten Basilikumpesto Wrap mit Hähnchenbrust, den ich sogleich für 3,75 Euronen erwarb.

Tomaten Basilikumpesto Wrap

Da man wohl gerade am schließen war, gab mir die nette, junge Thekenkraft sogar noch eine kostenlose Rosinensemmel mit auf den Rest meiner Reise.
Inzwischen war auch meine S-Bahn eingetroffen und ich suchte mir einen Platz in einem der Abteile, wo ich sogleich damit begann den Wrap zu verzehren. Ganz davon abgesehen dass dieser Wrap deutlich ansehnlicher anzusehen und praller gefüllt war als seine Gegenstücke bei großen Fastfood-Ketten, man nehme nur den McWrap Crispy Shrimps bei McDonalds oder den Californie Wrap bei Burger King – mich überzeugte hier auch die wirklich sehr gelungene Füllung: Knackiger Salat mit kleinen Möhrenstiften, dazu saftiges Hähnchenfleisch und leckeres Tomaten-Basilikumpesto. Hat mich einfach überzeugt und erwies sich als wirklich lecker. Und für eine an einem Bahnhof erworbene Speise stimmte hier auch das Preis-Leistungsverhältnis. Einziger kleiner Kritikpunkt war am Ende die Tatsache, dass der Wrap unten offen war und man daher etwas aufpassen musste das letzte Stück zu verzehren ohne sich mit Salat und Hähnchenfleisch zu bekleckern.

Davon aber abgesehen eine große Empfehlung für jeden hungrigen Reisenden – und ich bin sicher dass ich mir auch wegen der Nährwerte keine allzu großen Sorgen zu machen brauche – zumindest weniger als bei McDonalds oder Burger King. 😉
Morgen geht es dann mit dem ICE zurück nach München – und ich hoffe dass auch dieses Mal alles gut geht. Ich hoffe sowohl dass meine S-Bahn dieses Mal fährt – da hatte ich ja letztes Wochenende schlechte Erfahrungen gemacht – als auch dass der ICE ohne Störungen (egal welcher Art!) verkehrt. Aber bei der Bahn ist das ja immer ein kleines Glücksspiel, auch wenn ich zugeben muss dass die guten Erfahrungen bisher überwogen haben. Wir werden sehen würde ich sagen…

S-Bahn Ausfall, Bremsanlagenstörung & Stehplatz

Am Sonntag Abend bin ich wie gewohnt nach München zurückgekehrt. Doch was ich dieses Mal erlebt habe, ist wirklich bar jeder Erträglichkeit was das Reisen angeht. Es fing schon damit an dass die S-Bahn die mich zum Frankfurter Hauptbahnhof bringen sollte zuerst fünf, dann zehn, dann fünfzehn Minuten später kommen sollte und dann komplett ausfiel – angeblich aufgrund eines Maschinenschadens. Die nächste S-Bahn fuhr eine halbe Stunde später, was allerdings zu spät für mich war um meinen ursprünglichen Zug für den ich eine Sitzplatzreservierung hatte noch zu erreichen. Zwischendurch führte uns die Ansage noch zu einem anderen Gleis, von wo nun die ursprünglich aus ausgefallen benannte S-Bahn doch fahren sollte. Hier kam auch eine S-Bahn, die aber in die andere Richtung fuhr. Niemand wusste bescheid oder konnte Auskunft geben. Als sich diese S-Bahn, die ursprünglich in die andere Richtung weiter fahren sollte wieder in Richtung Hauptbahnhof in Bewegung setzte, war es zu spät und wir kehrten resigniert zu unserem ursprünglichen Gleis zurück, um die andere S-Bahn zu nehmen. Leider hatte diese auch gleich noch einmal fünfzehn Minuten Verspätung. Ursache für diese Verspätung war wohl eine ausgefallene Schrankenanlage. Ich versuchte bereits seit bekanntwerden des Ausfalls der ersten S-Bahn mit Hilfe meines iPhones eine Platzreservierung für den Folgezug eine Stunde später zu buchen, scheiterte aber immer wieder an der besch**** Menuführung der Bahn-Webseite. Auch die DB-iPhone-App brachte mich hier nicht weiter. Bis kurz vor dem Frankfurter Hauptbahnhof versuchte ich es weiter, aber erfolglos und ein weiterer Versuch an einem der Fahrscheinautomaten zeigte schließlich dass eine Buchung wohl nicht mehr möglich ist da der Zug bereits unterwegs war. Na gut, dann würde ich halt wie letzte Woche bis Würzburg stehen müssen – damit hätte ich leben können. Der ICE 725 nach München kam um 18:45 Uhr relativ pünktlich, wenn auch vom gegenüberliegenden Gleis am selben Bahnsteig.

S-Bahn Ausfall, Bremsanlagenstörung & Stehplatz

Der ICE war wirklich brechend voll, Sitzplätze waren alle belegt oder reserviert und bei der Masse an Menschen die auf Sitzplatzsuche durch den Zug eilten erschien es illusorisch, dass ich noch einen freien Platz finden würde. Ich ergatterte mit Mühe und Not einen Stehplatz irgendwo im Gang wo ich niemanden im Weg stand. Auf den Boden setzen war aber zu keinem Zeitpunkt möglich, da zu viele andere Leute um mich herum standen. Bis Würzburg – etwas mehr als eine Stunde Fahrtzeit – würde das aber schon gehen, erfahrungsgemäß würde es ab Würzburg leerer werden. Doch es sollte anders kommen.
Einige Zeit nachdem wir Frankfurt verlassen hatten, bremste der Zug unvermittelt und scharf, fuhr aber dann weiter. Kurz darauf bremste er ein weiteres Mal und fuhr erneut an. Kurz vor Aschaffenburg kam er ein drittes Mal zum stehen – und blieb es dieses Mal auch. Nach fünf Minuten teilte man uns mit dass es zu einer Störung in der Bremsanlage gekommen sei und dies nun überprüft werde. Weitere zehn Minuten später wurde wieder via Lautsprecher erzählt, dass die Überprüfung andauere und die Ursache noch nicht gefunden sei. Kurz darauf eilten das erste Mal einige Bahnbedienstete in oranger Warnweste und mit Taschenlampe im Gang in uns vorbei. Im verlauf der nächsten Stunden sahen wir diese Leute noch mehrmals – immer in Eile und nicht bereit weitere Auskünfte zu geben. Ein paar Mal ruckte der Zug kurz vor und wieder zurück, jedoch ohne wieder Fahrt aufzunehmen. Es dauerte eine halbe bis dreiviertel Stunde, dann kam die nächste Ansage: Man suche weiterhin nach der Ursache. Kurz darauf sagte man uns dass demnächst ein weiterer Zug neben uns halten würde, damit dessen Lokführer sich das ganze betrachten und dann entschieden werden könne, ob wir unsere Fahrt fortsetzen oder der hintere Zugteil evakuiert wird – ich war wohlgemerkt im vorderen des aus zwei Zugteilen bestehenden ICEs. Insgesamt standen wir etwa 2 Stunden kurz vor Aschaffenburg, bis wir unsere Fahrt endlich fortsetzten – in Summe hatte der Zug nach Angaben des Bahnpersonals nun 128 Minuten Verspätung. Hätte ich das geahnt, hätte ich noch eine Stunde gewartet und den nächsten Zug genommen, in dem ich wahrscheinlich sogar noch einen Platz hätte reservieren können. Fast drei Stunden stand ich nun schon im Gang, eingezwängt zwischen den anderen stehenden Fahrgästen. In Aschaffenburg angekommen besserte sich die Sitzplatzsituation leider nur wenig. Ich fühlte mich an einige Fahrten aus meiner Köln-Zeit – z.B. hier, hier, hier oder hier – erinnert. Erst als wir schließlich Würzburg erreichten konnte ich endlich einen Sitz ergattern und für den Rest der Fahrt meine müden Beine etwas entlasten. Gegen Mitternacht kamen wir schließlich am Münchner Hauptbahnhof an und ich hatte noch etwa sieben Minuten um vom Zug über das Gleis ins Untergeschoss zu laufen, mir am Automaten einen Fahrschein zu kaufen und meine S-Bahn zu erwischen – zumindest wenn ich nicht weitere halbe Stunde warten wollte. Das klappte aber ohne Probleme und kurz vor 01:00 Uhr lag endlich im Bett.
Eindeutig eine der heftigeren Störungen bei der Bahn, aber auf der anderen Seite wäre es wohl auch Verantwortungslos gewesen, mit einer eventuell defekten Bremsanlage einen überbesetzten Zug in dem viele Leute in den Gängen standen weiter fahren zu lassen. Ärgerlich nur dass die Störung bereits kurz nach der Abfahrt aus Frankfurt auftrat, so dass ich gezwungen war mehrere Stunden im Gang zu stehen. Dank meiner Erfahrung als leidgeprüfter Bahnkunde und der Ablenkung durch mein aktuelles Hörbuch habe ich die Zeit aber auch dieses Mal gut überstanden. Eine Verkettung unglücklicher Umstände würde ich sagen.

Früher los, später da

Früher los, später da

Als ich heute am Frankfurter Hauptbahnhof ankam, bekam ich schon die ersten Hiobsbotschaften aus den Lautsprechern zu hören. Der Zug, der eigentlich eine Stunde früher in Richtung München fahren sollte, hatte aufgrund eines Notarzteinsatzes 55 Minuten Verspätung. Das hätte mich eigentlich nicht betroffen, aber wenig später tönte es dass auch mein Zug 45 Minuten später einfahren sollte. Also entschloss ich mich dazu, den verspäteten früheren Zug zu nehmen und mit diesem in Richtung München zu fahren. Dadurch hatte ich zwar keinen reservierten Sitzplatz, aber ich hoffte dennoch einen freien Sitz finden zu können. Eine kurzfristig getroffene Fehleinschätzung, denn ich war natürlich nicht der einzige der auf diese Idee kam und musste mich mit einem Stehplatz begnügen. Schon dachte ich so bei mir, dass es vielleicht besser gewesen wäre die 45 Minuten am Bahnhof zu stehen anstatt nun fast 4 Stunden im Zug. Doch nachdem wir Würzburg erreicht und wieder verlassen hatten, wurden zwei Sitze im Abteil neben mir trotz Reservierung nicht besetzt und ich nutzte die Gelegenheit und okkupierte einen von diesen. Jetzt wäre ja eigentlich alles in Ordnung gewesen, doch kurz nach Nürnberg hielt der Zug plötzlich auf freier Strecke und blieb einige Minuten stehen. Es wurde mitgeteilt dass Bauarbeiten die Ursache wäre und dass es gleich weiter gehen würde. Doch damit waren die ungeplanten Stopps noch nicht zu Ende. Der Halt in Ingolstadt war lt. Fahrplan zwar nicht eingeplant, aber hatte zumindest den Zweck Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Es folgten weitere Stops in Rohrbach südlich von Nürnberg, Pfaffenhofen an der Ilm und Petershausen nördlich von München – der erste Stop wieder auf freier Strecke und die letzten Beiden jeweils am Bahnhof der Städte. Dank iPhone konnte ich die jeweilige Position ja genau bestimmen. Somit erreichten wir um 20:40 Uhr endlich den Münchner Hauptbahnhof – mit 40 Minuten Verspätung, und das obwohl wir Frankfurt fünf Minuten früher als sonst verlassen hatten.
Nach so vielen Wochen die ich mit keiner nennenswerten Verspätung von und nach München gefahren bin – immerhin hatte ich die letzte Verspätung Ende Juli zu verzeichnen – und dem Anschein dass es sich hier um nicht von der Bahn verschuldete Ursachen handelt, kann ich hier kaum Vorwürfe erheben. Ärgerlich ist es aber allemal.