Hackfleisch-Blätterteigrolle mit drei Sorten Käse – das Rezept

Bei der aktuellen Sommerhitze ist mir zwar nicht so nach kochen, dennoch ließ ich mich heute mal dazu hinreißen wenigstens ein wenig Fingerfood in Form einer Hackfleisch-Blätterteigrolle zu fabrizieren, welche ich mit Kräuterfrischkäse, Feta und etwas geriebenen Emmentaler verfeinerte. Eine sehr gelungene Kombination wie ich feststellen durfte, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 1 Blech (11-12 Stück)?

2 kleine Zwiebeln (ca. 170g)
01 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Zehen Knoblauch
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

500g Hackfleisch (halb & halb)
03 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

Pfeffer, Salz & edelsüßes Paprika zum würzen
04 - Gewürze / Seasoning

2 EL Tomatenmark
05 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal (275g)
06 - Zutat Blätterteig / Ingredient puff pastry

ca. 150g Kräuterfrischkäse
07 - Zutat Kräuterfrischkäse / Ingredient herb cream cheese

200g Feta
08 - Zutat Feta / Ingredient feta

60-70g geriebenen Emmentaler
09 - Zutat Emmentaler / Ingredient emmentaler cheese

2 EL Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

2 EL Kondensmilch
08 - Zutat Kondensmilch / Ingredient condensed milk

sowie optional etwas Sesam zum garnieren

Wie üblich beginnen wir damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Das geht heute zum Glück schnell, denn wir brauchen nur die Zwiebel zu schälen und zu zerkleinern
10 - Zwiebel zerkleinern / Dice onion

und die Knoblauchzehen zu schälen und fein zu hacken.
11 - Knoblauch hacken / Mince garlic

Dann erhitzen wir die beiden Esslöffel Olivenöl in einer beschichteten Pfanne
12 - Öl erhitzen / Heat up oil

und dünsten darin zunächst die Zwiebeln an
13 - Zwiebeln andünsten / Roast onions gently

um wenig später auch das Knoblauch hinzu zu geben und es ebenfalls anzudünsten.
14 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

Sobald beides nach ca. 3 bis 4 Minuten glasig angedünstet ist, geben wir das Hackfleisch hinzu, um es krümelig anzubraten
15 - Hackfleisch hinzugeben / Add ground meat

und dabei kräftig mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver zu würzen.
15 - Gut würzen / Season well

Sobald alles gut durchgebraten ist, geben wir die beiden Esslöffel Tomatenmark hinzu
16 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

und rösten sie für drei bis vier Minuten ebenfalls mit an. Anschließend nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen den Inhalt etwas abkühlen.
17 - Tomatenmark anbraten / Roast tomato puree

Ist das angebratene und gewürzte Hackfleisch dann etwas abgekühlt, nehmen wir die Rolle Blätterteig aus dem Kühlschrank, rollen sie auseinander und bestreichen sie dünn mit einer Schicht Kräuterfrischkäse.
18 - Blätterteig mit Frischkäse bestreichen / Spread puff pastry with cream cheese

Darauf verteilen wir gleichmäßig die Hackfleisch-Mischung
19 - Mit Hack belegen / Add ground meat

und bestreuen dann alles mit dem zerbröselten Feta-Käse.
20 - Mit Feta bebröseln / Dredge with feta

Anschließend rollen wir alles vorsichtig zu einer Rolle zusammen, die wir auf die Nahtseite auflegen
21 - aufrollen / roll up

und rundherum mit Kondensmilch bepinseln.
22 - Mit Kondesmilch bepinseln / Brush with condensed milk

Optional können wir sie dann noch mit etwas Sesam oder Mohn garnieren – das sei aber jedem freigestellt und dient ausschließlich visuellen Zwecken.
23 - Mit Sesam bestreuen / Dredge with sesame

Nun empfiehlt es sich, die Rolle erst einmal für 20 bis 30 Minuten ins Gefrierfach zu legen. Anschließend lässt sich sich – vor allem bei heißeren Temperaturen wie heute – deutlich besser zerteilen.

Nachdem wir begonnen haben den Backofen auf 220 Grad vorzuheizen, entnehmen wir die Rolle wieder aus dem Gefrierfach und zerschneiden sie mit einem großen, scharfen Messer in ungefähr gleich große Stücke.
24 - In Scheiben schneiden / Cut in slices

Diese Scheiben legen wir dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech
25 - Auf Backblech geben / Put on baking tray

und bestreuen sie dort noch einmal mit etwas geriebenen Emmentaler.
26 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

Ist der Ofen dann vorgeheizt, schieben wir das Backblech auf der mittleren Schiene hinein und backen alles für 20 bis 25 Minuten.
27 - Backen / Bake

Anschließend brauchen wir das Backblech nur noch zu entnehmen
28 - Fertig gebacken / Finished baking

und können unsere Hackfleisch-Blätterteigrolle entweder sofort heiß oder später im abgekühlten Zustand genießen.
29 - Hackfleisch-Blätterteigrolle mit drei Sorten Käse / Ground meat puff pastry roll with three cheeses - Serviert

Zwar erwiesen sich die Blätterteig-Stücke als relativ mächtig, aber geschmacklich auch als überaus gelungen. Das gut gewürzte und durch das Tomatenmark mit einer leicht fruchtigen Note versehen Hackfleisch harmonierte meiner Meinung nach wunderbar mit der Kombination aus Kräuterfrischkäse, Emmentaler und Feta. Dabei nahm der Feta aber eindeutig die dominanteste Rolle unter den drei verwendeten Käsesorten ein, allerdings ohne dabei zu übermächtig zu wirken. Insgesamt eine leicht zuzubereitende und überaus schmackhafte Art, Blätterteig zu genießen.

30 - Hackfleisch-Blätterteigrolle mit drei Sorten Käse / Ground meat puff pastry roll with three cheeses - CloseUp

Dass das Ganze nicht besonders leicht werden würde, war mir natürlich von Anfang an klar gewesen und war von mir billigend in Kauf genommen worden. Meiner Berechnung nach liegt die gesamt Rolle bei ca. 3200kcal, das heißt auf 12 Stück aufgeteilt hat eine Scheibe in etwa 267kcal. Eventuell kann man durch die Verwendung von light-Produkten und reinem Rinderhack hier noch die eine oder andere Kalorien reduzieren, aber ob dann natürlich geschmacklich ebenfalls so etwas leckeres wie diese Hackfleisch-Blätterteigrolle heraus kommt, kann ich nicht garantiere. 😉

Guten Appetit

Thunfisch-Blätterteig-Häppchen – das Rezept

Heute hatte ich mal wieder Lust, ein neues Fingerfood-Rezept auszuprobieren. Und nach kurzer Recherche fiel meine Wahl schließlich auf Thunfisch-Blätterteig-Häppchen. Dass ich damit zwei mal hintereinander ein Gericht mit Fisch auf dem wochenendlichen Speiseplan stand, störte mich dabei herzlich wenig – ich bin nun mal ein großer Fan von Fisch und Meeresfrüchten. Und Thunfisch ist mit gerade mal fünf Prozent Fett auch eine angenehm leichte Sorte und eignet sich wie sich heraus stellte auch wunderbar für Zubereitungen dieser Art. Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden und möchte es daher nicht versäumen, das Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für ein Blech (ca. 40 Stück) ?

210g Thunfisch naturell
01 - Zutat Thunfisch natural / Ingredient tuna

1 mittlgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1-2 Zehen Knoblauch (je nach eigenem Geschmack)
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

100g geriebener Emmentaler
04 - Zutat Emmentaler / Ingredient emmentaler cheese

1 TL Senf (scharf)
05 - Zutat Senf / Ingredient parsley

einige Stiele Petersilie (glatt)
06 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

1 EL Olivenöl
07 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1 Päckchen Blätterteig (275g)
07 - Zutat Blätterteig / Ingredient puff pastry

1 EL Kondensmilch
08 - Zutat Kondensmilch / Ingredient condensed milk

etwas Mohn und/oder Sesam
09 - Zutat Sesam & Mohn / Ingredients sesame & poppy

Wie üblich beginnen wir damit, die verschiedenen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen wir erst einmal die Zwiebel und würfeln sie klein – wahlweise mit einem Messer oder mit einer Küchenmaschine.
10 - Zwiebeln zerkleinern / Dice onion

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehe(n) und hacken sie ebenfalls sehr fein.
11 - Knoblauch hacken / Mince garlic

Anschließend waschen wir die Petersilie, schütteln sie trocken
12 - Petersilie waschen / Wash parsley

zupfen die Blättchen von den Stielen
13 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und schneiden sie dann klein.
14 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

In einer kleinen Pfanne erhitzen wir nun einen Esslöffel Olivenöl
15 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und dünsten die Zwiebel
16 - Zwiebel andünsten / Braise onion lightly

und das Knoblauch darin für einige Minuten an. Dann nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen alles etwas abkühlen.
17 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

Nun lassen wir den Thunfisch abtropfen
18 - Thunfisch abtropfen lassen / Drain tuna

und geben ihn dann in eine Schüssel,
19 - Thunfisch in Schüssel geben / Put tuna in bowl

um dann den geriebenen Emmentaler Käse,
20 - Käse hinzufügen / Add cheese

die angedünstete Zwiebel und den Knoblauch,
21 - Zwiebeln addieren / Add onion

die zerkleinerte Petersilie
22 - Petersilie hinzu geben / Add parsley

sowie den Teelöffel Senf hinzuzugeben
23 - Mit Senf würzen / Add mustard

und schließlich alles gut miteinander zu verrühren
24 - Gut verrühren / Mix well

und dabei mit Salz und Pfeffer abzuschmecken.
25 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Sobald das erledigt ist, holen wir den Blätterteig aus dem Kühlschrank, rollen ihn auf und zerteilen ihn dann längs in zwei gleich breite Streifen.
26 - Längs halbieren / Cut in halfs

In die Mitte beider Streifen geben wir dann jeweils die Hälfte unserer Thunfisch-Käse-Mischung
27 - Masse auftragen / Cover

und rollen sie dann auf, wobei wir sie mit der Naht nach unten auf das Backpapier legen.
28 - Aufrollen / Roll up

Die beiden so entstandenen Rollen bestreichen wir dann mit Kondensmilch
29 - Mit Kondensmilch bestreichen / Spread with condensed milk

und bestreuen sie abschließend mit Sesam und/oder Mohn.
30 - Garnieren / Garnish

Anschließend stecken wir sie für ca. 1 Stunde ins Gefrierfach unseres Kühlschranks – dadurch werden sie fest und lassen sich besser schneiden.

Bevor wir sie dann wieder heraus holen, beginnen wir den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen. Dann entnehmen wir die beiden Rollen – ich hatte sie samt Backpapier hineingelegt – und schneiden sie in gleichmäßig große Stücke.
31 - Zerschneiden / Cut

Diese geben wir dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech
32 - Auf Backblech geben / Put on baking tray

und schieben dies auf der mittleren Schiene für ca. 15 Minuten in den inzwischen vorgeheizten Backofen.
33 - Backen / Bake

Dann brauchen wir das Backblech nur noch zu entnehmen
34 - Fertig gebacken / Finished baking

und können die Thunfisch-Häppchen sofort servieren und genießen.
35 - Thunfisch-Blätterteig-Häppchen - serviert / Tuna puff pastry snack - Served

Eine wirklich sehr leckere Art Thunfisch zu verarbeiten kann ich da nur sagen. In Kombination mit dem würzigen Senf, dem Käse und der Petersilie ergab er eine überaus gelungene Füllung für den knusprig gebackenen Blätterteig. Ich hatte ja befürchtet, dass der Käse beim Schmelzen rechts und links aus den Röllchen heraus laufen würde, doch das hat sich wie man sieht als unbegründet erwiesen. Und auch abgekühlt erwies sich dieser Snack noch als überaus schmackhaft, eignet sich also auch sehr gut für das Buffet auf Veranstaltungen aller Art.

36 - Thunfisch-Blätterteig-Häppchen - Seitenansicht / Tuna puff pastry snack - Side view

37 - Thunfisch-Blätterteig-Häppchen - Seitenansicht 2 / Tuna puff pastry snack - Side view 2

Werfen wir zum Abschluss, wie gewohnt, einen Blick auf die Nährwerte dieser Zubereitung. Meiner Berechnung nach liegt der Gesamtwert hier bei 1700kcal, aufgeteilt auf 40 Stücke ergibt sich somit ein Wert von gerade mal 42,5 kcal pro Stück. Klingt im ersten Moment wenig, aber man muss natürlich im Hinterkopf behalten, dass man ja nicht nur ein einzelnes Stück isst. Dennoch eine der leichteren Snack-Varianten die ich in letzter Zeit hier ausprobiert habe. Wer dennoch ein bisschen mehr reduzieren möchte, kann gerne zu einer leichteren Variante Käse greifen. Das halte ich aber in diesem Fall nicht für unbedingt notwendig.

Guten Appetit

Wagner Piccolinis Salami – der Kurztest

Heute unterzog ich mal die Wagner Piccolinis in Geschmacksrichtung Salami mit Salami, Edamer und Tomaten einem kurzen, aber genauen Test. Erworben habe ich die Packung zum Preis von 3,99 Euro in einem hiesigen Tengelmann-Markt. Neben dieser Sorte gibt es auch noch die Richtungen

  • Speciale (mit Edamer, Peperoniwurst, Schinken, Champignons und Tomaten)
  • Diavolo (mit Peperoni-Salami, Paprika, Frühlingszwiebeln und Tomaten)
  • Drei-Käse (mit Edamer, Emmentaler, Mozzarella, Sauerrahm und Crème fraîche)
  • Elsässer Art (mit Zwiebeln, geräuchertem Schinken, Rauchfleisch und Crème fraîche)
  • Hawaii (mit Edamer, Ananas, Kochschinken und Tomaten)
  • Schinken (mit Edamer, gekochtem und rohen Schinken sowie Tomaten)
  • Thunfisch (mit Thunfisch, Edamer, Frühlingszwiebeln und Tomaten)
  • sowie vegetarisch auch als:
  • Antipasti (mit gegrillten Zucchinis, schwarzen Oliven, Mozzarella, gegrillter Paprika, mediterranem Käse und Tomaten)
  • Tomaten-Mozzarella (mit Mozzarella und Tomaten)
  • Das Angebot der einzelnen Sorten variiert jedoch je nach Markt.
    Unter dem Begriff Piccolinis bietet die Wagner Tiefkühlprodukte GmbH vorgebackene Mini-Pizzen als Gefrier-Fertiggericht an. Natürlich laut Hersteller alles ohne künstliche Aromen und ohne Geschmacksverstärker. Wirft man einen Blick auf die Zutaten findet man dort neben Weizenmehl, Schältomaten, Edamer und Salami auch Rapsöl, Vollmilchpulver, Hefe, Speisesalz, Zucker sowie Sojalecithine als Emulator, Kräuter und Gewürze sowie Dextrose. Zucker und Dextrose, sprich Traubenzucker, in einer Pizza finde ich dabei etwas ungewöhnlich, in Fertigpizzen ist das aber scheinbar Standard.

    01 - Wagner Piccolinis - Packung front / Boxing front
    Packung – vorne

    02 - Wagner Piccolinis - Packung hinten / Boxing back
    Packung – hinten

    Im Inneren der Papp-Umverpackung finden sich drei durchsichtige Plastikschläuche mit jeweils drei der Piccolini Mini-Pizzen mit einem Füllgewicht von insgesamt 270g. Die einzelne Verpackung ermöglicht es, die insgesamt neun Minipizzen auch in drei kleinen Portionen zuzubereiten, aber wer will das schon ? 😉

    03 - Wagner Piccolinis - Inhalt / Content
    Inhalt der Verpackung

    Die einzelnen Piccolinis bestehen dabei scheinbar aus vorgebackenen Teigschälchen, die man mit Tomatenstücken und der sehr klein gewürfelten Salami gefüllt und dann mit einem körnigen Käse bestreut hatte.

    04 - Wagner Piccolinis - Einzelstück ungebacken / Single piece unbaked
    Piccolini – Einzelstück ungebacken

    Die Zubereitung gestaltet sich wie üblich recht einfach. Während der Backofen auf 200 Grad vorheizt, packt man die Piccolinis aus der Folien-Umverpackung aus und platziert sie auf einem Gitterrost. Im Gegensatz zum Backblech sollten sie hier sowohl von oben als auch von unten angenehm knusprig werden.

    05 - Wagner Piccolinis - Auf Backrost geben / Put on shelf
    Auf Backrost geben

    Ist der Backofen dann vorgeheizt, schiebt man das Gitterrost auf der mittleren Schiene hinein und lässt sie dort über 9 bis 11 Minuten fertig backen.

    06 - Wagner Piccolinis - Backen / Bake
    Backen

    Anschließend brauch man sie nur noch entnehmen

    07 - Wagner Piccolinis - Fertig gebacken / Finished baking
    Fertig gebacken

    und brauch sie nur noch servieren und genießen.

    08 - Wagner Piccolinis - Serviert / Served

    09 - Wagner Piccolinis - Seitenansicht / Side view
    Wagner Piccolinis Salami – serviert

    Die Mini-Pizzen waren angenehm knusprig geworden und auch die Füllung aus fruchtigen Tomaten, Salamistückchen erwies sich als überaus gelungen, auch wenn ich der Meinung dass sie ganz leicht versalzen war, aber hier kann mich der Eindruck auch täuschen. Am Käse, der durch das Backen geschmolzen und leicht gebräunt war, gab es aber wieder nichts auszusetzen. Und auch das Mischverhältnis aus Gemüse, Fleisch und Käse erschien mir sehr ausgewogen, hier hatte man nicht unnötig gespart. Ein Querschnitt durch eine der Piccolinis zeigte mir schließlich auch, dass es sich hier wirklich um kleine Schälchen aus knusprigen Hefeteig, und nicht nur um belegte Teigtaler handelte.

    10 - Wagner Piccolinis - Querschnitt / Cross section

    In der Summe ein einfaches und angenehm schnell zubereitetes Fertiggericht, das kaum Wünsche offen lässt.
    Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte:

    Nährwerte:
      100g 30g
    (1 Stück)
    270g
    (9 Stück)
    Brennwert: 1063 kj
    254 kcal
    319 kj
    76 kcal
    2870 kj
    685 kcal
    Eiweiß: 10,2g 3,7g 27,5g
    Fett:
    davon gesättige Fettsäuren:
    11,2g
    4,3g
    3,37g
    1,3g
    30,2g
    11,6g
    Kohlehydrate:
    davon Zucker:
    27,2g
    3,9g
    8,5g
    1,17g
    73,4g
    10,5g
    Ballaststoffe: 1,6g 0,47g 4,3g
    Natrium: 0,56g 0,19g 1,52g
    Broteinheiten: 2,3g 0,67g 6,1g

    Für ein Pizza-Fertiggericht fand ich 685kcal im ersten Moment absolut akzeptabel. Berechnet man aber den Wert für kcal pro Gramm als Vergleichswert für verschiedene Pizzen die ich hier bereits getestet habe, erkennt man schnell, dass sich auch die Piccolinis was die unteren Oberfeld bewegen:

    Für ein schnelles warmes Abendbrot muss ich aber sagen, dass sich die Wagner Piccolini trotzdem wunderbar eignen. Mir haben sie jedenfalls sehr gut geschmeckt und ich werde mit Sicherheit auch mal die anderen Sorten bei Gelegenheit testen.

    Meine Wertung: 3 Sterne

    Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise – das Rezept

    Auch wenn die Sauce Hollandaise (Holländische Sauce) eigentlich zu den Grundsaucen der französischen Küche gehört, kennt man sie hier in Deutschland doch vor allem zu Spargel und eventuell noch zu Fischgerichten. Auf den Gedanken sie gemeinsam mit Gyros in einem Nudelauflauf zu verwenden war ich bisher nicht gekommen. Daher war ich auch etwas skeptisch, als ich auf dieses Rezept hier stieß, aber meine Neugier und der Drang immer mal etwas neues auszuprobieren bewegte mich schließlich dazu, das Ganze mal auszuprobieren. Und ich war von dem Ergebnis wirklich begeistert, auch wenn es sich hierbei um kein sonderlich leichtes Gericht handelt. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, zumal die Zubereitung erfreulich einfach und schnell zu bewerkstelligen ist. Daher möchte ich natürlich nicht versäumen, das Ganze hier einmal in üblicher Form vorzustellen.

    Was braucht man also für 3-4 Portionen?

    410g fertig mariniertes Gyros vom Schwein
    01 - Zutat Gyrosfleisch / Ingredient gyros meat

    250g Fusilli (Spiralnudeln) – ich wählte dieses Mal eine Vollkorn-Sorte
    02 - Zutat Fusilli / Ingredient fusilli

    2 größere Zwiebeln
    03 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

    1 Zehe Knoblauch
    04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    1 Dose feine Erbsen (400g – 280g Abtropfgewicht)
    05 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

    1 Päckchen Sauce Hollandaise (250g) (wer mag kann sie aber gerne auch selbst machen)
    06 - Zutat Sauce Hollandaise / Ingredient hollandaise sauce

    100 – 120g geriebenen Emmentaler
    07 - Zutat Emmentaler / Ingredient emmentaler cheese

    1-2 EL Olivenöl
    08 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

    Kommen wir nun also zur Zubereitung:

    Fangen wir damit an, einen Topf mit Wasser aufzusetzen und ihn zum kochen zu bringen.
    08 - Wasser aufsetzen / Heat up water

    Während das Wasser aufheizt, wenden wir uns den Zwiebeln zu und schälen sie, um sie dann in Spalten zu schneiden.
    09 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onions in slices

    Außerdem schälen und zerkleinern wir die Knoblauchzehe.
    10 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    Sobald das Wasser kocht, salzen wir es etwas
    11 - Wasser salzen / Add salt to water

    und kochen darin dann unsere Nudeln gemäß Packungsbeschreibung bis sie durch, aber noch bissfest sind.
    12 - Nudeln kochen / Cook noodles

    Parallel erhitzen wir ein bis zwei Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne,
    13 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

    dünsten die zerkleinerte Knoblauchzehe darin an
    14 - Knoblauch andünsten / Braise garlic

    und geben dann das Gyrosfleisch hinzu, das wir scharf von allen Seiten abraten.
    15 - Gyrosfleisch scharf anbraten / Sear gyros

    Ist das Fleisch gut durchgebraten, reduzieren wir die Hitze wieder etwas und geben die Zwiebelspalten hinzu,
    16 - Zwiebeln hinzufügen / Add onions

    die wir für einige Minuten mit anbraten bis sie weich und glasig geworden sind. Anschließend nehmen wir die Pfanne vom Herd.
    18 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

    Inzwischen müssten auch unsere Nudeln gut sein, so dass wir sie in ein Sieb abgießen und dort abtropfen lassen können.
    17 - Nudeln abgießen / Drain noodles

    Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, die Erbsen abtropfen zu lassen.
    19 - Erbsen abtropfen lassen / Drain peas

    Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 210 Grad vorzuheizen.

    In eine passende Auflaufform, die wir übrigens nicht auszufetten brauchen, füllen wir nun die Nudeln ein. Ich nutzte die Gelegenheit, endlich mal meine kürzlich ererbte Jenaer Glasform zu testen.
    20 - Fusilli in Auflaufform geben / Put fusilli to casserole

    Die Nudeln bestreuen wir mit etwas Käse
    21 - Mit etwas Käse bestreuen / Dredge with some cheese

    und verteilen dann gleichmäßig die Erbsen darauf.
    22 - Mit Erbsen bedecken / Cover with peas

    Es folgen nun Fleisch und Zwiebeln
    23 - Gyrosfleisch einlegen / Add gyros

    die wir großzügig mit geriebenem Emmentaler bestreuen
    24 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

    und schließlich gleichmäßig mit der Sauce Hollandaise übergießen.
    25 - Sauce Hollandaise auftragen / Drain sauce hollandaise

    Abschließend können wir noch etwas mehr Käse aufstreuen.
    26 - Mehr Käse aufstreuen / Add some more cheese

    Der Platz in der Jenaer Glasform war recht knapp gewesen, aber letztlich hatte dann glücklicherweise doch alles hineingepasst.
    27 - Seitenansicht / Side view

    Der Backofen müsste inzwischen die gewünschte Betriebstemperatur erreicht haben, so dass wir die Auflaufform auf der mittleren Scheine hinein geben und dort 20 bis 25 Minuten überbacken können. Die oberste Schicht sollte dabei stellenweise eine leichte Bräune erreichen.
    28 - Überbacken / Bake

    Ist der gewünschte Bräunungsgrad erreicht, können wir Auflaufform wieder entnehmen und den Ofen ausschalten.
    29 - Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise  - Fertig-gebacken / Gyros pasta bake with sauce hollandaise - Finished baking

    Wie man sehen kann, hat sich während das Backprozesses die Sauce Hollandaise schön zwischen den anderen Zutaten verteilt. Außerdem war etwas von der Marinade des Gyros ebenfalls nach unten gelaufen und hatte die Nudeln etwas mit gewürzt.
    30 - Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise  - Fertig gebacken - Seitenansicht / Gyros pasta bake with sauce hollandaise - Finished baking - Side view

    Nun brauchen wir das Gericht nur noch servieren und genießen.
    31 - Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise / Gyros pasta bake with sauce hollandaise - Serviert

    Und ich muss zugeben, dass ich von dem Ergebnis wirklich begeistert war. Entgegen meiner Befürchtung harmonierten die Sauce Hollandaise und das marinierte Gyros geschmacklich wunderbar miteinander und gaben dem Gericht genügend Würze und Aroma, dass man auf jegliche andere Würz-Zutaten gänzlich verzichten konnte. Die Erbsen als Gemüsekomponente, die im ursprünglichen Rezept übrigens nicht enthalten gewesen waren, sondern die ich auf einiges Gutdünken addiert hatte, rundeten die Mahlzeit schließlich sehr gelungen ab. Hier wären aber auch andere Gemüsesorten wie vorgekochter Spinat oder vielleicht Erbsen und Möhren denkbar.

    32 - Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise / Gyros pasta bake with sauce hollandaise - CloseUp

    Werfen wir abschließend wie gewohnt einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Ich komme in meiner Kalkulation auf 2600kcal für die gesamte Zubereitung, bei vier Portionen wären das 650kcal pro Portion, bei drei (zugegebenermaßen recht großen) Portionen sogar 867kcal. Aber ich hatte ja einleitend schon erwähnt, dass es sich hier um kein sonderlich leichtes Gericht handelt. Hier kann man aber durch den Einsatz einer leichten Sauce Hollandaise und Putengyros nach meiner Berechnung auf das gesamte Gericht gesehen gut 500kcal einsparen. Aber darum ging es mir heute nicht, einmal in der Woche kann man auch mal über die Stränge schlagen. Mir jedenfalls hat die Zubereitung so wie sie war wunderbar geschmeckt und ich kann das Gericht trotz der recht hohen Nährwerte vorbehaltlos weiter empfehlen.

    In diesem Sinne: Guten Appetit

    Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln – das Rezept

    Bei meiner ewig währenden Suche nach neuen interessanten Rezepten stieß ich vor kurzem auf diesen Rosenkohl-Quiche, der sich vor allem dadurch abhob dass er mit karamellisierten roten Zwiebeln in eingekochtem Sherry zubereitet wurde. Das klang überaus lecker, zumal ich schon länger nichts mehr mit Rosenkohl zubereitet hatte – daher machte ich mich heute nun daran, das Rezept einmal auszuprobieren. Anstatt wie üblich bei meinen Quiches fertigen Blätterteig zu verwenden, entschied ich mich dieses Mal für einen Mürbeteig. Leider stehe ich mit Teigen ja manchmal etwas auf Kriegsfuß, aber heute gelang dieser mir wirklich wunderbar. Insgesamt kam so ein sehr leckeres Gericht heraus, welches ich nun in gewohnter Weise hier einmal kurz vorstellen möchte.

    Was brauchen wir also für einen Quiche (ca. 4-5 Portionen)?

    Für den Teig

    150g Weizenmehl (Typ 405)
    01 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    75g kalte Butter
    02 - Zutat Butter / Ingredient butter

    1 Hühnerei
    03 - Zutat Hühnerei / Ingredient egg

    1 TL Salz
    04 - Zutat Salz / Ingredient salt

    Für die Füllung

    700g Rosenkohl (ich entschied mich für TK-Ware)
    05 - Zutat Rosenkohl / Ingredient brussels sprouts

    5 kleine rote Zwiebeln
    07 - Zutat rote Zwiebeln / Ingredient red onions

    1 TL Zucker
    08 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

    10 EL trockener Sherry
    09 - Zutat trockener Sherry / Ingredient dry sherry

    150g magerer geräucherter Speck (optional – lässt man ihn weg hat man ein vegetarisches Gericht)
    10 - Zutat Speck / Ingredient bacon

    1-2 EL Olivenöl
    11 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

    sowie Salz und Pfeffer zum würzen

    Für den Guß

    4 Hühnereier
    06 - Zutat Hühnerei / Ingredient eggs

    125ml Sahne
    11 - Zutat Sahne / Ingredient cream

    125g Creme fraiche mit Kräutern
    12 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

    sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

    Beginnen wir nun damit, erst einmal den Teig zuzubereiten. Dazu geben wir Mehl, Butter, Salz und Ei in eine Schüssel
    13 - Zutaten in Schüssel geben / Put ingredients to bowl

    und verkneten alles zu einem homogenen Teig. Das braucht etwas Geduld beim Kneten, denn zu Beginn krümeln Butter und Mehl eher als dass sie einen wirklichen Teig bilden. Erst nach einigem Kneten, wenn die Butter sich komplett mit dem Mehl vereint hat, erhält man etwas, das man wirklich als Teig bezeichnen kann.
    14 - Zu Teig verarbeiten / Make dough

    Den so entstandenen Teig wickeln wir nun in etwas Frischhaltefolie und legen ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.
    15 - Teig in Folie einwickeln und kühl stellen / Put dough in foil and into the fridge

    Dann beginnen wir einen Topf Wasser zum kochen zu bringen
    16 - Wasser erhitzen / Heat up water

    und nutzen die Zeit bis das Wasser heiß ist dazu, unsere roten Zwiebeln zu schälen und in Spalten zu schneiden – also die Zwiebel so lange immer wieder zu halbieren bis wir schmale Streifen erhalten.
    17 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onions in slices

    Kocht das Wasser dann, salzen wir es mit zwei Teelöffeln Salz
    18 - Wasser salzen / Add salt to water

    und geben dann den Rosenkohl hinein, um ihn über ca 10 Minuten bissfest zu blanchieren.
    19 - Rosenkohl blanchieren / Parboil sprouts

    Anschließend gießen wir ihn in ein Sieb ab und lassen ihn abtropfen.
    20 - Rosenkohl abgießen / Drain brussels sprouts

    In einer Pfanne erhitzen wir nun zwei Esslöffel Olivenöl
    21 - Öl erhitzen / Heat up oil

    und dünsten unsere in Spalten geschnittenen roten Zwiebeln darin an
    22 - Zwiebeln andünsten / Roast onions gently

    wobei wir den Teelöffel Zucker einstreuen und die Zwiebel langsam daran karamellisieren lassen.
    23 - Zucker karamellisieren lassen / Caramelize sugar

    Dann beginnen wir, nach und nach die zehn Esslöffel Sherry zu den Zwiebeln zu geben und ihn dabei immer wieder komplett einkochen zu lassen – das gibt ihnen einen unvergleichlich schmackhafte Note und macht sie angenehm zart.
    24 - Sherry einkochen lassen / Reduce sherry

    Abschließend würzen wir dann noch alles mit etwas Salz und Pfeffer.
    25 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

    Nachdem wir die Zwiebeln dann entnommen haben, geben wir – eventuell mit etwas zusätzlichem Olivenöl – den Speck in die Pfanne und braten ihn rundherum an. Ist er gut durchgebraten, entnehmen wir ihn und legen ihn bei Seite.
    26 - Speck auslassen / Fry bacon

    Nun wenden wir uns dem Guss zu. Dazu geben wir die vier Eier zu der Sahne,
    30 - Eier hinzufügen / Add eggs

    geben die Creme fraiche hinzu
    31 - Creme fraiche addieren / Add creme fraiche

    und verrühren alles sehr gründlich
    32 - Gut verrühren / Mix well

    wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.
    33 - Würzen / Taste

    Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, unseren Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

    Als nächstes können wir dann den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ihn auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Am Anfang erwies es sich dabei als etwas brüchig, aber auch hier half etwas Beharrlichkeit, ihn schließlich in die gewünschte Form zu bringen.
    27 - Teig ausrollen / Roll out dough

    Nachdem wir dann unsere Quiche-Form ausgefettet und mit etwas Mehl ausgestreut haben
    28 - Form ausfetten & mit Mehl bestäuben / Grease casserole & dredge with flour

    passen wir den Mürbeteig ein und entfernen die Ränder mit einem scharfen Messer.
    29 - Teig einpassen / Adjust dough

    Darauf verteilen wir dann den angebratenen Speck gleichmäßig
    34 - Speck verteilen / Spread bacon

    und geben dann zwei Drittel der karamellisierten Sherry-Zwiebeln darauf
    35 - Zwiebeln einlegen / Add onions

    die wir dann mit dem blanchierten Rosenkohl bedecken
    36 - Rosenkohl verteilen / Add brussels sprouts

    und die restlichen Zwiebeln darauf verteilen
    37 - Rest Zwiebeln hinzufügen / Add remaining onions

    um alles abschließend mit unserem Guss aus Sahne, Creme fraiche und Eiern gleichmäßig zu übergießen.
    38 - Guß aufgießen / Drain filling

    Die Menge reichte, zumindest bei meiner Quiche-Form, ganz genau, um die Zwischenräume perfekt aufzufüllen. Jetzt sollten wir nun beim tragen zum Backofen natürlich vorsichtig sein damit nichts überschwappt. 😉
    39 - Fertig zum backen / Ready to bake

    Ist der Ofen dann vorgeheizt, schieben wir unseren Quiche auch der mittleren Schiene hinein und lassen ihn für mindestens 40 Minuten backen.
    40 - Backen / Bake

    Danach entnehmen wir ihn und lassen ihn für weitere fünf Minuten ruhen, damit sich die durch die Hitze des Backens leicht aufgeblähte Füllung etwas setzen kann – das erleichtert das zerteilen etwas.
    41 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - Fertig gebacken

    Danach können wir ihn aber sofort servieren und genießen.
    42 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - Serviert

    Neben dem angenehm bissfesten Rosenkohl, den übrigens zu einem meiner Lieblingsgemüse zählt, waren eindeutig die karamellisierten und in Sherry gebratenen roten Zwiebeln eines der Highlights des Gerichtes. Sie waren unglaublich zart und aromatisch geworden und harmonisierten mit ihrem Geschmack wunderbar mit dem leicht herben Rosenkohl. Dazu noch der angebratene Speck und die angenehm würzige Füllung aus Ei, Sahne und Creme fraiche mit Kräutern ergab sich ein wahrer Genuss. Der dünne Mürbeteig tat sein übriges und rundete das Gericht sozusagen ab – obwohl ich mir einen solchen Quiche durchaus auch mit Blätterteig vorstellen könnte. Eventuell mische ich aber das nächste Mal Rosenkohl, Zwiebeln und Speck, anstatt sie zu schichten.

    43 - Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln / Brussels sprouts quiche with caramelized red onions - CloseUp

    Werfen wir wie üblich abschließend einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Meiner Kalkulation nach liegt der Inhalt der Quiche-Form bei ca. 2800kcal. Das entspricht bei vier Portionen 700kcal pro Portion, bei fünf Portionen immer noch 560kcal. Für ein Hauptgericht gerade noch akzeptabel, aber leicht verbesserungswürdig. Dabei nimmt alleine der Mürbeteig mit seinen 75g Butter 1130kcal ein – hier hätte Blätterteig mit knapp 900kcal schon mal etwa 230kcal eingespart. Rosenkohl und Zwiebeln sind auf die Gesamtmasse gesehen zu vernachlässigen, allerdings könnte man auch den Speck mit seinen 250kcal hier noch weglassen, zumal er geschmacklich keine so große Rolle spielt wie ich fand. Und durch das Ersetzen von Creme fraiche durch Creme legere könnte man noch einmal 140kcal reduzieren. Mit diesen Maßnahmen (Blätterteig, kein Speck und Creme legre) kämen wir auf 2180kcal, das wären bei 4 Portionen 545kcal und bei fünf Portionen sogar nur 436kcal. Das aber als kleines Gedankenspiel nur am Rande erwähnt, da ich nicht garantieren kann dass das Ergebnis geschmacklich dem hier gezeigten Rezept noch entspricht.
    Also hoffe ich auch heute, mit meinem kleinen Kochexperiment dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung gegeben zu haben und wünsche wie immer:

    Guten Appetit