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Gefüllte Paprika mit Tomaten-Lauch-Möhren-Sauce – das Rezept

Saturday, October 1st, 2011
Gefüllte Paprika mit Tomaten-Möhrensauce & Reis / Stuffed Paprika with tomato sauce & rice

Heute habe ich mich mal an einer mit Hackfleisch und Reis gefüllter Paprika versucht und diese mit einer Sauce aus stückigen Tomaten, Basilikum, Möhren und etwas Knollensellerie ergänzt. Leider war ich mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden, denn die Paprika die ca. 30 Minuten in ihrem Tomatensud Backofen war erwies sich für meinen Geschmack noch als etwas zu bissfest. Ich denke hier ist die Variante des Kochens im Topf doch die bessere Variante. Das Gericht war zwar absolut essbar und relativ ok, aber eben nicht perfekt. Daher auch nur das Ergebnis, sobald ich das Rezept zu meiner Zufriedenheit hinbekommen habe werde ich natürlich auch die übliche bebilderte Anleitung dazu anfertigen. 😉

Nachtrag:
Aufgrund des in den Kommentaren geäußerten Wunsches schiebe ich nun doch noch das Rezept nach 🙂

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

3 Paprika – Farbe nach Wahl
01 - Zutat Paprika

300-350g gemischtes Gehacktes
02 - Zutat Gehacktes

1 Dose Stückige Tomaten mit Basilikum (400g)
03 - Zutat Tomaten mit Basilikum

100g Knollensellerie
04 - Zutat Knollensellerie

1 Stange Lauch
05 - Zutat Lauch

2 Möhren
06 - Zutat Möhren

1 Zwiebel
07 - Zutat Zwiebel

50-60g Langkornreis
08 - Zutat Langkornreis

sowie Salz, Pfeffer, Paprikapulver und gerebelten Majoran zum würzen und etwas Olivenöl zum braten.

Zuerst bereiten wir nun wie immer alle Zutaten vor. Den Reis kochen wir dazu erst einmal nach Packungsanleitung.
17 - Reis kochen

Während der Reis kocht schälen wir die Zwiebel und würfeln sie fein,
09 - Zwiebel würfeln

waschen die Lauchstange und schneiden sie in Ringe welche wir noch ggf. einmal halbieren,
10 - Lauch schneiden

schälen die Knollensellerie
11 - Knollensellerie schälen

und zerkleinern sie in der Küchenmaschine.
12 - Knollensellerie zerkleinern

Beide Möhren schälen wir nun und zerschneiden die eine in feine Scheibchen
13 - Möhren schälen und schneiden

während wir die Zweite ebenfalls in der Küchenmaschine häckseln.
14 - Andere Möhre häckseln

Von den Paprika schneiden wir vorsichtig das obere Stück ab so dass ein Deckel entsteht (den wir aufheben)
15 - Paprika entdeckeln

und entgraten und entkernen sie anschließend. Es sollten keine der Kerne oder irgend etwas der hellen Innenwände zurückbleiben.
16 - Paprika entgraten

Ist der Reis fertig gekocht, lassen wir ihn abtropfen und stellen ihn bei Seite.
21 - Reis abtropfen lassen

Anschließend dünsten wir die Zwiebeln in einem Topf mit etwas Olivenöl glasig an
18 - Zwiebeln anschwitzen

und geben dann die Möhren hinzu die wir einigen Minuten anrösten
19 - Möhren mit anbraten

bevor wir auch das Lauch hinzu geben und es ebenfalls einige Minuten mit dünsten lassen.
20 - Lauch andünsten

Dann gießen wir alles mit den stückigen Tomaten auf
22 - Mit Tomaten aufgießen

und schmecken das so entstandene Sugo mit Salz, Pfeffer und Majoran ab, lassen es kurz aufkochen und dann auf niedriger Stufe bei regelmässigen umrühren vor sich hin köcheln.
23 - Würzen

In einer Pfanne rösten wir nun die gehäckselten Möhren und Knollensellerie einige Minuten mit etwas Olivenöl an
24 - Möhre und Knollensellerie anbraten

und stellen es dann bei Seite
25 - Beiseite stellen

um nun das Gehackte krümelig anzubraten und dabei mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver zu würzen.
26 - Hackfleisch anbraten und würzen

Ist das Gehackte rundherum angebraten, geben wir auch die Möhren und Knollensellerie wieder hinzu
27 - Gemüse hinzu

und rühren es gut unter.
28 - Gut unterrühren

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 175Grad vorzuheizen.

Nach einigen Minuten stellen wir schließlich die Platte aus und heben noch die 50-60g Reis unter.
29 - Reis hinein

Mit dieser Masse befüllen wir schließlich die ausgehölten Paprika.
30 - Paprika befüllen

Jetzt geben wir die Tomaten-Lauch-Möhren-Sauce in eine feuerfeste Form
31 - Sugo in Schale geben

und drücken die gefüllten Paprika hinein.
32 - Paprika dazu geben

Ist der Backofen aufgeheizt, schieben wir unsere Paprika auf der zweituntersten Schiene hinein und lassen sie für 30-35 Minuten vor sich hin backen.
33 - Im Ofen überbacken

Anschließend nehmen wir sie heraus
34 - Gefüllte Paprika / Stuffed Paprika - Fertig gebacken

und können das Gericht sogleich servieren. Ich nahm mir den restlichen Reis dazu, den ich warm gestellt hatte.
35 - Gefüllte Paprika / Stuffed Paprika - Fertiges-Gericht

War geschmacklich wie oben bereits erwähnt absolut in Ordnung und die fruchtige Sauce aus Tomaten, Basilikum, Lauch und Möhren passte wunderbar dazu. Nur waren die Paprika eben noch etwas bissfest – und ich kann mir auch denken warum: Ich hätte hier etwas mehr Flüssigkeit verwenden und die ggf. sogar anstatt im Backofen in einem großen Topf kochen müssen und weiche gefüllte Paprika zu erhalten. Natürlich hatte ich im Vorfeld einige Rezepte gelesen und dabei auch die Variante im Topf entdeckt, jedoch hatte ich mich letztlich doch für eine andere Form der Zubereitung entschieden.

38 - Gefüllte Paprika / Stuffed Paprika - CloseUp

Natürlich gibt es auch Leute die eine bissfestere Paprika bevorzugen, daher hat dieses Rezept durchaus seine Daseinsberechtigung – ich persönlich mag meine gefüllten Paprika aber lieber schön weich gekocht. Dazu werde ich wohl beim nächsten Mal auf einen mit Flüssigkeit gefüllten Topf zurückgreifen müssen. Dennoch eine schmackhafte und empfehlenswerte Variante, die ich hiermit mal kurz vorgestellt habe.

Guten Appetit

Pikanter Kartoffelkuchen – das Rezept

Saturday, August 6th, 2011

Rezepte für Kartoffelkuchen gibt es viele. Bei meiner Suche habe ich nordhessischen, thüringischen, sächsischen, rheinischen, schwäbischen und badischen Kartoffelkuchen gefunden, die einen mit zusätzlichem Teig und Hefe, andere wiederum mit Saurer Sahne oder Schmand. Aus allen Rezepten habe ich mir dann wie üblich etwas eigenes zusammengebaut. Dabei ist dieser Pikante Kartoffelkuchen herausgekommen, den ich noch mit etwas Gemüse sowie Schafskäse aufgewertet habe. Uns das Ergebnis konnte sich sowohl sehen als auch schmecken lassen. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Rezept:

Für 3-4 Portionen benötigen wir:
800g Kartoffeln (ich wählte eine festkochende Sorte)
01 - Zutat Kartoffeln

2 kleine Paprika (Farbe nach Wahl, ich entschied mich für je eine rote und eine grüne)
02 - Zutat Paprika

1 kleine Zucchini
03 - Zutat Zucchini

1 mittlere Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel

125-150g gewürfelten Speck
05 - Zutat Speck

2 Hühnereier
06 - Zutat Eier

180-200g Schafskäse
07 - Zutat Schafskäse

3 TL Italienische Kräuter (wobei hier auch andere Würzkombinationen denkbar wären)
08 - Zutat Italienische Kräuter

3 EL Mehl Typ 405
09 - Zutat Mehl

ca. 75g Käse zum bestreuen – ich wählte Gouda
10 - Zutat Gouda

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen und etwas Fett für die Form

Zuerst bereiten wir wie immer alle Zutaten erst einmal vor. Dazu schälen und hacken wir die Zwiebel,
11 - Zwiebel würfeln

waschen und schneiden die Paprika in kleine Streifen oder Rechtecke
12 - Paprika schneiden

und waschen und würfeln die Paprika.
13 - Zucchini würfeln

Dann wenden wir uns die Kartoffeln zu, die wir zuerst schälen
14 - Kartoffeln schälen

und dann unter fließendem Wasser kurz abspülen bevor wir sie mit der Küchenreibe grob raspeln.
15 - Kartoffeln reiben

Jetzt vermengen wir alles mit den gehackten Zwiebeln und dem Mehl.
16 - Mit Zwiebeln und Mehl mischen

Die geriebene und vermengte Kartoffelmasse geben wir dann in ein Sieb und lassen sie einige Minuten abtropfen. Die Kartoffelstärke die sich im Gefäß sammelt können wir später weg schütten.
17 - Abtropfen lassen

Nun heben wir den gewürfelten Speck unter,
18 - Speck unterheben

schlagen die Eier auf und vermengen sie
19 - Mit Eiern vermengen

und mischen dann auch die Zucchiniwürfel in die Masse.
20 - Zucchiniwürfel dazu geben

Nun würzen wir alles noch kräftig mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Kräutern. Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 185 Grad (Ober-/Unterhitze) vorzuheizen.
21 - Würzen

Sollte sich wieder zu viel Flüssigkeit gesammelt haben, geben wir alles noch einmal kurz in das Sieb und drücken die Flüssigkeit ein wenig heraus.
22 - Ausdrücken

Dann fetten wir eine flache Auflauf- oder Quiche-Form aus
23 - Form ausfetten

und geben die Kartoffel-Gemüse-Speckmasse hinein, die die gleichmässig verteilen und glatt streichen. Darüber geben wir die Paprikastücke und bebröseln diese dann mit dem Schafskäse.
24 - Kartoffelmasse rein und belegen

Zum Schluß bestreue wir alles noch großzügig mit Käse. Ich hatte Gouda gewählt, weil ich davon noch am meisten im Kühlschrank hatte, hier wäre aber auch ein würzigere Käse wie Edamer denkbar.
25 - Mit Käse bestreuen

Ist der Backofen aufgeheizt geben wir unsere gefüllte Form auf der mittleren Schiene hinein und lassen sie dort für 50 bis 60 Minuten überbacken.
26 - Backen

Sind die beiden Käsesorten verlaufen und geschmolzen entnehmen wir schließlich unsere Form dem Ofen
27 - Pikanter Kartoffelkuchen / Zesty potato cake - Fertiges-Gericht

und können das Gericht sofort und am besten noch heiß servieren.
28 - Pikanter Kartoffelkuchen / Zesty potato cake - Serviert

Ich hatte ja befürchtet dass er eventuell etwas zu trocken werden würde da ich ja ziemlich viel Flüssigkeit aus den Kartoffeln hatte abtropfen lassen, doch das stellte sich glücklicherweise als vollkommen unbegründet heraus. Die nun gebackene Kartoffelmasse mit ihrer pikanten Würze aus Kräutern, Muskatnuss, Salz und Pfeffer war auch nach Fertigstellung noch angenehm saftig. Und auch die Schicht aus Paprika und Schafskäse, die mit einer dünnen, knusprigen Schicht geschmolzenen Goudas bedeckt war erwies sich als sehr gelungen. Ein sehr leckeres und ohne allzu großen Aufwand zu fertigendes Mittagsgericht.

29 - Pikanter Kartoffelkuchen / Zesty potato cake - CloseUp

Wie bereits erwähnt ist dem Zubereitenden die Wahl der Kräuter natürlich freigestellt. Denkbar wären hier auch Kräuter der Provence oder eine Kreation aus dem eigenen Kräutergarten z.B. aus Basilikum, Majoran und Oregano. Man sollte hier aber keinesfalls zu zimperlich würzen, denn der Erfolg dieses Gerichtes steht und fällt meiner Meinung nach mit der Würze der Kartoffelmasse. Wer es lieber vegetarisch mag, kann natürlich auch die Speckwürfel weglassen. Es bestehen hier also viele Variationsmöglichkeiten – der Fantasie des Kochs sind kaum Grenzen gesetzt. Aber auch die Zubereitung genau nach diesem Rezept wird wohl eindeutig die meisten Geschmäcker treffen. Ich jedenfalls war sehr zufrieden mit meiner heutigen Kreation.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Kartoffel-Wirsing-Gratin – das Rezept

Sunday, July 24th, 2011

Von gestern hatte ich noch einen halben Kopf Wirsing übrig, den ich ja nicht wegwerfen wollte. Also entschied ich mich heute dazu, diese Reste zu verarbeiten und bei der Suche nach einem passenden Rezept fand ich dieses Kartoffel-Wirsing-Gratin, das mir recht lecker erschien. Und das Ergebnis erwies sich als wirklich sehr lecker, so dass ich es nicht versäumen möchte das Rezept hier zu dokumentieren.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

1/2 Kopf Wirsing
01 - Zutat Wirsing

200g Leberkäse
02 - Zutat Fleischkäse

400g Kartoffeln (festkochend)
03 - Zutat Kartoffeln

1 kleine Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel

2 EL Butter
04 - Zutat Butter

200ml Milch
05 - Zutat Milch

1TL Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe

3/4EL Senf
07 - Zutat Senf

außerdem Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Majoran zum Würzen
sowie 100ml Wasser

Kommen wir nun zur Zubereitung:
Zuerst schneiden wir die Zwiebel,
08 - Zwiebel schneiden

würfeln den Fleischkäse
09 - Leberkäse würfeln

und schneiden den Wirsing in kleine Streifen.
10 - Wirsing schneiden

Dann zerlassen wir etwa die Hälfte der Butter in einem großen Topf
11 - Butter zerlassen

und dünsten die Zwiebeln darin glasig an
12 - Zwiebeln andünsten

um dann auch den gewürfelten Leberkäse kurz darin anzubraten.
13 - Leberkäse mit anbraten

Jetzt entnehmen wir Zwiebeln und Leberkäse und geben den Wirsing in den Topf, um ihn dort im verbleibenden Öl einige Minuten von allen Seiten anzubraten.
14 - Wirsing anbraten

Anschließend gießen wir den Topfeinhalt mit der Milch
15 - Milch aufgießen

und etwas Wasser auf und lassen kurz aufkochen und für mindestens acht bis zehn Minuten auf mittlerer Stufe köcheln.
16 - Wasser ergänzen

Während es aufkocht rühren wir noch die Instant-Gemüsebrühe
17 - Gemüsebrühe einrühren

und den Senf unter.
18 - Senf addieren

Während unser Wirsing weichkocht, wenden wir uns den Kartoffeln zu die wir schälen und in dünne Scheiben schneiden.
19 - Kartoffeln schneiden

Ist der Wirsing einigermaßen zusammengefallen, geben wir Leberkäse und Zwiebeln wieder mit in den Topf
20 - Fleischkäse und Zwiebeln wieder rein

und würzen alles kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Das ganze lassen wir noch für weitere 5 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln.
21 - Würzen

Jetzt heizen wir den Backofen auf 200Grad vor, dann fetten wir eine Auflaufform aus und geben das Wirsing-Fleischkäse-Gemisch hinein, lassen jedoch die Flüssigkeit falls noch vorhanden im Topf.
22 - Mischung in Auflaufform geben

Die Masse belegen wir dann Dachziegelartig mit den Kartoffelscheiben,
23 - Kartoffelscheiben auflegen

schmelzen den Rest der Butter und bepinseln die Kartoffelscheiben damit.
24 - Mit Butter bestreichen

Abschließend würzen wir alles noch einmal kräftig mit Salz, Pfeffer und Majoran.
25 - Mit Salz, Pfeffer und Majoran bestreuen

Ist der Backofen aufgeheizt, geben wir die Auflaufform auf die mittlere Stufe hinein und überbacken alles für 40 bis 50 Minuten.
26 - Überbacken

Sind die Kartoffelscheiben schön knusprig und fangen an etwas braun zu werden, ist es an der Zeit die Auflaufform zu entnehmen und den Backofen abzuschalten.
27 - Kartoffel-Wirsing-Gratin - Fertig gebacken

Jetzt brauchen wir das Gericht nur noch servieren und können es genießen.
28 - Kartoffel-Wirsing-Gratin - serviert

Ich muss zugeben dass ich zeitweise am gelingen des Gerichtes gezweifelt hatte, gerade weil ich noch nie zuvor ein Gratin hergestellt hatte. Doch nach dem ersten Bissen verflogen meine Bedenken sofort. Das Ergebnis war ein angenehm würziges Gericht mit knusprig gebackenen Kartoffeln, denen die aufgetragenen Gewürze, insbesondere der Majoran, das gewisse etwas gaben. Sehr lecker muss ich sagen.

29 - Kartoffel-Wirsing-Gratin - CloseUp

Beim bestreichen der Kartoffelscheiben mit Butter muss man sehr sorgfältig vorgehen. Ich hatte am Rand ein Stück einer Kartoffelscheibe vergessen und merkte es beim essen sofort, denn diese Stelle war nicht knusprig, sondern einfach nur steinhart. Aber davon abgesehen gibt es eigentlich keine signifikanten Verbesserungsvorschläge mehr zu diesem Rezept: Es war einfach, würzig und lecker. Einzig die große Menge an verwendeter Butter reißt natürlich die Kalorienbilanz etwas ins negative – aber an einem Sonntag drücke ich da gerne mal ein Auge zu. 😉

Guten Appetit

Rösti-Leberkäse mit Frühlingszwiebeln – das Rezept

Saturday, June 25th, 2011

Für den heutigen Samstag hatte ich mir ein Rezept heraus gesucht das einfach und lecker erschien. Die ursprüngliche Zubereitung kam dabei ohne Gemüse aus, da ich aber nicht ganz darauf verzichten wollte entschied ich mich dazu das ganze mit etwas Frühlingszwiebeln aufzuwerten. Und das Ergebnis war wirklich sehr lecker und vor allem angenehm schnell zubereitet.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

2 Scheiben Leberkäse
01 - Zutat Leberkäse

6 Röstis (TK-Ware – wer mag kann sie natürlich auch frisch machen)
02 - Zutat Röstis

1 Becher Creme legere (150g) Alternativ gehen auch Creme fraiche oder Schmand
03 - Zutat Creme legere

2-3 Frühlingszwiebeln
04 - Zutat Frühlingszwiebeln

80g Edamer
05 - Zutat Edamer

außerdem benötigen wir Salz und Pfeffer zum würzen sowie etwas Öl oder Butter zum andünsten der Frühlingszwiebeln.

Zuerst waschen wir die Frühlingszwiebeln und schneiden sie in Ringe,
06 - Frühlingszwiebeln schneiden

dann dünsten wir sie mit etwas Butter in einer Pfanne an.
07 - andünsten

Sobald die Röstis einigermaßen aufgetaut sind, zerbröseln wir sie in ein passendes Behältnis,
08 - Röstis zerbröseln

geben die Creme legere sowie den Edamer hinzu
09 - Mit Creme legere und Edamer vermengen

und vermengen alles kräftig.
10 - verrühren

Dann rühren wir noch die gedünsteten Frühlingszwiebeln unter
11 - Frühlingszwiebeln addieren

und würzen alles kräftig mit Salz und Pfeffer.
12 - Mit Pfeffer und Salz würzen

Unseren Backofen heizen wir außerdem auf 200 Grad vor.

In eine ausgefettete Auflaufform legen wir dann den Leberkäse aus
13 - Leberkäse in Form legen

und bedecken die Leberkäs-Scheiben mit der Masse aus Röstis, Creme legere und Frühlingszwiebeln. Ich hatte ja befürchtet dass es etwas zu viel Masse war, doch glücklicherweise reicht die Menge perfekt für die kleine Auflaufform.
14 - Mit Röstimasse bedecken

Ist der Backofen aufgeheizt geben wir die bestückte Auflaufform in die Röhre und überbacken alles dort alles für ca. 30 – 35 Minuten. Wichtig ist dass die Röstimasse eine angenehm braune Färbung bekommt.
15 - im Ofen backen

Schließlich entnehmen wir die Form aus der Röhre
16 - fertig gebacken

und servieren es.
17 - serviert

Sehr sehr lecker muss ich sagen. Der Leberkäse war gut durchgebacken und die Röstimasse mit ihrer Würzung und dem angenehmen Geschmack der Frühlingszwiebeln ergaben ein zwar nicht sonderlich komplexes, dafür aber umso schmackhafteres Gericht. Natürlich hätte man auch noch mit weiteren Gemüsesorten experimentieren können, aber ich war nicht sicher welche Gemüsesorten noch gut mit Leberkäse harmonieren, also wollte ich – gerade da ich das Gericht das erste Mal zubereitete – nicht zu experimentierfreudig vorgehen. Denkbar wären noch blanchierte Möhrenstücke, Zucchini oder Tomaten gewesen. Auch wäre als Modifikation noch die Verwendung von Creme fraiche mit Kräutern denkbar. Das nächste Mal dann weitere Versuche – für heute war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

18 - CloseUp

Über die Kalorien möchte ich natürlich lieber nicht nachdenken, aber hin und wieder geht das schon einmal. Mir hat es sehr gut geschmeckt und habe mir den Rest noch am selben Abend in der Mikrowelle aufgewärmt und kann dieses Gericht somit bereits jetzt vorbehaltlos zum Aufwärmen freigeben. Ein bis zwei Tage sollte es sich aber auch problemlos abgekühlt im Kühlschrank halten – da bin ich mir sicher.

Also: Guten Appetit

Blätterteigpizza mit Rosenkohl & Pinienkernen – das Rezept

Saturday, May 21st, 2011

Am Samstag wollte ich endlich einmal testen, inwieweit sich Blätterteig auch zum Pizza machen eignet. Das ganze kombinierte ich mit einem Rezept dass ich vor kurzem eigentlich für regulären Pizzateig entdeckt hatte: Pizza mit Rosenkohl und Pinienkernen. Da ich jedoch nicht sicher war ob es geschmacklich gelingen würde, verwendete ich die andere Hälfte des Blätterteiges für einen regulären Pizzabelag – das aber nur am Rande erwähnt. Inzwischen weiß ich ja dass es gelungen ist und möchte das Rezept daher hier gerne kurz vorstellen.

Was brauchen wir also?

1 Päckchen Blätterteig
01 - Zutat Blätterteig

Für die Pizzaiola (Pizzasauce)
1 Dose (400g) Pizzatomaten oder stückige Tomaten. Ich war mit dem Pizzatomaten die ich verwendet hatte etwas unzufrieden, da sich Strünke darin befanden, in Zukunft werde ich wohl eher wieder normale Stückige verwenden)
06 - Zutat Pizzatomaten

1 kleine Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel

1-2 Zehen Knoblauch (je nach Geschmack)
05 - Zutat Knoblauch

Zwei Stile frischen Majoran
03 - Zutat Majoran

5-6 Blätter frisches Basilikum
02 - Zutat Basilikum

sowie etwas Olivenöl zum anschwitzen und Salz und Pfeffer – bevorzugt frisch gemahlen – zum Würzen

Für den Belag

120g Rosenkohl – da ich keinen frischen bekommen habe griff ich hier auf TK-Ware zurück
01 - Zutat Rosenkohl

1 Kugel Mozzarella – ich wählte hier die fettreduzierte Variante
07 - Zutat Mozzarella

1/2 Hand voll Pinienkerne (die ich übrigens unverhältnismäßig teuer finde)
08 - Zutat Pinienkerne

sowie auch hier Salz und Pfeffer zum würzen

Für die zweite Hälfte verwendete ich etwas Gouda als Käse-Unterlage, darauf kam etwas Putensalami und schließlich die Reste der Mozzarella.

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Den Rosenkohl blanchieren wir für einige Minuten in kochendem Salzwasser und stellen ihn dann zum Abtropfen und abkühlen bei Seite. Da ich hier TK-Ware verwendet hatte, hatte ich die Röschen vorher in der Mikrowelle auf der Auftaustufe einige Minuten vorbehandelt.
09 - Blumenkohl blanchieren

Die Zwiebel schälen und hacken wir fein, dann schwitzen wir sie mit etwas Olivenöl in einem Topf glasig an. Erst dann geben wir die gepresste Knoblauchzehe hinzu und lassen sie ebenfalls kurz mit anschwitzen.
10 - Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen

Ist alles gut angeschwitzt, geben wir schließlich die Tomaten hinzu
11 - Pizzatomaten zugeben

und würzen alles mit Salz und Pfeffer.
12 - Mit Pfeffer und Salz würzen

Majoran und Basilikum hacken wir nun fein
13 - Kräuter hacken

und geben sie ebenfalls in den Topf. Anschließend lassen wir alles auf mittlerer Stufe etwas reduzieren und stellen es schließlich bei Seite damit es etwas Temperatur verliert so dass wir es mit dem Teig verarbeiten können.
14 - In Sauce geben

Den Rosenkohl halbieren wir jeweils
15 - Blumenkohl halbieren

und schneiden den Mozzarella in einigermaßen dünne Scheiben.
16 - Mozzarella schneiden

Ist unsere Sauce etwas abgekühlt, können wir den Backofen auf 200 Grad vorheizen und dann den Blätterteig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben
17- Blätterteig auf Blech geben

und ihn mit unserer Pizzaiola bestreichen.
18 - Mit Pizzaiola bestreichen

Im Anschluß können wir alles nach belieben belegen. Für die Rosenkohl-Pinienkern-Pizza belegte ich zuerst die Pizzaiola mit den halbierten Rosenkohl-Röschen, gab etwas Salz und Pfeffer darüber und verteilte dann die Pinienkerne. Abschließend folgte jeweils eine Scheibe Mozzarella. Das untere größte Stück bestreute ich mit etwas Gouda, belegte es mit Putensalami und belegte es dann mit dem Rest meiner Mozzarellakugel.
19 - Belegen

Jetzt kommt alles für ca. 20 Minuten – hier ist natürlich wieder mal eher Augenmaß als reine verstrichene Zeit gefragt – in den vorgeheizten Backofen.
20 - In Backofen geben

Schließlich können wir das Backblech entnehmen
21 - Fertig gebacken

und es zum Verzehr servieren.
22 - Serviert

Sehr lecker das ganze – soviel steht fest. Die Variante mit Blumenkohl und Pinienkernen ganz besonders wie ich feststellen durfte, auch wenn der Belag für eine klassische Pizza ohne Frage eher ungewöhnlich ist. Als “Fingerfood” eignet sich das Ganze aber nur bedingt, das der Blätterteig naturbedingt natürlich nicht die Festigkeit eines normalen Blätterteigs besitzt. Vor allem der Teil der mit Pizzaiola belegt war, war natürlich nur wenig aufgegangen. Meine größte Befürchtung war hier gewesen dass der Teig durchweicht, doch hier kann ich Entwarnung geben. Hat alles wunderbar geklappt. Die Zuhilfenahme von Messer und Gabel beim Verzehr kann aber trotzdem nicht schaden.

23 - CloseUp

Natürlich kann man beim Belag nach eigenem Belieben variieren – die hier vorgestellten Varianten sollen nur ein Beispiel der Möglichkeiten sein. Das Verwenden von Rosenkohl Röschen und Pinienkernen ist aber ohne Frage eine interessante und vor allem sehr leckere Alternative. Bei Gelegenheit muss ich diese Variation unbedingt auch noch einmal mit normalen Pizzateig ausprobieren, denn mir hat sie wirklich vorzüglich geschmeckt und erwies sich als recht kalorienarme und leichte, vegetarische Alternative. Wie immer hoffe ich mit diesem Beitrag dem einen oder anderen Hobbykoch eine Anregung gegeben zu haben – für Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung. 🙂

Guten Appetit