Französische Entenbrust auf Pappardelle in Thymian-Pfeffer-Sauce – das Rezept

Am heutigen Sonntag wollte ich mich mal an etwas heran wagen, das ich hier im Blog noch nie zubereitet hatte: Entenbrust. Zum Glück hat mein Haus- und Hofmetzger immer französische Entenbrust vorrätig, so dass ich mich spontan dazu entschließen konnte und diese nicht vorbestellen musste. Leider ist es auch kein billiger Spaß, denn so eine Entenbrust kostet schon mal zwischen acht und zehn Euro, je nach Größe und Qualität – aber das war es mir wert. Dazu sollte es Pappardelle, also breite Bandnudeln und eine Thymian-Pfeffer-Sauce mit Lauch geben. Das zugehörige Rezept möchte ich nun mit diesem Beitrag in der gewohnten Art und Weise einmal kurz vorstellen und hoffe, dass es Anklang findet.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

1 Entenbrust (ca. 350g)
01 - Zutat Entenbrust / Ingredient duck breast

1 kleine Stange Lauch
02 - Zutat Lauch / Ingredient leek

2 Schalotten (ca. 80g)
03 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

2-3 Zweige frischer Thymian
04 - Zutat frischer Thymian / Ingredient fresh thyme

250ml Gemüsebrühe
05 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

100ml trockener Weißwein
06 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

1 gehäufter Teelöffel grüne Pfefferkörner
07 - Zutat grüne Pfefferkörner / Ingredient green peppercorns

180g Pappardelle
08 - Zutat Pappardelle / Ingredient pappardelle

sowie einen Teelöffel dunklen Saucenbinder
und etwas Salz und Pfeffer zum würzen.

Beginnen wir wie üblich damit, die Schalotten zu schälen und fein zu würfeln.
09 - Schalotten würfeln / Dice shallots

Außerdem waschen wir die Stange Lauch,
10 - Lauch waschen / Clean leek

schneiden sie in dünne Ringe
11 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

und waschen den Thymian, schütteln ihn trocken
12 - Thymian waschen / Wash thyme

und zupfen die Blättchen von den Stielen.
13 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

Dann waschen wir die Entenbrust, tupfen sie trocknen
15 - Entenbrust waschen / Wash duck breast

und ritzen die Hautseite kreuzförmig ein, wobei wir allerdings versuchen sollten nicht das Fleisch zu verletzen.
16 - Hautseite kreuzförmig einritzen / Scratch skin side in a cross pattern

Nachdem wir dann eine Pfanne auf Temperatur gebracht haben, legen wir die Entenbrust ohne Zugabe von Fett oder Öl mit der Hautseite nach unten hinein und braten sie für fünf Minuten an. Das Fett tritt beim Braten aus der Entenbrust selbst aus, also keine Sorge dass etwas anbrennt. Aber vorsicht, das Fett spritzt etwas! Außerdem können wir beginnen, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.
17 - Hautseite ohne Fett anbraten / Brown skin side without fat

Parallel können wir auch schon mal einen Topf mit Wasser für die Pappardelle aufsetzen und beginnen, das Wasser zum kochen zu bringen.
18 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring pot with water to boil

Ist die Hautseite nach etwa fünf Minuten schön knusprig gebraten, drehen wir die Entenbrust auf die Fleischseite und braten sie für weitere zwei bis drei Minuten an.
19 - Fleischseite anbraten / Brown meat-side

Ist die Entenbrust rundherum angebraten, geben wir sie in eine ofenfeste Auflaufform
30 - Entenbrust in ofenfeste Form geben / Put duck breast in ovenproof casserole

um sie dann darin für weitere 15 bis 18 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad fertig zu garen.
31 - Entenbrust im Ofen weiter garen / Continue roasting duck breast in oven

Im verbliebenen Bratenfett – ggf. können wir aber auch noch etwas Olivenöl dazu geben – dünsten wir nun zuerst die gewürfelten Schalotten an.
32 - Schalotten andünsten / Braise shallots lightly

Nach ein bis zwei Minuten geben wir dann das Lauch hinzu und dünsten es ebenfalls einige Minuten mit an.
33 - Lauch mit andünsten / Braise leek

Anschließend löschen wir alles mit dem trockenen Weißwein ab
34 - Mit Wein ablöschen / Deglaze with wine

und geben die Gemüsebrühe hinzu.
35 - Gemüsebrühe addieren / Add vegetable stock

Inzwischen müsste auch unser Nudelwasser kochen, so dass wir etwas Salz hinzugeben
36 - Wasser salzen / Salt water

und die Pappardelle darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
37 - Nudeln ins Wasser geben / Put noodles in water

Mit Hilfe der flachen Seite eines Messers drücken wir dann die grünen Pfefferkörner an, damit sie etwas aufbrechen
38 - Pfefferkörner andrücken / Press on pepper corns

und geben sie dann in unsere Sauce.
39 - Pfefferkörner dazu geben / Add green pepper

Außerdem rühren wir die Thymian-Blättchen ein.
40 - Thymian addieren / Add thyme

Ist die Entenbrust dann nach etwas mehr als einer Viertelstunde fertig gegart, entnehmen wir sie samt der Auflaufform
41 - Entenbrust aus dem Ofen entnehmen / Take duck breast from oven

und wickeln sie in ein Stück Alufolie, um sie für fünf Minuten ruhen zu lassen.
42 - Entenbrust in Alufolie wickeln / Wrap duck breast in tin foil

Den Bratensatz aus der Form geben wir dann zu unserer Sauce.
43 - Bratensatz zur Sauce geben / Add gravy to sauce

Jetzt müssten auch die Pappardelle gut sein, so dass wir sie in ein Sieb abgießen und dort abtropfen lassen können.
44 - Pappardelle abgießen & abtropfen lassen / Drain pappardelle

Dann rühren wir einen bis eineinhalb Teelöffel dunklen Saucenbinder in die Sauce,
45 - Dunklen Saucenbinder einrühren / Stir in dark sauce thickener

probieren sie kurz
46 - Probieren / Try

und schmecken sie noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer ab.
47 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Dann brauchen wir nur noch die Entenbrust aus der Alufolie zu nehmen und in Scheiben zu schneiden
48 - Entenbrust in Scheiben schneiden / Cut duck breast in slices

und schon können wir unser Gericht servieren und genießen.
49 - Entenbrust auf Pappardelle in Pfeffer-Thymian-Sauce - Serviert / Duck breast on pappardelle in thyme pepper sauce - Served

Alleine schon die Entenbrust mit dem zarten Fleisch und der knusprigen Haus war ein wahrer Genuss. Aber auch die würzige Sauce aus Lauch, Schalotten, Thymian und grünem Pfeffer erwies sich als überaus lecker und passte meiner Meinung nach wunderbar zum Fleisch und den schön al dente gekochten Pappardelle. Zugegebenermaßen ein relativ simples Gericht, aber geschmacklich sehr gelungen. Ich war mit dem Ergebnis des heutigen Kochexperiments überaus zufrieden.

50 - Entenbrust auf Pappardelle in Pfeffer-Thymian-Sauce - Seitenansicht / Duck breast on pappardelle in thyme pepper sauce - Side view

Leider ist Entenbrust nicht gerade ein leichtes Gericht, was sich dann auch gleich in den Nährwerten zu diesem Rezept niederschlug. Meiner Kalkulation nach liegt die gesamte Zubereitung bei 1660kcal, also 840kcal pro Portion. Dabei entfallen alleine 1025kcal auf die 350g Entenbrust, was aber bei der Menge von Fett die beim Braten austritt auch nicht gerade verwunderlich ist. Aber da Entenbrust ja auch keine Gericht ist, dass man sich häufiger gönnt, halte ich das für ein solches Hauptgericht für durchaus akzeptabel.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Brotauflauf mit Kasseler & Käse – das Rezept

Ich bin ja ein großer Fan von Aufläufen aller Art. Doch die meisten der Aufläufe die ich bisher ausprobiert hatte waren mit Nudeln oder irgend einer Abart davon (z.B. Cannelloni oder Lasagne) zubereitet. Da kam mir die Idee, einen Auflauf mit Brot zuzubereiten gerade recht, um mal etwas neues ausprobieren zu können. Aus einer Auswahl verschiedener Varianten fiel meine Wahl schließlich auf einen Brotauflauf mit Kasseler und Käse, den ich noch zusätzlich mit etwas Gemüse in Form von Paprika und Champignons ergänzte. Das so entstandene Rezept möchte ich nun im folgenden Beitrag einmal in gewohnter Form kurz vorstellen.

Was benötigt man also für 4 Portionen?

ca. 500g Kasseler (bei Kasseler mit Knochen lieber etwas mehr nehmen – wichtig ist vor allem, das am Ende ca. 6 Scheiben heraus kommen)
01 - Zutat Kasseler / Ingredient smoked pork

einige Scheiben Baguette (Anzahl ist abhängig von Größe des Baguettes sowie der Auflaufform)
02 - Zutat Baguette / Ingredient baguette

200 – 250g würziger Käse, z.B. Gruyere (Am besten an der Käsetheke in 6 Scheiben schneiden lassen)
03 - Zutat Gruyere Käse / Ingredient cheese

100g Kräuterbutter
04 - Zutat Kräuterbutter / Ingredient herb butter

1 Bund Petersilie
05 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

1 mittlere rote Paprika (ca. 160 – 180g)
06 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

150g kleinere Champignons
07 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

400ml Milch
08 - Zutat Milch / Ingredient milk

3 Hühnereier – Größe M
09 - Zutat Eier / Ingredient eggs

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
und etwas Butter oder Butterschmalz zum anbraten und ausfetten der Auflaufform

Beginnen wir nun damit, die Champignons zu reinigen – z.B. unter etwas Wasser –
10 - Champignons waschen / Wash mushrooms

und sie dann zu trocknen, um zuerst das trockene Stielende abzuschneiden und sie dann zu Vierteln. Größere Exemplare können wir auch Achteln.
11 - Champignons vierteln / Quarter mushrooms

Außerdem waschen wir die Paprika,
12 - Paprika waschen / Clean bell pepper

entkernen und vierteln sie und schneiden sie dann in kleine Würfel.
13 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

Während wir dann etwas Butter oder Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen
14 - Butterschmalz zerlassen / Melt ghee

entfernen wir Fett und Knochen von unserem Kasseler
15 - Kasseler von Knochen & Fett befreien / Remove bones & fat

und schneiden es dann z.B. mit einer Brotmaschine in gleichmäßig große Scheiben.
16 - Kasseler ggf. halbieren / Cut smokes pork in halfs

Inzwischen ist auch das Butterschmalz heiß genug, um darin die Paprikawürfel für etwa drei bis vier Minuten anzubraten bis sie etwas Farbe bekommen.
17 - Paprika anbraten / Braise bell pepper

Dann geben wir die zerkleinerten Champignons hinzu
18 - Pilze addieren / Add mushrooms

und braten sie für einige weitere Minuten mit an, bis sie ebenfalls etwas Farbe bekommen haben. Anschließend nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen den Inhalt etwas abkühlen.
19 - Pilze anbraten / Braise mushrooms

Nun waschen wir noch die Peterseilie
20 - Petersilie waschen / Wash parsley

zupfen die Blättchen von den Stielen
21 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und zerkleinern diese dann gründlich.
22 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

Nachdem wir anschließend begonnen haben, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen, geben wir die Milch in eine Schüssel,
23 - Milch in Schüssel gießen / Pour milk in bowl

geben den Inhalt der drei Eier hinzu
24 - Eier dazu geben / Add eggs

und verrühren alles gut miteinander
25 - Gut verrühren / Mix well

wobei wir alles mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
26 - Mit Pfeffer, Salz & Muskatnuss würzen / Season with pepper, salt & nutmeg

Dann heben wir noch die Petersilie
27 - Petersilie einstreuen / Add parsley

sowie die angebratenen Paprika und Champignons unter. Die so entstandene Mischung stellen wir erst einmal bei Seite
28 - Paprika & Champignons hinzufügen / Add bell pepper & mushrooms

und schneiden anschließend das Baguette in gleichmässig große Scheiben.
29 - Baguette in Scheiben schneiden / Cut baguette in slices

Ich habe dann erst einmal versucht, wie viele Baguette-Scheiben in meine Auflaufform passen – das waren genau sechs Stück, die Anzahl kann aber abhängig von der Größe des Baguettes und der Form etwas variieren. Die ausreichende Anzahl von Baguette-Scheiben bestreichen wir dann großzügig mit den 100g Kräuterbutter.
30 - Baguette mit Kräuterbutter beschmieren / Cover baguette slices with herb butter

Nachdem wir dann unsere Auflaufform, z.B. mit etwas Butter, ausgefettet haben,
31 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

geben wir die mit Kräuterbutter bestrichenen Baguettescheiben hinein,
32 - Baguette in Auflaufform geben / Put baguette in casserole

belegen sie mit dem Kasseler
33 - Kasseler dazu geben / Add smoked pork

und bedecken dieses schließlich mit dem Käse.
34 - Mit Käse belegen / Cover with cheese

Über das Ganze gießen wir schließlich unsere Milch-Eier-Mischung
35 - Mit Mischung übergießen / Drain with mix

und verteilen dann – falls notwendig – die Champignons, Paprikawürfel und Petersilie noch etwas gleichmässig.
36 - Gleichmässig verteilen / Spread

Inzwischen müsste auch der Backofen soweit vorgeheizt sein, dass wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein schieben und alles für 25 bis 30 Minuten backen können.
37 - Im Ofen backen / Bake

Anschließend brauchen wir das fertige Gericht nur noch zu entnehmen
38 - Brotauflauf mit Kasseler & Käse - Fertig gebacken / Bread casserole with smoked pork & cheese - Finished baking

und zu servieren.
39 - Brotauflauf mit Kasseler & Käse - Serviert / Bread casserole with smoked pork & cheese - Served

Meine größte Befürchtung war es gewesen, dass die Baguette-Scheiben durch die Mischung aus Milch und Eiern durchweichen und zu matschig werden. Doch glücklicherweise erwies sich dies als unbegründet, denn das Baguette hatte die Flüssigkeit zwar in dich aufgenommen, war aber einigermaßen fest geblieben, wobei meiner Meinung nach auch die Kräuterbutter, die durch das Backen geschmolzen und in die Scheiben eingedrungen war nicht ganz unbeteiligt gewesen sein dürfte. Wichtiger als die Konsistenz ist aber natürlich der Geschmack. Und auch hier wurde ich nicht enttäuscht, denn die Kräuterbutter-Baguettes, das Kasseler und der würzige Gruyere-Käse ergaben eine würzige, überaus gelungene Kombination, die durch die Paprika, Champignons und die Petersilie sehr passend abgerundet wurde. Ich war überaus zufrieden mit dem Ergebnis des heutigen Kochexperiments.

40 - Brotauflauf mit Kasseler & Käse - Seitenansicht / Bread casserole with smoked pork & cheese - Side view

41 - Brotauflauf mit Kasseler & Käse - Querschnitt / Bread casserole with smoked pork & cheese - lateral slice

Dass ein solches Gericht was die Nährwerte angeht nicht gerade leicht sein würde, war mir von Anfang an klar gewesen – man bedenke nur die Verwendung von 100 Gramm Kräuterbutter und 200g nicht gerade mageren Käses. Als ich die einzelnen Zutaten mal zusammenrechnete und bei 3300 kcal für die gesamte Zubereitung landete, war ich doch etwas erschrocken. Das entspricht immerhin 825kcal pro Portion – etwa der selbe Wert wie eine Currywurst mit Pommes Frites – und liegt somit schon im oberen Bereich der gerade noch akzeptablen Werte. Eventuell kann man durch Verwendung von etwas weniger Kräuterbutter und eines magereren Käses noch etwas an den Werten drehen, aber inwieweit sich das auf das geschmackliche Gesamtergebnis auswirkt, kann ich nur schlecht abschätzen. Wen ein solcher Wert aber nicht abschreckt, dem kann ich dieses recht einfach zuzubreitende Auflaufrezept wirklich ans Herz legen. Mir hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.

Guten Appetit

Döppekooche – Rheinischer Kartoffelkuchen – das Rezept

Das Gericht, das ich heute mal zubereiten wollte ist unter vielen Namen bekannt: Döppekooche, Uhles, Kesselknall, Döppekuchen, Dibbelabbes, Dibbekoche, Döpekooche, Dippedotz, Topfkuchen oder einfach Rheinischer Kartoffelkuchen. Ursprünglich eine Speise für arme Leute am Martinstag, die sich keine Martinsgans leisten konnten, hat aber inzwischen Einzug in die traditionelle Küche vieler Gegenden von der Eifel, über Saarland und Rheinland bis ins nach Köln und ins Ruhrgebiet gehalten. Ich hatte es bisher noch nicht gekannt, aber als ich vor kurzem das erste Mal davon las, war mir sofort klar dass ich es unbedingt mal zubereiten muss. Hauptbestandteil sind Kartoffeln, Zwiebeln und Speck, ja nach Rezept werden aber auch noch Mettwürstchen und verschiedene Gemüsesorten hinzu gegeben. Ich hatte den ganzen Morgen Rezepte gewälzt, bis ich endlich eine Zusammenstellung gefunden hatte, die meinen Anforderungen entsprach und so entstand schließlich das hier beschriebene Rezept. Dazu wird übrigens traditionell Apfelmus gegessen. Der Begriff Döppekoche bedeutet übrigens Topfkuchen, da er traditionell im Topf zubereitet wurde. Ich musste da leider auf etwas anderes ausweichen – doch mehr dazu noch im Text.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

1,2kg Kartoffeln (vorwiegend festkochende Sorte)
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

2 mittlere Zwiebeln (ca. 250g)
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Möhren (ca 160g)
03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1 kleine Stange Lauch (ca. 100 – 120g)
04 - Zutat Lauch / Ingredient leek

3 Hühnereier (Größe M)
05 - Zutat Eier / Ingredient eggs

125g gewürfelten, durchwachsenen Speck
06 - Zutat Speck / Ingredient bacon

3-4 Mettwürstchen
07 - Zutat Mettwürstchen / Ingredient mett sausages

1 Glas Apfelmus
08 - Zutat Apfelmus / Ingredient apple puree

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
etwas Olivenöl zum braten

Beginnen wir also damit, die Stange Lauch zu waschen
09 - Lauch waschen / Wash leeek

und in Ringe zu schneiden.
10 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

Außerdem ziehen wir die beiden Zwiebeln ab und würfeln sie sehr fein,
11 - Zwiebeln zerkleinern / Mince onions

schälen wir die Möhren
12 - Möhren schälen / Peel carrots

und raspeln sie an der groben Seite unserer Küchenreibe. Alternativ kann man natürlich auch eine elektrische Küchenmaschine verwenden.
13 - Möhren raspeln / Grate carrots

Des weiteren schneiden wir unsere Mettwürstchen in etwas dickere Scheiben.
14 - Mettwürstchen in Scheiben schneiden / Cut mettwurst sausages in slices

Dann erhitzen wir in einer beschichteten Pfanne etwas Olivenöl,
15 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

lassen die Speckwürfel darin aus
16 - Speck anbraten / Fry bacon

dünsten unsere Zwiebeln glasig an
17 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

und geben schließlich noch die Lauchringe und die Möhrenraspeln hinzu, um sie vier bis fünf Minuten mit anzubraten. Anschließend nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen alles etwas abkühlen.
18 - Lauch & Möhren anbraten / Fry leek & carrots

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 180 Grad vorzuheizen.

Jetzt schälen wir die Kartoffeln
19 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und reiben sie ebenfalls auf der groben Seite der Küchenreibe (oder mit einem entsprechenden Elektrogerät) in grobe Raspeln.
20 - Kartoffeln reiben / Grate potatoes

Diese Raspeln geben wir dann in ein Sieb, lassen sie abtropfen und drücken die Flüssigkeit zusätzlich etwas heraus. Diese Flüssigkeit gießen wir weg.
21 - Raspeln im Sieb ausdrücken / Squeeze in sieve

Dann geben wir die Kartoffelraspeln wieder zurück in die Schüssel,
22 - Raspeln zurück in Schüssel geben / Put back in bowl

fügen die angebratenen und inzwischen etwas abgekühlten Speckwürfel samt Gemüse hinzu,
23 - Speck & Gemüse hinzufügen / Add bacon & vegetables

addieren die Eier
24 - Eier aufschlagen / Add eggs

sowie die in Scheiben geschnittenen Mettwürstchen
25 - Mettwürstchen dazu geben / Add mettwurst sausage

und verrühren alles sehr gründlich miteinander
26 - Gut vermengen / Mix well

wobei wir es mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Mit dem Salz dabei etwas vorsichtig sein, da der Speck von dieser Würze ebenfalls einiges mitbringt.
27 - Mit Salz, Pfeffer & Muskat würzen / Season with salt, pepper & nutmeg

Eigentlich wollte ich das Gericht nun in einer Springform weiter zubereiten, da ich weder eine genügend große Kastenform noch einen ofenfesten Kochtopf verfüge. Doch wie sich herausstellte sind diese Dinger zwischen Boden und Ring nicht hundertprozentig dicht, wodurch etwas Flüssigkeit heraus läuft. Daher musste ich auf eine normale Auflaufform ausweichen.

Wir füllen also die so entstandene Mischung in ein passendes, ofenfestes Behältnis und streichen alles so glatte wie möglich – denn alles was übersteht, droht im Ofen zu verkohlen –
28 - In Auflaufform geben / Put in casserole

und schieben die Form dann auf der zweiten Schiene von unten in den Ofen, wo wir sie 1 3/4tel bis 2 Stunden backen, so dass eine schöne Kruste entsteht.
29 - Backen / Bake

Anschließend können wir das Gericht entnehmen
30 - Döppekoochen - Rheinischer Kartoffelkuchen - Fertig gebacken / Rhenisch potato cake - Finished baking

und mit etwas Apfelmus servieren.
31 - Döppekoochen - Rheinischer Kartoffelkuchen - Servier / Rhenisch potato cake - Served

Ein sehr einfaches, dafür aber überaus leckeres Gericht. Die Mischung aus Kartoffeln, Gemüse, Speck und Mettwürstchen erwies sich als angenehm würzig und gut durchgekocht, wobei auch die Kruste beim geschmacklichen Gesamteindruck eine wichtige Rolle spielte. Aber auch das Apfelmus erwies sich entgegen meiner Befürchtung als wirklich sehr passende Beilage. Und abgesehen von der langen Zeit im Ofen ist es auch angenehm schnell und unkompliziert zuzubereiten. Nur über die Kalorien möchte ich mir bei all dem Speck und den Mettwürstchen heute mal lieber keine Gedanken machen. 😉

32 - Döppekoochen - Rheinischer Kartoffelkuchen - Seitenansicht / Rhenisch potato cake - Side view

Guten Appetit

Einfache Pizzaschnecken – das Rezept

Heute wollte ich nur mal eine Kleinigkeit machen, daher entschied ich mich mal eine ganz einfache Variante von Pizzaschnecken zuzubereiten. Doch trotz der Simplizität der Zutaten erwies sich auch dieser Snack als überaus gelungen, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was brauch man also für 1 Blech (22 bis 23 Stück):

1 Rolle Hefe-Pizzateig aus dem Kühlregal
01 - Zutat Pizzateig / Ingredient pizza dough

etwas Tomatenmark
02 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

Belag nach Wahl, z.B. Schinken und Salami
03 - Zutaten Belag / Ingredient spreading

150g geriebenen Käse, z.B. Mozzarella oder Gouda
04 - Zutat Käse / Ingredient cheese

sowie ggf. noch etwas Oregano zum würzen

Nachdem wir den Belag, in meinem Fall etwa 100g Kochschinken und 80g Rindersalami, etwas zerkleinert haben
05 - Salami & Schinken zerkleinern / Cut salami & ham

rollen wir den Pizzateig aus
06 - Pizzateig ausrollen / Roll off pizza dough

und bestreichen ihn gleichmässig mit Tomatenmark, das wir bei Bedarf noch etwas mit Oregano würzen. Dabei lassen wir an der oberen Kante einen ca. 1cm breiten Rand.
07 - Mit Tomatenmark bestreichen / Spread with tomato puree

Dann verteilen wir die zerkleinerten Belag-Zutaten darauf
08 - Wurst & Schinken verteilen / Add salami & ham

und bestreuen alles mit Käse. Ich kombinierte dabei etwas würzigen alten Gouda mit geriebenen Mozzarella.
09 - Käse verteilen / Add cheese

Anschließend rollen wir alles vorsichtig von der langen Seite her auf
10 - Aufrollen / Roll up

und drücken den Rand etwas an.
11 - Rand andrücken / Press on border

Die Rolle wandert dann, eingewickelt in das beiliegende Backpapier oder ersatzweise etwas Frischhaltefolie, für ca. 1 Stunde ins Gefrierfach des Kühlschranks.

Denn ist sie etwas angefroren, lässt sie sich hinterher weitaus leichter in ca. 1,5cm breite Röllchen schneiden. Gleichzeitig beginnen wir jetzt auch, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen
12 - In Scheiben schneiden / Cut in slices

Nun legen wir ein Backblech mit Backpapier aus und verteilen die geschnittenen Pizzaschnecken darauf
13 - Auf Backblech geben / Put on baking tray

um sie dann noch einmal mit etwas Käse zu bestreuen.
14 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir das Backblech auf der untersten Schiene hinein und backen unsere Pizzaschnecken für 15 bis 20 Minuten.
15 - Backen / Bake

Anschließend brauchen wir das Blech nur noch zu entnehmen
16 - Fertig gebacken / Finished baking

und die Pizzaschnecken zu servieren.
17 - Einfache Pizzaschnecken - Serviert / Simple pizza rolls - Served

Auch mit diesen wirklich einfachen Zutaten war es gelungen, wirklich sehr schmackhafte Pizzaschnecken zuzubereiten. Ich war nicht hundertprozentig sicher gewesen, ob sich Tomatenmark als Pizzaiola eignet, aber mit etwas Oregano gewürzt ist es tatsächlich sehr lecker und fruchtig – ein einfacher, aber würdiger Ersatz für eine erst umständlich zubereitete Pizzasauce. Den Belag kann man natürlich nach eigenem Gutdünken variieren, ich könnte mit zum Beispiel auch gut noch ein paar sehr dünn geschnittene und vorher leicht angedünstete Champignons oder auch ein paar, ebenfalls vorher in der Pfanne kurz angebraten, kleine Paprikawürfelchen. Nur zu dick sollten die Zutaten nicht sein, denn man darf ja nicht vergessen, dass man den Pizzateig auch noch aufrollen muss. Sowohl heiß als auch abgekühlt erwies sich diese wirklich sehr einfache Variante von Pizzaschnecken als überaus gelungen.

18 - Einfache Pizzaschnecken - Seitenansicht / Simple pizza rolls - Side view

Guten Appetit

Gefüllte Zucchini im Tomaten-Gemüsebett – das Rezept

Heute entschied ich mich dazu, eine gefüllte Zucchini zuzubereiten. Nachdem ich mehrere passende Rezepte durchforstet hatte, suchte ich mir die aus meiner Sicht beste Komponenten heraus und kombinierte sie zu dem heutigen Gericht, einer Zucchini, gefüllt mit Hack & Feta im Tomaten-Gemüsebett. So entstand ein einfaches, aber überaus schmackhaftes Gericht, dass ich mit diesem Beitrag nun einmal in gewohnter Form kurz vorstellen möchte.

Was benötigt man also für 2 Portionen?

1 große Zucchini
01 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

1 kleine Paprika
02 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

1 große Möhre
03 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

1 mittlere Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1 große Zehe Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

650g Tomatenstücke
06 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomato pieces

1 Hand voll frisches Basilikum
07 - Zutat frisches Basilikum / Ingredient fresh basil

2 EL Olivenöl
05 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

zum Würzen Thymian, Oregano, Salz & Pfeffer
08 - Gewürze / Seasoning

200g Hackfleisch (halb & halb)
09 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

70g Feta
10 - Zutat Feta / Ingredient feta

1 kleines Hühnerei
11 - Zutat Hühnerei / Ingredient egg

1-2 EL Semmelbrösel
12 - Zutat Semmelbrösel / Ingredient breadcrumbs

Bereiten wir wie üblich zuerst einmal die einzelnen Zutaten vor. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln – wahlweise mit dem Messer oder einer Küchenmaschine.
13 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehe und zerkleinern sie sehr fein,
14 - Knoblauch zerkleinern / Grind garlic

entkernen und würfeln die Paprikaschote,
15 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

schälen die Möhre
16 - Karotte schälen / Peel carrot

und zerkleinern sie sehr fein, am besten mit Hilfe einer Küchenmaschine.
17 - Möhre zerkleinern / Mince carrot

Zuletzt waschen wir das Basilikum, schütteln es trocken und zerschneiden die Blätter in kleine Stücke.
18 - Basilikum zerkleinern / Mince basil

Nun können wir mit der Zubereitung beginnen. Dazu erhitzen wir die beiden Esslöffel Olivenöl in einer beschichteten Pfanne
19 - Öl erhitzen / Heat up oil

und schwitzen Zwiebeln und Knoblauch darin glasig an.
20 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

Sobald Zwiebel und Knoblauch gut durch gedünstet sind, geben wir zuerst die gewürfelte Paprika
21 - Paprika hinzufügen / Add bell pepper

und – sobald diese durch das anbraten etwas Farbe angenommen hat – auch die zerkleinerte Möhre hinzu
22 - Möhre addieren / Add carrot

und lassen dann alles für drei bis vier Minuten bei gelegentlichem Rühren auf mittlerer Stufe anbraten
23 - Gemüse anbraten / Braise vegetables

bevor wir dann schließlich alles mit den Tomatenstücken ablöschen.
24 - Mit Tomaten ablöschen / Add tomatoes

Während wir den Pfanneninhalt kurz aufkochen lassen, würzen wir ihn mit Salz, Pfeffer und Thymian
25 - köcheln & würzen / simmer & season

und streuen dann noch die zerkleinerten Basilikumblätter ein. Die Sauce lassen wir auf leicht reduzierter Stufe für fünf bis sieben Minuten bei gelegentlichem rühren weiter köcheln und etwas einreduzieren. Danach nehmen wir es von der Platte.
26 - Basilikum einstreuen / Add basil

In der Zwischenzeit waschen wir die Zucchini, trocknen sie und halbieren sie vorsichtig mit einem großen und scharfem Messer.
27 - Zucchini halbieren / Cut zucchini in half

Die so entstandenen Hälften höhlen wir dann mit einem Teelöffel vorsichtig aus.
28 - Zucchini aushöhlen / Hollow out zucchini

Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Nun würfeln wir den Feta in möglichst kleine Stücke
29 - Feta würfeln / Dice feta

und geben ihn gemeinsam mit dem Hackfleisch in eine Schüssel,
30 - Hack & Feta in Schüssel geben / Put ground meat & feta to bowl

wo wir einen Esslöffel Semmelbrösel
31 - Semmelbrösel dazu geben / Add breadcrumbs

sowie das Ei hinzufügen
32 - Ei aufschlagen / Add egg

und schließlich alles gut miteinander vermengen
33 - Gut vermengen / Mix well

wobei wir es mit Salz, Pfeffer und einer kräftigen Portion Oregano würzen.
34 - Mit Pfeffer, Salz & Oregano würzen / Season with pepper, salt & oregano

Die so entstandenen Masse füllen wir dann in unsere ausgehöhlten Zucchinis.
35 - Zucchini befüllen / Fill zucchinis

Nachdem wir die Tomaten-Gemüsemasse in eine ausreichend große Auflaufform gefüllt haben
36 - Tomatensauce in Form geben / Put sauce to casserole

geben wir die Zucchinihälften hinein und drücken sie etwas in der Sauce an
37 - Zucchini hinzufügen / Add zucchini

und schieben dann alles für 35 bis 40 Minuten auf der mittleren Schiene in den Ofen.
38 - überbacken / Bake

Anschließend brauchen wir die Auflaufform nur noch entnehmen
39 - Gefüllte Zucchini im Gemüsebett - Fertig gebacken / Stuffed zucchini on vegetables - Finished baking

und können es dann unmittelbar servieren. Als Sättigungsbeilage entschied ich mich für Tomatenreis.
40 - Gefüllte Zucchini im Gemüsebett - Serviert / Stuffed zucchini on vegetables - Served

Die knackig gebackenen Zucchinis mit ihrer Füllung aus würziger Hackfleisch-Feta-Mischung alleine waren schon sehr gelungen wie ich fand, abgerundet wurde alles aber durch die unglaublich fruchtigen Tomaten-Gemüsesauce. Gemeinsam mit dem Reis ein einfach zuzubereitendes und überaus sättigendes Mittagsmahl, an dem es nichts auszusetzen gab. Das einzige was mich visuell etwas störte war die Flüssigkeit, die beim Backen aus der Feta-Hackfleischmasse heraus gelaufen und deren Herkunft ich nicht genau identifizieren konnte. Ich vermute mal, dass es Reste von der Lake waren, in denen der Feta eingelegt gewesen ist. Geschmacklich hatte es aber keinerlei Einfluß.

41 - Gefüllte Zucchini im Gemüsebett - Seitenansicht / Stuffed zucchini on vegetables - Side view

Und auch was die Kalorienwerte angeht, kann sich das Gericht durchaus sehen lassen, denn die Portion liegt bei gerade mal 380kcal, den Reis allerdings nicht eingerechnet, da der ja nicht Bestandteil des Rezeptes war. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, das Gericht ohne Reis zu verzehren, den sättigend ist es auch so.

Guten Appetit