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Schneller Hähnchen-Reis-Auflauf – das Rezept

Tuesday, March 17th, 2020

Wie bereits erwähnt ist unser Betriebsrestaurant derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen und da musste ich Maßnahmen ergreifen um mich selbst mit etwas Essen zu versorgen. Daher entschloss ich mich am heutigen Dienstag Abend dazu, noch schnell etwas zu kochen das ich mir auch an die Arbeit mitnehmen konnte. Nach kurzer Recherche fiel meine Wahl schließlich auf einen Hähnchen-Reis-Auflauf, der sich mit geringem Aufwand zubereiten ließ und dennoch sehr lecker erschien. Den größten Aufwand machte dabei wohl noch die selbst hergestellte Gewürzmischung für Hähnchen. 😉 Und mein Eindruck sollte mich nicht getäuscht haben, denn das Ergebnis erwies sic trotz der schnellen Zubereitung als überaus schmackhaft. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

Für die Hähnchen-Gewürzmischung

  • 3 1/2 Teelöffel Salz
  • 2 Teelöffel frisch geriebenen schwarzen Pfeffer
  • 2 Teelöffel geräuchertes Paprika
  • 4 Teelöffel Knoblauchpulver
  • 3 Teelöffel Zwiebelpulver
  • 3 Teelöffel getrocknetes Basilikum
  • 2 Teelöffel getrocknete Petersilie
  • 2 Teelöffel Koriander
  • 1/2 Teelöffel Cayenne-Pfeffer (optional)
  • Außerdem benötigen wir

  • 500g Hähnchenbrustfilet
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 1 größere Stange Lauch
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 200g ungekochten Basmati-Reis
  • 2 Esslöffel Kurkuma
  • 450ml Hühnerbrühe
  • 2-3 Esslöffel Öl
  • Vor der eigentlichen Zubereitung steht natürlich wieder die Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Beginnen wir damit die Möhren zu schälen
    01 - Möhren schälen / Peel carrots

    und sie in kleine Stifte zu reiben.
    02 - Möhren reiben / Grate carrots

    Außerdem waschen wir den Lauch, schneiden ihn in Ringe
    03 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

    und schälen die Zwiebel, um sie anschließend zu würfeln.
    04 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    Wenden wir uns nun der Hähnchen-Gewürzmischung zu. Dazu geben wir dreieinhalb Teelöffel Salz und 2 Teelöffel Pfeffer in eine kleine Schüssel,
    05 - Salz & Pfeffer in Schüssel geben / Put salt & pepper in bowl

    fügen 2 Teelöffel geräuchertes Paprikapulver hinzu,
    06 - Geräuchertes Paprika addieren / Add smoked paprika

    addieren vier Teelöffel Knoblauchpulver sowie drei Teelöffel Zwiebelpulver,
    07 - Zwiebel- & Knoblauchpulver addieren / Add onion & garlic powder

    streuen drei Teelöffel Basilikum und zwei Teelöffel Petersilie in getrockneter Form ein,
    08 - Basilikum & Petersilie hinzufügen / Add dried basil & parsley

    ergänzen alles mit zwei Teelöffel Koriander
    09 - Koriander einstreuen / Add coriander

    und geben der Mischung mit einem halben Teelöffel Cayennepfeffer, bei Bedarf auch gerne etwas mehr, ein wenig an Schärfe
    10 - Cayennepfeffer dazu geben / Add cayenne

    um alles zum Abschluss gründlich zu vermischen.
    11 - Gründlich vermischen / Mix well

    Last but not least waschen wir schließlich noch die Hähnchenbrustfilets, trocknen sie und schneiden sie in kleine mundgerechte Würfel.
    12 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breasts

    In einer Pfanne erhitzen wir nun 2-3 Esslöffel Öl – ich verwendete Olivenöl – ,
    13 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat up oil in pan

    geben die gewürfelte Zwiebel hinein
    14 - Gewürfelte Zwiebel in Pfanne geben / Put diced onion in pan

    und dünsten sie ein wenig an.
    15 - Zwiebel andünsten / Braise onion

    Nach etwa einer Minute addieren wir dann auch die geriebenen Möhren
    16 - Geriebene Möhren hinzufügen / Add crated carrots

    sowie den Lauch
    17 - Lauch addieren / Add leek

    und dünsten alles für weitere 3-4 Minuten an.
    18 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

    Als nächstes geben wir auch die gewürfelte Hähnchenbrust in unsere Pfanne,
    19 - Hähnchenbrust in Pfanne geben / Put chicken dices in pan

    vermischen sie mit dem Gemüse,
    20 - Hähnchen anbraten / Fry chicken

    streuen zweieinhalb bis drei Esslöffel unserer zuvor hergestellten Gewürzmischung ein,
    21 - Gewürzmischung einstreuen / Intersperse seasoning mix

    schmecken alles noch zusätzlich mit etwas Salz und Pfeffer ab
    22 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

    und braten die Hähnchenbrust im Gemüse schließlich rundherum an.
    23 - Hähnchenbrustwürfel durchbraten / Cook chicken dices well

    Während der Ofen dann auf 225 Grad vorheizt geben wir die Hähnchen-Gemüse-Mischung in eine mittelgroße Auflaufform,
    24 - Pfanneninhalt in Auflaufform geben / Put pan content in casserole

    streuen den ungekochten Basmati-Reis darüber,
    25 - Trockenen Basmatireis einstreuen / Add dry basmati rice

    streuen für die spätere gelbliche Farbe des Reis etwas Kurkuma darüber
    26 - Mit Kurkuma bestreuen / Sprinkle with turmeric

    und gießen dann alles mit der Hühnerbrühe auf.
    27 - Hühnerbrühe eingießen / Add chicken broth

    Nachdem wir dann alles gründlich miteinander verrührt haben
    28 - Gründlich vermischen / Mix well

    decken wir die Auflaufform mit etwas Alufolie ab
    29 - Mit Alufolie abdecken / Cover with tin foil

    und schieben sie auf der mittleren Schiene für 40 Minuten in den Ofen.
    30 - Im Ofen backen / Bake in oven

    Wenn wir sie nach dieser Zeit heraus nehmen, müssen wir beim Abziehen der Folie etwas aufpassen, da uns ein Schwall heißen Wasserdampf entgegen kommen dürfte. Aber der Reis ist in der Zeit vollkommen gar geworden uns hat dabei die Brühe komplett in sich aufgenommen
    31 - Chicken rice casserole - Finished baking / Hähnchen-Reis-Auflauf - Fertig gebacken

    so dass wir alles nur noch einmal mit einer Gabel auflockern brauchen
    32 - Inhalt auflockern / Loosen

    und dann auch schon unmittelbar servieren und genießen können.
    33 - Chicken rice casserole - Served / Hähnchen-Reis-Auflauf - Serviert

    Hähnchen und Reis sind natürlich sowieso schon eine klassisches Pärchen und in Kombination mit etwas frischem Gemüse eigentlich immer ein Genuss. Das war hier nicht viel anders, allerdings war es bei diesem Gericht vor allem die Gewürzmischung, die dem Gericht den sozusagen maßgeblichen Schliff gab. Alles in allem trotz des eigentlich wirklich geringen Arbeitsaufwandes in sich abgerundetes Gericht. Und natürlich kann man das Gemüse noch nach eigenem Gutdünken variieren, ich könnte mir auch gut Erbsen, Broccoli und/oder Paprika gut in diesem Gericht vorstellen – um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das mich die nächsten Tage wohl gut durch die Corona-Krise ohne Betriebsrestaurant bringen wird. 😉

    34 - Chicken rice casserole - Side view / Hähnchen-Reis-Auflauf - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Hähnchen Biryani [18.12.2019]

    Wednesday, December 18th, 2019

    Inzwischen haben immer mehr meiner Kolleginnen und Kollegen Urlaub und ich finde kaum noch jemand mit dem ich Mittag essen gehen kann. Und alleine ist immer etwas doof – daher überlegte ich heute ob ich auf einen Besuch im Betriebsrestaurant verzichten sollte. Als ich jedoch sah dass heute im Abschnitt Vital mal wieder Hähnchen Biryani – Gebratener Basmatireis mit Mandeln, Cashewkernen und gebackenem Hähnchefleisch gab revidierte ich schnell meine Überlegung, denn ich hatte damit bisher zum Beispiel hier oder hier immer gute Erfahrung gemacht. Über die Rahmschwammerl mit Semmelknödel und frischen Kräutern bei Veggie war es eher das Gegenteil gewesen, denn auf trockene Knödel in wasserdünner Pilzsauce kann ich verzichten. Gut, die Griechische Bifteki mit Tzaziki + drei Beilagen bei Daily, die natürlich mit frischen Zwiebeln und Djuvec-Tomatenreis serviert wurde, wären vielleicht noch etwas für mich gewesen, wäre nicht der hohe Preis gewesen. Aber wenn ich die Wahl zwischen Biryani und Bifteki habe, würde ich wahrscheinlich immer für das Biryani entscheiden – aber das hängt auch von der jeweiligen Tageslaune ab. Außerdem gab es an der Asia-Wok-Theke noch Gebratene Mienudeln mit Verschiedenem Asiagemüse in Tomatensauce sowie Gebratenes Hühnerfleisch mit frischem Gemüse in süßsaurer Sauce. Hätte es gar nichts anderes für mich gegeben, wären also vielleicht die Mienudeln noch eine Alternative gewesen – aber ich hatte ja glücklicherweise mein Biryani.

    Chicken Biryani

    Leider hatte ich bei der Fleischbeilage heute nicht ganz so viel Glück, denn es waren mal wieder sehr viele kleinteilige Hähnchenstücke dabei, die außerdem noch sehr knusprig und hart gebacken waren. Hinzu kam noch, dass das Fleisch in den größeren Teilen außerdem etwas trocken war. Das ließ sich zwar teilweise durch die leckere fruchtig-pikante grüne Sauce kompensieren, aber volle Punktzahl kann ich da natürlich nicht geben. Am Biryani-Reis mit Kokosflocken, Erdnüssen und Cashew gab es aber nichts auszusetzen, er war gut und schmackhaft wie immer. Insgesamt also eine gute Wahl, mit kleinen Abschlägen. Das Hähnchen ist aber immer wieder ein Problem, wobei es scheinbar auch davon abhängt, ob man seine Portion abholt nachdem frisch gebackene Hähnchenteile aus der Küche gekommen sind oder wenn der Behälter fast leer ist. Bei mir war wohl letzteres der Fall, weswegen ich die nach unten durchgerutschten kleinen und hartgebackenen Stücke bekommen habe. Na ja, so etwas lässt sich schlecht steuern, verbuchen wir es unter Kismet… 😉
    Obwohl mit 6,30 Euro und Beilagenzwang recht teuer, lagen die Bifteki heute beim Kampf um die Platzierung auf der Beliebtheitsskala doch deutlich vor allen anderen Gerichten und konnten sich den ersten Platz sichern. Auf Platz zwei folgte, was ich gar nicht verstehen konnte, die Semmelknödel und knapp dahinter erst das Biryani auf dem dritten Platz. Die Asia-Gerichte belegten somit einen guten Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Hähnchenteile: ++
    Sauce: ++
    Biryani-Reis: ++

    Hähnchen Biryani mit gebratenem Basmatireis [30.04.2019]

    Tuesday, April 30th, 2019

    Als ich heute auf die Tageskarte unseres Betriebsrestaurants schaute, frohlockte ich innerlich ein wenig, denn mit einem Hähnchen Biryani mit gebratenem Basmatireis,Mandeln, Cashewkernen und Kokosflocken stand mal wieder eines meiner Lieblingsgerichte im Abschnitt Globetrotter auf dem Plan. Obwohl ich zugeben muss dass auch der Hackbraten (Rind,Schwein) in Thymiansoße und Röstkartoffel im Abschnitt Tradition der Region einen gewissen Reiz besaß. Die Farfalle all Peperoni bei Vitality kamen für mich weniger in Frage, eventuell wäre aber noch der Gebackener Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce, der neben Gebratener Eierreis mit Gemüse an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, in Frage gekommen. Aber letztlich griff ich dann doch zum Hähnchen-Biryani, ich esse dies Gericht einfach viel zu gerne.

    Chicken biryani with fried basmati rice / Hähnchen Biryani mit gebratenem Basmatireis

    Was als erstes fiel positiv auf, dass man dieses Mal nur wenige, aber dafür sehr große Stücke der paniert gebackenen Hähnchenteile serviert hatte. Das mag Zufall sein, könnte aber auch daran gelegen haben dass ich heute eine halbe Stunde früher als sonst zum Essen gegangen war und deswegen noch große Teile verfügbar waren. Aber die Freude über die außen knusprigen und innen zarten und saftigen Geflügelteile wurde gleich wieder etwas getrübt, denn ich hatte ein Teil (unten rechts) erwischt, das etwas zu knusprig geraten war. Aber davon ließ ich mir den Genuss nicht trüben. Die grüne Sauce sorgte für eine fruchtige Schärfe beim Gericht und der mit zahlreichen Cashewkernen, etwas Kokosraspeln und einer eher als homöopathisch zu bezeichnenden Menge Mandeln versetze Reis bildete eine gelungene Sättigungsbeilage, auch wenn letzterer heute etwas blasser als früheren Versionen wie hier oder hier geraten war. Aber da hatte man wahrscheinlich nur am Kurkuma gespart, war geschmacklich keine nennenswerten Auswirkungen hatte. Ich war mit meiner Wahl auf jeden Fall sehr zufrieden.
    Und auch die anderen Gäste sprachen heute mit großer Begeisterung dem Biryani zu, was diesem Gericht mit großem Vorsprung vor allen anderen Angeboten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala bescherte. Auf Platz zwei folgte der Hackbraten, den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf dem vierten Platz folgten schließlich die Farfalle al Peperoni.

    Mein Abschlußurteil:
    Hähnchenteile: ++
    Grüne Sauce: ++
    Gebratener Reis: ++

    Hähnchenbrust in Tikka Masala Sauce [03.04.2019]

    Wednesday, April 3rd, 2019

    Hätte ich nicht erst gestern Schweinebraten auf dem Teller gehabt, hätte ich heute vielleicht beim Wiener Zwiebelrostbraten mit Bratensauce und Röstkartoffeln aus Abschnitt Tradition der Region auf die Tageskarte unseres Betriebsrestaurants zugegriffen, denn er sah mit seiner Garnitur aus Röstzwiebeln wirklich nicht übel aus. Daher wandte ich meine weitere Aufmerksamkeit zuerst einmal den Tagliatelle mit Shrimps und Zucchinistreifen in Safran-Sahnesauce bei Vitality zu. Leider schien das Gericht primär aus Tagliatelle und Zucchini und kaum aus Shrimps zu bestehen, daher sah ich mich erst noch einmal weiter um. Mit den Gebratenen Mie-Nudeln mit frischem Gemüse in süß- saurer Sauce oder dem Gebratenen Rindfleisch in Masaman Sauce mit verschiedenen Gemüsesorten an der Asia-Wok-Theke konnte ich mich aber auch nicht so recht anfreunden, daher landete letztlich dann doch der heutige Klassiker in Form einer Hähnchenbrust in Tikka-Masala-Sauce und Basmatireis aus der Sektion Globetrotter auf meinem Tablett.

    Chicken breast in tikka masala sauce with basmati rice / Hähnchenbrust in Tikka Masalasauce und Basmatireis

    Die im ganzen gegarte Hähnchenbrust war wohl angebraten worden, dennoch war das zarte und magere Fleisch aber kaum trocken. Und selbst wenn das so gewesen wäre, hatte man mehr als genug von der fruchtig-pikanten, mit Frucht- und Gemüsestückchen versetzten Masala-Sauce serviert, mit der man jeden Anflug von Trockenheit seitens der Hähnchenbrust oder des lockeren Basamati-Reis problemlos kompensieren konnte. Zugegebenermaßen ein recht einfaches Gericht, dessen Highlight eindeutig die Sauce war, aber immer wieder lecker wie ich finde. Daran dass man die Hähnchenbrust nicht mehr würfelt wie hier oder dort habe ich mich dabei inzwischen gewöhnt. Ich war mit meiner Wahl auch heute recht zufrieden.
    Und auch bei den anderen Gästen lag der Zuspruch für das Tikka-Masala-Hähnchen sehr hoch, so dass dieses Gericht sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala des heutigen Tages erobern konnte. Auch wenn der Zwiebelrostbraten ihm eng auf den Fersen war und einen guten zweiten Platz belegte. Bei Platz drei wurde es dann auch wieder knapp, denn die Tagliatelle und die Asia-Gerichte lagen eng beieinander. Ich meinte letztlich aber, ein paar mehr Teller mit Tagliatelle gesehen zu haben, so dass dieses Gericht auf dem dritten Platz landete und die Asia-Gerichte eine Nasenlänge dahinter auf Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Hähnchenbrust: ++
    Tikka-Masala-Sauce: ++
    Basmati-Reis: ++

    Hähnchenbrust in Tikka Masalasauce & Basmatireis [06.02.2019]

    Wednesday, February 6th, 2019

    Heute kam ich, nach der gestrigen Pause mit Ersatz-Brötchen, endlich wieder dazu, in unserem Betriebsrestaurant zu Mittag zu essen. Das Angebot war jetzt nicht sonderlich überragend, aber ich hatte mit der Hähnchenbrust in Tikka Masalasauce und Basmatireis aus dem Abschnitt Globetrotter schnell meinen Favoriten gefunden. Kurz hatte ich zwar auch überlegt beim Gedünstster Seelachs mit Kräutersauce und Rosmarinkartoffeln bei Vitality zuzugreifen, aber das Fischfilet sah mir etwas trocken und bröckelig aus, daher entschied ich mich dann doch dagegen. Spinat- Ricottalasagne mit Bechamelsauce und Mozzarella gratiniert bei Tradition der Region oder die Asia-Wok-Angebote wie Gebratener Tofu mit frischem Gemüse oder Rindfleisch mit Karotten und Broccoli in Austernsauce waren aber definitiv nichts für mich.

    Chicken breast in tikka massala sauce & basamati rice / Hähnchenbrust in Tikka Masalasauce & Basmatireis

    Zuerst hatte ich auch bei der Hähnchenbrust ein wenig befürchtet, dass sie etwas trocken sein könnte, doch diese verflog sofort nach dem ersten Bissen, denn das Fleisch war zart, mager und wunderbar saftig. Vor allem in Kombination mit der für meinen Geschmack etwas dünnflüssigen, aber angenehm fruchtigen und nur ganz minimal pikanten Tikka Masalasauce ein wahrer Genuss. Aber auch um den sehr lockeren Basamatireis zu binden leistete diese Sauce gute Arbeit und die Menge war sozusagen ausreichend für Hähnchen und Reis – entgegen meiner Befürchtung dass man vielleicht doch etwas zu viel davon auf den Teller getan haben könnte. Aus meiner Sicht definitiv die beste Wahl aus dem heutigen Angebot – aber das ist antürlich wie immer Geschmackssache.
    Bei den anderen Gästen schien man aber zumindest meine Meinung zu teilen, denn die Hähnchenbrust war mit kleinem, aber deutlichen Vorsprung das am häufigsten gewählte Gericht und konnte sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich heute die Asia-Gerichte und beim dritten Platz gab es ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Lasagne und Seelachs. Letztlich würde ich dem Seelachs den dritten Platz zubilligen und die Spinat-Ricotta-Lasagne auf Platz vier verweisen – aber es war wirklich super knapp. Alle Angaben daher, wie immer, ohne Gewähr.

    Mein Abschlußurteil:
    Hähnchenbrust: ++
    Tikka Masalasauce: ++
    Basmatireis: ++

    Gebratene Hähnchenbrust in Tikka Masalasauce mit Basmatireis [14.06.2018]

    Thursday, June 14th, 2018

    Heute gab es für mich wenig wirliche Alternativen. Einzig das Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse und Erdnußsauce, das neben Gebackener Ananas und Banane an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, hätte mich vielleicht noch etwas gereizt. Aber der vegetarische Griechische Wrap mit mediterranem Gemüse und Fetakäse, dazu Joghurtdip und kleiner gemischten Salat bei Vitality reizte mich ebenso wenig wie das Schweinegeschnetzeltes “Zigeuner Art² mit Butternudeln bei Tradition der Region. Insgesamt erschien mir die Gebratene Hähnchenbrust in Tikka Masalasauce und Basmatireis aus dem Abschnitt Globetrotter der heutigen Speisekarte unseres Betriebsrestaurants aber eindeutig die beste Alternative, zumal ich bisher immer gute Erfahrung damit gemacht hatte. Leider fand ich weder an der Salat- noch an der Gemüsetheke etwas, was als Beilage dazu gepasst hätte, also blieb es letztlich beim Hauptgericht.

    Fried chicken breat with tikka masala sauce & basmati rice / Gebratene Hähnchenbrust in Tikka Masalasauce & Basmatireis

    Ein wenig, allerdings eher undefinierbares Gemüse fand sich ja glücklicherweise in der pikanten, aber leider nicht ganz so fruchtigen Tikka Masala Sauce, mit der die kleine, aber ausreichende, zarte und saftige Hähnchenbrust garniert war. Ich meine Zwiebeln und Möhren identifizieren zu können, aber geschmacklich ließ sich das Gemüse in der Sauce nicht differenzieren, dazu war der leicht fruchtige Currygeschmack zu dominant. Die Hähnchenbrust war zwar an der unteren, schmalen Seite ganz leicht angekokelt, aber darüber konnte man bedenkenlos hinweg sehen. Und auch am Basamatireis als überaus passende Sättigungsbeilage gab es nichts auszusetzen. Wäre schön wenn sie mal Naan-Brot als Alternative bei solchen Gerichten anbieten würden, allerdings kann ich nicht abschätzen ob das viele Leute wählen würden oder ob es sich eher zum Ladenhüter entwickeln würde. Ich war mir aber auf jeden Fall sicher, die beste Alternative aus der heutigen Auswahl an Gerichten getroffen zu haben.
    Mit nur knappen Vorsprung konnte sich die Hähnchenbrust heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern, das Schweinegeschnetzelte war ihm eng auf den Fersen gewesen und belegte einen guten zweiten Platz, gefolgt von den ebenfalls gern gewählten Asia-Gerichten auf dem dritten Platz. Der vegetarische mexikanische Wrap folgte auf einem soliden Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Hähnchenbrust: ++
    Tikka Massala Sauce: ++
    Basmatireis: ++

    Tandoori vom Seelachs mit Asiagemüse & Kokosreis [18.05.2018]

    Friday, May 18th, 2018

    Wie bei früheren Specials in unserem Betriebsrestaurant wurde auch das dieswöchige Spargel-Special am Freitag leider nicht fortgesetzt. Dennoch gab es heute Gerichte auf der Speisekarte, die etwas aus der sonstigen Alltagsküche hervortraten. Neben dem Caesar Salad – Römersalat mit Hühnerfleisch, Speck und Croutons bei Vitality vor allem das Tandoori vom Seelachs mit Asiagemüse und Kokosreis bei Globetrotter. Daneben verblassten die anderen Angebote wie Frisch gebratenes Gemüse in Austernsoße oder Moo Pad Praw Wan – Schweinefleisch mit Gemüse in Kokosmilch und rotem Curry an der Asia-Wok-Theke, dem Germknödel mit Vanillesauce bei Tradition der Region oder dem Zusatzangebot in Form von Schweinegeschnetzelten mit Butternudeln. Und da ich ein gutes Curry immer einem Salat vorziehe, griff ich letztlich zum Seelachs-Tandoori.

    Coalfish tandoori with asia vegetables &  coconut rice / Tandoori vom Seelachs mit Asiagemüse & Kokosreis

    Das Curry selbst machte zwar visuell nicht allzu viel her – vor allem war es mit etwas zu viel Sauce – aber geschmacklich fand ich es dennoch überaus gut gelungen. Die Tandoori-Gewürzmischung gab dem Gericht aus Seelachswürfeln und Asia-Gemüse, vor allem Streifen von Möhren sowie Asia-Pilzen, einen sowohl vollmundiges als auch schön scharfes Aroma. Und ich spreche nicht nur von einer massenkompatblen Schärfe, wie sie viele Gerichte hier in diesem Betriebsrestaurant besitzen, sondern von etwas deutlich stärkeren. Ein sehr leckeres Curry, zu dem natürlich Basmati-Reis als Sättigungsbeilage gehörte. Von Kokos schmeckte ich daran zwar nichts, aber ich will nicht ausschließen dass das Tandoori-Aroma dieses einfach übertünchte, denn ich vermischte Reis und Curry vor dem Verzehr. Kein Hingucker, dieses Seelachs-Tandoori, aber trotzdem sehr schmackhaft. Ich war zumindest zufrieden.
    Den Kampf um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala fochten heute das Tandoori vom Seelachs und der Caesar Salad in einem engen Kopf an Kopf Rennen aus. Mit einem hauchdünnen Vorsprung gewann aber letztlich das Fischcurry. Auf dem dritten Platz folgten die Asia-Gerichte, gefolgt vom Schweinegeschnetzelten aus dem Sonderangebot auf Platz vier und dem Germknödel knapp dahinter auf dem fünften Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Tandoori vom Seelachs: ++
    Kokosreis: ++

    Mongolisches Rindfleisch im Slow Cooker – das Rezept

    Saturday, April 21st, 2018

    Dieses Wochenende kam ich nun endlich dazu, wieder einmal für mich selbst zu kochen. Und für diese Gelegenheit hatte ich mir etwas ganz besonderes herausgesucht: Mongolisches Rindfleisch, das ich in meinem Slow Cooker zubereiten wollte – gefunden hatte ich das Rezept bei The chunky chef. Zugegebenermaßen ist es ein sehr einfaches Rezept und ob es wirklich original mongolisch ist, sei auch mal so dahin gestellt, aber das Ergebnis war ein überaus schmackhaftes Rinfleisch-Curry, das mir sehr gut gemundet hat. Das letzte Mal hatte ich vor 12 Jahren mongolisch gegessen, damal im Garden of Tranquility in San Francisco. Geschmacklich kam mein mongolisches Rindfleisch hier zumindest ran. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Rezept, dass ich natürlich in der gewohnten Form vorstellen werde.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

    650g Rindfleisch zum schmoren
    (Eigentlich wollte ich Flankensteak nehmen wie um ursprünglichen Rezept vorgeschlagen, doch das hatte ich nirgendwo bekommen, daher griff ich auf Roastbeef zurück)
    01 - Zutat Roastbeef / Ingredient roast beef

    100g Maisstärke
    02 - Zutat Maisstärke / Ingredient corn starch

    2-3 Möhren
    03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    3-4 Knoblauchzehen
    04 - Zutat Knoblauchzehen / Ingredient garlic

    1 1/2 Daumen großes Stück Ingwer (Sollte gerieben etwa 2 Teelöffel ergeben)
    05 - Zutat frischer Ingwer / Ingredient fresh ginger

    150ml helle Sojasauce
    07 - Zutat helle Sojasauce / Ingredient light soy sauce

    100g brauner Zucker
    06 - Zutat brauner Zucker / ingredient brown sugar

    2-3 Esslöffel Srirache-Sauce
    08 - Zutat Sriracha-Sauce / Ingredient sriracha sauce

    180-200g Basmati-Reis
    09 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

    sowie evtl. etwas Frühlingszwiebeln und Sesam zum garnieren
    und bei Bedarf etwas Butter zum verfeinern des Reis

    Beginnen wir damit, die Möhren zu schälen
    10 - Möhren schälen / Peel carrots

    und sie in Stifte zu schneiden.
    11 - Möhren in Stifte schneiden / Cut carrots into strips

    Anschließend waschen wir das Roastbeef, tupfen es trocken und schneiden es in kurze, etwas breitere Streifen,
    12 - Roastbeef in Streifen schneiden / Cut beef in stripes

    die wir in einen Gefrierbeutel legen, die Maisstärke dazu geben
    13 - Fleisch & Maisstärke in Beutel geben / Put beef & cornstarch in bag

    und alles dann bei verschlossenen Beutel gründlich durchschütteln, so dass alle Fleischstücke rundherum mit der Maisstärke benetzt sind.
    14 - Beutel kräftig schütteln / Shake bag well

    Außerdem schälen wir den Ingwer,
    15 - Ingwer schälen / Peel ginger

    zerreiben ihn
    16 - Ingwer reiben / Grate ginger

    und schälen schließlich noch die Knoblauchzehen.
    17 - Knoblauch schälen / Peel garlic

    Nun geben wir die Sojasauce und ca. 100ml Wasser in unseren Slow Cooker,
    18 - Sojasauce & Wasser in Slow Cooker geben / Put soy sauce & water in slow cooker

    addieren den geriebenen Ingwer,
    19 - Ingwer hinzufügen / Add ginger

    geben den braunen Zucker hinzu,
    20 - Zucker addieren / Add sugar

    schreddern die Knoblauchzehen hinein – wer keinen Knoblauch-Zerkleinerer wie ich meinen Garlic Master besitzt, kann sie auch vorher manuell zerschneiden –
    21 - Knoblauch dazu schreddern / Mince garlic

    fügen noch zwei bis drei Esslöffel Sriracha-Sauce dazu
    22 - Sriracha-Sauce hinzufügen / Add sriracha sauce

    und verrühren alles gründlich miteinander.
    23 - Gründlich verrühren / Stir well

    In diese Mischung geben wir zuerst die panierten Rindfleisch-Streifen,
    24 - Rindfleisch dazu geben / Add beef

    addieren die in Stifte zerkleinerten Möhren,
    25 - Möhrenstifte addieren / Add carrots

    vermischen alles gründlich miteinander, so dass alles mit der Sauce bedeckt ist
    26 - Vermischen / Mix

    und lassen es dann geschlossen auf HIGH für 2 1/2 – 3 Stunden garen
    27 - Geschlossen schmoren / Braise closed

    wobei wir es hin und wieder natürlich auch mal umrühren – obwohl die Gefahr dass etwas anbrennt beim Slow Cooker eher gering ist.
    28 - Zwischendurch umrühren / Stir in between

    Etwa eine Viertelstunde bevor unser mongolisches Rindfleisch fertig gegart ist, setzten wir einen Topf mit 360 – 400 ml Wasser (je nach verwendeter Reismenge – es gilt doppelte Menge Wasser wie Reis) auf, bringen dieses zum kochen,
    29 - Wasser in Topf erhitzen / Heat up water in pot

    salzen das kochende Wasser mit einem Teelöffel Salz
    30 - Wasser salzen / Salt water

    und geben dann den Reis hinein, um ihn gemäß Packungsbeschreibung geschlossen und auf niedriger Flamme gar ziehen zu lassen. Bei Basamati dauert das in der Regel sieben bis acht Minuten.
    31 - Reis kochen / Cook rice

    Wer mag, kann den fertig gekochten Reis nach dem Auflockern mit einer Gabel noch mit einem Stück Butter verfeinern, indem man sie man unter Verwendung der Resthitze der Platte im heißen Reis zergehen lässt und mit ihm verrührt.
    32 - Gekochten Reis mit Butter verfeinern / Refine cooked rice with butter

    Anschließend können wir den Reis gemeinsam mit dem Rindfleisch servieren, wobei wir das Rindfleisch am besten noch mit etwas Sesam und einigen Ringen Frühlingszwiebeln garnieren.
    33 - Mongolian beef / Mongolisches Rindfleisch - Served / Serviert

    Wie es beim schonenden schmoren im Slow Cooker nicht anders erwartet, war das Rindfleisch wunderbar mürbe und zart geworden, wobei es beim Verzehr regelrecht auf der Zunge zerfiel. Dabei hatte es neben seinem Eigengeschmack auch viel von der pikanten, aber auch süßlichen Sauce angenommen. Erinnerte stark an die Beschreibung des Gerichtes, dass ich damals im einleitend erwähnten mongolischen Restaurant in San Francisco verzehrt hatte, also ließe sich die These es handele sich um ein mongolisches Gericht auch durchaus aufrecht erhalten. Vielleicht hätte ich noch eine in Halbringe geschnittene Gemüsezwiebel hinzu geben können, außerdem würde ich beim nächsten Mal die Möhren erst etwas später unterheben, damit sie nicht ganz so weich gekocht werden, aber prinzipiell durfte ich mit Genugtuung feststellen, dass mein erstes mongolisches Gericht wirklich gut gelungen war. Außerdem wäre noch zu überlegen, den zum garnieren verwendeten Sesam vorher noch etwas ohne Öl in einer Pfanne anzurösten, damit sein Aroma noch deutlicher zur Geltung kommt – aber das ist dann wirklich schon der Feinschliff.

    34 - Mongolian beef / Mongolisches Rindfleisch - Seitenansicht

    Wie meine Recherche außerdem ergeben hat, isst man in der Mongolei eher fettreich und mit viel Fleisch und wenig Gemüse – das Land ist eben kein typischer Agrarstaat, sondern eher die Heimat von Nomaden, die mit und von ihren Tieren leben. Verbreitet sind was Gemüse angeht vor allem Zwiebeln, Möhren und Kohl, der sich auch über den Winter gut lagern lässt. Außerdem gibt es viele verschiedene Käsesorten und sogar alkoholische Getränke wie Airag (auch Kumys genannt) aus vergorener Stutenmilch. Das hier vorgestellte Rezept ist also vielleicht doch gar nicht so unauthentisch, was die mongolische Herkunft angeht – auch wenn man in einer Jurte mitten in der mongolischen Steppe bestimmt keine Zeit mit einem Slow Cooker vergeuden würde. Das Rezept ist aus meiner Sicht aber auf jeden Fall empfehlenswert und schmeckt mit Sicherheit auch mit Lamm, Pferd, Kamel oder dem in der Mongolei ebenfalls sehr beliebten Murmeltier sehr gut. Für den westlichen Magen sollte Rind oder vielleicht noch Lamm aber erst einmal ausreichen, um einen Erstkontakt mit der mongolischen Küche herzustellen.

    Guten Appetit