Pichelsteiner Gemüseeintopf mit Debreziner [11.02.2014]

Einen kurzen Moment liebäugelte ich heute zwar mit den Asia-Gerichten, wo mit Kalon Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton Art, Gaeng Ped Mua – Schweinefleisch gebraten mit Verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce sowie Gebackenes Seelachsfilet mit verschiedenem Gemüse in Chili-Zitronengrassauce eigentlich drei recht gut klingende Angebote auf dem Speisekarte standen. Denn die Parpadelle mit Blattspinat und Kren bei Vitality sagten mir aufgrund des Kren – so nennt man hier Meerrettich – nicht zu und das Schweinesteak “Tessin” mit Schinken und Käse überbacken, dazu Zwiebelsauce und Bratkartoffeln bei Globetrotter erschien mir etwas zu mächtig. Blieb noch der Pichelsteiner Gemüseintopf mit Debeziner, frischen Kräutern und Bauernbrot, welcher bei Tradition der Region zu finden war. Also wählte ich diesen und ergänzte ihn durch einen Fruchtquark aus dem heutigen Dessert-Angebot. In der Vitrine sah der Gemüseeintopf auch wirklich sehr verlockend aus:

Pichelsteiner Gemüseeintopf - Auslage

Leider entsprach das, was ich schließlich erhielt nicht ganz meinen Erwartungen.

Pichelsteiner Gemüseeintopf

Das war leider kein Eintopf, sondern eher ein Süppchen, in dem sich zwar einiges an Gemüse wie Wirsing, Möhren, Kartoffeln, Zwiebeln und Lauch fanden, aber eben nicht in der Menge und Qualität wie ich es erwartet hatte. Aber zurückgehen lassen wollte ich es dann auch nicht – also gab ich mich damit zufrieden. Geschmacklich war es zwar in Ordnung, aber eben nicht so Gehaltvoll wie es erwartet hatte. Und auch die beiden recht fettigen Debreziner und das bereits etwas trockene Bauernbrot ließen etwas zu wünschen übrig. Da ist es kein Wunder dass ich es etwas bereute, dass ich nicht doch bei den Asia-Gerichten zugeschlagen hatte. Zumindest gab es aber an dem kleinen Becher Quark mit zahlreichen Fruchtstückchen von Apfel, Birne, Weintraube und Ananas nichts auszusetzen.
Natürlich war es das Schweinesteak “Tessin”, das heute mit klarem Vorsprung vor allen anderen Gerichten Platz eins auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten dann, aus meiner Sicht ganz unerwartet, die Pappardelle mit Spinat und Kren, die ich meinte noch ein klein bisschen häufiger auf den Tabletts der anderen Gäste zu sehen als die Asia-Gerichte, die somit auf Platz drei landeten. Ungewöhnlich für ein vegetarisches Gericht, aber bei einem so enttäuschenden Pichelsteiner Eintopf, der natürlich auf dem vierten und hintersten Platz landete, auch kein Wunder. Sollte er wieder mal auf der Karte stehen, werde ich es mir auf jeden Fall mehrfach überlegen ob ich noch mal zugreifen werde.

Mein Abschlußurteil:
Pichelsteiner Gemüseeintopf: +/-
Debreziner: +
Bauernbrot: +
Fruchtquark: ++

Pichelsteiner Eintopf mit Bauernbrot [10.12.2012]

Zwar überlegte ich heute einen Moment lang, bei den Asia-Thai-Gerichten zuzuschlagen wo neben Phoaxao – Gebratene Reisnudeln mit Thai-Gemüse nach Namainh-Art auch Gaeng Massaman Moo – Gebratenes Schweinefleisch mit fischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry und – was mich am meisten reizte – Gebackenes Hühnerfleisch mit verschiedenem Gemüse in Erdnuss-Sauce aus der Karte stand. Die Gemüsepfanne auf mediterrane Art mit Kräuterrisotto vom Weichweizen in der Sektion Vitality sprach mich visuell nicht an und das heutige Zusatzangebot in Form einer Dampfnudel mit Vanillesauce – wohl Reste vom Freitag – kam wegen seines Charakters als Süßspeise für mich nicht in Frage. Blieben also noch 3 Stück Bifteki mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Kräuterreis bei Globetrotter und der Pichelsteiner Eintopf mit Bauernbrot in der Abteilung Tradition der Region. Kurzentschlossen fiel meine Wahl schließlich auf den Pichelsteiner Eintopf, denn dieses Gericht erschien mir für einen so kalten Wintertag wie heute, an dem Bayern tief eingeschneit lag, genau das richtige. Dazu gesellte sich dann noch ein Becherchen Zitronen-Mousse auf mein Tablett.

Pichelsteiner Eintopf mit Bauernbrot / Bavarian stew with meat & vegetables and farmhouse bread

Neben einer leider nicht mehr ganz knusprig-frischen Scheibe Grau- bzw. Bauernbrots hatte man hier ein Gericht serviert, der wie ich meine tatsächlich die drei traditionell in einem solchen Gericht gehörenden Fleischsorten von Schwein, Rind und Hammel zu enthalten schien, wobei Schwein und Rind überwogen und ich leider nur ein etwas größeres Stück entdeckte, das meiner Meinung nach vom Hammel stammte. Dazu waren Möhren, Kartoffeln, Wirsing, Zwiebeln und wohl auch etwas Lauch mit hinein gegeben worden. Ein angenehm deftiges und überaus schmackhaftes Gericht, dass meine Erwartungen an ein solches Gericht vollends erfüllte. Einzig beim Bauernbrot muss ich einen kleinen Abzug in der Wertung geben. Aber am luftig-lockeren Zitronenmousse mit einer Garnitur aus Schokostreuseln und einer dünnen Scheibe Zitrone gab es glücklicherweise nichts auszusetzen – die Süße war mit dem Sauren der Zitrone meiner Meinung nach sehr gut abgewogen worden, was dieses Dessert zu einem überaus gelungenen Abschluss des heutigen Mittagsmahls machte.
Als ich mich auf den Tabletts der anderen Gäste umsah, stellte sich schnell heraus dass es heute wohl keinen klaren Sieger beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gab. Sowohl der Pichelsteiner Eintopf als auch die Bifteki schienen gleich beliebt zu sein, weswegen ich wohl beiden Gerichten zu gleichen Teilen diesen Platz zubilligen muss. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gericht, gefolgt von der vegetarischen Gemüsepfanne auf Weiweizen auf Platz vier und schließlich der Dampfnudel auf Platz fünf.
Bei dem Pichelsteiner Eintopf scheint es sich des weiteren um eine erneute Premiere zu handeln, denn ich konnte seit ich in dieser Location esse noch keinen Tag entdecken an dem dieses Gericht ebenfalls angeboten wurde. Aufgrund der guten Resonanz bei den Gästen bleibt also zu hoffen, dass dieses Gericht in der kalten Jahreszeit nun häufiger mal auf der Speisekarte zu finden ist – ich würde es auf jeden Fall sehr begrüßen wenn es sich dabei nicht nur um ein einmaliges Angebot gehandelt haben sollte. Allerdings kann man in Zukunft die Menge an Hammelfleisch gerne noch etwas erhöhen… 😉

Mein Abschlußurteil:
Pichelsteiner Eintopf: ++
Bauernbrot: +
Zitronenmousse: ++

Linseneintopf mit Wiener Würstchen & Bauernbrot [19.11.2012]

Die heutigen Angebote der Asia-Thai-Theke, wo unter anderem Phoxao – Gebratene Reisnudeln mit Asia Thai Gemüse nach Namainh-Art und Moo Pad Prik Bai Kraprao – Rindfleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce klange zwar lecker, aber mein Geschmack lag eher nach einem westlichen Gericht. Und ich wäre auch mit den ursprünglich im Bereich Globetrotter angebotenen Speghetti Bolognese mit Parmesan heute sehr zufrieden gewesen, aber leider hatte man dieses Gericht kurzfristig gegen ein Rinderhackhsteak “Mexico” mit Gemüsesalsa und Reis ausgetauscht, was meiner Meinung nach nicht ganz meine zweite Wahl, den traditionell-regionalen Linseneintopf mit einem Paar Wiener Würstchen und Bauernbrot toppen konnte. Einen kleinen Moment überlegte ich zwar auch, bei der Gemüse-Paella in der Abteilung Vitality zuzugreifen, aber der Linseneintopf erschien mir nach kurzem Abwägen dann doch die bessere Alternative. Zum Eintopf gesellte sich auf dem Weg zur Kasse schließlich noch ein Becherchen Rhabarberquark von der Dessert-Theke auf mein Tablett und komplettierte so mein heutiges Mittagsmahl.

Linseneintopf mit Wüstel

In der klassischen Linseneintopf-Zubereitung fanden sich neben den braunen Linsen auch zahlreiche andere Gemüsesorten wie Kartoffeln, Lauch, Zwiebeln, Möhren und etwas Knollensellerie. Alles war in einem angenehm dicklichen Flüssigkeit angemacht, derman mit einem Schuss Balsamico-Essig auch den für Linseneintopf typische, leicht säuerliche Aroma gegeben hatte wie ich es an diesem Gericht so sehr schätze. Glücklicherweise hatte ich mir dieses Mal Messer und Gabel mit auf das Tablett gepackt, denn die beiden Wiener Würstchen waren in einem ziemlich festen Naturdarm “verpackt”, bei dem ich mit dem Löffel nicht sonderlich weit gekommen wäre und wohl eher eine Sauerei verursacht hätte. 😉 Das Fleisch in den Würstchen hätte zwar etwas stärker gewürzt sein dürfen, aber die waren geschmacklich absolut in Ordnung. Besonders positiv überrascht war ich aber von dem angenehm frischen Bauernbrot mit seiner knusprigen Kruste, das scheinbar tatsächlich erst vor sehr kurzer Zeit den Ofen verlassen zu haben schien und die Bezeichnung Bauernbrot heute absolut verdiente. Gemeinsam mit dem mit zahlreichen Fruchtstücken versehenen, nur leicht gesüßten Rhabarberquark ergab sich somit ein meiner Ansicht nach sehr gelungenes Mittagsmahl, an dem ich heute mal wieder absolut nichts auszusetzen hatte.
Sah man sich auf den anderen Tabletts um, sah man schnell dass auch die anderen Gäste heute am häufigsten bei dem Linseneintopf zugegriffen hatten und diesem Gericht somit einen verdienten ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala bescherte. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, die aber das ebenfalls sehr beliebte Rinderhacksteak “Mexico” nur um eine Nasenlänge schlug und dieses somit auf einen guten Platz drei verdrängte. Und selbst die vegetarische Gemüse-Paella war heute ungewöhnlich beliebt, konnte aber dennoch nur einen guten vierten Platz ergattern. In der Summe ergab sich somit aber eine dem Angebot entsprechende Platzierung, der ich wohl nichts mehr hinzuzufügen brauche.

Mein Abschlußurteil:
Linseneintopf: ++
Wiener Würstchen: ++
Bauernbrot: ++
Rhabarberquark: ++

Bauernbrot – das Backexperiment

Nachdem ich ja vor einigen Tagen ja bereits über die Herstellung von Sauerteig, einem Vorprodukt zum Brotbacken, geschrieben hatte möchte ich heute ein wenig über den nächsten Schritt zur Herstellung eines Sauerteigbrotes berichten. Nach einiger Recherche entschied ich mich dabei für ein Rezept für ein einfaches Bauernbrot.

Was brauchen wir also dazu:
100g Sauerteig (wie man den herstellt steht hier, man kann ihn aber auch fertig kaufen)
500g Weizenmehl (Typ 550)
270g Roggenmehl (Typ 1150)
1 TL Salz
1 TL Zucker
20g Hefe
370ml warmes Wasser

Zuerst geben wir alle oben genannten Zutaten in eine große Schüssel
01 - Zutaten mischen

und kneten sich gut durch. Hier sollte man sich wirklich etwas Zeit nehmen und alles gründlich miteinander vermengen.
02 - Kneten

Das Ergebnis sollte eine feste Teigkugel sein.
03 - Teig vor dem Aufgehen

Nun decken wir die Schüssel gut ab – ich wählte etwas Frischhaltefolie und zusätzlich ein Küchentuch – und lassen den Teig für 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen. Danach sollte der Teig sein Volumen deutlich vergrößert haben, bei mir funktionierte dies wunderbar.
04 - Teig gegangen

Den aufgegangenen Teig formen wir nun auf einer mit Mehl ausgestreuten Fläche zu einem Brotlaib und geben ihn auf ein Backblech welches wir am besten vorher mit einem Blatt Backpapier auslegen.
05 - Formen und auslegen

Mit einem scharfen Messer schneiden wir schräg einige Dehnfugen in die Oberfläche des Brotlaibes und decken das Backblech mit dem Laib darauf mit einem Küchentuch ab.
06 - Abgedeckt gehen lassen

Für zwei bis zweieinhalb Stunden lassen wir das Brot nun weiter gehen. Nach einer Stunden war es bereits gut an Volumen zugenommen,
07 - Gegangen 01

während es in der zweiten Stunde nicht mehr allzu viel an Umfang zunahm. Dabei muss ich zugeben dass die Größe des Laibes meine Erwartungen bei weitem übertroffen hatte.
08 - Gegangen 02

Den Backofen heizen wir etwa fünfzehn Minuten vor dem Ende der Gehzeit auf 190 Grad vor und schieben das Backblech dann auf der mittleren Schiene dort hinein.
09 - Backen 01

Nach einer halben Stunde hat sich der Bräunungsgrad schon einmal gut verbessert, aber das ist erst die Halbzeit.
10 - Backen 02

Nach einer Stunde können wir den Backvorgang beenden
11 - Backen 03

und lassen das Brot auf einem Gitterrost einige Zeit abkühlen. Zuvor sollten wir aber noch kurz mit dem Fingerknöchel auf die Unterseite des Laibes klopfen – klingt es hohl ist das Brot durchgebacken. Ich nutzte für den Abkühlprozess einfach einen umgedrehten Rost aus meinem Backofen. Dabei sollten wir trotz des leckeren und verlockenden Duftes der Versuchung widerstehen das Brot sofort anzuschneiden, davon wurde laut meiner Recherche in mehreren Quellen abgeraten da es wohl dann zusammenfallen könnte.
12 - auskühlen

Nach ca. 30 bis 40 Minuten können wir es schließlich wagen und unseren Brotlaib anschneiden.
13 - Brotscheiben

Das noch warme, knusprige Brot erwies sich als ein wirklicher Genuss, ich ließ es mir nicht nehmen gleich einige Scheiben zum Abendbrot zu verzehren und konnte dabei mein erstes erfolgreich gebackenes Sauerteigbrot wirklich genießen.
14 - Angeschnitten

Die Kruste war meiner Meinung nach genau richtig geraten, nicht zu dünn und nicht zu dick – und auch das Innere erwies sich als angenehm weich und “fluffig” so wie ich es mag. Und auch am für Sauerteigbrot typischen Aroma gab es absolut nichts auszusetzen.
15 - Closeup

Zum Schluss möchte ich noch gestehen dass hier erst mein zweiter Backversuch erfolgreich gewesen ist. Aufgrund eines falschen Rezeptes hatte ich bei dem ersten Versuch zu viel Mehl verwendet und das Brot etwas zu lange gebacken. Das Ergebnis war ein etwas zu hart geratenes und äußerlich nicht allzu ansehnliches Brot, das ich leider größtenteils entsorgen musste.

Aber aus diesem kleinen Misserfolg hatte ich meine Lehren gezogen und war beim zweiten Versuch wie man hier sieht erfolgreich. Natürlich werde ich weitere Versuche in dieser Richtung starten und hier darüber berichten – mit genügend Zeit und etwas mehr Erfahrung bin ich sicher dass ich meine Kenntnisse in der Brotbackkunst noch ausbauen kann. Natürlich reizt es mich dabei auch die Versuche auf Vollkornbrot auszudehnen. Es wird also in nächster Zeit mit Sicherheit noch weitere Berichte in dieser Richtung geben.