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Pikantes Bohnengulasch [03.11.2011]

Thursday, November 3rd, 2011

Der traditionell-regionale Schweinekrustenbraten in Dunkelbiersauce mit Spätzle klang zwar sehr verlockend und auch das Rindergeschnetzelte “Stroganoff” im Reisrand bei Globetrotter sah nicht schlecht aus, aber ich wollte heute mal wieder etwas kürzer treten und entschied mich daher für den Pikanten Bohnengulasch aus dem Bereich Vitality, den ich mir noch mit einem Becherchen Grießbrei auf Aprikosenmarmelade ergänzte. Ein fast gleiches Angebot hatte ich in dieser Location auch bereits hier, hier, hier und hier genutzt. Die Asia-Thai Theke hatte mit Gebratenes Curry-Gemüse nach Thai-Art oder Gai Pad Prik King – Gebratene Hähnchenfiletstreifen mit frischem Gemüse zwar auch recht gut aussehende Angebote, aber irgendwie war mir heute nicht nach Asia-Food.

Pikanter Bohnengulasch / Zesty bean goulash

Unter dem Klacks Sour Cream, den ich mir noch mit etwas gehacktem Schnittlauch garniert hatte, fand sich eine tatsächlich sehr pikant gewürzter Eintopf aus langen grünen und kleinen weißen Bohnen, die mit gewürfelten Zucchini, geschälten und gestückelten Tomaten, Zwiebeln, Möhrenwürfelchen und einigen kleinen, ganzen Salzkartoffeln – eine Mischung die meiner Meinung nach wunderbar zusammenpasste. Natürlich vermengte ich alles mit der aufgetragenen Sour Cream, was die doch deutlich merkbare Schärfe etwas dämpfte und das Gericht außerdem geschmacklich noch etwas verfeinerte. Ein sehr leckeres vegetarische Gericht das bei seinen gerade mal xxx kcal auch den kleinen, recht süßen Becher Grießbrei auf Aprikosenmarmelade noch ohne Bedenken verschmerzen ließ.
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala der Gerichte beim Kantinenpublikum, die ich natürlich auch heute basierend auf Basis meiner Beobachtungen erstellte, belegte ziemlich deutlich der Krustenbraten den ersten Platz. Auf Platz zwei würde ich wie so häufig die Asia-Gerichte einordnen, gefolgt von dem Bohnengulasch der unerwarteter weise noch häufiger als das Rindergeschnetzelte auf den Tabletts der anderen Gäste zu sehen war. Ungewöhnlich für ein vegetarisches Gericht, die ja sonst eher auf dem vierten Platz landen. Aber hin und wieder kommt es eben zu solchen Verschiebungen – und bei so etwas leckeren wie diesem Bohnengulasch ist die Entscheidung dieser Esser auch absolut nachvollziehbar. 😉

Mein Abschlußurteil:
Pikantes Bohnengulasch: ++
Grießbrei auf Aprikosenmarmelade: ++

Gai Pad Praw Wan [26.08.2011]

Friday, August 26th, 2011

Oh Mann – heute erreichten die Temperaturen mit offiziell 35,8 Grad hier in München den wohl höchsten Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. So hörte ich es zumindest als ich vorhin mit dem Auto nach Hause fuhr im Radio. Nicht gerade ein Tag an dem man sonderlich viel Essen möchte. Dennoch hatte ich zur Mittagszeit natürlich Hunger. In der regulären Küche wurden da heute bei Vitality, Marillenknödel in Vanillesauce und Zimt-Zucker bei Tradition der Region und schließlich Calamari mit Remoulade & Kartoffel-Gurkensalat in der Sektion Globetrotter sowie schließlich noch als Tagesangebot ein Salatteller “Nizza” mit Ei auf der Karte. Am ehesten hätte mich hier noch das Hähnchenfilet gereizt, doch da ich diese Woche noch gar nicht im Asia-Thai-Bereich zugegriffen hatte, schaute ich mich heute dort mal verstärkt um. Die Gebackene Ananas und Banane waren zwar weniger für mich, aber sowohl das Gai Pad Praw Wan – Knusprig gebackenes Hähnchenfilet mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce aber auch das Gebackene Fischfilet mit verschiedenem Gemüse in Panang-Sauce. Klang beides lecker – aber irgendwie war mir heute nach etwas süß-saurem, daher erhielt das Asiatische Hähnchenfilet heute den Zuschlag. Etwas ähnliches hatte ich hier und hier schon mal probiert. Dazu gab es wie üblich eine Schale Reis, die ich mir mit einem Esslöffel Chilisauce garnierte. Auf zusätzlichen Nachtisch verzichtete ich heute aber mal.

Im Gegensatz zu den beiden früheren Malen dass ich bei diesem Angebot zugegriffen hatte, waren heute zusätzlich noch grüne Bohnen mit im Gericht verarbeitet. Außerdem fanden sich neben den zarten, ganz dünn mit einer würzigen Panade umgebenen Hähnchenfiletstücken auch noch Paprika in gelb und grün, Chinakohl, Blumenkohl, Möhren, Zitronengras, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und Sprossen in der süß-sauren Sauce. Neben der Tatsache, dass auch weiterhin Glasteller anstatt der früheren langen Schüssel verwendet wurden – was den Verzehr weitaus bequemer macht – fiel mir auch noch auf, dass man das Gemüse sehr viel feiner geschnitten hatte als ich es von früher gewöhnt war – beides durchaus positive Entwicklungen die ich wohlwollend zur Kenntnis nahm. Es gab auch heute mal wieder absolut nichts zu meckern – ich war mit meiner Wahl absolut zufrieden.
Bei den anderen Kantinengästen lagen meinem Eindruck nach heute aber die Calamari am höchsten in der Gunst, gefolgt von dem Hähnchenfilet im Tomatenbett und den Asia-Gerichten denen ich beiden Platz zwei zubilligen würde. Auf Platz drei folgten die Marillenknödel, auf Platz vier schließlich der Salatteller. Hätte bei dem Salatteller bei dem heutigen Wetter eine etwas höhere Platzierung gerechnet – doch die Gunst des Kantinenpublikums hatte mal wieder anders entschieden.

Mein Abschlußurteil:
Gai Pad Praw Wan: ++
Reis: ++

Gebratenes Hähnchen mit Sommergemüse & Rosmarinkartoffeln [21.08.2011]

Sunday, August 21st, 2011

Gebratenes Hähnchen mit Sommergemüse & Rosmarinkartoffeln / Fried chicken with summer vegetables & rosemary potatoes

Heute gab es ein paar gewürzt gebratene Hähnchenstücke zusammen mit ein paar ebenfalls gebratenen Rosmarinkartoffeln und etwas Sommergemüse aus Erbsen, Möhren, Bohnen und Blumenkohl, welches wir noch mit etwas Petersilie ergänzt haben. Zugegebenermaßen handelt es sich hier durchgehend um fertig gekaufte Bestandteile, an musste sie nur noch erhitzen, braten oder in der Mikrowelle erwärmen, aber das tat dem leckeren Geschmack keinerlei Abbruch. Wenn man Sonntag nicht stundenlang in der Küche stehen will ist so eine Zusammenstellung meiner Meinung nach eine absolut akzeptable Alternative.

Kartoffel-Pfifferling-Bohnen-Pfanne mit marinierten Lammkoteletts – das Rezept

Sunday, July 10th, 2011

Zum heutigen Sonntag entschied ich mich dazu, mir eine Pfanne aus Kartoffeln, Pfifferlingen und grünen Bohnen zu kochen und das ganze mit einer Fleischbeilage zu ergänzen. Und zu Bohnen passt nun einmal perfekt Lamm. Lammlachse war mir allerdings zu teuer, daher wählte ich Lammkoteletts, die ich mir vorher noch etwas marinierte. Doch der Focus dieses Beitrags soll auf dem Pfannengericht liegen, daher gehe ich nur am Rande auf die Koteletts ein.

Was brauchen wir also für ca. 2 Portionen?

2 Lammkoteletts

550g Kartoffeln – festkochend
01 - Zutat Kartoffeln

150g grüne Bohnen (Ich wählte TK-Ware die ich noch übrig hatte – frisch ist natürlich noch etwas besser)
02 - Zutat Bohnen

200g Pfifferlinge (Kann ruhig ein paar Gramm mehr sein, es kommt ja zu “Verschnitt”)
03 - Zutat Pfifferlinge

4 Frühlingszwiebeln (1/2 Bund)
04 - Zutat Frühlingszwiebeln

100g geräucherter Speck – gewürfelt
05 - Zutat Speck

1/2 Becher Creme fraiche mit Kräutern
06 - Zutat Creme fraiche kräuter

Außerdem für die Marinade:
5 EL Olivenöl
1 TL Thymian gehackt
1 TL Rosmarin
3-4 Zehen Knoblauch

sowie zum Würzen Salz und Pfeffer, etwas Pflanzenöl zum braten und Mehl zum reinigen der Pfifferlinge.

Zuerst – am besten am Vorabend – mischen wir aus Olivenöl, Thymian, Rosmarin und den gepressten Knoblauchzehen eine Marinade
07 - Marinade mischen

und legen unsere Lammkoteletts darin ein. Dazu lagern wir sie in einem verschlossenen Behältnis im Kühlschrank – am Morgen am besten einmal in den Marinade wenden.
08 - Koteletts marinieren

Am nächsten Tag kochen wir dann erst einmal die Kartoffeln als Pellkartoffeln und legen sie nach dem Kochen zum abkühlen bei Seite.
09 - Kartoffeln kochen

Dann wenden wir uns den Pfifferlingen zu. Ich hatte bisher nichts mit Pfifferlingen gekocht, daher hatte ich mich natürlich im Vorfeld informiert wie man diese am besten reinigt – und diese Methode hier funktionierte wunderbar. Man will ja keinen Dreck von den Pilzen im Essen haben und damit ggf. einen “Knirschfaktor” beim Verzehr. 😉 Von einer Reinigung im Wasserbad wurde an vielen Stellen abgeraten, da sich die Pilze sonst mit dem Wasser vollsaugen und an Geschmack verlieren.
Also: Zuerst prüfen wir die Pilze und entfernen ggf. braune Stellen mit einem Messer.
10 - Pfifferlinge sortieren und beschneiden

Jetzt geben wir alles in ein Sieb und bestäuben die Pilze mit Mehl
11 - Mit Mehl bestäuben

und schütteln sie kräftig durch, wobei Mehl und der von ihm gebundene Schmutz nach unten fällt.
12 - Kräftig schütteln

Schließlich brausen wir sie mit kalten Wasser ab und schütteln sie noch ein weiteres Mal kräftig und lassen sie dann abtropfen. Zu große Pilze können wir auch gleich ein wenig zerschneiden.
13 - Abbrausen

Außerdem waschen wir die Frühlingszwiebeln und schneiden sie in Ringe.
14 - Frühlingszwiebeln schneiden

Unsere Bohnen blanchieren wir für einige Minuten in kochendem, mit einer Prise Salz versehenen Wasser
15 - Bohnen blanchieren

und brausen sie dann mit eiskaltem Wasser ab. Das unterbricht den Garprozess und verhindert dass die Bohnen grau werden.
16 - Bohnen abschrecken

Schließlich schälen wir noch unsere Pellkartoffeln und schneiden sie in grobe Würfel.
17 - Kartoffeln schälen und würfeln

Jetzt geben wir etwas Öl in eine Pfanne und lassen unseren Speck darin aus.
18 - Speck auslassen

Dann geben wir die geschnittenen Kartoffeln hinzu und braten sie für einige Minuten mit an.
19 - Kartoffeln mit anbraten

Damit vor allem wegen der Stärke nichts anpappt, geben wir außerdem einen winzigen Schuss Wasser hinzu.
20 - Schuß Wasser hinzu

Jetzt folgen die Frühlingszwiebeln, die wir für einige Minuten bis das Wasser verdunstet mit anbraten.
21 - Frühlingszwiebeln addieren

Als nächstes addieren wir die Bohnen in die Pfanne
22 - Bohnen dazu geben

und ca. fünf Minuten später folgen die Pfifferlinge.
21 - Pfifferlinge rein

Das ist auch der richtige Zeitpunkt, alles kräftig mit Salz und Pfeffer – bevorzugt natürlich frisch gemahlen – abzuschmecken.
22 - Mit Pfeffer und Salz abschmecken

Während unsere Pfanne weiter auf niedriger Stufe vor sich hin gart, können wir auch die Lammkoteletts aus dem Kühlschrank holen und sie in ihrer Marinade in einer weiteren Pfanne anbraten. Sie brauchen nur fünf bis sechs Minuten um durch zu sein.
23 - Lammkoteletts braten

Sind die Lammkoteletts fast fertig, geben wir noch 1 bis 1,5 EL (halber Becher) Creme fraiche mit Kräutern in unsere Bohnenpfanne dazu
24 - Creme fraiche unterheben

und verrühren alles gut miteinander.
25 -  Kartoffel-Pfifferling-Bohnenpfanne mit Lammkotelettes / Potatoe chanterelles bean stew with marinated lamb chops - verrühren

Und schon können wir unsere heutige Mahlzeit servieren.
26 -  Kartoffel-Pfifferling-Bohnenpfanne mit Lammkotelettes / Potatoe chanterelles bean stew with marinated lamb chops - Fertiges-Gericht

Was das Fleisch angeht erwies sich das Lammkotelett nicht als sonderlich ergiebig wie ich feststellen musste. Dank der Marinade war es zwar angenehm zart und lecker, aber mit etwas Filet oder Lachse wäre ich mit Sicherheit besser gefahren – da war ich an der falschen Stelle geizig gewesen. So bestand das Kotelett zur Hälfte aus Knochen und Fett – aber ich sehe es mal als Erfahrungswert: In Zukunft hier besser nicht am falschen Ende sparen.
Das Pfannengericht aus Kartoffeln, Pfifferlingen, Bohnen und Speck mit Frühlingszwiebeln und Creme fraiche erwies sich aber als wirklich sehr gelungen und passte meiner Meinung nach perfekt zu dem Fleisch. Hier hätte es aber auch normale Creme fraiche oder Creme legere getan, die Kräuternote ist nicht unbedingt notwendig, auch wenn sie meiner Meinung nach nicht schadet.

27 - Kartoffel-Pfifferling-Bohnenpfanne mit Lammkotelettes / Potatoe chanterelles bean stew with marinated lamb chops - CloseUp

Bis auf die Fleischauswahl gibt es also nichts an meiner heutigen Mittagskreation auszusetzen. Und auch was zusätzliche Zutaten angeht die ich hypothetisch noch hätte hinzufügen können bin ich heute eher ratlos, denn ich finde dass genau diese Kombination ideal zusammenpasste. Mehr gibt es dazu heute wirklich nicht zu sagen, außer natürlich:

Guten Appetit

Pla Sam Rod & Feng Shi Tzai Min [18.05.2011]

Wednesday, May 18th, 2011

Heute war wie üblich natürlich für Mittwoch mal wieder mein Fischtag angesagt. Damit fielen der traditionell-regionale Bunte Gemüseeintopf mit vegtarischen Maultauschen und frischen Kräutern (obwohl er sehr lecker klang und aussah) leider weg. Und sein Schicksal teilte auch die Gebratene Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce mit Spätzle in der Sektion Globetrotter. Blieben noch das Barschfilet auf karibische Art aus dem Cajundunst mit kreolischem Bohnenreis bei Vitality – einem Gericht mit dem ich hier, hier, hier und hier schon gute Erfahrungen gemacht hatte und schließlich das Pla Sam Rod – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in Spezialsauce das neben Feng shi Tzau Min – Glasnudeln mit Gemüse in Curry Sauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich dazu, heute mal diesen Asiatischen Gerichten den Vorzug zu geben und dabei den Fisch mit den Glasnudeln zu kombinieren. Dazu kam noch ein Schälchen Reis und ein mit Müsli garnierter Quark aus dem Dessert-Angebot.

Fisch in Spezialsauce & Glasnudeln

Und heute wurde ich – im Gegensatz zu gestern – absolut nicht enttäuscht. Auf der einen Seite der Schale vereinten sich reichlich zarte, paniert gebratene Fischfilets kombiniert mit Zucchini, Frühlingszwiebeln, Paprika, Möhren, Sojakeimlinge, Salat und anderen Gemüsesorten in einer leicht herben, gut zum Fisch passenden “Spezialsauce”. Und auf der anderen Seite fanden sich mit etwas Currysauce leicht pikant gewürzte Glasnudeln in Kombination mit Böhnchen, Karotten und Erbsen. Zusammen mit dem klebrigen Reis, den ich wie üblich mit einem Löffel süß-scharfer Currysauce garniert hatte ergab beides ein wirklich sehr leckeres Mittagsgericht. Der süßliche Quark der mit Haferflocken, Cornflakes und frischen Erdbeeren garniert war, wäre zwar zur Sättigung nicht mehr nötig gewesen, schadete auf der anderen Seite aber auch nicht – außer vielleicht meiner schlanken Linie. 😉
Die anderen Kantinengäste sprachen meiner Meinung nach heute der Putenoberkeule in größter Stückzahl zu, womit ich diesem Gericht den ersten Platz zubilligen würde. Auf Platz zwei folgte meiner Meinung nach der Gemüseeintopf, aber eng gefolgt von den Asia-Gerichten und schließlich dem Barschfilet. Ich hoffe dass man den Gemüseeintopf in nicht allzu baldiger Zukunft noch einmal Angeboten wird – denn die Kombination sah wirklich sehr lecker aus. Nicht dass ich meine Entscheidung bereue, aber ich bin natürlich immer erpicht mal was Neues zu probieren. Und dieses (wohlgemerkt vegetarische) Gericht hatte man meines Wissens bisher noch nicht angeboten.

Mein Abschlußurteil:
Pla Sam Rod: ++
Feng Shi Tzai Min: ++
Reis: ++
Müsli-Quark: ++