Nua Pad King [14.09.2010]

Mein erster Gedanke war es heute das “Bunte Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip” aus dem Bereich Vitality zu wählen – ein Gericht das ich hier und hier schon mal probiert hatte. Zumal man dieses mal auf die Kräuterzweige bzw. das “Gestrüpp” vom letzten Mal verzichtet hatte und sogar die Kartoffeln kleiner geschnitten hatte. Die traditionell-regionale “Rote oder Weiße Currywurst mit Pommes Frites“, die ich hier in weiß und hier in rot schon mal auf dem Teller gehabt hatte, war natürlich zu kalorienlastig. Einzig das “Putensteak Florida mit Mandelreis und und fruchtiger Currysauce” aus dem Bereich Globetrotter – welches übrigens hier bereits mein Tablett geziert hatte – wäre vielleicht noch in Frage gekommen. Aber es gab ja auch noch die Asia-Ecke und die heutigen Angebote dort waren auch nicht von der Hand zu weisen. Die “Krabben mit frischem gebratenem Gemüse in Austernsauce” waren heute aber nichts für mich, denn wie üblich (z.B. hier, hier, hier oder hier) waren die Chitinpanzer an den Schwänzen noch dran und heute war mir wirklich nicht danach jede Krabbe anzufassen. Blieben also noch “Gaeng Kaew Wan Pak Taohoo – Gebratenes Tofu mit frischem Gemüse in scharfem grünen Curry” und “Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer“. Meine Entscheidung fiel letztlich auf das Rindfleisch. Dazu gab es eine Schale Klebereis mit einem Esslöffel Sambal Olek – wie gehabt.

Nua Pad King

Zwischen einer umfangreichen Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten, darunter Salat, Karotten, Zucchini und Mungobohnenkeimlinge, fanden sich reichlich dünn geschnittene und einigermaßen zarte Rindfleischstreifen. Ein wenig scharf waren sie tatsächlich, aber das Sambal Olek überlagerte diese Schärfe eindeutig. Im geschmacklichen Gesamteindruck nahm der Ingwer letztlich nur eine untergeordnete Rolle ein. Gemischt mit dem Reis eine wirklich reichhaltiges und wohl dank mageren Rindfleisches und reichlich Gemüse auch nicht allzu kalorienreiches Mittagsgericht.
Wenn ich mich so in der Kantine umsah, schien heute die Currywurst den größten Zuspruch unter den anderen Kantinengästen zu bekommen. Auf dem zweiten Platz kamen heute wohl die Asia-Speisen, gefolgt von dem Putensteak Florida. Das Gemüse-Ofengemüse kam schließlich auf Platz vier. Vegetarische Gerichte haben es nun mal leider schwer…

Mein Abschlußurteil:
Nua Pad King: ++
Reis: ++

Gaeng Pad Nua [19.08.2010]

Am heutigen Donnerstag bot die reguläre Küche wirklich mal gar nichts was mich begeistern konnte. Zu den zwei Salattellern, einmal ein “Bunter Salatteller mit Schinken und Käsestreifen” bei Vitality und einem weiteren “Bunten Salatteller mit Cevapcici” als Zusatzangebot gab es bei Tradition der Region noch einen “Schweinekrustenbraten mit Dunkelbiersauce und Semmelknödel“, der mir zu kalorienreich erschien und schließlich noch “Cannelloni mit Fleischfüllung in Tomatensauce” bei Globetrotter, ein Gericht das ich hier und hier schon mal probiert hatte. Letzteres wäre vielleicht noch gegangen, trotz der Tatsache dass es mal wieder sehr nach Fertigcannelloni aussah – aber irgendwie war mir nicht danach. Also wandte ich meine Aufmerksamkeit den Asia-Gerichten zu. Dort bot man heute “Asiatisches Gemüse, herzhaft gebraten in Erdnußsauce” als vegetarische Variante sowie “Ente, gebraten mit verschiedem Gemüse in Basilikumsauce” und “Gaeng Pad Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry“. Zwar ging meine erste Intention dazu, die Ente zu wählen, doch irgendwie fand ich nach kurzem Bedenken das Rindfleisch doch etwas verlockender – vor allem wegen des scharfen roten Currys. Dazu gab es wie immer eine Schüssel Reis und einen Esslöffel Sambal Olek.

Gaeng Pad Nua

Zu den zahlreich vorhandenen zarten Rindfleischstücken gesellten sich viele Bambussprossen, Nüsse und natürlich reichlich Gemüse. Zucchini konnte ich mal ausnahmsweise keine entdecken, dafür Paprika, Karotten, Lauch und Salat. Man merkte auch dass der männliche Koch wieder am Werke war, denn dieses Mal war das Gericht deutlich saucenlastiger als am Montag – davon abgesehen fand ich aber nicht dass es qualitativ merkbar schlechter war. Eine leichte Schärfe gab die Sauce auch her – aber sie war deutlich schwächer als jene, die das Sambal Olek dem Gericht gab.
Bei den anderen Kantinengästen schienen sich die Cannelloni der größten Beliebtheit zu erfreuen, knapp gefolgt von dem Schweinekrustenbraten und dann den Asia-Gerichten. Die Salatteller, die ich natürlich nur bedingt auseinanderhalten konnte wenn die Teller leer waren, kamen dann auf dem folgenden Platz – aber war auch nicht gerade unbeliebt.
Mir hat mein heutiges Gericht auf jeden Fall wieder sehr gut geschmeckt und so schönes zartes Rindfleisch erwies sich durchaus als tragbare Alternative zum sonst von mir bevorzugten Geflügelfleisch. Und so extrem viel mehr Kalorien hat es ja auch nicht.

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Pad Nua: ++
Reis: ++

Pikantes Reisfleisch [25.11.2009]

Das heutige Mittagsangebot war ungewöhnlich groß, denn zusätzlich zu den drei Standard-Asia-Gerichten (u.a. “Nasi Goreng – Gebratener Gorenreis mit verschiedenen Gemüsesorten” und “Pla Pad Ped- Gebackenes Fischfilet mit Chili Bratgemüse“) gab es wieder eine “Asiatische Suppe mit Glasnudeln, Gemüse und Hühnerfleisch“. Und auch zu den europäischen Gerichten – zum einen “Seelachsfilet im Pfirsich- Ingwer- Sud mit Kugel von Jasmin- Duftreis” bei den Vitality-Speisen, “Kartoffeltaschen mit Frischkäse gefüllt auf bunten Rahmgemüse” bei den traditionell-regionalen Mahlzeiten und “Gebratene Putenoberkeule auf Orangensauce mit Spätzle” bei den Globetrotter-Gerichten – gab es noch ein Tagesangebot in Form eines “Pikanten Reisfleisches vom Rind und Schwein“.
Ich war erst geneigt die Kartoffeltaschen zu nehmen, da diese mir das letzte mal ja so gut gemundet hatten, aber schließlich entschied ich mich dann doch noch um und wählte jenes Pikante Reisfleisch, welches ich mir noch mit einem Becherchen Tiramisu-Creme versüßte.

Pikantes Reisfleisch

Und ich muß sagen: Das Zeug war wirklich mehr als nur Pikant. Durch die Zugabe von grünen Pepperoni und wohl auch ein paar Scheiben roter Pepperoni hatte dieses Reisgericht eine wirklich mehr als nur aktzeptable Schärfe. Da konnte ich noch mal drüber weg sehen, dass die Qualität einiger weniger Fleischstücke – und davon waren angenehm viele in der Reismasse verborgen – negativ durch viel Fett auffielen. Der mit zwei Schoko-Kaffebohnenimitaten garnierte Nachtisch wiederum erwies sich als nicht so gelungen, denn auf der Creme hatte sich wohl durch zu lange Zeit an der Luft ein dicker, zäher Film gebildet, der den Genuß etwas minderte. Aber das Reisfleisch, wenn auch ein eher einfach zu kochendes Gericht, war wirklich sehr gelungen. So etwas kann es ruhig häufiger geben.

Mein Abschlußurteil:
Reisfleisch: ++
Tiramisucreme: +/-

Rinderhack-Wrap, Salat & Dip [13.10.2009]

Zum zweiten und letzten Tag unserer Schulung in Karlsruhe begaben wir uns natürlich wieder in das dortige Betriebsrestaurant. Zur Auswahl standen heute leider keine Pizza, dafür aber unter anderem “Lachsfilet mit Schwarzwurzelgemüse“, “Vegetarische Lasagne” und schließlich ein “Wrap mit Rinderhack, Dip und Salat“. Für letzteren entschied ich mich und nahm mir dazu noch eine Schale Himberquark als Nachtisch.

Wrap mit Rinderhack, Salat und Dip

Und ich war positiv überrascht – dieses Mal hatte ich wirklich ins volle getroffen (auch wenn mich der Lachs durchaus ebenfalls gereizte hätte). Der Wrap aus Tortillateig beherbergte neben dem bereits in der Produktbezeichnung angepriesenen Rinderhack auch eine herzhafte Tomatensauce, einige Pepperonischeiben und Paprika sowie wohl auch ein paar Zwiebeln und etwas Käse. War wirklich angenehm würzig und scharf. Dazu gab es neben Blattsalat einen sehr würzigen Salat aus fein gehackter Zuchini und einen Dip aus Sour Cream. Der mit Käse garnierte Tortilla-Teig hätte etwas knuspriger sein können, aber davon abgesehen ein wirklich gelungenes Gericht. Der fruchtige Himbeerquark wäre eigentlich nicht mehr unbedingt notwendig, aber mundete mir dennoch sehr gut.

Mein Abschlußurteil:
Rinderhack-Wrap: ++
Salat: ++
Dip: ++
Himbeerquark: ++

Rindsroulade mit Blaukraut [07.10.2009]

Das “Gebratenes Forellenfilet auf Ratatouillegemüse und Kräuterkartoffeln” auf der heutigen Mittagskarte klang wirklich gut, und auch die “Ravioli mit Käsefüllung an Ruccola in Kürbissauce ” sahen in der Essensvitrine nicht schlecht aus. Von der Asia-Theke hätte mich wohl der “Gebackene Lachs mit Gemüse und Chinapilzen” am meisten gereizt. Aber letztlich fiel meine Wahl dann doch auf die “Hausgemachte Rinderroulade dazu Kartoffelpüree und Blaukraut“. Dazu nahm ich mir noch einen kleinen Fruchquark mit Pfirsich und Weintraube(n).

Rindsroulade mit Blaukraut

War wirklich sehr zufrieden. An Kartoffelpüree und Rot- bzw. Blaukraut gab es absolut nichts auszusetzen und auch die Roulade war vollkommen in Ordnung. Als Füllung fanden sich an den Enden primär Zwiebeln und in der Mitte – ganz wie man es gewohnt ist – ein Stück eingelegter Gurke und außerdem auch ein wenig Karottenstreifen.

Rindsroulade Füllung

Außerdem meine ich auch Bacon-Speck dazwischen entdeckt zu haben. Hat auf jeden Fall mal wieder sehr gut geschmeckt. Der Fruchtquark danach wäre zwar nicht unbedingt notwendig gewesen, schadete aber auch nicht. Sehr gute Wahl – die hiesige Kantine hat durchaus Potential, das steht außer Frage. Vor allem durch die Tatsache dass sie auch den visuellen Gesichtspunkt nicht außer Acht lassen und auf jedes Gericht zumindest etwas Petersilie oder ähnliches Kraut streuen, um es für das Auge des Verzeherers noch etwas aufzuwerten.

Mein Abschlußurteil:
Rindsroulade: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelpüree: ++
Fruchtquark: ++