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Pizza “Mexico” mit Rinderhackfleisch, Mais und Peperoni [01.04.2015]

Friday, April 1st, 2016

Da ich ja bereits am Mittwoch auf mein Fischgericht verzichtet hatte, wäre es am heutigen Freitag eigentlich an der Zeit gewesen zu dem wie üblich an diesem Wochentag angebotene Gericht mit diesem wichtigen Eiweißlieferanten zu greifen. Und mit Lachswürfel in Spinat-Weißweinsauce und Butternudeln stand im Bereich Globetrotter auch ein überaus akzeptables Gericht auf der Speisekarte. Wäre da nicht die Pizza “Mexico” mit Rinderhackfleisch, Mais und Peperoni im Abschnitt Tradition der Region (was ja überhaupt nicht passte) gewesen, für die man extra den restauranteigenen Steinofen angeworfen hatte, um sie frisch fertig zu backen. Einen kurzen Moment zögerte ich zwar noch, aber als ich sah dass man zusätzlich auch Jalapenos mit auf die Pizza tat, war ich endgültig von diesem Gericht überzeugt und stellte mich an die kleine Schlange, die sich bereits vor der zugehörigen Theke gebildet hatte. Der Milchreis mit Zimt, Zucker und Waldbeeren sowie die Angebote an der Asia-Thai-Theke wie Gebackene Ananas und Banane, San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce oder Gebratenes Lamm mit verschiedenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce – letzteres wohl Reste vom Mittwoch – kamen nicht in die nähere Auswahl. Auf weitere Applikationen wie Salat, Gemüse oder ein Dessert verzichtete ich heute aber.

Ground meat pizza "Mexico" with jalapenos / Hackfleisch-Pizza "Mexico" mit Jalapenos

Warum man die Mischung aus viel krümelig angebratenen Rinderhackfleischs, Mais, Kidnesbohnen und Käse in der Mitte der Pizza konzentriert und nicht über die gesamte zu Verfügung stehende Fläche der Teigscheibe verteilt hatte erschloss sich mir zwar nicht so ganz, aber zum Glück war dort genügend Hackfleisch um dies manuell ein wenig auszugleichen. Das mit reichlich Pizzagewürz versehene Hackfleisch war zwar qualitativ mit Sicherheit keine Spitzenqualität und ich hätte mir deutlich mehr Gemüse wie Mais und Kidneybohnen gewünscht, aber prinzipiell handelte es sich, auch dank der deutlich scharfen Jalapenos und der mild-scharfen Peperoni mit denen sie garniert war, um eine überaus schmackhafte Pizza. Ich war mit meiner Wahl zufrieden.
Als ich mich auf den Tabletts der anderen Gäste umsah, schien es mir so als wären heute die Lachswürfel in Spinat-Weißweinsauce ein klein wenig beliebter als die Pizza gewesen. Somit gebührt dem Fischgericht heute der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitskala, aber der Vorsprung zu Hackfleischpizza auf dem zweiten Platz war wirklich nur gering. Auf dem dritten Platz folgten die Asia-Gerichte und auf Platz vier folgte schließlich der Milchreis.

Mein Abschlußurteil:
Pizza “Mexico”: ++

Gemischtes Gulasch mit Rotkraut & Klößen [27.03.2016]

Sunday, March 27th, 2016
Mixed goulash with red cabagge & dumplings / Gemischter Gulasch mit Rotkraut & Klößen

Zum heutigen Ostersonntag hatten wir uns mal nicht für das sonst so gern an diesem Datum zubereitete Lamm entschieden, sondern für einen gemischten Gulasch aus Stücken von Schweine- und Rindfleisch, den wir mit Paprika und frischen Champignons verfeinerten. Dazu gab es mit gerösteten Brotkrumen gefüllte Kartoffelklöße und mit Apfelstückchen versetztes Rotkraut. Ich persönlich hätte die Sauce vielleicht noch etwas dickflüssiger gemacht, aber ansonsten ein wirklich leckeres Mittagsmahl für einen Feiertag wie heute.

Texas Beef Chili – das Rezept

Sunday, February 14th, 2016

Heute wollte ich mal eine wieder eine neue Variante eines Chili con Carne ausprobieren, denn ich hatte mit dem Texas Beef Chili endlich mal wieder eine neue Variante dieses von mir so geschätzten Gerichts gefunden, die es mir wert erschien gekocht und probiert zu werden. Ich hatte ja bereits verschiedene Varianten des klassischen Chili con Carne mit Hackfleisch, inklusive einer Version mit mit Kürbis, sowie in Variante mit Putenfleisch hier im Laufe der Zeit vorgestellt, aber Rindfleisch hatte ich bisher noch nicht für ein solches Gericht verwendet. Das holte ich heute nun nach und war von dem Ergebnis wirklich begeistert, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorstellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

800g Rindfleisch (z.B. aus der Keule)
01 - Zutat Rindfleisch / Ingredient beef

200g Bauchfleisch
02 - Zutat Bauchfleisch / Ingredient pork belly

2 rote Peperoni
03 - Zutat Peperoni / Ingredient peperoni

1 Gemüsezwiebel
04 - Zutat Gemüsezwiebel / Ingredient onion

2-3 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 Dose Kidneybohnen (400g)
06 - Zutat Kidneybohnen / Ingredient kidney beans

400g Tomaten in Stücken
07 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

1 kleine Dose Mais
08 - Zutat Mais / Ingredient corn

400ml Fleischbrühe
09 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat broth

150ml trockener Weißwein
10 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

50g zartbittere Schokolade (mind. 50% Kakaoanteil)
11 - Zutat zartbittere Schokolade / Ingredient bittersweet chocolate

2 Esslöffel Tomatenmark
09 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

2 Teelöffel Oregano
13 - Zutat Oregano / Ingredient oregano

2 Teelöffel geräuchertes Paprikapulver (Ersatzweise: scharfes Paprikapulver)
14 - Zutat geräuchertes Paprika / Ingredient smoked paprika

2 Teelöffel Kreuzkümmel
15 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

200g Schmand
12 - Zutat Schmand / Ingredient sour cream

sowie etwas Olivenöl zum braten
und etwas Chiliflocken, Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu würfeln wir das Bauchfleisch,
16 - Bauchfleisch würfeln / Dice pork belly

waschen das Rindfleisch, tupfen es trocken
17 - Rindfleisch waschen / Wash beef

und schneiden es in mundgerechte Stücke,
18 - Rindfleisch würfeln / Dice beef

zerkleinern die Zwiebel,
19 - Zwiebel zerkleinern / Mince onion

entkernen die Peperoni,
20 - Peperoni entkernen / Decore peperoni

schneiden sie in schmale Streifen
21 - Peperoni in Streifen schneiden / Cut peperoni in slice

und hacken schließlich noch die Knoblauchzehen.
22 - Knoblauch hacken / Hackle garlic

Anschließend erhitzen wir zwei Esslöffel Olivenöl in einem Topf oder einer Pfanne auf erhöhter Stufe,
23 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

geben das zerkleinerte Rindfleisch portionsweise hinein
24 - Rindfleisch in Pfanne geben / Put beef in pan

braten es scharf von allen an, wobei wir es auch gleich mit Salz, Pfeffer und geräuchertem Paprikapulver würzen
25 - Rindfleisch scharf anbraten & würzen / Sear & season beef

und stellen es dann bei Seite.
26 - Rindfleisch aus Pfanne entnehmen / Take beef from pan

Dann reduzieren wir die Platte auf die mittlere Stufe, geben das Bauchfleisch in die Pfanne,
27 - Bauchfleisch in Pfanne geben / Put pork belly in pan

braten es rundherum an
28 - Bauchfleisch anbraten / Fry pork belly

und stellen es ebenfalls bei Seite.
29 - Bauchfleisch bei Seite stellen / Remove pork belly

Im verbliebenen Bratenfett, ggf. unter Zugabe von etwas mehr Olivenöl, dünsten wir nun Zwiebeln,Knoblauch
30 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

sowie sie Peperoni-Streifen an,
31 - Peperoni hinzufügen / Add peperoni

streuen die jeweils zwei Teelöffel Oregano und Kreuzkümmel ein,
32 - Oregano & Kreuzkümmel einstreuen / Intersperse oregano & cumin

addieren die beiden Esslöffel Tomatenmark,
33 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

und geben außerdem noch zwei Teelöffel Paprikapulver hinein.
34 - Paprikapulver hinzufügen / Add paprika

Nachdem wir alles für zwei bis drei Minuten angeröstet haben, geben wir das zuvor angebratene Bauch- und Rindfleisch zurück in die Pfanne
36 - Angebratenes Fleisch wieder dazu geben / Add fried meat

vermischen es mit den angerösteten Gewürzen und dem Tomatenmark, lassen es wieder heiß werden
37 - Vermischen / Mix

und löschen schließlich alles mit dem trocknen Weißwein ab, den wir etwas einkochen lassen.
38 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

Dann geben wir die Tomatenstücke dazu,
39 - Tomaten addieren / Add tomatoes

gießen alles mit der Fleischbrühe auf,
40 - Mit Fleischbrühe aufgießen / Drain meat broth

lassen alles kurz aufkochen
41 - Aufkochen lassen / Bring to a boil

und dann geschlossen für 1 1/2 Stunden auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln
42 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

wobei wir es zwischendurch natürlich immer mal umrühren sollten, damit nichts anbrennt.
43 - Zwischendurch umrühren / Stir from time to time

Kurz vor Ablauf dieser eineinhalb Stunden geben wir Kidneybohnen und Mais in ein Sieb und lassen beides abtropfen.
44 - Kidneybohnen & Mais abtropfen lassen / Drain kidney beans & corn

Schließlich geben wir die zartbittere Schokolade in die Pfanne,
45 - Schokolade hinzufügen / Add chocolate

lassen sie schmelzen, verrühren sie dabei mit den anderen Zutaten,
46 - Schokolade schmelzen lassen / Let chocolate melt

geben Kidneybohnen sowie Mais hinzu, lassen alles weiter köcheln
47 - Kidneybohnen & Mais hinzufügen / Add kidney beans & corn

und schmecken das Ganze kräftig mit Salz, Pfeffer, Paprika und Chiliflocken ab.
48 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

Ganz zum Schluss schalten wir die Kochplatte aus, geben 2/3el des Schmand hinein
49 - Schmand addieren / Add sour cream

und verrühren ihn gründlich,
50 - Schmand verrühren / Stir in sour cream

Anschließend können wir unser Texas Beef Chili, gemeinsam mit frischem Baguette bzw. Pita und mit einem Klecks des verbliebenen Schmands garniert, servieren und genießen.
51 - Texas Beef Chili - Served / Serviert

Das dank des langen schmorens schön zarte Rindfleisch harmonierte geschmacklich wunderbar mit den fruchtigen Tomaten, der Gewürzkombination aus Chili, Kreuzkümmel und geräuchertem Paprika sowie der herben Süße der Zartbitterschokolade. Gemeinsam mit Mais und Kidneybohnen sowie der cremigen, würzigen und gleichzeitig fruchtigen Sauce ergab sich ein wirklich sehr leckeres und gelungenes Chili-Gericht, das sich auch was die Schärfe anging nicht zu verstecken brauchte. Ein überaus gelungenes Gericht, das ich mit Sicherheit nicht das letzte Mal zubereitet habe.

52 - Texas Beef Chili - Side view / Seitenansicht

Werfen wir abschließend noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Kalkulation nach hat die gesamte Zubereitung etwa 2800kcal, aufgeteilt auf vier Portionen liegen wir somit also bei 700kcal pro Portion. Dazu kommt natürlich noch das Brot, das man evtl. dazu serviert. Keine leichte Kost, aber der leckere Geschmack entlohnt einen für die paar mehr Kalorien alle Mal. 😉 Wer den Wert etwas reduzieren will, kann eventuell überlegen die Fleischmenge insgesamt etwas zu reduzieren, denn vor allem Rindfleisch und Bauchfleisch sind hier (wie üblich) die hauptsächlichen Kalorien-Lieferenten.

Guten Appetit

Tiroler Geröstl mit Spiegelei [12.02.2016]

Friday, February 12th, 2016

Obwohl es Freitag war, einem Tag an dem es in der christlichen westlichen Welt ja eigentlich Tradition ist Fisch zu essen, war heute kein einziges Fischgericht auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden. Statt dessen fand sich im Abschnitt Vitality Tiroler Geröstel mit Spiegelei, bei Tradition der Region Apfelstrudel mit Vanillesauce, bei Globetrotter ein 1/2 Grillhendel mit Kartoffelsalat und bei den Asia-Thai-Gerichten Gebackene Ananas und Banane sowie Pad Pieew Wan – Schweinefleisch süß-sauer mit Ananas, Kirschtomaten und Lauchzwiebeln. Das Grillhendl klang zwar lecker und sah auch gut aus, aber da ich erst vor zwei Tagen Kartoffelsalat zum Rotbarschfilet gegessen hatte, griff ich heute doch lieber beim Geröstl zu. Dazu gesellte sich noch ein kleiner Becher Obstsalat aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Tiroler Geröstl mit Spiegelei

Das Spiegelei, mit dem man das Gericht gemeinsam mit etwas Petersilie sozusagen garniert hatte, war heute leider etwas verunglückt und das Eigelb offensichtlich ausgelaufen, aber das änderte glücklicherweise nichts am Geschmack. Darunter fand sich eine Mischung aus Kartoffelwürfeln, Lauch, Zwiebeln und verschiedenen Fleischsorten von Rind, Schwein und Geflügel, womit dieses Geröstl zumindest seinem Ruf als typisches Reste-Gericht alle Ehre machte. Doch die Tatsache dass viele Fleischstücke eher trocken waren und die Kartoffeln nicht geröstet – wie man aufgrund des Namens hätte vermuten können – waren, sondern eher matschig, kann ich der Hauptspeise heute keinesfalls volle Punktzahl geben. Es sättigte und war gut gewürzt, aber für mehr reichte es heute nicht. Am Obstsalat aus Mandarine, Melone, Apfel und Birne gab es aber nichts auszusetzen.
Mit einem kleinen Vorsprung gelang es heute dem Grillhendl, sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu sichern, das Kartoffelgeröstl war ihm aber eng auf den Fersen und belegte Platz zwei. Und auch die Asia-Gerichte lagen eng auf, für mehr als den dritten Platz reichte es aber nicht. Platz vier belegte schließlich der Apfelstrudel mit Vanillesauce.

Mein Abschlußurteil:
Spiegelei: +
Kartoffelgeröstl: +
Obstsalat: ++

Mietwagensuche & der Strand von Cabarete [28.12.2015]

Monday, December 28th, 2015

Am ersten Tag ging es erst einmal auf Mietwagensuche, denn ich wollte ein wenig Mobil sein. Es gibt zwar neben regulären Taxis, die aber vor allem vor Touristen recht kostspielig sind auch sogenannte Moto-Taxis, also Motorradfahrer, die bis zu drei, teilweise sogar vier, Personen auf ihrem Rad gegen eine geringe Gebühr von A nach B bringen und die sogenannten Öffentlichen Taxis (Public Taxi), die immer nur eine bestimmte Route fahren und dabei die Personen aufnehmen, die ihnen am Straßenrand zuwinken, aber beides hat deutliche Nachteile. Die Moto-Taxis sind mir persönlich zu unsicher, denn ohne Helm auf dieses schlecht gewarteten Motorräder, die teilweise nicht mal über Beleuchtung verfügen herum gefahren zu werden war nichts für mich und in den Öffentlichen Taxis ist Gruppenkuscheln angesagt, denn sind fünf bis sechs Personen auf dem Rücksitz und zwei Personen auf dem Vordersitz keine Seltenheit. Da war mir schon ein eigenes Gefährt lieber, auch wenn der Verkehr in der Dominikanischen Republik eine Sache für sich ist, doch dazu später mehr.
Zuerst machten wir uns in Sosua auf die Suche, wobei wir auch in einem Schnellrestaurant mit Namen Café Tropical gleich zu Mittag aßen. Die Auswahl bestand aus landestypischen Gerichten, die man sich an einer Theke vom dortigen Personal in beliebiger Kombination zusammen stellen lassen konnte. Ich entschied mich für etwas Rindfleisch mit dunklem Reis, eine Käsekartoffel und etwas Salat mit Joghurtdressing.

Beef with rice, potato & salad / Rindfleisch mit Reis, Kartoffel & Salat

War aus meiner Sicht zwar in Ordnung, aber die Komponenten waren teilweise nicht mehr ganz heiß, da sie in einer Warmhaltetheke bereit gehalten worden waren. Prinzipiell aber in Ordnung und vollkommen ausreichend um den Hunger zu stillen – und das für etwa 250 Dominikanische Pesos, also knapp 5 Euro. Wobei ich denke, dass auch hier schon ein Touristenaufschlag berechnet worden war.
Es folgten einige Besuche bei verschiedenen Autovermietern, bei denen jedoch erst einmal nichts wirklich passendes zu finden war. Verschiedene große Wagen für 3500 bis 4000 Pesos pro Tag, also 70 bis 80 Euro, fand ich schon etwas happig. Daher beschlossen wir uns dazu, uns auch noch einmal im angrenzenden Cabarete umzuhören, das wir über eines der oben bereits erwähnten Public Taxis erreichten, was uns gerade mal 50 Pesos, also einen Euro, pro Person kostet. Nach einer auch hier eher erfolglosen Suche, entschieden wir uns dazu erst einmal am Strand von Cabarete etwas auszuspannen und ein paar (nicht alkoholische) Drinks zu genießen. Bei einer Temperatur von 29 bis 30 Grad und etwa 80% Luftfeuchtigkeit ist das ständige herum laufen doch etwas anstrengend.

Cabarete Beach Cabarete Beach

Dabei recherchierten wir nach weiteren Autovermietern und stießen dabei auf einen Anbieter in Sosua, den wir bisher übersehen hatten, da er etwas abseits gelegen war. Nach unserer Pause ging es also via Public Taxi wieder zurück nach Sosua, wo wir uns auf den Weg zu jenem Autovermieter machten. Unterwegs gelang mir dabei eine schöne Aufnahme eines mobilen Gemüsestandes, die hier immer mal wieder zu sehen waren, wie sie langsam durch die Straßen fuhren oder am Straßenrand standen, um ihre Waren anzubieten.

Mobile Vegetable Market / Mobiler Gemüsemarkt

Als wir schließlich den Autovermieter erreichten, bot man uns dort einen roten Toyota Geländewagen an, der zuerst 2500 Pesos am Tag kosten sollte. Nach einigen Verhandlungen und der Übernahme des Wagen für eine ganze Woche, ließ sich der Vermieter schließlich auf 2000 Pesos (40 Euro) am Tag herunter handeln. Das war bei weitem das günstigste Angebot dass wir bisher gefunden hatten, daher entschlossen wir uns zuzugreifen. Das Auto war zwar nicht im besten Zustand, die Motorkontroll-Leuchte war an und der Tank so gut wie leer, aber der Vermieter versicherte uns dass das Auto in Ordnung wäre und dass wir ihn anrufen könnten, sollte es Probleme geben.

Rental car

Zwar besaß der Wagen – wie die meisten Autos hier – ein Automatikgetriebe, aber spätestens seit meinen Reisen durch die USA komme ich auch damit exzellent zurecht. Und das Auto fuhr sich trotz seines nicht perfekten Allgemeinzustandes erstaunlich gut. Nur ist der Verkehr in der Dominikanischen Republik so eine Sache: Es gibt zwar bestimmt irgend welche Verkehrsregeln, aber
daran halten tut sich eigentlich niemand und der Polizei scheint das auch recht egal zu sein. Da wird eben links und rechts überholt, teilweise auch in zweiter Reihe, der Gebrauch des Blinkers ist unbekannt, während die Hupe zum ständigen Handwerkszeug gehört. Und dabei spreche ich hier nur von den anderen Autos, hinzu kommen noch die vielen Motorräder und Mopeds, die sich überall hindurch schlängeln und auch mal bei Rot über die Ampel fahren – kontrolliert wird ja eh nicht. Und Nachts wird es noch schlimmer, denn zum einen gibt es viele Motorräder, die ohne Beleuchtung fahren oder gar keine solche besitzen, zum anderen gibt es viele Autos, die über zusätzliche helle Scheinwerfer-Batterien in der Front verfügen, so dass der entgegenkommende Verkehr von ihnen permanent geblendet wird. Verlässt man einen solchen Bereich, brauchen die Augen einige Sekunden um sich an die folgende Dunkelheit zu gewöhnen und wenn dann ein unbeleuchteter Motorradfahrer vor einem Auftaucht, kann schnell etwas passieren. Daher ist ständige höchste Aufmerksamkeit vom Autofahrer gefordert, vor allem wenn er aus einem straßenverkehrstechnisch eher gesitteten Land wie Deutschland stammt.
Das erste und zum Glück einzige problem mit dem Mietwagen hatte ich dann auch gleich am Folgetag, denn als ich morgens den Motor starten wollte, war die Batterie leer – und das obwohl ich darauf geachtete hatte alle Verbraucher zu deaktivieren. Also rief ich beim Vermieter an und dieser kam eine halbe Stunde später mit einer frischen Batterie, die er mir kostenlos einbaute. Danach schnurrte der Wagen ohne weitere Probleme.