Posts Tagged ‘bell pepper’

Paprikagulasch vom Schwein mit Röstis [06.03.2017]

Monday, March 6th, 2017

Das Angebot unseres Betriebsrestaurants am heutigen Montag würde ich als Standardmässig und ohne große Überraschungen bezeichnen. Die Speisekarte bot mal wieder viele bereits gut bekannte Gerichte wie Mexikanische Chili-Linsen im Bereich Vitality, einen Paprikagulasch vom Schwein mit Röstis bei Tradition der Region, Spaghetti al Arrabiata mit Kirschtomaten und Parmesan bei Globetrotter sowie schließlich noch Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und Gang Gai Mai – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnusssauce an der Asia-Thai-Theke. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen und griff beim Paprikagulasch zu. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Blumenkohlgemüse aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Pork bell pepper goulash with hash browns / Paprikagulasch vom Schwein mit Röstis

Die Gulaschzubereitung aus recht kleinteiligem Schweinefleisch sowie Streifen von roter und grüner Paprika erwies sich als angenehm würzig, leicht pikant und seitens der Sauce heute auch mal nicht zu dünnflüssig geraten, wie es sonst so oft der Fall ist. Ich fand ihn gut gelungen, wobei ich allerdings bei zu viel kleinteiligem Fleisch immer an Resteverwertung denken muss. 😉 Die genau abgezählten vier Röstis als Sättigungsbeilage erschienen im ersten Moment als etwas dunkel geraten, erwiesen sich aber als genau richtig: außen knusprig und innen noch schön weich. So wie es bei Röstis sein solle. Und auch der mit Kräutern und ein klein wenig Chili gewürzte, offenbar gebackene Blumenkohl besaß noch angenehm viel biss und wirkte nicht abgestanden, wie es sonst so oft der Fall an der Gemüsetheke ist. Aber es ist ja auch Montag, das wird sich in den nächsten Tagen, in denen der Blumenkohl wahrscheinlich ebenfalls an der Gemüsetheke angeboten wird, bestimmt noch ändern. Insgesamt also eine gute Wahl. Ich war überaus zufrieden mit meinem heutigen Mittagsmenu.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, schien sich auch hier herauszukristallisieren, dass der Paprikagulasch heute das Rennen machte und sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf einem guten zweiten Platz folgten die Asia-Gerichte, die sich knapp gegen die Spaghetti al Arrabiata auf Platz drei durchsetzen konnten. Den vierten Platz schließlich belegten die mexikanischen Chililinsen.

Mein Abschlußurteil:
Paprikagulasch vom Schwein: ++
Röstis: ++
Blumenkohl: ++

Hamburger Backfisch mit Remouladensauce & hausgemachten Kartoffelsalat [17.02.2017]

Friday, February 17th, 2017

Zwar hatte man heute mal wieder den restauranteigenen Steinofen angeworfen und bot im Abschnitt Vitality mit einer Ofenfrischen Pizza Diavolo mit Paprika, Zwiebeln, Oliven, milden Peperoni und spanischer Chorizo an, doch irgendwie kam man an der Ausgabetheke nicht in die Pötte und die Schlange wurde immer länger, daher entschied ich mich kurzfristig dann doch für den Hamburger Backfisch mit Remouladensauce und hausgemachten Kartoffelsalat, den man heute im Bereich Globetrotter anbot. Am Milchreis mit Waldbeerenkompott bei Tradition der Region oder den Asia-Thai-Angeboten wie Gebackene Ananas und Banane sowie San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce hate ich keinerlei Interesse. Dazu nahm ich mir von der Gemüsetheke noch ein Schälchen mit einer Mischung aus Erbsen, Couscous und Paprika.

Hamburger baked fish with remoulade & home made potato salad / Hamburger Backfisch mit Remouladensauce & hausgemachten Kartoffelsalat

Der Kartoffelsalat war heute deutlich anders als jener den man sonst servierte, denn er war geschmacklich deutlich anders. Er war anders gewürzt, wobei vor allem die deutlichere Essignote auffiel. Sah nicht sonderlich gut aus, schmeckte mir persönlich sehr gut und war mal etwas anderes. Und auch an der Remoulade mit gab es nichts auszusetzen, wie immer eine leckere und gelungene Komposition. Die wichtigste Komponente war aber natürlich das in knuspriger Panade servierte, saftige und zarte Seelachsfilet, das ich mir natürlich mit dem Saft der beiliegenden Zitronenecken garnierte. Ich war mit der Hauptmahlzeit insgesamt also sehr zufrieden. Und auch die Gemüsemischung mit Couscous war überaus schmackhaft und passte recht gut zum Fischgericht.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, war schnell klar dass der Backfisch heute das beliebteste der angebotenen Speisen war und somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala, auch wenn die Pizza auf Platz zwei ihm eng auf den Fersen war. Den dritten Platz belegten schließlich die Asia-Gerichte und auf dem vierten Platz folgte schließlich der Milchreis mit Waldbeerenkompott.

Mein Abschlußurteil:
Backfisch: ++
Remoulade: ++
Kartoffelsalat: ++
Couscous mit Gemüse: ++

Giouvétsi Arní – Griechischer Lammauflauf – das Rezept

Sunday, February 12th, 2017

Angelehnt an die griechische Woche die in unserem Betriebsrestaurant stattgefunden hatte, wollte ich mich an diesem Wochenende auch mal wieder an einem griechischen Rezept versuchen: einem Giouvétsi Arní, also einem griechischen Lamm-Nudelauflauf, den ich natürlich mit Kritharaki zubereitete. Je nach Region bezeichnet man solche Gerichte auch als Juvétsi, Jouvetsi oder Youvetsi. Das besondere an diesem Rezept war für mich, dass man hier sowohl das Fleisch zuerst im Ofen schmorte als auch die Sättigungsbeilage in Form der griechischen Reisnudeln anschließend im Ofen garen sollte. Dennoch hat das Gericht natürlich eine kleine Ähnlichkeit mit meinem Griechischen Hackauflauf. Das Ergebnis war auf jeden Fall ein sehr leckeres Auflaufgericht mit deutlich griechischer Note und dessen Rezept möchte ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

2 mittelgroße Zwiebeln
01 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

3 Knoblauchzehen
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 große Möhre
03 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

2 Stangen Staudensellerie
04 - Zutat Stangensellerie / Ingredient celery

2 kleine Paprika
05 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

3 Frühlingszwiebeln
06 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

650g Lammfleisch aus der Hüfte
07 - Zutat Lammfleisch / Ingredient lamb meat

800g geschälte Tomaten
08 - Zutat geschälte Tomaten / Ingredient peeled tomatoes

1 kleine Zimtstange
09 - Zutat Zimtstange / Ingredient cinnamon stick

3 Nelken
10 - Zutat Nelken / Ingredient cloves

2 kleine Lorbeerblätter (oder 1 großes)
11 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bayleafs

1 gehäufter Teelöffel geräuchertes Paprika
12 - Zutat geräuchertes Paprika / Ingredient smoked paprika

3-4 getrockenete Chilis (je nach gewünschtem Schärfegrad)
13 - Zutat getrocknete Chilis / Ingredient dried chilis

150ml trockener Weißwein
14 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

2 Esslöffel Tomatenmark
15 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

400g Kritharaki
16 - Zutat Kritharaki / Ingredient kritharaki

500ml Gemüsebrühe
17 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

120g geriebenen Käse (ich wählte Gouda, den ich noch vorrätig hatte)
18 - Zutat geriebener Käse / Ingredient grated cheese

120g gewürfelten Feta
19 - Zutat Feta / Ingredient feta

sowie Salz, Pfeffer und Rosmarin zum würzen
und etwas Olivenöl zum braten

Beginnen wir wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen und vierteln wir erst einmal die Zwiebeln,
20 - Zwiebel schälen & vierteln / Peel & quarter onion

um sie anschließend zu würfeln.
21 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen
22 - Knoblauch schälen / Peel garlic

und zerkleinern sie.
23 - Knoblauch zerkleinern / Hackle garlic

Des weiteren schälen wir die Möhre
24 - Möhre schälen / Peel carrot

und würfeln sie,
25 - Möhre würfeln / Dice carrot

waschen die Staudensellerie
26 - Staudensellerie waschen / Wash celery

und zerkleinern sie,
27 - Staudensellerie zerkleinern / Chop celery

entkernen schließlich auch die Paprika
28 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

um diese zu würfeln.
29 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

Anschließend waschen wir das Lammfleisch, trocknen es
30 - Lammfleisch waschen / Wash lamb meat

und schneiden es in grobe Würfel.
31 - Lammfleisch würfeln / Dice lamb meat

Des weiteren entkernen und zerkleiner wir die getrockneten Chilis
32 - Chilis zerkleinern / Mince chilis

und waschen die Frühlingszwiebeln
33 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash scallions

um sie in Ringe zu schneiden.
34 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

Nun erhitzen wir etwas Olivenöl in einer Pfanne auf erhöhter Stufe,
35 - Olivenöl in Pfanne erhitzen / Heat up olive oil in pan

geben das gewürfelte Lammfleisch hinein
36 - Lammfleisch in Pfanne geben / Put lamb meat in pan

und braten es rundherum scharf an, so dass ein paar Röstaromen enstehen können.
37 - Lammfleisch scharf anbraten / Sear lamb meat

Dann schalte wir die Kochplatte auf mittlere Stufe hinunter und geben Zwiebeln und Knoblauch hinzu, um es mit anzudünsten.
38 - Zwiebeln Knoblauch mit andünsten / Braise onion & garlic lightly

Außerdem geben wir die Staudensellerie,
39 - Staudensellerie addieren / Add celery

die Möhre,
40 - Möhre dazu geben / Add carrot

die gewürfelten Paprika
41 - Paprika in Pfanne geben / Put bell pepper in pan

sowie die Frühlingszwiebeln mit in die Pfanne
42 - Frühlingszwiebeln addieren / Add scallions

und dünsten alles für etwa fünf Minuten mit an.
43 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

Jetzt geben wir die geschälten Tomaten hinzu
44 - Geschälte Tomaten dazu geben / Add pealed tomatoes

und verrühren sie mit Fleisch und Gemüse, wobei wir die Tomaten auch gleich etwas zerkleinern.
45 - Tomaten verrühren & zerkleinern / Stir & mince tomatoes

Das Ganze würzen wir denn mit Salz und Pfeffer,
46 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

geben die getrockneten und zerkleinerten Chilis hinzu,
47 - Getrocknete Chilis addieren / Add dried chilis

streuen den Teelöffel geräuchertes Paprika ein,
48 - Geräuchertes Paprika einstreuen / Add smoked paprika

schmecken es mit Rosmarin ab
49 - Mit Rosmarin abschmecken / Taste with rosemary

und geben Nelken, Zimtstange und die Lorbeerblätter hinzu.
52 - Nelken, Zimt & Lorbeerblätter addieren / Add cloves, cinnamon & bayleafs

Während die Mischung fünf bis sechs Minuten vor sich hin köchelt, geben wir das Tomatenmark zum Weißwein
50 - Tomatenmark zu Weißwein geben / Add tomato puree to white wine

und verrühren beides gründlich miteinander.
51 - Tomatenmark & Weißwein gründlich verrühren / Mix wine & tomato puree well

Dann schalten wir die Kochplatte aus, heben die Weißwein-Tomatenmark-Mischung unter
53 - Wein-Tomatenmark-Mischung addieren / Add wine tomato puree mix

und geben dann alles in ein ofenfestes Behältnis, zum Beispiel eine Auflaufform. Hätte ich einen Römertopf, hätte der sich auch sehr gut dazu geeignet.
54 - Masse in Auflaufform geben / Put in casserole

Nun decken wir alles mit Alufolie ab,
56 - Mit Alufolie abdecken / Cover with tin foil

stellen es in den noch kalten Backofen und beginnen diesen dann auf 200 Grad aufzuheizen. Sobald die Temperatur erreicht ist, lassen wir unsere Mischung für eine Stunde im Ofen schmoren.
57 - Auflaufform in kalten Ofen stellen / Put casserole in cold oven

Nach dieser Stunde entnehmen wir die Auflaufform wieder, drehen den Ofen auf 175 Grad hinunter
58 - Auflaufform aus Ofen entnehmen / Take casserole from oven

und geben die ungekochten Kritharaki hinzu,
59 - Kritharaki hinzufügen / Add kritharaki

die wir mit etwas drei Viertel der Gemüsebrühe aufgießen
60 - Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

und dann gründlich mit der Fleisch-Gemüse-Tomatenmasse vermischen.
61 - Gründlich verrühren / Mix well

Dabei entfernen wir auch gleich die Lorbeerblätter
62 - Lorbeerblätter entfernen / Remove bayleaf

die Zimtstange und die Nelken – insofern wir sie entdecken können. 😉
63 - Zimtstange entnehmen / remove cinnamon stick

Für weitere zwanzig Minuten wandert die wieder mit der Alufolie abgedeckte Auflaufform in den Ofen,
64 - Weiter im Ofen backen / Continue bake in oven

wobei wir sie nach etwa der Hälfte der Zeit aber noch einmal kurz entnehmen und kräftig durchrühren
65 - Gründlich umrühren / Stir well

sowie bei Bedarf etwas Gemüsebrühe addieren sollten.
66 - Mehr Gemüsebrühe addieren / Add more vegetable stock

Nach den restlichen zehn Minuten, die die Auflaufform wieder abgedeckt im Ofen verbracht hat,
67 - Weiter abgedeckt backen / Continue baking covered

entnehmen wir sie erneut, entfernen die Alufolie endgültig und bestreuen alles mit dem geriebenen Käse
68 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

und dem gewürfelten Feta.
69 - Feta hinzufügen / Add feta

Ein letztes Mal wandert die Auflaufform, dieses Mal offen, für weitere zehn Minuten zurück in den Ofen, um alles mit dem Käse zu gratinieren.
70 - Im Ofen überbacken / Gratinate in oven

Sobald der Käse den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat, können wir das Behältnis schließlich wieder aus dem Ofen entnehmen
71 - Juvétsi - Finished Baking / Fertig gebacken

und das fertige Gericht unmittelbar servieren und genießen.
72 - Juvétsi - Served / Serviert

Dass Lammfleisch war durch das lange schmoren im Ofen wunderbar zart geworden und zerfiel beim Verzehr regelrecht auf der Zunge, ohne dabei aber an Geschmack eingebüßt zu haben. In Kombination mit den verschiedenen Gemüsesorten, bei denen vor allem die Paprika und die Stangensellerie maßgeblich waren, der lecker gewürzten, leicht pikanten Tomatensauce und natürlich den ofengegarten Kritharaki ergab sich ein sehr leckeres Auflaufgericht, das durch geriebenen Gouda und Feta wunderbar abgerundet wurde. Ich konnte daher nicht anders als mir gleich noch einen Nachschlag zu holen. Und das bedeutet schon einiges.

743 - Giouvétsi Arní - Side view / Seitenansicht

Alternativ kann man das Gericht natürlich auch mit anderen Fleischsorten zubereiten. Ich habe bei der Recherche zu diesem Kochexperiment sowohl Rezepte mit Lamm als auch mit Rind, Schwein und sogar Geflügel gesehen, wobei die Schmorzeiten natürlich abhängig von der Fleischsorte etwas variieren können. Eine weitere Alternative war die Zubereitung mit Reis, den man ebenso wie die Kritharaki auch im Ofen zubereiten kann. Das Rezept ist also wunderbar variabel und lässt sich nicht nur gut vorbereiten, sondern auch einfach an die jeweiligen Vorlieben anpassen.

Guten Appetit

Pestrofa Plaki – Forelle aus dem Ofen mit Tomatensauce & Paprikareis [10.02.2017]

Friday, February 10th, 2017

Passend zu heutigen Freitag stand am letzten Tag der Griechenland-Woche in unserem Betriebsrestaurant natürlich ein Fischgericht auf der Speisekarte. Es sollte Pestrofa Plaki – Forelle im Ofen gegart inTomatensauce, dazu Paprikareis. Und da die anderen Angebote wie Feiner Putenbraten mit Champignonsauce und Nudeln bei Vitality, eine Dampfnudel mit heißen Kirschen bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder Pad Pieew Wan – Schweinefleisch süß-sauer mit Ananas, Kirschtomaten und Lauchzwiebeln keine bessere Alternativen boten, war ich dem natürlich nicht abgeneigt. Zumal man das Gericht noch zusätzlich mit frischem Rucola-Salat garnierte.

Pestrofa Plaki - Baked trout with tomato sauce & bell pepper rice / Forelle aus dem Ofen mit Tomatensauce & Paprikareis

Ich habe mich natürlich wieder über die griechische Bezeichnung informiert und dabei herausgefunden, das Pestrofa einfach Forelle bedeutet und man in der griechischen Küche unter Plaki ein im Ofen gegartes Gericht mit Olivenöl, Tomaten und Gemüse versteht. Das wohl bekannteste unter den Plaki-Gerichten ist das auch in Großbritannien sehr beliebte Gigantes Plaki, Riesenbohnen in Tomatensauce. In einer Abwandlung haben sie dort als Baked Beans auch einzig in die dortige Essenkultur gehalten. Aber damit genug der Abschweifungen, kommen wir zum heutigen Fischgericht.
Unter einem guten Handvoll frischen und knackigen Rucola verbarg sich eine angenehm große Forelle, der beim servieren zwar die Schwanzflosse abhanden gekommen war, aber ansonsten keinerlei Grund zu irgendwelcher Kritik bot. Das Tier war, wie bei uns im Betriebsrestaurant üblich, ohne Rückgrat zubereitet worden und besaß auch sonst so gut wie keine Gräten. Und die Ausbeute an saftigen, zarten Forellenfleisch war überaus reichhaltig. Dazu passte gut die fruchtige und leicht exotisch gewürzte Tomatensauce mit zahlreichen Fruchtstücken, die nicht nur den Fisch wunderbar ergänzte, sondern auch half den lockeren, mit einigen Stücken Paprika versetzten Reis beim Verzehr zu binden. Beim “Paprika-Reis” hätte man wirklich etwas mehr Kreativität an den Tag legen können und nicht einfach nur Paprika andünsten und unter den Reis mischen sollen – aber ich will mich nicht zu sehr beschweren, denn er lieferte auch in dieser einfachen Form eine ausreichende Sättigungsbeilage. Was das Gericht neben dem Namen griechisch machte war aber vor allem die Sauce, in der ich neben zahlreichen Kräutern auch eine ganz leichte Zimtnote meinte zu schmecken. Ich war auf jeden Fall zufrieden und auch wenn das Pestrofa Plaki nicht den Lammbraten von gestern von Platz eins der besten griechischen Gerichte verdrängen konnte, bot es doch einen guten Abschluß der Griechenland-Woche in unserem Betriebsrestaurant.
Und auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala erfreute sich die griechische Forelle heute hoher Beliebtheit und konnte unangefochten Platz eins für sich erobern. Um den zweiten Platz lieferten sie die Asia-Gerichte und er Putenbraten schließlich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Asia-Gerichte heute mit hauchdünnen Vorsprung für sich entscheiden konnten. Somit belegte der Putenbraten mit Champignonsauce Platz drei und knapp dahinter auf dem vierten Platz folgte die Dampfnudel mit heißen Kirschen.

Mein Abschlußurteil:
Gebackene Forelle: ++
Tomatensauce: ++
Paprikareis: ++
Rucola: ++

Putengeschnetzeltes “Zigeuner Art” mit Röstis [23.01.2017]

Monday, January 23rd, 2017

Am heutigen Montag fand sich mal wieder wenig interessantes auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. Weder mit den Mexikanischen Chililinsen mit Reis bei Vitality noch mit dem Gebackenen Schweinekotelette mit Preiselbeeren und Kartoffelsalat bei Tradition der Region konnte ich mich so recht anfreunden und auch die Asia-Thai-Gerichte wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Gaeng Gai Ma Plao On – Hühnchenstreifen gebraten in Kokosmilchsauce rissen mich nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hin. Einzig das Putengeschnetzelte “Zigeuner Art” mit Röstis bei Globetrotter schien mir eine akzeptable Alternative. Also griff ich bei diesem Gericht zu und ergänzte es noch durch ein paar Erbsen aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Turkey chop "gypsy style" with has browns / Putengeschnetzeltes "Zigeuner Art" mit Röstis

Das Putengeschnetzelte selbst war zwar sehr kleinteilig und die Sauce, in der es gemeinsam mit etwas Paprika, Zwiebeln und Gewürzen angerichtet war, erschien für meinen Geschmack recht dünnflüssig, aber das Fleisch war zumindest mager und zart und die Zubereitung war auch geschmacklich in Ordnung. Gemeinsam mit den vier kleinen, knusprigen heißen Röstis mit ihrem noch weichen Inneren und der knusprigen dünnen Kruste ergab sich ein leckeres Mittagsgericht. Und die noch knackigen Erbsen, die mit einer leichten Knoblauchnote versetzt waren, erwiesen sich als gute Ergänzung dazu. In Anbetracht des Gesamtangebotes hatte ich somit für heute wohl die beste Wahl getroffen.
Und dieser Meinung schienen auch die anderen Gäste gewesen zu sein, denn das Putengeschnetzelte belegte heute mit einem klaren Vorsprung vor den anderen Angeboten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf dem zweiten Platz folgte das Kotelette mit Kartoffelsalat, dem wohl ursprünglich dieser Platz zugebilligt war, da es an der “großen Theke” ausgegeben worden war. Platz drei belegten die Asia-Gerichte und auf dem vierten Platz folgten die vegetarischen Chililinsen.

Mein Abschlußurteil:
Putengeschnetzeltes: ++
Röstis: ++
Erbsen: ++