Pferde-Rouladen mit Rotkohl & Semmelknödeln – das Rezept

Auch heute wollte ich nach der gestrigen Pferde-Lasagne meine Kochexperimente mit Pferdefleisch fortsetzen und entschloss mich dazu, mal Rouladen aus Pferdefleisch zuzubereiten. Das Rezept ist nicht sonderlich kompliziert, benötigt aber etwas Zeit für die Zubereitung. Und ich durfte ein weiteres Mal feststellen, dass Pferdefleisch eine überaus leckere Alternative zum sonst verwendeten Rindfleisch ist.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

2 Rouladen aus Pferdefleisch
01- Zutat Pferde-Rouladen / Ingrdient horse roulades

1 größere Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1 mittlere Petersilienwurzel
03 - Zutat Petersilienwurz / Ingredient parsley root

1 Möhre
04 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

1 mittlere rote Paprika
05 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

1 Stange Lauch
06 - Zutat Lauch / Ingredient leek

etwas mittelscharfer Senf (z.B. Dijon-Senf)
07 - Zutat Dijon-Senf  / Ingredient mustard

4 Streifen geräucherten Schinken
08 - Zutat geräucherter Schinken / Ingredient bacon

4 Gewürzgurken (Cornichons)
09 - Zutat Gewürzgurken / Ingredient gherkin

2 Zweige Rosmarin
10 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

200ml trockener Rotwein
12 - Zutat trockener Rotwein / Ingredient dry red wine

400ml Gemüsebrühe
13 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

3 EL Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

außerdem Salz und Pfeffer zum würzen
und eventuell etwas Sahne zum verfeinern

Außerdem benötigen wir

Semmelknödel nach Belieben als Sättigungsbeilage
14 - Zutat Semmelknödel / Ingredient dumpling

1 Dose Rotkraut
15 - Zutat Rotkohl / Ingredient red cabbage

1 Stück Apfel
16 - Zutat Apfel / Ingredient apple

3 Nelken
17 - Zutat Nelken / Ingredient cloves

1 Lorbeerblatt
18 - Zutat Lorbeerblatt / Ingredient bayleaf

Beginnen wir nun wie üblich damit, die Zutaten vorzubereiten. Dazu waschen wir die Stange Lauch
19 - Lauch waschen / Wash leek

und schneiden sie in Ringe.
20 - Lauch schneiden / Cut leek

Außerdem waschen und entkernen wir die Paprika und schneiden sie in Streifen,
21 - Paprika in Streifen schneiden / Cut bell pepper in stripes

würfeln die Zwiebel,
22 - Zwiebel zerkleinern / Dice onion

schälen die Möhre,
23 - Möhre schälen / Peel carrot

und zerkleinern sie dann, wobei wir die Hälfte in schmale Streifen für die spätere Rouladenfüllung schneiden.
24 - Möhre zerkleinern / Grind carrot

Außerdem schälen wir die Petersilienwurzel,
25 - Petersilienwurz schälen / Peel parsley root

würfeln sie fein
26 - Petersilienwurz würfeln / Dice parsley root

und schneiden die Gewürzgürkchen in kleine Streifen.
27 - Gürkchen in Streifen schneiden / Cut gherkin in stripes

Dann waschen wir das Pferde-Rouladenfleisch gründlich, tupfen es trocken
28 - Fleisch waschen / Wash meat

und entfernen eventuell noch fettige Stellen
29 - Fett entfernen / Remove fat

um sie dann mit einem Fleischhammer etwa zu plätten
30 - Fleisch klopfen / Flatten meat

und von beiden Seiten kräftig mit Salz und Pfeffer zu würzen.
31 - Mit Salz & Pfeffer würzen/ Taste with salt & pepper

Anschließend – ich entschied mich ab hier mit jeweils nur einer einzelnen Roulade weiter zu arbeiten – bestreichen wir eine Seite mit dem mittelscharfen Senf
32 - Mit Senf bestreichen / Cover with mustard

und belegen sie dann zuerst mit dem geräucherten Schinken
33 - Mit geräuchertem Schinken belegen / Add bacon

und anschließend mit Gürkchen,
34 - Gurken hinzufügen / Add gherkins

einigen Zwiebelstückchen
35 - Zwiebeln aufstreuen / Add onions

und den in Streifen geschnittenen Möhren
35 - Karottenstreifen addieren / Add carrots

um dann die Seiten umzuklappen, damit beim aufrollen nichts heraus fällt,
36 - Ränder umklappen / Turn margins

und rollen schließlich vorsichtig die Fleischstreifen auf, um sie dann mit einer Rouladennadel oder ersatzweise mit einem Zahnstocher zu sichern.
37 - Aufrollen und sichern / Roll up and secure

In einer größeren Pfanne oder in einem Topf erhitzen wir anschließend etwas Ölivenöl
38 - Öl erhitzen / Heat up oil

und geben die Rouladen hinein
39 - Rouladen in die Pfanne geben / Put roulades in pan

um sie von allen Seiten scharf anzubraten. Durch dieses scharfe Anbraten entstehen die Röstaromen, die Rouladen ihren angenehmen Geschmack gibt.
40 - Scharf anbraten / Sear

Sind unsere Pferdefleisch-Rouladen von allen Seiten gut angebraten, entnehmen wir sie und reduzieren die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe
41 - Rouladen entnehmen und warm halten / Remove and keep warm roulades

um dann die Zwiebeln im verbliebenen Bratenfett anzudünsten.
42 - Zwiebel andünsten / Braise onions lightly

Anschließend geben wir Lauch, Möhren, Petersilienwurzel und die Paprikastreifen hinzu
43 - Gemüse hinzufügen / Add vegetables

und braten alles für einige Minuten an
44 - Gemüse anbraten / Roast vegetables

wobei wir Rosmarin und das Tomatenmark hinzufügen
45 - Rosmarin & Tomatenmark hinzufügen

und es ebenfalls kurz mit braten lassen.
46 - weiter anbraten / Continue roast

Nun gießen wir die Hälfte des Weines in die Pfanne,
47 - Rotwein aufgießen / Add red wine

lassen ihn langsam einkochen
48 - einkochen lassen / Boil down

und gießen nach und nach mehr vom Rotwein hinzu bis alles schließlich einigermaßen einreduziert ist.
49 - Wein nachgießen / Add more wine

Es folgt die Gemüsebrühe
50 - Gemüsebrühe hinzufügen / Add vegetable stock

in die wir dann die Rouladen einlegen
51 - Rouladen einlegen / Add roulades

und bei geschlossenem Deckel bei reduzierter Stufe für eine Stunde vor sich hin schmoren lassen. Länger würde ich sie nicht schmoren, da sie sonst sehr bissfest werden könnten.
52 - Geschlossen schmoren / Braise closed

Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, die Pferde-Rouladen auch mal zu wenden.
53 - Zwischendurch wenden / Turn

Etwa zwanzig Minuten vor Ende der Garzeit ist dann auch der richtige Zeitpunkt, das Rotkraut mit Äpfelstückchen, Nelken und Lorbeer aufzusetzen
54 - Rotkraut aufsetzen / Cook red cabbage

und die Klöße laut Packungsbeschreibung zuzubereiten.
55 - Klöße kochen / Cook dumplings

Nach einer Stunde entnehmen wir dann noch einmal die durch das Schmoren merklich geschrumpften Rouladen und halten sie in etwas Alufolie warm,
56 - Rouladen warm halten / Keep roulades warm

entfernen die Rosmarinzweige
57 - Rosmarin entfernen / Remove rosemary

und gießen die Sauce dann durch ein Sieb in eine Schüssel.
58 - Gemüse abgießen / Drain vegetables

Das aufgefangene Gemüse zerkleinern wir nun mit dem Pürierstab
59 - Pü̈rieren / purée

und drücken die Masse etwas gegen das Sieb, das lässt ein wenig von dem zerkleinerten Gemüse nach das Sieb durchdringen und gibt der Sauce ein angenehmes Aroma.
60 - Durch Sieb drü̈cken / Squeeze vegs

Die Sauce geben wir dann zurück in die Pfanne
61 - Sauce zurück in Pfanne geben / Put Sauce back in pan

und legen die Rouladen zurück, um sie wieder richtig heiß werden zu lassen
62 - Rouladen zuruck legen / Put back roulades

und die Sauce mit etwas Sahne zu verfeinern und ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer abzuschmecken.
63 - Mit Sahne verfeinern / Improve with cream

Nachdem wir alles noch einmal kurz haben aufkochen lassen
64 - Kurz aufkochen / Boil up

können wir die Platten ausstellen und das Gericht endlich servieren.
65 - Pferde-Roulade mit Rotkohl & Semmelnödel / Horse roulade with red cabbage & dumplings - Serviert

66 - Pferde-Roulade mit Rotkohl & Semmelnödel / Horse roulade with red cabbage & dumplings - Seitenaufnahme

Die Kombination der gut durchgeschmorten Rouladen aus Pferdefleisch samt ihrer gelungenen Füllung aus Gurken, Schinken, Zwiebeln und Möhren mit würzigem Rotkraut und den Semmelknödeln als Sättigungsbeilage erwies als überaus gelungen. Obwohl die Rouladen sehr jenen ähnelten, die man aus Rindfleisch zubereitet, so hatten sie doch eine eigene Geschmacksnote. Das Fleisch war durch das lange schmoren mürbe und fest, aber dennoch einigermaßen zart um Biss.
Einzig die Sauce war etwas zu viel geworden, daher habe ich die Mengenangabe für die Gemüsebrühe im Rezept hier etwas angepasst und reduziert – ich hoffe es passt jetzt.

67 - Pferde-Roulade mit Rotkohl & Semmelnödel / Horse roulade with red cabbage & dumplings - Querschnitt

Somit ist bewiesen, dass Pferdefleisch eine überaus schmackhafte und magere, ja sogar gesunde Alternative zu Schwein, Rind oder Geflügel ist. Es ist mit wirklich nicht ganz verständlich, dass es nur so selten und in speziellen Metzgereien angeboten wird. Die Kochexperimente von gestern und heute werden mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich diese überaus schmackhafte Fleischsorte in meiner Küche verwendet habe.

Guten Appetit

Pla Pad Ped – Fischfilet in Chili-Bratgemüse [29.01.2013]

Hätte ich mich nicht bereits im Vorfeld auf das Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse von der Asia-Thai-Theke festgelegt, hätte ich heute bestimmt zur Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse aus der Sektion Vitality gegriffen, einem Gericht dass ich ja schon einige Male gewählt hatte, und das mit 430kcal eindeutig das leichteste aller Angebote war. Da kamen die ebenfalls vegetarischen Kalon Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton-Art mit Sicherheit nicht ran, denn Nudeln haben ja bekanntlich nicht gerade wenig Kalorien. Das traditionell-regionale Schweinesteak “Tessin” mit Tomaten und Schinken gratiniert, dazu Rotweinsauce und Pommes Frites klang zwar ebenfalls überaus verlockend, führte aber was die Nährwerte angeht auf jeden Fall das andere Ende der Skala an. Alternativ hätte ich auch zu dem wohl noch durchaus akzeptabel klingenden und aussehenden Ungarischen Gulascheintopf mit Kartoffelwürfeln, Paprikastreifen und Baguette bei Globetrotter greifen können – aber ich hatte mich ja wie bereits einleitend erwähnt von Anfang an auf das asiatische gebackene Fischfilet, Pla Pad Ped, festgelegt, das mit der üblichen Schälchen Reis ergänzt schließlich mein heutiges Mittagsmahl bildete. Glückskekse gab es heute aber leider mal keine.

Pla Pad Ped (Fisch in Chilisauce / Fish in chili sauce)

Zum Glück gab es dieses Mal noch mehr als genug Fischfilet-Stücke im Wok, als ich dort ankam um mich selbst zu bedienen – auch wenn mal wieder mehr Gemüse als Fisch zu finden war, was aber nicht dem fleißig hinter der Theke arbeitenden und frisch Nachschub zubereitenden Koch, sondern meinen “Mitessern” zu verdanken war, die sich wie üblich gezielt den Fisch heraus lasen und das Gemüse zurück ließen. Gut, ich ziehe die zarten, in dünner Panade gebackenen Fischfilet-Stücke – die übrigens meiner Meinung nach aus Seelachs bestanden – natürlich auch Gemüse vor, aber etwas Maß sollte man schon halten. 😉 Daher versuchte ich meinen Teller einigermaßen ausgeglichen zu befüllen und erwischte neben Paprika in grün und rot auch Möhren, Auberginen, Chinakohl, Frühlingszwiebeln, Sprossen, Blumenkohl und Broccoli – so viel verschiedene Gemüse bekommt man hier wirklich nur bei den Asia-Gerichten – zumindest wenn man nicht extra an die Gemüsetheke geht und sich kostenpflichtig dort eindeckt. Den geschmacklichen Schliff gab aber natürlich auch heute wieder die Sauce, in die man zahlreiche angebratene Stücke von kleinen roten Thai-Chilischoten hineingeschnippelt hatte und dem Gericht eine kräftige Schärfe gaben, so wie ich es mag. Dazu noch den Reis als Sättigungsbeilage und fertig war ein überaus sättigendes und schmackhaftes Mittagesgericht. Ich war mal wieder überaus zufrieden mit meiner Wahl.
Wie nicht anders zu erwarten, belegte heute natürlich das Schweinesteak “Tessin” mit Pommes mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten aber schon die Asia-Gerichte und der Ungerische Gulascheintopf kam auf einen ebenfalls guten dritten Platz. Den vierten Platz, wenn auch einen recht guten, belegte schließlich wie üblich das vegetarische Angebot, das heute ja wie bereits erwähnt aus einer männerfaustgroßen, halbierten Farmerkartoffel mit Blattspinathaube und Sauerrahm-Dressing bestand. Dennoch wäre dies mit Sicherheit meine erste Wahl gewesen, hätte ich mich nicht schon gestern auf das asiatische Fischgericht festgelegt…

Mein Abschlußurteil:
Pla Pad Ped: ++
Reis: ++

Forellenfilet auf Balkan-Art mit Rosmarinkartoffeln [23.01.2013]

Die Angebote an der Asia-Thai-Theke wie Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Spezial Sauce oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch gebraten mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce klangen auch heute zwar verlockend, aber nachdem ich gestern ja bereits Asiatisch gespeist hatte, kamen sie für mich heute nicht in Frage. Ganz davon abgesehen dass ich Mittwochs natürlich traditionell zu einem Fischgericht greife. Daher nahm ich auch das Schweine Cordon Bleu mit Zitronenecke und Pommes Frites bei Tradition der Region und die Ricotte-Spinatravioli mit Birnen-Walnußcremesauce bei Globetrotter nicht näher ins Auge, sondern wandte mich zielstrebig dem Gebackenen Forellenfilet auf Balkan Art mit Rosmarinkartoffeln bei Vitality zu. Leider musste ich etwas warten weil gerade als ich an die Reihe kam die Kartoffeln aus waren, doch als der Nachschub geliefert war hatte ich schnell mein Gericht auf dem Tablett und ergänzte es – trotz beiliegenden Paprika-Gemüses – noch mit einem Schälchen Erbsen, Möhren und Spargelspitzen aus dem Gemüseangebot sowie einem Becherchen Vanille-Mousse von der Dessert-Theke.

Forellenfilet auf Balkan-Art mit Rosmarinkartoffeln / Trout filet balkan style with rosemary potatoes

Zu einem doppelten, mit Haut gebratenem Forellenfilet, das sich als angenehm zart und absolut grätenfrei erwies, hatte man eine leicht pikante Gemüsemischung aus roten und grünen Paprikstreifen, Möhren und Tomaten serviert, die wie ich fand geschmacklich sehr gut mit dem Fisch harmonierte. Als Sättigungsbeilage lagen außerdem zahlreiche kleinere Salzkartoffeln bei, die mit etwas Rosmarin gekocht worden waren, was ihnen ein leichte, zusätzliche Würznote verpasste. Sehr schmackhaft und mit gerade mal 378kcal aus angenehm leicht. Die Menge des Paprikagemüses war zwar Mengenmäßig gut auf die anderen Zutaten abgestimmt, aber die kleine Schale aus minimal gewürzten Erbsen, Pariser Möhren und einigen Spargelspitzen schadete auch nicht und sollte die heutige Kalorienbilanz nicht allzu stark erhöht haben. Da hat das Becherchen heute etwas flüssigeren, aber dennoch luftig-lockeren Vanille-Mousses mit seiner Garnitur aus Haferflocken, einigen wenigen Splittern dunkler Schokolade und einem Stück frischer Erdbeere schon etwas größere Auswirkungen – ich bin aber dennoch sicher dass ich mit der Summe aller Komponenten was die Kalorien angeht noch im Rahmen für ein ausgewogenes Mittagsmahl blieb.
Bei den anderen Gästen lag natürlich mit großem Vorsprung das Cordon Bleu mit Pommes am höchsten in der Gunst und belegte uneinholbar Platz eins auf der heutigen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gerichte und den dritten Platz teilten sich die Ricotta-Spinatravioli und das Forellenfilet auf Balkan-Art. Wäre ich nicht so auf Fisch fixiert gewesen, hätte ich heute bestimmt bei den Ravioli zugegriffen, denn meiner Aufzeichnungen nach war dieses Gericht eine Premiere gewesen. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht bei diesem einem Mal bleibt und ich irgendwann Gelegenheit bekomme, es auch mal zu probieren. 😉

Mein Abschlußurteil:
Forellenfilets: ++
Paprikagemüse: ++
Rosmarinkartoffeln: ++
Erbsen, Möhren & Spargelspitzen: ++
Vanille-Mousse: ++

Pikantes Bohnengulasch [13.12.2012]

Da heute mal wieder einer der Tage war, an denen ich keinen großen Appetit auf Asia-Thai-Food hatte, ließ ich die dortigen Angebote in Form von Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Austernsauce sowie Gaeng Pad Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry mal außen vor. Von den regulären Gerichten erschien natürlich das Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Country Potatoes bei Globetrotter am Interessantesten, jedoch etwas zu Kalorienlastig. Die Schinkennudeln mit Ei und Tomatensauce bei Tradition der Region erschienen mir da schon besser, wurden aber noch von dem Pikanten Bohnengulasch bei Vitality in meiner Gunst übertroffen, der mit gerade mal 392kcal angenehm leicht erschien und auch noch ohne Reue erlaubte, dass ich mir ein Becherchen Walnussmousse mit Erdbeergelee von der Dessert-Theke gönnen konnte.

Pikantes Bohnengulasch / Zesty bean goulash

Unter einer Garnitur aus mit gehackter Petersilie garnierter Sour Cream fand sich eine Mischung aus grünen Brechbohnen, kleinen weißen Bohnen, Zwiebeln, Zucchini, grüner Paprika, geschälten Tomatenstücken und vier kleineren Salzkartoffeln in einer fruchtigen, pikant gewürzten Tomatensauce. Auch ohne Fleisch ergab diese Mischung, nachdem ich das eigentliche Gericht mit der Sour Cream gründlich vermengt hatte, ein überaus leckeres und vor allem aus sättigendes Mittagsgericht, an dem ich nichts zu kritisieren hatte. Und auch der Becher von mit etwas Erdbeergelee und einem halben Schoko-Minze-Blättchen, locker-luftigen Mousse mit Walnuss-Aroma erfüllte alle Anforderungen, die ich an ein Dessert stelle.
Auf den Tabletts der restlichen Gäste dominierte heute natürlich das Holzfällersteak mit Country Potatoes, dem ich somit zweifellos Platz eins auf der Beliebtheitsskala zubilligen muss. Auf Platz zwei folgten die Schinkennudeln, knapp gefolgte von den Asia-Gerichten auf Platz drei und dem vegetarischen Bohnegulasch schließlich auf Platz vier. Somit ergab sich heute mal wieder eine sehr übliche Gerichte-Hierachie, der ich glaube ich nichts mehr hinzuzufügen brauche. 😉

Mein Abschlußurteil:
Pikantes Bohnengulasch: ++
Walnuss-Mousse: ++

Gung Pad Prik [11.12.2012]

Heute konnte ich mich für keines der Angebote der regulär-westlichen Küche so recht begeistern. Die Gefüllte Aubergine mit Gemüse-Zartweizen bei Vitality lag mir nicht, das Auberginen nicht gerade zu meinem Lieblingsgemüse zählen und der Abgebräunte Leberkäse mit Kartoffel-Gurkensalat und Spiegelei bei Tradition der Region sagt mir nicht so zu da ich keine Lust auf Kartoffelsalat hatte. Einzig der Szegediner Gulasch mit Salzkartoffeln hätte mir notfalls ein wenig zugesagt, auch wenn mir hier das Gemüse etwas fehlte, das ich kostenpflichtig von der Gemüsetheke hätte ergänzen müssen. Aber das konnte ich mir letztlich glücklicherweise sparen, denn neben Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Gemüse gab es mit Gung Pad Prik – Gebratener Fisch mit frischem Gemüse, Zwiebeln und grüner Paprika in Chilisauce. Da ich ja ein großer Freund von Fischgerichten bin und auch meine Anforderung nach Gemüse mehr als erfüllt zu sein schien, griff ich hier zu und ergänzte es mit der übliche Schale Reis als Sättigungsbeilage.

Gung Pad Prik

Gemeinsam mit zahlreichen paniert gebackenen Fischfilet, den ich meinte als Seelachs zu identifizieren, fand sich wie übliche eine bunte Zusammenstellung verschiedener Gemüsesorten in der Zusammenstellung. Ich entdeckte Blumenkohl, Weißkohl, Zucchini, Auberginen, Paprika, Lauch und Sprossen – alles vermischt in einer dunklen, dicklichen, leicht scharfen Sauce mit deutlicher Chili-Note. Gemeinsam mit dem Reis, den ich mir wie üblich mit einem Esslöffel einer anderen süß-scharfen Sauce garniert hatte, ein sehr schmackhaftes und gelungenes Gericht, an dem ich nicht absolut auszusetzen hatte und sehr zufrieden war.
Und auch auf den Tabletts der anderen Gäste sah man heute eindeutig mehr asiatische Gerichte als irgend ein anderes der heutigen Angebote, womit ich den Asia-Gerichten heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Auf Platz zwei folgte der abgebräunte Leberkäse mit Spiegelei, auf Platz drei der Szegediner Gulasch und auf Platz vier schließlich die gefüllte Aubergine. Aufgrund der nur mittelmäßig interessanten Angebots der regulären Küche ist diese Platzierung, zumindest meiner Meinung nach, auch keine große Überraschung.

Mein Abschlußurteil:
Gung Pad Prik: ++
Reis: ++