Wurstgulasch mit Pommes Frites [08.04.2016]

Zwar fand sich mit einer Gebackenen Forelle “Müllerin Art” mit Salbei-Butter und Salzkartoffeln im Bereich Globetrotter heute ein überaus verlockend klingendes Fischgericht auf der Speisekarte und ich hatte ja bereits am Mittwoch auf das Fisch- und Meeresfrüchte-Gericht verzichtet, aber auch das Pikante Kichererbsencurry mit Basmatireis bei Vitality klang recht lecker und das Zusatzangebot Wurstgulasch mit Pommes Frites besaß seinen gewissen Reiz. Nur der Kirschmichel mit Vanillesauce und die Asia-Thai-Angebot wie Gebackenen Banane und Ananas sowie San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce sprachen mich nicht sonderlich an. Zuerst tendierte ich ja zum Fisch, doch ganz kurzfristig schwenkte ich dann doch zum Wurstgulasch um, der zufälligerweise an der selben Theke ausgegeben wurde. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Schoko-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Sausage goulash with french fries / Würstchengulasch mit Pommes Frites

Die Pommes Frites, die ich mir trotz des ebenfalls recht tomatig wirkenden Wurstgulaschs noch mit zusätzlichem Ketchup garniert hatte, waren zwar schön heiß und knusprig, aber leider ziemlich versalzen, weswegen ich hier leider keine volle Punktzahl geben kann. Beim Wurstgulasch, der neben Stückchen von Bockwürsten und Mettwürstchen aus Kartoffeln, Paprika, Zwiebeln und Tomaten und einer fruchtigen, mild-würzigen Sauce fand ich die Sauce zwar etwas dünn geraten, aber geschmacklich war er in Ordnung. Ich hätte mir zwar etwas mehr Wurststückchen darin gewünscht, aber dennoch sehe ich hier mal von einem weiteren Punktabzug ab. Das Schokoladenmousse schließlich war heute etwas fester geraten als ich es sonst von den hiesigen Mousses gewöhnt bin, aber es konnte mich mit seinem nicht zu süßen Schokoladengeschmack letztlich überzeugen, auch beim Dessert eine gute Wahl getroffen zu haben.
Wie bei Gerichten mit Pommes Frites meist üblich, lag auch der Wurstgulasch heute auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala ganz vorne und konnte sich den ersten Platz sichern. Auf Platz zwei folgte die gebackene Forelle, knapp gefolgt vom Kichererbsencurry auf dem dritten Platz. Der Abstand zu den Asia-Gerichten auf Platz vier war hier aber nur marginal und auch zum fünftplatzierten Kirschmichel gab es kaum einen Unterschied.

Mein Abschlußurteil:
Wurstgulasch: ++
Pommes Frites: +
Schoko-Mousse: ++

Gemischtes Gulasch mit Rotkraut & Klößen [27.03.2016]

Mixed goulash with red cabagge & dumplings / Gemischter Gulasch mit Rotkraut & Klößen

Zum heutigen Ostersonntag hatten wir uns mal nicht für das sonst so gern an diesem Datum zubereitete Lamm entschieden, sondern für einen gemischten Gulasch aus Stücken von Schweine- und Rindfleisch, den wir mit Paprika und frischen Champignons verfeinerten. Dazu gab es mit gerösteten Brotkrumen gefüllte Kartoffelklöße und mit Apfelstückchen versetztes Rotkraut. Ich persönlich hätte die Sauce vielleicht noch etwas dickflüssiger gemacht, aber ansonsten ein wirklich leckeres Mittagsmahl für einen Feiertag wie heute.

Paprikagulasch vom Schwein mit Rösti [24.03.2016]

Heute hätte ich mich sowohl mit den Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen und Spinat in feinem Walnussöl bei Vitality als auch dem Paprikagulasch vom Schwein mit Rösti bei Tradition der Region oder den Spaghetti Carbonare mit Parmesan bei Globetrotter anfreunden können, während mich das Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking-Art und das Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce von der Asia-Thai-Theke weniger interessierten. Einen kurzen Moment liebäugelte ich mit den Gnocchi, dann aber fand ich den Paprikagulasch doch etwas verlockender und ich griff bei diesem Angebot zu. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Joghurt mit Obstsalat aus dem heutigen Gemüseangebot. Ich hätte mich natürlich gefreut, wenn es Grüne Sauce am heutigen Gründonnerstag gegeben hätte, aber das ist wohl eher eine hessische Tradition und hier in Bayern nicht üblich.

Pork bell pepper goulash with roesti / Paprikagulasch vom Schwein mit Rösti

Die Gulaschzubereitung aus gewürfelten, mageren Schweinefleisch in einer würzigen, dickflüssigen Sauce in der neben Paprika auch Möhren und Zwiebeln verarbeitet worden waren, erwies sich als geschmacklich überaus gut gelungen. Der Geschmack war leicht pikant und passte wunderbar zu den außen schön knusprigen und innen noch etwas weichen Röstis. Einfach und schmackhaft, so wie ich meine Mittaggerichte mag. Das Dessert in Form des Joghurts war aber leider heute extrem dünn geraten, wären nicht die zahlreichen Fruchtstücke von Apfel, Mandarine, Melone und anderer Obstsorten darin verrührt gewesen, hätte man ihn problemlos trinken können. Von einem Punktabzug sehe ich heute aber mal ab.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, schien sich auch hier der Paprikagulasch der größten Beliebtheit zu erfolgen und somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich beanspruchen zu können, aber die Spaghetti Carbonara waren ihm sehr dicht auf den Fersen und konnte somit Platz zwei für sich beanspruchen. Auf dem dritten Platz folgten schließlich die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz kamen die Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen und Spinat.

Mein Abschlußurteil:
Paprikagulasch: ++
Röstis: ++
Joghurt mit Obstsalat: ++

Putengeschnetzeltes in Paprikasauce mit Rahm-Lauch-Knöpfle – das Rezept

Der heutige Beitrag besteht eigentlich aus zwei Rezepten: Zum einen ist da ein Putengeschnetzeltes in einer wunderbar cremigen und würzig-fruchtigen Rahmsauce mit Paprika, zum anderen Knöpfle (oder Spätzle, je nach Machart) aus Dinkelmehl, die ich mit etwas frischem Lauch zu einer überaus passenden Sättigungsbeilage ergänzte. Die Zubereitung ist zwar mit ein klein wenig mehr Aufwand verbunden – wie ich feststellen musste – aber die Arbeit lohnt sich auf jeden Fall, denn das Ergebnis erwies sich als eine sehr gelungene geschmackliche Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Damit aber genug der Vorrede, kommen wir nun zum eigentlichen Rezept – oder ich sollte besser sagen: den Rezepten.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

Für das Putengeschnetzelte

500g Putenfilet
01 - Zutat Putenfilet / Ingredient turkey filet

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

3 kleine oder 2 große rote Paprika
04 - Zutat rote Paprika / Ingredient red bell pepper

etwas geräuchertes Paprikapulver (Ersatzweise: scharfes Paprika)
05 - Zutat geräuchertes Paprika / Ingredient smoked paprika

etwas Weizenmehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

1 1/2 Esslöffel Tomatenmark
07 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

100ml trockener Weißwein
08 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

150ml Hühnerbrühe
09 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken broth

200g Schlagsahne
10 - Zutat Schlagsahne / Ingredient whipping cream

sowie etwas Salz, Pfeffer und Chili zum würzen
sowie etwas Butterschmalz zum braten

Für die Rahm-Lauch-Knöpfle

300g Dinkelmehl
11 - Zutat Dinkelmehl /Ingredient spelt flour

2 Hühnereier
12 - Zutat Hühnereier / Ingredient eggs

ca. 180ml Milch
12 - Zutat Milch / Ingredient milk

3 Esslöffel Sauerrahm
13 - Zutat Sauerrahm / Ingredient sour cream

1 kleine Stange Lauch
14 - Zutat Lauch / Ingredient leek

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
und etwas Butterschmalz zum braten

Beginnen wir wie üblich damit, die Zutaten vorzubereiten. Dazu ziehen wir die Zwiebel ab und würfeln sie,
15 - Zwiebel würfeln / Dice onion

waschen die Paprika, trocknen sie
16 - Paprika waschen / Wash bell pepper

vierteln und entkernen sie
17 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

und schneiden in kleine Würfel
18 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

und zerkleinern schließlich noch die Knoblauchzehen.
19 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Außerdem waschen die Stange Lauch
20 - Lauch waschen / Wash leek

und schneiden sie in schmale Ringe.
21 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

Des weiteren können wir uns schon mal um den Knöpfle-Teig kümmern. Dazu geben wir das Dinkelmehl und die beiden Eier in eine Schüssel,
22 - Dinkelmehl & Eier in Schüssel geben / Put flour & eggs in bowl

fügen zwei Drittel der Milch und die drei Esslöffel Sauerrahm hinzu,
23 - Milch & Sauerrahm addieren / Add milk & sour cream

verkneten alles zu einem mittelfesten Teig – Bei Bedarf geben wir noch etwas Milch hinzu –
24 - Zu Teig verkneten / Knead to dough

und würzen ihn dabei auch gleich mit Salz und Muskatnuss. Den fertigen Teig decken wir mit einem Tuch ab, damit er nicht eintrocknet.
25 - Teig mit Salz & Muskatnuss würzen / Season dough with salt & nutmeg

Anschließend waschen wir das Putenfilet, trocknen es
26 - Putenfilet waschen / Wash turkey filet

und schneiden es dann in Streifen,
27 - Putenfilet in Streifen schneiden / Cut turkey in stripes

welche wir mit Salz Pfeffer und Paprikapulver würzen
28 - Putenstreifen würzen / Season turkey stripes

sowie mit etwas Mehl bestäuben.
29 - Putenstreifen mit Mehl bestäuben / Dredge turkey with flour

Dabei sollten wir uns auch nicht scheuen, das Fleisch einfach mal mit den Händen zu vermengen, damit Mehl und Gewürze alles rundherum bedecken.
30 - Fleisch vermengen / Mix turkey

Dann erhitzen wir etwas Butterschmalz auf erhöhter Stufe in einer Pfanne
31 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

und geben das gewürzte Putenfleisch in die Pfanne
32 - Putenstreifen in Pfanne geben / Put turkey stripes in pan

um sie scharf rundherum anzubraten
33 - Putenstreifen anbraten / Sear turkey stripes

und dann erst einmal wieder aus der Pfanne zu entnehmen und warm zu halten – z.B. indem wir sie in Alufolie wickeln.
34 - Fleisch aus Pfanne entnehmen / Remove meat from pan

In das verbliebene Bratenfett geben wir die gewürfelten Paprika,
35 - Paprika in Pfanne geben / Put bell pepper in pan

dünsten es für vier bis fünf Minuten an
36 - Paprika andünsten / Braise bell pepper

und entnehmen dann etwa ein Drittel der angedünsteten Paprikawürfel
37 - Drittel der Paprika bei Seite stellen / Put a third of bell pepper aside

bevor wir schließlich auch die gewürfelte Zwiebel und die zerkleinerten Knoblauchzehen mit in die Pfanne geben
38 - Zwiebel & Knoblauch hinzufügen / Add onion & garlic

und sie für einige weitere Minuten mit andünsten.
39 - Zwiebeln & Knoblauch mit andünsten / Braise onion & garlic

Dann geben wir die eineinhalb Esslöffel Tomatenmark hinzu,
40 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

rösten es für ein bis zwei Minuten mit an
41 - Tomatenmark anrösten / Roast tomato puree

bevor wir alles schließlich mit dem trockenen Weißwein ablöschen
42 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

und diesen etwas einkochen lassen.
43 - Weißwein einkochen lassen / Let white wine reduce

Jetzt geben wir ebenfalls die Hühnerbrühe hinzu,
44 - Hühnerbühe hinzufügen / Add chicken broth

gießen die Schlagsahne auf
45 - Schlagsahne addieren / Add whipping cream

und verrühren alles miteinander, wobei wir es kurz aufkochen lassen.
46 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt einen Topf mit Wasser zum kochen der Knöpfle aufzusetzen.
47 - Wasser für Nockerl aufsetzen / Put on water to boil

Die Sauce aus der Pfanne geben wir nun in ein etwas höheres Behältnis, zum Beispiel eine Schüssel,
48 - Sauce in Behältnis geben / Put sauce in bowl

pürieren alles mit Hilfe eines “Zauberstabs”
49 - Sauce pürieren / Blend sauce

und gießen es dann durch ein Sieb zurück in die Pfanne.
50 - Sauce durch Sieb zurück in Pfanne geben / Put sauce though sieve back in pan

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir etwas Salz hinzufügen
51 - Wasser salzen / Salt water

und den Knöplfe-Teig hinein hobeln können
52 - Nockerl in Wasser hobeln / Shred spaetzle in water

den wir dann einige Minuten kochen lassen bis alle Knöpfle oben schwimmen.
53 - Nockerl kochen / Cook spaetzle

In der Zwischenzeit können wir die zurückgelegten Paprikawürfel
54 - Paprika wieder hinzufügen / Add bell pepper

sowie die angebratenen Putenfiletstreifen zur Sauce hinzufügen, verrühren und alles auf leicht reduzierter Stufe köcheln lassen.
55 - Putenbrust addieren / Add turkey

Die fertig gekochten Knöpfle lassen wir nun in einem Sieb etwas abtropfen.
56 - Nockerl abtropfen lassen / Drain spaetzle

Außerdem schmecken wir das Geschnetzelte in der Pfanne mit Salz, Pfeffer und einigen Chiliflocken ab und lassen es dann weiter auf niedriger Stufe köcheln, um die Sauce weiter einreduzieren zu lassen.
57 - Mit Salz, Pfeffer & Chili abschmecken / Taste with salt, pepper & chili

In einer zweiten Pfanne erhitzen wir wieder etwas Butterschmalz oder Butter
58 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

und dünsten die zerkleinerte Lauchstange darin an
59 - Lauch andünsten / Braise leek

um schließlich auch die abgetropften Knöpfle hinzu zu geben,
60 - Nockerl in Pfanne geben / Put spaetzle in pan

sie mit dem Lauch zu vermengen, anzubraten
61 - Nockerl anbraten / Fry spaetzle

und dabei auch gleich mit etwas Salz und Pfeffer abzuschmecken.
62 - Nockerl mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

Anschließend können wir das fertige Gericht auch schon servieren und genießen.
63 - Turkey chop in bell pepper sauce with leek spaetzle - Served / Putengeschnetzeltes in Paprikarahm mit Rahm-Lauch-Nockerl - Serviert

Die Paprikasauce erwies sich als angenehm fruchtig und cremig sowie schön dickflüssig, so wie ich es bevorzuge. Danke des hinzugefügten Chilis beim Würzen besaß sie zusätzlich eine leichte Schärfe, die sich wunderbar in die geschmackliche Gesamtnote einfügte. Dazu die zarten und saftigen Putenstreifen und die Paprikawürfel, die der Sauce einen zusätzlichen Biss gaben und fertig war ein sehr gelungenes Paprikarahmgeschnetzelte, zu dem wiederum die Rahm-Knöpfle mit ihrer leichten, aber nicht zu dominanten Lauch-Note eine wunderbar passende Sättigungsbeilage. Zum Verzehr lässt sich beides auch wunderbar vermengen und ergänzt sich geschmacklich dabei noch ein wenig besser. Ich war auf jeden Fall überaus zufrieden mit dem Ergebnis.

64 - Turkey chop in bell pepper sauce with leek spaetzle - Side view / Putengeschnetzeltes in Paprikarahm mit Rahm-Lauch-Nockerl - Seitenansicht

Guten Appetit

Gebratenes Tilapiafilet mit Salbei & Schinken umwickelt, dazu Tomatensugo & Butternudeln [24.02.2016]

Heute fiel mir die Auswahl eines Mittagsmahls wirklich schwer, denn fast alle Angebote im Abschnitt der westlichen Gerichte auf der Speisekarte waren auf ihre Art verlockend. Da war zum einen das Gebratenes Tilapiafilet mit Salbei und Schinken umwickelt, dazu Tomatensugo und Butternudeln bei Vitality, dann ein Sauerbraten mit Blaukraut und Spätzle bei Tradition der Region und schließlich noch das von mir sehr geschätzte Chicken Tikka Masalla mit Basamatireis in der Sektion Globetrotter. Einzig das Schweineschnitzel mit Champignonrahmsauce, dazu Butternudeln, welches als Zusatzangebot auf die Karte gesetzt worden war, konnte mich hier nicht überzeugen, denn es handelte sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den Resteverbrauch vom Vortag. Und auch die Asia-Gerichte wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und Gaeng Pad Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce konnten da nicht ganz mithalten. Letztlich war es meine Vorliebe für Fisch und ein kleiner Funke Kalorienbewußtsein, die mich zum Tilapiafilet greifen ließ, das mit 539kcal einen einigermaßen leichten Genuss versprach. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Mischgemüse und ein Becherchen Birnenquark aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Gebratenes Tilapiafilet mit Salbei & Schinken umwickelt, dazu Tomatensugo & Butternudeln

Das Fischfilet vom Tilapia – der übrigens aus der Familie der Buntbarsche stammt und vor allem in Afrika vorkommt – war zwar leider bereits etwas abgekühlt, aber das festfleischige Filet besaß ein angenehmes Aroma und wurde durch seine Würze sowie natürlich die Umwicklung mit Schinken und Salbei wunderbar geschmacklich abgerundet. Dazu die in Butter geschwenkten Tagliatelle, die zwar nicht gerade al dente waren, aber gemeinsam der fruchtigen, mit Kräutern versetzten Tomatensauce eine gelungene Sättigungsbeilage bildeten. Der Gemüse-Mix, den man etwas unkonventionell aus Erbsen, Champignons sowie Streifen von roter und grüner ungeschälter Paprika zusammengestellt hatte, war prinzipiell zwar ok, aber da einige der eine Haut besaßen, die fast die Konsistenz von Plastik besaß, kann ich hier leider keine volle Punktzahl geben. Und auch am Dessert muss ich ein klein wenig Kritik anbringen, denn für eine Quarkzubereitung war es viel zu dünn geraten, aber zumindest geschmacklich erwies sich es sich dank der vielen eingerührten Fruchtstückchen als überaus akzeptabel. Insgesamt also ein leicht überdurchschnittliches Mittagsmahl.
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich heute das Chicken Tikka Masalla mit einem kleinen, aber deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern, aber das Schweineschnitzel mit Champignonrahm war ihm dicht auf den Fersen und konnte sich den zweiten Platz sichern. Nur eine Haaresbreite dahinter, auf Platz drei, folgte schließlich der Sauerbraten, dem Knödel bestimmt noch besser gestanden hätten als Spätzle, und den vierten Platz teilten sich Tilapia und Asia-Gerichte – hier konnte ich keinen klaren Favoriten ausmachen.

Mein Abschlußurteil:
Tilapiafilet: ++
Tomatensugo: ++
Butternudeln: +
Mischgemüse: +
Birnenquark: +