Ofenfrische Pizza mit Salami, Paprika & Champignons [19.01.2015]

Als ich mich heute auf den Weg in unser Betriebsrestaurant machte, hatte ich mich eigentlich schon im Vorfeld auf den Hirschgulasch mit Preiselbeerbirne und hausgemachten Serviettenklößen aus dem Bereich Tradition der Region festgelegt und als Alternative das Chicken Tikka Masala mit Basmatireis bei Globetrotter gewählt. Die Gebackenen Polentataschen mit Ratatouille und Kräuter-Quark-Dip bei Vitality und die Asia-Thai-Gerichte wie Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce oder Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse an der Asia-Thai-Theke waren nicht in die nähere Auswahl gekommen. Doch als wir den Vorraum betraten, trat uns bereits der Geruch von frisch gebackenem Teig in die Nase und wenig später sahen wir, dass man die beiden restauranteigenen Steinöfen in Betrieb genommen hatte und zusätzlich frisch gebackene Pizza mit Salami, Paprika und Champignons anbot. Das brachte mich etwas ins Wanken, denn Pizza war aus meiner Sicht eine interessante Alternative zum Wildgulasch, den man mal wieder recht grob geschnitten hatte. Als reihte ich mich in die Schlange vor den Öfen ein und wählte das italienische Teig-Gericht, das nach dem Backen gevierteilt und mit Oregano garniert wurde. Außerdem hatte man scharfe Steakmesser bereit gestellt, mit denen sich die Pizzen deutlich besser zerteilen ließ als mit den normalerweise bereit gestellten Standardmessern. Auf weitere Beilagen oder ein Dessert verzichtete ich aber.

Ofen-fresh pizza with salami, bell pepper & mushrooms / Ofenfrische Pizza mit Salami, Paprika & Champignons

Zwar hatte man bei den Salami-Scheiben etwas gegeizt und nur drei auf jede Pizza getan anstatt der vier, die sich eigentlich aufgrund der vier Teile in die man zerteilt hatte angeboten hätte. Dafür hatte man an roten und grünen Paprikastreifen und Champignons wirklich nicht gespart. Das Ganze war auf einer dünnen Schicht Tomatensauce aufgebracht und mit Käse überbacken. Man hätte das Ganze zwar etwas optimaler verteilen und den Rand so etwas dünner machen können, aber prinzipiell war ich mit der Zubereitung doch sehr zufrieden. Keine Meisterpizza, aber schmackhaft, sättigend und außerdem frisch gebacken – ich war zufrieden.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich die Pizza und das Chicken Tikka Masala ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen und auf der Hirschgulasch lag eng auf. Letztlich konnte sich meines Eindrucks nach dann aber doch das britisch-indische Geflügelcurry den ersten Platz sichern, die Pizza folgte auf dem zweiten Platz und der Hirschgulasch auf Platz drei. Den vierten Platz belegten die Asia-Gerichte und schließlich auf Platz fünf folgten noch die Polentaschnitten.

Mein Abschlußurteil:
Pizza mit Salami, Paprika & Champignons: ++

Griechische Bifteki mit Tzatziki & Paprikareis [09.12.2015]

Ursprünglich hatte ich heute ja geplant, mal endlich bei den Angeboten der Eintopfwoche zuzugreifen, doch leider stand heute nur eine Minestrone auf dem Speiseplan und die war mir trotz des beiliegenden Brots zu dünn für ein Hauptgericht. Außer den regulären Gerichten wie einer Spanischen Paella mit Meeresfrüchten, Hühnerfleisch und mediterranen Gemüse bei Vitality, Rahmschwammerl mit hausgemachten Semmelknödel bei Tradition der Region, 3 Stück griechische Bifteki mit Tzatziki und Paprikareis sowie den Asia-Thai-Gerichten wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce fand sich noch noch ein Rindergeschnetzeltes mit Kroketten als zweites Zusatzangebot auf dem heutigen Speiseplan. Da fiel die Entscheidung natürlich schwer und ich tendierte zuerst zwar zur Paella, interessierte mich aber aber auch gleichzeitig für die Bifteki und das Rindergeschnetzelte. Letztenendes wählte ich dann aber doch den Klassiker in Form der Bifteki, die zusätzlich noch mit frischen Zwiebeln garniert wurden. Dazu gesellte sich noch ein Waldbeeren-Quark-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Greek bifteki with tzatziki & bell pepper rice / Griechische Bifteki mit Tzatziki & Paprikareis

Einzige negative Anmerkung zu diesem Gericht war von meiner Seite her, dass ich das mit Gurkenstückchen versetzte Tzatziki ein klein wenig zu dünnflüssig fand, ansonsten war ich mit dem Gericht aber sehr zufrieden. Die drei Bifteki, die mit etwas Schafskäse versetzt waren, erwiesen sich als locker und gut gewürzt, der Reis mit seinen zahlreichen Paprikastückchen war angenehm fruchtig und die Zwiebel und das mit etwas Knoblauch versetzte Tzatziki rundeten das Gericht geschmacklich schließlich sehr gut ab, wobei das Tzaziki gleichzeitig auch dafür sorgte, dass das Gericht nicht zu trocken wirkte. Ich war mit dem Hauptgericht sehr zufrieden. Und auch beim luftig-lockeren und cremigen Quark-Mousse gab es heute nichts auszusetzen, denn im Gegensatz zu früheren Versionen war es heute angenehm fruchtig und geschmackvoll.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man sofort das auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala die Bifteki ganz weit vorne lagen und sich mit einem klaren Vorsprung den ersten Platz sicherten konnte, Auf Platz zwei folgten die Rahmschwammerl mit Semmelknödel, den dritten Platz belegten meiner Meinung nach die Asia-Gerichte und das Rindergeschnetzelte auf dem vierten Platz lag nur knapp vor Minestrone und Paella, die sich den fünften Platz teilten.

Mein Abschlußurteil:
Bifteki: ++
Zwiebeln: ++
Tzaziki: ++
Paprikareis: ++
Quark-Mousse: ++

Ajvar-Speck-Nudeln – das Rezept

Schon seit längerem hatte ich nichts mehr mit Ajvar, jenem überaus leckeren Gemüsekaviar aus Paprika, zubereitet. Doch das sollte sich heute ändern, denn ich hatte mit einem Rezept für Ajvar-Speck-Nudeln mal wieder etwas entdeckt, das sich lohnt ausprobiert zu werden. Die zugegebenermaßen recht einfache Zubereitung war genau das richtige für ein Wochenende wie dieses, an dem ich keine große Lust auf allzu große Kochevents hatte. Und wie sich herausstellte, hatte mich mein Spürsinn nicht getäuscht, denn die Zubereitung erwies sich als überaus gelungen und schmackhaft. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, dieses Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

2 mittelgroße rote Paprika
01 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

2 kleine oder 1 große Zwiebel
02 - Zutat Gemüsezwiebeln / Ingredient onion

150g Speck
03 - Zutat Speck / Ingredient bacon

2 Zehen Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

400g Ajvar
05 - Zutat Ajvar / Ingredient ajvar

200g Schlagsahne
06 - Zutat Schlagsahne / Ingredient whipping cream

150ml Gemüsebrühe
07 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

200g Erbsen (TK)
08 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

180g Feta
09 - Zutat Feta / Ingredient feta

500g Nudeln
10 - Zutat Nudeln / Ingredient noodles

sowie etwas Salz und bei Bedarf ein paar Chiliflocken zum würzen
und eventuell etwas Schnittlauch oder Petersilie zum garnieren

Beginnen wir wie üblich damit, erst einmal die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie,
11 - Zwiebel würfeln / Dice onion

waschen die Paprika, entkernen sie
12 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

und schneiden sie in kleine Streifen,
13 - Paprika in Streifen schneiden / Cut bell pepper ins stripes

zerteilen den Speck in kleine Würfel
13 - Speck würfeln / Dice bacon

und schälen schließlich noch die Knoblauchzehen.
14 - Knoblauch schälen / Peel garlic

Anschließend lassen wir die Speckwürfel in einer heißen Pfanne aus
15 - Speck auslassen / Fry bacon

und geben, sobald der Speck gut angebraten ist, auch die gewürfelte Zwiebel hinzu,
16 - Zwiebeln addieren / Add onions

die wir mit andünsten bis sie glasig werden.
17 - Zwiebeln andünsten / Braise onions ligthly

Nun pressen wir die Knoblauchzehen hinzu,
18 - Knoblauch dazu pressen / Squeeze garlic

geben wenig später auch die Paprikastreifen mit in die Pfanne
19 - Paprika hinzufügen / Add bell pepper

und dünsten sie für ein paar Minuten an, bis sie etwas Farbe bekommen.
20 - Paprikastreifen andünsten / Braise bell pepper

Parallel setzen wir auch schon mal einen Topf mit Wasser für die Nudeln auf und erhitzen ihn.
21 - Wasser für Nudeln aufsetzen / Heat up water for noodles

Dann geben wir den Ajvar zu den anderen Zutaten in die Pfanne
22 - Ajvar hinzufügen / Add ajvar

gießen alles mit der Schlagsahne auf
23 - Schlagsahne addieren / Add whipping cream

geben die Gemüsebrühe hinzu
24 - Gemüsebrühe dazu geben / Add vegetable broth

und verrühren alles gründlich miteinander, wobei wir alles kurz aufkochen lassen.
25 - Gründlich verrühren & aufkochen lassen / Mix well & bring to a boil

Anschließend fügen wir die die tiefgekühlten Erbsen mit in die Pfanne
26 - Erbsen dazu geben / Add peas

und verrühren wieder alles gut miteinander.
27 - Verrühren & köcheln lassen / Mix & let simmer

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir es mit zwei Teelöffeln Salz versehen
28 - Wasser salzen / Salt water

und die Nudeln darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
29 - Nudeln kochen / Cook noodles

Jetzt bröseln wir auch 3/4 des Fetakäses in die Sauce, lassen ihn etwas schmelzen
30 - Feta hinein bröseln / Add feta

und schmecken alles mit Salz und – bei Bedarf – mit ein paar Chiliflocken ab und lassen sie weiter auf reduzierter Stufe köcheln.
31 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

Sobald die Nudeln dann fertig gekocht sind, gießen wir sie ab, lassen sie gut abtropfen,
32 - Nudeln abtropfen lassen / Drain noodles

geben sie dann zur Sauce in die Pfanne
33 - Nudeln zur Sauce geben / Add noodles to sauce

und vermischen alles gründlich miteinander.
34 - Nudeln & Sauce vermischen / Mix noodles & sauce

Anschließend können wir das Gericht garniert mit dem restlichen Feta und evtl. etwas frischem Schnittlauch oder Petersilie auch schon servieren und genießen.
35 - Ajvar bacon noodles - Served / Ajvar-Speck-Nudeln - Serviert

Wie bereits einleitend erwähnt, erwies sich die Zubereitung als überaus leckeres Gericht. Obwohl sowohl Paprikamus als auch frische Paprika verarbeitet worden waren, war der Paprikageschmack nicht übermäßig dominant, sondern ergänzte sich sehr gelungen. Das Ajvar war dabei leicht pikant, aber ziemlich fruchtig, während die Gemüsepaprika eine etwas kräftigere Paprikanote mit sich brachte. Und auch die leicht salzige Feta-Note passte gut ins geschmackliche Gesamtkonzept. Gemeinsam mit dem leicht knusprig angebratenen Speckwürfeln und den Erbsen eine sehr gelungene Sauce zu Nudeln jeder Art.

36 - Ajvar bacon noodles - Side view / Ajvar-Speck-Nudeln - Seitenansicht

Werfen wir zum Abschluss noch einen kurzen Blick auf die Brennwerte dieses Gerichts. Und es handelt sich bei Leibe um keine leichte Kost. Meiner Berechnung nach liegt die Sauce dabei bei etwa 1900kcal, aufgeteilt auf 4 Portionen also alleine schon hier 475kcal pro Portion. Dazu kommen noch die Nudeln die mit 1700kcal zu Buche schlagen, also noch einmal 425kcal, womit wir bei stolzen 900kcal pro Portion landen. Dabei muss ich aber erwähnen, dass die Portionen wirklich sehr groß geraten sind, teilt man es auf 5 Portionen auf, landen wir schon bei 720kcal pro Portion, was dann schon fast in akzeptablen Bereichen für ein Hauptgericht liegt. Wenn man einen Teil der Schlagsahne durch Milch ersetzt und einen leichten Feta verwendet, kommt man bei diesem Wert mit Sicherheit noch weiter runter.

Guten Appetit

Pizza “Sophia Loren” [06.11.2015]

Pizza Sophia Loren

Da ich heute viele Stunden im Auto verbracht hatte und kein richtiges Mittagessen genießen konnte, entschied ich mich heute Abend mal für eine Pizza vom Lieferdienst – um genau zu sein vom Pizza-Taxi Calabria im schönen nordhessischen Bebra. Aus der umfangreichen Speisekarte entschied ich mich für die Pizza “Sophia Loren”, die mit Salami, Formvorderschinken, Paprika, Artischocken, Mozzarella und zwei Spiegeleiern belegte war und 6,50 Euro kosten sollte. Ob die italienische Schauspielerin diese Namensgebung genehmigt hat, ist übrigens nicht bekannt. 😉 Nicht ganz eine halbe Stunde nach dem Anruf wurde die Pizza schließlich geliefert. Die Zusammenstellung erwies sich, wohl dank der beiden Spiegeleier, als deutlich mächtiger als ich vermutet hatte, war aber geschmacklich sehr gut gelungen. Vor allem die Verwendung die Artischockenherzen, die ja eine her ungewöhnliche Zutat für Pizza sind, passte sehr gut in die geschmackliche Gesamtkomposition. Zwar war die Pizza nicht mehr hundertprozentig heiß und der Teig somit auch nicht mehr ganz knusprig, aber sie war noch heiß genug dass man sich nicht beschweren musste. Insgesamt eine sehr schmackhafte Zusammenstellung, die auch vom Preis-Leistungsverhältnis her in Ordnung erschien. Ich war auf jeden Fall zufrieden.

Serbisches Reisfleisch [25.09.2015]

Beim ersten Blick auf die heutige Speisekarte unseres Betriebsrestaurants schien heute etwas zu fehlen, denn den Platz des für Freitag sonst üblichen Fisch- oder Meeresfrüchtegerichts im Abschnitt Globetrotter hatte heute ein Serbisches Reisfleisch eingenommen. Außerdem fanden sich noch zwei gute alte Bekannte aus dem Speisenangebot auf der regulären Speisekarte: ein Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Tradition der Region und eine Hähnchenbrust gefüllt mit Mangold und Paprika, dazu Kräutersauce und Reis bei Vitality. Außerdem gab es noch Gebackene Ananas und Banane sowie Pad Pieew Wan – Schweinefleisch süß-sauer mit Ananas, Kirschtomaten und Lauchzwiebeln an der Asia-Thai-Theke. Doch man hatte das Fischgericht nicht vergessen, sondern nur auf die Oktoberfest-Zusatzspeisekarte verschoben, denn dort fand sich ein Gedünstetes Zanderfilet auf Rettichsalat mit Salzkartoffeln. Zander klang schon mal gut und auch mit Salzkartoffeln konnte ich leben, aber Rettichsalat ist absolut nicht mein Ding. Daher entschied ich mich schließlich für das Serbische Reisfleisch, das ich noch durch einen kleinen Becher Johannisbeercreme aus dem heutigen Dessert-Angebot ergänzte.

Serbian rice with meat / Serbisches Reisfleisch

Neben Reis in einer leicht cremigen Tomatensauce fanden sich verschiedene Gemüsesorten wie Erbsen, Champignons, Paprika, Zucchini und Möhren, außerdem kleine Stücke Rindfleisch sowie einige Streifen klein geschnittener Kochschinken. Erschien mir ein wenig so wie eine Resteverwertung, was jedoch nicht an sich nicht schlimm gewesen wäre. Jedoch fand ich die Zubereitung etwas verwürzt: leicht scharf, aber irgendwie standen die Gewürze im falschen Verhältnis zueinander. Aber zumindest war es bei mir nicht so schlimm wie bei einem Kollegen, der etwas später kam, ebenfalls das Reisfleisch gewählt hatte und dessen Zubereitung versalzen war. Meines war nur nicht perfekt, aber noch genießbar. Daher kann ich hier leider keine volle Punktzahl geben. An der cremig-sahnigen Johannisbeercreme, die mit zahlreichen frischen Johannisbeeren versetzt war, gab es aber nichts auszusetzen.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man dass sich Reisfleisch und die Hähnchenbrust heute ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten, wobei sich die Hähnchenbrust meiner Meinung nach schließlich durchsetzen konnte und die das Reisfleisch auf den zweiten Platz verwies. Platz drei belegte der Zander mit Rettichsalat, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem vierten Platz und dem Kaiserschmarrn auf Platz fünf. Alle Angaben natürlich wie immer ohne Gewähr. 😉

Mein Abschlußurteil:
Reisfleisch: +
Johannisbeercreme: ++