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Cheeseburger mit Pommes Frites [03.09.2020] (und die Rückkehr ins Betriebsrestaurant)

Thursday, September 3rd, 2020

Ich hatte mich zwar nicht für unser Betriebsrestaurant angemeldet, was bis Donnerstag letzter Woche hätte geschehen müssen. So dachte ich zumindest. Doch als ein Kollege heute in mein Büro kam und mich fragte, ob ich mit ihn ins Betriebsrestaurant kommen wolle, merkte ich genau dies an und er meinte, man könne auch ohne Anmeldung hingehen, es gäbe wohl Überkapazitäten und man brauche nur seinen Namen am Eingang angeben. Und als ich sah, dass es heute neben Blumenkohlmedallions auf Gemüse-CousCous und einem Bunten Salatteller “Cesar” mit gebratener Hühnerbrust und Parmesandressing auch ein Cheesburger mit Pommes Frites auf der deutlich geschrumpften Speisekarte zu finden ist, schloss ich mich meinem Kollegen an und begab mich auf den Weg zum Betriebsrestaurant – das erste Mal seit Beginn der Coronakrise. Mein letzter Besuch dort war am 13.03. dieses Jahres und liegt somit fast ein halbes Jahr zurück. Der eigentliche Haupteingang war jedoch geschlossen, um Laufkundschaft die dort sonst ebenfalls zu Mittag ist keinen Zugang zu gewähren. Viel mehr musste man durch den Haupteingang am Empfang vorbei über einen Umweg ins Betriebsrestaurant gehen, wo am Eingang ein Mitarbeiter des Restaurantbetreibers saß. Dieser fragte uns nach unserer Reservierung, doch wie mein Kollege gesagt hatte konnten wir hier auch einfach nur unsere Namen sagen, die der Mitarbeiter in eine Liste eintrug. Dann konnten wir ins Restaurant und uns unser Essen holen. Es war natürlich nur wenig los und wir gingen beide zur Ausgabe-Theke, an der die Cheeseburger verteilt wurde. Diese wurden von einem maskenbewehrten Mitarbeiter serviert, der auch gleich Ketchup und/oder Mayo in kleinen Päckchen mit aufs Tablett legte. Die großen Spender, die es früher gab, waren wegen Corona erst mal nicht mehr im Einsatz. Anschließend ging es zur mit Spuckschutzwand aus durchsichtigen Plastik geschützten Kasse zum bezahlen und danach in den eigentlichen Speisesaal, wo an jedem Tisch nur ein einzelner Stuhl stand – mein Kollege und ich mussten uns also zwei benachbarte Tische suchen, um uns ein wenig über die Distanz unterhalten zu können. Auf jedem Tisch lag außerdem eine Tafel, die aussagte dass der Tisch frisch gereinigt und desinfiziert worden war. Dann endlich konnten wir essen.

Cheeseburger & Pommes Frites

Der Burger bestand aus einer Broiche-Semmel, deren untere Hälfte mit Cocktailsauce, Salatstreifen, einer Tomatenscheibe und einigen Essiggürkchen-Scheiben belegt war. Darauf lagen zwei Patties aus Rinderhack, von denen das oberste mit angeschmolzenen Käse belegt war. Getoppt wurde alles von der oberen Hälfte der Broiche-Semmel. War soweit ganz ok, hat recht gut geschmeckt, allerdings war der Burger nicht mehr wirklich heiß und die Sauce hatte die untere Hälfte größtenteils durchgeweicht. Bei den Fritten hatten wir jedoch Glück gehabt, denn sie waren gerade frisch aus der Küche gekommen als wir sie serviert bekamen, daher waren sie noch schön heiß und außerdem auch wunderbar knusprig, so wie ich es mag. Ein netter Neueinstieg in meinen Besuchen im Betriebsrestaurant, die aber nicht gleich wieder regelmäßig erfolgen werden. Ich werde die Speisekarte prüfen und von Fall zu Fall entscheiden, ob ich gehe oder nicht. Zumal die Regelung von einer Person pro Tisch größere Gruppen so wie es früher üblich war auch sehr erschwert. Wahrscheinlich werde ich einen Mischbetrieb aus selbst gekochtem, Betriebsrestaurant und Bäcker versuchen, mal schauen.

Mein Abschlußurteil:
Cheeseburger: +
Pommes Frites: ++

Pizza-Fladen – vegetarisch [09.04.2020]

Thursday, April 9th, 2020

Auch heute begab ich mich noch mal ins Büro um meinen neuen Kollegen weiter einzuarbeiten. So etwas geht einfach über Telefon und Remote Desktop nicht so gut, daher nahm ich das trotz der Corona-Pandemie in Kauf. Ich denke auch nicht, dass in dem Bürogebäude, dass seit knapp 2 Wochen fast verlassen komplett ist so eine hohe Infektionsgefahr besteht. Zum Mittag ging es dann wieder, wie gestern bereits, zum Bäcker. Allerdings hatte ich keine große Lust noch mal eine Braten- oder Leberkässemmel zu essen, daher entschloss ich mich dazu mal den Pizzafladen zu probieren. Normalerweise gibt es den mit Salami und/oder Schinken oder vegetarisch, doch von der Fleisch-Variante waren leider alle bereits ausverkauft, daher legte ich heute mal einen Veggie-Day ein und bestellte mir die vegetarische Variante zum Preis von 3 Euro. Sie wurde in der Bäckerei mit einem Kontaktgrill dabei noch mal heiß gemacht und knusprig gebacken.

Veggie pizza flatbrad / Vegetarischer Pizzafladen

Die Kombination aus Tomatenscheiben, Pilzen, Käse und Salat zwischen den beiden dünnen, knusprig gebackenen Fladenbrot-Ecken erwies sich als recht gute Wahl. Die Füllung war dank der Tomaten angenehm fruchtig, aber mit etwas Salz, Pfeffer und vielleicht auch anderen Gewürzen dabei lecker gewürzt, sie hätte aber gern noch etwas dicker sein können, das Verhältnis von Brot zu Füllung war nicht ganz optimal, aber noch akzeptabel. Für mich reichte es aus, um ohne Hungergefühl durch den Tag zu kommen.

Lahmacun [13.03.2020]

Friday, March 13th, 2020

Zum Wochenabschluss hatte unser Betriebsrestaurant – trotz des Unglücksdatum Freitag der 13te ūüėČ – mal wieder eines meiner Lieblingsgerichte auf die Speisekarte gesetzt und bot in der Sektion Vital endlich wieder den Lahmacum mit Rohkostsalat und Puten Dönerfleisch an. Da brauchte ich also nicht lange überlegen bei welchem der Gerichte ich zugreifen würde. Nur der Vollständigkeit halber erwähne ich daher, dass es bei Daily einen Gebackener Seelachs mit Remoulade + drei Komponenten nach Wahl gab, der mit Röstkartoffeln serviert wurde, bei Veggie 3 Stück gefüllte Pfannkuchen mit Waldbeeren angeboten wurden und im einzigen befüllten Wok auf an der Woktheke Gebratenes Hühnerfleisch mit verschiedenen Gemüse in Hoi-Sin-Sauce köchelte. Auf zusätzliches Gemüse, Salat oder einen Nachtisch verzichtete ich heute aber mal.

Lahmacun

Die Ränder des mit des leicht pikanten Hackfleisch-Tomaten-Mischung bestrichenen Fladennbrots erwiesen sich leider wieder als etwas hart gebacken, weswegen ein Aufrollen des Lahmacuns von Anfang an leider nicht möglich war. Um das doch noch zu bewerkstelligen, was den Verzehr deutlich vereinfacht, schnitt ich daher zuerst die Ränder, vermischte dann Salate, Zwiebeln, Putendöner und Quarkdip gründlich miteinander und rollte alles in eine dicke Rolle, von der ich Scheibenweise abschnitt und diese verzehren konnte. Für das Essen aus der Hand wäre er leider etwas zu instabil gewesen, das wollte ich bei einem hellen Hemd wie ich es trug nicht wagen. ūüėČ Mit dem gut gewürzten Putendöner, dem frischen Gemüse und dem cremigen Dip auch dieses Mal ein sehr leckeres Gericht, das auch weiterhin meinen Favoriten zählen wird.
Die Kombination von Freitag mit der immer stärker ausartenden Corona-Krise bescherten dem Betriebsrestaurant heute nur geringe Gästezahlen. Dennoch kann ich ohne Zweifel sagen, dass der Lahmacun sich heute sehr klar den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf Platz zwei folgte der Seelachs und bei Pfannkuchen und Wok-Hähnchen konnte ich keine Priorisierung vornehmen, weswegen ich beide auf den dritten Platz setzen würde.

Mein Abschlußurteil:
Lahmacun: ++

Hähnchen Burger mit Pommes Frites [11.03.2020]

Wednesday, March 11th, 2020

Ich hätte zwar noch Reste meiner Dan Dan Nudeln gehabt, aber die Menge war nur noch gering gewesen und ich habe sie einfach gestern zum Abend verzehrt, so dass heute der Weg für meinen ersten Besuch im Betriebsrestaurant diese Woche frei war. Dort sah ich dann auch das erste Mal, dass man aufgrund der derzeitigen Corona-Epedemie einige Maßnahmen getroffen hatte, um die Infektionsgefahr zu reduzieren: Zum ersten gab es keine Selbstbedienungstheken mehr, man bekam Salat, Gemüse oder auch Dessert von einem Mitarbeiter gereicht bzw. zusammengestellt. Außerdem hatte man die Besteckkästen an den Kassen abgeschafft und reichte das Besteck nun direkt an der Essensausgabe und die Saucencontainer für Ketchup oder Mayonaise wurden auch nun direkt an den Theken bedient. Last but not least stand an jedem Eingang ein Desinfektionsgel-Spender für die Gäste. Aber kommen wir nun zum heutigen Angebot. Die Tageskarte bot, aus meiner Sicht, gleich zwei Gerichte die mein Interesse weckten. Zum einen war dies der Hähnchen Burger mit Eisbergsalat, Zwiebeln und Hamburgersauce + drei Komponenten nach Wahl bei Daily, der mit Pommes Frites serviert wurde, zum anderen der Viktoriabarsch in Parmesan- Eihülle, dazu Tomatensugo und Pasta bei Vital. Da kamen das Hausgemachtes vegetarisches Moussaka bei Veggie leider nicht ganz heran und auch die auf Asia-Gerichte konnten mich nicht wirklich überzeugen, zumal sie zwar noch angeboten aber nicht mehr auf der Speisekarte namentlich aufgeführt werden. Im Asia-Veggie-Bereich gab es wohl etwas mit Mie-Nudeln, außerdem irgend etwas mit viel Gemüse und irgend welchem dunklen Fleisch, vermutlich Rind. Nach kurzem Abwägen entschied ich mich nach zwei Tagen Abstinenz heute mal auf dem vollen zu schöpfen und wählte den teureren Hähnchen-Burger, den ich noch mit einem Schälchen Mischgemüse sowie einem Joghurt ergänzte. Damit waren dann auch alle drei Komponenten ausgereizt. War aber schon komisch als ich mir das Gemüse nicht selbst portionieren konnte, sondern es die Thekenkraft für mich erledigte. Und sogar den Joghurt konnte ich mir nicht selbst nehmen, sondern bekam ihn samt einem Löffel gereicht. Was für ein Mehraufwand – aber wenn es der Eindämmung dient, soll es eben so sein.

Chicken burger with french fries / Hähnchen Burger mit Pommes Frites

Die Fritten erwiesen sich, bezogen auf diese Location, als qualitativ leicht überdurchschnittlich, denn sie waren knusprig, ausreichend gewürzt und sogar noch einigermaßen frisch – obwohl ich die Reste bekommen hatte, kurz bevor eine neue Lieferung aus der Küche gekommen war. Und auch der Burger erwies sich als einfach, aber doch wirklich gut gelungen. Das lag wohl auch daran, dass das gebratene Hähnchenfilet in seiner Mitte wunderbar zart und saftig geblieben war. Und es war eirklich ein Filet-Stück, keine Patty aus Hackfleisch, was das ganze meiner Meinung nach zusätzlich aufwertete. In Kombination mit der Mischung aus Eisbergsalat-Streifen, rohen Zwiebeln und Hamburgersauce auf der unteren Brötchenhälfte, die dem Ganzen noch etwas mehr “Schmatz” gaben, gar nicht mal übel, vor allem wenn man es zusätzlich noch in den reichlich vorhandenen Ketchup tunkte.

Chicken burger - Lateral cut / Hähnchenburger - Querschnitt

Die Mischung aus Erbsen, Pariser Möhren, grünen Bohnen und einigen Spargelspitzen passte erstaunlich gut dazu, zumal es auch noch angenehm frisch erschien und mit einer leichten und leckeren Knoblauchnote aufwartete. Als Dessert gab es schließlich einen Becher Joghurt mit Mango-Litschi-Geschmack der Firma Bauer – hier hatte man von den sonst offenen Bechern auf hygienisch verschlossene Industrieware gewechselt, wahrscheinlich um auch hier die Infektionsgefahrt möglichst gering zu halten. Und der Joghurt war auch so durchaus lecker – auch wenn ich ohne die Beschriftung nicht hätte sagen können ob es sich um Mango-Litschi oder Pfirsich-Maracuja gehandelt hätte – fruchtig war es aber alle mal und außerdem auch nicht zu süß. Ich war zufrieden mit meiner Wahl, die 6,39 Euro waren gut investiert.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich der Hähnchen Burger heute extrem großer Beliebtheit, so dass ihm unangefochten der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Auf dem zweiten Platz sah ich den Viktoriabarsch, der sich auch relativ großer Beliebtheit erfreute. Somit konnte ich zwischen Asia-Gerichten und Moussaka keine klare Platzierung erkennen, weswegen Beide sich den dritten Platz teilen.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchen Burger: ++
Pommes Frites: ++
Mischgemüse: ++
Joghurt: ++

Schweinebraten in Dunkelbiersauce [05.03.2020]

Thursday, March 5th, 2020

Heute gab es für mich wieder wenig interessante Angebote auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. Die Hähnchenkeule mit Thymiansauce und Reis bei Vital sah mir zu langweilig aus und auch die Ravioli gefüllt mit Gorgonzola, Paprikasugo und Rucola bei Veggie fand ich nicht sonderlich überzeugend, da alles recht zusammengematscht aussah und ich wollte außerdem nach zwei Tagen vegetarisch Mittagessen endlich mal wieder Fleisch. Auf Asia-Gerichte hatte ich ebenfalls wenig Lust, vor allem die Gebackene Ananas und Banane taugten eher zum Nachtisch, mit Gebratenem Hähnchenfleisch mit
frischem Gemüse in Currysauce
hätte ich mich aber vielleicht noch arrangieren können. Aber zum Glück gab es ja noch den Ofenfrischen Schweinebraten in
Dunkelbiersauce + drei Komponenten nach Wahl
, der mit hausgemachten Krautsalat und Kartoffelknödel serviert wurde. War zwar mit 6,30 Euro kein billiger Spaß, aber das gönnte ich mir heute mal. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Erdbeercreme aus dem heutigen Angebot der Dessert-Theke.

Pork roast in dark beer sauce / Schweinebraten in Dunkelbiersauce

Als genau in dem Moment an dem ich an der Ausgabetheke an der Reihe war die alte Warmhalteschale für das Fleisch leer und gegen eine frische aus der Küche ersetzt wurde, frohlockte ich zuerst denn ich nahm an jetzt auch eine ganz frische Scheibe Fleisch zu bekommen. Doch leider war die Schale offensichtlich bereits vor einiger Zeit befüllt worden, denn die beiden vordersten Scheiben waren an der Außenseite bereits leicht angetrocknet, was den Genuss des sowieso stark durchwachsenen Fleischstücks natürlich etwas minderte. Und auch die Sauce war mal wieder viel zu dünn geraten, besaß aber wenigstens etwas von dem angekündigten Dunkelbieraroma. Die Highlights am Gericht waren da eindeutig der sehr knackige, aber dennoch gut gelungene und mit Kümmel versetzte Krautsalat und der fast faustgroße, mit angerösteten Brotstückchen gefüllte Kartoffelknödel. Insgesamt zwar nicht schlecht, aber eindeutig verbesserungswürdig. An der luftig-lockeren, fruchtigen und nicht zu süßen Erdbeer-Creme gab es aber nichts auszusetzen, auch wenn die Bezeichnung Erdbeer-Schaum hier wohl noch zutreffender gewesen wäre. ūüėČ
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich heute zwar – wie erwartete – der Schweinebraten durchsetzen und Platz eins sichern, aber die Entscheidung fiel sehr knapp aus, denn die Geschmäcker der anderen waren doch wieder recht gefächert. Auf dem zweiten Platz sah ich, obwohl vegetarisch, die Ravioli, gefolgt von Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und der Hähnchenkeule in Thymiansauce schließlich auf einem guten Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Schweinebraten: +
Dunkelbiersauce: +
Krautsalat: ++
Kartoffelknödel: ++
Erdbeer-Creme: ++

Käsespätzle mit Röstzwiebeln [04.03.2020]

Wednesday, March 4th, 2020

Obwohl auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurant im Abschnitt Daily heute auch eine Currywurst (rot oder weiß) mit Currysauce + drei Komponenten nach Wahl angeboten wurde, die man mit Steakhouse Pommes servierte, entschloss ich mich dennoch dazu auch heute wieder vegetarisch zu essen. Dass das vegetarische Gericht im Abschnitt Veggie heute Allgäuer Käsespätzle mit Emmentaler und Röstzwiebeln bestand kam mir dabei natürlich entgegen. Dagegen kamen die Spaghetti Vongole mit würziger Tomatensauce und Muscheln im Abschnitt Daily ebenso wenig an wie die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratener Eiereis mit Asiagemüse in Austernsauce oder Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse und Massamansauce. Obwohl ich zugeben muss dass mich die Currywurst schon reizte, aber letztlich gab der Preisunterschied von 6,30 für die Wurst gegen 3,94 für die Käsespätzle den Ausschlag.

Cheese spaetzle with fried onions / Käsespätzle mit Röstzwiebeln

Auch wenn man sie minimal noch mit Salz und Pfeffer feinabstimmen musste, fand ich diese Käsespätzle-Zubereitung doch recht gut gelungen. Ich hätte, wenn ich sie selbst gekocht hätte, vielleicht einen noch etwas würzigeren Käse verwendet, aber das hängt auch mit vom persönlichen Geschmack ab und man muss das Gericht in einem solchen Großrestaurant ja massenkompatibel halten, daher sehe ich darüber hinweg. Ein Großteil des Geschmacks ging außerdem auch von den Röstzwiebeln aus, von denen man mehr als genug verwendet hatte um das Gericht zu garnieren. Und hier hatte man gute Arbeit geleistet, denn die Zwiebeln waren schön braun geröstet, also nicht zu lang und nicht zu kurz. Außerdem wies die Struktur der Zwiebeln darauf hin, dass sie wohl selbst geröstet und nicht zugekauft waren – denn industriell hergestellte Röstzwiebeln sind meist kleinteiliger und nicht so saftig. Ich bereute meine Entscheidung für dieses Gericht also nicht.
Obwohl acht der neun Kollegen die ich zum Mittagessen begleitete ebenfalls die Käsespätzle gewählt hatten, sah es im Gesamtvergleich aller Gäste doch wieder etwas anders aus, denn hier konnte die Currywurst deutlich aufholen und letztlich sogar die Käsespätzle noch knapp überholen und sich mit knappen Vorsprung den ersten Platz sichern. Aber die somit zweitplatzierten Käsespätzle lagen nur eine Haaresbreite dahinter. Die Spaghetti Vongole folgten auf Platz drei und die Asia-Gerichte wiederum knapp dahinter auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Käsespätzle: ++
Röstzwiebeln: ++

Kartoffel-Frischkäsetaschen mit südafrikanischem Gemüserelish & Schnittlauchdip [03.03.2020]

Tuesday, March 3rd, 2020

Diese Woche hatte ich nur einen Tag an dem ich von den Resten vom Wochenende zehren konnte, daher war es mir am heutigen Dienstag wieder vergönnt unserem Betriebsrestaurant einen Besuch abzustatten. Gerade richtig wie es mir erschien, denn es wurden sowohl ein neues als auch ein modifiziertes Gericht angeboten, die natürlich meine erhöhte Aufmerksamkeit auf sich zogen. Zum einen hatte man bei den Kartoffel-Frischkäsetaschen mit südafrikanischem Gemüserelish und Schnittlauchdip aus dem Abschnitt Veggie das sonst üblich Ratatouille durch eben einen Gemüserelish auf südafrikanische Art ersetzt, zum anderen stand im Abschnitt Vital eine Geflügelfrikadelle mit Spinat- Polentataschen und Dijon-Senfsauce auf die Speisekarte gesetzt. Die Spaghetti Bolognese mit Grand Pandano + 3 Komponenten nach Wahl bei Daily klang zwar ebenfalls gut, aber war mir mit 6,30 Euro einfach zu teuer. Eventuell wären noch der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce in Frage gekommen, der gemeinsam mit Gebratenem Tofu mit frischem Gemüse in roter Currysauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, aber die beiden zuerst genannten Gerichte erschienen mir letztlich doch interessanter. Letztlich war es das visuelle Erscheinungsbild, das meine Wahl auf die Kartoffel-Frischkäsetaschen fallen ließ, denn die Sauce die mit den Geflügelfrikadellen serviert wurden sah mir ziemlich dünn und irgendwie langweilig aus.

Potato cream cheese bags with south african vegetable relish & chives dip / Kartoffel-Frischkäsetaschen mit südafrikanischem Gemüserelish & Schnittlauchdip

Das Gemüserelish erwies sich als einer Zusammenstellung aus juliennten sowie gewürfelten gelben und orangen Möhren, Mais, Zucchini und grünen Bohnen in einer süßlich-scharfen Sauce, die Geschmacklich ein wenig an die süßlich-scharfe Chilisauce von der Asia-Theke erinnerte, aber wohl eine Chakalaka sein sollte. Ich bin jetzt leider kein Chakalaka-Experte und kenne diese Geschmacksrichtung eher von den Kartoffelchips mit dieser Würzung, die hier in Deutschland seit der südafrikanischen Fußball-WM 2010 angeboten werden, daher kann ich keinen direkten Vergleich anstellen. Aber lecker war dieses Relish alle mal und passte auch erstaunlich gut zu den mit Kräuterfrischkäse gefüllten, knusprig gebackenen Kartoffeltaschen. Dazu gab es etwas mit frischem Schnittlauch versetzten Sauerrahm, der sehr gut sowohl zum Relish als auch den Kartoffeltaschen passte. Auch ohne Fleisch sehr lecker – mit gefällt dieser südafrikanische Relish sogar noch besser als das sonst mit den Taschen servierte Ratataouille und würde es begrüßen, es in Zukunft öfters auf der Speisekarte zu sehen.
Bei den anderen Gästen lagen heute natürlich, wie nicht anders erwartet, die Spaghetti Bolognese am höchsten in der Gunst und konnten sich unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala sichern. Danach kam lange nichts und die übrigen Gerichte lagen auch wieder sehr eng beieinander. Ich würde aber letztlich sagen, dass die Asia-gerichte auf Platz zwei landeten, gefolgt von den Frischkäsetaschen auf dem dritten Platz und den Geflügelfrikadellen auf einem guten Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffel-Frishkäsetaschen: ++
Südafrikanisches Gemüse-Relish: ++
Schnittlauchdip: ++

Schollenfilet mit Remoulade & Röstkartoffeln [28.02.2020]

Friday, February 28th, 2020

Auch am heutigen Freitag erschien das Angebot unseres Betriebsrestaurants eher übersichtlich und wartete nicht mit großen Überraschungen auf. Die Gulaschsuppe vom Rind mit Bauernbrot bei Vital sah recht gut aus, auch wenn ich beim Bauernbrot wie so häufig bedenken hatte dass es nicht mehr ganz frisch sein könnte. Die Dampfnudeln mit Vanillesauce und Zimt-Zucker bei Veggie war auf jeden Fall nichts für mich und auch an den Asia-Wok-Angeboten wie Gebratenes Gemüse in Hoi-Sin-Sauce oder Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse und Austernsauce hatte ich weniger Interesse. Letztlich griff ich dann aber doch wieder beim Fischgericht zu, das heute durch eine Gebackene Scholle mit Remoulade + 3 Komponenten nach Wahl im Abschnitt Daily repräsentiert und mit Röstkartoffeln serviert wurde. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen des Mischgemüses aus Erbsen, Möhren und Spargel, mit dem ich ja schon gestern gute Erfahrungen gemacht hatte sowie einen kleinen Becher Obstsalat aus dem heutigen Angebot der Dessert-Theke. Die Zitronenecken wurde glücklicherweise nicht als Komponenten berechnet, so dass ich trotz des reichhaltig bestückten Tabletts letztlich mit 6,30 Euro wegkam.

Plaice filet with remoulade & roast potatoes / Schollenfilet mit Remoulade & Röstkartoffeln

Die Röstkartoffeln, von denen man dieses mal reichlich auf den Teller getan hatten, erwiesen sich dieses Mal glücklicherweise von durchgehend guter Qualität, es waren keine matschigen oder harten Stücke dazwischen. Allerdings war es wirklich sehr viel, eigentlich zu viel für ein normales Mittagsgericht. Zum Glück gab es eine ebenfalls angenehm große Portion würziger Remoulade dazu, denn nur das zarte und saftige Schollenfilet in seiner dünnen knusprigen Panade mit den Kartoffeln wären doch etwas trocken gewesen. Sei eignete sich wunderbar sowohl zum garnieren der Kartoffeln als auch des Fischs. Und auch en der Mischung aus vielen Erbsen, einigen Pariser Möhren und einigen wenigen Spargelspitzen gab es nichts auszusetzen, sie wirkte noch fast genauso frisch wie gestern. Der ungesüßte Obstsalat aus Melonen, Orangen, Weintrauben und Apfelstücken schloss das heutige Mittagsmahl schließlich auf eine schmackhaft und wohl auch gesunde Art ab. Ich war zufrieden mit meiner Wahl.
Wie an Freitagen üblich war auch heute deutlich weniger im Speisesaal los als sonst, aber es kristallisierte sich dennoch klar heraus dass die Scholle sich heute unangefochten und mit großen Vorsprung vor allen anderen Angeboten Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf dem zweiten Platz sah ich die Gulaschsuppe, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und der Dampfnudel schließlich auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Schollenfilet: ++
Remoulade: ++
Röstkartoffeln: ++
Mischgemüse: ++
Obstsalat: ++