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Blumenkohl-Käsemedaillion mit Spinat [06.02.2020]

Thursday, February 6th, 2020

Auch heute fand sich mal wieder nichts wirklich aufregendes auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants, aber das Angebot war auch nicht wirklich schlecht. Vielleicht hätte ich mich ja noch irgendwie mit dem zusätzlichen Tagesangebot Hausgemachte Königsberger Klopse mit Meerettichsauce und Petersilienkartoffeln arrangieren können, wären da nicht gleich zwei Komponenten drin gewesen die ich nicht sonderlich mag: Meerrettich und Kapern. Kurz überlegte ich ob ich bei den Spinat-Ricotta Tortellini mit Tomaten-Schinkensauce und Rucola zugreifen soll, schwenkte dann aber doch kurz auf die Nürnberger Rostbratwürstchen mit Bratensauce + drei Komponeten nach Wahl bei Daily um, die mit Sauerkraut und Kartoffelpüree serviert wurden. Wäre die Thekenkraft anwesend gewesen und nicht gerade kurz in der Küche verschwunden um Nachschub zu holen wäre es wohl auch bei den Würstchen geblieben, doch so hatte ich Zeit noch einmal kurz über meine Entscheidung nachzudenken und sie dahingehend zu revidieren dass ich mich schließlich doch dazu entschloss einen Veggie-Tag einzulegen und beim Blumenkohl-Käsemedaillon mit Blattspinat und Salzkartoffeln zuzugreifen, das im Abschnitt Veggie angeboten wurde. Die Asia-Wok-Angebote wie Gebackene Ananas und Banane oder Gebackene Ente mit frischem Gemüse in Massaman-Sauce hatte dabei ganz außer acht gelassen, obwohl die Ente schon gar nicht schlecht klang. So aber speiste ich heute mal ohne Fleisch.

Cauliflower cheese patty with spinach & potatoes / Blumenkohl-Käsemedaillion mit Spinat & Salzkartoffeln

Im Gegensatz zum letzten Mal hatte man heute mal komplett auf eine Sauce verzichtet – und ich muss sagen dass ich sie auch nicht wirklich vermisst habe. Die Kartoffeln wirkten zwar etwas bleich und waren teilweise auch leider mal wieder matschig, aber ansonsten gab es aber nichts an diesem Gericht auszusetzen. Der Blattspinat war schmackhaft zubereitet und das Medaillion mit seiner Füllung aus Käse und Blumenkohl erwies sich als außen angenehm knusprig und innen locker-weich mit schmackhaften Aroma.

Cauliflower cheese patty - Lateral cut / Blumenkohl-Käsemedaillion - Querschnitt

Die Portion hätte zwar gerne etwas größer sein können, aber ansonsten war ich zufrieden mit meiner Wahl.
Wie nicht anders erwartet fanden heute natürlich die Rostbratwürstchen den breitesten Zuspruch bei den anderen Gästen und konnten sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah die Tortellini, die aber wiederum nur knapp vor den ebenfalls gern gewählten Königsberger Klöpsen lagen, die somit den dritten Platz für sich erlangen konnten. Platz vier belegten die Asia-Gerichte und auf dem fünften Platz folgte – meiner Meinung nach unverdient – das Blumenkohl-Käsemedaillion.

Mein Abschlußurteil:
Blumenkohl-Käsemedaillion: ++
Blattspinat: ++
Kartoffeln: +

Ingwersteak mit Honigkarotten & Rösti [05.02.2020]

Wednesday, February 5th, 2020

Heute war mal wieder so ein Tag, an dem es keine wirklichen Highlights auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants zu finden waren. Für eine Lasagne Bologense mit Tomatensauce und Bechamel gratiniert + drei Komponenten nach Wahl wie sie bei Daily angeboten wurde, wollte ich aber auf jeden Fall nicht über 6 Euro bezahlen – zumal die Lasagne auch nicht sonderlich aufregend sondern eher simpel aussah. Und mit dem Rahmschwammerl mit Semmelknödel von Veggie hab ich in Vergangenheit eher schlechte Erfahrung gemacht. Alternativ konnte man die Rahmschwammerl noch mit Maispoularde servieren lassen, aber das machte die Pilze in Wasserdünner Pseudo-Rahmsauce auch nicht besser. Blieben also noch das Japanische Ingwersteak mit Honigkarotten und Kartoffelrösti bei Vital sowie Gebratene Putenfleisch mit Gemüse in süß-Sauer-Sauce und Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Tomatensauce an der Asia-Wok-Theke. Da schien mir das Ingwersteak doch das kleinste übel – auch wenn die Möhren heute nicht besonders hübsch aussahen wie ich fand.

Japanese ginger steak with honey carrots & hash browns / Japanisches Ingwersteak mit Honigkarotten & Rösti

Einige der Möhren wirkten zwar etwas gräulich, aber geschmacklich und auch was die Konsistenz anging gab es nichts daran auszusetzen. Auch die leichte Honignote kam gut zur Geltung. Und auch die Röstis waren in Ordnung und schön knusprig, zumindest dort wo sie nicht durch die mal wieder recht dünne Sauce durchgeweicht worden waren. Meine größte Sorge war aber das angenehm große und magere Schweinesteak, denn in der Vegangenheit war sein Fleisch hin und wieder mal recht trocken gewesen. Dch ich hatte heute Glück, für ein Stück fettarmes Schweinefleisch erwies sich das Steak als doch angenehm saftig. In Anbetracht des Gesamtangebots hatte ich letztlich wohl doch eine recht gute Wahl getroffen – ich zumindest war zufrieden.
Bei den anderen Gäste lag heute natürlich die Lasagne ganz besonders hoch in der Gunst und konnte sich auch den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Aber das Ingwersteak war ihr recht eng auf den Fersen und belegte einen guten zweiten Platz. Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte und die Rahmschwammerl erreichten einen guten vierten Platz. Wie viele davon die Maispoularden-Option gewählt hatten vermochte ich aber nicht zu beurteilen.

Mein Abschlußurteil:
Ingwersteak: ++
Sauce: +
Honigkarotten: +
Röstis: ++

Burgunder Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel & Wirsing [04.02.2020]

Tuesday, February 4th, 2020

Obwohl ich heute ausnahmsweise ganz gut gefrühstückt hatte, wollte ich heute zum Mittagessen keinesfalls zurückstecken. Denn auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants fanden sich mit dem Tagesangebot in Form von Burgunder Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel und Wirsing sowie dem Daily-Gericht Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Zitronenecke + drei Komponenten nach Wahl, das natürlich mit Pommes Frites serviert würde, zwei wirklich interessante Schwergewichte. Wäre dem nicht so gewesen, hätte ich mich vielleicht noch zum Gebackenen Seelachs mit Thaigemüse in Kokosmilch hinreißen lassen können, der gemeinsam mit Gebratener Tofu mit frischem Gemüse in roter Currysauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde. Für die Geschmorte Hähnchenkeule mit Thymiansauce und Reis bei Vital konnte ich mich aber ebenso wenig begeistern wie für die Spaghetti Pesto Genovese mit Kirschtomaten und Grand Pandano bei Veggie. Obwohl der Hirschbraten mit 9 Euro für Nicht-Firmenzugehörige und auch noch 6,30 Euro für Leute wie mich mit das Abstand das teuerste Gericht auf der Karte war, fiel meine Wahl schließlich auf dieses Gericht. Man will seinen Lesern ja etwas bieten 😉 und Schnitzel mit Pommes gibt es ja immer mal wieder auf der Karte, was man von Wildgerichten nicht unbedingt sagen kann.

Burgundian roast venison with potato strudel & savoy / Burgunder-Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel & Wirsing

Ich weiß nicht was ich genau mir vorgestellt hatte, aber unter Kartoffelstrudel hatte ich irgendwie etwas anderes erwartet als man schließlich servierte – obwohl es genau das war was der Begriff bezeichnete: Kartoffeln im Strudelteig, versetzt mit irgend einer nun festgebackenen Milchcreme, vielleicht Schmand oder Sauerrahm. Ich liebe ja Strudel, aber ihn mit ganzen Kartoffel zu füllen macht das Ganze dann doch etwas sehr kohlehydratelastig. Dabei war es keinesfalls schlecht, denn der Teig war (zumindest da wo er nicht in einer der beiden Saucen lag) schön knusprig und die Kartoffeln gut durchgekocht, aber nicht matschig. Allerdings war der Rahm zwischen den Kartoffeln beim Backen etwas eingetrocknet und kein wirklicher Genuss mehr. Wahrscheinlich hatte man diesen hinzugefügt um den Strudel saftiger zu machen, aber diesen Zweck konnte er aus genannten Gründen nicht mehr erfüllen. Hier hätte man sich etwas anderes überlegen können. Ich habe mal ein wenig recherchiert und gesehen, dass man hier häufig die Kartoffeln ganz oder teilweise vorher reibt oder stampft und diese Masse dann mit Zwiebeln, Knoblauch und vielleicht noch Sahne und Kräutern versetzt. Vielleicht hätte auch den Wirsing mit verarbeiten können. Das hätte hier besser gepasst. In der Summe also gute Idee, aber noch verbesserungswürdig. Aber dank der beiden Saucen, einer dunklen, dickflüssigen Bratensauce zum Hirschbraten und einer dünneren hellen Sahnesauce zum Wirsing hatte der Strudel keine Gelegenheit zu trocken zu wirken. Am in Streifen geschnittenen Wirsing gab es aber auszusetzen, er war eine gute Beilage zu Wild. Und auch beim Hauptbestandteil, dem Hirschbraten, konnte ich nicht meckern. Zum einen boten die beiden dicken Scheiben wirklich viel Fleisch, zum anderen war dieses Fleisch auch noch entgegen des ersten Eindrucks angenehm saftig und nicht zu fett. Nur bei der unteren Scheibe waren ein paar durchwachsene Stellen zu finden, aber damit muss man bei einem solchen Gericht auch rechnen. Ich fand das Gericht war seinen Preis durchaus wert gewesen und bildete auch jeden Fall eine gelungene hochwertigere Alternative zum ständig wiederkehrenden Klassiker Schnitzel mit Fritten.
Dennoch konnte sich genau dieses Schnitzel-Angebot heute mit großem Vorsprung vor den anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, erst auf dem dritten Platz folgte der Burgunderbraten vom Hirsch, der aber nur knapp vor den Pesto Spaghetti lag, die somit Platz vier belegten. Wiederum sehr knapp dahinter folgte schließlich die Hähnchenkeule mit Thymiansauce. Bei so vielen Schnitzeln auf den Tabletts war die Vergabe der hinteren Plätze aber auch wirklich schwierig gewesen, ich hatte sogar noch die Teller in den Rückgabewagen hinzuziehen müssen um ein einigermaßen eindeutiges Ergebnis zu bekommen.

Mein Abschlußurteil:
Hirschbraten: ++
Bratensauce: ++
Wirsing: ++
Kartoffelstrudel: +

Linseneintopf mit Wiener Würstchen & Bauernbrot [03.02.2020]

Monday, February 3rd, 2020

Im ersten Moment nach dem Betreten des Speisesaals unseres Betriebsrestaurants war ich zwar dazu geneigt gewesen bei den mit Tomatenreis servierten Cevapcici mit Tzatziki und frischen Zwiebeln + 3 Komponenten nach Wahl aus dem Abschnitt Daily der heutigen Tageskart zuzugreifen. Und ich hatte mich auch schon in die Warteschlange an der entsprechenden Theke eingereiht, doch dann änderte ich kurzentschlossen doch noch einmal meine Meinung und schwenkte auf den Linseneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Vital um. Auf dem großen Bildschirm hatte der nämlich auch recht gut ausgesehen und er war deutlich günstiger. An Penne Rigate mit Safran und Meerettichspinat aus dem Bereich Veggie hatte ich wegen meiner Meerrettich-Abneigung weniger Interesse und auch mit Knusprigen Frühlingsrollen oder Gebratenes Schweinefleisch mit Thaigemüse und Currysauce von der Asia-Wok-Theke konnte ich mich nicht so recht anfreunden. So landete als der Linseneintopf (heute mal nicht …suppeneintopf wie bei früheren Versionen wie hier oder hier) auf meinem Tablett.

Lentil stew with vienna sausages & bread / Linseneintopf mit WIener Würstchen & Bauernbrot

Was mit zuerst auffiel war die Tatsache, dass die Linsen sich am Boden des Tellers abgsetzt hatten und an der Oberfläche einfach Wasser zurückgeblieb. Das war laut meiner Erfahrung nicht normal, zumindest hatte ich das bisher noch nicht erlebt gehabt. Normalerweise bindet die aus dem Gemüse austretende Stärke den Eintopf beim kochen etwas, so dass er nicht mehr wasser-flüssig ist. Es sei denn, man hätte das Gericht nachträglich mit Wasser gestreckt – aber das wäre nur eine Vermutung. Vielleicht hatte die Thekenkraft auch einfach nur nicht umgerührt bevor sie mir das Gericht servierte. Geschmacklich war die Linsensuppe dann aber in Ordnung, nur eben etwas wässrig. Da hätte man auf der Speisekarte doch besser den “eintopf” anstatt der “suppe” weggelassen, dann hätte es besser auf die heutige Konsistenz des Gerichts gepasst. 😉 Er hätte außerdem vielleicht noch einen Tick säuerlicher sein können, so kenne ich sie zumindest von zu Hause wo man früher gern noch ein paar Tropfen Essig oder besser noch Balsamico in die ein solches Gericht tat, aber sie war auch so zumindest nicht schlecht. Die Wiener Würstchen erwiesen sich zwar als innen etwas bleich und wässrig, was auf billige Ware hinwies, aber als Fleischeinlage für die Suppe waren sie noch gut genug. Die einzige wirklich Katastrophe am Gericht war letztlich das Bauernbrot, welches genau wie beim letzten Mal im Dezember alt, abgestanden und trocken war. So konnte man es nicht essen, aber man konnte es in die Suppe bröseln und dort einweichen lassen, dann trug es zumindest zur Sättigung bei. Aber alleine ein solches Brot anzubieten halte ich schon für eine ziemlich gewagte Sache – im Nachhinein gesehen hätte ich mich echt mal beschweren sollen. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal.
Trotz des miserablen Brots lag der Linseneintopf aber heute sehr hoch in der Gunst der anderen Gäste und lieferte sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala mit den Cevapcici. Es war sehr knapp, aber letztlich konnten sich dann doch die Cevapcici durchsetzen und der Linseneintopf landete somit auf einem guten zweiten Platz. Platz drei belegten die Asia-Gerichte und auf dem vierten Platz folgten die vegetarischen Penne mit Safran und Meerrettichspinat.

Mein Abschlußurteil:
Linseneintopf: +
Wiener Würstchen: +
Bauernbrot: –

Gebratenes Zanderfilet mit Salbeignocchis & Tomatenpesto [30.01.2020]

Thursday, January 30th, 2020

Da ich diese Woche – abgesehen von meiner letzten Lachsfrikadelle als Burger – noch keinen Fisch verzehrt hatte, hatte ich mich heute recht schnell darauf festgelegt beim Gebratenen Zanderfilet mit Salbeignocchis und Tomatenpesto zuzugreifen. Es kostete zwar den selben Preis, nämlich 6,30 Euro, wie das Daily-Angebot, einem Ofenfrischer Schweinebraten in Dunkelbiersauce + (Sättigungsbeilage, Gemüsebeilage, Suppe, Dessert oder Salat 180 gr. ), der mit Kartoffelknödel und kleinem Krautsalat serviert wurde, versprach aber mal etwas Abwechslung vom normalen Essens-Trott. Ich bin aber normalerweise kein großer Pesto-Esser, daher hatte ich einige Bedenken wegen des Tomatenpestos, aber ich ging diese Unsicherheit mal ein – wer nicht wagt der nicht gewinnt. 😉 Außerdem gab es noch eine Italienische Minestrone mit Rindfleisch bei Vital, die mit Bauernbrot serviert wurde sowie den Klassiker Rahmspinat mit Rührei und Salzkartoffeln bei Veggie und Gebackene Banane und Ananas mit Honig oder Gebratenes Rindfleisch mit verschiedenem Gemüse in Massamannsauce an der Asia-Wok-Theke. Aber das alles nur der Vollständigkeit halber, denn ich hatte mich ja auf den Fisch festgelegt.

Fried zander (pikeperch) filet with sage gnocchi & tomato pesto / Gebratenes Zanderfilet mit Salbeignocchis & Tomatenpesto

Der frische und knackige Ruccola wertete das Gericht farblich schon mal sehr gelungen auf, ansonsten hätte man nur gelb und brauntöne auf dem Teller gehabt, was nicht sehr ansehnlich gewesen wäre – und das Auge isst ja bekanntlich mit. Das Tomatenpesto, mein größtes Sorgenkind, erwies sich zwar als ziemlich fettig und sah aus wie bunter Sand im Ölbad, erwies sich geschmacklich aber als überaus gut gelungen. Als die Thekenkraft in den Löffel die Pestoschale getaucht hatte und vom Grund des oben schwimmenden Öls diese Masse hervorholte, hatte ich etwas gezweifelt ob ich die richtige Wahl getroffen hatte, aber das erwies sich als Fehleinschätzung. Gut, was will man von gemahlenen Pinienkernen, getrockneten Tomaten, Parmesankäse und Kräutern in Olivenöl anderes erwarten? Aber ich war eben wie schon erwähnt eh nie so der Pesto-Esser – doch nach diesem positiven Erlebnis revidiere ich meine Haltung vielleicht noch einmal. In Kombination mit dem wunderbar zarten und saftigen Zanderfilet erwies sich dieses Tomatenpesto als überaus lecker. Man musste nur höllisch wegen dem vielen Öl aufpassen, um damit nicht seine Kleidung zu bekleckern. Und auch die mit Salbeiblättern zubereiteten Gnocchi gaben keinen Grund zur Kritik, auch wenn der Salbeigeschmack gerne noch etwas kräftiger hätte sein können. Doch für den gewünschten Salbei-Kick hatte man die Blätter gleich mit serviert, also auch kein Problem. Insgesamt eine wirklich gute Wahl, ich hatte mich eindeutig richtig entschieden als ich diesen Fisch wählte.
Beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala spielte der Zander heute auch im vorderen Feld, konnte sich letztlich aber gegen den noch häufiger gewählten Schweinebraten doch nicht ganz durchsetzen und landete somit nur auf einem guten zweiten Platz. Auf dem dritten Platz folgte das Rührei mit Spinat, die Asia-Gerichte belegten Platz vier und die Minestrone schaffte es schließlich nur auf einen ebenfalls guten fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Zanderfilet: ++
Tomatenpesto: ++
Ruccola: ++
Gnocchi: ++

Gebratene Maispoularde “Jäger Art” mit Spätzle [29.01.2020]

Wednesday, January 29th, 2020

So richtig begeisterte mich auch heute nichts von der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants. Für Canneloni mit Tomatensauce und Bechamel gratiniert + drei Komponenten nach Wahl wie es bei Daily angeboten wurde, würde ich auf jeden Fall keine 6,30 Euro bezahlen. Und auch Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Tomatensauce noch Gebratenes Hähnchenfleisch mit Gemüse in süß-saurer Sauce waren nicht so der Renner. Blieben also noch eine Gebratene Maispoularde “Jäger Art” mit Spätzle bei Vital und Spaghetti mit Balsamicolinsen im Abschnitt Veggie. Nach kurzem Abwägen entschied ich, dass ich heute Lust auf Fleisch hatte und griff bei der Poularde zu – und das obwohl ich befürchtete dass sie sehr trocken geraten sein könnte. Nachdem ich meine Portion erhalten hatte, prüfte ich noch einmal das Angebot von Salat- und Gemüsetheke, aber wie so häufig gab es nichts was wirklich gepasst hätte. Also blieb es letztlich beim Hauptgericht für wunderbar krumme 4,98 Euro.

Fried maize poulard with mushroom sauce & spaetzle / Gebratene Maispoulade "Jäger Art" mit Spätzle

Die Spätzle oder besser gesagt Knöpfle waren ebenso Standard wie die cremige Sauce mit ihren in Scheiben geschnittenen Dosenchampignons. Keine kulinarische Höchstleistung aber auch nicht schlecht – an beidem gab es nichts aussetzen. Und auch die teilweise mit Haut gebratene Poularde erwies sich als besser als erwartet. Die Fleischausbeute war wirklich erheblich und dabei erwies sich dieses Fleisch als angenehm zart, mager und vor allem saftig. Und auch meine zweite Befürchtung, dass sie zu großen Teilen aus Knochen bestehen könnte war eine Fehleinschätzung, denn dieser erwies sich im Vergleich zum Rest als wirklich winzig.

Maize poulard - Bone / Maispoularde - Knochen

Alles in allem also doch eine gute Wahl, ich konnte wirklich zufrieden sein und bereute meine Entscheidung nicht.
Und auch bei den anderen Gästen lag die Poularde heute sehr hoch in der Gunst und konnte sogar noch an den Cannelloni vorbeiziehen und sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Der Abstand zu dem somit zweitplatzierten Gericht mit den Nudelröhren war aber nur gering. Auf Platz drei sah ich die Spaghetti mit Balsamicolinsen, die aber ebenfalls nur einen sehr dünnen Vorsprung vor den Asia-Gerichten hatten, die damit den vierten Platz belegten.

Mein Abschlußurteil:
Maispoularde: ++
Pilzsauce: ++
Spätzle: ++

Wildschweinkeule mit Preiselbeeren, Rosenkohl & Kroketten [28.01.2020]

Tuesday, January 28th, 2020

Heute fanden sich gleich zwei Gerichte auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants, die mich sehr reizten. Zum einen war dies der Klassiker im Abschnitt Vital, zum anderen eine Wildschweinkeule mit Preiselbeeren, Rosenkohl & Kroketten die als Tagestipp geführt wurde. Die Gefüllte Aubergine mit Quinoa und Hirtenkäse auf Peperonata bei Veggie, der Krautwickerl in Specksauce + 3 Beilagen bei Daily, der mit Kartoffelstampf serviert wurde sowie die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratener Eierreis mit frischem Gemüse und Austernsauce und Gebackener Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce kamen nicht in die nähere Auswahl. Letztlich war es die Tatsache, dass ich wohl wohl eher das Boryani als die Wildscheinkeule bald wieder auf der Karte finden würde, die meine Wahl auf das Wildschwein fallen ließ – auch wenn es mit 5,46 Euro etwas teurer war. Aber wurde es komplett mit Gemüse serviert und immer noch günstiger als das Daily-Gericht.

Leg of wild board with cranberries, brussels sprouts & croquettes / Wildschweinkeule mit Preiselbeeren, Rosenkohl & Kroketten

Die Fleischmenge die ich dort auf dem Teller vorfand kann man ohne Übertreibung als beträchtlich bezeichnen, denn zwei dicke Scheiben Wildschweinkeule ließen selbst einen erwachsenen Mann wie mich etwas kämpfen. Ich selber denke bei “Keulen” immer an ganze Beine so wie z.B. hier zu sehen, aber das wäre für eine Einzelperson wohl nicht zu schaffen. Leider war die Qualität ebenfalls zweigeteilt, denn die obere Scheibe erwies sich als angenehm saftig und zart, während die untere zwar zart, dafür aber stellenweise ein klein wenig trocken war. Das ließ sich mit Hilfe der Sauce aber gut kompensieren. Dazu gab es Rosenkohl in recht guter Qualität, d.h. nicht frisch aber auch nicht matschig, eher gut abgelagert mit noch leicht knackigen Biss. War ok und passte traditionell auch gut zu Wildgerichten wie dem Wildschwein – ebenso wie die etwas zu süßen Preiselbeeren. Darüber dass man schließlich nur vier anstatt das sonst üblichen fünf bis sechs Kroketten (sh. dazu z.B. hier oder hier) war ich nicht sonderlich böse, denn ich hatte ja auch so schon genug mit dem Fleisch zu kämpfen. 😉 Sie erwiesen sich aber als angenehm frisch und knusprig, zumindest dort wo sie nicht von der Sauce durchgeweicht waren. Insgesamt ein reichhaltiger und durchaus leckeres Gericht, ich bereute meine Entscheidung nicht.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich die Wildschweinkeule heute extrem großer Beliebtheit und konnte sogar noch die Krautroulade überrunden. Den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sicherte sich aber das Hähnchen Biryani, danach kam die Wildschweinkeule auf Platz zwei. Die Krautroulade landete somit auf dem dritten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem Platz vier und der gefüllten Aubergine schließlich auf dem fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Wildschweinkeule: ++
Preiselbeeren: ++
Rosenkohl: ++
Sauce: ++
Kroketten: ++

Currywurst mit Pommes Frites [27.01.2020]

Monday, January 27th, 2020

Mein ursprünglicher Plan war es heute gewesen, beim Marokkanischen Kichererbseneintopf mit Rindfleisch aus dem Abschnitt Vital der heutigen Tageskarte unseres Betriebsrestaurants zuzugreifen, doch als ein Kollege marrokanischer Herkunft anmerkte, dass dies wenig mit der echten Küche dieses Landes zu tun hat, kamen mir meine Zweifel. Die Gebackene Polentataschen mit Ratatouille und Quarkdip bei Veggie lagen zu nahe an den Kartoffel-Frischkäsetaschen, die ich vor kurzem hier verzehrt hatte und auf Asia-Gerichte wie Gebackene Frühlingsrollen oder Gebratenes Putenfleisch mit Thaigemüse und rotem Curry hatte ich keine Lust. Blieb also nur noch die Currywurst (rot oder weiß) mit Curryketchup + drei Komponeten nach Wahl aus dem Abschnitt Daily. Pommes, sogar hausgemachte, hatte ich zwar auch erst gestern gehabt, aber sie sind nun mal eine Beilage die eigentlich immer geht – zumindest bei mir. 😉 Also reihte ich mich in die dortige Warteschlange ein. Leider waren die “weißen” Würste aus, also blieb nichts übrig als eine “rote” zu nehme – obwohl ich die weißen eigentlich vorziehe. Dann garnierte das erhaltene Gericht noch mit Currypulver und etwas Ketchup und machte mich dann auf die Suche nach weiteren Komponenten, wobei ich nicht sicher war ob Currypulver und Ketchup als Komponenten zählen?! Könnte ja sein, denn dann wäre mein Limit voll gewesen. Aber das erübrigte sich dann eh, da es weder an der Gemüsetheke noch an der Salattheke etwas gab, was zur Currywurst zu passen schien. Aber ein Becherchen Kirschjoghurt aus dem heutigen Nachtisch-Angebot gesellte sich noch zum Hauptgericht auf dem Tablett und ich zahlte am Ende “nur” die üblichen 6,30 Euro.

Curried sausage with french fries / Currywurst mit Pommes Frites

Die Fritten waren zwar ok, aber zum einen waren sie leider nicht mehr ganz heiß und knusprig, zum anderen fehlte wie üblich etwas an Salz. An hausgemachte Pommes kommt so etwas eh nicht ran, aber für Kantinenfritten waren sie in Ordnung, wenn auch perfekt. Und die Wurst besaß ebenfalls ihre Schwächen: Ihre Haut war irgendwie sehr “zäh” und ließ sich eher zerreißen als dass man sie schneiden konnte. Am besten war es, mit dem Messer in die bereits eingeschnittenen Stellen (schwach auf der linken Seite der Wurst zu sehen) zu drücken und den Brät zu durchtrennen, wobei die Schale mit einriss. Mit einem scharfen Steakmesser wäre schneiden wohl noch möglich gewesen, aber mit diesen nur wenig geschärften Standard-Messern war kein Durchkommen. Bei der “roten” Currywurst handelt es sich übrigens um eine Brühwurstvariante, während die weiße einer sehr feinen Bratwurst ähnelt – und ich stamme nun mal aus einer Brat-Currywurst-Gegend, daher war die Wurst eh nur eine Notlösung. Die warme, mit Zwiebeln versetzte Currysauce gab aber keinen Grund zur Kritik, sie passte wie immer wunderbar. Im Nachhinein gesehen hätte ich dem Marrokanischen Kichererbseneintopf wohl doch eine Chance geben sollen, aber ich war auch nicht vollkommen unglücklich mit meiner Wahl. Letztlich ein gutes Mittelmaß, ich habe schon bessere aber auch schon schlechtere Currywürste hier gehabt.
Trotz all meines Gemeckers auch hohem Niveau war die Currywurst auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala natürlich ganz weit vorne und konnte sich mit großem Vorsprung den ersten Platz sichern. Danach kam lange nichts, bevor sich der Kichererbseneintopf schließlich auf dem zweiten Platz etablieren konnte. Die Asia-Gerichte konnten sich danach den dritten Platz sichern, lagen aber wirklich eine Haarebreite vor den Polentataschen, die somit auf Platz vier landeten.