Buntes Kräuter-Ofengemüse [12.08.2010]

Auch heute suchte ich natürlich wieder nach etwas kalorienarmen Gerichten Ausschau. Dabei wären die Asia-Gerichte “Poh Piard Thord – knusprige Frühlinsgröllchen” und “Gaeng Phed Ped Yang – Gebratene Ente mit scharfem roten Gemüse mit Ananas und süßem Thai Basilikum” durchaus in Frage gekommen. Vor allem das Entengericht klang sehr verlockend. Aber da ich mich ja am Montag und gestern schon bei den Asia-Gerichten bedient hatte, wollte ich heute nicht schon wieder dort zugreifen. Das “Fleischpflanzerl in Zwiebelrahmsauce an Sahnepüree“, welches heute bei Tradition der Region angeboten wurde, erschien mit eindeutig zu kalorienreich, auch wenn es lecker klang und aussah. Blieben also noch der “Gemischte Salatteller mit Chickenwings und Dip” bei Globetrotter und “Bunter Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip” im Bereich Vitality. Und heute entschied ich mich tatsächlich mal für das optimalste und wählte das vegetarische Ofengemüse, welches ich übrigens in ähnliches Form hier schon mal probiert hatte.

Kräuter-Ofen-Gemüse

Unter dem relativ dünnflussig geratenem Kressedip, in dem ich von Kresse recht wenig entdeckte, fand sich einen tatsächlich bunte Mischung aus verschiedenen Gemüsesorten. Zuerst waren da natürlich die kleinen bis mittelgroßen Kartoffeln, außerdem rote und grüne Paprika, Karotten, Salatgurken und kleine gelbe Würfel, die ich als Kürbis meine identifizieren zu können. In dieser kleinen Menge nicht unpassend, auch wenn ich den Kürbis eigentlich eher zu den Herbstgemüsen zähle. Das einzige was mich etwas störte war das ganze “Gestrüpp” im Gericht – so nannte es eine Kollege sehr treffend.

Ich meine das ganze als Thymian und Rosmarin identifiziert zu haben. Diese gaben dem Gericht zwar angenehme Würze, ich hätte es aber begrüßt wenn man die Zweige vor dem servieren wieder aus dem Gericht entfernt hätte. Davon aber mal abgesehen fand ich die Zusammenstellung sehr gelungen. Und mit 460kcal oder 12 WW ProPoints auch angenehm leicht, auch wenn ich dem aus den Kantinenangaben kalkulierten WW-Wert nicht so ganz traue.
Beim Kantinenpublikum lag heute aber eindeutig das Fleischpflanzerl auf Platz eins, knapp gefolgt von den Asia-Speisen und dann den Chicken Wings. Das Ofengemüse sah ich eher selten auf den Tabletts – aber auch das hat mit Sicherheit seine Freunde gefunden, so wie mich.

Mein Abschlußurteil:
Kräuter-Ofengemüse: ++
Kressedip: +

Pad Pla Muek [11.08.2010]

Aus der regulären Küche hätte mich heute am ehesten die “Kartoffel-Gemüsepfanne mit Fisch und Meeresfrüchten auf südfranzösische Art” aus dem Bereich Vitality gereizt. Dieses Gericht gab hatte ich hier, hier und hier schon mal probiert und für gut befunden. Die traditionell-regionale “Rote oder weiße Currywurst mit Pommes Frites“, die ich hier in weiß und hier in rot sowie hier schon mal versucht hatte, erschien mir eindeutig zu kalorienreich. Letztlich wurde noch “Broccoli-Nußecken an Blattsalaten mit Basilikumdip” als Globetrotter-Speise angeboten, das fand ich aber weder von der Bezeichnung als vom Aussehen her verlockend. Als ich jedoch entdeckte, dass in der Asia-Ecke heute neben “Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenen Gemüse in Currysauce” heute auch “Pad Pla Muek – Gebratener Tintenfisch mit frischem Gemüse und Pilzen in Fischsauce” angeboten wurde, stand meine Entscheidung schnell fest. Tintenfisch hatte ich lange nicht mehr. Mit einer Schüssel Reis, die ich wie meistens mit einem Esslöffel Sambal Olek würzte, wurde daraus mein heutiges Mittagsmahl.

Pad Pla Muek

Der Tintenfisch war hier nicht in der sonst üblichen Form von Ringen oder Ärmchen mit Saugnäpfen (was ich persönlich ja nicht so mag) serviert, sondern in Röhrenform, welche noch mit kleinen Auswüchsen oder Laschen versehen schienen. Hierbei handelte es sich meiner Vermutung nach wohl um die oberen Röhrenkörper von Jungtintenfischen. In dieser Dareichungsform kannte ich es noch nicht, aber von sowohl vom Geschmack als auch der Fleischstruktur her war es einem Tintenfischring sehr ähnlich. Dazu gab es wie bei allen Asia-Gerichten eine breite Auswahl an verschiedenen gebratenen Gemüsesorten, unter anderem Zucchini, Brokkoli, Karotten, rote und grüne Paprika sowie Mungobohnenkeimlinge. Außerdem fanden sich reichlich asiatische Mu Err Pilze darin, die ich aufgrund ihres leicht schleimigen zwar nicht ganz so gern mag, die aber in einigen Asia-Gerichten einfach dazu gehören. Zubereitet war das ganze in einer Fischsauce, die – wie nicht anders zu erwarten – deutlich fischig schmeckte. 😉 Da ich heute ziemlich den Rest des Reises kurz vor dem Nachfüllen aus dem Behälter kratzen musste, kann ich dem Reis heute leider nicht die volle Punktzahl geben. In der Summe fand ich das Gericht aber auf jeden Fall mal wieder gelungen und erwies sich als gute Entscheidung.
Bei den anderen Kantinenbesuchern war natürlich die Currywurst heute der ungeschlagene Renner. Auf dem zweiten Platz kamen dann die Asia-Gerichte. Bei Broccoli-Nussecken und Fischpfanne konnte ich keinen eindeutigen Favoriten ausmachen, daher belegen sie in meiner subjektiven Wertung heute gemeinsam den dritten Platz.

Meine Abschlußwertung:
Pad Pla Muek: ++
Reis: +

Marinierter Tofu mit Ingwer-Currygemüse [10.08.2010]

An der Asia-Theke wurden heute unter anderem “Nasi Goreng – Gebratener Gorengreis mit verschiedenen Gemüsesorten” und “Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse” angeboten, was beides sehr lecker klang, aber nach dem gestrigen Asia-Tag heute mal nicht in Frage kam. Ausnahme wäre es gewesen, wenn die reguläre Küche absolut nichts gegeben hätte was mich ansprach. Dem war aber heute nicht so. Einzig die “2 Stück gebackene Camembert mit Preiselbeeren mit Salatganitur” bei Tradition der Region war nicht wirklich etwas für mich. Meine erste Intention war es statt dessen gewesen, das “Putensteak Hawaii mit Curryreis” in der Sektion Globetrotter zu wählen, welches ich in ähnlicher Form hier schon mal versucht hatte. Ich stand schon in der Schlange dafür, als ich meine Entscheidung doch noch änderte und mich dazu hinreißen lassen, den “Gebratenen marinierten Tofu mit Ingwer-Currygemüse” zu versuchen. Ich muss zugeben, dass ich noch nie bewußt Tofu gegessen habe – also eine kleine Premiere. Dazu nahm ich mir noch ausnahmsweise einen kleinen Becher Zitronenmousse als Nachtisch.

Marinierter Tofu mit Ingwer-Curry-Gemüse / Marinated tofu with ginger curry vegetables

Das Ingwer-Currygemüse aus Schoten, kleinen Maiskolben, Karotten, Porree, Mungobohnenkeimlinge und Bestandteilen ruhte auf einem Bett aus hellem Reis, gekrönt schließlich von dem angenehm großen Stück Tofu. Natürlich interessierte mich erst einmal, woraus Tofu, DER Fleischersatz für Vegetarier, eigentlich gemacht ist. Das eigentliche Tofu, auch Bohnenquark oder Bohnenkäse genannt, stammt ursprünglich aus Asien und wird meist aus einem Sojabohnen-Teig hergestellt, der durch Koagulation / Denaturierung von Sojamilch entsteht. Dabei ist Denaturierung in der Biochemie einfach gesagt die Veränderung von Proteinen (Eiweißen) oder der Desoxyribonukleinsäure (DNS, engl. DNA), die z.B. auch aus einem durchsichtigen rohen Ei ein Spiegelei macht. Das ganze wird dann in Blöcke gegossen und zerschnitten – ein Verfahren das dem zur Herstellung von Käse sehr ähnlich ist. Ich fand dass der Tofu-Block geschmacklich etwas an das Weiße eines Spiegeleis erinnerte, gemischt mit dem leicht würzigen Geschmack der Marinade. Fand ich sehr schmackhaft und auch sehr sättigend. Die Struktur war weich und ganz leicht körnig, wobei die Marinade einen dünnen Mantel um das ganze bildete.

Marinierter Tofu - Innenstruktur

Natürlich war auch das Gemüse mit seiner Curry-Ingwer-Würzung und der Reis als Sättigungsbeilage sehr lecker. Dabei gehe ich davon aus, dass es sich hier wirklich um Tofu und nicht etwa um Seitan handelte – gerade weil zwei aus China stammende Kollegen die ebenfalls am Tisch saßen behaupteten, dass dies kein Tofu wäre. Das hat mich etwas verunsichert – immerhin gilt ihr Geburtsland ja als der Erfinder des Tofu. Aber warum sollte die Kantine etwas als Tofu ausgeben, was kein Tofu ist? Ich fand es auf jeden Fall sehr schmackhaft und hat seinen Ruf als Fleischersatz auf jeden Fall zu Recht. Mit 501kcal oder 13 WW ProPoints erwies sich das ganze auch als angenehm leichtes Mittagsgericht – und das Zitronenmousse, das mit drei Himbeeren und einem einzelnen Mikado-Schokostäbchen garniert war – bildete einen gelungenen Abschluß des ganzen.
Das Tofu erfreute sich auch unter den anderen Kantinenbesuchern recht großer Beliebtheit, lag aber trotzdem hinter dem Camembert meines subjektive Eindruckes nach knapp auf dem letzten Platz. Platz eins belegte eindeutig das Putensteak Hawaii, gefolgt von den Asia-Gerichten. Dennoch bereute ich auch heute meine Entscheidung nicht – es lohnt sich auf jeden Fall, immer mal was neues zu versuchen.

Meine Abschlußwertung:
Marinierter Tofu: ++
Ingwer-Currygemüse: ++
Reis: ++
Zitronenmousse: ++

Ente in Chili-Ingwer-Sauce [09.08.2010]

Von der regulären Küche konnte mich heute irgendwie nichts begeistern. Am ehesten hätten mir wohl die “Gnocchi mit Ruccola und gedünsteten Kirschtomaten” noch gelegen, sowohl die “Schweinebratwurst auf Sauerkraut mit Kartoffelpüree” aus Tradition der Region sowie das “Paprikarahmschnitzel mit Kartoffelröstinchen” bei den Globetrotter-Gerichten erschienen mir zu kalorienreich. Im Asia-Bereich lockten neben “Chinagemüse mit Tongo Pilzen in Erdnußsauce nach Quanton Art” und “Gaeng Pad Moo – Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse, Bembussprossen und Kokosmilch in scharfem rotem Curry” heute auch “Ente mit gebratenem Gemüse in Chili-Ingwer-Sauce“. Ente erschien mir lecker und die Chili-Ingwer-Sauce klang geschmacklich verlockend – also entschied ich mich kurzfristig für dieses Gericht. Dazu gab es wie üblich Reis, den ich mir mit etwas Sambal Olek garnierte.

Ente in Chili-Ingwer-Sauce

Natürlich war der Hauptbestandteil dieses Gericht wieder die bunte Auswahl an verschiedenen Gemüse. Ich entdeckte Zucchini, Blumenkohl, Karotten, Frühlingszwiebeln, Sprossen und Mungobognenkeimlinge – einiges konnte ich aber nicht eindeutig identifizieren. Außerdem fanden sich natürlich auch reichlich Stücke zarten Entenfleisches, teilweise mit Haut. Und alles war in einer leicht süßlich-scharfen, wie ich fand sehr schmackhaften Sauce aus Ingwer mit Chili garniert. Fand ich sehr gelungen und war eindeutig mal etwas anderes als die üblichen Asia-Gerichte.
Unter den anderen Kantinenbesuchern erschien mir heute ziemlich eindeutig das Paprikarahmschnitzel den ersten Platz zu belegen. Ihm folgten die Asia-Gerichte aus Platz zwei, dann die Gnocchi und schließlich die Bratwurst. Ich hätte bei der Bratwurst eine größere Beliebtheit erwartete, aber natürlich basieren meine Beliebtheitsschätzungen wie immer auf einer Momentaufnahme während meines Besuches.

Mein Abschlußurteil:
Ente in Chili-Ingwer-Sauce: ++
Reis: ++

Lachs in Chili-Basilikum-Knoblauchsauce [30.07.2010]

Irgendwie erinnerte mich die heutige Auswahl an die des letzten Freitags. Während im Bereich Vitality ein “Hähnchenbrust aus dem Ofen nach provenzialischer Art mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln” aus der Karte stand, lockte als traditionell-regionales Angebot wie übliches etwas Süßes in Form eines “Apfelstrudel mit Vanillesauce” und schließlich bei Globetrotter ein “Gebackenes Fischfilet mit Kartoffel-Gurkensalat und Dip“. Die Bezeichnungen mögen sich leicht unterscheiden, aber die Gerichte waren sie sehr ähnlich. Am ehsten hätte mich hier vielleicht noch die Hähnchenbrust gereizt, doch ich sollte noch etwas besseres entdecken. Im Bereich der Thai-Asia-Gerichte stand nämlich neben “Pad Thai – Gebratene Reisnudeln mit Ei, Lauch, Sprossen und Erdnüssen” und “Gai Pad Prik King – Gebratene Hähnchenfiletstreifen mit frischem Gemüse in rotem Curry” dort auch “Gebackener Lachs mit Gemüse in Chili-Basilikum-Sauce” auf den Plan. Zwar hatte ich am Mittwoch schon Fisch in Form des Pochierten Lachses gehabt, aber irgendwie war mir am heutigen Freitag auch irgendwie schon wieder nach Fisch. Also war meine Entscheidung gefallen. Dazu nahm ich mir wie üblich eine Schale Klebereis, die ich mir wie üblich mit einem Esslöffel Sambal Olek garnierte.
Lachs in Chili-Basilikum-Knoblauchsauce
Die wirklich riesigen Brocken von zarten und glücklicherweise vollkommen grätenfreiem Lachsfleisch waren wirklich ein Genuss. Wie bei den hier servierten Asia-Gerichten üblich fanden sich außerdem eine umfangreiche Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten – ich entdeckte Zucchini, Paprika in rot und gelb, Blumenkohl, Mungobohnenkeimlinge, Schoten, Frühlingszwiebelringe und auch kleine, rote Chilischoten, die offensichtlich in getrockneter Form in das Gericht getan und mitgebraten worden waren und ihm eine angenehme Schärfe gaben. Auch wenn ich diese Woche mit gleich drei Asia-Gerichten mit Sicherheit etwas mehr als sonst in diesem Bereich unterwegs war, bereute ich auch heute meine Entscheidung nicht. So viel verschiedene Gemüse bekommt man außerdem mit kaum einem anderen Typ von Gerichten geliefert – die Angebote der regulären Küche sind ja leider häufig ohne Gemüse und müssen bei Bedarf kostenpflichtig ergänzt werden.
Auf der Beliebtheitsskala unter den anderen Kantinengästen lag heute eindeutig das Fischfilet mit Kartoffel-Gurkensalat, gefolgt von den Asia-Gerichten, dann der Hähnchenbrust und schließlich dem Apfelstrudel. Wie üblich wurde dieser aber auch gerne als zusätzlicher Nachtisch genommen.
Was die Kalorien angeht mag meine heutige Menuwahl sich eher im mittleren bis leicht gehobenen Bereich bewegen – eine nährwerttechnische Bewertung solcher Speisen ist leider immer aufgrund fehlender Angaben der Kantine auch schwer und lässt sich natürlich nur ungefähr durchführen. Aber ich denke und hoffe, dass es meine aktuellen Bemühungen nicht gleich zur Nichte macht. Ich werde es ja morgen auf der Waage auf jeden Fall sehen. 😉

Mein Abschlußurteil:
Lachs in Chili-Basilikum-Knoblauchsauce: ++
Reis: ++