Pute süß-sauer [29.04.2010]

Natürlich klang die “Rote oder Weiße Currywurst mit Pommes Frites” bei den traditionell-regionalen Gerichten sehr verlockend, aber mir war bereits von Anfang an klar, dass das heute nicht mein Mittagessen sein würde – viel zu kalorienreich und fett. Das beste wäre wahrscheinlich die heutige Vitality-Speise, “Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse“, gewesen, eine vegetarische Zusammenstellung, die durchaus was her zu machen schien und zumindest figurbewußter schien als das “Gebratene Rinderhacksteak mit Specksauce dazu Kartoffelecken“, das als heutiges Angebot in der Sektion Globetrotter diente. Rinderhacksteak hätte ich mir ja noch gefallen lassen, aber Specksauce und dann auch noch höchst wahrscheinlich frittierte Kartoffelecken? Das erschien mir nicht viel idealer als die Currywurst. Aber auch die Asia Wok Theke hatte heute einige interessante Angebote. Als vegetarisches Wokgericht lancierte heute “Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse mit Sojasauce” und als erstes Fleischgericht sollte es “Chow San Sei – Verschiedene Sorten Fleisch gebraten mit Gemüse” geben. Am meisten reizte mich aber dann doch das heutige Geflügel-Fleischgericht in Form von “Gebratener Pute mit verschiedenen Gemüsen in süß-saurer Sauce“. Mit etwas Reis, einem Esslöffel Sambal Olek sowie einem Glückskeks wurde dies also heute zu meinem Mittagsgericht.

Pute süß-sauer / turkey sweet-sour

Auch wenn das Gemüse mal wieder ziemlich grob geschnitten war – die Krönung bildete da heute eine nur halbierte kleine Zwiebel, die sich aber als geschmacklich angenehm mild erwies – war das Gericht eine wirklich schmackhafte Wahl gewesen. Zu den verwendeten Gemüsesorten gehörten unter anderem reguläre Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Kohl, Karotten Zucchini und Sojasprossen, ich bin aber sicher dass noch weitaus mehr als die Zutaten dabei waren, die ich hier identifizieren konnte. Dazu kamen natürlich reichlich zartes, unpaniert gebratenes Putenfleisch in großen, aber noch einigermaßen so verzehrbaren Stücken und letztlich natürlich die milde, süß-saure Sauce. Eine gute Entscheidung, die mich gut sättigte und mal wieder wunderbar mundete.
Eigentlich brauche ich es, so glaube ich, gar nicht zu erwähnen dass die Currywurst heute ganz oben auf der allgemeinen Beliebtheitsskala stand. Aber auch das Rinderhacksteak erfreute sich einiger Beliebtheit, auch wenn es meines persönlichen Eindruckes nach leicht hinter den Asia-Gerichten zurück stand, die einen knappen zweiten Platz verteidigten. Vereinzelt sah ich natürlich auch das Kartoffelgeröstel, aber als vegetarisches Gericht lag es heute deutlich hinter den üblichen Gerichten. Mit meiner süß-sauren Pute bin ich aber heute auf jeden Fall sehr gut weg gekommen – die Asia-Gerichte sind nun mal vor allem wegen ihrer reichhaltigen Gemüsezutaten immer wieder die Altenative zu der ansonsten ebenfalls nicht zu verachtenden europäischen Küche.

Mein Abschlußurteil:
Pute süß-sauer: ++
Reis: ++

Orangenpochierter Seelachs [28.04.2010]

Während heute im Asia-Bereich “Nasi Goreng – gebratener Gorengreis mit verschiedenen Gemüsesorten” oder “Pla Pad Ped – gebratenes Fischfilet mit Chili-Brategemüse” angeboten wurde – wobei mich vor allem das Pla Pad Ped reizte, welches ich ja hier und hier schon mal probiert hatte, gab es auch im Bereich der regulären Küche einige interessante Angebote. Am verlockendsten klang da natürlich das heutige Globetrotter-Gericht in Form von “Griechischem Gyros mit Pommes Frites und Tzatziki“, ich sah aber davon ab, da das Kalorientechnisch natürlich eine absolute Katastrophe gewesen wäre. Da klangen die “2 Stück gebackene Camembert mit Preiselbeeren und Salatgemüse” schon besser, welche als traditionell-regionales Gericht auf der Karte standen. Aber das wurde noch überboten von dem “Orangenpochierten Seelachs an Linsenreis mit Gemüsekonfetti“, das heutige Angebot in der Sektion Vitality, welches ich hier und hier schon mal probiert und für gut befunden hatte. Das ganze wertete ich noch mit einem Schälchen mit Mischgemüse auf.

Orangenpochierter Seelachs / orange poached coalfisch

Wie man schnell sieht bestand das “Gemüsekonfetti” hier nur aus einigen kleinsten Gemüsestücken, darunter Zucchiniwürfelchen und Karotten, die zusätzlich zu den Linsen dem Reis – ich denke es handelte sich hierbei um Vollkornreis – untergemischt waren, welcher in der Summe aber sehr schmackhaft und vor allem reichlich vorhanden war. Dazu gab es ein ebenfalls angenehm groß geratenes, pochiertes Stück grätenfreien Seelachsfilets, das mit einer fruchtig nach orange schmeckender Sauce garniert war. Wirklich ein weiteres mal ein sehr gelungenes Gericht, welches mir sehr gut mundete. Und auch am zusätzlich gewählten Gemüse, bestehend aus Erbsen, Karotten, Blumenkohl und Bohnen, gab es nichts auszusetzen.
Wie eigentlich vorauszusehen war, erwies sich das Gyros mit Pommes heute als die mit Abstand beliebteste Speise unter den anderen Gästen des Betriebsrestaurants. Mit einigen Abstand folgten die Asia-Speisen und schließlich der Camembert und der Seelachs, wobei ich bei diesen beiden keinen deutlichen Favoriten ausmachen konnte. Für mich war der Seelachs aber heute eindeutig eine sehr gute Wahl gewesen – ein leichtes und sehr leckeres Gericht, dass ich jederzeit wieder wählen würde.

Mein Abschlußurteil:
Orangenpochierter Seelachs: ++
Linsenreis: ++
Mischgemüse: ++

Gung Pao Niago [27.04.2010]

Die reguläre Küche bot heute zwar mit “Hirschgulasch Jäger Art mit Knöpfle und Heidelbeeren” im traditionell-regionalen Bereich sowie “Chili con Carne mit Mais und Kidneybohnen, dazu Baguette” (eine meiner Lieblingsspeisen) als Globetrotter-Gericht zwar sehr interessante Gerichte an und das Vitality-Menu mit “Vollkornspiralen mit Raddicio und Ruccola” wäre Kalorientechnisch mit Sicherheit das klügste gewesen, aber dennoch entschied ich mich heute mal für eines der asiatischen Gerichte. Das “Asiatische Gemüse, herzhaft gebraten, mit Erdnusssauce” war mir aber dann doch zu Fleischlos, daher wählte ich nach einigem Überlegen ob ich nicht doch noch zum Chili con Carne umschwenken solle, das “Gung Pao Niago – Rindfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsen in Erdnusssauce“. Das ganze sollte zwar scharf sein, aber sicherheitshalber machte ich mit auch dieses Mal wie gewohnt etwas Sambal Olek auf den Reis.

Gung Pao Niago

Zwischen einer bunten Auswahl an Gemüsesorten, darunter Zucchini, Paprika, Brokkoli, Kohl und Sojasprossen, fanden sich viele, dieses mal sogar sehr mundgerecht geschnittene Streifen von gut im Wok durchgebratenen Streifen feinen Rindfleischs. Wie bereits erwähnt werden die Asia-Gerichte in diesem Betriebsrestaurant sozusagen live hinter der Theke in mehreren Woks zubereitet und die bereitstehenden Aufwärmwoks ständig nachgefüllt. Dadurch kann man eigentlich immer sicher sein ein relativ frisches Gericht zu erhalten. Die Erdnusssauce, in der sich auch einige massive Erdnüsse fanden, war zwar scharf, aber eher europäisch scharf und sie kam kaum an die Schärfe des Sambal Olek heran. Aber weder die eher geringe Schärfe als die etwas sehr grob geschnittenen Zucchinistücke bewogen mich dazu, das Gericht irgendwie negativ zu bewerten. In der Summe mal wieder ein sehr leckeres und auch sehr sättigendes Gericht.
In der allgemeinen Beliebtheit rangen heute meines Eindruckes nach der Hirschgulasch und das Chili con Carne um den ersten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten und schließlich den Vollkornspiralen. Ich bereute meine Entscheidung gegen das eigentlich von mir so geschätzte Chili nicht, gerade weil es sich heute mal wieder um die eher eintopfartige Zubereitung handelte.

Mein Abschlußurteil:
Gung Pao Niago: ++
Reis: ++

Lammcurry mit Cocoslimettensauce [26.04.2010]

Heute fiel mir die Auswahl durchaus schwer. Sehr reizten mich die “Schweinswürstel mit Kartoffelpüree und Sauerkraut” aus dem Bereich der traditionell-regionalen Speisen, jedoch erschien mir das Gericht etwas zu kalorienreich und ich sah mich anderweitig um. Auch die Reste der “Lachsspinatlasagne” vom Freitag wurde in Resten angeboten. Natürlich wären die “Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnüssen” aus dem Bereich Vitality, ließ man das optional erhältliche Parmesan weg, eine gute Alternative gewesen. Aber auch im Asia-Bereich gab es einige verlockende Angebote, darunter “Poh Piard Thord – knusprige Frühlingsröllchen” oder “Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce“. Aber dann entdeckte ich an der Globetrotter-Theke das “Lammcurry in Cocoslimettensauce mit Duftreis“, das mir durchaus verlockend und auch nicht zu fett erschien. Außerdem bin ich ein großer Fan von Lammgerichten – also stand meine Wahl für heute fest.

Lammcurry / lamb curry

Zwischen reichlich mundgerecht geschnittenen Lammstücken mußte ich leider ein bis zwei etwas fettigere Stücke entdecken, aber das trieb die Kalorienbilanz meiner Meinung nach nicht allzu sehr in die Höhe. Die Sauce schmeckte leicht nach Kocos und Limette und passte mit dem Gesamtkomposition und dem Reis wirklich wunderbar zusammen. Nicht gerade eine Portion für den großen Hunger, aber lecker und schmackhaft.
Ohne Frage lagen die Würstel natürlich in der allgemeinen Publikumsbeliebtheit vorne, das entsprach auch meinen Erwartungen. Den Platz zwei belegten heute meines Eindruckes nach die Asia-Speisen, knapp gefolgt von dem Lammcurry und den Gnocchi, bei denen ich allerdings ein enges Kopf an Kopf Rennen beobachten konnte. Die Lachsspinatlasagne sah ich wiederum eher selten, was aber wohl auch damit Zusammenhing, dass die Menge begrenzt war. Als ich das Betriebsrestaurant verließ, war sie nämlich bereits aus. Ich auf jeden Fall war sehr zufrieden mit meiner heutigen Wahl und die Sättigung war ganz befriedigend, auch wenn sie nicht ganz bis zum Abend anhielt. Aber das bin ich ja inzwischen gewöhnt und überstanden es ohne Probleme. 😉

Mein Abschlußurteil:
Lammcurry: ++
Reis: ++

Spaghetti mit Balsamico-Linsen [22.04.2010]

Die heutige Speisenauswahl in der Kantine bot wieder einige Kalorienbömbchen. Ganz oben auf der Liste stand dabei natürlich das “1/2 Grillhähnchen mit Pommes Frites und Ketchup“, welches man im Bereich der traditionell-regionalen Speisen anbot. Aber auch heutige Globetrotter Gericht, “Moussaka mit gemischten Hackfleisch und Minzjoghurtdip” erschien mir nicht ohne zu sein. Die heutigen Asia-Speisen, u.a. “Panang Pak Taohoo – Gebratenes Gemüse und Tofu in rotem Panang-Curry” und “Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnusssauce” wären hier bestimmt eine Alternative gewesen. Aber letztlich entschied ich mich dann doch für die “Spaghetti mit Balsamico-Linsen“, die heutige Vitality Speise. Ein gleichartiges Gericht hatte ich ja bereits hier schon einmal in diesem Betriebsrestaurant probiert. Ich brauche es eigentlich nicht zu erwähnen, aber ich erwähne es dennoch dass ich auf Nachtisch verzichtete.

Spaghetti mit Balsamico-Linsen / Spaghetti with balsamic lentils

Was zwar nicht auf der Speisekarte erwähnt war, ich mir aber gedacht hatte, war die Tatsache, dass man das Gericht noch mit reichlich frischem Ruccola garniert hatte. Unter den Salatblättern fanden sich neben den Spaghetti eine große Portion des Gemisches aus Linsen, Karotten, Zwiebeln und natürlich Balsamico-Essig. Ich meine auch kleine Stücke von Kartoffeln gesehen zu haben, es waren aber nur einige wenige und ich konnte meinen Verdacht sicher bestätigen. Einige Unterschiede zum letzten Mal fielen mir aber noch auf: Zum ersten waren dieses Mal statt Vollkorn- normale, helle Weizengrieß-Spaghetti verwendet worden, des weiteren waren braune Linsen statt gelber verwendet worden und letztlich war der Geschmack dieses Mal eher mild und nicht leicht säuerlich wie im Dezember. Aber das minderte den Genuss nicht, ich fand das Gericht auch dieses Mal sehr gelungen und lecker.
Meine Vermutung wäre ja heute gewesen, dass das Grillhähnchen in der Beliebtheit weit abgeschlagen vorne liegt. Doch ich hatte mich offensichtlich geirrt, denn als ich die Kantine betrat war die Theke für den Broiler ohne Wartende, während sich vor der anderen Theke, an der das Moussaka und die Spaghetti ausgegeben wurden, eine kleine Schlange gebildet hatte. Die meisten nahmen aber nicht etwa die Spaghetti, sondern das Moussaka und auch an der Hähnchentheke bildete sich bald eine entsprechende Schlange an interessenten. Letztlich war es schwer, zwischen Moussaka und Grillhähnchen einen klaren Favoriten auszumachen, daher gebe ich ihnen beiden heute mal den ersten Platz. Die Asia-Speisen lagen aber wieder einmal deutlich vor dem vegetarischen kalorienreduzierten Vitality-Gericht, den Spaghetti. Aber ich war eindeutig nicht der einzige der sich für dieses Gericht entschieden hatte. Einziger Nachteil bei diesem Gericht war, dass das Sättigungsgefühl nicht so lange vorhielt wie bei regulären Gerichten – ein Phänomen das ich schon häufiger beobachtet oder besser gespürt habe. Aber auch heute hielt ich tapfer und ohne zusätzliche Nahrung oder Naschereien bis zum Abendbrot durch.

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti mit Balsamico-Linsen: ++