Lammhaxe mit Rosenkohl [14.04.2010]

Heute stand etwas auf dem Speiseplan, das ich mir keinesfalls entgehen lassen wollte: “Lammhaxe mit Rosenkohl und Bratkartoffeln” im Bereich der traditionell-regionalen Gerichte. Aber der vollständigkeit halber erwähne ich natürlich auch – wie immer – die anderen Angebote. In der Asia-Ecke bot man u.a. “Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenen Gemüsen in Hoi Sin Sauce” und “Patrt Pad Prug – Fisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in scharfer Basilikumsauce” an. Als Vitality-Gericht gab es “Barschfilet aus dem Dunst in Weißweinsauce, dazu Bouillonkartofeln” (was mich auch etwas gereizt hatte) sowie als Globetrotter-Speise “Spaghetti Bolognese mit Parmesan“. Dazu gab es noch einen Beerenquark als Dessert.

Lammkeule mit Rosenkohl

Ich liebe ja Lammfleisch, was mich zu dieser Entscheidung getrieben hatte. Und für Kantinenverhältnisse war diese Lammkeule durchaus ganz gut. Es gab zwar ein paar Stellen, die etwas zu fest gebraten waren, aber davon abgesehen war die Keule wirklich gut gelungen. Muß aber ein kleines Lamm gewesen sein, denn sonderlich groß war sie nicht und der Knochen nahm auch einen guten Teil der Gesamtkeule ein. Dazu gab es eine dunkle, leicht herbe Sauce, die aber geschmacklich kaum ins Gewicht fiel. Der Rosenkohl war zwar nicht mehr ganz heiß, aber dennoch warm genug dass er nicht diesen unangenehmen Geschmack annahm, den kalter Rosenkohl manchmal so an sich hat. Und auch an den Bratkartoffeln gab es nicht auszusetzen, nur wie meist hätte ich ein wenig Speck und Eier in den Bratkartoffeln begrüßt. Aber das Betriebsrestaurant hat da eben eine andere Auffassung von Bratkartoffeln als ich sie privat habe. Der Quark als Dessert war zur Sättigung dann zwar nicht mehr notwendig gewesen, aber bis auf meiner Linie hat er auch nicht geschadet.
Der allgemeine Renner unter den Gerichten waren heute aber eindeutig die Spaghetti Bolognese. Etwas abgeschlagener auf Platz lagen dann wohl die Asia-Speisen gemeinsam mit der Lammkeule und schließlich kam das Barschfilet, das wie ich fand aber auch sehr lecker aussah. Aber ich durfte mal wieder feststellen: Lammfleisch ist scheinbar wirklich nicht jedermanns Geschmack.

Mein Abschlußurteil:
Lammkeule: ++
Rosenkohl: +
Bratkartoffeln: ++
Fruchtquark: ++

Gaeng Dang Gai [13.04.2010]

Obwohl die Angeboten der regulären Küche heute – bestehend aus “Griechischem Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven” im Bereich Vitality, “Szegendiner Rindergulasch mit Salzkartoffeln” als traditionell-regionale Speise und “Cevapcici auf Tomatenreis mit Avjar und Zwiebeln” an der Globetrotter-Theke – durchaus verlockend klangen, entschied ich mich heute dann doch mal wieder für etwas Asiatisches. Das “Kai Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenen Gemüsen” klang zwar auch nicht schlecht, aber meine entgültige Wahl fiel dann doch auf das “Gaeng Dang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse, Bambussprossen in scharfem rotem Curry“. Dazu gab es natürlich eine Schale Reis, den ich mir noch mit etwas Sambal Olek zusätzlich schärfte – ich mag es nun mal scharf und traute der Ankündigung von “scharfem roten Curry” nicht wirklich.

Gaeng Dang Gai

Die beiden Kritikpunkte an dem Gericht möchte ich gleich zu Beginn nennen: Zum einen fand ich die verwendeten Stücke Geflügelfleisch etwas zu groß geraten und zum anderen fand ich das Verhältnis von Bambussprossen zum restlichen Gemüse etwas zu sehr zu Gunsten der Bambussprossen zu tendieren. Aber gerade bei letzterem kann ich mich auch einfach beim beladen meiner Schale etwas vergriffen haben. Von diesen kleinen negativen Punkten in der Darreichung abgesehen fand ich das Gericht aber dennoch sehr gelungen. Zwischen dem Hühnerfleisch fanden sich wieder eine große Breite an verschiedensten Gemüsen – neben den bereits erwähnten Bambussprossen fand ich auch Kohl, Zucchini, Karotten, Paprika, Zuckerschoten, Wirsing und noch einiges anderes, wobei ich gar nicht alles auf Anhieb identifizieren konnte. Und dann war das ganze auch noch angenehm scharf, wobei die Schärfe einen eher unterschwelligen Ton hatte, während die Schärfe des Sambal Olek auf dem Reis direkt zu schmecken war. Daher konnte ich trotz der zusätzlichen Schärfung deutlich heraus schmecken, dass man auch bei der angekündigten Schärfe der roten Currys nicht übertrieben hatte. Ich bereute sogar etwas, mir nicht zumindest ein Glas Wasser mit dazu genommen zu haben. In der Summe ein sehr leckeres und gelungenes Gericht, das wohl aufgrund des vielen Gemüses auch kalorientechnisch nicht allzu kräftig reingehauen haben dürfte.
Unter den anderen Gästen lieferten sich aber das Cevapcici und der Rindergulasch ein Kopf-an-Kopf Rennen um den ersten Platz, den meines Eindruckes nach das Cevapcici knapp gewann. Aber auch die Asia-Speisen waren dem eng auf den Fersen. Letztlich wurde aber auch der Griechische Gemüsetopf nicht verschmäht. Ich aber war mit meiner Wahl wieder einmal sehr zufrieden – auch wenn ich damit mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack treffe, so finde ich die angebotenen Asia-Gerichte hier im Betriebsrestaurant immer wieder eine gute Alternative zur regulär-westlichen Küche bieten.

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Dang Gai: ++
Reis: ++

PS: Mit diesem Foto habe ich die 6000 Bilder Marke bei flickr.com erreicht.

Paprikarahmschnitzel & Röstinchen [12.04.2010]

Neben “Gebratenem Curry-Gemüse nach Thai Art” oder “Moo Pad Sam Rod – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süsser Chilisauce” an der Asia-Theke standen auch “Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout” als Vitality-Speise, “Paprikarahmschnitzel mit Kartoffelröstinchen” als traditionell-regionales Gericht und schließlich “Curryfleischbällchen im Reisrand” im Bereich Globetrotter auf der Speisekarte. Ich tendierte zuerst zu den Schweinefleischstreifen mit der süssen Chilisauce, entschied mich aber dann kurzfristig um und wählte das Paprikarahmschnitzel. Erst im Nachhinein stellte ich fest, dass ich das gleich Gericht ja auch schon mal hier und hier probiert hatte. Dazu nahm ich mir noch einen Mandarinenquark von der Dessert-Theke, wohl auch da ich kein Gemüse fand, das sonderlich gut dazu passte.

Paprikarahmschnitzel

Wie ich bei allen Schnitzeln die ich dieses Jahr hier im Betriebsrestaurant probiert hatte, war auch dieses wieder unpaniert. Bei dem Schnitzel vom November letzten Jahres war dies noch paniert gewesen. Ich war ja zuerst davon ausgegangen, dass Schnitzel hier in Bayern traditionell ohne Panada zubereitet werden. Bei einer kurzen Recherche im Internet fand ich zum einen diesen Beitrag über ein Schnitzel Müncher Art, welches ebenfalls ohne Panade serviert wurde, aber bei meiner Lieblingsrezeptseite chefkoch.de fand ich wiederum Rezepte von Schnitzeln, die nach Müncher bzw. Altbayrischer Art zubereitet sind, und beide mit Panade zubereitet sind. Von daher gehe ich davon aus, dass es sich bei den unpanierten Schnitzeln eher um eine Laune der Küchenleitung hier handelt als um eine bayrische Tradition. Wenn jemand dazu mehr weiß, würde ich mich aber über einen entsprechenden Hinweis freuen.
Das Schnitzel selber war wie immer sehr dünn, aber einigermaßen zart und vor allem noch heiß. Es ist natürlich richtig dass panierte Schnitzel weniger bissfest sind als unpanierte, aber als zäh möchte ich deswegen nicht bezeichnen. Die Paprikarahm-Sauce mit roten und grünen Paprikastreifen passte geschmacklich meiner Meinung nach gut dazu, hätte aber gern etwas schärfer sein können. Dass man in dieser Lokalität sehr “freigiebig” mit der Sauce umgeht ist ja bereits allgemein bekannt, daher erwähne und berücksichtige ich es mal nicht weiter. Und auch an den Röstinchen oder Kartoffeltalern gab es nichts auszusetzen: Sie waren heiß, außen knusprig, innen weich und sehr wohlschmeckend. In der Summe ein gutes und für Kantinenverhältnisse sehr gelungenes Gericht. Der Mandarinenquark bildete schließlich einen kleinen, süßen Abschluß dieses Mittagsmahls.
Dass das Paprikarahmschnitzel heute weit oben auf der Beliebtheitsskala der anderen Kantinenbesucher lag, brauche ich ja wohl kaum zu erwähnen. Auf Platz Zwei kamen dann meiner Meinung nach die Asia-Speisen, aber eng gefolgt von den Curryfleischbällchen. Aber auch das vegetarische Zucchini-Möhrenragout hatte seine Freunde gefunden, wenn auch deutlich weniger als die anderen Gerichte. Aber das hatte ich auch nicht anders erwartet.

Mein Abschlußurteil:
Schnitzel: ++
Paprika-Rahm-Sauce: ++
Röstinchen: ++
Mandarinenquark: ++

Fisch-Paella [09.04.2010]

Meine erste Überlegung ging dahin die “Zarte Hühnerbrust gefüllt mit Basilikumpesto auf Tagiatelle al tomate” aus dem Vitality-Bereich zu wählen, was ich letztlich auch hätte tun sollen. Der “Topfenstrudel mit Vanillesauce” als traditionell-regionales Gericht erschien mir wiederum mehr etwas für den Nachtisch zu sein. Aber auch das Globetrotter-Angebot in Form von “Gebackenen Calamari mit Kartoffelsalat und Remouladensaauce” erschienen mit sehr verlockend und die Asia-Gerichte in Form von “Gebratenem Curry-Gemüse nach Thai-Art” oder “Ghung Pao Kai – Putenfleisch gebraten mit Knoblauch, Chili und Gemüse” klangen nicht allzu übel. Als Tagesangebot bot man aber auch noch “Spanische Paella mit Fisch und Meeresfrüchten” und ich entschied mich spontan für dieses Gericht.

Fisch-Paella

Natürlich handelte es sich hier um die Interpretation einer Paella nach Art der Kantine. Als ich mir die Fisch- und Meeresfrüchte-Zutaten genauer ansah, wurde mir schnell klar, dass man hier die Reste der Fisch-Kartoffel-Gemüsepfanne vom Dienstag Resteverwertet worden war. Man merkte leider auch, dass diese Zutaten nicht mehr ganz frisch waren. Letztlich erwies sich die Paella-Zusammenstellung aus Fisch, Meeresfrüchten, Curryreis, Erbsen, Karotten und Paprika aber als recht schmackhaft, wenn auch nicht überragend.
Unter den anderen Gästen waren wohl die Calamari am beliebtesten, gefolgt von der Hühnerbrust und den Asia-Gerichten. Aber auch die Paella würde offensichtlich gern genommen, zumindest sah ich sie häufiger als den Topfstrudel. Im Nachhinein gesehen hätte ich wohl meinem ersten Impuls folgen und das Hähnchen wählen sollen. Aber satt geworden bin ich natürlich auch so und schlecht war die Paella ja nicht.

Mein Abschlußurteil:
Fisch-Paella: +

Holzfällersteak mit Röstkartoffeln [08.04.2010]

Die “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” und “Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry” in der Asia-Ecke sahen eigentlich ganz gut aus und ich überlegte einen Moment ob ich mich heute hier bedienen sollte. Aber auch die “Zitronenhähnchenkeule mit Kräuterreis” aus dem Globetrotter-Bereich sah durchaus verlockend aus und die “Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse” wären kalorientechnisch wohl am optimalsten gewesen, aber letztlich fiel meine Wahl dann doch auf das traditionell-regionale “Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Zwiebeln und Röstkartoffeln“, welches ich mir noch mit einem Schälchen Gemüse aus Erbsenschoten, Karotten, Maiskölbchen und Streifen von gelber Paprika ergänzte. Aus Nachtisch verzichtete ich wieder ein mal.

Holzfällersteak

Eigentlich hätte ich ja vom letzten Mal etwas gewarnt sein müssen, dass man bei einem Kantinensteak keine Steakhouse-Qualität erwarten kann. Es war – dass muss ich zugeben – nicht schlecht und bis auf eine einzige etwas schlabberige Stelle auch schmackhaft und ganz gut mit seinen Röstzwiebeln oben auf. Auf den Bacon vom letzten Holzfällersteak hatte man aber leider diesmal verzichtet. Sogar noch einigermaßen heiß war es gewesen. An den Röstkartoffeln gab es aber absolut nichts auszusetzen und auch das Gemüse in interessanter, eher ungewöhnlicher Zusammenstellung erwies sich als einwandfrei und sehr schmackhaft. Man hat ja neuerdings scheinbar die Wärmelampe in der Gemüsetheke tiefer gehängt, was ein angenehm heißes Gemüse zur Folge hat. Nachteil dabei ist allerdings, dass die Kellen zum Aufladen sich an ihren Griffen so aufheizen, dass man sich leicht daran die Finger verbrennen kann. Aber was nimmt man für heißes Gemüse nicht alles kauf. 😉
Unter den anderen Gästen erschien mir das sich das Holzfällersteak heute auch der größten Beliebtheit erfreute, aber auch das Zitronenhähnchen war weit verbreitet und belegte noch vor den Asia-Speisen eindeutig den zweiten Platz. Weit abgeschlagen war aber auch die Farmerkartoffel nicht, die mit Blattspinat zubereitet wirklich lecker aussah. Aber ich war auch mit dem Steak letztlich ganz zufrieden.

Meine Abschlußbewertung:
Holzfällersteak: +
Röstkartoffeln: ++
Gemüse: ++