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Spaghetti Bolognese [10.02.2019]

Thursday, January 10th, 2019

Natürlich durfte auch am ersten Tag nach meinem Jahreswechsel-Urlaubs der mittagliche Besuch in unserem Betriebsrestaurant nicht fehlen – auch wenn die Karte wenig neues und viele alte Bekannte bot. Auf den Kürbis-Currygulasch mit Süßkartoffelwürfel und Schmandt bei Vitality hatte ich schon einmal keine Lust, denn er sah zwar gut aus, aber die Portion erschien recht klein und ich hatte Appetit auf zumindest etwas Fleisch. Daher nahm ich zuerst einmal das Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Schmorzwiebeln, Bratensauce und Country Potatos aus dem Abschnitt Tradition der Region ins Visier. Beim genaueren Hinsehen erschien mir das Fleisch des Steaks heute aber doch ein wenig zu durchwachsen. Und da ich auch auf Gebackene Banane und Ananas mit Honig oder Gebratene Hähnchenkeule mit Gemüse in Massamansauce von der Asia-Wok-Theke keine Lust hatte, landete ich schließlich doch bei den Spaghetti Bolognese mit Gran Pandano bei Globetrotter.

Spaghetti Bolognese

Leider konnte man sich den Gran Pandano nicht selber aufstreuen, sondern die Menge wurde von der Thekenfachkraft zugeteilt, aber zumindest hatte diese die Nudeln und die Sauce dieses Mal nicht von vornherein unter einer Unmenge von geriebenen Hartkäse begraben wie es früher hin uns wieder mal der Fall gewesen war. Die Menge Nudeln, Sauce und Käse war viel mehr recht gut aufeinander abgewogen, auch wenn ein klein wenig mehr Sauce bestimmt nicht geschadet hätte. Und geschmacklich gab es ebenfalls nichts daran auszusetzen, das Aroma war kräftig und leicht tomatig, auch wenn ich mir persönlich noch eine etwas mehr fruchtige Note gewünscht hätte. Aber insgesamt eine gute Standard-Bolognese ohne viel Schnick-Schnack – da kann man nicht meckern.
So schienen es auch ein großer Teil der anderen Gäste gesehen zu haben, denn die Bolognese war mit klarem Vorsprung das am häufigsten gewählte Gericht am heutigen Tage und belegte somit unangefochten Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf dem zweiten Platz folgten dann die Asia-Gerichte, die asiatischen Hähnchenkeulen schienen ebenfalls relativ großen Zuspruch zu finden. Den dritten Platz belegte das Holzfällersteak. und auf Platz vier belegte der vegetarische Kürbis-Currygulasch.

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti Bolognese: ++

Sauerbraten mit Apfelblaukraut & Kartoffelknödel [20.12.2018]

Thursday, December 20th, 2018

Heute fanden sich mal wieder gleich zwei Gerichte auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants, die mich sehr reizten. Nicht das Zusatzangebot in Form eines Abgebräunten Leberkäses mit Bratensauce & Bratkartoffeln, Pappardelle mit Blattspinat und Meerrettich bei Vitality und Gebackene Banane und Ananas mit Honig oder Peking Ente süß-sauer mit frischem Gemüse standen ganz oben auf meiner Wunschliste – obwohl die Ente im Nachhinein gesehen durchaus interessant gewesen wäre – sondern Sauerbraten mit Apfelblaukraut und Kartoffelknödel bei Tradition der Region und das Gyros vom Schwein mit Tzaziki, frischen Zwiebeln und Djuvec-Reis bei Globetrotter weckten mein größtes Interesse. Letztlich war es die Tatsache, dass ein Sauerbraten das deutlich exklusiver anmutende Gericht war, die mich dazu bewog bei diesem Angebot zuzugreifen.

Marinated pot roast with red cabbage & potato dumpling / Sauerbraten mit Apfelblaukraut & Kartoffelknödel

In einem kleinen Ozean aus leider mal wieder recht dünner, aber geschmacklich dennoch gelungener Sauce fanden sich zwei Scheiben Sauerbratens, dessen Fleisch angenehm mürbe und zart geschmort worden war, ein fast faustgroßer, mit angrösteten Brotwürfeln gefüllter Kartoffelknödel als Sättigungsbeilage und schließlich eine großzügige Portion eines gut gewürzten Rotkrauts mit deutlicher Apfelnote. Der säuerliche Geschmack wurde dabei aber primär von der Sauce transportiert, die man wohl mit Essig auch zusätzlich noch etwas gesäuert hatte – aber das machte das Gericht nicht schlechter. Einziger kleiner Wermutstropfen war eine knorpelartige Verwachsung in der Mitte des kleineren Bratenstückes, das man leider nicht mitessen konnte, ansonsten aber ein sehr gelungener Sauerbraten. Über die dünne Sauce sehe ich mal großzügig hinweg.
Und obwohl von der konfiguration der Ausgabetheken heute wohl das Gyros das bevorzugte Gericht sein sollte, wurde es doch deutlich vom Sauerbraten überrundet, der sich mit großem Vorsprung den ersten Platz sichern konnte. Und auch um den zweiten Platz musste das Gyros kämpfen, denn die Pappardelle mit vegetarischer Sauce aus Blattspinat und Meerrettich machten ihnen fast diesen Platz streitig. Nur knapp konnte sich das Gyros diese Platzierung sichern und verwiesen die Nudeln auf einen guten dritten Platz. Die Asia-Gerichte sah ich auf Platz vier und den Leberkäse konnte ich nur sehr vereinzelt erspähen, weswegen er auf dem fünften Platz landete.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Sauce: ++
Apfelblaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++

Wiener Backhendl mit Preiselbeeren & Pommes Frites [19.12.2018]

Wednesday, December 19th, 2018

Nach all den Spaghetti in meinem selbst gekochten Nudelauflauf vom Wochenende, von dem ich ja noch bis vor kurzem Reste hatte, lag mir der Appetit heute nicht so nach Seelachswürfel in Tomatensugo, dazu Spaghetti und Grand Padano wie er heute im Abschnitt Vitality auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants angeboten wurde. Ich tendierte daher eigentlich eher zum Erbsensuppeneintopf mit Wiener Würstchen und Semmel aus dem Abschnitt Globetrotter, während ich die das Wiener Backhendl mit Preiselbeeren und Pommes Frites bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Angebote wie Gebratener Tofu mit frischem Gemüse und Tomatensauce oder Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse in roter Currysauce links liegen lassen wollte. Doch als ich an der Theke mit dem Backhendl vorbei kam, mir der Geruch in das Hähnchens in die Nase stieg und dann auch noch gerade frische Fritten aus der Küche angeliefert wurden, wurde ich doch schwach und schwenkte noch kurzfristig auf das Backhendl um. Dazu gesellte sich noch ein Krautsalat von der Salattheke – wenn es diesen schon mal gibt, was leider in letzter Zeit eher selten ist, muss ich einfach zugreifen.

Vienna baked chicken with cranberries & french fries / Wiener Backhendl mit Preiselbeeren & Pommes Frites

Leider hatte mir die eher Lustlos agierende Thekenkraft gleich das kleinste aller verfügbaren Backhendl-Stücke auf den Teller getan, doch da die Schlange hinter mir bereits lang war, verzichtete ich auf eine Diskussion und nahm das so hin – ich bin halt manchmal einfach zu gutmütig. 😉 Aber ob großes oder kleines Backhendl, die Zitronenecke durfte natürlich nicht fehlen. Zugegeben, saftig zart und mager war es alle mal, aber ähnelte eher einem Putenschnitzel als einem Backhendl, das in früheren Versionen wie hier oder hier deutlich größer gewesen war. Aber ich will mich nicht zu viel beschweren, gemeinsam mit der recht süßen, aber irgendwie gut dazu passenden Preiselbeermarmelade erwies sich das Ganze als durchaus schmackhaft. Und auch bei den Pommes Frites hatte ich Glück, denn sie waren dieses Mal wirklich mal angenehm knusprig. Nur das Salz schien man mal wieder komplett vergessen zu haben. Aber wozu gibt es an jedem Tisch einen Salzstreuer? Dazu noch der angenehm knackige Krautsalat als eine Art gesunde Gemüsebeilage und schon war mein einigermaßen ausgewogenes Mittagsmahl komplett. Trotz kleinen Mankos war ich letztlich recht zufrieden.
Beim Kampf um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich heute das Backhendl und der Erbseneintopf ein wirklich knappes Kopf-an-Kopf-Rennen, das das Hendl mit einer knappen Nasenlänge Vorsprung schließlich für sich entscheiden konnte. Die Seelachswürfel mit Spaghetti konnten sich mit ebenfalls sehr knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten schließlich den dritten Platz sichern und die Angebote von der Wok-Theke auf einen guten vierten Platz verweisen.

Mein Abschlußurteil:
Backhendl / Geflügelschnitzel: ++
Preiselbeeren: ++
Pommes Frites: ++
Krautsalat: ++

Putenschnitzel mit Waldpilzen & Mozzarella gratiniert [18.12.2018]

Tuesday, December 18th, 2018

Heute war eigentlich nichts auf der Karte, was mich unmittelbar gereizt hätte. Der Curryreis mit Zucchini und Karotten bei Vitality klang eher langweilig und dsah auch so aus, der Paprikagulasch vom Schwein mit Butternudeln bei Tradition zu Region war mir zu “kantinig” und das Gebratenes Putenschnitzel mit Waldpilzen und Mozzarella gratiniert, dazu Sauce Bernaise und Bratkartoffeln bei Globetrotter lehnte ich wegen der Bratkartoffeln ab, die mich mit ihrer matschigkeit schon so häufig enttäuscht hatten. Ich war drauf und dran beim Seelachs mit verschiedenem Gemüse in süß-saurer Sauce zuzugreifen, der neben Gebratenem Gemüse in Massamansauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, doch dann hörte ich das Schaben der Kartoffelscheiben der Bratkartoffeln aneinander, als sie auf einen Teller serviert wurden. Das machte Hoffnung dass sie heute doch mal knusprig sein könnten, daher schwenkte ich noch ganz kurzentschlossen um und griff beim Putenschnitzel zu. Und obwohl ja schon Pilze dabei waren, ergänzte ich das Gericht noch zusätzlich mit etwas Rosenkohl von der Gemüsetheke, der heute mal außergewöhnlich frisch und knackig aussah.

Turkey escalope gratinated with wild mushrooms & mozzarella / Putenschnitzel mit Waldpilzen & Mozzarella gratiniert

Und tatsächlich waren die Bratkartoffeln heute mal nicht so matschig wie hier oder hier, sondern ein wenig knusprig gebraten, aber man merkte ihnen dennoch deutlich an dass es sich um aufgetaute TK-Ware handelte. Fast schon akzeptabel, aber bei weitem nicht perfekt. Ein größerer Lichtblick war da schon der Rosenkohl, der heute Mal wirklich frisch und knackig von der Gemüstheke gekommen war – leider eher eine Seltenheit. Am mit einer dicken Schicht Pilze und etwas Käse überbackenen Putenschnitzel gab es ebenfalls nichts auszusetzen, es war angenehm mager, saftig und das Fleisch harmonierte Geschmacklich wunderbar mit den Pilzen. Die milde, cremige Sauce Bernaise war daher mehr für die Kartoffelscheiben, sprich Bratkartoffeln, wichtig, denn sie waren dieses mal zwar etwas knuspriger, dafür natürlich auch etwas trocken. Aber mit der Sauce genießbar. Ich denke es war in Anbetracht des Angebotes wohl die beste Wahl heute gewesen.
Beim Kampf um Platz eins würde das Putenschnitzel fast von dem Paprikagulasch überholte, konnte sich auf der Zielgerade aber dann doch noch auf den ersten Platz retten. Nach dem somit zweitplatzierten Paprika-Schweinegulasch mit Butternudeln folgten die Asia-Gerichte auf einem guten dritten Platz und der Curryreis schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Putenschnitzel: ++
Waldpilze: ++
Sauce Bernaise: ++
Bratkartoffeln: +
Rosenkohl: ++

Krautwickerl mit Bratensauce an Kartoffelpüree & Röstzwiebeln [17.12.2018]

Monday, December 17th, 2018

Zwar gab es heute als Zusatzangebot ein Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes frites, aber mir ist aktuell nicht so nach Fritten, daher hatte ich eigentlich geplant die Woche mal vegetarisch zu beginnen und die Mittagspause zum Kartoffelgeröst´l mit Lauch und Hirtenkäse aus dem Abschnitt Vitality zu beginnen. Die Spinat-Ricottatortellini mit Carbonarasauce, Grana Padano und Ruccola bei Globetrotter reizten mich ebenso wenig wie die Asia-Wok-Angebote wie Gebackene Frühlingsröllchen oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Austernsauce. Den Krautwickerl mit Bratensauce an Kartoffelpüree und Röstzwiebeln bei Tradition der Region hatte ich dabei ganz außer acht gelassen. Als ich jedoch den Speiseraum betrat, fleuchte mir sofort der Geruch von gekochtem Kohl in die Nase und – im Gegensatz zu vielen anderen – liebe ich diesen Geruch sogar etwas. Daher änderte ich meine Entscheidung kurzfristig noch und griff doch beim Krautwickerl zu, der außerdem viel besser zur aktuellen kalten Jahreszeit passte – immerhin hatte es die letzten Tage sogar ein wenig geschneit. Da kam ein Seelenwärmer mit Kohl genau richtig.

Stuffed cabbage roll with gravy, mashed potatoes & fried onions / Krautwickerl mit Bratensauce an Kartoffelpüree & Röstzwiebeln

Die erste Überraschung erwartete mich, als ich das Kartoffelpüree probierte. Erwartet hatte ich das übliche, meist aus Pulver angerührte und oftmals dünne Püree, doch was sich hier auf dem Teller befand wartete mit vielen Kartoffelstückchen auf und schien tatsächlich aus frischen Kartoffeln gemacht. Oder die Lebensmittelindustrie hat inzwischen eine Möglichkeit gefunden, ihr Pulver mit Kartoffestückchen zu versehen, aber nach gefriergetrocknet und wieder eingeweicht schmeckten die hier nicht. In Kombination mit der würzigen und einigermaßen dickflüssigen Sauce sowie den großzügig aufgetragenen Röstzwiebeln schon mal sehr lecker. Aber auch am Krautwickerl selbst gab es wenig auszusetzen. Einziger kleiner Kritikpunkt war die Tatsache, dass er an einer Seite – auf dem Bild rechts zu sehen – ein wenig angekokelt erschien, aber das wirkte sich geschmacklich glücklicherweise nicht aus, der angenehme Kohlgeschmack blieb vollends erhalten und harmonierte dabei wunderbar mit der mild gewürzten, lockeren Füllung aus Hackfleisch.

Stuffed cabbage roll - Lateral cut / Krautwickerl - Querschnitt

Und auch das Verhältnis von Kohl zur Füllung war absolut akzeptabel wie ich fand. Ich hatte auch schon Krautwickerl auf dem Teller, die fast aus Kohl bestanden und nur einen Zeigefinger dick mit Hackfleisch gefüllt waren. Nicht hier, aber in anderen Lokalitäten kam das schon mal vor – immerhin ist Kohl deutlich günstiger als Hackfleisch. Alles in allem also ein sehr gelungener Krautwickerl, an dem es – sieht man von der angekokelten Stelle ab – nichts auszusetzen gab. Ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl.
Bei den anderen Gästen lag natürlich das Schnitzel heute am höchsten in der Gunst und konnte sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Aber der Krautwickerl lag knapp dahinter auf Platz zwei und auch der Abstand zum dritten Platz, auf dem ich die Spinat-Ricotta-Tortellini sah, war nur gering. Auf einem guten vierten Platz folgten schließlich die Asia-Gerichte und auch das Kartoffelgeröstl mit Lauch und Hirtenkäse lag auf Platz fünf nicht ageschlagen.

Mein Abschlussurteil:
Krautwickerl: ++
Sauce: ++
Röstzwiebeln: ++
Kartoffelpüree: ++