Blätterteigrolle mit Räucherlachs, Feta & Blattspinat – das Rezept

Nachdem ich ein Grundrezept gegen Anfang der Woche Abends mal entdeckt hatte, wollte ich es schon ständig mal zubereiten – doch leider hatten lange Arbeitszeiten bzw. andere Termine und damit verbunden die fehlende Möglichkeit die nötigen Zutaten einzukaufen bis heute diesem Vorhaben immer wieder einen Riegel vorgeschoben. Hier in Bayern haben die Läden nun mal leider nur bis 20:00 Uhr auf. Doch heute kam ich endlich dazu und machte mich gleich daran diese kleine Leckerei als heutiges Abendbrot zuzubereiten: Blätterteigrolle mit Räucherlachs, Feta & Blattspinat.

Was brauchen wir dazu?

1 Rolle Blätterteig – ich hatte hier mal die “Hausmarke” meines bevorzugten Supermarktes genommen, was sich nicht als so ideale Entscheidung erwies, denn der Teig ließ sich nur mit etwas Mühe entrollen und klebte recht stark am beigefügten Backpapier. Manchmal ist das zurückgreifen aus Markenware scheinbar doch nicht so unratsam…
06 - Zutat Blätterteig

220g Räucherlachs
05 - Zutat Räucherlachs

90-100g Fetakäse
03 - Zutat Feta

1 halbe Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel

1 Zehe Knoblauch
04 - Zutat Knoblauchzehe

250 Blattspinat
02 - Zutat Blattspinat

1 Ei
07 - Zutat Ei

sowie wahlweise Butterschmalz, Butter oder Öl zum andünsten,
und Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen.

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst dünsten wir die Zwiebel und die gepresste Knoblauchzehe an – ich wählte Butterschmalz, man kann wahlweise natürlich auch Butter oder Olivenöl nehmen.
08 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten

Sind sie glasig angedünstet, geben wir den angetauten Blattspinat hinzu, würzen ihn kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss
09 - Blattspinat hinzu und würzen

und bröseln schließlich den Feta-Käse hinein.
10 - Feta rein bröseln

Wenn nach ca. 10-15 Minuten der Spinat gut durchgekocht, gießen wir die Spinat-Feta in einem Sieb ab um die Flüssigkeit die sich gebildet hat los zu werden und lassen alles abkühlen.
11 - Abtropfen und abkühlen

Ist der Spinat etwas abgekühlt, rollen wir den Blätterteig aus. Ist es solcher der mit Backpapier ausgeliefert wird, empfiehlt es sich den Teig einmal komplett davon abzulösen und wieder aufzulegen – das wird sich beim späteren Aufrollen verdient machen.
12 - Blätterteig ausrollen

Dann verteilen wir möglichst dünn die Spinat-Feta-Mischung auf dem Blätterteig
13 - Mit Spinatmischung belegen

und belegen alles dann mit dem Räucherlachs.
14 - Mit Räucherlachs belegen

Jetzt ist auch der gute Zeitpunkt das Ei in Eigelb und Eiweiß zu trennen. Gleichzeitig heizen wir den Backofen auf 180 Grad vor.
15 - Ei trennen

Nachdem wir den Blätterteig nun aufgerollt haben, bestreichen wir das verbleibende Ende mit etwas vom Eiweiß als Klebstoff,
16 - Mit Eiweiss bestreichen

schließen die Rolle und drücken das Ende leicht fest.
17 - Fertig rollen

Mit Hilfe eines großen, scharfen Messers schneiden wir jetzt die Teigrolle in etwas mehr als Daumendicke Scheiben
18 - In Scheiben schneiden

legen diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bestreichen sie von Oben und an den Seiten mit dem verquirlten Eigelb. Bei Bedarf kann man dies auch noch mit Milch etwas strecken.
19 - Mit Eigelb bestreichen

Optional können wir die Teigrollen nun noch mit etwas Käse bestreuen – ich entschloss mich die Hälfte der Rollenscheiben mit etwas Edamer zu garnieren.
20 - Optional mit Käse bestreuen

Ist der Backofen vorgeheizt geben wir das Backblech auf der mittleren Schiene für 20 bis 25 Minuten hinein.
21 - In Backofen geben

Natürlich muss man sich hier auch etwas auf sein Augenmaß verlassen – sind die Blätterteigrollen gut gebräunt können wir sie der Röhre entnehmen und den Backofen abschalten.
22 - Lachs-Blattspinat-Blätterteigrolle mit Feta - Fertig-gebacken

Nun brauchen wir das ganz nur noch auf eine Teller anrichten und etwas abkühlen lassen – schon ist unser leckeres Fingerfood fertig.
23 - Lachs-Blattspinat-Blätterteigrolle mit Feta - Auf Teller

Auch wenn ich beim Anrichten mit Sicherheit noch etwas üben muss – das ist mir bewusst – aber geschmacklich war dieses Kochexperiment wirklich mehr als gelungen. Die Kombination aus Lachs und Spinat erwies sich als wirklich lecker, wobei die eingebröselte Fetakäse dem ganzen eine schmackhafte, leicht salzige Note gab. Der Käse, obwohl es Edamer war der ja etwas kräftiger im Geschmack ist, brachte meiner Meinung nach kein wirkliche Plus – ihn hätte ich auch weglassen können.

24 - Lachs-Blattspinat-Blätterteigrolle mit Feta - CloseUp

Sowohl noch warm als auch abgekühlt ein wirklich sehr gelungenes Fingerfood. Ein solches Gericht kann ich mir auch wunderbar als Bestandteil eines Buffets auf Parties und Veranstaltungen aller Art vorstellen. Und die Zubereitung ist wirklich nicht schwierig. Nur das Rollen ist etwas schwierig. Mit etwas Übung bekomme ich es aber in Zukunft noch etwas schöner hin – da bin ich sicher. Ich bin ja noch am Üben was das Kochen angeht. Aber mir meinen Fortschritten und insbesondere mit dieser Kreation bin ich sehr zufrieden. Ich hoffe mit diesem Beitrag eine interessante Anregung für den einen oder anderen Hobbykoch gegeben zu haben.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Farmerkartoffel mit Blattspinat & Kohlrabisuppe [14.04.2011]

Zwar bot die Asia-Theke mit Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasoße und Moo Pad Takal -Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln, und Paprika in Chili-Zitronengrassauce zwar auch recht ansprechende Gerichte, doch ich sollte unter den Angeboten der regulären Küche noch etwas verlockenderes entdecken. Und nicht etwa das traditionell-regionale Pikante Rindergeschnetzelte mit Kräuterspätzle oder die Hackfleischbällchen Mexikanisch im Reisrand bei Globetrotter sollten mich heute reizen, sondern die Farmkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse bei Vitality hatte es mir angetan. Dazu nahm ich mir noch eine Kohlrabisuppe aus dem Suppen- und Eintopfangebot.

Kohlrabisuppe + Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinat / kohlrabi soup + potato with sour cream and leaf spinach

Die Farmerkartoffel erwies sich als eine große Pellkartoffel in Schale gekocht, dann in zwei Hälften geteilt, mit jeweils einer Portion Blattspinat getoppt und schließlich mit Sauerrahm übergossen. Ein ähnliches Gericht hatte ich hier und hier schon mal probiert und für gut befunden – und auch heute gab es absolut nichts daran auszusetzen. Was mir auffiel war, dass man dieses Mal deutlich weniger Zwiebeln im Blattspinat verwendet hatte als es die Male zuvor der Fall gewesen ist. Und im Sauerrahm hatte man dieses Mal keine Kräuter beigemischt – aber beide kleine Modifikationen hatten keinen wirklichen Einfluss auf den geschmacklichen Gesamteindruck. Und auch die gut gewürzte Suppe mit reichlich Kohlrabistückchen erwies sich als gute Wahl – eine gute Ergänzung zu der vegetarischen Farmerkartoffel mit ihren gerade mal 430kcal. Außerdem verlängerte sie die Sättigungsdauer so daß ich ohne Probleme bis zum Abend durchhielt.
Die große Allgemeinheit der Kantinengäste hatte natürlich wieder etwas anders entschieden – ich denke dass das Rindergeschnetzelte heute den größten Besaß und somit den ersten Platz auf der Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, aber knapp gefolgt von den Hackfleischbällchen. Erst danach folgte die Farmerkartoffel auf Platz vier. Außerdem gab es heute erstaunlich viele Salatschüssel-Esser – zumindest fiel es mir deutlicher auf als sonst…

Mein Abschlußurteil:
Famerkartoffel mit Blattspinat:++
Kohlrabisuppe: ++

Lachs-Spinat-Lasagne mit Krabben – das Rezept

Motiviert durch meinen Erfolg bei der Lasagne al forno und inspiriert durch ein Kommentar zu eben dieser Lasagne bei Flickr – an dieser Stelle einen herzlichen Gruß an Britta – entschied ich mich heute dazu eine Lachs-Spinat-Lasagne zuzubereiten. Nach den Backexperimenten der letzten Zeit wollte ich mal wieder regulär kochen. Wie immer wälzte ich dafür einige Rezepte und extrahierte mir aus allen die besten Bestandteile um sie zu einem neuen Rezept zu kombinieren. Dabei stieß ich auch auf ein Rezept, welches dem Ganzen noch Krabben beigab, was ich als sehr lecker ansah und daher hier gleich mit integrierte. Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Kochexperiment.

Für eine Auflaufform (3-4 Portionen) benötigen wir also:

Meeresfrüchte:

200g Lachsfilet (TK)
01 - Zutat Lachsfilet

125g Nordseekrabben (wobei auch Krabben aus anderen Meeren hier funktionieren dürften)
02 - Zutat Krabben

150 – 200g Räucherlachs
03 - Zutat Räucherlachs

Für den Spinat:

350g Blattspinat (ich wählte TK-Ware, geht aber natürlich auch mit frischem)
04 - Zutat Blattspinat

1 mittlere Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel

2 Zehen Knoblauch
06 - Zutat Knoblauchzehen

Für die Sauce (Béchamelsauce):

40g Butter
07 - Zutat Butter

40g Mehl (Weizenmehl Typ 405)
08 - Zutat Mehl

30-40g Käse nach Wahl – ich hatte noch einen kleinen Rest Edamer im Kühlschrank und nahm diesen
09 - Zutat Edamer

200ml Milch
10 - Zutat Milch

150ml Sahne zum Kochen (fettreduziert)
11 - Zutat Sahne

200ml Gemüsebrühe oder Gemüsebouillon
12 - Zutat Gemüsebrühe

Sonstige Zutaten:

Zitronensaft
13 - Zutat Zitrone

1-2 Kugel Mozzarella (nach belieben)
14 - Zutat Mozarella

optional noch eine Handvoll Brösel-Mozarella

ca. 6 Lasagneplatten (am besten die Sorte ohne Vorkochen)
15 - Zutat Lasagneplatten

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss (am besten frische)
und etwas Olivenöl zum braten und dünsten

Kommen wir nun zum eigentlichen Zubereitungsprozess:

Zuerst würfeln wir die Zwiebel
16 - Zwiebel würfeln

und dünsten sie zusammen mit dem gepressten Knoblauch in etwas Olivenöl in einem Topf glasig an.
17 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten

Dann fügen wir den größtenteils aufgetauten Blattspinat hinzu – ich habe ihn einige Minuten in der Mikrowelle aufgetaut –
18 - Blattspinat hinzu

und schmecken alles mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab. Das ganze lassen wir für einige Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln und geben bei Bedarf noch einen Schuss Wasser hinzu.
19 - Spinat würzen

In einem weitere Topf zerlassen wir nun die Butter
20 - Butter zerlassen

und rühren das Mehl unter Zuhilfenahme eines Schneebesens ein.
21 - Mehl einrühren

Kleinere Verklumpungen sind dabei meiner Meinung nach nicht schlimm, denn wenn wir es mit der Gemüsebrühe aufgießen lösen sich diese beim umrühren auf.
22 - Gemüsebrühe aufgießen

Nun geben wir Sahne und Milch hinein,
23 - Milch & Sahne beigeben

fügen den Käse hinzu
24 - Käse beigeben

und lassen es kurz aufkochen bevor wir es mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
24 - würzen

Den Lachs ließ ich dieses Mal ohne Verwendung der Mikrowelle antauen, denn halb gefroren lässt er sich leichter in Würfel schneiden.
25 - Lachs schneiden

Diese Lachswürfel würzen wir mit etwas Zitronensaft sowie Pfeffer und Salz und lassen das Ganze für einige Minuten einziehen.
26 - Lachs würzen und ziehen lassen

Dann braten wir die Lachswürfel mit etwas Öl in einer Pfanne leicht an
27 - Lachs anbraten

und versuchen dabei die Lachsstücke etwas zu zerpflücken bevor wir die Krabben hinzu geben und ebenfalls für einige Minuten mit anbraten. Maximal fünf Minuten auf niedriger Stufe sollten hier reichen, da wir das ganze ja später auch noch im Ofen durchbacken.
28 - Garnelen mit braten

Aprospos Ofen: Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt den Backofen auf 190Grad (Ober- und Unterhitze) vorzuheizen.
Während er Ofen aufwärmt, fetten wir eine Auflaufform aus und bestreichen den Boden mit einer Schicht der Bechamelsauce.
29 - Form mit BSauce bedecken

Darauf legen wir eine Schicht aus Lasagneplatten
30 - Mit Lasagneplatten belegen

welche wir mit einer Schicht des gekochten Blattspinats bedecken.
31 - Blattspinat drauf

Auf den Spinat geben wir nun die Mischung aus Lachs und Krabben. Hier können wir ruhig den kompletten Pfanneninhalt verwenden, jedoch sollten wir dabei die Flüssigkeit die sich gegebenenfalls angesammelt hat in der Pfanne belassen. Hier können wir gegebenenfalls noch ein paar Spritzer Zitronensaft drauf geben.
32 - Krabben-Lachs-Gemisch hinein

Nun folgt wieder eine Schicht Béchamelsauce
33 - BSauce darüber

und eine weitere Schicht Lasagneplatten.
34 - Lasagneplatten

Den Rest des Blattspinats den wir nun auftragen – wir können den Topf hier ruhig auskratzen –
35 - Spinat darüber

belegen wir schließlich mit einer Schicht Räucherlachs
36 - Mit Räucherlachs belegen

welche wir wieder mit dem Rest der Béchamelsauce überdecken.
37 - Mit BSauce bestreichen

Nun belegen wir das ganze mit in Scheiben geschnittenen Mozzarella.
38 - Mit Mozarellascheiben belegen

Da ich nur eine Kugel Mozzarella gekauft hatte, streute ich die verbliebenen Lücken mit etwas Krümel-Mozarella aus. Wäre nicht unbedingt notwendig gewesen, aber geschadet hat es auch nicht. 😉
39 - Bröselmozzarella dazu

Ist der Backofen vorgeheizt geben wir die Auflaufform auf die zweite Schiene von unten dort hinein
40 - In Backofen geben

und belassen sie dort für ca. 40 Minuten. Dabei können wir beobachten wie der Mozzarella verläuft
41 - Mozarella zerläuft

und die oberste Schicht langsam eine bräunliche Färbung annimmt. Dabei blubbert die Béchamelsauce fleißig an den Rändern der Auflaufform.
42 - Bräunung setzt ein

Ist ein gewisser Bräunungsgrad erreicht, können wir unsere Lachs-Spinat-Lasagne entnehmen
43 - Lachs-Spinat-Lasagne / Salmon spinach lasagne - fertig

und z.B. mit Hilfe eines Pfannenwenders portionieren und schließlich servieren.
44 - Lachs-Spinat-Lasagne / Salmon spinach lasagne - Serviert

Das Ergebnis war ein, das kann ich ohne jegliche Vorbehalte sagen, wirklich extrem leckeres Gericht, dass ich mir noch heiß sogleich schmecken ließ. Ich hatte zwar befürchtet dass die Zwiebeln im Spinat etwas zu zahlreich gewesen wären, doch diese Befürchtung erwies sich als vollkommen unbegründet, die Mengen waren bestens miteinander abgestimmt. Die Kombination aus Krabben, Lachsfilet und Räucherlachs hatte sich wirklich als sehr gelungen erwiesen. Natürlich kann man die Schicht mit dem Räucherlachs auch gerne noch etwas dicker gestalten, ich hatte nur eine kleine Packung mit 150g gekauft, jedoch schnell gemerkt dass es hier eine große Packung mit 200g besser gewesen wäre.

45 - Lachs-Spinat-Lasagne / Salmon spinach lasagne -CloseUp

Das aus verschiedenen Quellen von mir neu arrangierte Rezept kann ich auf jeden Fall sehr weiter empfehlen. Natürlich ist so eine Béchamelsauce nicht gerade kalorienarm, aber ich habe da keine wirkliche Alternative gesehen. Ein Rezept hatte diese Sauce durch Schmand ersetzt, doch das erschien mir nicht wirklich sehr lecker. Davon eine fertige Sauce zu kaufen habe ich auch abgesehen, denn ich finde wenn man sich schon die Zeit nimmt und am Wochenende kocht sollte man doch so viel wie möglich selbst herstellen. Der Geschmack ist dann meiner Meinung nach auch eindeutig besser, man weiß ja nicht welche Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker in dieser Art Fertigprodukte zu finden sind. Einzige Ausnahme wäre, wenn es mal wirklich schnell gehen muss – aber das ist bei mir an einem Samstag Nachmittag in der Regel ja nicht der Fall. 😉

Ich wünsche guten Appetit.

PS: Über die Aufwärmbarkeit werde ich hier natürlich wie üblich zu gegebenen Zeitpunkt berichten – denn für mich alleine ist die Portion eindeutig zu groß, da bleibt auf jeden Fall noch etwas für den späteren Verzehr übrig.

Nachtrag, 11.04.2011: Habe das Ganze heute Abend in der Mikrowelle aufgewärmt und war mit dem Ergebnis recht zufrieden. Das Gericht eignet sich durchaus zu aufwärmen – ich hatte da ein wenig Bedenken wegen des Lachses gehabt. Kann also auch diese Kreation vorbehaltlos als Aufwärmgericht freigeben – eine abgedeckte Aufbewährung im Kühlschrank natürlich vorausgesetzt.

Überbackenes Lendenfilet auf Blattspinat

Dieses Jahr wichen wir einmal vom sonst üblichen traditionellen Weihnachtsessen in Form von Würstchen mit Kartoffelsalat ab und probierten mal etwas neues für unseren Heiligabend. Dabei fiel die Wahl auf ein Rezept aus kleinen Lendenfilets, gebettet auf Blattspinat und überbacken mit einigen Scheiben Camembert.
Man nehme 1 Packung TK-Blattspinat, den wir in einer ausgefettete Auflaufform auslegen. 1-2 große Zwiebel würfeln, dünsten und darüber verteilen. Anschließend werden drei Schweinelenden angebraten angebraten und darüber gelegt. Wir pressen dann zwei Knoblauchzehen, vermischen sie mit einem Becher Sahne und einem Becher Schmand, würzen das ganze mit Salz Pfeffer und Muskatnuss, geben noch einige grüne Kräuter (TK-Ware) dazu, verrühren das ganze gut und übergießen den Inhalt der Auflaufform damit.

Vor dem backen
Rohform vor dem Backen

Für 40 Minuten wird alles dann bei 180 Grad im Backofen gegart. Abschließend belegen wir alles mit einigen Scheiben Camembert oder Gouda und überbacken es noch einmal für 15 Minuten.

Belegt mit Camembert Belegt mit Gouda
Links: Belegt mit Camembert – Rechts: Belegt mit Gouda
Lendenfilet auf Blattspinat mit Camembert überbacken / Tenderloin filet on leaf spinach covered with camembert Lendenfilet auf Blattspinat mit Gouda überbacken / Tenderloin filet on leaf spinach covered with gouda

Dazu passt Wildreis, man kann es aber auch mit Kräuterbutterscheiben servieren.

Lendenfilet mit Blattspinat und Wildreis

Als Nachtisch entschieden wir uns für einen Zimtstern – sternförmige Vanille-Eiscreme mit einem Herz aus Apfelsorbet und bestreut mit Zimt.

Zimtstern

Alles zusammen sehr lecker muss ich sagen – es hat allen wunderbar gemundet. Kann diese Zubereitung vorbehaltlos weiter empfehlen.

Vier-Gänge-Menu im Restaurant 181 first – Olympiaturm München

Gestern Abend begaben wir uns in das 181 Meter hoch gelegene Restaurant 181 first im Münchner Olympiaturm, um dort zu Abend zu speisen.

Der Olympiaturm wurde 1965 bis 1968 errichtet. Als der Münchner Stadtrat am 29. Januar 1964 zusammen mit der Deutschen Bundespost beschloss, war er noch als reiner Fernsehturm gedacht und sollte den Fernmeldeturm der Oberpostdirektion München als Grundnetzsender ablösen. Nachdem das Olympische Komitee jedoch am 26 April 1966 beschloss, dass die Olympischen Sommerspiele 1972 in München stattfinden sollten, entschied man sich dazu, den Turm in das nun zu errichtende Olympiagelände zu integrieren und der das nun Olympiaturm genannte Gebäude wurde zum Wahrzeichen der Anlage und dieser Spiele.

Olympiaturm München

Nachdem wir geparkt und unsere Eintrittkarten erhalten hatten, begaben wir uns zu einem der beiden Hochgeschwindigkeitsfahrstühlen, die uns mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7 Meter pro Sekunde auf die Restaurantetage in 181 Meter Höhe brachte. Die Fahrstühle werden dabei von einem Angestellten bedient, der Besucher braucht sich um nichts weiter zu kümmern.

Eingang Olympiaturm
Eingangsbereich Olympiaturm

Eintrittskarte Olympiaturm
Eintrittskarte

Als ich das erste Mal aus dem still stehenden Mittelteil auf die sich drehende Ringeebene trat, wurde mir schon etwas anders. Zwar dreht sich das Restaurant nur sehr langsam, eine komplette Umrundung dauert nach Angabe einer der Servicekräfte genau 49 Minuten, aber der menschliche Körper bemerkt schon, dass man sich auf einer beweglichen Scheibe befindet. Das Restaurant zeichnet sich übrigens als Inspired by Otto Koch aus, jedoch kocht der berühmte Fernsehkoch hier wohl nicht selber, sondern dient nur als Patron.

Restaurant 181 - Eingangsbereich
Eingangsbereich Restaurant 181

Wir folgten dem Angestellten nun bis zu unseren Plätzen und ließen uns dort nieder. Wenig später gab es als Aperitif Blätterteigstangen mit Speck, die mit etwas Sour Cream zum bestreichen serviert wurden.

Blätterteigstangen
Blätterteigstangen mit Speck
Blätterteigstangen mit Speck

Ein angenehm leichter Genuss aus haudünnen, knusprigen und vor allem noch warmen Blätterteig, den wir uns als Entrée natürlich schmecken ließen.
Danach wurden kleine Brötchen gemeinsam mit gesalzener Butter gereicht, welche die Zeit bis zum ersten Gang überbrücken sollten.

Mini-Brötchen Gesalzene Butter
Links: Mini-Brötchen – Rechts: Gesalzene Butter mit Restaurant-Logo

Dass es sich hier um knackig frische Brötchen handelte und die Butter genau die richtige Konsistenz zum Streichen hatte, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Doch das war natürlich nur der Anfang.
Der erste richtige Gang dieses Vier-Gänge-Menues bestand aus Geräuchter Entenbrust mit Orangenchicorée und Feldsalat.

Geräucherte Entenbrust mit Orangenchicorée und FeldsalatEntenbrust mit Orangenchicorée und Feldsalat

Gemeinsam mit den kalt servierten Entenbruststreifen fand sich ein wohl in Orangensauce eingelegter Streifen knackigen Chicorées sowie in einer Schale aus dünnen Knusperteig angemachter frischer Feldsalat mit Balsamicoessig-Dressing.
Nach kurzer Pause, die wir nutzen konnten um die Vorspeise zu verdauen und mit einem guten trockenen Rotwein abzurunden, folgte nun der nächste Gang in Form eines Garnelenspießes auf Blattspinat und Champagnersauce.

Garnelenspieß auf Blattspinat und Champagnersauce
Garnelenspieß auf Blattspinat und Champagnersauce

Blattspinat mit schaumig geschlagener Champagnersauce ist ja alleine schon ein wahrer Genuss. Aber ergänzt durch einem Spieß mit zwei großen knackigen Garnelen erwies sich das ganze als wahrlich Traumhaft.
Es verging wieder einige Zeit, dann wurde der Hauptgang serviert: Angus Rinderfilet mit Kohlrabigemüse, Kartoffelgratin und Trüffeljus

Angus Rinderfilet mit Kohlrabigemüse, Kartoffelgratin & Trüffeljus
Angus Rinderfilet mit Kohlrabigemüse, Kartoffelgratin und Trüffeljus

Ich hatte mich für Medium gebratenes Fleisch entschieden. Und bereits beim ersten Bissen war ich begeister. In meinem Leben habe ich ja schon viel Rindfleisch in allen möglichen Zubereitsungsarten verzehrt, aber ich habe wohl noch niemals ein so zartes Rinderfilet essen dürfen. Das normale Speisemesser glitt durch die beiden Filetstreifen wie durch dünner Papier und das feinst strukturierte Fleisch zerging angenehm auf der Zunge. Dazu passte geschmacklich das Trüffeljus, ein Extrakt von stark reduzierter Saft aus Wasser, Trüffelextrakten und Salz. Und auch weder an dem knackigen Kartoffelgratin und dem mit einem Brokkoliröschen garnierten Kohlrabigemüse gab es absolut nichts auszusetzen.
Nun ließen wir dieses wirklich gelungene Gericht wieder etwas setzen und genossen den Abend und die wunderbare Aussicht über das nächtliche München. Leider zog inzwischen etwas Nebel auf, so dass wir nicht mehr ganz so weit sehen konnten. Fotografieren war durch die stark spiegelnden Fenster leider nicht ohne weiteres Möglich.
Zum Abschluß des vier Gänge Menus folgte nun noch der Nachtisch, der aus einem Mandel-Pralinenmousse mit Gewürzorange und Punchsorbet bestand.

Mandel-Pralinenmousse mit Gewürzorange und Punchsorbet

Ein wirklich sehr hochklassiges Mousse, das wahrlich auf der Zunge zerging. Und auch das Punchsorbet, das in Form einer Kugel Eiscreme serviert wurde, erwies sich als wunderbar lecker. Nur die Gewürzorange hätte ich hier aus der Gerichtsbeschreibung vielleicht weggelassen, da das winzige Stückchen ja mehr Zierde als wirkliche Zutat war. Dennoch wie alle anderen Gerichte zuvor war natürlich auch dieses visuell einwandfrei angerichtet.
Nun begann der Abend langsam auszuklingen. Ich wollte aber natürlich den Olympiaturm nicht verlassen, ohne zumindest ein Mal oben auf den den drei Aussichtsplattformen gewesen zu sein. Die unterste der drei Plattformen ist geschlossen und mit bietet einen windgeschützten Rundblick über München. Die nächste Etage besteht aus einem durch ein hohes Gitter abgesicherten, offenen Etage. Über einige Treppen kann man aber noch eine Etage höher steigen und hat von dort einen absolut ungetrübten Blick über München. Leider hatten wir nicht viel davon, da sich inzwischen ein so dichter Nebel gebildet hatte, der uns kaum 200 Meter weit blicken ließ. Schade eigentlich – aber ich werde mit Sicherheit nicht das letzte Mal hier oben gewesen sein.
Abschließend kann ich nur noch sagen, dass das Restaurant 181 first im Münchner Olympiaturm eindeutig war kulinarischen Genuss angeht zu den besten Adressen zählt. Die hier gebotene Qualität toppt eindeutig meinen bisherigen Favoriten, das Hammersteins in Köln. Über die Preise kann ich nur leider keine Auskunft erteilen – ich bin aber sicher dass so ein Menu jeden Euro wert ist.