Posts Tagged ‘blaukraut’

Viertel Entenbrust mit Knödel & Blaukraut @ Hofbräukeller Wiener Platz [26.08.2020]

Wednesday, August 26th, 2020

Heute Abend traf ich mich mit ein paar Kollegen zu einem gemütlichen Beisammensein im Biergarten des Hofbräukellers am Wiener Platz.

Biergarten Hofbräukeller Wiener Platz

Trotz Corona-Krise war der Biergarten überaus gut besucht, allerdings natürlich mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen wie Maskenpflicht abseits vom Tisch und vorheriger Reservierung oder Ausgabe von Chips und Registrierung beim Spontanbesuch, damit die Besucherzahlen kontrolliert werden konnte. Wir hatten natürlich reserviert und einen Tisch nahe am Hauptgebäude bekommen, wo wir immer in Reichweite der überaus aufmerksamen und schnellen Bedienung saßen.
Natürlich wollten wir zum Hellen oder was immer für Getränke wir wählten auch etwas speisen, allerdings musste ich was die Preise anging etwas schlucken als ich die Speisekarte aufschlug, denn es gab eigentlich keine Hauptgerichte unter 10 Euro. Dafür gab es viele lecker klingende bayrische Spezialitäten, die alleine vom Lesen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Eigentlich lag das am Ende des Monats etwas oberhalb meines Budgets, aber ich war aufgrund der Viruskrise so lange nicht aus, da wollte ich mir dann doch mal etwas gönnen. Nach einigem Hin und Her entschied ich mich schließlich für 1/4 resche Bauernente mit kräftiger Orangensauce, Apfelblaukraut und kleinem Kartoffelknödel, die mit 11,70 Euro noch im unteren Preisbereich der Speisekarte lag. Immerhin kostet selbst eine Scheibe Leberkäse mit Senf schon 6,10 Euro – und das ist nicht mal ein Hauptgericht, sondern eher eine Brotzeit. Bei der Bestellung hatte ich noch die Wahl zwischen Brust oder Keule, wobei ich mich für die Brust entschied. Dazu notierte die Bedienung amüsanterweise “Titte” auf ihren Notizblock. 😉 Aber auch für andere Gerichte gab es scheinbar Abkürzungen, so war das Zeichen für gemischtes Geschnetzeltes mit Gemüse und Röstkartoffeln, das ein Kollege gewählt hatte, einfach ein Herzsymbol – wahrscheinlich weil er Herzteller hieß. Wenn ich in so einem Lokal arbeiten würde, würde ich mir aber wahrscheinlich auch eine Art Kurzschrift überlegen. Nach angenehm kurzer Wartezeit wurden unsere Bestellungen dann auch schon serviert.

Quarter duck breast with dumpling & red cabbage / Viertel Entenbrust mit Knödel & Rotkraut

Ein großes Stück Entenbrust, viel Orangensauce und eine großzügige Portion Blaukraut wurden durch einen eher kleinen Kartoffelknödel und eine halbe Orangenscheibe ergänzt. Glücklicherweise war die Fleischausbeute an der Entenbrust sehr ergiebig, wobei die Haut schon knusprig und würzig geraten war. Teilweise war das Fleisch etwas trocken, aber das ließ sich problemlos mit der großen Menge an Orangensauce kompensieren. Dazu gab es reichlich leckeres und würziges Blaukraut in großen Mengen, so dass auch mit nur einem kleinen Kartoffelknödel sich problemlos die Sättigung einstellte. Problem war allerdings, dass es ziemlich windig war und die Speisen leider schnell abkühlten, so dass man sich mit dem Verzehr etwas sputen musste. Alles in allem aber ein sehr leckeres und doch sehr reichhaltiges Abendessen. Ich war sehr zufrieden.
Und auch der Rest des Abends gestaltete sich als überaus angenehm, wir verbrachten einen unterhaltsamen Abend bei aufmerksamer und schneller Versorgung mit Getränken aller Art. Der Biergarten des Hofbräukeller am Wiener Platz ist zwar nicht gerade günstig, aber überaus gemütlich und sehr empfehlenswert – ein schöner Platz mitten in der geschäftigen Stadt München, an dem man nach getaner Arbeit gut entspannen kann. Und mit seiner Nähe zum Max Weber Platz ist er außerdem Verkehrstechnisch überaus gut angebunden – man kann mit Tram und U-Bahn in alle Richtungen fahren und kommt auch problemlos nach Hause. Allerdings sind Parkplätze eher dünn gesäht und mit Parkschein zeitlich begrenzt, eine Anreise zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist also zu empfehlen.

Sauerbraten mit Blaukraut & Spätzle [13.02.2020]

Thursday, February 13th, 2020

Es ist wirklich ein ständiges auf und ab mit den täglichen Angeboten in unserem Betriebsrestaurant. Nachdem es gestern ja wenig wirklich interessantes gab, wartete die Tageskarte heute gleich wieder mit mehreren Gerichten auf, die mein Interesse erweckten. Zum einen hätte ich gerne endlich mal die Gebratene Ente mit verschiedenem Gemüse in Massamannsauce versucht, die heute gemeinsam mit Gebackener Ananas und Banane mit Honig an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde. Aber dazu waren andere Gerichte wie der Allzeit-Klassiker Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln im Abschnitt Veggie sowie der Sauerbraten mit Blaukraut und Spätzle als heutiges Tagesangebot einfach zu verlockend. Mit dem Tiroler Gröst`l mit Spiegelei wie es bei Vital angeboten wurde hatte ich bisher zwar eher durchwachsene Erfahrungen gemacht, aber ich hätte es zumindest auch in Betracht gezogen. Einzig mit der Hausgemachten Spinat-Ricotta-Lasagne mit Tomatensauce und Bechamel + 3 Komponenten nach Wahl bei Daily konnte ich mich nicht ganz so anfreunden. Meine entgültige Wahl fiel schließlich auf den Sauerbraten, denn vor allem das Fleisch sah heute wirklich gut aus und die Zusammenstellung reizte mich einfach am meisten. Obwohl sie mit Kartoffelknödeln natürlich noch ein klein wenig reizvoller gewesen wäre – aber man kann eben nicht alles haben. 😉

Marinated pot roast with red cabbage & spaetzle / Sauerbraten mit Blaukraut & Spätzle

Und beim Fleisch hatte mich der Eindruck wirklich nicht getäuscht, denn es war schön mürbe und dabei dennoch angenehm zart und saftig, so wie man es von einem Schmorbraten wir Sauerbraten eben erwartet. Die eine der beiden Scheiben war dabei zwar leicht durchwachsen, aber darüber konnte man hinwegsehen. Gemeinsam mit der angenehm dickflüssigen und würzigen Sauce kam auf jeden Fall das richtige Sauerbraten-Feeling auf. Von der Sauce hätte dabei sogar gerne noch etwas mehr dazu tun können, denn die Spätzle bzw. Knöpfle waren heute leider etwas trocken geraten. Mit Hilfe der Sauce und der Flüssigkeit aus dem angenehm fruchtigen Blaukraut mit seinem leichten Apfelaroma ließen sie sich aber dennoch genießen. Ich war mit meiner Wahl zufrieden und zahlte die 5,45 Euro dafür gern, es hatte sich durchaus gelohnt.
Sah man sich die Tabletts der anderen Göste an, konnte man sehen dass auch hier sehen dass es keinen klaren Favoriten gab, die Geschmäcker waren passend zum Angebot wieder mal sehr breit gestreut. Ganz vorne spielten dabei aber eindeutig die Lasagne sowie der Sauerbraten mit und ich würde der Lasagne mit hauchdünnen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen. Somit landete der Sauerbraten auf dem zweiten Platz, gefolgt von den Käsespätzle auf Platz drei, den Asia-Gerichten auf dem vierten Platz und dem Tiroler Geröst’l auf Platz fünf. Aber alles lag wie gesagt eng beieinander und konnte sich innerhalb kürzester Zeit verschieben, daher ist diese Aussage nur bedingt aussagekräftig auf den gesamten Mittagszeitraum bezogen. 😉

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Sauce: ++
Blaukraut: ++
Spätzle: +

Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut, Orangensauce und Kartoffelknödel [20.02.2020]

Tuesday, January 21st, 2020

Heute brauchte ich nicht zu überlegen bei welchem Gericht ich zugreifen würde, denn man hatte als Tagesangebot zusätzlich eine Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut, Orangensauce und Kartoffelknödel auf die Tageskarte gesetzt und die wollte ich haben. Auch wenn es mit 5,48 Euro etwas teurer als normal war – aber bei einer Entenkeule zahl ich das gern. Das restlich Angebot wäre aber sowieso nicht so prickelnd gewesen um ehrlich zu sein. Das Hausgemachte Fleischpfanzerl mit Bratensauce+ drei Komponenten nach Wahl bei Daily, das mit Röstkartoffeln serviert wurde, sah jetzt nicht so berauschend aus und auch das Putengeschnetzeltes in leichter Rotweinsauce, Kastanien und Egerlinge, dazu Maccaire Kartoffeln bei Daily oder das heutige Veggie-Gericht in Form von Spiralnudeln mit Paprikaragout und Mozzarella rief keine Begeisterungsstürme hervor. Der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce von der Asia-Wok-Theke, der dort neben Gebratener Tofu mit frischem Gemüse in roter Currysauce angeboten wurde, wäre vielleicht noch eine Alternative gewesen, aber an eine Entenkeule kam aus das nicht heran.

Duck leg with orange sauce, red cabbage & potato dumpling / Entenkeule in Orangensauce mit Blaukraut & Kartoffelknödel

Die Entenkeule war schon mal erfreulich groß geraten, allerdings fand sich unter der knusprigen Haus nur durchschnittlich viel Fleisch, dass sich zumal mit Messer und Gabel nur bedingt gut vom Knochen lösen ließ. Hinzu kam dass an den besonders schmalen Stellen das Fleisch samt Haut so hart gebacken war, dass man es vielleicht noch lutschen, nicht aber mehr beißen konnte. Dennoch eine gute Keule, ich habe ich schon schlechtere gehabt (z.B. hier). Die Sauce dazu war geschmacklich in Ordnung und auch die leichte Orangennote kam gut zur Geltung ohne dass sie sonderlich dominant wurde, aber sie litt unter dem Problem unter welchem die meisten Saucen hier leiden: Sie war viel zu dünn – zumindest für meinen Geschmack. Ich mag meine Saucen zumindest ein wenig dickflüssig und sämig, nicht fast so dünn wie Wasser wie es hier der Fall war. Aber das ist natürlich auch wieder vom eigenen Gusto abhängig. Das Blaukraut war was den Geschmack anging auch soweit in Ordnung, auch wenn an an Farbe und Konsistenz sah, dass es sich hier um industrielle Massenware handelte. Dennoch hätte die Portion gerne noch etwas größer sein können. Dem entgegen erwies sich der mit einigen angerösteten (aber inzwischen wieder durchgeweichten) Brotwürfeln gefüllt Kartoffelknödel als wahrer Gigant. Auch ihm merkte man an seiner Konsistenz seine Herkunft aus Massenproduktion an, aber ich empfand ihn trotzdem als passende und leckere Sättigungsbeilage. War immer noch besser als Knödel aus dem Kochbeutel. 😉 Ich war zufrieden – immerhin handelt es sich bei dieser Location nicht um ein Sterne-Restaurant, sondern eine bessere Kantine.
Und auch viele der anderen Gästen hatten der Entenkeule heute eindeutig den Vorzug gegeben, so dass dieses Gericht als klarer Sieger beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala hervorging. Das Interesse an den anderen Gerichten war dagegen eher verhalten gewesen, so dass man schon genau hinsehen musste um eine Platzierung erkennen zu können. Gemäß meiner Beobachtungen würde ich sagen, dass es das Fleischpflanzerl auf den zweiten Platz schaffte, die Asia-Gerichte auf Platz drei folgten und dem Putengeschnetzelten der vierte Platz gebührte. Somit landeten die Spiralnudeln mit Paprika auf einem guten fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Orangensauce: +
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++

Entenbrust in Rotweinsauce – Resteverbrauch II [29.12.2019]

Sunday, December 29th, 2019
Duck breast in red wine sauce - Leftovers / Entenbrust in Rotweinsauce - Reste

Auch heute bediente ich mich noch einmal an den wirklich allerletzten Resten meiner Entenbrust in Rotweinsauce. Dieses Mal griff ich die Idee von gestern auf und briet die zuvor gewürfelten Kartoffelknödel mit etwas Butter in einer kleinen Pfanne an. Und ganz wie erwartet war das Ergebnis deutlich besser als hätte sie in der Mikrowelle erwärmt. Außen leicht knusprig und innen schön weich, fast wie frisch zubereitet. Aber auch das restliche Entenbrustfleisch, die Rotweinsauce und das Blaukraut, welche ich in der Mikrowelle warm gemacht hatte, waren noch in Ordnung. Damit habe ich aber für die nächste Zeit erst einmal genug Ente gegessen – so lecker sie auch war. Mal sehen was ich als nächstes koche…

Entenbrust in Rotweinsauce – Resteverbrauch [27.12.2019]

Friday, December 27th, 2019
Duck breast in red wine sauce - Leftovers / Entenbrust in Rotweinsauce - Resteverbrauch

Heute gab es die Reste meiner vorzüglichen Entenbrust in Rotweinsauce. Auch aufgewärmt noch sehr lecker, auch wenn die Entenbrust im frisch zubereiteten Zustand natürlich noch einen kleinen Deut schmackhafter und vor allem saftiger ist. Vielleicht hätte ich die Klöße noch anbraten sollen, dann hätte ich noch eine knusprige Komponente dabei gehabt, aber ich hatte eben Hunger und es musste schnell gehen. Vielleicht beim nächsten Mal… 😉

Sauerbraten mit Blaukraut & Spätzle [01.10.2019]

Tuesday, October 1st, 2019

Heute war schon wieder so ein Tag, an dem meine Vorplanung bezüglich des Mittagessens vollkommen über den Haufen geworfen wurde. Als ich im Intranet nachsah, klangen die Cheesburger+ 3 Beillagen bei Daily natürlich am verlockensten, aber da sie mit Pommes serviert wurde, die ich ja erst gestern gehabt hatte, und wegen des Preises schloss ich sie erst einmal aus. Am vernünftigsten wäre wiederum das Veggie-Gericht in Form einer Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln gewesen, aber noch eher hätte ich mich wahrscheinlich für das Putenschnitzel in Honig-Pfefferrahmsoße dazu Rösti bei Daily entschieden. Vielleicht wäre ich aber auch auf den Gebackener Seelachs mit Gemüse in Austernsauce ausgewichen, der neben Gebratenem Eierreis an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde. Aber das alles wurde über den Haufen geworfen, als ich den Speisesaal betrat und am Eingang sah, dass man einen Sauerbraten mit Blaukraut und Spätzle als Tagestipp zusätzlich auf die Karte gesetzt hatte. Ich liebe nun mal Sauerbraten, auch wenn er mit Knödeln natürlich noch perfekter gewesen wäre. Da hielt mich dann auch der etwas erhöhte Preis von 5,76 Euro nicht davon ab, bei diesem Angebot zuzugreifen und alle vorherige Planung über den Haufen zu werfen.

Marinated pot roast with red cabbage & spaetzle / Sauerbraten mit Blaukraut & Spätzle

Obwohl wie gestern auch hier zu vermuten ist, dass es sich um Restegericht handelte, erwies sich der Sauerbraten als wirklich gut gelungen. Das Fleisch war schön mürbe und zerfiel fast auf der Gabel, war dabei aber schön saftig und zart geblieben. Nur an dem Endstück ganz oben auf dem Bild war eine etwas fettigere Stelle, der Rest war schön mager. Gemeinsam mit der würzigen dunklen Sauce schon mal sehr lecker. Und auch am Blaukraut gab es aus meiner Sicht nichts auszusetzen. Nur die Spätzle erwiesen sich als ganz leicht trocken, aber dank der reichhaltig vorhandenen Sauce war auch das kein allzu großes Problem. Alles in allem ein sehr leckeres Mittagsgericht, das seinen Preis aus meiner Sicht dieses Mal wirklich wert gewesen ist.
Bei den anderen Gästen lag natürlich der Cheeseburger mit Pommes Frites am höchsten in der Gunst und konnte sich mit kleinem, aber deutlichen Vorsprung den ersten Platz sichern. Auf Platz zwei folgte das Putenschnitzel mit Röstis und den dritten Platz belegte der Sauerbraten, der aber nur einen knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten besaß, die somit Platz vier belegten. Die Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln folgte somit auf dem fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Blaukraut: ++
Spätzle: +

Burgunder-Braten mit Blaukraut & Spätzle [24.04.2019]

Wednesday, April 24th, 2019

Gestern hatte ich den ganzen Tag Meeting und leider nur wenig Zeit zum Essen, da hatte ich doch glatt vergessen das übliche Foto zu machen. Soviel sei aber gesagt: Ich hatte mich für Kartoffel-Frischkäsetaschen mit Quarkdip und Ratatouille und sie waren in Ordnung. Beim Blick auf die heutige Tageskarte unseres Betriebsrestaurants fand ich gleich mehrere Gerichte die wirklich interessant klangen. Das Gebackene Putenschnitzel mit Preiselbeeren, dazu wahlweise Pommes Frites oder hausgemachten Kartoffelsalat bei Globetrotter war dabei mit Sicherheit der große Favorit unter den Gerichten, vor allem wegen der Fritten. Aber auch der Burgunder-Braten mit Blaukraut
und Spätzle
bei Tradition der Region klang nicht nur gut, sondern sah auf den Fotos, die auf dem großen Bildschirm am Eingang gezeigt wurden wirklich vorzüglich aus. Doch da ich erst am Wochenende Blaukraut zu meinem Gulasch gehabt hatte, neigte ich eher dazu bei den Spaghetti mit Seelachswürfel in Bärlauchsauce bei Vitality zuzugreifen. Gebratener Eierreis mit frischem Gemüse mit Kokosnuß und gelben Thaicurry und noch mehr das Putenfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüse und grüner Kokosmilchsauce von der Asia-Wok-Theke wären natürlich auch gegangen. Aber als ich an der Ausgabetheke für Spaghetti und Burgunderbraten anstand und die Person vor mir den Burgunderbraten mit diesen wirklich wunderbar zart aussehenden Bratenscheiben wählte, konnte ich nicht anders als ebenfalls bei diesem Gericht zuzugreifen.

Burgundy roast with red cabbage & spaetzle / Burgunder Braten mit Blaukraut und Spätzle

Natürlich probierte ich als erstes die Bratenscheiben und die linke davon entsprach auch hundertprozentig meinen Erwartungen: wunderbar zart, unglaublich saftig und mit wunderbaren Rinderaroma. Nur die zweite Scheibe war am oberen Ende – warum auch immer – etwas dunkel und trocken geworden, was den Genuss natürlich etwas minderte. Aber zum Glück handelte es sich nur um ein kleines Stück. Ob die dazu servierte dickflüssige und würzige Rotweinsauce wirklich mit Burgunder zubereitet worden war, erschloss sich mir dabei zwar nicht, aber sie war nicht nur etwas zu großzügig aufgetragen worden, weswegen man aufpassen musste dass sie nicht über den Tellerrand schwappte, sie besaß meiner Meinung auch eine leichte Note als wäre sie angebrannt, aber zum Glück nicht so schlimm dass ich Punkte abziehen muss. Dazu passten wunderbar die Spätzle oder besser gesagt Knöpfle, die einen Teil der Sauce aufnahmen und banden. Das Rotkraut war nicht ganz so würzig und leider ohne bemerkbare Apfelnote, aber eignete sich dennoch wunderbar als Gemüsebeilage zu Burgunderbraten und Knöpfle. Ich war sehr zufrieden, auch wenn das ganz mit Sicherheit kein leichter Genuss gewesen ist.
Die anderen Gäste schienen heute auch sehr hin und her gerissen zu sein, denn die drei Gerichte der westlichen Küche lagen sehr eng beieinander. Mit knappen Vorsprung den allergrößten Zuspruch fand dabei wohl, wie vom Kantinenbetreiber beabsichtigt, das Putenschnitze, das bevorzugt mit Pommes Frittes gewählt worden war. Damit belegte es den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Um Platz zwei lieferten sich nur knapp dahinter die Spaghetti mit Seelachswürfeln in Bärlauchsauce und der Burgunderbraten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei genaueren Hinsehen und einem Blick in die Rückgabewagen würde ich letztlich den Spaghetti diese Position zubilligen, womit der Burgunderbraten – meiner Meinung nach vollkommen unverdient – nur einen guten dritten Platz belegte. Die Asia-Gerichte folgten auf einem ebenfalls guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Burgunderbraten: ++
Sauce: ++
Spätzle: ++
Blaukraut: ++

Sauerbraten mit Blaukraut & Serviettenknödel [27.02.2019]

Wednesday, February 27th, 2019

Heute fiel mir die Wahl wieder recht leicht. Auf die Gebratene Forelle nach Balkan-Art bei Vitality hatte ich ebenso wenig Lust wie auf Canneloni mit Fleischfüllung in Tomatensauce mit Käse gratiniert oder eines der Angebote von der Asia-Wok-Theke wie Gebratenes Gemüse mit Pok Choi in Hoi-Sin-Sauce oder Rindfleisch mit Karotten und Broccoli in grüner Thai-Currykokosmilchsauce. Da blieb nur noch der Sauerbraten mit Blaukraut und Serviettenknödel aus dem Abschnitt Tradition der Region der heutigen Tageskarte unseres Betriebsrestaurants. Und der sah meiner Meinung nach auch noch sehr verlockend aus. Da konnte ich unmöglich Nein sagen.

Marinated pot roast with red cabbage & bread dumpling / Sauerbraten mit Blaukraut & Serviettenknödel

Der Sauerbraten selbst war angenehm mürbe, dabei war das Fleisch aber dennoch angenehm zart und saftig geblieben und besaß auch das ganz leicht säuerliche Aroma wie man es von selbst gemachten Sauerbraten her kennt. Und auch die angenehm dickflüssige Sauce hatte ein kräftiges und leckeres Aroma. Da konnte man darüber hinweg sehen, dass das Fleisch nicht mehr hundertprozentig heiß war. Allerdings waren die Scheiben etwas dünner geschnitten als auf dem Bild auf dem Monitor am Eingang, außerdem hatte man mir ein Endstück gegeben. Aber letztlich war die Fleischmenge doch mehr als ausreichend. Und auch am leicht fruchtig angemachten Blaukraut gab es nichts auszusetzen, ebenso wenig wie an den beiden etwa fingerdicken Serviettenknödel-Scheiben, die eine überaus passende Sättigungsbeilage bildeten. Sehr lecker und fast schon zu gut und besonders für einen ganz normalen Mittwoch. Aber ich bereute meine Entscheidung nicht, das war eindeutig die beste Wahl des heutigen Tages.
Das schienen sich auch viele der anderen Gäste gedacht zu haben, denn der Sauerbraten gehörte mit kleinem, aber deutlichen Vorsprung zu den beliebtesten Gerichten des heutigen Tages, womit er eindeutig auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala landete. Den zweiten Platz belegten meiner Meinung nach die Cannelloni, aber nur mit ganz geringem Vorsprung vor den ebenfalls gern genommenen Asia-Gerichten, die somit den dritten Platz belegten. Die Forelle folgte schließlich auf einem guten Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Blaukraut: ++
Serviettenknödel: ++