Wiener Schnitzel vom Kalb mit Bratkartoffeln – Wirtshaus Dicke Sophie – München

Heute Abend waren wir mal im Wirsthaus Dicke Sophie an der Johanneskirchner Straße 148 im Münchner Bezirk Bogenhausen. Zwar konnten wir aufgrund des bereits winterlichen, leicht regnerischen Wetters den großzügigen Biergarten dieses direkt an der S-Bahn Haltestelle Johanneskirchen gelegene Wirtshaus nicht mehr nutzen, aber auch im Inneren des urig-gemütlich eingerichteten Gebäudes fanden wir – dank prophylaktischer vorheriger Reservierung – einen Sitzplatz.

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Die Lokalität war für einen Dienstag Abend gut besucht, aber wir hatten dennoch schnell die Aufmerksamkeit eine der Bedienfachkräfte, so dass wir innerhalb kürzester Zeit mit der Speisen- und Getränkekarte versorgt waren. Das Speisenangebot in der Dicken Sophie umfasst, passend zum Thema des Gasthauses, primär bayrische Hausmannskost: Neben einigen Suppen und Salaten finden sich dort sowohl typische lokale Speisen wie Obazda, Fleischpflanzerln, Weißwürstchen, Leberkäs’ und Bratwüstel. Aber auch für den größeren Hunger ist in Form von Schnitzeln, Schweinshax’n, Rinder- und Putensteaks, Schweinekrustenbraten, Sparribs und sogar einem hauseigenen Burger gesorgt. Nachdem wir uns für Getränke entschieden hatten, machten wir uns auch sogleich daran das übersichtliche, aber mehr als ausgewogene Angebot an Gerichten zu studieren. Vieles klang überaus lecker und verlockend und die Wahl fiel mir schwer, doch nach einigem Abwägen entschied ich mich dazu, dem Kalbsschnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln eine Chance zu geben, auch wenn der Preis von 15,80 Euro eher im oberen Preissegment dieses Gasthauses lancierte. Die Wartezeit zwischen Bestellung der Gerichte und dem anschließenden Servieren gestaltete sich trotz des nicht unerheblichen Gästeaufkommens als angenehm kurz und dürfte weniger als 15 Minuten in Anspruch genommen haben. Und was mir da vorgesetzt wurde, konnte sich wirklich sehen lassen.

Kalbsschnitzel "Wiener Art" mit Bratkartoffeln

Ein unterarmlanges, mehr als (männer-)handflächenbreites dünnes Schnitzel aus zartem und saftigem Kalbsfleisch in dünner, knuspriger Panade nahm fast die gesamt Fläche des länglichen Tellers ein. Nur oben war etwas Platz um ein Stückchen Zitrone, ein Schälchen Preiselbeeren und etwas Petersilie unterzubringen. In der ursprünglichen Ausführung wäre hier auch noch ein Schälchen Sahnemeerrettich zu finden gewesen, da ich aber kein großer Freund davon bin hatte ich darum gebeten auf diesem bei meinem Gericht zu verzichten. Unter dem riesigen Schnitzel war noch eine, ebenfalls nicht unerhebliche Portion Bratkartoffeln aufgeschichtet. Im Gegensatz zum Schnitzel muss ich an den Bratkartoffeln aber ein paar kleine Kritikpunkte anbringen, denn auch wenn die Zusammenstellung aus angebratenen Kartoffelscheiben, Zwiebeln und Petersilie prinzipiell in Ordnung war, hätte man sie meiner Meinung nach gerne etwas kräftiger würzen können. In der Summe aber dennoch ein überaus empfehlenswertes Gericht, das gerade bei den heutigen Kalbsfleischpreisen seine fast sechzehn Euro durchaus wert war.
Und auch der restliche Abend verlief überaus zufriedenstellend. Die Getränkeversorgung klappte dank der unaufdringlichen Aufmerksamkeit der Bedienfachkräfte absolut reibungslos und gewährleistete einen sorgenfreien und angenehmen Abend. Insgesamt waren wir alle sehr zufrieden mit Service, Speisen und Getränken, so dass ich der Wirtshaus Dicke Sophie in München Bogenhausen meine vorbehaltlose Empfehlung aussprechen möchte. Ich denke das dieser Besuch nicht das letzte Mal gewesen ist, dass man uns hier gesehen hat.

Hessisches Rahmschnitzel [09.06.2012]

Heute wurde mal wieder richtig geschlemmt. Zu diesem Zweck hatte ich mich und meine Begleitung in das Restaurant Zum Goldenen Löwen im nordhessischen Rotenburg an der Fulda begeben, einem kleinen, gemütlichen Restaurant in der dortigen malerischen Fachwerk-Altstadt. Das dortige Angebot an Speisen umfasst größtenteils Angebote der gutbürgerlichen Küche, wobei sich auch viele lokale Spezialitäten darunter verbergen. Und obwohl es aktuell eine umfangreiche Spargelkarte und eine zusätzliche Karte mit einem großen Angebot von Grillgerichten gibt, entschied ich mich nach einigen Abwägen dazu, mal wieder ein Hessisches Rahmschnitzel zu mit zu nehmen, dass ich mir mit Bratkartoffeln anrichten ließ. Alternativ wären auch Pommes Frites, Kartoffelwedges, Salzkartoffeln oder Kroketten möglich gewesen. Dazu gehörte noch ein großer gemischter Salatteller, der natürlich vorher serviert wurde.

Salatteller / Salad dish

Auf einer Schicht von Salatgurken-Scheiben und zwei Blättern Chicorée fand sich eine bunte Mischung verschiedener Blattsalate in einem leichten, cremigen Kräuter-Sahne-Dressing. Garniert war das Ganze mit einigen Scheiben Radieschen sowie reichlich frischer Gartenkresse. Auch wenn ich normalerweise kein riesiger Fan von Salat bin, so habe ich diese heute doch restlos verputzt.
Wenig später kam dann auch schon das Hauptgericht, das bereits erwähnt Hessische Rahmschnitzel.

Hessisches Rahmschnitzel / Hessian sour cream schnitzel

Im Grunde genommen handel es sich dabei um ein paniertes Schweineschnitzel “Wiener Art”, das mit einer großen Portion einer Mischung aus Sauerrahm mit Dill und Frühlingszwiebeln sowie wieder etwas Kresse garniert worden war. Die Kombination aus zarten Schweineschnitzel in knuspriger Panade und der würzigen Sauerrahm-Sauce erwies sich als sehr lecker. Dazu gab eine kleinere, aber annehmbar große Portion gebratener Kartoffeln mit Zwiebelringen und Speckwürfelchen als Sättigungsbeilage. Es hätten zwar gerne ein paar mehr Bratkartoffeln sein können, aber geschmacklich gab es absolut nichts daran auszusetzen. Und auch der Preis war mit 10,80 Euro mehr als akzeptabel.
Eigentlich hätte das für ein vollwertiges Mittagessen schon absolut ausgereicht, doch wir konnten es nicht lassen uns noch etwas zum Nachtisch zu bestellen. Bei gerade mal zwei Dessert-Angeboten, nämlich Vanilleeis mit heißen Kirschen oder Himbeeren und Schlagsahne sowie dem Sommerkuss, einem Becher Vanilleeis mit Obst der Saison und Schlagsahne brauchten wir nicht lange um uns zu entscheiden. Ich persönlich entschied mich dabei für den Sommerkuß, der aktuell mit frischen Erdbeere serviert wurde.

Vanilleeis mit frischen Erdbeeren

Unter einer großen, aber gut zu der Menge der anderen Zutaten abgewägten Portion Schlagsahne fanden sich zahlreiche geachtelte, leicht gezuckerte Stücke frischer Erdbeeren und zwei größere Kugeln aromatisches Vanilleeis. Ein klassisches Eisdessert, an dem es ebenfalls nichts auszusetzen gab, auch wenn der Preis von 5,50 Euro nicht gerade günstig erschien.
Insgesamt waren wir sowohl mit den Speisen als auch mit der Geschwindigkeit und Freundlichkeit unserer Bedienung und dem restlichen Drumherum sehr zufrieden. Daher kann ich dem Restaurant “Zum Goldenen Löwen” in Rotenburg an der Fulda eine große Empfehlung aussprechen.

Leberkäse mit Bratkartoffeln [29.03.2012]

Aktuell zeige ich ein paar Besuchern die Stadt München und im Rahmen dieses großen Stadtrundgangs bzw. -fahrt führte uns der Weg natürlich auch an den Chinesischen Turm im englischen Garten, wo wir uns entschlossen im dortigen Biergarten heute unser Mittagessen zu uns zu nehmen. Das Angebot dort umfasst die für Biergärten übliche Palette Gerichte, die man sich nach eigenem Gutdünken kombinieren konnte. Als Fleischkomponenten finden sich Weißwürste, Rindsbratwürste, Fleischpflanzerl (Frikadellen), halbe Hähnchen, Rollbraten und einiges mehr. Dazu konnte man Pommes Frites, Bratkartoffeln, Klöße oder Kartoffelsalat als Sättigungsbeilage und schließlich auch Gemüse wie Rotkraut oder Sauerkraut wählen – natürlich alles in Selbstbedienung wie in den meisten bayrischen Biergärten üblich. Aus der verfügbaren Auswahl entschied ich mich für eine Portion Leberkäse für 3,60 Euro und eine Portion Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speck für 3,40 Euro.

Leberkäse mit Bratkartoffeln / Meat loaf with fried potatoes

Am Leberkäse, zwei unregelmäßig geschnittenen, aber angenehm dicken Scheiben gab es absolut nichts auszusetzen. Einzig den Bratkartoffeln merkte man an, dass es sie warmgehalten und teilweise etwas zu lang gebraten worden waren – was man im Bild vor allem an den stark angebrannten Kartoffelstücken zu erkennen ist. Da deren Anzahl aber glücklicherweise nur gering war, werde ich nur leichte Abzüge geben. Immerhin war die Portion insgesamt ziemlich reichhaltig, wenn auch kalorientechnisch bestimmt nicht allzu vorteilhaft. Aber Hauptsache satt geworden ;-)

Mein Abschlußurteil:
Leberkäse: ++
Bratkartoffeln: +

Kalbsschnitzel auf Bratkartoffeln mit Preiselbeeren [28.03.2012]

Zum Mittag hatte ich heue das bereits hier vorgestellte Zitronenhähnchen Knoblauch und Kartoffelspalten gefertigt, doch leider vergessen es fotografisch festzuhalten. Dem alten Bericht gibt es hier auch eigentlich nichts hinzuzufügen, außer dass sich Erbsen und Möhren in einer Fondor-Mehlschwitze sich wie ich feststellte wunderbar zu diesem Gericht als Gemüsebeilage eigneten. Aber das soll nicht Thema dieses Beitrags sein, viel mehr möchte ich über das Kalbsschnitzel auf Bratkartoffeln mit Preiselbeeren kurz berichten, dass ich im Braugirgl, einer dem hier bereits vorgestellten Biergarten zugehörigen, gemütlichen kleinen Kneipe verzehrt habe, kurz vorstellen.

Kalbsschnitzel auf Bratkartoffeln mit Preiselbeeren / Veal cutlet on fried potatoes with cowberries

Unter den zwei in knuprig in Panade gebratenen, zarten und qualitativ meiner Meinung nach eindeutig hochwertigen Kalbsschnitzeln verbargen sich eine annehmbar große Portion würziger, mit Zwiebelringen gebratener Bartkartoffeln als Sättigungsbeilage, die nicht nur mit einer dicken Scheibe Zitrone zum beträufeln, sondern auch mit einem reichhaltigen Schälchen Preiselbeeren sowie etwas Salat als Garnitur versehen waren. Mit 15,20 Euro pro Portion erwies sich da Gericht zwar nicht gerade als billig, aber es war meiner Meinung nach durchaus jeden Cent wert. Und auch an der Präsentation gab es absolut nichts zu meckern. Ich kann also das Weisse Brauhaus und seine angeschlossenen Lokalitäten wie den Biergarten als auch das Braugirgl ein weiteres Mal vorbehaltlos weiter empfehlen. Dabei sei noch angemerkt, dass die Speisekarte auch für den kleineren Geldbeutel durchaus akzeptable Speiseangebote bietet. Aber heute war mir einfach mal nach einem Kalbsschnitzel gewesen… ;-)

Mein Abschlußurteil:
Kalbsschnitzel: ++
Bratkartoffeln: ++
Beilagen: ++

Schweinesteak “Tirol” mit Bratkartoffeln [18.10.2011]

Obwohl ich ja hier mit dem Champignongulasch auf Vollkornspaghetti aus dem Bereich Vitality recht gute Erfahrungen gemacht hatte, konnte ich mich heute irgendwie nicht dazu durchringen. Und auch für die Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry oder das Gaeng Pad Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry von der Asia-Thai-Theke konnte ich mich nicht begeistern. Blieben noch die Hähnchenbrust auf Ratatoillegemüse mit Reis aus dem Bereich Globetrotter und das traditionell-regionale Schweinesteak “Tirol” mit Zwiebelringen, Speck und Tomatensauce, dazu Bratkartoffeln. Und irgendwie war mir heute nach dem Schweinesteak, das ich noch mit einem kleinen Becher Pannacotta mit Johannisbeeren von der Desserttheke kombinierte.

Schweineschnitzel "Tirol" mit Bratkartoffeln

Zwar hatte man die in der Beschreibung angepriesenen Zwiebelringe durch Röstzwiebeln ersetzt, die sich der Gast nach eigenem Gutdünken in beliebigen Mengen auf den Teller laden konnte. Direkt auf dem in einer Marinade gebratenen Schweinesteak ruhte außerdem noch ein gebratener Streifen Bacon und das Steak selber hatte man auf einer fruchtigen Tomatensauce gebettet. Gemeinsam mit den einfach gemachten Portion Bratkartoffeln nicht gerade leichtes, aber doch leckeres Gericht. Was es jedoch genau mit Tirol zu tun hat wurde mit nicht ganz klar, man kann die Kombination aus Speck, Zwiebeln und Tomaten zwar mit etwas Fantasie als Tirolerisch bezeichnen, aber auch jede andere Region die Speck, Zwiebeln und Tomaten in ihrer Küche verwendet kämen hier in Frage. Das ordne ich aber mal unter die Kategorie Kantinenkreativität ein. ;-) Für eine Kantine erwies sich auch das Pannacotta in Ordnung, das sich jedoch aufgrund seiner festen Struktur nur mit etwas Mühe mit dem mit reichlich Früchten versehenen Johannisbeergelee vermischen konnte. Das lasse ich aber natürlich nicht negativ in die Wertung einfließen, denn Pannacotta ist nun mal kein Quark, Joghurt oder Mousse – es ist von Natur aus fest.
Was das Schweinesteak angeht hatte ich heute mal den gleichen Geschmack wie der Gros der anderen Kantinengäste. Mit klarem Vorsprung erreichte dieses heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte mit knappen Vorsprung vor der Hähnchenbrust mit Ratatouillegemüse. Als vegetarisches Gericht erreichte der Champignongulasch schließlich nur Platz vier. Das entsprach auch wieder mal ganz der üblichen Verteilung – so ein Schweinesteak schlägt in fast allen Fällen die anderen Angebote.

Mein Abschlußurteil:
Schweinesteak “Tirol”: ++
Tomatensauce: ++
Bratkartoffeln: ++
Pannacotta mit Johannisbeeren: ++