Bratwurstschnecke mit Kartoffelpüree & Sauerkraut [10.08.2015]

Nachdem mich weder die Asia-Thai-Gerichte wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Möhren in Austernsauce noch die Spaghetti bei Balsamicolinsen bei Vitality oder die Hähnchenbrust “Hawaii” mit Currysauce und Reis bei Globetrotter heute sonderlich reizten, griff ich zur Bratwurstschnecke mit Kartoffelpüree und Sauerkraut aus dem Abteilung Tradition der Region, da mir dies Gericht noch als beste Alternative erschien. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Kokoscreme mir Aprikose aus dem heutigen Dessert-Angebot unseres Betriebsrestaurants.

Bratwurst snail with mashed potatoes & sauerkraut / Bratwurstschnecke mit Kartoffelpüree & Sauerkraut

Die mit einem Holzspieß zusammen gehaltene Bratwurstschnecke war angenehm groß geraten und auch was Konsistenz und Würzgrad anging gab es nicht auszusetzen. Ebenso wenig gab es an dem gut gewürzten, aber leider etwas zu klein geratenen Portion Sauerkraut oder der milden Bratensauce etwas auszusetzen. Nur beim Kartoffelpüree merkte man mal wieder, dass es sich hier scheinbar um aus Instant-Pulver hergestellte Ware handelte, auch wenn ich zugeben muss dass man sich von der Konsistenz her inzwischen hier schon deutlich verbessert hat. Früher war es deutlich dünner gewesen. Größte Enttäuschung war heute aber wohl das viel zu süß geratene Dessert in Form der Kokoscreme, in die eine kleine Menge Aprikosengelee eingemischt war. Die Mischung war zwar essbar, aber hier war wohl der Zuckerlöffel ausgerutscht. Da kann ich leider auch keine volle Punktzahl geben.
Sah man sich heute im durch die Urlaubszeit deutlich dünner als üblich besetzten Gastraum um, erkannte man schnell dass sich ganz wie erwartet die Bratwurstschnecke mit Sauerkraut den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf Platz zwei folgten etwas unerwartet die Spaghetti mit Balsamico-Linsen, die ich noch deutlich häufiger sah als die Asia-Gerichte, die somit auf Platz drei landeten. Die Hähnchenbrust Hawaii folgte kurz dahinter schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Bratwurstschnecke: ++
Bratensauce: ++
Sauerkraut: ++
Kartoffelpüree: +
Kokoscreme: +/-

Grillabend [23.07.2015]

BBQ / Grillabend

Nachdem sich heute die Hitze der vorhergehenden Tage etwas abgekühlt hatten, entschieden wir uns für einen kleinen Grillabend. Im Bild: Rindersteak, Bratwurst, Tzatziki, Kartoffelsalat und Ketchup sowie eine Brezel. Außerdem gab es noch marinierte Schweinesteaks, kleine Nürnberger sowie marinierte, gegrillte Zucchini- und Auberginenstreifen, verschiedene weitere Salate, Baguette und Gemüse.

Bratwürstchen, Baked Beans & Rührei [18.07.2015]

Baked Beans

Mein heutiges Frühstück im NH-Hotel: Mini-Bratwürstchen, Baked Beans in Tomatensauce und Rührei. Das Rührei war zwar ein wenig trocken und mit Sicherheit nicht aus frischen Eiern, sondern vermutlich aus Eipulver, aber an den Baked Beans und den kleinen, gut gewürzten Bratwürste gab es nichts auszusetzen. Alternativ hätte ich natürlich auch zu Müsli, frischen Brötchen mit Marmelade, Wurst oder Käse greifen können, aber mir war mehr nach diesem englischen Frühstück.

Tiroler Gröstl mit Spiegelei [13.07.2015]

Als ich heute das Angebot in unserem Betriebsrestaurant studierte, fielen mir zwar sofort die Fleischbällchen in feuriger Tomatenpaprikasauce auf Spaghetti in der Sektion Globetrotter auf, die meines Wissens heute das erste Mal auf der Speisekarte stand. Da ich aber erst am Samstag ja Nudeln und Tomaten-Paprika-Sauce in Form meiner selbst zubereiteten Cannelloni mit Broccoli-Mascarponefüllung verzehrt hatte, sah ich mich erst mal weiter um. Und da die Farfalle al peperoni bei Vitality ja im Grunde genommen auch Nudeln mit einer Art Tomatensauce waren, fiel meine Wahl schließlich auf das Tiroler Gröstl mit Spiegelei aus dem Bereich Tradition der Region. Die Asia-Thai-Angebote wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Nua Pad King – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce reizten mich heute überhaupt nicht. An der Selbstbedienungs-Salattheke stellte ich mir außerdem noch einen Salat aus Kidneybohnen, roter Beete, Möhren, weißer Riesenbohnen und Mais mit Toskana-Dressing zusammen und komplettierte alles mit einem Becher Erdbeerjoghurt aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Tiroler G'röstl mit Spiegelei

Das Gröstl erwies sich leider als nicht sonderlich gute, denn die Zusammenstellung aus Kartoffelwürfeln, Lauch, Zwiebeln, Würstchenscheiben und Fleischstücken vom Schweinesteak und Bauchfleisch – ich vermute es handelte sich um Reste des Grilltellers vom Mittwoch letzter Woche handelte – schienen mit etwas zu lang gebraten und daher ziemlich trocken geraten. Da half leider auch das noch flüssige Eigelb des Spiegeleis, der wohl besten Komponente des ganzen Gerichts, wenig. Zwar war das Gericht durchaus essbar, aber das habe ich hier schon besser erlebt. Der Salat aus verschiedenen knackigen Gemüsesorten samt seines leckeren Kräuter-Essig-Dressings gab aber keinerlei Grund zu irgendwelcher Kritik und auch am zwar dünnflüssigen, aber dennoch angenehm fruchtigen Erdbeerjoghurt gab es nichts auszusetzen. Im Nachhinein gesehen wären die Fleischbällchen in feuriger Tomatenpaprikasauce wohl doch die bessere Wahl gewesen.
Und genau dieses Gericht lag heute auch bei den anderen Gästen am höchsten in der Gunst und konnte sich Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern, auch wenn ihnen das Gröstl auf Platz zwei enger auf den Fersen war als es dies verdient hätte. Den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf Platz vier folgten schließlich die vegetarischen Farfalle al peperoni.

Mein Abschlußurteil:
Tiroler Gröstl: +/-
Spiegelei: ++
Salat: ++
Erdbeerjoghurt: ++

Farfalle in Bratwurst-Möhren-Sauce – das Rezept

Samstag scheint sich langsam zu meinem Pasta-Tag zu entwickeln, denn ich entschloss mich auch dieses Wochenende dazu, an diesem Tag mal wieder etwas mit Nudeln zuzubereiten. Um genau zu sein wollte ich die Bratwurst-Möhren-Sauce ausprobieren, die ich vor kurzem entdeckt hatte und die wollte ich mit Fahrfalle, also Schmetterlingsnudeln, servieren. Das Rezept ist zugegebener weise einfach, aber auch einfach Dinge können ja sehr lecker sein und bei diesem Gericht traf das voll und ganz zu. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

500g feine Bratwurst
01 - Zutat Bratwurst / Ingredient bratwurst raw fried sausages

350-400g Möhren
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

200g Zwiebeln
03 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Zehen Knoblauch
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 gehäufter Teelöffel Oregano
04 - Zutat Oregano / Ingredient oregano

3-4 kleine getrockenete Chilis (Je nach gewünschtem Schärfegrad)
05 - Zutat getrockenete Chilis / Ingredient dried chilis

1 1/2 Esslöffel Tomatenmark
07 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

2 Esslöffel Olivenöl
08 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

500g Farfalle (oder andere Nudeln nach Wahl)
09 - Zutat Farfalle / Ingredient farfalle

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu ziehen wir die Zwiebeln ab und würfeln sie,
10 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen
11 - Knoblauch hacken / Mince garlic

und schälen schließlich noch die Möhren
12 - Möhren schälen / Peel carrots

um sie auf der feinen Seite der Küchenreibe zu zerkleinern.
13 - Möhren fein reiben / Grate carrots

Außerdem mahlen wir die getrockneten Chilis, zum Beispiel wie hier mit einer alten Kaffeemühle,
14 - Chilis mahlen / Ground chilis

und befreien das Bratwurst-Brät aus seiner Pelle.
15 - Bratwurst-Brät aus Darm befreien / Remote sausage meat from casing

Anschließend erhitzen wir die beiden Esslöffel Olivenöl in einer hohen Pfanne oder einem Topf,
16 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und dünsten darin erst einmal die gewürfelten Zwiebeln und die zerkleinerten Knoblauchzehen an.
17 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onions & garlic lightly

Dann geben wir das Bratwurst-Brät in kleinen Stücken hinzu
18 - Bratwurst-Brät hinzufügen / Add sausage meat

und braten es an, wobei wir versuchen es mit Hilfe des Kochlöffels oder eines Bratenwenders in möglichst kleine Stücke zu zerteilen.
19 - Brät anbraten & zerkleinern / Fry & hackle sausage meat

Parallel können wir auch damit beginnen, in einem Topf etwas Wasser zu erhitzen, um später die Fahrfalle darin zu kochen.
20 - Wasser für Nudeln aufsetzen / Bring water for noodles to a boil

Ist das Brät durchgebraten, geben wir die eineinhalb Esslöffel Tomatenmark hinzu,
21 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

rösten es kurz mit an
22 - Tomatenmark anbraten / Braise tomato puree

und geben schließlich die fein geriebenen Möhren mit in die Pfanne
23 - Möhren hinzufügen / Add carrots

um sie für einige Minuten ebenfalls mit anzubraten.
24 - Möhren anbraten / Fry carrots

Schließlich löschen wir alles mit den passierten Tomaten ab,
25 - Mit passierten Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatoes

vermischen diese gründlich mit Fleisch und Gemüse
26 - Alles gut vermengen / Mix well

und würzen dann alles mit dem Teelöffel Oregano,
27 - Oregano einstreuen / Add oregano

den fein gemahlenen, getrockneten Chilis (hier bitte vorsichtig dosieren!)
28 - Gemahlene Chilis dazu geben / Add ground chilis

sowie etwas Salz und Pfeffer. Dann lassen wir die Sauce etwas eine Viertelstunde auf leicht reduzierter Stufe vor sich hin köcheln.
29 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Inzwischen müsste dann ja auch das Wasser kochen, so dass wir ein bis eineinhalb Teelöffel Salz hinzufügen
30 - Wasser salzen / Salt water

und unsere Fahrfalle darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können. Das sollte so ca. 11-12 Minuten dauern, kann aber je nach Hersteller leicht variieren.
31 - Farfalle kochen / Cook farfalle

Während die Nudeln kochen, sollte wir natürlich nicht vergessen hin und wieder mal die Sauce umzurühren, damit nichts anbrennt. Sollte diese gegen Ende etwas zu dickflüssig werden, sollten wir nicht davor zurückschrecken, sie mit einem Schuss Wasser wieder zu verdünnen.
32 - Zwischendurch umrühren / Stir from time to time

Sobald die Farfalle dann schön al dente sind, gießen wir sie in ein Sieb ab, lassen sie kurz etwas abtropfen,
33 - Farfalle abtropfen lassen / Drain farfalle

und geben sie dann zu unserer Sauce in die Pfanne (bzw. den Topf),
34 - Farfalle zur Sauce geben / Add farfalle to sauce

wo wir beide Komponenten gründlich miteinander vermengen und dann auf niedriger Stufe einige Minuten durchziehen lassen.
35 - Nudeln & Sauce vermischen / Mix noodles & sauce

Anschließend können wir das fertige Gericht auch schon servieren und genießen.
36 - Farfalle in bratwurst carrot sauce - Served / Farfalle in Bratwurst-Möhren-Sauce - Serviert

Die Sauce war wirklich ein geschmacklicher Volltreffer, denn das würzige Bratwurst-Brät passte wunderbar zu den fruchtigen Tomaten und Möhren und wurde sehr passend durch das hinzugefügte Oregano ergänzt. Dazu noch die Chilis, die dem Ganzen eine leichte, aber nicht dominante Schärfe gaben und fertig war ein sehr leckeres Nudelgericht.

37 - Farfalle in bratwurst carrot sauce - side view / Farfalle in Bratwurst-Möhren-Sauce - Seitenansicht

Werfen wir, wie üblich, zum Abschluss noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Rezepts. Bei Nudelgerichten besteht natürlich wenig Hoffnung auf einen wirklich leichten Genuss, aber schauen wir einfach mal. Die Sauce alleine kommt gemäß meiner Kalkulation auf etwa 1500kcal, also 375kcal pro Portion. Dazu kommen noch allerdings noch mal insgesamt 1700kcal, also 425kcal pro Portion, womit wir auf letztlich bei genau 800kcal pro Portion landen. Bei der Sauce ist natürlich das Bratwurst-Brät, das alleine schon mit 1200kcal zu Buche schlägt. Wenn man also den Wert etwas reduzieren will, müsste man da ansetzen und evtl. zu Geflügelwurst ersetzen. Wobei ich natürlich nicht sicher sein kann, ob diese die selbe Würze hat wie die hier verwendete Schweinsbratwurst – aber probieren kann man es ja mal und ggf. einfach nachwürzen. Wenn der Wert jedoch nicht schreckt, dem sei dieses Rezept in seiner Original-Version wärmstens ans Herz gelegt.

Guten Appetit