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Saftiges Hirschgulasch mit Preiselbeerbirne, Rosenkohl & gebratenen Serviettenklößen [24.11.2016]

Thursday, November 24th, 2016

Auch heute gab es mit einem Saftigen Hirschgulasch mit Preisebeerbirne, Rosenkohl und gebratenen Serviettenklößen im Bereich Tradition der Region ein Wildgericht auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. Aber es gab einige interessante Alternativen, wobei ich vor allem die Gebratene Maispoularde mit Meerretichspinat, Pfifferlingrahmsauce und Tagliatelle bei Globetrotter, das meine Aufmerksamkeit erregte. Das Hausgemachte Rösti mit Ratatouille und Sauce Bernaise bei Vitality war auch relativ interessant, aber ich nahm es ebenso wenig in die nähere Auswahl wie das Zusatzangebot in Form einer Lasagne Bolognese oder die Asia-Thai-Gerichte wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce bzw. Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassoße. Da das Gulasch mit 4,50 Euro nicht erheblich teurer als die regulären Gerichte, fiel meine Wahl schließlich auf dieses Angebot – und das obwohl die Warteschlange hier am längsten war. Aber was tut man nicht alles für ein leckeres Mittagsmahl.

Juicy venison goulash with cranberry pear, brussels sprouts & fried dumplings / Saftiges Hirschgulasch mit Preiselbeerbirne, Rosenkohl & gebratenen Serviettenklößen

Das Gulasch war auf jeden Fall schon einmal sehr gut gelungen, denn das Fleisch war tatsächlich wie angekündigt wunderbar saftig und die cremige, dickflüssige Sauce war angenehm würzig. Und auch am knackigen Rosenkohl gab es nichts auszusetzen. Die halbe Dosenbirne mit ihrer Garnitur aus Preiselbeermarmelade war mit ihrer Süße eine gelungene Ergänzung zum Gulasch. Einzig die Serviettenknödel ließen ein wenig zu Wünschen übrig, denn sie waren relativ hart gebraten und bereits etwas abgekühlt. Dazu sei aber auch gesagt, dass ich hier das Pech hatte, die letzten Reste aus einer Schale bekam, kurz bevor eine neue Ladung aus der Küche eintraf. Das ist Zufall, aber volle Punktzahl kann ich hier nicht geben. In der Summe aber dennoch ein überaus gelungenes Gericht, mit dem ich sehr zufrieden war.
Wie aufgrund meiner Anmerkung mit der langen Schlange vielleicht bereits denkbar war, lag das Hirschgulasch auf auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala heute mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins. Auf dem zweiten Platz folgte die Maispoularde, den dritten Platz konnten die Asia-Gerichte für sich einnehmen. Die Lasagne sah ich auf Platz vier liegen und mit knappen Abstand dahinter folgte schließlich der vegetarische Röste mit Ratatouille auf dem fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Preiselbeerbirne: ++
Rosenkohl: ++
Serviettenknödel: +

Geschmorter Hirschgulasch mit Maronen, Preiselbeer-Birne & gebratenen Serviettenknödeln [26.09.2016]

Monday, September 26th, 2016

Das Special in unserem Betriebsrestaurant anlässlich der aktuell hier in München stattfindenden Wies’n – im Volksmund auch Oktoberfest genannt – ging am heutigen Montag in die zweite Woche. Und mit einem Geschmorter Hirschgulasch mit Maronen, Preiselbeer-Birne und gebratenen Serviettenknödeln fand sich auch gleich ein sehr verlockendes Angebot auf der Speisekarte. Die Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen und spinat, dazu leichte Kürbisrahmsauce bei Vitaliy, das Chicken Tikka Masalla mit Basmatireis bei Globetrotter sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Curry Kai – Putenfleisch gebraten mit gelben Thai Curry und verschiedem Gemüse klangen zwar auch nicht übel, aber so etwas wie das Wildgericht bekommt man nicht täglich und mit gerade mal 3,50 Euro war es sogar angenehm günstig. Da konnte ich nicht widerstehen. Passendes Gemüse fand ich aber leider nicht, aber

Braised venison goulash with sweet chestnuts, cowberry pear & fried bread dumplings / Geschmorter Hirschgulasch mit Maronen, Preiselbeer-Birne & gebratenen Serviettenknödeln

Die Serviettenknödel waren für meinen Geschmack ein klein wenig zu knusprig geraten und dadurch auch ein klein wenig trocken. Dem konnte man dank der reichlich vorhandenen Sauce des Hirschgulaschs entgegen wirken, aber volle Punktzahl kann ich hier nicht geben. Am Gulasch selbst mit zahlreichen zarten, saftigen und mageren Fleischstücken und den Maronen gab es aber nichts auszusetzen und auch die für Wildgerichte typische, mit Preiselbeermarmelade garnierte Dosenbirne gab keinen Grund zu irgendwelcher Kritik. Insgesamt konnte ich also mit dem Gericht auch heute mal wieder zufrieden sein.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich der Wildgulasch heute großer Beliebtheit und konnte sich mit einem kleinen, aber deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Das Tikka Masalla folgte ihm aber eng auf dem zweiten Platz und den dritten Platz teilten sich meiner Meinung nach schließlich Asia-Gerichte und die Gnocchi mit Pilzen und Spinat in Kürbissauce, die für ein vegetarisches Gericht sich großen Zuspruchs erfreuten.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch mit Maronen: ++
Preiselbeer-Birne: ++
Gebratene Servierttenknödel: +

Bayrische Schweinshaxe – das Rezept

Sunday, March 23rd, 2014

Heute wollte ich mich mal wieder an einem typisch bayrischen Gericht versuchen: Der Schweinshaxe. Ursprünglich hatte ich geplant, mehrere kleine Haxen zuzubereiten, die dann hätten portionsweise serviert werden können, doch leider bekam ich beim Metzger nur ein großes Exemplar und da ich keine Lust hatte, noch weitere Metzger abzuklappern, nahm ich eben diese. Aber unabhängig von der Größe der verwendeten Haxe erwies sich das Ergebnis des heutigen Kochexperiments mal wieder als überaus lecker, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept mit diesem Beitrag einmal kurz vorzustellen.

Was benötigen wir also für drei bis vier Portionen?

1 große frische Schweinshaxe (oder mehrere kleine . insgesamt ca. 1,4kg)
01 - Zutat Schweinshaxe / Ingredient pork knuckle

2 mittlere Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

3 Knoblauchzehen
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

500ml Fleischbrühe
04 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat stock

1 EL Tomatenmark
05 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

250ml dunkles Bier
06 - Zutat Dunkelbeer / Ingredient dark beer

1 TL Salz
07 - Zutat Salz / Ingredient salt

1/2 TL schwarzer Pfeffer
08 - Zutat Pfeffer / Ingredient pepper

1 TL Majoran
09 - Zutat Oregano / Ingredient oregano

1 TL Rosmarin
10 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

1 TL Beifuss
11 - Zutat Beifuss / Ingredient mugwort

1/2 TL Kümmel
12 - Zutat Kümmel / Ingredient caraway

sowie etwas Butterschmalz zum braten
und ggf. etwas dunklen Saucenbinder

Die Wahl der Sättigungsbeilage und des Gemüse ist natürlich jedem freigestellt, ich aber entschied mich für:

Weinsauerkraut
13 - Zutat Sauerkraut / Ingredient sauerkraut

Semmelknödel
14 - Zutat Semmelknödel / Ingredient bread dumplings

Beginnen wir nun also mit der Zubereitung. Dazu geben wir erst einmal Salz, Pfeffer, Majoran, Rosmarin, Beifuß und Kümmel in eine Schüssel
15 - Gewürze in Schüssel geben / Put spices in bowl

und vermengen alles gründlich miteinander.
16 - Gewürze vermengen / Mix spices

Anschließend waschen wir die Schweinshaxe gründlich
17 - Schweinshaxe waschen / Wash pork knuckle

scheinden ihre Haut rautenförmig ein, damit sie beim Backen schön knusprig wird,
18 - Haut rautenförmig einscheiden / Cut in skin diamond-shaped

und reiben sie dann mit der zuvor hergestellten Würzmischung rundherum gründlich ein.
19 - Haxe mit Gewürzen einreiben / Rub in knuckle with mixed spices

Außerdem schälen wir die Zwiebeln und schneiden sie in Spalten
20 - Zwiebel in Spalten schneiden / Cut onions in splits

und schälen ebenfalls die Knoblauchzehen, die wir grob zerkleinern.
21 - Knoblauch grob zerteilen / Hackle garlic

Nun beginnen wir damit, den Ofen auf 170 Grad vorzuheizen. Außerdem schmelzen wir in einem Bräter etwas Butterschmalz (ich hatte leider nur meine Bratreine zur Hand – aber damit ging es glücklicherweise auch)
22 - Butterschmalz zerlassen / Melt ghee

und geben die Schweinshaxe hinein
23 - Haxe in Bräter geben / Put knuckle in roasting dish

um sie von allen Seiten schön braun anzubraten.
24 - Haxe rundherum anbraten / Sear knuckle from all sides

Ist die Haxe rundherum angebraten, geben wir auch die Zwiebelspalten hinzu, um sie im Bratenfett anzudünsten
25 - Zwiebelspalten addieren / Add onions

und addieren schließlich noch das Tomatenmark, das wir ebenfalls kurz mit anrösten,
26 - Tomatenmark hinzu geben / Add tomato puree

bevor wir schließlich alles mit der Fleischbrühe ablöschen.
27- Mit Fleischbrühe ablöschen / Deglaze with meat stock

Das Ganze lassen wir nun kurz aufkochen und geben die zerkleinerten Knoblauchzehen hinein
28 - Aufkochen & Knoblauch hinzufügen / Boil up & add garlic

um schließlich noch das Dunkelbier dazu zu gießen
29 - Schwarzbier dazu geben / Add dark beer

und alles auf der zweiten Schiene von unten in den vorgeheizten Backofen zu schieben. Bei 170 Grad muss die Haxe nun etwa zweieinhalb Stunden garen – die Zeit kann hier aber abhängig von der Größe des verwendeten Stücks variieren – kleine Haxen sind zum Beispiel schneller gar.
30 - Im Ofen backen / Bake in oven

Während des Garprozesses übergießen wir alle fünfzehn bis zwanzig Minuten die Haxe mit dem Bratensud, damit das Fleisch nicht austrocknet und schön zart wird.
31 - Mit Bratensud übergießen / Douse with gravy

Sollte der Sud zu dickflüssig werden oder anderweitig drohen auszugehen, können wir ihn natürlich mit etwas heißen Wasser wieder etwas verdünnen.
32 - Bei Bedarf heißes Wasser auffüllen / Add hot water if necessary

Etwas eine halbe Stunde vor Garende können wir dann auch beginnen, die Semmelknödel zuzubreiten
33 - Klöße zubereiten / Prepare dumplings

und wenig später auch das Sauerkraut kochen. Ich griff bei beiden zu Quasi-Fertigvarianten – der Aufwand selbst Semmelknödel oder Sauerkraut zuzubereiten war mir dann doch etwas zu groß. Außerdem stellen wir den Ofen für die letzten 15 bis 20 Minuten noch einmal hoch auf 220 Grad, damit die Schwarte unserer Haxe auch schön knusprig wird.
34 - Sauerkraut zubereiten / Cook sauerkraut

Schließlich können wir die fertig gebackene Schweinshaxe aus dem Ofen entnehmen
35 - Bayrische Schweinshaxe - fertig gebraten / Bavarian pork knuckle - finished baking

und sie aus dem Bräter entnehmen und in etwas Alufolie oder dem noch heißen Ofen warm halten,
36 - Haxe in Alufolie warm halten / Keep knuckle hot in kitchen foil

um den Bratensud aus dem Bräter durch einen Sieb in einen kleinen Topf zu gießen, wo wir sie auf niedriger Herdstufe warm halten.
37- Bratensud durch Sieb abgießen / Drain gravy through sieve

Im Sieb zurückgebliebene Zwiebeln und Knoblauch können wir nun mit Hilfe eines Kochlöffels etwas passieren,
38 - Zwiebeln & Knoblauch durch Sieb passieren / Strain onions & garlic through sieve

und die Sauce bei Bedarf noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf können wir die Sauce auch mit etwas dunklem Saucenbinder verdicken, aber hier sollte man nicht zu viel nehmen, da Haxe traditionell mit einer eher dünnen Sauce serviert wird.
39 - Sauce mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste sauce with salt & pepper

Hat man wie ich zu einer einzelnen, großen Haxe gegriffen, muss man diese jetzt natürlich noch zerteilen und das Fleisch vom Knochen lösen – kleine Haxen können im Ganzen serviert werden –
40 - Haxe zerteilen / Cut knuckle

anschließend können wir das Gericht aber auch schon servieren und genießen.
41 - Bayrische Schweinshaxe - Serviert / Bavarian pork knuckle - Served

Während die Schwarte wie erwartet angenehm knusprig geworden war, erwies sich das Fleisch trotz des langen Verbleibs im Ofen als angenehm saftig, zart und natürlich komplett durchgebraten. Haxe zählt ja nicht zu den hochwertigsten Fleischstücken am Schwein, aber in dieser Variante erwies sie sich als wirklich sehr lecker. Die Gewürzmischung, mit der die Haxe vor der Zubereitung eingerieben worden war, tat ihr übriges um den Geschmack abzurunden. Besonders lecker war dabei auch die ungeheuer würzige, dunkle Sauce, die aus dem Bratensud hergestellt worden war. Gemeinsam mit den Semmelknödeln und dem Weinsauerkraut, dass ich mir noch mit etwas Gemüsebrühe und einem Teelöffel Kümmelkörner verfeinert hatte, ergab sich aus meiner Sicht ein sehr gelungenes Sonntagsgericht. Für meine erste selbst zubereitete Schweinshaxe konnte ich sehr zufrieden sein.

42 - Bayrische Schweinshaxe - Seitenansicht / Bavarian pork knuckle - Side view

Leider war die Fleischausbeute an der Haxe nicht ganz so groß wie ich erwartet hatte, denn von den 1,4kg waren weit mehr als 1/3el nur Knochen gewesen und das lösen des Fleischs vom Knochen erwies sich als etwas mühsam. Besäße ich einen Hund, hätte der sich aber über ein ziemlich großes Stück Knochen freuen können. 😉 Wenn ich noch einmal Haxe mache, werde ich auf jeden Fall kleine Schweinshaxen besorgen, denn das macht das servieren deutlich einfacher. Über die Nährwerte des Gerichtes ich bei all der fettigen Schwarte an so einer Haxe lieber nicht nachdenken – lecker ist es aber auf jeden Fall.

Guten Appetit

Rinderroulade mit Apfelblaukraut Semmelknödel [13.02.2014]

Thursday, February 13th, 2014

Zwar überlegte ich auch heute kurz an der Asia-Thai-Theke zuzuschlagen, wo mit Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse in Koriandersauce oder Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce, aber leider waren die heutigen Angebote der regulären Küche einfach zu gut, als dass ich darauf verzichten wollte, hier zuzuschlagen. Am vernünftigsten wäre dabei mit Sicherheit die Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse aus dem Bereich Vitality gewesen, am verlockendsten eindeutig der Cheeseburger mit Pommes Frites bei Tradition der Region. Aber dem Cheeseburger stand die Geschmorte RInderroulade mit Apfelblaukraut und Semmelknödel bei Globetrotter zumindest aus meiner Sicht nur wenig nach. Und da ich Rouladen nun einmal liebe, fiel meine Wahl schließlich auf dieses Gericht. Warum man aber den Cheeseburger nicht bei Globetrotter und die Roulade nicht bei Tradition der Region angeboten hatte, was viel besser gepasst hätte, erschloss sich mir nicht. Dazu gesellte sich dann noch ein kleiner Becher Aprikosenquark aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Rinderroulade mit Apfelblaukraut & Semmelknödeln / Beef roulade with red cabbage & bread dumplings

Fangen wir mit der negativen Komponente an: den Semmelknödeln, die zwar eindeutig selbst gemacht waren, aber nicht nur ziemlich mickrig, sondern auch von der Konsistenz her – zumindest für meinen Geschmack – etwas zu fest geworden waren. Zum Glück erwiesen sich sowohl das fruchtig-würzige Apfelblaukraut als auch ganz traditionell die mit Senf bestrichenen und die mit geräuchertem Schinken, Zwiebeln und Gewürzgurken gefüllten Rinderroulade, deren Fleisch durch das Schmoren angenehm zart und mürbe geworden war, als sehr gut gelungen,

Rinderroulade - Querschnitt / Beef roulade - lateral cut

so dass der kleine Fauxpas mit den Knödeln dann doch nicht ganz so stark ins Gewicht fiel. Und auch der mild gesüßte Quark mit seinen zahlreichen Fruchtstückchen gab keinen Grund für irgend welche weitere Kritik. In der Summe also doch eine gute Wahl.
Bei den anderen Gästen lag heute aber natürlich der Cheeseburger mit Pommes am höchsten in der Gunst und landete mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Aber die Abstand zur zweitplatzierten Rinderroulade war nicht sehr groß und auch die Asia-Gerichte auf Platz drei standen noch recht gut da. Die vegetarische Farmerkartoffel mit Blattspinat und Sauerrahm folgte schließlich auf Platz vier und war nur sehr vereinzelt auf den Tabletts der anderen Gäste zu sehen.

Mein Abschlußurteil:
Rinderroulade: ++
Apfelblaukraut: ++
Semmelknödel: +
Aprikosenquark: ++

Bayrisches Dunkelbiergulasch – das Rezept

Sunday, February 2nd, 2014

Nach dem etwas exotischeren Gericht in Form des Lamm-Aprikosen-Gulasch gestern sollte es heute mal wieder etwas traditioneller in meiner Küche zugehen, denn ich wollte für die lokale Küche typisches Gericht, einen Bayrischen Dunkelbiergulasch zubereiten. Traditionell wird dieser natürlich mit Schweinefleisch gemacht – ich griff dabei auf dieses Mal bereits gewürfeltes Fleisch zurück, das mein Haus- und Hofmetzger fertig anbot. Dazu passen neben Spätzle besonders gut Semmelknödel, die ich aber nicht selbst zubereitete, sondern auf solche im Kochbeutel zurückgriff. Außerdem durfte natürlich auch etwas Gemüse nicht fehlen und ich entschied mich dabei für etwas Rotkraut. Das Ergebnis war ein überaus leckeres Gericht, dessen Rezept ich nun mit diesem Beitrag in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

2 mittlere Zwiebeln (zusammen ca. 200-220g)
01 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Zehen Knoblauch
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

750g Schweinegulasch (z.B. aus der Schweineschulter – ich griff zu fertig gewürfeltem Fleisch)
03 - Zutat Schweinegulasch / Ingredient pork goulash

1 Lorbeerblatt
04 - Zutat Lorbeerblatt / Ingredient bay leaf

2 Wacholderbeeren
05 - Zutat Wacholderbeeren / Ingredient juniper berries

1 gehäufter Teelöffel Majoran
06 - Zutat Majoran / Ingredient marjoram

1 Teelöffel Paprika edelsüß
07 - Zutat Paprika edelsüß / Ingredient sweet paprika

1 gestrichener Teelöffel Paprika rosenscharf
08 - Zutat Paprika rosenscharf / Ingredient hot paprika

1 Esslöffel Tomatenmark
09 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

2 Messerspitzen Kümmel
10 - Zutat Kümmel / Ingredient caraway

1 Teelöffel brauner Zucker
11 - Zutat brauner Zucker / Ingredient brown sugar

1 Teelöffel mittelscharfer Senf
12 - Zutat mittelscharfer Senf / Ingredient medium-strength mustard

1 Teelöffel süßer Senf
13 - Zutat süßer Senf / Ingredient sweet mustard

1 Esslöffel Weißweinessig
14 - Zutat Weißweinessig / Ingredient white wine vinegar

1 Esslöffel Preiselbeergelee
16 - Zutat Preiselbeergelee / Ingredient cranberry jelly

1 Flasche (0,5l) Dunkelbier
15 - Zutat Dunkelbier / Ingredient dark beer

20g Butterschmalz
17 - Zutat Butterschmalz / Ingredient ghee

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen
und etwas Schmand oder Creme fraiche sowie Petersilie zum garnieren

Als Gemüsebeilage

1 großes Glas Rotkohl (In Bayern würde man wohl eher Blaukraut sagen)
18 - Zutat Rotkohl / Ingredient red cabbage

Als Sättigungsbeilage

Semmelknödel
19 - Zutat Semmelknödel / Ingredient bread dumplings

Alternativ wären hier aber auch Spätzle oder Schupfnudeln denkbar.

Beginnen wir nun mit der Zubereitung. Nachdem wir die Zwiebel geschält und gewürfelt
20 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und die Knoblauchzehen zerkleinert haben
21 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

erhitzen wir etwas Butterschmalz in einer Pfanne oder einem Schmortopf auf erhöhter Stufe
22 - Butterschmalz erhitzen / Melt ghee

und dann geben das gewürfelte Schweinefleisch hinein
23 - Schweinefleisch hinzu geben / Add pork meat

und braten es scharf von allen Seiten an.
24 - Schweinefleisch scharf anbraten / Sear pork meat

Ist das Fleisch angebraten, entnehmen wir es erst einmal wieder aus der Pfanne und stellen es bei Seite.
25 - Fleisch bei Seite stellen / Put meat aside

Unter eventueller Zugabe von etwas Butterschmalz geben wir nun die zerkleinerten Zwiebeln und Knoblauchzehen zum Bratensatz in die Pfanne
26 - Zwiebeln & Knoblauch ins Bratenfett geben / Add onions & garlic

und dünsten beides einige Minuten unter gelegentlichem rühren an, bis die Zwiebeln glasig werden.
27 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onions & garlic lightly

Anschließend geben wir den Esslöffel Tomatenmark dazu,
28 - Tomatenmark hinzu geben / Add tomato puree

rösten ihn für etwa zwei Minuten mit an
39 - Tomatenmark anrösten / Braise tomato puree

und geben schließlich das Fleisch wieder hinzu.
40 - Fleisch wieder dazu geben / Add meat

Dieses bestäuben wir mit je einem Esslöffel edelsüßen und rosenscharfen Paprikas
41 - Mit Paprikapulver bestäuben / Dredge with paprika

und braten es kurz gemeinsam mit dem Fleisch an
42 - Paprika anschwitzen / Braise paprika lightly

bevor wir alles mit dem Dunkelbier ablöschen.
43 - Mit Dunkelbier ablöschen / Deglaze with dark beer

Nun geben wir das Lorbeerblatt
44 - Lorbeerblatt hinzufügen / Add bay leaf

sowie die beiden Wachholderbeeren hinzu,
45 - Wacholderbeeren addieren / Add juniper berries

rühren die Teelöffel süßen und mittelscharfen Senf unter
46 - Senf unterrühren / Stir in mustard

und würzen alles mit dem gehäuften Teelöffel Majoran,
47 - Mit Majoran würzen / Add marjoram

dem Teelöffel braunen Zucker,
48 - Zucker dazu geben / Add brown sugar

und den beiden Messerspitzen Kümmel.
49 - Kümmel dazu geben / Add caraway

Außerdem geben wir einen Esslöffel Weißweinessig
50 - Weißweinessig einrühren / Stir in white wine vinegar

sowie einen Esslöffel Preiselbeergelee hinzu,
51 - Preiselbeergelee hinzu geben / Add cranberry jelly

schmecken alles noch einmal mit Salz und Pfeffer ab
54 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Season with salt & pepper

und lassen das Ganze kurz aufkochen
52 - Aufkochen lassen / Bring to boil

bevor wir die Platte auf eine niedrige Stufe zurück schalten und unseren Gulasch für die nächsten zwei Stunden schmoren lassen.
53 - Geschlossen schmoren lassen / Simmer closed

Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, das Ganze hin und wieder mal umzurühren.
55 - Ab und zu umrühren / Stir from time to time

Kurz vor Ende der Garzeit setzen wir einen Topf mit kaltem Wasser auf und geben die Knödel hinein, um sie für etwa fünf Minuten quellen zu lassen.
56 - Klöße quellen lassen / Soak dumplings

Anschließend schalten wir die Kochplatte ein und bringen das Wasser zum kochen. Sobald es heiß ist, geben wir etwas Salz hinzu, kochen sie eine Minute und lassen sie dann bei geringer Hitzezufuhr weitere 10 Minuten ziehen.
57 - Wasser salzen / Salt water

Außerdem können wir unsere Gulaschzubereitung probieren
58 - Probieren / Try

und dieses ggf. noch einmal mit den Gewürzen geschmacklich abzustimmen.
59 - Mit Gewürzen abschmecken / Season

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, das Rotkraut aufzusetzen und zuzubereiten.
60 - Rotkraut zubereiten / Cook red cabbage

Sobald wir dann die Semmelknödel abgeschreckt haben
61 - Klöße abschrecken / Refresh dumplings

können wir das Gericht auch sogleich servieren und genießen.
62 - Bayrisches Dunkelbiergulasch - Serviert / Bavarian dark bier goulash - Served

Auch wenn schmoren eine etwas zeitaufwändigere Zubereitungsmethode, so lohnt sich der Mehraufwand auf jeden Fall, denn das Fleisch wird angenehm zart und mürbe. So auch bei dieser Gulaschzubereitung, die aber nicht nur durch das überaus gelungene Fleisch, sondern auch durch die angenehm würzige Sauce hervor stach. Die Kombination der verschiedenen Gewürzen mit dem Aroma des dunklen bayrischen Biers gaben dieser Gulaschzubereitung einen unverwechselbaren Geschmack, der mir sehr zusagte. Gemeinsam mit den Semmelknödeln und dem Apfelblaukraut genau das richtige Gericht für einen Sonntag wie heute.

63 - Bayrisches Dunkelbiergulasch - Seitenansicht / Bavarian dark bier goulash - Side view

Guten Appetit