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Ausflug nach Österreich – Bergisel-Schanze, Wirtshaus Nattererboden & Fackelwanderung [07.09.2019]

Sunday, September 8th, 2019

Trotz der kleinen Party gestern Abend war ich am Morgen gut aus dem Bett gekommen und konnte eine ausgedehnte Dusche nehmen bevor ich mich zum Frühstück begab. Ärgerlich dabei war, dass der Seifenspender in der Dusche leer war – das hätte in einem vier Sterne Hotel nicht passieren dürfen – doch glücklicherweise hatte ich Ersatz. Im Frühstücksraum waren, obwohl es nicht einmal 8:00 Uhr war, bereits viele meiner Kollegen am Speisen und nutzten dabei das umfangreiche Frühstücksangebot des Hotels, das von Obst über Müsli, verschiedene Aufschnittsorten aus Wurst und Käse, Marmeladen, Brötchen alles Art bis hin zu gekochten und gerührten Eiern, Speck und Würstchen alles bot, was das Herz begehrte. Wir jedes Mal wenn ich in einem Hotel frühstücke, galt mein erster Griff zu Rührei, Speck und Würstchen.

30 - Rührei, Speck & Würstchen - Frühstück - Hotel das MEI - Mutters

Na ja, leider waren alle drei Komponenten trotz Aufbewahrung unter der Warmehaltelampe nur noch maximal lauwarm, außerdem hätte der Bacon für meinen Geschmack etwas knuspriger sein können und bei Frühstückswürstchen bevorzuge ich Mini-Bratwürste und keine Frankfurter wie hier.

31 - Körnerbrötchen, Schinken & Lachs - Frühstück - Hotel das MEI - Mutters

Für die zweite Fuhre griff ich zu einem Kürbiskernbrötchen, etwas Räucherlachs und Kochschinken. Daran gab es absolut nichts auszusetzen.
Nach dem Frühstück holte ich mir noch meinen Rucksack und dann ging es zum Bus, der uns nach Innsbruck brachte. Hier stoppten wir vor einem Gebäude welches das Tiroler Kaiserjägermuseum, die Andreas Hofer Galerie sowie die Tiroler Ehrenhalle beherbergt, das aber geschlossen schien.

32 - Kaiserjägermuseum Innsbruck

Das war aber auch nicht unser Ziel. Bevor es weiter ging, nutzten wir den Blick von der davor liegenden Terasse, um einen ersten Eindruck der Stadt Innsbruck zu bekommen.

33 - Blick über Innsbruck

Eigentlich verschwendete Zeit und Mühe, denn da wo wir hin wollten sollten wir einen weitaus besseren Blick über die Stadt haben. Vorbei am Tirol Panorama, von dem ich leider kein Bild habe erreichten wir etwas weiter schließlich ein riesiges Denkmal für diesen Andreas Hofer.

34 - Andreas Hofer Statue

Für die Nicht-Tiroler unter uns sei an dieser Stelle angemerkt, dass Andreas Hofer ein Tiroler Gastwirst, Wein- und Pferdehändler aus dem 18. Jahrhundert war, der sich besonders im Kampf zuerst gegen die Bayrische Besetzung Tirols nach dem Pressburger Frieden 1805/06 und später gegen die Französische Besetzung unter Napoleon hervorgetan hatte. Napleon ließ ihn 1810 hinrichten und spätestens seit dem gilt er als DER Volksheld Tirols und wird vor allem von den deutschsprachigen Tirolern sehr verehrt. (Quelle: Wikipedia).

35 - Kaiser Franz Josef Statue

Wieder ein Stück weiter in einer Ecke findet sich eine deutlich kleinere Statue des letzten großen Monarchen das Landes, Kaiser Franz Joseph I. Mit seinem Tod ging die Zeit der Großmacht Österreich-Ungarn nach dem verlorenen ersten Weltkrieg zu Ende, nachdem das Attentat auf seinen Sohn und Nachfolger Franz-Ferdinand in Sarajevo diesen Krieg erst ausgelöst hatte. Auf weitere geschichtliche Erläuterungen verzichte ich hier aber mal. 😉
Von diesem Platz aus konnten wir auch den ersten richtigen Blick auf unser eigentliches Ziel werfen: Die Bergisel Skisprungschanze am gleichnamigen Berg im Süden Innsbrucks.

36 - Tiroler Haus & Erster Blick Bergisel

Nach einigen weiteren hundert Meter Fußmarsch über eine Treppe und eine kleine Steigung standen wir schließlich vor dem Eingang der Bergisel-Schanze, die als eines der vielen Touristenattraktionen ist.

37 - Eingang zur Bergisel Schanze

Ein einheimischer Fremdenführer nahm uns hier in Empfang und brachte uns ins Innere, wo wir endlich einen ungetrübten Blick auf die Schanze selbst mit dem Landebereich der Springer,

38 - Bergisel Schanze - Landebereich

die Zuschauertribünen

39 - Bergisl Schanze - Zuschauerbereich

sowie den Auslaufbereich, in dem die Skispringer ihre Fahrt verlieren, werfen konnten.

40 - Bergisel Schanze - Auslaufbereich

Bereits hier unten wurden wir nun mit Informationen über die Geschichte dieser dieser Schanze überflutet. Ursprünglich gab es hier wohl eine natürliche Sprungschanze, die später mit einem Anlaufturm versehen wurde. Für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1933 wurde sie komplett umgebaut, stürzte 1941 aber zusammen und wurde danach komplett abgerissen wurde. Nach dem Krieg wurde die Schanze nach den ursprünglichen Plänen wieder aufgebaut und ab 1952 für die Vierschanzentournee genutzt. Für die Olympischen Spiele in den Jahren 1964 und 1976 wurde die Schanze wieder jeweils komplett um- und ausgebaut. Die heutige Konstruktion wurde von der in London ansässigen irakischen Architektin Zaha Hadid geplant und für das 50jährige Jubiläum der Vierschanzentournee 2002 realisiert und 2003 endgültig fertiggestellt. Beim Bau wurde dabei bronzezeitliche Funde getätigt, deren Ausgrabungen den Bau noch einmal verzögerten, nicht aber ganz verhindern konnte.
Nach dieser Einführung in die Geschichte der Schanze, begaben wir uns zum Schrägaufzug an der linken Seite, um nach oben zu fahren.

41 - Bergisel-Schanze - Schanzenlift

42 - Bergisel Schanze - Schanzenlift - Nahaufnahme

Ein paar Kollegen wollten nicht warten und machten sich über die unter und neben dem Aufzug verlaufenden Treppen selbst nach oben zu steigen, trotz leichten Nieselregens. Ich selbst wäre wahrscheinlich halb tot gewesen, wenn ich das versucht hätte, daher wählte ich gemeinsam mit dem Rest der Mannschaft den Lift, der uns langsam, aber sicher und trocken vorbei an der Mittelstation mit ihrer eignen Haltestelle sicher und trocken bis ganz nach oben brachte.

43 - Im Schanzenlift - Bergisel Schanze - Unterer Abschnitt

44 - Im Schanzenlift - Bergisel Schanze - Obere Station

Aus der Nähe konnte man erst richtig realisieren, wie gewaltig dieses Turm eigentlich war. Fünfzig Meter Höhe klingt vielleicht nicht viel, aber wenn man darunter steht sieht es doch sehr imposant aus. 😉

45 - Bergisel Schanze - Turm - Nahaufnahme

Nachdem wir uns kurz unterhalb des Turms umgesehen hatten, fuhren wir mit dem Aufzug bis ganz nach oben wo sich noch über dem Restaurant die Aussichtsplattform befindet. Von hier hat man einen wunderschönen Blick über Innsbruck, der uns aber leider wieder durch die tiefhängenden Wolken über den gegenüberliegenden Gipfeln etwas vehagelt wurde.

46 - Blick über Innsbruck von der Bergisel Schanze

47 - Blick über Innsbruck 2 von der Bergisel Schanze

Der Fremdenführer war mit uns hier herauf gekommen und nutzte den Blick, um uns auch noch etwas die Schanze über Innsbruck selbst zu erzählen. So ist die Bergisel die einzige Schanze weltweit, bei welcher der Skispringer beim Absprung freies Sichtfeld auf einen Friedhof, den Friedhof der Basilika Wilten, hat und dadurch an seine eigene Vergänglichkeit erinnert wird.
Nachdem wir den ersten Teil unserer Tour beendet hatten, begaben wir uns zur Mittelstation, wo man Seminarräume für uns vorbereitet hatte, in denen wir das eigentliche Firmenseminar abhielten. Wir waren ja nicht nur zum Vergnügen hier. Unterbrochen wurde das Ganze nur durch eine kleine Kaffepause, bei der Kuchen und kleine Häppchen gereicht wurden.

48 - Kaffepause in der Mittelstation - Bergisel Schanze

Nach Ende des Seminars war es auch schon Zeit für die Mittagspause, die im Turmrestaurant der Schanze stattfinden sollte. Von einem kleinen Seitenbalkon, der auch als Raucherinsel genutzt wurde, hatte man dort einen direkten Blick auf den eine Etage unter uns liegenden Sprungbereich der Schanze. Ich ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich noch deutliche näher dort heran kommen würde.

49 - Blick auf den Sprungbereich vom Turmrestaurant - Bergisel Schanze

Doch zuerst ging es mal an mittägliche Schlemmen, das mit einer Karottenschaumsuppe eingeleitet wurde.

50 - Karottenschaumsuppe - Restaurant Bergisel Schanze

Sehr sahnig, deutliches Karottenaroma aber trotz der Sahne auch sehr dünn – als Vorspeise aber ausreichend.
Als Hauptgericht standen ein vegetarisches Gericht, ein Hausgemachter Schlutzkrapfen mit brauner Butter und Parmesan oder Tiroler Geröst’l vom Tafelspitz mit Spiegelei und Schnittlauch zur Auswahl. Ich entschied mich natürlich für das Geröst’l.

51 - Tiroler Geröstel mit Tafelspitz & Spiegelei - Restaurant Bergisel Schanze

Wo soll ich anfangen? Die Bratkartoffeln hätten knuspriger sein können, während da Fleisch in Form des Tafelspitz teilweise wieder zu knusprig gebraten war. Und Eigelb des Spiegelei war leider nicht mehr flüssig, was ich schade fand, denn ich liebe es das Geröst’l mit dem zerlaufenen Eigelb als Saucenersatz zu garnieren. Aber das ist natürlich jammern auf hohem Niveau, denn es war prinzipiell gut, aber nicht perfekt.
Als Nachtisch gab es wieder einheitlich einen Becher Coup Dänemark aus Vanilleeis mit Milchschokoladensauce, Sahne und einer Waffel.

52 - Coup Dänermark - Vanilleeis & Schokoladensauce - Restaurant Bergisel Schanze

Gab es natürlich nichts daran auszusetzen. Ich fand nur die Verwendung von Milchschokolade in einer Schokoladensauce ungewöhnlich, in Deutschland ist man hier ja eher dunkle Schokolade gewöhnt. Aber wir waren ja auch nicht in Deutschland… 😉
Nach dem Mittagessen begaben wir uns alle eine Etage tiefer, wo man uns Zugang zum Allerheiligsten der Schanze gewährte: dem Absprunbereich. Und es wurde derzeit sogar trainiert, denn auch im Sommer und Herbst ist dieser Bereich dank vereisbarer Schienen und durch mit Wasser gesprengten Matten im Landebereich nutzbar. Ein ehemaliger Profispringer erwartete uns hier und erzählte uns einiges über den Skisprung selbst, die Ausbildung des Nachwuchs, die verschiedenen Arten und Sprungschanzen die es gibt: (von groß nach klein) Flugschanze, Großschanze, Normalschanze, Mittlere Schanze und Kleine Schanze. Bergisel ist eine Großflugschanze, von der nächste höheren Kategorie der Flugschanze gibt es nur 4 Exemplare in Planica in Slowenien, in Vikersund in Norwegen, am Kulm in Bad Mitterndorf in Österreich und schließlich noch die Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf in Deutschland. Das Trainieren von Skiflugschanzen außerhalb des Wettbewerbs ist übrigens untersagt, da die Verletzungsgefahr durch Winde zu hoch ist. Profis trainieren auf Groß- und Normalschanzen, während der Nachwuchs auf kleineren und mittleren Schanzen lernt. Es gibt übrigens weniger als 700 aktive Profis der gesamten Welt, es handelt sich also um eine ziemliche Randsportart.
Während wir den Ausführungen lauschten, machte sich einer seiner jüngeren Kollegen etwas weiter unten bereit einen Sprung zu wagen.

53 - Bergisel-Schanze - Springer macht sich fertig 54 - Bergisel -Schanze - Springer macht sich fertig 2
55 - Bergisel-Schanze - Springer auf dem Balken 56 - Bergisel-Schanze - Auf dem Weg zum Sprung

Nach umfangreichen Ausführungen rund um die theoretischen und praktischen Gesichtspunkte des Skisprung-Sports durften wir hinunter zum sogenannten Schanzentisch, das ist der Bereich am Ende der Schanze von dem die Springer abheben. Dieser verläuft übrigens waagerecht, denn würde er nach oben geneigt sein, würden die Springer einen Salto machen und das im Skisprung nicht erwünscht. Bevor wir hinauf stiegen, konnten wir einen Blick auf die Matten im Landebereich werfen, die aus lauter Fransen zu bestehen scheinen – wahrscheinlich um im Sommer besseres Gleiten zu gewährleisten.

58 - Bergisel-Schanze - Matten im Landebereich

Hier befindet sich auch eine kleine Digitalanzeige, welche die Geschwindigkeit beim Absprung anzeigt.

57 - Bergisel-Schanze - Absprunggeschwindigkeit

Schließlich stiegen wir alle auf den Schanzentisch und verteilten uns, wobei wir ständig darauf hingewiesen wurden bloß nicht über die Absperrung zu greifen und dem Springer in den Weg zu kommen.

59 - Bergisel-Schanze - Sprungtisch

Wenig später rauschte Skispringer dann in einem beachtlichen Tempo an uns vorbei:

Wirklich sehr sehenswert und beeindruckend – unbedingt mit Sound ansehen.
Vom Schanzentisch fuhren wir wieder herunter bis in den Bereich der Zuschauertribünen, von wo aus wir noch einmal einen Sprung bis in den Landebereich hinein ansehen konnten.

So nah war ich bisher noch nie an so einem sportlichen Event – auch wenn es sich hier natürlich nur um Trainingssprünge handelte.
Der Springer kam dann noch einmal zu uns und beantwortete weitere Fragen.

60 - Erläuterungen vom Springer - Bergisel-Schanze

Und der Mann hatte wirklich Ahnung, das muss man ihm lassen. Von Konstruktionsmerkmalen der Skisprung-Skier über spezielle Kleidung, Polster in den Schuhen, spezielle Ski-Bindungen konnte er alle Unklarheiten beseitigen. Respekt – ein wirklicher Kenner.
Mit diesem Vortrag war unser Ausflug Bergisel-Schanze beendet. Wir begaben uns zurück zum Bus und wurden zurück ins Hotel gebracht, wo wir etwas mehr als eine Stunde Zeit hatten uns ein wenig frisch zu machen und auszuruhen.
Gegen 18:00 Uhr trafen wir uns vor dem Hotel und fuhren mit dem Bus aus dem oben liegende Mutters in das etwas weiter unten im Tal gelegene Natters, genauer in das dort gelegene Wirsthaus Nattererboden.

61 - Wirtshaus Nattererboden - Nattern

Dort wurden wir mit Sekt und Orangensaft begrüßt und durch die Wirtin willkommen geheißen. Sie erzählte etwas über die Geschichte das Gasthauses, deren Versuche nachhaltig zu wirtschaften, über den beim Renovierungsarbeiten entdeckten Brunnen, den wohl mal Jesuiten eines einstmals hier ansässigen Stifts gegraben hatten

62 - Jesuiten-Brunnen - Wirtshaus Nattererboden

und über die Tiere, die sie am zum Wirtshaus gehörenden Bauernhof hielten, darunter einige seltene Rassen und ein gerade wenige Wochen altes weißes Eselsfohlen. Dann lud sie uns ein die Tiere zu zu besichtigen.
Am Brunnen vorbei gingen wir zu einem kleinen Gatter neben dem man bereits Hasen und Meerschweinchen in einem umzäunten Gehege sehen konnte. Etwas weiter befand sich schließlich ein Stall mit Ziegen und Schafen.

63 - Ziegen & Schafe - Wirtshaus Nattererboden

Am Kopfende des kleinen Hofes sahen wir ein offenes Gatter, in dem sich zuerst zwei Wollschweine tummelten, von denen eins aber – wohl aus Furcht vor den Menschenmassen – schnell ins Scheuneninnere verschwand, während das andere, größere Tier seelenruhig weiter den Boden nach Futter absuchte.

64 - Wollschwein - Wirtshaus Nattererboden

In einem Stall, in dem sich auch Shetland-Ponys und Mulis herumtrieben, fanden wir dann schließlich auch das weiße Eselsfohlen mit seiner gleichgefärbten Mutter. Verständlicherweise hatten sie sich erst einmal in eine Ecke des Stalls zurückgezogen.

65 - Weißes Eselfohlen - Wirtshaus Nattererboden

Recht schnell verlor es aber seine Furcht und nährte sich, natürlich von der Mutter begleitet, den unbekannten Besuchern und ließ sich auch aus der Nähe betrachten.

66 - Weißes Eselfohlen 2 - Wirtshaus Nattererboden

67 - Weißes Eselfohlen 3 - Wirtshaus Nattererboden

Langsam wurden wir dann aber auch hungrig und begaben uns zurück ins Wirtshaus, um unsere dortigen Tische zu besetzen und Essen zu bestellen. Die Speisekarte war recht umfangreich und beinhaltete viele Interessante Gerüchte der lokalen Küche, aber der Gros entschied sich dann doch für das Angebot des Tages in Form eines Hirschbratens in Pilzsauce, den wir allerdings verschiedentlich variierten und mit Broccoli oder Rotkraut sowie Nudeln, Spätzle oder Semmelknödeln bestellten. Bis das Essen fertig war, sollte noch die eine oder andere kleine Vorspeise serviert werden.
Nachdem alle bestellt hatten, bemerkte irgend jemand dass das erste Mal seit unserer Ankunft in Tirol die Wolkendecke aufgebrochen war und man die umgebenden Gipfel sehen konnte, was viele von uns – mich eingeschlossen – noch einmal bewog für ein paar Schnappschüsse nach draußen zu gehen.

68 - Gipfelblick - Wirtshaus Nattererboden

69 - Gipfelblick 2 - Wirtshaus Nattererboden

Kurz nach unserer Rückkehr an den Tisch wurden dann auch schon die ersten Vorspeisen serviert: Zum einen ein Carpaccio vom Wild mit marinierten Pfifferlingen und Ruccola

70 - Caprpaccio vom WIld - Wirtshaus Nattererboden

Außerdem brachte man paniert gebackene Bovist-Pilze, die mit einer Art hausgemachter Remoulade serviert wurden. Außerdem gab es mehrere Schälchen frisch getoastetes Toastbrot.

71 - Panierter Bovist - Wirtshaus Nattererboden

Das musste ich natürlich alles probieren. 😉

72 - Vorspeise Bovist, Carpaccio & Toastbrot - Wirtshaus Nattererboden

Während ich den Bovist wirlich sehr schätzte, konnte ich mich mit dem Capraccio vom Wild nicht ganz so anfreunden. Meinen Kollegen schmeckte es vorzüglich und es blieb auch nichts übrig, aber mir sagte das leicht säuerliche Aroma, wohl von irgend einem Essig nicht so zu. Geschmäcker sind eben verschieden.
Nachdem die Vorspeisen abgeräumt waren, brauchten wir glücklicherweise nicht mehr allzu lange warten bis schließlich das Hauptgericht serviert wurde.

73 - Roast Venison with dumpling & mushroom sauce / Hirschbraten in Pilzsauce mit Semmelknödel - Wirtshaus Nattererboden

Eigentlich hatte ich zum Hirschbraten Rotkohl anstatt Broccoli bestellt, doch bevor ich mich beschweren konnte brachte man zusätzlich für alle noch riesige Schüssel Apfelrotkraut hinein uns stellte sie auf den Tisch, so dass sich jeder nach eigenem Gutdünken davon nehmen konnte.
Wie man sieht war das Hirschfleisch so sanft gegart, dass es innen noch schön rosa war, wobei das Fleisch sich als wunderbar zart erwies und regelrecht auf der Zunge zerfiel. Dazu gab es wunderbar knackig gedünstetes, frisches Broccoli, einen riesigen, sehr gelungenen Semmelknödel aber leider etwas wenig einer überaus leckeren Pilz-Sauce. Doch wenig später brachte man noch eine Schüssel mit weiterem Fleisch und viel Sauce, so dass man sich auch hier jederzeit Nachschlag holen konnte.
Ich war danach eigentlich mehr als nur satt, aber nicht alle an meinem Tisch schienen der selben Meinung, daher wurde noch eine große Portion frisch zubereiteter Kaiserschmarrn bestellt, der mit Fruchtkompott serviert wurde.

74 - Dessert Kaiserschmarrn - Wirtshaus Nattererboden

Nach dem Essen wurde noch ein wenig geschwätzt und gelacht, dann erwartete uns der lokale Führer für die geplante Fackelwanderung. Ich hatte ihn bereits mehrmals an der Bar des Wirshaus gesehen, wo er schon das eine oder andere Bierchen gezischt hatte. Daher war es nicht verwunderlich dass er bereits leicht einen im Tee hatte, als er uns vor dem Haus versammelte und mit leicht schwerer Zunge die Anweisungen zum Fackeln anzünden gab.

74 - Fackelwanderung

Scherzhaft schlossen wir insgeheim Wetten ab ob wir nicht vielleicht doch in Kufstein, Salzburg oder Linz landen würden, wenn wir ihm folgen würden. Natürlich durfte der Scherz nicht fehlen, dass Deutsche die einem österreichischen Führer folgen meist nichts Gutes erwartet. Aber das bitte ich im Nachhinein damit zu entschuldigen, dass wir ja auch nicht ganz alkoholfrei gespeist hatten. 😉 Entgegen allen wurden wir aber sicher und ohne Umwege direkt zurück zum Hotel gebracht, wo wir uns einen Wassereimer bringen ließen um die Fackeln zu löschen.
Leider war die kleine Bar im Nebengebäude, die wir gestern okkupiert hatten, heute durch eine Hochzeitsgesellschaft belegt. Daher zogen wir uns zum Abschluss des Tages in das Restaurant zurück, in dem auch am Morgen das Frühstück serviert worden war. Dort genossen wir noch das eine oder andere hopfenhaltige Kaltgetränk, aber man merkte allen an dass sie nach all der Lauferei etwas geschlaucht waren. Daher endete der Abend dieses Mal deutlich früher, kurz nachdem der Chef die Rechnung bezahlt und verkündet hatte, dass alle weiteren Getränke nun auf eigene Rechnung gehen. Doch trotz des für meinen Geschmack etwas zu schnellen Endes muss ich zugeben dass wir einen erlebnisreichen und lehrreichen Tag hatten.
Am nächsten Tag sollte der Bus um 9:00 Uhr zur Heimreise aufbrechen. Ich war bereits gegen 7:30 Uhr wach, duschte in Ruhe und ging dann zum Frühstück nach unten, wo bereits viele meiner Kollegen anwesend waren. Am Buffet war dieses Mal nicht so viel los, so dass ich mal ein paar Fotos schießen konnte, um dem geneigten Leser einen kleinen Überblick über das Angebot zu geben.

75 - Frühstücksbuffet - Hotel das MEI - Mutters

76 - Frühstücksbuffet 2 - Hotel das MEI - Mutters

Rein aus Gewohnheit begann ich mein Frühstück wieder mit meiner traditionellen Kombination aus Rührei, Bacon und Würstchen. Dieses Mal gab es aber zumindest was die Temperatur anging nichts auszusetzen. Wie man das Rührei allerdings so intensiv dunkelgelb bekommen hat erschloss sich mir nicht so ganz – keine Ahnung ob hier nicht doch Kurkuma oder irgend ein anderes Mittelchen verwendet worden war.

77 - Frühstück - Rührei, Speck & Würstchen - Hotel das MEI

Da wir eine lange Fahrt vor uns hatten, wollte ich mich natürlich entsprechend stärken und nahm mir noch einen zweiten Teller, dieses Mal mit einem Laugenbrötchen, etwas Salami sowie Kochschinken.

78 - Frühstück 2 - Laugensemmel, Salami & Kochschinken - Hotel das MEI

Nachdem wir ausgecheckt hatten, begaben wir uns durch einen Nieselregen zum Bus und machten uns auf den Heimweg. Und der Regen schien keinen Moment nachzulassen während wir über Kufstein und den ehemaligen Grenzübergang Kiefersfelden nach Deutschland zurückkehrten und uns nach einem kurzen Zwischenstop an der Raststätte Irschenberg schließlich München nährten. Zwar wurde der Verkehr kurz vor München noch mal etwas dichter, aber ansonsten verlief die Fahrt Ereignislos, so dass ich diesen Bericht mit unserer Ankunft an dem Ort wo wir gestartet waren und an dem unsere Autos auf uns warteten beenden kann. Ein interessanter, lehrreicher und lustiger Ausflug der mich mit einem gewissen Maß an Vorfreude auf das nächste Offsite Meeting enden lässt, über dessen Einzelheiten bestimmt auch dieses Mal bis zum letzten Moment stillschweigen bewahrt werden wird.

Melonenschälchen [07.08.2019]

Wednesday, August 7th, 2019
Melons bowl / Melonenschälchen

Heute gönnte ich mir mal ein kleines Schälchen gemischter Melonenstückchen zum Frühstück. Ich hatte es eigentlich schon vorgestern Abend gekauft, aber glücklicherweise hatten sich die Würfel von Wasser-, Honig-, Netz- und Cantaloupe-Melone im Kühlschrank wunderbar bis heute früh gehalten. Zwar bestehen diese Früchte zu 90-95 Prozent aus Wasser, bieten aber gerade deswegen eine willkommene Erfrischung an heißen Sommertagen wie heute. Außerdem beinhalten sie trotzdem viele A- und C-Vitamine sowie einen hohen Eisen-Anteil. Außerdem beinhalten sie auch die Vitamine D, E und K sowie viele B-Vitamine. Da kann man schon mal 1,81 Euro für 262g ausgeben. Einzig wegen der Plastikschale habe ich ein wenig ein schlechtes Gewissen, denn die landet natürlich im Müll, denn wir haben keine Mülltrennung für Plastik im Büro.

Chia-Quark – ein Kurzrezept

Tuesday, August 6th, 2019

Ich hatte schon seit längerem viel über die als “Super-Food” gepriesenen Chia-Samen gelesen. Chia (Salvia hispanica) ist eine aus Mittelamerika stammende Pflanzenart aus der Gattung des Salbei, deren Samen – ein Pseudogetreide – bereits vor 5000 Jahren durch die dortigen Ureinwohner als Nahrungsmittel genutzt wurden und die vor allem durch ihre Inhaltsstoffe hervorstechen. So enthalten sie fünfmal soviel Kalzium wie Milch und übertriffen beim Eisengehalt Spinat bei weitem. Außerdem sind sie reich an Antioxidantien wie Phenolsäure, deren Wirkstoffen man nachsagt im menschlichen Körper als Radikalfänger die Zellen zu schützen. Daher entschied ich mich dazu mir mal welche davon zu besorgen und sie zu probieren.

00-Chia-Samen

Man kann sie zwar theoretisch auch trocken verzehren, mir erschien es aber sinnvoll sie vorher etwas Quellen zu lassen. Und Chia-Samen können viel Flüssigkeit in sich aufnehmen, was sie besonders sättigend macht – und das bei 34g Ballaststoffen auf 100g, was zusätzlich Verdauungsfördernd wirkt.

Für eine Portion brauchen wir also:

  • 15g Chia-Samen
  • 150g Magerquark
  • 50ml Milch (plus ein weiteren Schuss)
  • 1-2 Teelöffel Honig zum süßen
  • Früchte nach Wahl als Garnitur
  • Ich maß mir also 50ml Milch ab und gab 15g Chia-Samen hinein – das entspricht dann auch gleich der empfohlenen maximalen Gesamtaufnahme pro Tag,
    01 - Chia-Samen in Milch geben / Add chia seeds to milk

    anschließend empfiehlt es sich das Ganze sofort umzurühren, damit es nicht zu Klümpchenbildung kommt.
    02 - Sofort gründlich verrühren / Stir well immediateley

    Das Ganze lassen wir dann abgedeckt im Kühlschrank für eine Stunde quellen.
    03 - Abgedeckt quellen lassen / Let soak covered

    Nach einer Stunde haben die Chia-Samen ihr Volumen vervielfacht und die Milch fast komplett in sie aufgenommen, so dass wir eine leicht stichfeste Masse vor uns haben.
    04 - Chia-Samen gequollen / Chia seeds soaked

    Nun geben wir den Magerquark hinzu,
    05 - Quark addieren / Add curd

    addieren einen kleinen Schuss Milch
    06 - Schuss Milch dazu geben / Add pinch of milk

    und verrühren alles gründlich miteinander
    07 - Gründlich verrühren / Stir well

    wobei wir es nach Bedarf mit etwas Honig süßen können.
    08 - Mit Honig süßen / Sweeten with honey

    Anschließend können wir das Ganze mit ein paar Früchten, z.B. Heidelbeeren, Himbeeren und Banane, garniert servieren und genießen.
    09 - Chia curd - Served / Chia-Quark - serviert

    Die Samen selbst haben kaum Eigengeschmack, aber wirken dank ihrer Quelleigenschaften tatsächlich als überaus sättigend. Außerdem geben sie dem Quark zusätzlich einen gewissen Biss. Sehr lecker. In Kombination mit frischen Früchten ein wahrer Genuss und eindeutig gesünder als die mit Industriezucker vollgepumpten Quarks und Joghurts aus dem Supermarkt. Zwar benötigt es ein wenig Vorbereitung, aber das bisschen Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt.

    10 - Chia curd - Side view / Chia-Quark - Seitenansicht

    Pute-Ei-Sandwich [19.07.2019]

    Friday, July 19th, 2019
    Turkey Egg Sandwich

    Gemeinsam mit den Wraps von gestern hatte ich mir im selben Supermarkt vorgestern Abend auch ein Pute-Ei-Sandwich gekauft. Haltbar war dies lt. Herstellerangaben zwar noch mit zum ersten August, aber bei Gerichten mit Ei, auch wenn sie gekühlt gelagert werden, bin ich eher vorsichtig. Daher entschloss ich mich dazu es mir heute morgen als Frühstück mit ins Büro zu nehmen. Neben zahlreichen Putenbrustschinken-Scheiben und Eier-Scheiben fand sich außerdem noch offensichtlich gegarte oder eingelegte Paprikastückchen und ein Remouladen-Quarkaufstrich den beiden Weizenmehl-Sandwichscheiben, was ein Gesamtgewicht von 185g ergab. Den Belag konnte man also als durchaus großzügig bezeichnen, aber bei einem stolzen Preis von 2,99 Euro hatte man das auch verlangen können. Nur schade dass der Belag nicht gleichmässig verteilt war, sondern sich im Zentrum des Sandwiches konzentrierte – was wahrscheinlich auch damit zusammenhing dass im Sichfenster der Umverpackung genau dieser Bereich sichtbar war. Und obwohl schon mehrere Tage alt, erwies sich das Brot noch als angenehm frisch und saftig, was aber wohl auch daran lag dass es in einer luftdichten Plastik-Umverpackung und wahrscheinlich unter “Schutzatmosphäre” ausgelifert worden war.

    Tukey-Egg-Sandwich - Packing

    Und mit 481 kcal auch nicht gerade ein leichter Genuss, da hätte ich auch zur Leberkässemmel greifen können. Geschmeckt hats aber trotzdem, auch wenn Weißbrot natürlich wenig wirklichen Nährtwert besitzt. Je mehr man sich mit der Thematik beschäftigt, desto komplizierter werden auch so einfache Dinge wie essen – es ist ja vieles Ungesund und sogar in größeren Mengen schädlich. Manchmal wünsche ich mir die Zeit zurück, in der man einfach nur das gegessen hat was einem geschmeckt hat. 😉

    Pulled Pork Tortilla Wraps mit Honig-Senf-Sauce [18.07.2019]

    Thursday, July 18th, 2019
    Pulled Pork Tortilla Wraps with honey mustard sauce

    Als ich gestern ein paar Einkäufe in einer lokalen Rewe-Filiale erledigte, stieß ich unter anderem mal wieder auf die dort angebotenen Tortilla-Wraps der Firma City Farming. Der Preis von 2,99 Euro für 2 Wraps á 100g lässt mich zwar immer etwas zurückschrecken, aber die Sorte Pulled Pork in Honig-Senf-Sauce kannte ich noch nicht und mir war gerade mal danach, daher landete so ein Päckchen dann doch mal ausnahmsweise in meinem Einkaufskorb, um am folgenden Morgen als Frühstück verzehrt zu werden. Von der gleichen Firma hatte ich schon mal die Sorten Chicken Kale (Hähnchen-Grünkohl) und Chicken Sweet Chili hier vorgestellt und für gut befunden. Und auch die Variante mit Pulled Pork erwies sich als nicht allzu schlecht. Hätte zwar gerne etwas mehr Fleisch zwischen Paprika und Endivchensalat sein können und das Verhältnis von Füllung zu Tortilla verschlechtertet sich zusehens je weiter man sich beim Verzehr dem Boden nährte, aber insgesamt musste ich diese Wrap-Zusammenstellung dann doch als recht lecker befinden. Dennoch: Eigentlich schon fest zu viel für ein leichtes Frühstück, aber immer noch leichter als eine Leberkäs- oder Fleischpflanzerl-Semmel. Aber die Unterschiede sind kleiner als man denkt. Die Wraps haben pro 100g (also pro Stück) 205kcal, also insgesamt 410kcal, eine durchschnittliche Leberkässemmel liegt bei etwa 520kcal. Hatte wirklich gedacht der Abstand wäre deutlich größer, aber so kann man sich eben irren.

    Pflaumenmus, Scheibenkäse, Mischbrot & Brötchen [13.04.2019]

    Saturday, April 13th, 2019
    Pflaumenmus, Scheibenkäse, Mischbrot & Brötchen - Poliklinik Biedersteiner Straße

    Heute war es nun endlich soweit dass ich wieder nach Hause konnte. Das hieß dass ich hier in der Poliklinik in der Biedersteiner Straße nur noch das Frühstück mitnehmen konnte. Und das war dieses mal wirklich sehr seltsam gemischt, denn man hatte zwei Scheiben Käse mit Pflaumenmus kombiniert – zwei Zutaten die ich normalerweise nicht unbedingt zusammen verzehren würde. Dazu gab es zwei Scheiben Mischbrot und eine Kaisersemmel. Außerdem ein Tütchen Kakao, den Kaffee musste ich mir wie üblich selbst holen. Das Mischbrot war leider bereits etwas abgestanden, aber es reicht mit Butter bestrichen dazu, als Sättigungsunterlage für die beiden Scheiben Käse zu dienen. Das Brötchen war dem Pflaumenmus vorbehalten, das sich zwar als leider sehr süß erwies, aber in Kombination war alles mehr als ausreichend um den morgendlichen Hunger, der jetzt um 7:20 Uhr noch nicht ganz so groß war, zu stillen. 😉

    Konfitüre mit Brötchen, Pangasius in Dillsauce & Schwarzbrot mit Wurst [12.04.2019]

    Friday, April 12th, 2019

    Um kurz nach 7:00 Uhr am Morgen servierte man uns hier im Poliklinikum in der Biedersteiner Straße bereits das Frühstück. Leider war mit meiner Bestellung von gestern etwas schief gegangen, denn ich hatte eigentlich Ansbacher Schinkenwurst bestellt, man servierte mir jedoch Himbeer-Konfitüre gemeinsam mit Exquisa Frischkäse. Dazu zwei Scheiben Mischbrot und ein Brötchen.

    Jam, bun & brown bread / Konfitüre, Brötchen & Mischbrot - Poliklinik Biedersteiner Straße

    Auch wenn ich nicht der allergrößte Fan von süßem Frühstück bin, lehne ich es auch nicht kategorisch ab. Und Frischkäse lässt sie ähnlich wie Quark wunderbar mit Konfitüre kombinieren. Das Brötchen war zwar schon knusprig, das Innere schob sich aber beim Aufschneiden zusammen, was ein Hinweis dass es sich hier um ein Industriebrötchen und keine echtes Bäckerbrötchen handelte. Aber damit konnte ich gut leben. Dazu gab es Kaffee, der übrigens den ganzen Tag über im Vorraum bereit steht.
    Das Mittagessen kam um etwa viertel nach zwölf. Und hier hatte man dieses Mal alles richtig aus meiner Bestellung übernommen. Man hatte an die Vorsuppe, eine Spargelcremesuppe (unten rechts) gedacht, als Hauptgericht gab es Pangasius mit Reis und Broccoli, dazu Dillsauce (oben rechts im extra Behälter), zum Nachtisch gab Quark mit karamellisierten Apfel und für den Hunger am Nachmittag einen Krapfen.

    Pangasius in dill sauce with rice & broccoli / Pangasius in Dillsauce mit Reis & Broccoli

    Das wohl gedämpfte Pangasiusfilet war sehr zart geworden und dabei angenehm saftig, wobei es sein Aroma wunderbar behalten hatte. Die Sauce in einem Extra Behältnis zu servieren war dabei gar nicht mal so dumm gewesen, denn so konnte sich der Esser seine gewünschte Menge nach eigenem gutdünken portionieren und der Fisch wurde nicht von Anfang an in mild-würzigen und cremigen Dill-Sauce ertränkt. Ich zum Beispiel verwendete auch einen Teil der Sauce, um den locker körnigen Reis etwas zu binden. Da gab es nichts zu meckern, ebensowenig wie am wohl ebenfalls gedünsteten Broccoli, das trotz seines Aussehens noch angenehm Biss besaß. Die Spargelcremesuppe bestand schließlich zwar ausschließlich aus Flüssigkeit, es fanden sich keine Spargelstückchen oder ähnliches in ihr, aber geschmacklich gab es nichts daran zu kritisieren. Der feste, nur mäßig gesüßte Quark bekam schließlich einen Großteil seines Fruchtaromas durch seine karamellisierten Apfelstückchen und bildete einen gelungenen Abschluß des Mittagsmahls. Und den kleinen Krapfen oder Berliner mit seiner Marmeladefüllung hob ich mir für den kleinen Hunger am Nachmittag auf.
    Das Abendessen kam schließlich heute etwas später als gestern, erst um etwa 17:30 Uhr, doch das war nicht weiter schlimm, denn des Hungers stirbt man hier mit Sicherheit nicht – auch wenn ich so etwas wie einen Shop oder eine kleine Cafteria, in dem sich die Patienten zusätzlich etwas kaufen können, umsonst gesucht habe. Auch hier stimmte das servierte mit meiner Bestellung vom Vortag überein: Putenjagdwurst mit Salat und Senfgurke, Schwarzbrot, Sellerie-Salat mit Walnuss und eine zusätzliche Scheibe Pilz-Mortadella. Außerdem hatte man mir noch einen kleinen Baby-Belle Käse mit aufs Tablett getan. Insgesamt als mehr als genug um satt zu werden.

    Sausage, black bread & cole slaw / Wurst, Schwarzbrot & Krautsalat - Poliklinik Biedersteiner Straße

    Das winzige Stück Senfgurke, das beim Salatblatt lag, hätte zwar gerne etwas größer sein können, aber davon abgesehen gab es nichts was an diesem überaus gelungenen Abendessen zu kritisieren sei. Nur vielleicht das fünf Scheiben Wurst für vier Scheiben Brot nicht ganz aufgehen. 😉 Qualitativ gab es aus meiner Sicht hier nichts auszusetzen.
    Mal sehen, wenn alles gut geht brauche ich morgen nur noch über das Frühstück zu berichten, dann kann ich vielleicht auch schon wieder nach Hause. Würde mich freuen, ich werden natürlich darüber schreiben sobald ich mehr dazu weiss…

    Fleischpflanzerlsemmel [03.04.2019]

    Wednesday, April 3rd, 2019
    Meatball bun / Fleischpflanzerlsemmel

    Da heute morgen die Schranke zum Parkplatz am Nebengebäude in dem mein Büro liegt nicht funktionierte und ich mich daher auf den Parkplatz am Hauptgebäude parken musste, begab es sich dass ich auf dem Weg zu besagtem Nebengebäude am Bistro unseres Betriebsrestaurants vorbei kam. Dabei stieg mir der Geruch von Leberkäse, Frikadellen und was sonst dort noch so alles köchelt in die Nase und ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, mir eine Fleischpflanzerlsemmel zum Frühstück zu besorgen. Die Frikadelle sah zwar recht dunkel aus, aber was was Konsistenz und Geschmack anging gab es nichts an diesem lauwarm servierten Fleischklumpen auszusetzen: Er war saftig, locker und gut gewürzt. Und auch die Kaisersemmel in erwies sich als angenehm frisch und knusprig. So konnte ich äußerst schmackhaft gestärkt in den heutigen Arbeitstag starten… 😉