Gefülltes Kraut [02.02.2013]
2.02.2013 17:58 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Heute fiel die Wahl für das Mittagsmahl auf einen deutschen Klassiker, der nicht nur in der nordhessischen Küche sehr verbreitet ist: Gefülltes Kraut. Hauptzutaten sind Weißkohl, Wirsing und fertig gewürztes Hackfleisch, meist vom Schwein. Wirsing und Weißkohl werden zuerst gereinigt, zerteilt und in Salzwasser gekocht und dann in einer ausgefetteten Auflaufform in der Reihenfolge Kohl/Wirsing, Hackfleisch und eine weitere Lage Weißkohl und Wirsing geschichtet, gewürzt, mit grob zerkleinertem Speck garniert und dann im Ofen überbacken. Dazu passen Salzkartoffeln und eine Sauce nach Art Hollandaise.
Der so entstandene Auflauf lässt sich, ähnlich wie eine Torte, einfach in Stücke zerteilen und kann dann mit einigen, am besten vorher zerdrückten Salzkartoffeln und einer großzügigen Schöpfkelle Sauce nach Art Hollandaise serviert werden.
Gerade bei einer größeren Anzahl von Gästen ist dieses Gericht eine nicht nur sehr schmackhafter, sondern auch mit weitaus weniger Aufwand in größeren Mengen anzufertigende Alternative zur Kohlroulade, weswegen man es auch gerne spöttisch als “Kohlroulade für Faule” bezeichnet. ![]()
Ich persönlich halte diese Zubereitung, die man übrigens auch – je nach eigenem Geschmack – auch noch gerne mit etwas Kümmel garnieren kann, immer wieder für einen Genuss. Nicht nur in der typischen Kohlzeit ein nicht nur sättigendes, sondern auch überaus leckeres Gericht. Detailliertes Rezept folgt bei Gelegenheit…

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Spitzkohlauflauf mit Lachs – das Rezept
22.01.2012 20:47 kochexperimente, kulinarisches3 Kommentare
Da ich diese Woche noch keinen Fisch gegessen hatte, wollte ich das heute endlich nachholen. Angeregt durch ein Rezept das mich per Mail erreicht hatte, entschied ich mich dazu diesen mit etwas Spitzkohl zu kombinieren. Zwar hat dieser gerade keine Saison, sondern ist eher ein Frühlingsgemüse da Spitzkohl die erste Kohlsorte ist, die im Jahr geerntet wird – aber das soll ja nicht heißen dass man es nicht trotzdem kaufen kann. Da der kleinste Spitzkohl den ich bekam noch immer etwa ein Kilo wog, sah ich mich des weiteren gezwungen gleich eine größere Portion zuzubereiten. Gemeinsam mit ein paar Kartoffeln und etwas frischen Dill war das Ergebnis ein wirklich leckeres Gericht, das ich hier mit diesem Beitrag in üblicher Form mal kurz vorzustellen.
Was brauchen wir also für 3-4 Portionen:
500g Kartoffeln – festkochende Sorte

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen,
ein Esslöffel Mehl zum binden
und etwas Butter zum Anschwitzen und zum ausfetten der Auflaufform
Beginnen wir damit die Kartoffeln als Pellkartoffen zuzubereiten indem wir sie einfach mit Schale kochen.

Dann wenden wir uns dem Spitzkohl zu. Nachdem wir ihn gewaschen und ggf.unschöne Blätter entfernt haben, vierteln wir den Kopf

und schneiden ihn dann in Streifen.

Außerdem schälen wir die Zwiebel und schneiden sie in feinere Würfel.

Sobald die Kartoffeln durchgekocht sind – ich prüfe das indem ich sie mit einer Gabel ansteche und ihre Festigkeit prüfe – gießen wir sie ab und lassen sie etwas abkühlen.

In einem großen Topf zerlassen wir dann etwas Butter und dünsten die Zwiebeln darin glasig an.

Dann geben wir den geschnittenen Kohl hinzu und braten ihn unter regelmäßigem rühren rundherum an.

Dabei fällt er recht schnell zusammen wie ich feststellen durfte. Nach etwa fünf Minuten anbraten gießen wir die Gemüsebrühe auf und lassen es für weitere 10 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln

wobei wir es kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Nach zehn Minuten wenn der Kohl gut durchgekocht ist gießen wir ihn schließlich in ein Sieb ab und fangen dabei die Brühflüssigkeit auf.

Sind die Kartoffeln so weit abgekühlt dass wir sie gefahrlos anfassen können, schälen wir diese

und schneiden sie in Scheiben.

Außerdem schälen wir natürlich die Knoblauchzehen

und waschen den Dill, schütteln ihn trocken und schneiden ihn klein.

Von der aufgefangenen Gemüsebrühe in der wir den Spitzkohl gekocht hatten messen wir etwa 180ml ab,

und gießen sie dann mit der Sahne auf.

Dann rühren wir die zwei Esslöffel Dijon-Senf ein,

würzen alles kräftig mit Pfeffer und Salz

und heben schließlich noch den Dill unter. Dann streuen wir einen bis eineinhalb Esslöffel Mehl ein um die Sauce etwas einzudicken – dabei müssen wir aber vorsichtig sein damit das Mehl nicht klumpt.

Außerdem können wir jetzt auch den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Sobald der Lachs weit genug aufgetaut ist, ich nahm schließlich die Defroster-Stufe der Mikrowelle zur Hilfe, waschen wir ihn kurz ab, tupfen ihn trocken und garnieren ihn dann mit Salz und Pfeffer.
Nun fetten wir eine Auflaufform mit etwas Butter aus und bedecken den Boden mit etwas von dem gekochten Spitzkohl.

Darauf belegen wir diesen mit einigen der Kartoffelscheiben. Im Ursprungsrezept stand dass man die Kartoffeln mit dem Kohl vermischen sollte, aber ich entschied mich dazu alles doch zu schichten.

den wir dann mit dem Rest der Kartoffeln belegen

und dann mit geriebenen Knoblauch garnieren.

Schließlich legen wir die Lachsfilets oben auf

und übergießen alles mit der Brühe-Sahne-Dill-Mischung.

Ist der Backofen aufgeheizt, schieben wir den Auflauf auf mittlerer Stufe hinein und überbacken es für 25 bis 30 Minuten.

Ich verließ mich dabei natürlich wie immer mehr auf meine Augen als auf die Uhr. Nach etwas mehr als 30 Minuten entnahm ich schließlich das fertige Gericht, wobei sich beim Öffnen der Ofentür der angenehme Geruch von erhitzten Dill in meiner Küche verbreitet.

Also machte ich mich gleich daran mir eine Portion aufzumachen und zu genießen.

Ich hatte ja zuerst befürchtet dass ich mit dem Dill etwas übertrieben hatte, doch die verwendete Menge harmonierte geschmacklich wie ich fand wunderbar mit der der Menge der Spitzkohl-Kartoffel-Mischung und natürlich vor allem mit dem Fisch. Der Senf und der anderen Gewürze, die mit gemeinsam mit der Sahne in das Gericht eingebracht worden waren rundeten das Ganz geschmacklich schließlich ab. Spitzkohl gehört ja zu den wenigen nicht blähenden Arten, wobei sich der Geschmack aber dennoch als angenehm kräftig und wohlschmeckend herausstellte. In Kombination mit dem gut durchgebratenen Fischfilet erwies sich alles als ein sowohl sättigendes als auch sehr leckeres Gericht.
Insgesamt liegt der Nährwert des gesamten Zubereitung bei 2100kcal, das heißt also dass man pro Portion mit 700kcal rechnen muss. Nicht gerade wenig, aber für ein Hauptgericht noch absolut im Rahmen wie ich finde. Ersetzt man die Sahne durch eine leichtere, 10%tige Sorte kann man noch einmal 100kcal pro Portion sparen, doch da hatte ich beim Einkauf einfach nicht aufgepasst. Aber das tat dem guten Geschmack natürlich keinerlei Abbruch, ich fand das Ergebnis dieses Rezeptes als geschmacklich sehr gelungen und kann es nicht nur den Fans von Kohlgerichten wärmstens ans Herz legen.
In diesem Sinne: Guten Appetit

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Weihnachtstafel [26.12.2011]
26.12.2011 18:24 kulinarisches, lunchtime1 Kommentar
Am zweiten Weihnachtsfeiertag begann nun das wahre Schlemmen. Nicht das die Rindsrouladen von gestern etwas schlechtes gewesen wären, aber heute wurde dann im großen Kreis mal richtig aufgetischt.
Zu Gänsebraten gab es Kartoffelklöße und Serviettenknödel sowie Rotkraut, Grünkohl mit Speckwürfeln und natürlich noch passende Sauce. Ein wahres Festmahl das sich alle schmecken ließen.
Im Gegensatz zu der mir normal bekannten Zubereitungsweise hatte man den Grünkohl dieses Mal mit etwas Sahne oder Rahm angemacht, was im ersten Moment gewöhnungsbedürftig erschien, sich dann aber doch als leckere Variante erwies. Und auch das Rotkraut war anders und etwas pikanter gewürzt als ich es selbst herstelle, aber auch das machte wirkte sich nicht unbedingt negativ aus – ich bin abweichenden und neuen Geschmackserlebnissen aber ja immer nicht abgeneigt. An den Knödeln, sowohl in ihrer reinen Kartoffelvariante als auch als Serviettenknödel (was ja einem Semmelknödel sehr nahe kommt) gab es ebenso wenig Kritik anzubringen als an den gut durchgebratenen Gänsefleisch mit der teilweise angenehm knusprigen Haut, von dem ich sowohl eine große Keule als auch etwas vom Körper probieren durfte. Eine ohne Frage sehr gelungenes Weihnachtstafel, die meinen kulinarischen Ansprüchen absolut gerecht wurde.
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Sauerbraten mit Semmelknödel & Blaukraut [16.06.2011]
16.06.2011 21:16 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Da ich ja gestern bereits Asiatisch gespeist hatte, ließ ich das Asiatische Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce und das Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln und Massaman Curry mal links liegen und wandte mein Hauptaugenmerk der regulär-westlichen Küche zu. Am kalorientechnisch Optimalsten wäre bestimmt das Bunte Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip aus der Sektion Vitality gewesen, ein Gericht das hier und hier bereits mein Tablett geziert hatte. Aber auch die Spaghetti Bolognese mit Parmesan aus der Sektion Globetrotter klang ganz verlockend – meine Erinnerungen ab dieses Angebot von hier, hier ,hier, hier und hier waren recht positiv. Aber irgendwie hatte ich noch mehr Appetit auf den traditionell-regionalen Sauerbraten mit Semmelknödel und Blaukraut, den ich erst ein Mal hier probiert hatte. Dazu nahm ich mit noch ein Becherchen Mintcreme von der Dessert-Theke.
Die beiden dünnen Scheiben marinierter Rinderbraten erwiesen sich schon mal als gute Wahl – das Fleisch war zart und relativ Fettarm. Im ersten Moment war der Geschmack der Sauce etwas sehr Sauer, aber die je mehr ich davon verzehrte desto besser schmeckte sie. Passte beides wunderbar zusammen und wurde von dem schmackhaften Blaukraut und wirklich riesigen Semmelknödel komplettiert. Zwar war der Knödel was seine Konsistenz anging vor allem in Innersten recht bissfest, das hatte jedoch keinerlei Einfluss auf den Geschmack – für einen Kantinenknödel war er absolut in Ordnung. und mit der luftig-lockeren Mintcreme hatte ich einen schmackhaften und nicht zu süßen Nachtisch, der das heutige Mittagsmahl wunderbar abschloß.
Was die Vorlieben der anderen Kantinengäste anging schienen sich die Spaghetti Bolognese und der Sauerbraten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen bei dem ich den Nudeln mit knappen Vorsprung schließlich den ersten Platz zubilligen würde. Nach dem Sauerbraten folgten schließlich auf Platz drei die Asia-Gericht und auf Platz vier das Ofengemüse. Das entsprach auch so ziemlich meinen Erwartungen – Bolognese waren bisher ja fast immer der Große Renner gewesen.
Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten mit Sauce: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: ++
Mintcreme: ++
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Gefülltes Kraut & Kartoffelspalten
3.06.2011 19:33 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Das Mittagemenu zum Freitag bestand aus etwas gefülltem Kraut und einigen in der Pfanne angebratenen Kartoffelspalten. Für das sogenannte Gefüllte Kraut schichtet man Kraut (Weißkraut & Wirsing gemischt), gewürztes Gehacktes, eine weitere Schicht Kraut und abschließend noch etwas Speck in einer Auflaufform und überbäckt alles im Backofen. Detailliertes Rezept folgt bei Gelegenheit. Ich halte diese Variante von Kraut und Fleisch für die bessere Variante zur Kohlroulade, denn hier bekommt man auf jeden Fall mehr Fleisch.
Neben Kartoffelspalten wären auch Klöße oder Kartoffelpüree als Sättigungsbeilage denkbar – und notfalls kann man es sogar so essen. Und es lässt sich auch gut vorkochen und/oder später wieder problemlos aufwärmen – geschmacklich macht das glücklicherweise so gut wie keinen Unterschied. Ein einfaches und leckeres Gericht – natürlich vorausgesetzt man mag Weißkraut und Wirsing. ![]()
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