Münchcner Tafelspitz mit Bouillionkartoffeln [09.08.2018]

Heute war mal wieder einer der seltenen Tage, an denen die Karte unseres Betriebsrestaurants nichts wirklich interessantes für mich bot. Die Parpadella mit Blattspinat und Kren bei Vitality kamen wegen meiner Abneigung gegen Kren (Meerrettich) für mich nicht in Frage, der Schweizer Wurstsalat mit Semmel bei Globetrotter lag mir ebenso wenig und die Gebackene Banane und Ananas mit Honig von der Asia-Thai-Theke waren eher etwas für ein Dessert. Blieben also noch das Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Massamannsauce oder der Münchner Tafelspitz mit Bouillionkartoffeln bei Tradition der Region. Und obwohl der Tafelspitz etwas trocken aussah, entschied ich mich letztlich doch für diese lokale Spezialität.

Munich prime boiled beef with bullion potatoes / Münchner Tafelspitz mit Boullionkartoffeln

Dass man den Tafelspitz hier ebenfalls mit Kren serviert, fiel mir erst auf als mir von dem weißen Topping der penetrante Meerrettich-Geruch in die Nase stieg, als ich mit meinem Tablett auf dem Weg zur Kasse war. Doch so eine Portion geriebener frischer Meerrettich lässt sich zum Glück einfach und schnell bei Seite legen, wenn man ihn nicht mag wie ich. Das reichlich aufgelegte, magere Rindfleisch des Tafelspitzes erwies sich dann glücklicherweise doch nicht als ganz so trocken wie befürchtet und erwies sich als brüchig, aber einigermaßen zart. In Kombination mit den mit Möhrenstreifen, Zwiebeln und etwas Lauch kombinierten Bouillionkartoffel-Würfeln gar nicht mal so schlecht, nur ein klein wenig Salz fehlte meiner Meinung noch – aber das ließ sich mit Hilfe des am Tisch bereitsstehenden Salzstreuers glücklicherweise schnell beheben. Nur für einen so heißen Sommertag wie heute war es doch etwas mächtig wie ich fand. Aber insgesamt doch eine gute Wahl.
Wir waren zwar heute etwas später als sonst in den Speisesaal gegangen, weswegen deutlich weniger Gäste als normalerweise dort anwesend waren, aber dennoch meinte ich erkennen zu können dass der Schweizer Wurstsalat mit einer Nasenlänge Vorsprung den Tafelspitz noch überrundete und sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf dem dritten Platz, nach dem somit zweitplatzierten Tafelspitz, folgten die Asia-Gerichte und die Parpadelle mit Blattspinat und Kren belegten einen guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Tafelspitz: ++
Bouillionkartoffeln: ++

Gebratener Rotbarsch an mediterranem Gemüse [08.08.2018]

Ich muss zugeben dass mein erster Blick heute natürlich den Bifteki mit Pommes frites und Tzatziki, die im Abschnitt Globetrotter der heutigen Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden waren. Aber bei der aktuellen Hitze erschien mir das Gericht dann doch zu schwer. Und auf Asia-Gerichte wie Gebratener Mienudeln mit verschiedenem Gemüse in Hoi- Sin- Sauce oder Gaeng Ped Gai – Hühnerfleisch gebraten in grüner Kokosmilchsauce hatte ich nach meinem gestrigen Ausflug in die Wok-Küche nicht schon wieder Lust. Der Bayrische Wurstgulasch mit Kartoffeln bei Tradition der Region kam zwar in die nähere Auswahl, aber letztlich entschied ich mich dann doch für den Gebratenen Rotbarsch an mediterranem Gemüse mit Kräuterbutter aus dem Abschnitt Vitality. Das war zwar bereits das zweite Fischgericht diese Woche und dann auch noch Low Carb, also ohne Kohlehydrate in Form einer Sättigungsbeilage, aber es erschien mir letztlich genau das richtige für die aktuellen Temperaturen über 30 Grad. Langsam komme ich wirklich auf den Geschmack bei den leichteren Gerichten.

Fried Redfish on mediterranean vegetables with herb butter / Gebratener Rotbarsch auf mediteranem gemüse mit Kräuterbutter

Die Kombination von Fisch mit Kräuterbutter sah ich zwar im ersten Moment etwas skeptisch, normalerweise mache ich Zitrone oder Remoulade auf meinen Fisch, während Kräuterbutter eher etwas für ein Steak ist, aber sie erwies sich entgegen meiner Befürchtungen doch als gelungene Zugabe zu dem leider etwas beim serieren zerfallenen, aber dennoch zarten uns saftigen Rotbarsch-Filets in seiner dünnen Panade. Dazu gab es eine überaus großzügige Portion eienes mit mediterranen Kräutern angemachten Gemüsemixes aus gelben und orangen Möhren, Kirschtomaten, Paprika in verschiedenen Farben, Zucchini, Aubergine und Zwiebeln. Dabei erwiesen sich die leider teilweise etwas grob geschnittenen Gemüsestückchen als noch knackig aber nicht ganz so hart wie teilweise beim süß-sauren Seelachs von gestern. Auch ohne Kohlehydrate eine überaus leckere und vor allem sättigende Angelegenheit. Ich war überaus zufrieden mit meiner heutigen Wahl.
Dass der Gros der anderen Gäste natürlich bei den Bifteki mit Fritten zugegriffen hatte, dürfte von Anfang an klar gewesen sein – womit diesem Gericht mit klaren Vorsprung der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Tages zustand. Auf Platz zwei sah ich den Wurstlgulasch, der aber nur knapp vor den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz sah. Und auch der Rotbarsch mit mediterranem Gemüse lag eng auf, konnte es aber letztlich nur einen guten vierten Platz belegen.

Mein Abschlußurteil:
Rotbarschfilet: ++
Mediterranes Gemüse: ++

Schweinesteak “Tessin” mit Bratensauce & Pommes Frites [02.08.2018]

Mein innerer Schweinehund schlug heute zur Mittagszeit mal wieder richtig heftig zu, denn eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen beim Frischen Sommersalat mit Putenstreifen und Ei zuzugreifen, der heute im Abschnitt Tradition der Region der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants angeboten wurde. Die Gefüllte Aubergine mit Ebly und Käse, dazu Quarkdip bei Vitality kam für mich weniger in Frage, da ich kein großer Freund von Auberginen bin, das Schweinesteak “Tessin” mit Tomate und Speck gratiniert, mit Bratensauce und Pommes Frites bei Globetrotter erschien im ersten Moment zu schwer und auch auf Gebackene Ananas und Banane, Gebratene Hähnchenkeule mit Gemüse in süß-sauer Sauce oder Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse in Massamannsauce verspürte ich keine große Lust. Doch als ich den Salat dann visuell sah, war ich nicht ganz so begeistert, denn er erschien mir entgegen des Sommersalat vom Dienstag eher beliebig zusammengewürfelt und die Putenstreifen sahen mir etwas trocken aus. Also entschied ich mich doch noch kurzfristig um und griff nicht etwas zu den asiatischen Hähnchenkeulen, die eigentlich auch sehr verlockend aussahen, sondern zum Schweinesteak. Und das bei Temperaturen, die wieder nahe bei 30 Grad lagen. Dennoch: Auf den Pommes durfte natürlich der Ketchup nicht fehlen und außerdem war mir noch etwas Gemüse, daher ergänzte ich das Gericht noch durch ein paar Erbsen und Möhren von der Gemüsetheke.

Pork steak "Tessin", gratinated with ham, tomato & cheese with gravy & french fries / Schweinesteak "Tessin" mit Tomate, Schinken & Käse gratiniert, dazu Bratensauce & Pommes Frites

Das Problem mit den nicht ganz so knusprigen Pommes scheint man inzwischen in den Griff bekommen zu haben, denn heute erwiesen sich die frittierten Kartoffelstäbchen als genau richtig was ihre Konsistenz anging. Nun ja, zumindest wenn es mir gelang sie zu verzehren bevor die wasserdünne und geschmacklich kaum relevante Bratensauce sie durchgeweicht hatte. Ist ja nett gemeint, um das Gericht insgesamt nicht zu trocken wirken zu lassen, aber einfach nur etwas Saucenpulver in viel zu viel Flüssigkeit zu rühren ist keine besonders elegante Lösung. Die positive Überraschung des Tages war jedoch das mit Kochschinken, Tomatenwürfeln und einem mild-würzigen Käse überbackene Schweinesteak, dass sich als ausgesprochen saftig und zart erwies. Auch wenn ich diese Attribute öfters verwende, so sehr wie heute trafen sie selten zu. Und das bei einem mageren Steak. Das Gemüse in Form von Erbsen und Möhren erwies sich letztlich dann so als eher mittelmäßig, denn die Erbsen waren noch einigermaßen knackig – was bei Hülsenfrüchten aber nicht ungewöhnlich ist – während die Möhren bereits ein klein wenig zu weich wirkten. Aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Insgesamt kein leichter Genuss, aber doch eine gute Wahl – trotz der Sommerhitze. Ich persönlich fand ja, dass die Bratkartoffeln in Scheiben wie hier noch als bessere Variante Pommes zu dem Steak Tessin passten, aber Scheiben-Bratkartoffeln gab es ja leider schön länger nicht mehr in unserem Betriebsrestaurant, nur noch angebratene kleine ganze Salzkartoffeln, vermutlich Drillinge. Eigentlich schade, aber wahrscheinlich ist der Aufwand in der Herstellung zu groß – aber ich gebe die Hoffnung auf ein Comeback noch nicht ganz auf. 😉
Obwohl der Sommersalat auch im vorderen Feld lag, war es heute natürlich das Schweinesteak, dass sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Ich bin also nicht der einzige unvernünftige an heißen Sommertagen. Nach dem somit zweitplatzierten Salat mit Putenstreifen folgten die Asia-Gerichte auf einem guten dritten Platz und die Aubergine, heute etwas abgeschlagen, auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Schweinesteak “Tessin”: ++
Pommes Frites: ++
Bratensauce: +/-
Erbsen & Möhren: +

Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf im Slow Cooker – das Rezept

Nach einigen eher schnell zuzubereitenden Gerichten wollte ich heute, nachdem ich den Pepperoni Pizza Ring von gestern bereits komplett verbraucht hatte, es mal etwas langsamer angehen lassen – und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Rezept das ich heute vorstellen möchte wird im Slow Cooker zubereitet und braucht einiges an Zeit. Gleichzeitig wollte ich mit einem Äthiopischen Hähnchen-Linsen-Eintopf einen kleinen Ausflug in die ostafrikanische Küche vornehmen. Die Zubereitung ist nicht sonderlich komplex, abgesehen von der ganzen Schnippelei um die einzelnen Zutaten vorzubereiten und dem Abmessen und Mischen der Gewürze für die selbst hergestellte Berber-Gewürzmischung besteht die meiste Zeit aus Warten. Wer jedoch auf exotische und pikante Geschmackserlebnisse steht, dem kann ich dieses Rezept vorbehaltlos empfehlen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

Für die Berber-Gewürzmischung

01 - Zutaten für Berber-Gewürzmischung / Ingredients for berbere spice blend

  • 2 Esslöffel edelsüßes Paprika
  • 1 Esslöffel geräuchertes Paprika
  • 1 Esslöffel Pul Biber
  • 1 Esslöffel Salz
  • 1/2 Esslöffel Cayenne-Pfeffer
  • 2 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 2 Teelöffel gemahlene Nelken
  • 1 Teelöffel gemahlenen Kardamom
  • 1 Teelöffel Bockshornklee
  • 1 Teelöffel gemahlener Koriander
  • 1 Teelöffel schwarzer Pfeffer
  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Piment
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 1/2 Teelöffel Muskatnuss
  • 1/2 Teelöffel granuliertes Knoblauch
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Ingwer
  • Für die eigentliche Zubereitung

    500g Hähnchenbrustfilet
    02 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breasts

    2 mittelgroße Möhren
    03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    3-4 Stangen Sellerie
    04 - Zutat Stangensellerie / Ingredient celery

    1 größere Zwiebel
    05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    3 Zehen Knoblauch
    06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    2 Esslöffel zerkleinerten Ingwer
    07 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

    1 kleinere Süßkartoffel
    08 - Zutat Süßkartoffel / Ingredient sweet potato

    1/2 Teelöffel Kardamom
    09 - Zutat Kardamom / Ingredient cardamom

    2 Teelöffel Paprika edelsüß
    10 - Zutat Paprika / Ingredient paprika

    1 Dose stückige Tomaten (400g)
    11 - Zutat stückige Tomaten / Ingredient tomatoes

    250ml Hühnerbrühe
    12 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken stock

    2 Esslöffel Butter
    13 - Zutat Butter / Ingredient butter

    Zum Abschmecken

    1 Teelöffel brauner Zucker
    13 - Zutat brauner Zucker / Ingredient brown sugar

    etwas Zitronensaft
    14 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

    sowie etwas Salz

    Für die Garnitur & als Beilage

    etwas frischen Koriander
    15 - Zutat frischer Koriander / Ingredient fresh cilantro

    Griechischer Joghurt
    16 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

    Pita-Brot (Alternativ: Fladenbrot oder Naan)
    17 - Zutat Pita-Brot / Ingredient pita bread

    Gleich zu Beginn, als ich die Berber-Gewürzmischung zubereiten wollte, musste ich beim durchforsten meiner umfangreichen Gewürzsammlung feststellen, dass ich keine gemahlenen Nelken mehr hatte. Da ich aber zum Glück noch ganze Nelken vorrätig hatte entschied ich diese einfach im Mörser zu zerstoßen.
    18 - Nelken mörsern / Grind cloves

    Sind alle Zutaten dann beisammen, können wir alle Gewürze in eine Schüssel geben
    19 - Gewürze in Schüssel geben / Put all spices in bowl

    und sie gründlich vermischen. Die Zutaten ergeben deutlich mehr als wir für dieses Rezept brauchen, aber die Berber-Gewürzmischung lässt sich problemlos über einen längeren Zeitraum aufbewahren und ist vielseitig verwendbar.
    20 - Gewürze gründlich vermischen / Mix seasonings well

    Dann beginnen wir mit dem leidigen Thema der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen wir die Möhren
    21 - Möhren schälen / Peel carrots

    und schneiden sie in mundgerechte Stücke. Ich entschied die in Scheiben zu schneiden und diese Scheiben dann noch einmal zu vierteln.
    22 - Möhren zerkleinern / Chop carrots

    Außerdem schälen und würfeln wir die Zwiebel,
    23 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    schälen auch die Süßkartoffel
    24 - Süßkartoffel schälen / Peel sweet potato

    und würfeln sie ebenfalls,
    25 - Süßkartoffel würfeln / Dice sweet potato

    schneiden die Selleriestangen in Scheiben,
    26 - Sellerie in Scheiben schneiden / Cut celery in slices

    schälen den Ingwer
    27 - Ingwer schälen / Peel ginger

    um ihn dann zu zu zerschneiden
    28 - Ingwer zerkleinern / Hackle ginger

    und schälen und zerkleinern schließlich noch die Knoblauchzehen.
    29 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    Nun lassen wir die Butter in einer Pfanne schmelzen
    30 - Butter in Pfanne erhitzen / Heat up butter in pan

    und geben zuerst die Zwiebel hinein, um sie für einigen Minuten darin anzudünsten bis die Zwiebel weich geworden ist.
    31 - Zwiebel andünsten / Braise onion

    Nach 4-5 Minuten geben wir dann auch den zerkleinerten Ingwer und Knoblauch dazu,
    32 - Ingwer & Knoblauch dazu geben / Add ginger & garlic

    dünsten ihn für weitere 2 bis 3 Minuten mit an,
    33 - Ingwer & Knoblauch andünsten / Braise ginger & garlic

    streuen dann die beiden Teelöffel Paprika, den halben Teelöffel Kardamom
    34 - Paprika & Kardamom einstreuen / Intersperse paprika & cardamom

    sowie die beiden Esslöffel unserer zuvor hergestellten Berber-Gewürzmischung ein
    35 - Berber-Gewürzmischung addieren / Add berbere spice blend

    und dünsten diese ebenfalls ein bis zwei Minuten mit an, bis sich die Gewürze und ihre Aromen etwas entfalten und beginnen zu duften. Dann schalten wir die Platte aus und stellen wir die Mischung erst einmal bei Seite.
    36 - Gewürze andünsten / Braise seasonings

    In den Slow Cooker geben wir jetzt etwas von den stückigen Tomaten,
    37 - Etwas der Tomaten einfüllen / Put in some tomatoes

    legen die Hähnchebrüste oben auf
    38 - Hähnchenbrust dazu geben / Add chicken broth

    und geben dann die restlichen Tomaten, alle anderen Zutaten wie Linsen, Süßkartoffel, Sellerie und Möhren sowie die zuvor angedünstete Mischung aus Zwiebel, Ingwer, Knoblauch und Gewürzen ebenfalls in das Behältnis und gießen alles mit der Hühnerbrühe auf.
    39 - Restliche Zutaten dazu geben & Hühnerbrühe einfüllen / Add remaining ingredients & drain chicken broth

    Nachdem wir alles ein wenig miteinander vermischt haben
    40 - Zutaten vermischen / Mix ingredients

    schließen wir den Deckel und lassen alles für 6 Stunden auf Low vor sich hin köcheln. Auf High dürfte es auch in 4-5 Stunden klappen, aber da ich das nicht ausprobiert habe, kann ich da keine Garantie geben.
    41 - Für 6 Stunden köcheln lassen / Let simmer for 6 hours

    Sind die sechs Stunden um, entfernen wir die nun durchgekochten Hähnchenbrüste aus dem Slow Cooker und zerteilen sie mit Hilfe von zwei Gabeln.
    42 - Hähnchenbrüste zerkleinern / Mince chicken breasts

    Anschließend würzen wir die verbliebene Gemüsemischung unseres Eintopfes mit dem Teelöffel braunem Zucker, bei Bedarf etwas Salz
    43 - Mit braunem Zucker abschmecken / Taste with brown sugar

    sowie dem Saft einer halben Zitrone
    44 - Zitronensaft hinzufügen / Add lemon juice

    und geben die zerkleinerten Hähnchenbrüste wieder mit hinein,
    45 - Zerkleinertes Hähnchen hinzu geben / Add shredded chicken

    die wir gründlich mit dem Rest vermischen und ein paar Minuten weiter köcheln lassen. Ich hatte leider etwas zu viel Hähnchenbrust gekauft und zubereitet, habe die Mengenangaben hier im Rezept aber entsprechend angepasst, dass die Mengen jetzt stimmen sollten.
    46 - Gründlich vermischen / Mix well

    Inzwischen können wir unseren frischen Koriander für die Garnitur waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen und zerkleinern. Außerdem halbieren wir die Pita und toasten sie etwas auf.
    47 - Koriander zerkleinern / Mince coriander

    Ist das alles erledigt, können wir unseren Hähnchen-Linsen-Eintopf endlich mit Koriander und Joghurt garniert servieren und gemeinsam mit dem noch warmen Pita-Brot genießen.
    48 - Ethiopian chicken lentil stew - Served / Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf - Serviert

    Ich hatte natürlich schon während der Zubereitung probiert und wusste, dass das Gericht überaus pikant geraten war, aber die Schärfe war nicht übermässig dominant sondern harmonierte sehr gelungen mit der Kombination aus angenehm al dente gekochten Linsen, Möhren, Süßkartoffel und Sellerie. Und auch das wunderbar zart gekochte Hähnchen passte wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition. Der Joghurt half dabei etwas, die Schärfe der Berber-Gewürzmischung zusätzlich abzumildern. Die übrigen Gewürze taten das Ihre, um dem Gericht ein angenehmes exotischen und überaus schmackhaftes Aroma zu geben. Das Warten hatte sich auf jeden Fall gelohnt, das Gericht hatte meine Erwartung mehr als nur erfüllt.

    49 - Ethiopian chicken lentil stew - Side view / Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf - Seitenansicht

    50 - Ethiopian chicken lentil stew - CloseUp / Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf - Nahaufnahme

    Guten Appetit

    Nachtrag:
    10.07.2018: Ich habe die Reste jetzt in der Mikrowelle warm gemacht und musste feststellen dass der Eintopf aufgewärmt fast noch etwas besser schmeckt als frisch gekocht. 😉

    Abgebräunter Leberkäs mit Spiegelei, Bratensauce & Röstkartoffeln [02.07.2018]

    Diese Woche fanden sich, nach den Australischen Spezialitäten in den vergangenen fünf Werktagen, wieder nurStandard-Gerichte auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. An der Asia-Wok-Theke lockte man mit Gebackene
    Frühlingsrollen
    , Asiatischen Hähnchenkeulen mit Gemüse oder Gebratenes Schweinefleisch mit asiatischem Gemüse in Austernsauce, während die reguläre, westlich orientierte Küche im Abschnitt Vitality Curryreis mit ZucchiniKarottenragout, bei Tradition der Region einen Abgebräunten Leberkäs mit Spiegelei und Bratensauce, dazu Röstkartoffeln sowie bei Globetrotter Gebratene Hähnchenbrust “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln anbot. Die Asiatischen Hähnchenkeulen klangen schon mal nicht schlecht und sahen auch recht verlockend aus, aber wenn Leberkäse und dann auch noch mit Spiegelei auf der Speisekarte steht, gibt es für mich kein Halten mehr. Ich liebe nun mal Leberkäse. Leider schien aktuell irgend ein Seminar bei uns stattzufinden, denn der Speiseraum erwies sich als Übervoll und es hatten sich vor allen drei Theken sowie an drei Kassen bereits mehr oder weniger lange Schlangen gebildet. Aber da mussten wir eben durch. Als ich endlich den Leberkäse auf dem Tablett hatte, entschied ich mich noch dazu ihn mit etwas Mischgemüse von der Gemüsetheke zu ergänzen. So ausgestattet machten wir uns auf die Suche nach einem freien Tisch, die jedoch erfolglos blieb, so dass wir letztlich an einem mit nur einer Person besetzten Tisch, natürlich nach Rückfrage, Platz nahmen und beginne konnten unsere Speisen zu verzehren.

    Browned bavarian meat loaf with fried egg, gravy & roast potatoes / Abgebräunter Leberkäs mit Spiegelei, Bratensauce & Röstkartoffeln

    Die Röstkartoffeln waren dieses Mal durchgehend fest und knackig, aber durchgekocht, aber leider fehlte bei ihnen etwas Salz, was sich aber mit dem am Tisch bereit stehenden Salzstreuer leicht beheben ließ. Das Highlight war aber die (männer-)daumendicke, angebratene Leberkäsescheibe, die zwar nur noch lauwarm war was ihren guten Geschmack aber zum Glück nicht minderte. Kombiniert mit dem Spiegelei, insbesondere dem noch flüssigen Eigelb, und der würzigen und dickflüssigen Bratensauce ein wahrer Genuss. Und auch die Gemüsemischung aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl, grünen Bohnen und etwas Kohlrabi erwies sich als gute Wahl, denn das Gemüse war noch ausreichend heiß und weder zerkocht noch matschig. Definitiv keine leichte Kost, aber immer wieder lecker.
    Der Kampf um den ersten Platz fand heute zwischen Leberkäse und Hähnchenbrust statt und es fiel mir wirklich schwer einen klaren Favoriten auszumachen. Aber unter Berücksichtigung der Teller auf den Tabletts in den Rückgabewagen, die etwas mehr Reste von Tomatensauce aufzeigten, billige ich dem Picatta Milanese diesen Platz zu. Somit landete der Leberkäse auf einem guten zweiten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und den mexikanischen Chili-Linsen schließlich auf dem vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Leberkäse: ++
    Spiegelei: ++
    Bratensauce: ++
    Röstkartoffeln: ++
    Mischgemüse: ++