Lasagne “Hawaii” – das Rezept

Wenn an häufiger kocht, sammelt sich ja doch so einiges an das man nicht ganz aufgebraucht hat. So auch bei mir, denn bei der Durchsicht meiner Schränke entdeckte ich neben einer angebrochenen Packung Lasagneplatten auch diverse Konserven wie zum Beispiel Tomaten, Ananas und Erbsen. Außerdem hatte ich noch eine Möhre im Kühlschrank, die ich dringend verbrauchen musste. Also entschied ich mich heute dazu, aus diesen Zutaten ein Gericht zu fertigen und auf der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich auf eine Lasagne “Hawaii” die mir recht lecker erschien. Zwar ist mir ganz am Ende noch ein kleines Malheur unterlaufen, aber ich werde im Rezept darauf hinweisen, daher sollte es eventuellen Nachkochern nicht passieren. 😉

Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?

10-11 Lasagneplatten
01 - Zutat Lasagneplatten / Ingredient sheets of lasagne

3 Scheiben gekochter Schinken
02 - Zutat gekochter Schinken / Ingredient ham

1 kleine Dose Ananas (240g) – ich hatte nur noch eine Dose mit ganzen Scheiben im Haus, wer sie jedoch einkauft sollte am besten gleich zu Ananasstücken greifen. Das spart einen Arbeitsschritt.
03 - Zutat Ananas / Ingredient ananas

1 kleine Dose Erbsen (200g)
04 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

350g Rinderhack
05 - Zutat Rinderhack / Ingredient beef ground meat

1 mittlere Zwiebel
06 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

200g Sahne
07 - Zutat Sahne / Ingredient single cream

1 größere Möhre
08 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

2 EL Tomatenmark
09 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

80-100g Gouda
10 - Zutat Gouda / Ingredient gouda cheese

sowie etwas Olivenöl zum braten,
etwas Butter zum ausfetten der Auflaufform
und Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir nun damit, die verschiedenen Zutaten zuzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie fein,
11 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen die Möhre und schneiden sie ebenfalls in kleine Würfel,
12 - Karotte schälen & schneiden / Peel & cut carrot

gießen die Ananas ab
13 - Ananas abschütten / Pour ananas

und zerkleinern sie falls notwendig (wer wie gesagt Ananasstücke kauft, kann sich diesen Schritt natürlich sparen)
14 - Ananas schneiden / Dice ananas

gießen die Erbsen ab
15 - Erbsen abschütten / Pour peas

und schneiden schließlich den Schinken in kleine Stücke.
16 - Schinken schneiden / Cut ham

Dann dünsten wir die Zwiebeln in einer kleinen Pfanne glasig an
17 - Zwiebel andünsten / Sweat onions

und geben das Rindergehackte mit hinzu, um es krümelig anzubraten und dabei gleich mit Salz und Pfeffer zu würzen.
18 - Gehacktes anbraten & würzen / Fry ground meat & taste

Sobald es gut durchgebraten ist, stellen wir es erst einmal bei Seite für spätere Verwendung.
19 - Gehacktes durchgebraten / Fried ground meat

Die Tomaten geben wir nun in einen größeren Topf
20 - Tomaten in Topf geben / Pur tomatoes

und erhitzen sie, wobei wir sie mit dem Schneebesen etwas zerkleinern.
21 - erhitzen und zerkleinern / heat up and mix

Anschließend geben wir die Karottenwürfel,
22 - Möhren dazu / Add carrots

die Ananaswürfel,
23 - Ananas rein / Add ananas

den Schinken,
24 - Schinken addieren / Add ham

und die Erbsen hinzu,
25 - Erbsen hinzufügen / Add peas

lassen alles kurz aufkochen und rühren dabei den ersten Löffel Tomatenmark unter.
26 - Tomatenmark unterrühren / Mix tomato puree

Dann geben wir das angebratene Rinderhack und die Zwiebeln mit in den Topf
27 - Hackfleisch in Topf geben / Add ground meat

und gießen alles mit der Sahne auf.
28 - Sahne aufgießen / Add cream

Während alles nun für fünf bis sieben Minuten vor sich hin köchelt, rühren wir auch den zweiten Esslöffel Tomatenmark ein
29 - Löffel Tomatenmark unterheben / Add and mix tomato puree

und würzen auch gleich alles kräftig mit Salz und Pfeffer sowie einem Schuss Ananassaft
30 - Würzen / Taste

bis alles den gewünschten, kräftigen Geschmack erreicht hat, was wir einfach durch probieren testen können. Dabei sollte wir auch auf den Kochgrad der Möhren achten, sie sollten einigermaßen gut durchgekocht sein.
31 - Probieren / Try

Nun können wir den Ofen auf 200 Grad vorheizen und eine Auflaufform ausfetten, deren Boden wir anschließend für besseren Halt mit etwas Sauce aus dem Topf bedecken. Dabei sollten wir aber darauf achten, möglichst kein Fleisch oder Gemüse mit zu schöpfen.
32 - Boden mit Sauce bedecken / Add some sauce

Es folgen eine Schicht Lasagne-Platten,
33 - Mit Lasagne belegen / Cover with sheets of lasagne

die wir mit einer guten, aber nicht zu dicken Schicht der Mischung aus Fleisch, Gemüse und Sauce bedecken,
34 - Mit Mischung belegen / Add sauce

Es folgen eine weitere Schicht Lasagneplatten (ich fing jetzt an etwas zu stückeln),
35 - Lasagneplatten darüber / Add lasagne sheets

eine weitere Schicht Füllmasse
36 - Weitere Schicht Mischung / more sauce

gefolgt von einer Lage Lasagneplatten
37 - Lasagneplatten hinzufügen / add lasagne sheets

und schließlich dem Rest der Fleisch-Gemüse-Mischung.
38 - Rest Mischung einfüllen / Add remaining sauce

Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, aber hier sprach das Rezept davon mit einer Lage Lasagneplatten abzuschließen und ich war natürlich so folgsam mich daran zu halten.
39 - Noch mal Lasagneplatten / Again sheets of lasagne

Dabei hatte ich jedoch übersehen dass der Autor davon sprach, zu dem nun aufzustreuenden Gouda auch noch Butterflöckchen hinzuzufügen gewesen wären, was ich jedoch nicht befolgte. Ich würde aber vorschlagen, die letzte Schicht Lasagneplatten einfach wegzulassen. Zu dem wozu die hier gezeigte Vorgehensweise führt kommen wir gleich.
40 - Mit Gouda bestreuen / Add gouda

Ist der Backofen aufgeheizt, schieben wir unsere Auflaufform dann hinein und lassen sie für ca. 40 Minuten überbacken.
41 - Überbacken / au gratin

Dann können wir sie entnehmen
42 - Lasagne Hawaii - Fertiges Gericht

und das Gericht servieren.
43 - Lasagne Hawaii - Serviert

Leider war durch die abschließende Schicht von Lasagneplatten der Käse ziemlich knusprig und fest geworden und dabei auch gleich mit der obersten Schicht Lasagneplatten verschmolzen, die daraus resultierend natürlich nicht wirklich durchgekocht waren. Darunter fand sich aber dann eine wirklich sehr gelungene Lasagnezubereitung aus Tomaten-Sahne-Sauce mit Erbsen, Schinken, Ananas und Hackfleisch, die wie ich fand geschmacklich sehr harmonierte. Vor allem die Mischung aus fruchtigen Tomaten mit dem leicht süßen Ananasstücken und dem Fleisch fand ich wirklich sehr lecker. Ich konnte also dennoch durchaus zufrieden sein.

44 - Lasagne Hawaii - CloseUp

Meiner Kalkulation nach komme ich bei den Nährwerten auf ca. 2600kcal für die gesamte Auflaufform (inkl. Käse), verteilt auf 4 Portionen wären dass dann 650kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ein wirklich sehr akzeptabler Wert wie ich finde, ich hatte da irgendwie mit weitaus mehr gerechnet. Somit kann ich auch das heutige Kochexperiment – trotz des kleinen Fauxpas mit dem Käse – durchaus als erfolg verbuchen. Das nächste Mal werde ich den Käse dann einfach auf die letzte Schicht der Fleisch-Gemüse-Masse auftragen wie ich es auch bei den vorher gefertigten Lasagne gemacht habe und dann sollte so etwas wie heute nicht mehr passieren. Zwar würden wohl auch, wie im ursprünglichen Rezept beschrieben, einige Butterflocken auf dem Käse den Effekt haben, dass dieser nicht zu knusprig wird, aber das lehne ich aus kalorientechnischen Gründen ab.

Also: Guten Appetit

Nachtrag 20.02.2012: Habe mir heute eine Portion der Reste des Hawaii-Lasagne in der Mikrowelle warm gemacht – und jetzt war der Käse schön weich und absolut essbar wie ich fand. Nachdem er abgedeckt einen Tag im Kühlschrank gelagert hatte, war er wohl etwas durchgeweicht und hatte dadurch genau die richtige Konsistenz erhalten. Somit kann ich also nicht nur bestätigen dass sich das Gericht wunderbar zum aufwärmen eignet, sondern auch die Behauptungen bezüglich des Käses zumindest teilweise relativieren. 😉

Moo Pad Praw Wan [17.02.2012]

Heute wollte ich endlich mal den Asia-Thai-Gerichten eine Chance geben. Neben den für Freitag üblichen Gebackene Ananas und Banane standen dort heute ein Gericht mit Verschiedenen Fleischsorten (Rind, Schwein, Geflügel) mit gebratenem Gemüse sowie Moo Pad Praw Wan – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce zur Auswahl. Die Angebote der regulären Küche, wo Hähnchenbrustfilet aus dem Ofen nach provenzialischer Art mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln bei Vitality, Gefüllte Pfannkuchen mit Quark an Waldbeerenragout und Vanillesauce bei Tradition der Region, Gebratener Zander in Mandelbutter mit Petersilienkartoffeln bei Globetrotter sowie natürlich das Wochen-Sonderangebot, ein gefüllter Crêpe, heute mit Spinat und Hirtenkäse sowie der üblichen Salatbeilage auf der Karte standen, nahm ich nicht in die nähere Auswahl. Und da ich große Lust auf etwas süß-saures hatte, fiel meine Wahl schließlich auf das Moo Pad Praw Wan, das ich mir mit Reis ergänzte sowie mit einem kleinen, nicht näher beschriebenen Becher von der Dessert-Theke komplettierte.

Moo Pad Praw Wan

Zuerst hatte ich ja befürchtet, dass das Gemüse, vor allem die Möhrenscheiben, wieder nicht richtig gar sein würden. Doch dies erwies sich glücklicherweise als vollkommen unbegründet. Sowohl die Möhren als auch die Zucchini, die Paprikastücke in verschiedenen Farben, das Stangensellerie, der Kohl, der Lauch sowie die reichlich vorhandenen Ananaswürfel waren was ihren Zubereitungsgrad anging genau richtig. Mit in der hell orangen, süß-sauren Sauce fanden sich außerdem noch reichlich in dünner Panade gebratene, zarte Schweinefleischstücke an denen es ebenfalls keinen Grund zur Kritik zu geben schien. Gemeinsam mit dem Reis, den ich mir wir üblich mit einem zusätzlichen Esslöffel süß-scharfer Chilisauce garniert hatte, ergab das Ganze ein wirklich leckeres und sättigendes Mittagsgericht. Nur das Dessert war nicht ganz das, was ich mir davon erwartet hatte, denn auf dem zur Hälfte mit einer Kirschzubereitung gefüllten Glas fand sich einfach nur etwas Schlagsahne, die man noch mit ein paar Schokostreuseln sowie einem halben Mintplättchen garniert hatte. Irgendwie hatte ich mir da etwas anderes wie Mousse, Pudding, Joghurt oder Quark erwartet, daher kann ich da eine volle Wertung geben. Ich bin nicht so der Sahne-Fan.
Wie Freitags üblich war zwar auch heute nicht ganz so viel im Betriebsrestaurant los, aber dennoch gelang es mir durch Beobachtung ein kleines Ranking aufzustellen. Obwohl sich der Zander in Mandelbutter großer Beliebtheit erfreute, wurde er dennoch knapp von den Asia-Gerichten überrundet und somit auf Platz zwei verdrängt. Auf Platz drei folgte die Hähnchenbrust, eng auf der gefüllte Crêpe und auf Platz fünf wie üblich die Süßspeise, die aber auch hier und dort als zusätzlicher Nachtisch genutzt wurde. Und ich bin mir Sicher dass bei der heutigen Erstplatzierung der Asia-Gerichte mit hinein spielte, dass man mal wieder ein süß-saures Gericht anbot. Aus Gesprächen meine ich nämlich zu wissen, dass bei den meisten genau diese Form der Zubereitung sich höchster Beliebtheit erfreut. Natürlich mag ich mich da irren, immerhin ist ja Fisch wie der heute Angebotene Zander auch nicht jedermanns Sache da viele Fisch automatisch mit Gräten in Verbindung bringen und dabei ignorieren dass der in dieser Location angebotene Fisch in den meisten Fällen grätenfrei ist. Aber das sind alles nur Gedankenspiele, ganz werde ich die wechselnden Vorlieben meiner lieben Mitesser wohl nie ganz verstehen… 😉

Mein Abschlußurteil:
Moo Pad Praw Wan: ++
Reis: ++
Kirschen mit Sahne: +

Spaghetti Bolognese [16.02.2012]

Die idealsten Gerichte wären heute zwar zum einen das Bunte Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip in der Abteilung Vitality und auf der anderen Seite das Asiatische Gemüse, herzhaft gebraten in Erdnußsauce von der Asia-Thai-Theke gewesen. Aber auch das Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln und Massaman Curry als weiteres Angebot der asiatischen Gerichte klang nicht schlecht. Der traditionell-regionale Gekochte Tafelspitz mit Wirsinggemüse in Meerrettichsauce, dazu Bouillionkartoffeln sagte mir wiederum nur bedingt zu, weniger wegen der Tatsache dass es sich hier sozusagen um das Hinterteil einer Kuh handelt, sondern mehr wegen des Meerettichs der nun wirklich nicht mein Ding ist. Getoppt wurde alles aber von den Spaghetti Bolognese mit Parmesan, die heute in der Abteilung Globetrotter angeboten wurde. Außerdem gab es natürlich gemäß des Wochenangebotes noch einen Crêpe, gefüllt mit Spinat-Lauch-Gemüse und Salatbeilage, aber ich hatte mich bereits für die Nudeln entschieden. Dazu nahm ich mir noch ein kleines Becherchen Bayrische Creme von der Dessert-Theke.

Spaghetti Bolognese & Parmesan

Sehr lecker kann zu den Spaghetti und vor allem ihrer Sauce nur sagen. Zwar handelte es sich hier nicht ganz um die klassische Zubereitung wie ich sie mache, ich meine nämlich dass man hier auf Knollensellerie verzichtet hatte und die Sauce war auch dünner als meine, aber dafür fanden sich neben gewürfelten Möhren auch kleine Zucchinistücke darin. Die Würzung insgesamt würde ich trotz des reichlich verwendeten Hackfleisches als eher milde und die Sauce insgesamt als recht fruchtig bezeichnen – aber das tat dem guten Geschmack ja keinerlei Abbruch. Ich bin Variationen dieses Gerichtes ja immer aufgeschlossen. Gemeinsam mit dem mild-würzigen Parmesan und den al-dente gekochten Spaghetti ergab sich ein wirklich sehr gelungenes Mittagsgericht, dass ich mit der weichen, nach Vanille schmeckenden Bayrischen Creme schließlich abrundete.
Und auch bei den anderen Kantinengästen standen die Spaghetti Bolognese heute eindeutig am höchsten im Kurs, womit sie zweifelsohne den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala belegten. Um Platz zwei lieferten sich wie ich fand heute die asiatischen Gerichte und der gefüllte Crêpe ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das aber die Asia-Gerichte schließlich für sich entscheiden konnte. Knapp hinter dem Crêpe auf Platz drei folgte schließlich der Tafelspitz und den fünften Platz belegte schließlich, wie üblich, das vegetarische Gericht in Form des Kräuter-Ofengemüses.

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti Bolognese mit Parmesan: ++
Bayrische Creme: ++

Rosenkohl-Kassler-Pfanne mit Steinpilzen – das Rezept

Heute war der Winter nun endgültig nach München gekommen, über Nacht war Schnee gefallen und auch liegen geblieben. Das erschien mir die richtige Gelegenheit ein typisches Wintergericht endlich einmal auszuprobieren: Die Rosenkohl-Kassler-Pfanne mit Steinpilzen. Dabei hatte ich natürlich auch im Hinterkopf endlich mal die verbliebenen Kartoffeln und den Rosenkohl der schon seit längerem in meinem Gefrierfach vor sich hin dümpelte zu verbrauchen. Die restlichen Zutaten habe ich heute morgen, mich dabei durch starken Schneefall kämpfend, frisch besorgt. Dabei sei noch angemerkt dass dies das erste Gericht ist dass ich mit Steinpilzen zubereite – eine Pilzsorte die man derzeit nur getrocknet oder vielleicht noch als TK-Ware bekommen kann. Das Ergebnis war ein Gericht, dass genau das richtige für das aktuell kalte Wetter ist – deftig, aber nicht zu schwer.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

400-450g Rosenkohl
01 - Ingredient brussels sprouts / Zutat Rosenkohl

400-450g Kassler (wenn es mit Knochen ist auch gerne mehr)
02 - Ingredient smoked port / Zutat Kassler

15g getrocknete Steinpilze
03 - Ingredient dried yellow boletus / Zutat Steinpilze getrocknet

200-250g Kartoffeln – festkochende Sorte
04 - Ingredient potatoes / Zutat Kartoffeln

2 mittlgroße Tomaten
05 - Ingredient tomatoes / Zutat Tomaten

1 große Möhre (110-150g)
06 - Ingredient carrot / Zutat Karotte

1 größere Zwiebel (100-150g)
07 - Ingredient onion / Zutat Zwiebel

1/2 Bund Petersilie – ich nahm die glatte Sorte
08 - Ingredient parsley / Zutat Petersilie

1/2 EL Butterschmalz
09 - Ingredient butter oil / Zutat Butterschmalz

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen
10 - Zutat Pfeffer und Salz

Wir beginnen damit die Steinpilze in 100 bis 150ml kalten Wasser einzuweichen – dort müssen sie mindestens eine Stunde verbleiben.
10 - Soak yellow boletus /  Steinpilze einweichen

Während die Steinpilze im Wasser liegen können wir auch die anderen Zutaten vorbereiten. Wir schälen also die Zwiebel und schneiden sie in feine Würfel,
11 - Cut onion / Zwiebel würfeln

schälen die Kartoffeln
12 - Skin potatoes / Kartoffeln schälen

und schneiden sie ebenfalls in Würfel.
13 - Dice potatoes / Kartoffeln schneiden

Des weiteren schälen wir die Karotte
14 - Peel carrot / Möhre schälen

und raspeln sie dann grob.
15 - grate carrot / Möhre grob raspeln

Außerdem schälen wir die Tomaten, entkernen sie und schneiden sie in kleine Stücke
16 - Peel tomatoes & remove core / Tomaten schälen & entkernen

und würfeln das Kasslerfleisch, wobei wir die Knochen (wenn vorhanden) entfernen.
17 - Dice smoked port / Kassler würfeln

In einer größeren Pfanne zerlassen wir nun den Butterschmalz
17 - Melt butter oil / Butterschmalz zerlassen

und braten unsere Kasslerwürfel dann für einige Minuten darin an
18 - Braise smoked pork / Kassler anbraten

bevor wir die Zwiebeln mit andünsten
19 - Add onions / Zwiebeln dazu

und wenig später auf die Kartoffeln hinzufügen
20 - Add potatoes / Kartoffeln hinein

um alles wieder für ca. fünf Minuten bei gelegentlichen umrühren mit anzubraten.
21 - braise lightly / Andünsten

Nun geben wir die Steinpilze samt des Einweichwassers mit in die Pfanne
22 - Add boletus including water / Steinpilze samt Einweichwasser dazu

und lassen alles für 15 Minuten vor sich hin köcheln
23 - simmer / Köcheln lassen

wobei wir alles schon mal ein wenig mit Pfeffer und Salz würzen können.
24 - Tasting / Würzen

Nach den fünfzehn Minuten fügen wir dann auch den Rosenkohl
25 - Add brussels sprouts / Rosenkohl addieren

und auch die geraspelten Möhren mit in die Pfanne,
26 - Add carrots / Möhren hinein

heben alles gut unter
27 - fold in / Unterheben

und lassen es dann abgedeckt für weitere fünfzehn Minuten köcheln, wobei wir es wieder gelegentlich umrühren.
28 - Simmer covered / Zugedeckt köcheln lassen

Als letztes geben wir danach die Tomaten hinzu
29 - Add tomatoes / Tomaten dazu

und lassen diese auch noch einmal für fünf bis acht Minuten köcheln.
30 - continue simmering / weiter köcheln

Jetzt können wir auch unsere Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen, die wir dann mit einem wirklich scharfen Messer zerschneiden. Gerade bei Petersilie ist es wichtig ein scharfes Messer zu verwenden, damit man die Petersilie nicht zerquetscht, sondern wirklich schneidet – das ergibt hinterher ein weitaus besseres Aroma.
31 - Chop parsley / Petersilie schneiden

Die Petersilie fügen wir schließlich ebenfalls zum restlichen Pfanneninhalt dazu.
32 - Add parsley / Petersilie-addieren

Zum Abschluß probieren wir noch einmal alles und würzen es ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer nach – wobei man hier mit Salz übrigens sparsam umgehen sollte, denn das Kassler bringt diese Würze in ausreichender Menge mit.
33 - Taste / Probieren

Dann können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
34 - Rosenkohl-Kassler-Pfanne / Brussels sprouts smoked port stew - Serviert

Obwohl ich nur wenig Salz und auch nur in Maßen Pfeffer verwendet hatte, erwies sich das Gericht doch als angenehm würzig und deftig. Daran war natürlich nicht nur die reichlich hinzu gegebene Petersilie, sondern vor allem das vorher angebratene, geräucherte Kasslerfleisch verantwortlich. In Kombination mit dem Rosenkohl, den Kartoffeln und den anderen Gemüsesorten ergab diese Zusammenstellung ein Gericht das geschmacklich wie ich fand wunderbar in die aktuelle kalte Jahreszeit passte und welches die hinzugefügten Steinpilze geschmacklich schließlich abrundeten. Ein wirklich sehr leckeres und sättigendes Mittags- oder Abendgericht.

35 - Rosenkohl-Kassler-Pfanne / Brussels sprouts smoked port stew - CloseUp

Und obwohl dieses Gericht sich geschmacklich als sehr als wirklich deftig erwiesen hatte, so waren die Kalorienwerte doch angenehm niedrig. In meiner Kalkulation komme ich auch ca. 1100kcal für die ganze Pfanne, das ergibt gerade mal 550kcal pro Portion – was für ein Hauptgericht mehr als akzeptabel ist. Bei mir wird dieses Rezept auf jeden Fall einen festen Platz in meiner Sammlung bekommen, denn diese Zusammenstellung hat wirklich alles was eine gute Mahlzeit braucht. Ich musste mich wirklich zurückhalten nicht auch noch die zweite Portion gleich mit zu verspeisen. 😉 Aber ich will natürlich auch wissen ob sich das Gericht zum aufwärmen eignet, daher werde ich den Rest in den Kühlschrank packen und irgendwann demnächst verzehren…

Also: Guten Appetit

Gemüsetopf mit vegetarischen Maultaschen [18.01.2012]

Normalerweise esse ich ja Mittwochs gewohnheitsgemäß Fisch oder Meeresfrüchte, doch nachdem heute zum wiederholten Male – nur Pla Sam Rod – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in Spezialsauce an der Asia-Thai-Theke und Barschfilet auf karibische Art aus dem Cajundunst mit kreolischem Bohnenreis in der regulären Küche in der Sektion Vitality auf dem Plan standen – beides hatte ich ja in letzter Zeit schon häufiger auf dem Tablett gehabt – entschied ich mich heute mal dazu von dieser Gewohnheit abzuweichen. Das Feng Shi Tzau Min – Glasnudeln mit Gemüse in Currysauce klang dazu schon mal recht gut, aber da ich ja erst gestern asiatisch gespeist hatte sah ich auch noch mal auf das Angebot der regulären Küche, wo ich schließlich neben einer Gebratenen Putenoberkeule auf Orangenrahm mit Spätzle in der Abteilung Globetrotter und einer Portion Bifteki mit Tzatziki und Tomatenreis als außerplanmäßiges Zusatzangebot schließlich auch einen Bunten Gemüsetopf mit vegetarischen Maultaschen und frischen Kräutern bei “Tradition der Region” Angeboten fand. Das erschien mir genau das richtige für heute zu sein und erschien mir als rein vegetarisches Gericht auch nicht allzu kalorienlastig, so dass ich mich schließlich noch dazu durchrang mir noch einen kleinen Becher Panacotta mit Johannisbeeren von der Desserttheke auf das Tablett zu bugsieren.

Bunter Gemüseeintopf mit vegetarischen Maultaschen / Vegetable stew with vegetarian pasta squares

Auf einer bunten Mischung aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl und grünen Bohnen in einem milden Kräutersud fanden sich drei vollständige und eine leicht zerfallene Maultasche in angenehmer Größe, die mit einem nicht näher definierbaren, aber eindeutig fleischlosen Gemüsemix gefüllt waren. Garniert hatte ich mir das ganze noch mit einer großzügigen Portion frischen Schnittlauchs, die für den optionalen Gebrauch bereit stand. An dem in kleine, mehr als nur mundgerecht geschnittenen Gemüse und dem wie angekündigt mit reichlich Kräutern versehenen Sud – ich meinte zumindest Basilikum und Oregano heraus schmecken zu können – gab es absolut nichts auszusetzen. Die Füllung der Maultaschen aber fand ich nicht ganz so gelungen.

Maultasche / Paste square - CloseUp

Nicht dass sie schlecht schmeckte oder gar unangenehm, aber irgendwie traf sie nicht ganz meinen Geschmack. Kann zwar nicht genau definieren warum, aber hier kann ich leider nicht volle Punktzahl geben. Das Dessert aus recht stichfesten Panacotta und einer Fruchtmischung mit vielen ganzen Johannisbeeren gab aber wieder keinen Anlass zur Kritik und bildete somit einen gelungenen Abschluss des heutigen Mittagsmahls.
Und obwohl heute gleich so viele interessante Angebote auf der regulären Speisekarte standen, so schienen meine Beobachtungen heute doch zu zeigen dass Asiatischen Gerichte mit knappen Vorsprung auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte schließlich die Putenoberkeule, gefolgt von den Bifteki mit Tomatenreis auf Platz drei. Platz vier teilten sich schließlich der Barsch und die Maultaschen die ich gleich häufig beobachtete. Ungewöhnlich, aber hin und wieder haben die Vorlieben meiner “Mitesser” eben immer noch kleine Überraschungen für mich bereit. 😉

Mein Abschlußurteil:
Bunter Gemüsetopf: ++
Maultaschen: +
Panacotta mit Johannisbeeren: ++