Putengeschnetzeltes mit Spargel in Kräuterramsauce [15.06.2012]

Zwar waren die Gebackenen Ananas und Banane an der Asia-Theke nichts für mich, aber das Massaman Gäng – Gebratene Ente in Kokosmilchsauce mit Massammann Curry Soße und das Gebackene Welsfilet in Chili-Bratgemüse (wohl Reste vom Mittwoch) klangen schon mal nicht schlecht. Und obwohl ich ja demnächst mal auch eine Süßspeise als Freitagsgericht probieren wollte, erschien mir der traditionell-regionale Kaiserschmarrn mit Apfelmus nicht so ganz das richtige dafür zu sein, meine Abneigung gegen Süßspeisen als Hauptgericht aufzugeben. Die Gebratene Scholle mit Remoulade und Kartoffelsalat bei Globetrotter erschien mir aufgrund des Kartoffelsalats nicht so das wahre, blieb also nur noch das Putengeschnetzelte mit Spargel in Kräuterrahmsauce und Kartoffeln bei Vitality, für das ich mich dann auch entschied und es mit einem Schälchen Möhren und einem kleinen Obstsalat vervollständigte.

Putengeschnetzeltes mit Spargel / Turkey strips with asparagus

Das mit gerade mal 418kcal ausgezeichnte Gericht, exklusiv der Möhren und des Obstsalats selbstverständlich, erwies sich bereits nach den ersten Bissen als sehr gute Wahl. In einem würzigen, cremigen Sauce, welche mit verschiedenen Kräutern versehen war, fanden sich neben zahlreichen zarten, weißen Spargelstücken auch ebenso zahlreiche zarte und gebratene Putenfleischstücke, die sich wunderbar mit den kleinen, gute durchgekochten Salzkartoffeln zu einem sättigenden Mittagsgericht ergänzten. Die Möhrenscheiben wären bei so viel Spargel zwar nicht unbedingt notwendig gewesen, ergänzten das Gericht aber dennoch sehr schmackhaft um eine weitere Gemüsekomponente. Zwar merkte man den Möhren an dass sie schon einige Zeit unter einer Wärmelampe verbracht hatten, aber die Qualität war noch soweit in Ordnung dass ich hier heute mal keine Abzüge geben möchte. Der aus Stücken von Apfel, Ananas, Melone, Birne, Orange sowie einigen Trauben bestehende Obstsalat bot schließlich einen leichten, aber sehr leckeren Abschluss des heutigen Mittagsmahls.
Die Geschmäcker der anderen Kantinengäste erwiesen sich heute als so durchwachsen, dass es mir ungewöhnlich schwer erschien eine klare Allgemeine Beliebtheitsskala der Gerichte aufzustellen. Daher würde ich heute mal sowohl der Scholle mit Kartoffelsalat als auch dem Putengeschnetzelten und den Asia-Gerichten zu gleichen Teilen den ersten Platz zubilligen und den Kaiserschmarrn auf Platz zwei einordnen. Ungewöhnlich dass sich die Vorlieben heute mal über ein so breit erstreckten, aber bei einem Angebot in dem kein Gericht durch Pommes Frites oder eine besondere Fleischbeilage aus der Masse heraussticht auch nicht vollkommen unmöglich. Irgendwann musste es ja mal zu so einer Situation kommen… 😉

Mein Abschlußurteil:
Putengeschnetzeltes mit Spargel: ++
Kartoffeln: ++
Möhren: ++
Obstsalat: ++

Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack – das Rezept

In meinem aktuellen bestreben etwas leichter zu kochen entschied ich mich heute dazu, mal ein neues Lasagne-Rezept auszuprobieren. Das ursprüngliche Rezept arbeitete dabei mit normalen Light-Frischkäse, ich entschied mich aber aufgrund der Tatsache dass ich diesen nicht bekommen hatte dazu, statt dessen den bereits mehrfach bewährten Ziegenfrischkäse zu verwenden. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellte. Insgesamt erwies sich das Gericht schließlich als sehr leckere Alternative zur fettreichen Bechamel-Lasagne, das auch noch relativ einfach zuzubereiten ist. Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zur eigentlichen Zubereitung:

Was benötigen wir für 3-4 Portionen?

Lasagneplatten (bei mir waren es sechs, die Anzahl kann aber abhängig von der Größe der Auflaufform variieren)
01 - Zutat Lasagneblätter / Ingredient lasagne sheets

3-4 Möhren – ca 350g
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1 mittlere rote Paprika – ca. 200g
03 - Zutat Paprika / Ingredient red bell pepper

1 große oder 2 kleine Zwiebeln
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2-3 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

800g geschälte Tomaten (Dose)
06 - Zutat geschälte Tomaten / Ingredient peeled tomatoes

2 EL Tomatenmark
07 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

300g Rinderhackfleisch
08  -Zutat Rinderhack / Ingredient ground beef

200g Ziegenfrischkäse
09 - Zutat Ziegenfrischkäse / Ingredient goat cream cheese

150ml Sojacreme – alternativ kann man aber auch Kondensmilch nehmen
10 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

zum würzen Salz, Pfeffer und Oregano
11 - Zutat Gewürze / Spices

sowie 2-3 EL Pflanzenöl zum braten

Beginnen wir wie gewohnt damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen und zerkleinern wir die Zwiebel – wozu ich wieder mein kleines Maschinchen verwendete, man kann aber natürlich die Zwiebel auch gerne mit der Hand fein würfeln.
12 - Zwiebel zerkleinern / Cut onion

Außerdem waschen wir die Paprika, entkernen sie und schneiden sie in kleine Würfel
13 - Paprika würfeln / Dice red bell pepper

und schälen dann die Möhren
14 - Möhren schälen / Peel carrots

um sie dann z.B. auf der groben Seite einer Kastenreibe grob zu zerkleinern.
15 - Möhren raspeln / Grate carrots

Anschließend erhitzen wir in einer größeren Pfanne etwas Pflanzenöl
16 - Pflanzenöl erhitzen / Heat up oil

und braten unser Rinderhack darin krümelig an.
17 - Hackfleisch krümelig anbraten / Fry ground beef

Ist das Hackfleisch dann gut durchgebraten, geben wir auch die zerkleinerten Zwiebeln in die Pfanne
18 - Zwiebeln dazu geben / Add onions

pressen die Knoblauchzehen dazu
19 - Knoblauch pressen / Squeeze garlic

und dünsten dann alles für etwas drei Minuten bei gelegentlichem umrühren an.
20 - andünsten / braise lightly

Dann können wir schließlich die Paprikawürfel
21 - Paprika dazugeben / Add red bell pepper

und die geriebenen Möhren ebenfalls in die Pfanne geben
22 - Möhren addieren / Add carrots

und braten sie für weitere vier bis fünf Minuten mit an bis sie etwas Farbe bekommen haben.
23 - anbraten / braise

Währenddessen können wir alles auch gleich kräftig mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen.
24 - würzen / taste

Schließlich fügen wir dann auch die geschälten Tomaten mit hinzu,
25 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

verrühren sie gut
26 - Gut verrühren / Fold in

und heben dann noch das Tomatenmark unter. Anschließend lassen wir alles für zehn bis zwölf Minuten auch mittlerer Stufe bei gelegentlichem Rühren vor sich hin köcheln.
27 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

Während unsere Füllung köchelt, gießen wir die Sojacreme in ein passendes Behältnis,
28 - Sojacreme in Schüssel geben / Add soja cream in bowl

bröseln den Ziegenfrischkäse hinzu
29 - Ziegenfrischkäse dazu bröseln / Add goat cream cheese

und rühren dann alles einigermaßen glatt.
30 - Glatt rühren / Stir until smooth

Außerdem probieren wir natürlich noch unsere Füllung und schmecken sie ggf. noch einmal final mit den Gewürzen ab.
31 - Probieren & abschmecken / Try & taste

Nachdem wir dann den Backofen auf 200 Grad vorgeheizt und eine größere Auflaufform etwas ausgefettet haben, bedecken wir den Boden der Form mit etwas von unsere Möhren-Paprika-Hack-Mischung
32 - Boden bedecken / Cover ground

tragen etwas von der Mischung aus Sojacreme und Ziegenfrischkäse drauf auf
32 - Ziegenfrischkäse-Mix auftragen / Apply goat cream cheese mix

und belegen alles schließlich mit Lasagneplatten.
33 - Mit Lasagneplatten belegen / Add lasagna sheet layer

Es folgt eine weitere Schicht der Gemüse-Fleisch-Mischung
34 - Weitere Schicht Füllung / Another layer of sauce

eine weitere Lage Ziegenfrischkäse-Mix
35 - Mehr Ziegenfrischkäse-Mix / More cream cheese mix

eine weitere Lage Lasagneblätter
36 - Weitere Schicht Lasagneplatten dazu / Add another layer of lasagne sheet

und schließlich der Rest der Fleisch-Gemüse-Mischung
37 - Rest Füllung darauf geben / Add remaining sauce

sowie Abschließend der Rest unserer Mischung aus Sojacreme und Ziegenfrischkäse.
38 - Rest Ziegenkäse-Mix auftragen / Add remaining goat cream cheese mix

Ist der Backofen dann vorgeheizt, geben wir das Ganze auf der zweiten Schiene von unten für ca. 25 Minuten zum überbacken hinein.
39 - überbacken / au gratin

Anschließend entnehmen wir die Auflaufform, lassen sie für 2 bis 3 Minuten ruhen
40 - Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack - Carrot goat cream cheese lasagne with ground beef - Fertig gebacken

und können dann die Lasagne zerteilen und servieren.
41 - Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack - Carrot goat cream cheese lasagne with ground beef - serviert

Die mit einem leichten Touch von Oregano versehene Mischung aus geraspelten Möhren, Paprikawürfeln und mageren Rinderhack alleine war schon sehr lecker wie ich feststellen durfte, aber die geschmackliche Abrundung geschah meiner Meinung erst durch das angenehme Aroma das aufgebrachten Ziegenfrischkäse, den man dezent, aber dennoch deutlich herausschmeckte. Dabei war es wirklich gut gewesen, auch nicht mit den Gewürzen gegeizt zu haben, denn ich fand dass vor allem das Oregano sehr gut zu den anderen Zutaten passte. Eine mehr als nur tragbare Alternative zur schweren Bechamel-Lasagne wie ich fand, fast sogar noch besser.

42 - Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack - Carrot goat cream cheese lasagne with ground beef - CloseUp

Kommen wir nun zu den Nährwerten: Meiner Berechnung nach kommt der gesamte Inhalt der Auflaufform auf ca. 1800kcal, das entspricht bei 4 Portionen leichten 450kcal pro Portion und bei der Aufteilung in drei große Portionen ca 600kcal pro Portion. Das sind für eine Lasagnezubereitung wirklich traumhafte Werte, gerade wenn man bedenkt dass man geschmacklich absolut keine Abstriche machen muss, sondern sogar noch ein unglaublich leckeres und sättigendes Gericht erhält. Daher kann ich das Rezept jedem nur wärmstens ans Herz legen, er wird den kleinen Aufwand der Zubereitung keinesfalls bereuen.

Guten Appetit

Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen – das Rezept

Vor kurzem entdeckte ich ein Rezept, dass es mir absolut Wert schien mal ausprobiert zu werden: Steirische Kalbsrouladen, eine Rouladenzubereitung aus Kalbsschnitzel die mit geraspelten Möhren und gerösteten Kürbiskernen gefüllt wird. Das ganze ist etwas Aufwändiger als meine normalen Kochexperimente, doch jetzt, kurz vor Pfingsten und somit vor dem verlängerten Wochenende wollte ich es endlich mal wagen. Als ich heute dann einkaufte, wäre das Kochexperiment jedoch fast an etwas anderem gescheitert. Kalbsrouladen selbst gab es als solche nicht, man bot mir beim Metzger aber an, Kalbsfleisch von der Nuss in dünne Scheiben zu schneiden. Einen Moment überlegte ich, auf normale Rindsrouladen umzuschwenken da das Kalbsfleischstück recht schmal erschien. Dann bat die Fachkraft aber doch, mir vier Scheiben abzuschneiden. Als sie es auf die Waage legte, musste ich kurz schlucken – denn die Fleischmenge schlug mit fast neunzehn Euro zu Buche, ziemlich heftig. Dabei ist ein Kalb ja ein junges Rind und hat nicht so viel Pflege und Futter erhalten wie ein altes Rind, aus dem dann Rindsrouladen gemacht werden. Dennoch erwies sich das Kalbsfleisch als deutlich teurer. Kurz dachte ich daran es nun zu lassen und doch noch umzuschwenken, dann gab ich mir aber einen Ruck und akzeptierte den Preis. Und ich muss sagen dass ich die Entscheidung nicht bereute, denn Kalbsfleisch ist wirklich was sehr feines wie ich mal wieder feststellen durfte. Die daraus entstehenden Rouladen sind zwar klein, so dass zwei pro Person notwendig werden, aber es lohnt sich absolut. Damit aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zur Zubereitung:

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

4 dünne Kalbsschnitzel oder Kalbsrouladen (je nachdem was der Metzger des Vertrauens anbietet)
01 - Zutat Kalbsschnitzel / Ingredient veal

2 gehäufte EL Kürbiskerne – ich entschied mich für die grüne Sorte
02 - Zutat Kürbiskerne / Ingredient pumpkin seeds

2 mittlere Möhren
03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

2 mittelgroße Zwiebeln
04 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 EL Tomatenmark
06 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1 TL Paprikapulver – rosenscharf
07 - Zutat Paprikapulver / Ingredient paprika

400ml Geflügelbrühe
08 - Zutat Geflügelbrühe / Ingredient chicken stock

100ml trockener Sherry
09 - Zutat trockener Sherry / Ingredient dry sherry

150ml Sojacreme
10 - Zutat Sojacreme / Ingredient soja cream

sowie etwas Pflanzenöl zum braten
Salz & Pfeffer zum würzen

Die Sättigungsbeilage oder Gemüse ist dabei dieses Mal nicht Bestandteil des Rezeptes – hier ist dem Leser freigestellt was er dazu zubereitet. Ich selbst entschied mich für meine Restbestände an Semmelknödeln im Kochbeutel sowie einer Portion Erbsen und Möhren, denkbar wären aber auch Nudeln wie z.B. Tagliatelle, Rotkraut oder frisches Ciabatta.

Kommen wir nun zur Zubereitung: Als ersten Schritt rösten wir die Kürbiskerne ohne Fett in einer kleinen Pfanne für einige Minuten rundherum an.
11 - Kürbiskerne rösten / Roast pumpkin seeds

Während die Kürbiskerne vor sich hin rösten, wobei sie knacken, aufplatzen und daher auch herausspringen können, schälen wir die Möhren
12 - Möhren schälen / Peel carrots

und raspeln sie dann auf der groben Seite einer Kastenreibe.
13 - Möhren raspeln / Crate carrots

Sind die Kürbiskerne rundherum geröstet, verteilen wir sie auf einem kleinen Teller und lassen sie etwas abkühlen.
14 - Kürbiskerne abkühlen lassen / Chilling pumpkin seeds

Wenden wir uns dann der Zwiebel zu, die es zu würfeln gilt. Dazu habe ich mir nun endlich mal ein – wohlgemerkt handbetriebenes Gerät – besorgt, in das ich die geschälten und geviertelten Zwiebeln gab. Über das Gerät selber berichte ich später noch einmal in einem separaten Artikel.
15 - Zwiebel zerkleinern / Dice onions

Zwei bis drei Züge am Bedienhebel des Gerätes (der übrigens an den Starter eines Rasenmäher-Zweitakters erinnert) und die Zwiebel war in innerhalb kürzester Zeit in kleine Würfelchen zerkleinert.
16 - Zwiebeln zerkleinert / Onion diced

Für Knoblauch ist das Gerät leider ungeeignet, daher musste ich zum zerkleinern der geschälten Knoblauchzehen dann leider doch wieder zum Messer greifen.
17 - Knoblauch zerkleinern / Cut garlic

Nun ist es an der Zeit das Kalbsfleisch aus dem Kühlschrank zu holen, gründlich zu waschen und trocken zu tupfen, dann breiten die Kalbsfleischstücke auf der Arbeitsfläche aus uns salzen sie von beiden Seiten.
18 - Kalbsfleisch salzen / Salt

Auf die Fleischstücke verteilen wir dann die geraspelten Möhren
19 - Mit geraspelten Möhren belegen / Add crated carrots

und bestreuen alles dann mit den gerösteten Kürbiskernen. Beides Salzen wir noch einmal ein wenig.
20 - Mit Kürbiskernen belegen / Add pumpkin seeds

Jetzt rollen wir die Rouladen vorsichtig auf
21 - Aufrollen / Roll up

und sichern sie dann mit Rouladennadeln oder – wenn nicht vorhanden – mit Zahnstochern.
22 - Sichern / Secure

In einem größeren Schmortopf oder einer Pfanne erhitzen wir dann etwas Pflanzenöl
23 - Öl erhitzen / Heat up oil

und geben unsere gerollten Kalbsrouladen hinein
24 - In Pfanne geben / Add to pan

und braten sie von allen Seiten kräftig an.
25 - Rundherum anbraten / Roast

Dann entnehmen wir sie, legen sie bei Seite
26 - Beiseite legen / Remove

und fügen zuerst die zerkleinerten Zwiebeln
27 - Zwiebeln anschwitzen / Roast onions gently

und dann das gehackte Knoblauch hinzu. Beides dünsten wir für ca. 1 Minute an.
28 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

Es folgen die beiden Esslöffel Tomatenmark
29 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

und der gehäufte Teelöffel rosenscharfes Paprikapulver.
30 - Paprikapulver einstreuen / Add paprika

Beides rösten wir ebenfalls für etwa eine Minute bei gelegentlichem rühren an.
31 - anbraten / sauté

Anschließend gießen wir alles mit dem trockenen Sherry auf
32 - Sherry aufgießen / Add sherry

und lassen ihn komplett einkochen
33 - einkochen lassen / reduce

bevor wir schließlich die Hühnerbrühe hinzufügen
34 - Hühnerbrühe addieren / Add chicken stock

und alles kurz aufkochen lassen.
35 - aufkochen lassen / Boil up

Nachdem wir dann die Kalbsrouladen wieder in die Pfanne gegeben haben
36 - Rouladen hinzufügen / Add roulades

lassen wir alles auf niedriger Stufe geschlossen für 50 bis 55 Minuten vor sich hin schmoren
37 - Zugedeckt schmoren / braise closed

wobei wir natürlich nicht vergessen sollten, die Rouladen zwischendurch immer mal zu wenden.
38 - Ab und zu wenden / rotate regular

Kurz vor Ende der Schmorperiode können wir schließlich auch unsere Sättigungsbeilage
39 - Klöße kochen / Cook dumplings

und das Gemüse zubereiten.
40 - Gemüse zubereiten / Cook vegetables

Nach fünfzig bis fünfundfünfzig Minuten wickeln wir unsere Rouladen schließlich zum warmhalten in etwas Alufolie.
41 - Rouladen in Alufolie warm halten / Keep roulades hot in aluminum foil

Anschließend filtern und pürieren wir die verbliebene Sauce durch ein Sieb
42 - Durch Sieb in Topf geben / Put in pot through sieve

gießen alles mit der Sojacreme auf
43 - Sojacreme hinzufügen / Add soja cream

und lassen die Sauce kurz aufkochen, wobei wir sie noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
44 - Aufkochen und würzen / Boil up and taste

Anschließend können wir unsere Steirischen Kalbsrouladen auch schon servieren und genießen.
45 - Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen / Styrian veal roulade with carrots & pumpkin seeds - Serviert

Obwohl relativ wenig Gewürze verwendet worden waren, erwiesen sich sowohl die Kalbsrouladen als auch die Sauce als überaus würzig. Vor allem die angenehm zart geschmorten Rouladen mit ihrer Füllung aus geraspelten Möhren und gerösteten Kürbiskernen erwiesen sich als überaus lecker und gelungen. Aber auch die mit Sojasauce verfeinerte Sauce erwies sich durch die Zwiebeln das rosenscharfe Paprikapulver und dem trockenen Sherry als durchaus pikant – was wie ich fand geschmacklich wunderbar zu den Kalbsrouladen passte. Und auch bei den Semmelknödeln als Sättigungsbeilage und den Erbsen und Möhren hatte ich eine gute Wahl getroffen, beides passte wie ich fand sehr gut zu diesem Gericht. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments sehr zufrieden.

46 - Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen / Styrian veal roulade with carrots & pumpkin seeds - CloseUp

Die Kalbsrouladen selbst sind was die Nährwerte angenehm mager und schlagen gemeinsam mit der durch die Verwendung von Sojacreme ebenfalls sehr leichte Sauce pro Portion mit etwa 520kcal zu buche. Hinzu kommen natürlich die Sättigungsbeilage und das Gemüse – wer hier sparen will kann ja notfalls auf etwas Salat zurückgreifen. Mit dem Gebrauch von zwei Pfannen und drei Töpfen war dies – auch wenn es hier in der Beschreibung nicht so erscheinen mag – eines der aufwändigsten Gerichte das ich seit längerem zubereitet hatte. Das heißt viel Aufwasch, aber das nehme ich bei einem so leckeren Gericht natürlich gerne in Kauf. Ich habe den Kauf des doch etwas hochpreisigeren Kalbsfleisches auf jeden Fall zu keinem Moment bereut und hoffe wie immer, mit diesem Beitrag dem einen oder anderen Kochinteressierten eine interessante Anregung gegeben zu haben.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Barschfilet in Weißweinsauce [23.05.2012]

Zwar bot auch die Asia-Theke neben Hang Jan Min – Gebratene Glasnudeln mit verschiedenem Gemüse nach Kanton-Art sowie Chang Pao Nua – Rindfleisch gebraten mit Thaicurry und Gemüse nach Thai-China-Art in Hoi-Sin-Sauce mit Seelachsstreifen mit gebratenen Gemüse in Chilisauce ebenfalls ein Fischgericht an – und Mittwoch ist ja bekanntlichermaßen mein bevorzugter Fischtag – aber da ich bereits gestern Asiatisch gegessen hatte und das Barschfilet aus dem Dunst in Weißweinsauce, dazu Bouillionkartoffeln aus dem Bereich Vitality ebenfalls nicht schlecht klang, entschied ich mich letztlich doch für den Barsch. Die Spinat-Ricotta-Ravioli in Gorgonzolasauce bei Globetrotter und den Schweinebraten vom Hals mit Dunkelbiersauce und Kartoffelknödel in der Abteilung Tradition der Region ließ ich außen vor. Aber auf den Becher Kirschquark von der Dessert-Theke wollte ich nicht verzichten.

Barschfilet in Weißweinsauce / Perch filet in white wine sauce

Das große, bis auf eine einzelne, dafür aber ziemlich groß geratene Gräte auch sonst grätenfreie Stück saftiges Barschfilet erwies sich schon mal sehr gelungen. Gemeinsam mit der ausreichenden Portion kleinerer Salzkartoffeln, die mit zahlreichen Möhren versehen waren und der würzigen Weißweinweinsauce, die einen leichtes Zitronenaroma besaß, eine einfache und schmackhafte Zusammenstellung. Zusätzlich hatte man außerdem noch eine Spalte frischer Zitrone beigelegt, womit es möglich war den säuerlichen Touch noch etwas zu erhöhen. Der mit einigen Fruchtstücken versehene Kirschquark bot schließlich einen kleinen, aber leckeren Abschluß des heutigen Mittagsmahls.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste wurde heute natürlich der Schweinbraten in Dunkelbiersauce am häufigsten gewählt, so dass dieses Gericht ohne Zweifel auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte und den dritten Platz teilten sich heute die Spinat-Ricotta Ravioli und das Barschfilet – hier konnte ich keinerlei Favoriten ausmachen. Außerdem war wieder eine erhöhte Anzahl von individuellen Salattellern zu entdecken, aber diese lasse ich wie üblich nicht in die Wertung einfließen.

Mein Abschlußurteil:
Barschfilet: ++
Weißweinsauce: ++
Boullionkartoffeln: ++
Kirschquark: ++

Griechischer Gemüsetopf [26.04.2012]

Während die Asia-Thai-Theke heute mit Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce sowie Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce lockte, fanden sich auf der regulären Speisekarte neben Nürnberger Rostbratwürsten mit Sauerkraut und Kartoffelpüree bei Tradition der Region und Gratinierten Canneloni mit Fleischfüllung und Tomatensauce bei Globetrotter auch ein Griechischer Gemüsetopf mit Fladenbrot in der Sektion Vitality. Und genau dieser Gemüsetopf sagte mir heute am meisten zu, natürlich auch weil er versprach mit 534 kcal angenehm leicht zu sein. Also holte ich mir dieses Angebot auf mein Tablett und ergänzte es noch durch eine Schale Fruchtsalat als Nachtisch.

Griechischer Gemüsetopf

Zuerst erschien mir die Portion recht klein, doch der Eindruck täuschte glücklicherweise aufgrund des recht großen Behältnisses. Die bunte Mischung aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Broccoli, Auberginen, Zucchini und natürlich – um es griechisch zu machen – schwarzen Oliven und Schafskäse mit angenehm geringer, aber ausgewogener Menge Flüssigkeit erwies sich als angenehm würzig, schmackhaft und sättigend. Ich was sehr zufrieden mit diesem leckeren Eintopf. Einzig bei dem mit reichlich Sesamkörnern garnierte Stück Fladenbrot musste ich einen kleinen Abzug geben, da es sich hier eindeutig um aufgetoastete Ware handelte die an den Ecken und Rändern zumal recht hart geworden war. Die Schale Fruchtsalat aus Apfel, Melone, Ananas und Birne war, gab aber trotz eindeutiger Apfellastigkeit keinerlei Grund zur Kritik – sie erwies sich als angenehm lecker und frisch und erfüllte somit alle daran gestellten Erwartungen.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lagen heute aber die Nürnberger Rostbratwürstel meinem Meinung Eindrucks nach am höchsten in der Gunst und landete somit auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei landeten schließlich die Asia-Gerichte, gefolgte von den Canneloni auf Platz drei, die aber nur mit knappen Vorsprung vor dem für ein vegetarisches Gericht ungewöhnlich beliebten Griechischen Gemüsetopfes. Ich hatte die Canneloni ja eher höher platziert erwartet, aber hier hatte das Kantinenpublikum zumindest während meines Aufenthaltes anders entschieden.

Mein Abschlußurteil:
Griechischer Gemüsetopf: ++
Fladenbrot: +
Obstsalat: ++