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Osso Bucco – Geschmorte Kalbsbeinscheibe [17.04.2012]

Tuesday, April 17th, 2012

Heute fand sich im Bereich Globetrotter mit “Osso Bucco” – Geschmorte Kalbsbeinscheibe mit Rosmarinkartoffeln ein Gericht auf der Speisekarte, das ich weder seit Beginn meiner hiesigen Aufzeichnungen noch irgendwann früher je zuvor probiert oder verzehrt hatte. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen – da konnten auch weder die Spiralnudeln in Paprikaragout bei Vitality, welche noch zusätzlich mit frische Ruccola garniert worden waren, noch das traditionell-regionale Hähnchen Cordon-Bleu mit Zitronenscheibe und Pommes frites oder die Asia Thai Angebote wie Nudel Spezial – Nudeln gebraten in Spezial Sauce nach Canton Art und Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce meine Entscheidung für die Kalbsbeinscheibe ändern. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Mischgemüse als zusätzliche Beilage.

Osso Bucco - Geschmorte Kalbsbeinscheibe mit Rosmarinkartoffeln / Veal shank roast with rosmary potatoes

Meine Recherche zeigte mir, dass man unter Osso Bucco oder Ossobucco alla milanese eine Kalbshaxe nach Mailänder Art, ein italienisches Schmorgericht verbirgt. Dabei wird die Kalbshaxe in der Originalzubereitung quer zum Knochen in etwa vier Zentimeter geschnitten, in Mehl gewendet und von allen Seiten in Butter angebraten um anschließend für zwei Stunden in Weißwein oder Fleischbrühe gar geschmort. Anschließend wird Gremolata, eine feingehackte Mischung aus Petersilie, Rosmarin, Knoblauch und Zitronenschale hinzugefügt, alles noch etwa zehn Minuten weitergekocht und sehr heiß serviert. (Quelle: Wikipedia)
Was das Aussehen sowie Geschmack der Beinscheibe und der Gremolata, also die Sauce, anging, gab es schon mal nichts auszusetzen. Die mit Möhren versehene Sauce erwies sich als angenehm würzig und was die Gewürze angeht ziemlich nah an der Originalzubereitung zu sein. Einzig die Fleischmenge im Vergleich zur Größe des Knochenstücks ließ etwas zu wünschen übrig, was ich aber nicht negativ in die Wertung einfließen lassen möchte. Zumal noch angenehm viel Knochenmark im Zentrum zu finden war.

Untitled

Bei der Sättigungsbeilage wurde ich aber etwas enttäuscht, denn die kleinen, in Schale gemeinsam mit etwas Rosmarin gekochten Kartoffeln erwiesen sich innen als extrem weich und fast breiartig. Ich vermute mal dass sie einfach für ihre Größe zu lange gekocht worden sind. Geschmacklich waren sie aber mit einer Ausnahme in Ordnung, aber extrem weiches Gemüse in Schale assoziiere ich einfach mit verdorbener oder überreifer Waren, daher kann ich da unmöglich eine volle Punktzahl geben. Und auch beim bunten Gemüsemix aus Möhren, Erbsen, Bohnen, Zucchini, Blumenkohl und Schwarzwurzeln kommt es zu Abzügen, da es bereits länger an der Gemüsetheke warm gehalten und dadurch ebenfalls leicht matschig geworden war. Insgesamt bereute ich meine Entscheidung dennoch nicht, denn mit dem Osso Bucco hatte ich mal wieder eine interessante Abwechslung im sich doch häufiger wiederholenden Angebots des Betriebsrestaurants gefunden. Verbessert man noch die Sättigungsbeilage etwas, könnte ich mir durchaus vorstellen hier häufiger zuzugreifen.
Den ersten Platz der allgemeinen Beliebtheitsskala belegte heute aber, ganz wie es zu erwarten gewesen war, das Hähnchen Cordon Bleu mit Pommes Frites mit großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten. Um den zweiten Platz lieferten sich die Asia-Gerichte und das Osso Bucco ein enges Rennen, welches die Kalbsbeinscheibe meiner Meinung nach knapp für sich entscheiden konnte. Nach den asiatischen Gerichten auf Platz drei folgte, für ein vegetarisches Gericht sehr knapp hinter den anderen Angeboten, schließlich die Spiralnudeln mit in Paprikaragout.

Mein Abschlußurteil:
Osso Bucco: ++
Sauce: ++
Rosmarinkartoffeln: +/-
Gemüsemix: +

Lachs aus der Folie mit Fencheltomaten [11.04.2012]

Wednesday, April 11th, 2012

Auch am heutigen Mittwoch wollte ich natürlich nicht auf Fisch verzichten. Leider fand sich dafür dieses Mal nichts passendes an der Asia-Thai-Theke, wo heute Han Jan Min – Glasnudeln gebraten mit verschiedenem Gemüse und Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnusssauce angeboten wurden, also wandte ich meinen Hauptaugenmerk der regulären Küche zu. Und dort fand sich auch gleich neben Münchner Tellerfleisch mit Petersilienkartoffeln bei Tradition der Region und Hähnchenbrust mit Tomate und Mozzarella überbacken mit Waldpilzsauce und Tagliatelle in der Abteilung Globetrotter bei den Vitality-Gerichten eine Portion Lachs aus der Folie mit Fencheltomaten und Olivenrisolee. Dazu nahm ich mir noch ein paar Möhren von der Gemüsetheke sowie ein Becherchen Mango-Joghurt-Mousse aus dem Dessert-Angebot.

Lachs aus der Folie mit Fencheltomaten / Foil salmon with fennel tomatoes

Man hatte darauf verzichtet den Lachs beim servieren aus der Folie auszupacken, dadurch war er aber noch angenehm heiß und saftig. Unter dem grätenfreien, leckeren Stück Lachsfilet fand sich schließlich das würzige, mit einigen geschälten Tomatenstücken versehene Fenchelgemüse, dessen Aroma durch das Garen in der Folie leicht auf den Fisch übergegangen war.

Lachs / Salmon - ausgepackt Lachs mit Fencheltomaten / Salmon with fennel tomatos
Links: Lachsfilet ausgepackt – Rechts: Fenchelgemüse

Zu dieser leckeren Fisch-Gemüse-Kombination hatte man geschälte, gekochte Kartoffeln in Kombination mit Scheiben von schwarzen Oliven kombiniert und als Sättigungsbeilage serviert. Ob man diese Mischung nun wirklich als Risolee bezeichnen kann, ist natürlich fraglich – vor allem vermisste ich das normalerweise zu einer solchen Zusammenstellung gehörende anbraten der Kartoffeln. Die Möhren wiederum erwiesen sich als eher mittelmäßige Wahl, denn durch das längere offene Aufbewahren unter Wärmelampen waren sie etwas trocken geworden. Das lockere, sahnige Mousse mit Mangogeschmack schließlich bot aber einen leckeren, wenn auch für die Sättigung nicht wirklich notwendigen Abschluss des heutigen Mittagsmahls.
Auf der allgemeinen Beliebtheitsskala der anderen Gäste errang heute mit nur knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten die Hähnchenbrust den ersten Platz. Auf Platz drei folgte schließlich aber schon der Lachs in Folie und auf Platz vier schließlich das Münchner Tellerfleisch, das übrigens einem Tafelspitz zum verwechseln ähnlich sah. An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass man heute erneut einige neue Gerichte präsentiert hatte, denn sowohl das vegetarische Han Jan Min als auch der Lachs in Folie und die Hähnchenbrust waren in dieser Kombination hier meiner Historie nach zuvor noch nicht angeboten worden. Beim Tellerfleisch war zwar die Bezeichnung neu, aber ich halte an meiner These fest dass es sich hierbei um regulären Tafelspitz handelte. Freut mich aber auf jeden Fall, dass man nach langer Zeit einer sich regelmäßig wiederholenden Angebotspalette endlich dazu durchgerungen hat, mal wieder etwas Neues auf die Speisekarte zu bringen. Hoffentlich ist das keine einmalige Aktion – denn die Speisekarte kann trotz allem eine kleine Auffrischung durch neue Gerichte wirklich gebrauchen.

Mein Abschlußurteil:
Lachs in Folie: ++
Fencheltomaten: ++
Kartoffeln mit Oliven: +
Möhren: +
Mango-Joghurt-Mousse: ++

Hackbraten mit Gemüse & Salzkartoffeln

Sunday, April 8th, 2012

Hackbraten mit Gemüse & Salzkartoffeln / Meat loaf with vegetables & potatoes

Saftiger Hackbraten mit würziger Sauce, Erbsen- & Möhrengemüse und Salzkartoffeln – kein typischer Ostersonntags-Gericht, aber eine sehr leckere Kombination die sich auch leicht vorbereiten lässt. Wir waren jedenfalls sehr zufrieden mit unserer diesjährigen Wahl.

Bunte Gemüse-Reispfanne mit Hähnchenbrust – das Rezept

Saturday, March 31st, 2012

Von meinem Besuch letzte Woche hatte ich noch einiges an Gemüse übrig, dass ich eigentlich geplant hatte zum Kochen zu verwenden. Doch wir sind dann doch häufiger als ich vorausgesehen hatte essen gegangen, daher war meine Aufgabe heute, dieses Gemüse zu verbrauchen. Man will ja ungern etwas wegwerfen. Bei dem Rezept dass dabei entstanden ist handelt es sich um eine komplette Eigenkreation, die wie ich finde so gut gelungen ist dass ich es natürlich nicht versäumen möchte, das Ganze hier mal in üblicher Form kurz vorzustellen.

Was braucht man also für 4 Portionen?

Je eine rote und gelbe Paprika – kleinere Exemplare
01 - Zutat Paprika / Ingredient paprika

2 mittlere Möhren
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1 große Stange Lauch
03 - Zutat Lauch / Ingredient leek

1 große Gemüsezwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

4-5 Champignons (ca. 160 – 180g)
05 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

1 Bund Frühlingszwiebeln
06 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient spring onions

250-260g Langkornreis
07 - Zutat Langkornreis / Ingredient rice

400g Hühnchenbrust
08 - Zutat Hühnerbrust / Ingredient chicken breast

250-300ml Gemüsebrühe
09 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

2-3 EL Butterschmalz
10 - Zutat Butterschmalz / Ingredient butter oil

250ml Hühnerbrühe
11 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken breast

1 Becher Creme legere oder Creme fraiche (125g)
12 - Zutat Creme legere / Ingredient creme legere

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir nun wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu waschen wir die Stange Lauch und schneiden sie in Ringe,
13 - Lauch schneiden / Cut leek

brausen die Champignons ab, trocknen sie und schneiden sie in Scheiben – wobei wir größere Exemplare noch einmal halbieren können –
14 - Champignons zerteilen / Slice mushrooms

schälen und würfeln die Zwiebel,
15 - Zwiebel würfeln / Dice onions

waschen die Paprikas, entkernen sie und schneiden sie in Streifen,
16 - Paprika in Streifen schneiden / Slice paprika

schälen die Möhren und schneiden sie in Streifen
17 - Möhren zerkleinern / Shred carrots

und waschen und zerkleinern schließlich die Frühlingszwiebeln.
18 - Frühlingszwiebeln schneiden / Cut spring onions

Anschließend waschen wir die Hühnerbrust gründlich, tupfen sie trocken und schneiden sie dann, aus hygienischen Gründen natürlich auf einem separaten Schneidebrett mit einem extra Messer, in schmale Streifen.
19 - Hühnerbrust in Streifen schneiden / Cut chicken breast in stripes

Die so entstandenen Hühnerbruststreifen würzen wir anschließend mit reichlich Salz und Pfeffer.
20 - Mit Salz und Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Damit sind die Vorbereitungen so weit abgeschlossen. Jetzt können wir beginnen den Reis zuzubereiten, indem wir ihn zusammen mit der Gemüsebrühe in einen Kochtopf geben und zum kochen bringen. Dabei regelmäßiges umrühren nicht vergessen, damit auch ja nichts anbrennt.
21 - Reis in Gemüsebrühe kochen / Cook rice in vegetable stock

Parallel können wir ein bis eineinhalb Esslöffel Butterschmalz in einer großen Pfanne zerlassen
22 - Butterschmalz zerlassen / Melt butter oil

um die Hähnchenbruststreifen dann darin rundherum kräftig anzubraten.
23 - Hühnerbruststreifen anbraten / Roast chicken breast stripes

Sind sie gut durchgebraten, entnehmen wir sie der Pfanne und stellen sie bei Seite.
24 - Beiseite stellen / Remove chicken breast

Inzwischen dürfte auch der Reis fertig sein, was wir durch kurzes probieren testen können. Ist er durch, nehmen wir den Topf von der Platte und stellen ihn ebenfalls bei Seite.
25 - Reis von der Platte nehmen / Remove rice from hotplate

Im verbliebenen Butterschmalz in der Pfanne braten wir dann unsere Champignons ein wenig an
26 - Champignons anbraten / Braise mushrooms

und entnehmen sie dann wieder.
27 - Champignons entnehmen / Remove mushrooms

Unter Zugabe von etwas frischem Butterschmalz dünsten wir dann unsere Zwiebelwürfel glasig in der Pfanne an
28 - Zwiebel andünsten / Braise onions

und geben dann die Möhren hinzu, um sie einige Minuten anzubraten.
29 - Karotten anbraten / Fry carrots

Nach drei bis vier Minuten können wir dann auch unsere Paprikastreifen mit in die Pfanne geben und lassen sie gemeinsam mit den Möhren bei gelegentlichen umrühren braten bis sie etwas Farbe annehmen und ein deutlich wahrnehmbarer Geruch angebratener Paprika in der Luft liegt.
30 - Paprika mit braten / Fry paprika

Zuletzt geben wir die Ringe von Lauch und Frühlingszwiebeln mit in die Pfanne und lassen sie, wieder unter gelegentlichem rühren für weitere drei bis vier Minuten mit anbraten.
31 - Lauch & Frühlingszwiebeln mit braten / Roast leek & spring onions

Sind alle Gemüsebestandteile gut angebraten, gießen wir den Pfanneninhalt schließlich mit der Hühnerbrühe auf, wobei der der Boden gut bedeckt sein sollte,
32 - Hühnerbrühe aufgießen / Add chicken stock

geben die angebratenen Champignons wieder mit in die Pfanne
33 - Champignons dazu / Add mushrooms

und lassen alles weitere fünf bis sechs Minuten vor sich hin köcheln und reduzieren. Dabei können wir es schon einmal mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen.
34 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Ist die Flüssigkeitsmenge etwa auf die Hälfte reduziert, geben wir nun auch die Streifen Hühnerbrust wieder zurück und lassen sie kurz wieder richtig heiß werden
35 - Hühnerbruststreifen hinein / Add chicken breast stripes

bevor wir schließlich die Creme legere addieren
36 - Creme legere addieren / Add creme legere

und gut mit dem restlichen Pfanneninhalt verrühren.
37 - Gut verrühren / Mix

Nachdem wir dann alles für ein paar Minuten bei gelegentlichem rühren haben köcheln lassen, können wir dann auch den Reis hinzufügen
38 - Reis dazu / Add rice

und unterheben. Die Zusammenstellung lassen wir nun etwas Temperatur annehmen, wobei der Reis die verbliebene Flüssigkeit in sich aufnehmen wird.
39 - unterheben / mix

Abschließend probieren wir unsere Kreation
40 - Probieren / Try

und schmecken sie ggf. noch einmal mit Salz und/oder Pfeffer ab.
41 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Dann können wir das Gericht servieren und genießen.
42 - Gemüse-Reispfanne mit Hähnchenbruststreifen / Vegetable rice stew with chicken breast stripes - Serviert

Eine wirklich sehr gelungene Zusammenstellung wie ich bereits nach den ersten Bissen feststellen durfte. Die Paprikastreifen und die Möhren waren angenehm al dente, also gut durchgekocht, aber noch soweit bissfest dass sie etwas knackig geblieben waren. Gemeinsam mit den anderen Gemüsekomponenten gaben sie einen geschmacklich interessanten Kontrast zu den saftig-würzigen Hähnchenbruststreifen. Der Reis, der durch sein vorheriges Kochen in Gemüsebrühe ebenfalls noch eine leicht würzige Note erhalten hatte, ergab schließlich eine perfekte Sättigungsbeilage. Alles wurde den leicht cremigen Geschmack der Creme legere abgerundet. Sehr lecker muss ich sagen.

43 - Gemüse-Reispfanne mit Hähnchenbruststreifen / Vegetable rice stew with chicken breast stripes -  CloseUp

Und auch was die Kalorienwerte anging, konnte ich sehr zufrieden sein. Meiner Berechnung nach lag der komplette Pfanneninhalt bei etwa 2000kcal, das entspricht ca. 500kcal pro Portion – ein absolut aktzeptabler Wert für ein Hauptgericht wie ich finde.
Die Auswahl an Gemüsesorten ist hier natürlich variabel – ich habe da einfach auf das Zurückgegriffen was ich noch vorrätig hatte. Ich könnte mir aber durchaus auch noch gewürfelte Zucchini oder Aubergine in diesem Gericht vorstellen. Nur auf die Paprika sollte man nicht verzichten, denn sie geben dem Ganzen wie ich fand einen angenehm würzige Geschmack, der die Verwendung von Pfeffer und in geringerem Maße notwendig machte. Für ein spontanes Kochexperiment konnte ich auf jeden Fall sehr zufrieden sein.

Guten Appetit

Lasagne “Hawaii” – das Rezept

Saturday, February 18th, 2012

Wenn an häufiger kocht, sammelt sich ja doch so einiges an das man nicht ganz aufgebraucht hat. So auch bei mir, denn bei der Durchsicht meiner Schränke entdeckte ich neben einer angebrochenen Packung Lasagneplatten auch diverse Konserven wie zum Beispiel Tomaten, Ananas und Erbsen. Außerdem hatte ich noch eine Möhre im Kühlschrank, die ich dringend verbrauchen musste. Also entschied ich mich heute dazu, aus diesen Zutaten ein Gericht zu fertigen und auf der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich auf eine Lasagne “Hawaii” die mir recht lecker erschien. Zwar ist mir ganz am Ende noch ein kleines Malheur unterlaufen, aber ich werde im Rezept darauf hinweisen, daher sollte es eventuellen Nachkochern nicht passieren. 😉

Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?

10-11 Lasagneplatten
01 - Zutat Lasagneplatten / Ingredient sheets of lasagne

3 Scheiben gekochter Schinken
02 - Zutat gekochter Schinken / Ingredient ham

1 kleine Dose Ananas (240g) – ich hatte nur noch eine Dose mit ganzen Scheiben im Haus, wer sie jedoch einkauft sollte am besten gleich zu Ananasstücken greifen. Das spart einen Arbeitsschritt.
03 - Zutat Ananas / Ingredient ananas

1 kleine Dose Erbsen (200g)
04 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

350g Rinderhack
05 - Zutat Rinderhack / Ingredient beef ground meat

1 mittlere Zwiebel
06 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

200g Sahne
07 - Zutat Sahne / Ingredient single cream

1 größere Möhre
08 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

2 EL Tomatenmark
09 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

80-100g Gouda
10 - Zutat Gouda / Ingredient gouda cheese

sowie etwas Olivenöl zum braten,
etwas Butter zum ausfetten der Auflaufform
und Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir nun damit, die verschiedenen Zutaten zuzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie fein,
11 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen die Möhre und schneiden sie ebenfalls in kleine Würfel,
12 - Karotte schälen & schneiden / Peel & cut carrot

gießen die Ananas ab
13 - Ananas abschütten / Pour ananas

und zerkleinern sie falls notwendig (wer wie gesagt Ananasstücke kauft, kann sich diesen Schritt natürlich sparen)
14 - Ananas schneiden / Dice ananas

gießen die Erbsen ab
15 - Erbsen abschütten / Pour peas

und schneiden schließlich den Schinken in kleine Stücke.
16 - Schinken schneiden / Cut ham

Dann dünsten wir die Zwiebeln in einer kleinen Pfanne glasig an
17 - Zwiebel andünsten / Sweat onions

und geben das Rindergehackte mit hinzu, um es krümelig anzubraten und dabei gleich mit Salz und Pfeffer zu würzen.
18 - Gehacktes anbraten & würzen / Fry ground meat & taste

Sobald es gut durchgebraten ist, stellen wir es erst einmal bei Seite für spätere Verwendung.
19 - Gehacktes durchgebraten / Fried ground meat

Die Tomaten geben wir nun in einen größeren Topf
20 - Tomaten in Topf geben / Pur tomatoes

und erhitzen sie, wobei wir sie mit dem Schneebesen etwas zerkleinern.
21 - erhitzen und zerkleinern / heat up and mix

Anschließend geben wir die Karottenwürfel,
22 - Möhren dazu / Add carrots

die Ananaswürfel,
23 - Ananas rein / Add ananas

den Schinken,
24 - Schinken addieren / Add ham

und die Erbsen hinzu,
25 - Erbsen hinzufügen / Add peas

lassen alles kurz aufkochen und rühren dabei den ersten Löffel Tomatenmark unter.
26 - Tomatenmark unterrühren / Mix tomato puree

Dann geben wir das angebratene Rinderhack und die Zwiebeln mit in den Topf
27 - Hackfleisch in Topf geben / Add ground meat

und gießen alles mit der Sahne auf.
28 - Sahne aufgießen / Add cream

Während alles nun für fünf bis sieben Minuten vor sich hin köchelt, rühren wir auch den zweiten Esslöffel Tomatenmark ein
29 - Löffel Tomatenmark unterheben / Add and mix tomato puree

und würzen auch gleich alles kräftig mit Salz und Pfeffer sowie einem Schuss Ananassaft
30 - Würzen / Taste

bis alles den gewünschten, kräftigen Geschmack erreicht hat, was wir einfach durch probieren testen können. Dabei sollte wir auch auf den Kochgrad der Möhren achten, sie sollten einigermaßen gut durchgekocht sein.
31 - Probieren / Try

Nun können wir den Ofen auf 200 Grad vorheizen und eine Auflaufform ausfetten, deren Boden wir anschließend für besseren Halt mit etwas Sauce aus dem Topf bedecken. Dabei sollten wir aber darauf achten, möglichst kein Fleisch oder Gemüse mit zu schöpfen.
32 - Boden mit Sauce bedecken / Add some sauce

Es folgen eine Schicht Lasagne-Platten,
33 - Mit Lasagne belegen / Cover with sheets of lasagne

die wir mit einer guten, aber nicht zu dicken Schicht der Mischung aus Fleisch, Gemüse und Sauce bedecken,
34 - Mit Mischung belegen / Add sauce

Es folgen eine weitere Schicht Lasagneplatten (ich fing jetzt an etwas zu stückeln),
35 - Lasagneplatten darüber / Add lasagne sheets

eine weitere Schicht Füllmasse
36 - Weitere Schicht Mischung / more sauce

gefolgt von einer Lage Lasagneplatten
37 - Lasagneplatten hinzufügen / add lasagne sheets

und schließlich dem Rest der Fleisch-Gemüse-Mischung.
38 - Rest Mischung einfüllen / Add remaining sauce

Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, aber hier sprach das Rezept davon mit einer Lage Lasagneplatten abzuschließen und ich war natürlich so folgsam mich daran zu halten.
39 - Noch mal Lasagneplatten / Again sheets of lasagne

Dabei hatte ich jedoch übersehen dass der Autor davon sprach, zu dem nun aufzustreuenden Gouda auch noch Butterflöckchen hinzuzufügen gewesen wären, was ich jedoch nicht befolgte. Ich würde aber vorschlagen, die letzte Schicht Lasagneplatten einfach wegzulassen. Zu dem wozu die hier gezeigte Vorgehensweise führt kommen wir gleich.
40 - Mit Gouda bestreuen / Add gouda

Ist der Backofen aufgeheizt, schieben wir unsere Auflaufform dann hinein und lassen sie für ca. 40 Minuten überbacken.
41 - Überbacken / au gratin

Dann können wir sie entnehmen
42 - Lasagne Hawaii - Fertiges Gericht

und das Gericht servieren.
43 - Lasagne Hawaii - Serviert

Leider war durch die abschließende Schicht von Lasagneplatten der Käse ziemlich knusprig und fest geworden und dabei auch gleich mit der obersten Schicht Lasagneplatten verschmolzen, die daraus resultierend natürlich nicht wirklich durchgekocht waren. Darunter fand sich aber dann eine wirklich sehr gelungene Lasagnezubereitung aus Tomaten-Sahne-Sauce mit Erbsen, Schinken, Ananas und Hackfleisch, die wie ich fand geschmacklich sehr harmonierte. Vor allem die Mischung aus fruchtigen Tomaten mit dem leicht süßen Ananasstücken und dem Fleisch fand ich wirklich sehr lecker. Ich konnte also dennoch durchaus zufrieden sein.

44 - Lasagne Hawaii - CloseUp

Meiner Kalkulation nach komme ich bei den Nährwerten auf ca. 2600kcal für die gesamte Auflaufform (inkl. Käse), verteilt auf 4 Portionen wären dass dann 650kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ein wirklich sehr akzeptabler Wert wie ich finde, ich hatte da irgendwie mit weitaus mehr gerechnet. Somit kann ich auch das heutige Kochexperiment – trotz des kleinen Fauxpas mit dem Käse – durchaus als erfolg verbuchen. Das nächste Mal werde ich den Käse dann einfach auf die letzte Schicht der Fleisch-Gemüse-Masse auftragen wie ich es auch bei den vorher gefertigten Lasagne gemacht habe und dann sollte so etwas wie heute nicht mehr passieren. Zwar würden wohl auch, wie im ursprünglichen Rezept beschrieben, einige Butterflocken auf dem Käse den Effekt haben, dass dieser nicht zu knusprig wird, aber das lehne ich aus kalorientechnischen Gründen ab.

Also: Guten Appetit

Nachtrag 20.02.2012: Habe mir heute eine Portion der Reste des Hawaii-Lasagne in der Mikrowelle warm gemacht – und jetzt war der Käse schön weich und absolut essbar wie ich fand. Nachdem er abgedeckt einen Tag im Kühlschrank gelagert hatte, war er wohl etwas durchgeweicht und hatte dadurch genau die richtige Konsistenz erhalten. Somit kann ich also nicht nur bestätigen dass sich das Gericht wunderbar zum aufwärmen eignet, sondern auch die Behauptungen bezüglich des Käses zumindest teilweise relativieren. 😉