Mexikanische Tortilla-Lasagne – das Rezept
3.12.2011 21:13 kochexperimente, kulinarisches4 Kommentare
Heute war mir wieder einmal nach einem mexikanisch angehauchtem Gericht. Bei der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich dabei in meiner Sammlung auf eine mexikanische Lasagne mit Weizentortillas – ein Gericht dass alleine vom Namen her schon sehr interessant klang. Also entschied ich mich dazu, heute diese Zubereitung zu versuchen. Dabei ließ ich natürlich auch noch einige eigene Ideen mit einfließen und optimierte das Ganze so noch einmal. Das Ergebnis konnte sich schließlich wirklich sehen und vor allem schmecken lassen – da möchte ich es natürlich nicht versäumen dieses Rezept hier in üblicher Form einmal kurz vorzustellen.
Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?
350g Hackfleisch – halb & halb

1 Jalapeno (wenn man es scharf mag)

150-180g Käse nach Wahl zum bestreuen (Ich verbrauchte meine Reste von Pizzakäse und Gouda)

zum Würzen: Pfeffer, Salz, Chilipulver, Paprika rosenscharf, Paprika edelsüß

etwas Öl zum braten
etwas Butter zum ausfetten der Auflaufform
Kommen wir nun zur Zubereitung und beginnen damit, die verschiedenen Gemüsesorten vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und schneiden sie in feine Würfel,

schälen die Knoblauchzehen, entkernen die Paprika und zerteilen sie ebenfalls in kleine Stücke

und befreien auch unsere Jalapeno von ihren Kernen und schneiden sie in kleine Plättchen.

In einer großen Pfanne erhitzen wir dann etwas Öl und geben unsere Zwiebelwürfel hinein

um sie dann unter Zugabe der Knoblauchzehen, die wir dazu pressen, glasig andünsten.

Außerdem geben wir auch unsere Japalpeno-Stückchen hinzu, um sie ebenfalls mit anzubraten.

Nachdem die Zwiebeln gut angeschwitzt sind, bröseln wir unser Hackfleisch mit in die Pfanne

und braten es dort krümelig an, wobei wir es gleich etwas mit Salz und Pfeffer würzen.

Ist das Hackfleisch einigermaßen durchgebraten, addieren wir schließlich die Paprikawürfel um sie für drei bis vier Minuten ebenfalls mit anzubraten.

Anschließend folgen die Kidneybohnen

welche wir für mindestens weitere fünf Minuten bei gelegentlichem Umrühren in der Pfanne bruzzeln lassen.

Dann ist es an der Zeit die Tomatenstücke unterzuheben

und dann auch den Joghurt und den Paprika-Frischkäse beizugeben.

Alles verrühren wir nun gut miteinander

und lassen es dann aufkochen. Während es aufkocht rühren wir 2 – 3 EL Tomatenmark mit ein

und würzen alles mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Tabasco und Chiliflocken.

Trifft das Ganze dann unsere Geschmack – was wir leicht feststellen können indem wir es probieren – lassen wir es nun für ca. 20 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln und vergessen dabei nicht die Masse hin und wieder umzurühren. Dabei sollte sie von der Konsistenz her etwas dicklicher werden.

Ist die Masse nach den zwanzig Minuten dann fertig beginnen wir den Backofen auf 175 Grad vorzuheizen, fetten eine Auflaufform mit etwas Butter aus und legen zwei Tortillas hinein.

Auf die Tortillas bringen wir dann eine erste, dünne Schicht unserer Füllmasse auf,

fügen zwei weitere Tortillas hinzu

schichten wieder etwas Hack-Bohnen-Mais-Mischung darauf,

geben erneut eine Schicht Tortillas darauf

und schließen dann mit dem Rest der Masse ab. Erfreulicherweise hat die gekochte Menge ganz genau gereicht.

Das Ganze bestreuen wir dann abschließend noch mit geriebenen Käse unserer Wahl. Ich hatte noch Reste von Gouda und Pizzakäse (Mozzarella) im Kühlschrank welche ich hier aufbrauchte und kombinierte.

Ist der Backofen aufgeheizt, geben wir unsere Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und überbacken alles für ca. 20 bis 25 Minuten.

Sobald der Käse den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat, können wir schließlich die Auflaufform entnehmen

und das Gericht schließlich servieren.

Die Füllmasse aus Hackfleisch, Kidneybohnen, Mais, Tomaten, Joghurt und Paprika-Frischkäse erwies sich wirklich als überaus gelungen, wobei die Gewürze, Tabasco und vor allem die mit angebratene Jalapeno dem Ganzen eine wirklich nicht zu verachtende, kräftige Schärfe gab. Auf die Idee so etwas mit Naturjoghurt zuzubereiten war ich bisher noch gar nicht gekommen und ich muss zugeben dass ich Anfangs etwas skeptisch war, doch das Ergebnis räumte jegliche Zweifel bei Seite dass sich auch Joghurt und mit gebratener Paprika versehener Frischkäse perfekt dazu eignen in einer Füllmasse für ein mexikanisches Gericht verarbeitet zu werden. Trotzdem hatte sich der fruchtige Geschmack der Tomaten und des Tomatenmarks gut darin gehalten. Insgesamt ein wirklich gelungenes Kochexperiment kann ich da nur sagen.
Was die Kalorien angeht ist das Ganze natürlich nicht gerade eine Diätzubereitung. Ich habe die Zutaten mal zusammengerechnet und komme für alles zusammen auf ca. 3200kcal, das wären bei vier Portionen 800kcal pro Portion, bei drei Portionen sogar 1067kcal pro Portion. Ziemlich heftig, aber das war es mir wert – immerhin handelte es sich hierbei auch um meine einzige Mahlzeit am heutigen Tag.
Wie immer hoffe ich dem einen oder anderen Hobbykoch damit eine kleine Anregung gegeben zu haben – ich kann das Rezept auf jeden Fall mal wieder wärmstens weiter empfehlen.
Guten Appetit

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Rote Beete-Kartoffel-Gratin mit Hackfleisch – das Rezept
26.11.2011 21:28 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Bereits seit längerem geisterte mir der Gedanke im Kopf herum dass ich eigentlich mal etwas mit Roter Beete zuzubereiten. Seit vielen Jahren habe ich diese außer als minimaler Bestandteil von Beilagensalaten nicht mehr verzehrt und dabei zählt diese Rübenart ja aufgrund seines hohen Vitamin-B-, Kalium-, Eisen- und vor allem Folsäure-Gehalts zu den sehr gesunden Nahrungsmitteln. Leider waren die meisten Rezepte die ich fand für Salate oder Suppen, doch ein paar wenige klangen recht vielsprechend. Aus diesen kombinierte ich mir die mir am besten erscheinenden Komponenten schließlich zu diesem Rezept zusammen. Trotz einiger Bedenken, auf die ich noch weiter unten kurz eingehen werde, war das Ergebnis ein unglaublich leckeres Gratin aus Rote Beete und Kartoffeln das meine Erwartungen sogar noch übertraf. Daher möchte ich nicht darauf verzichten dieses Rezept hier in üblicher Form kurz vorzustellen.
Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?
600g Kartoffeln - festkochende Sorte

400-450g Rote Beete - ich wählte die vorgekochte, vakkumverpackte Sorte. Wer frische Rote Beete nimmt muss diese natürlich noch vorgaren

300-330g Gehacktes vom Schwein oder Halb & Halb

1 altbackene Semmel (z.B. vom Vortag)

ca. 80g Käse nach Wahl zum bestreuen – ich wählte Gouda

sowie Salz, Pfeffer und Kümmel zum würzen
und etwas Butter zum ausfetten der Form
Kommen wir nun zur Zubereitung: Zuerst kochen wir einmal die Kartoffeln in leicht gesalzenen Wasser bis sie gut durch, aber nicht zu weich sind.

Außerdem können wir schon die Semmel in etwas Wasser oder wahlweise Milch einweichen.

Während die Kartoffeln vor sich hin kochen schneiden wir die Rote Beete in schmale Streifen

und schälen die Zwiebel, um sie dann sehr fein zu würfeln.

Nachdem wir die eingeweichte Semmel von uns gut ausgedrückt wurde, geben wir sie gemeinsam mit dem Gehackten in eine passendes Behältnis und vermengen beides.

Dabei heben wir auch die Zwiebelwürfel unter

und würzen alles kräftig mit Salz, Pfeffer und etwas Kümmel.

Sind die Kartoffeln fertig gekocht – ich teste dies indem ich sie mit einer Gabel ansteche und prüfe ob die Zinken gleichmässig bis zur Mitte durchdringen – gießen wir sie ab und lassen sie kurz abkühlen.

Während die Kartoffeln abkühlen, verrühren wir den Schmand mit der Gemüsebrühe so, dass keine Klumpen übrig bleiben,

binden alles mit 2 Esslöffeln Mehl

und schmecken es schließlich noch mit Salz und Pfeffer ab.

Sobald die Kartoffeln so weit abgekühlt sind dass wir sie problemlos mit der Hand halten können, schälen wir sie

und schneiden sie ebenfalls in schmale Scheiben. Dabei sollte die Dicke ungefähr gleich jener sein die wir bei der Roten Beete gewählt haben.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 180 Grad (Elektroherd) vorzuheizen.
In einer mit Fett ausgeriebenen Auflaufform schichten wir nun die Scheiben der Roten Beete und der Kartoffeln schuppenartig übereinander,

verteilen die gewürzte Hackfleischmischung darauf (Ich hatte nur 250g verwendet, daher habe ich die Menge oben bei den Zutaten angepasst)

und übergießen alles gleichmäßig mit unserer gewürzten Sauce aus Schmand und Gemüsebrühe.

Es folgt nun eine weitere Schicht aus Roter Beete und Kartoffeln

die wir noch einmal kräftig mit Salz und Pfeffer würzen

und abschließend mit Käse bestreuen.

Sobald der Backofen vorgeheizt ist, schieben wir unsere Form auf der mittleren Schiene hinein und überbacken alles für ca. 50 Minuten.

Danach brauchen wir alles nur noch zu entnehmen

und am besten sofort servieren.

Ich hatte ja Bedenken wegen der Verwendung von rohem Gehackten gehabt und befürchtet dass die Fleischmasse trotz der dünnen Ausbringung nicht richtig gar wird, doch diese Bedenken erwiesen sich als vollkommen unbegründet. Zwischen den beiden Schichten aus Kartoffel- und Rote Beete-Scheiben fand ich eine lockere, aber gut durchgebackene Fleischmasse. Gemeinsam mit dem würzigen Guss aus Schmand und Gemüsebrühe und dem Gemüse erwies sich dieses Gericht als extrem schmackhaft und gelungen. Die Kombination aus Roter Beete und Kartoffeln bot dabei eine fast perfekt zusammenpassende Kombination, die durch die Sauce und das Fleisch schließlich wunderbar abgerundet wurden.
Abgesehen von der etwas zu klein geratenen Menge an Hackfleisch – ich habe die Zutaten entsprechend angepasst – gibt es eigentlich nichts was ich hätte anders oder besser bei diesem Gericht machen können. Das Würzen des Hackfleischs mit Kümmel mag nicht jedermanns Geschmack sein, aber ich fand dass dieses Gewürz in diesem Fall wunderbar mit den anderen Zutaten harmonierte und ich war froh nicht darauf verzichtet zu haben. Des weiteren habe ich die Erkenntnis gewonnen dass man aus rohes Hackfleisch ohne Bedenken im Backofen als Bestandteil eines Auflaufs oder Gratins verwenden kann. Zuerst hatte ich hier mit dem Gedanken gespielt es vorher anzubraten, doch das hätte dann natürlich nicht die feste Hackfleischschicht ergeben wie ich sie hier vorgefunden hatte.
Was die Kalorien angeht hat dieses Gericht insgesamt meiner Berechnung nach knapp 2000kcal, also bei drei Portionen 666,67kcal oder bei vier Portionen 500kcal pro Portion – das finde ich geht eigentlich und ist für ein gutes Mittagsgericht ein absolut akzeptabler Wert. In der Summe also ein einfaches und sehr, sehr leckeres Rezept dass ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann.
In diesem Sinne: Guten Appetit

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Leberkäse-Sauerkraut-Auflauf mit Zwiebelsuppe
31.10.2011 13:26 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Heute gab es mal wieder einen Leberkäse-Sauerkraut-Auflauf, der in der Zubereitung meine Rezept von hier sehr ähnelt, man hat statt dem Senf aber eine Portion Instant-Zwiebelsuppe in die Sahne gemischt. Interessante geschmackliche Alternative, vorausgesetzt natürlich man mag Zwiebelsuppe. Ich fand es auch jeden Fall sehr lecker – kann diese Zubereitungsart auch sehr weiter empfehlen.
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Putengyros-Nudelauflauf mit Schafskäse – das Rezept
22.10.2011 22:01 kochexperimente, kulinarisches3 Kommentare
Auf der Suche nach einem passenden Rezept für ein leckere Mittagsgericht stieß ich heute auf eine verlockend klingende Zubereitungsanleitung für einen Gyros-Nudelauflauf, die ich aber noch nach eigenem Gutdünken modifizierte und erweiterte, wobei die Verwendung von selbst mariniertem Putenfilet und das Addieren von Schafskäse eindeutig zu den größten Änderungen gehörten. Und das Ergebnis war wirklich mal wieder sehr gelungen wie ich feststellen durfte. Daher möchte ich es nicht versäumen meine Variation dieses Gerichtes hier in gewohnter Form vorzustellen.
Was benötigen wir also für drei bis vier Portionen?
Für die Marinade: (von oben links beginnend)
1 TL Oregano
1/2 TL Basilikum
1/4 TL weißer Pfeffer
1/4 TL Paprika rosenscharf
1/2 TL Thymina
1/4 TL Kreuzkümmel
1/4 TL Salz
1 Prise Zimt
2-3 Knoblauchzehen
ca. 30ml Olivenöl
1 Schuß Zitronensaft

Außerdem benötigen wir:
350g Nudeln nach Wahl (Ich nahm Fusili, es gehen aber auch Penne oder Farfalle)

180-200g Champignons (frisch oder Dose – ich nahm frische)

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen und etwas zusätzliches Olivenöl zum anbraten.
Kommen wir nun zur Zubereitung: Zuerst waschen wir das Putenfilet, tupfen es trocken und schneiden es dann in schmale Streifen.

Dann vermengen wir die Gewürze, das Olivenöl, die gepressten Knoblauchzehen und den Zitronensaft zu einer Marinade

und legen unsere Putenfiletstreifen darin ein. In einem verschließbaren Behältnis kommt das Ganze dann für 2 Stunden in den Kühlschrank.

Kurz vor Ende der Marinierzeit können wir dann damit beginnen den Rest vorzubereiten. Wir kochen also die Nudeln in Salzwasser nach Packungsanleitung,

brausen die Champignons ab, trocknen sie und schneiden sie in schmale Scheiben,

entkernen und schneiden die Paprikaschote in kleine Stücke,

schälen die Zwiebel und schneiden sie in schmale Ringe

und entkernen und schneiden die Chilischote in kleine Stücke.

Sobald die Nudeln fertig sind – ich probiere dazu einfach eine – schütten wir sie in ein Sieb, schrecken sie kurz mit kalten Wasser ab und lassen sie abtropfen.

Dann braten wir die Paprikawürfel in etwas Olivenöl an

und fügen nach ein bis zwei Minuten die Champignons dazu, die wir ebenfalls mit anbraten.

Ist alles gut durchgebraten legen wir es erst einmal beiseite,

braten das marinierte Fleisch scharf von allen Seiten an nachdem wir es aus der Marinade genommen, kurz abgespült und getrocknet haben – wir wollen ja nicht die Gewürze mit Braten und dabei verbrennen,

schalten die Platte etwas herunter, dünsten die Zwiebel und die gepresste Knoblauchzehe mit an

und geben noch die Chilistücke mit hinzu. Alles lassen wir für einige Minuten braten.

Anschließend addieren wir die stückigen Tomaten,

und würzen den Pfanneninhalt mit Basilikum, Oregano und Thymian

bevor wir schließlich die Sahne aufgießen.

Den Pfanneninhalt lassen wir kurz aufkochen und rühren dann 50g Emmentaler – ungefähr eine Handvoll – in die Masse ein, wo wir ihn schmelzen lassen

und heben dann die Paprika und Pilze wieder unter.

Abschließend schmecken wir alles noch mit Salz und Pfeffer

sowie einem kräftigen Schuss Tabasco ab.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.
In eine gefettete Auflaufform schichten wir dann einige der Nudeln

geben etwa die Hälfte der Fleisch-Gemüsemischung auf die Nudeln

und bröseln die Hälfte des Schafskäses darauf.

Es folgt eine weitere Schicht Nudeln

und schließlich noch der Rest des Schafskäses.

Abschließend bestreuen wir alles noch einmal mit einer Schicht geraspelten Emmentaler.

Ist der Backofen aufgeheizt, geben wir die Auflaufform schließlich hinein und lassen alles für ca. 20-25 Minuten überbacken.

Sobald der Käse schön zerlaufen ist und beginnt braun zu werden, können wir die Auflaufform schließlich wieder entnehmen

und das Gericht am besten gleich heiß servieren.

Die Entscheidung Emmentaler und Schafskäse kombiniert zu verwenden mag im ersten Moment ungewöhnlich klingen, aber sie erwies sich als geschmacklich sehr gelungene Entscheidung. Gemeinsam mit dem pikant marinierten Fleisch, der kräftig gewürzten Tomaten-Sahne-Sauce und den Paprika- und Champignonstücken, die durch das anbraten ein kräftiges Aroma entwickelt hatten, erwies sich dieses Gericht als würziges und vor allem leckeres Kochkreation die mich mit ihrer pikanten Kräuternote und dem salzigen Schafskäse geschmacklich sehr ansprach.
Im Originalrezept war noch von der Beigabe von 2cl Metaxa (griechischer Weinbrand) die Rede gewesen, da ich so ein Zeug aber nicht trinke und auch nicht bereit war wegen eines Rezeptes eine Flasche zu kaufen, verzichtete ich darauf. Ansonsten sei abschließend noch angemerkt, dass es sich hier nicht gerade um ein leichtes Gericht handelt. Meiner Berechnung nach hat die ganze Auflaufform ca. 3500kcal, also bei vier Portionen wären das 875kcal pro Portion – aber das war bei dem vielen Käse und der Sahne ja zu erwarten gewesen. Wer nicht auf Kalorien achten muss dem sei dieses Rezept aber wärmstens ans Herz gelegt – ein wirklich leckeres Gericht das sich nicht nur durch seine pikante Kräuternote von anderen Auflaufen deutlich abhebt.
Guten Appetit

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Rosenkohl-Kartoffel-Auflauf mit Kassler – das Rezept
12.10.2011 22:33 kochexperimente, kulinarisches2 Kommentare
Heute entdeckte ich im Kühlschrank noch die Reste der zu viel gekochten Kartoffeln vom Samstag, die dringend noch verbraucht werden mussten. Normalerweise hätten es hier natürlich auch einfache Bratkartoffeln getan, doch während ich nach einer interessanten Zusammenstellung suchte, kam ich über ein Kartoffelgratin hin zu einem Rezept für eine Kartoffel-Rosenkohl-Gratin. Dieses als Grundlage nehmend und es nach eigenem Gutdünken modifizierend entstand so heute Abend eine Kreation, die sie als so lecker herausstellte dass ich es nicht vermissen möchte das Gericht hier kurz vorzustellen.
Was benötigen wir für 2 Portionen?
180-200g gekochte Kartoffeln (z.B. Reste vom Vortag)

25g Butter (plus etwas Butter zum ausfetten der Form)

3-4 Röstis – optional (hier kann man auch die Kartoffeln reiben, ich hatte diese aber noch übrig und sie mussten weg)

sowie etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
Zuerst kochen wir den Rosenkohl für zehn Minuten in etwas Wasser.

Während der Rosenkohl kocht, schneiden wir uns vier Scheiben Kassler

fetten die Auflaufform aus und belegen den Boden mit einigen Kartoffelscheiben.

Dann würzen wir die Kartoffelscheiben mit etwas Pfeffer und belegen sie mit den Kasslerscheiben. Stückeln ist hier durchaus in Ordnung.

In einem weiteren Topf zerlassen wir nun die Butter,

rühren das Mehl mit einem Schneebesen ein

und gießen alles mit der Sahne auf.

Dann rühren wir die Gemüsebrühe ein,

und schmecken das Ganze mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab.

Außerdem heizen wir den Backofen auf 180 Grad vor.
Sind die Rosenkohl-Röschen fertig gekocht, gießen wir sie ab, lassen sie kurz abkühlen

und halbieren sie dann mit einem scharfen Messer.

Mit diesen Rosenkohl-Hälfte belegen wir dann die Kasslerscheiben.

Entweder zerbröseln wir nun die Röstis oder zerreiben die restlichen Kartoffeln mit Hilfe einer groben Küchenreibe,

und bestreuen den Rosenkohl damit. Ich ergänzte die Rösti-Brösel dabei mit geriebenen Kartoffeln.

Nun gießen wir die Bechamel-Gemüsbrühe-Sauce darüber

und bestreuen diese noch etwas mehr Emmentaler.

Ist der Backofen aufgeheizt, schieben wir die Auflaufform hinein und backen dort alles für 30 – 35 Minuten.

Sobald die Kruste beginnt braun zu werden, können wir das Gericht entnehmen, kurz abkühlen lassen

Das Ergebnis war ein angenehm würziger Auflauf, dessen Schichtung aus Kartoffelscheiben, Kassler, Rosenkohl, Kartoffelraspeln und der Bechamel-Sauce (die mit Sicherheit bei ihrem Buttergehalt einer der Hauptgeschmacksträger war) geschmacklich wunderbar harmonierten.
Natürlich hätte man auch die Kartoffeln komplett raspeln und gleich mit einem Boden aus Kartoffelraspeln beginnen können, ich gebe aber ehrlich zu dass ich auf die Idee erst kam als ich merkte dass die Röstistücke nicht ausreichen würden. Für ein Spontanrezept, dass eigentlich nur dazu gedacht war ein paar Kartoffelreste zu verbrauchen, eine wahrlich leckere Kreation. Kann dieses kleine Rezept daher wärmstens weiter empfehlen. Meiner Kalkulation nach hat eine Portion übrigens 580kcal, der ganze Auflauf 1160kcal – also für ein Abendessen kein wirklich leichtes Gericht, aber doch weniger als ich befürchtet habe.
In diesem Sinne: Guten Appetit

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