Gaeng Panang Gai [03.12.2012]

Nicht das die Angebote der regulären Küche besonders schlecht gewesen wären, sowohl der Hausgemachte Gemüsestrudel mit Schmorgurken & Kräuterdip bei Vitality als auch die Griechischen Bifteki mit Ajvar frischen Zwiebeln und Tomatenreis bei Globetrotter und der Kartoffeleintopf mit Wiener Würstchen, dazu Bauernbrot bei Tradition der Region hatten ihren gewissen Reiz, aber nach zwei Wochen Abstinenz fühlte ich mich geradezu verpflichtet, auch mal den Asia-Gerichten wieder eine Chance zu geben. Also kombinierte ich mir aus Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry sowie einigen der Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen (wobei ich hier nur die vegetarische Variante wählte) mein heutiges Mittagsgericht. Außerdem gab es noch ein asiatisches Gericht mit gebratenen Rindfleischstreifen, aber zwei von drei Angeboten waren mir dann doch genug. Dazu durfte natürlich ein Schälchen Reis und ein Glückskeks nicht fehlen.

Gaeng Panang Gai

In einer würzigen, mit Kokosmilch und leicht scharfen, roten Curry angemachten Sauce fanden sich eine wie üblich sehr bunte Gemüsezusammenstellung aus Paprika, Blumenkohl, Lauch, Weißkohl, Mangold, Frühlingszwiebeln, Möhren und Sprossen fand sich angebratenes, mageres Hühnchenfleisch, das man ähnlich Hühnerklein dieses mal in eher feiner Aufteilung ähnlich Hühnerklein. Gemeinsam mit dem Reis, den ich mir wie üblich mit einem Esslöffel süß-scharfer Chilisauce garniert hatte ein überaus schmackhaftes und sättigendes Mittagsgericht, an dem es keinerlei Kritikpunkte anzubringen gab.
Bei den restlichen Gästen waren die Vorlieben heute wieder sehr breit gestreut, so dass es mir auf Anhieb schwer fiel eine klare Platzierung für die heutige Allgemeine Beliebtheitsskala zu definieren. Bei längerem hinsehen kristallisierte sich aus meiner Sicht jedoch heraus, dass die Bifteki mit knappen Vorsprung den Platz eins für sich bestimmen konnten. Platz zwei teilten sich die Asia-Gerichte und der Kartoffeleintopf mit Wienern und, knapp dahinter, auf einem für ein vegetarisches Gericht unglaublich guten dritten Platz folgte schließlich der hausgemachte Gemüsestrudel. Hätte ich nicht den Asia-Gerichten unbedingt mal wieder Respekt zollen müssen, wäre der Strudel aber mit Sicherheit auch meine erste Wahl gewesen, soviel steht fest. 😉

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Panang Gai: ++
Reis: ++

Gebackener Seelachs in Chilisauce [15.11.2012]

Zwar bot die regulär-westliche Küche mit Gerichten wie Rindergeschnetzeltes mit grünem Pfeffer und Kroketten bei Tradition der Region, einem Putensteak “Hawaii” mit fruchtiger Currysauce und Mandelreis bei Globetrotter und vor allem einer Gebackenen Polentaschnitte mit einem Ratatouillegemüse bei Vitality durchaus interessante Gerichte an, doch zumindest ein Mal in der Woche wollte ich heute auch der Asia-Thai-Theke meinen Respekt zollen und dazu schien der Gebackene Seelachs mit verschiedenem Gemüse in Chilisauce (scharf), der dort neben Gebratenen Curry Gemüse nach Thai-Art und Gai Pad Prik King – Hähnchenfiletstreifen mit frischem Gemüse in rotem Curry angeboten wurde genau richtig. Leider war der Wok fast leer als ich dort ankam, doch das was ich noch rausfischen konnte reichte glücklicherweise für eine ausgewogene Portion. Dazu nahm ich mir die für asiatische Gerichte übliche Schale Reis und einen Glückskeks und fertig war mein heutiges Mittagsmahl.

Gebackener Seelachs in Chilisauce / Baked coalfish in chili sauce

Das Gericht war zwar als scharf angekündigt gewesen, jedoch erwies sich die Schärfe trotz beigefügter Chilischoten als eher mild, was ich zwar ein wenig schade fand – da ich ja ein Freund scharfer Gerichte bin – aber es nicht rechtfertigt dass ich hier Abzüge in der Endnote gebe. Zumal die Kombination aus paniert gebratenen, grätenfreien und zarten Seelachsfilets und einer wie üblich reichen Gemüsemischung, in der ich Möhren, Zucchini, Weißkohl, Blumenkohl, Broccoli, Keimlinge und Auberginen entdecken konnte, sich wie üblich mal wieder als sehr lecker erwies und gemeinsam mit dem Reis als Sättigungsbeilage, zumindest aus meiner Sicht, keine Wünsche offen ließ.
Bei den anderen Gästen lag heute aber, so zumindest meine Beobachtung, lag heute das Putenschnitzel “Hawaii” mit deutlich erkennbaren Vorsprung auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Um Platz zwei lieferten sich das Rindergeschnetzelte mit grünem Pfeffer, das ich übrigens vor hier schon mal probiert hatte, und die Asia-Gerichte ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, welches meiner Meinung nach das Geschnetzelte knapp für sich entscheiden konnte und somit die asiatischen Angebote auf Platz drei verdrängte. Die Polentaschnitte war für ein vegetarisches Bericht zwar auch ungewöhnlich häufig gewählt worden, aber für mehr als einen guten vierten Platz reichte es trotzdem leider nicht.

Mein Abschlußurteil:
Seelachs in Chilisauce: ++
Reis: ++

Kartoffel-Gemüsepfanne mit Leberkäse

Kartoffel-Gemüsepfanne mit Leberkäse / Potato vegetable stew with meat loaf

Die Grundlage für dieses Gericht war eine Kartoffel-Gemüsemischung der Firma Eismann aus Kartoffeln, Blumenkohl, Möhren, Romanesco und Broccoli, die mit etwas Leberkäse verfeinert und dann gebraten wurde. Nicht gerade ein leichtes Gericht, vor allem wegen des Blumenkohls, dafür aber schnell zubereitet. Bald gibt es aber natürlich auch wieder richtige Kochexperimente.

Forelle “Müllerin Art” mit Petersilienkartoffeln [26.10.2012]

Obwohl die Forelle “Müllerin Art” mit zerlassener Butter und Petersilienkartoffeln bei Globetrotter heute mit Sicherheit, zumindest was die Nährwerte angeht, nicht die klügste Entscheidung, aber nachdem ich am Mittwoch zugunsten des Hamburgers auf mein Fischgericht verzichtet hatte, wollte ich zumindest am heutigen Freitag zugreifen. Zwar hatte die Asia-Thai-Theke neben mit Gebackene Ananas und Banane und Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry mit Gebackenen Seelachs mit verschiedenem Gemüse in süß-saurer Sauce ebenfalls etwas mit Fisch auf der Speisekarte, doch nachdem ich gestern ja bereits Asiatisch gespeist hatte, war mir heute nicht so danach. Und auch die traditionell-regionalen 4 Stück Reiberdatschi mit Apfelmus oder der Feine Putenbraten in Champignonsauce, dazu Vollkornreis bei Vitality konnten mich bei meiner Entscheidung nicht mehr umstimmen. Dazu gesellten sich noch eine kleine Schale mit Mischgemüse und ein Becherchen Obstsalat auf mein Tablett.

Forelle "Müllerin Art" mit Petersilienkartoffeln

Gemeinsam mit einer mehr als ausreichend großen Portion kleiner, festkochender Salzkartoffeln mit Petersiliengarnitur fanden sich zwei in Mehl gewendete, mit Haut gebratene Forellenfilets, die sich als angenehm zart erwiesen und mit nur sehr wenigen, kleinen und weichen Gräten aufwartete. Darüber war würzige, dünne Sauce mit deutlichem Butterarome verteilt worden. Natürlich wird so eine Buttersauce nicht komplett aus Butter angefertigt, viel mehr vermischt man geschmolzene Butter z.B. mit Fischfond und würzt diesen entsprechend. Dennoch wird, so denke ich, die Buttersauce wohl, aufgrund des doch recht hohen Fettgehalts, die kalorienreichste Komponente am ganzen Gericht gewesen sein. Die Gemüsemischung aus Möhren, Broccoli und Blumenkohl hatte man dieses sogar gewürzt, allerdings war die Würze aus Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen teilweise etwas verklumpt, was den Genuss etwas minderte. Am diesmal vollkommen ungesüßten Obstsalat aus Stücken von Äpfeln, Birnen, Mango, Melone, Orange sowie Weintrauben gab es aber keinen Grund zu Kritik und er bot einen überaus leckeren Abschluss des heutigen Mittagsmahls.
Leider waren, wie Freitags üblich, die Räumlichkeiten des Betriebsrestaurant deutlich schwächer als sonst besucht. Dennoch möchte ich es auch heute nicht versäumen eine Allgemeine Beliebtheitsskala aufzustellen. Fast sah es so aus als würden die Asia-Gerichte heute den ersten Platz belegen, doch bei genaueren Hinsehen und einem Blick in die Rückgabewagen für die Tabletts zeigte sich dann doch, dass die Forelle “Müllerin Art” sie wohl doch mit knappen Vorsprung überrundete und somit die Spitze belegte. Nach dem Asia-Gerichten auf Platz drei kamen heute dann mal die Reiberdatschi, also Kartoffelpfannkuchen, die recht eindeutig ein wenig beliebter erschienen als schließlich der Putenbraten mit Champignonsauce, der somit auf Platz vier landete. Alle Angaben sind dabei natürlich wie immer ohne Gewähr und können sich logischerweise nur auf den Zeitraum beziehen an dem ich selbst anwesend war – aber das dürfte wohl inzwischen allgemein bekannt sein. 😉

Mein Abschlußurteil:
Forelle “Müllerin Art”: ++
Buttersauce: ++
Petersilienkartoffeln: ++
Gemüsemischung: +
Obstsalat: ++

Gaeng Pad Nua [11.09.2012]

Im Bereich der regulären Küche hätte ich mich heute maximal für die Hähnchenbrust in der Knusperpanade auf Gemüsereis bei Tradition der Region erweichen können, weder die Gefüllte Aubergine mit Gemüse-Zartweizen bei Vitality (ich mag Auberginen nicht gerne in so großen Mengen) noch das Rinderlendensteak “Strindberg” mit Kartoffelkroketten bei Globetrotter (ich mag die Strindberg-Art mit ihrer Kombination aus Zwiebeln und viel Senf nicht – siehe dazu auch hier) konnte mich besonders begeistern. Aber zwei Mal hintereinander Geflügel und Reis wollte ich auch nicht, also schaute ich mich an der Asia-Theke um, wo ich neben Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry und Gebratene Schweinefleischstreifen mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce auch mal wieder Gaeng Pad Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry entdeckte. Dies schien genau das richtige für heute, also griff ich bei diesem Gericht zu und ergänzte es mit etwas Reis als Sättigungsbeilage.

Gaeng Pad Nua

Das zahlreich vorhandene, in lange dünne Streifen geschnittene Rindfleisch schien zwar heute etwas zäher als sonst, aber dies erwies sich nicht also so schlimm als dass ich es negativ in die Wertung einfließen lassen müsste. Gemeinsam mit der wie üblich bunten Gemüsemischung, in der ich Bambussprossen, Kohl, Möhren, Paprika, Broccoli, Zucchini, Blumenkohl, einige wenige Auberginenstücke und Frühlingszwiebeln entdeckte, sowie der würzigen, aber nicht sonderlich scharfen Sauce aus Kokosmilch und roten Curry und natürlich dem Reis ergab das Ganze wie üblich ein überaus schmackhaftes und sättigendes Mittagsgericht. Ich war insgesamt wirklich zufrieden.
Beim Gros der anderen Kantinengäste lag heute die Hähnchebrust in Knusperpanade mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala, gefolgt vom Rinderlendensteak “Strindberg” auf Platz zwei, den Asia-Gerichten auf Platz drei und der Gefüllten Aubergine schließlich auf Platz vier. Ich war zwar nicht sicher gewesen, ob aufgrund der Kroketten das Rinderlendensteak nicht doch auf Platz eins landen könnte, ansonsten entsprach die Platzierung eigentlich meiner Erwartung und dem aktuellen Trend.

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Pad Nua: ++
Reis: ++