Schweinelende in Kloßteig – das Rezept

Gute Gericht müssen nicht immer kompliziert sein, dachte ich so heute bei mir, als ich mit der Zubereitung dieser Schweinelende in Kloßteig fertig war und die ersten Bissen davon genossen hatte. Mit wenig Zutaten war es mir gelungen, ein wirklich sehr leckeres und sehr sättigendes Gericht zu kochen. Langsam muss ich dabei endlich mal meine Vorliebe für allen geschichtete, gestapelte und womöglich noch gratinierte offenbaren, denn langsam lässt sich das bei der Anzahl der Rezepte in dieser Richtung ja kaum mehr verbergen. Das ist ja so gesehen auch nichts schlechtes, denn daraus ergibt sich eine einfache Art in einem Arbeitsschritt Fleisch, Gemüse und Sättigungsbeilage zu einem leckeren Gericht zu kombinieren. Aber ich schweife ab, kommen wir also nun zur Schweinelende in Kloßteig in gewohnter Darstellung:

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

ca. 400g Schweinelende
01 - Zutat Schweinelende / Ingredient pork loin

2 kleine Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

150g Champignons
03 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

400g Kloßteig (Fertigen aus dem Kühlregal)
04 - Zutat Kloßteig / Ingredient dumpling dough

80-90g Streukäse nach Wahl – ich entschied mich für Edamer den ich noch vorrätig hatte
05 - Zutat Raspelkäse / Ingredient cheese

100ml Sahne – ich entschied mich mal wieder für die fettreduzierte Variante
06 - Zutat Sahne / Ingredient cream

1-1,5 EL Butterschmalz
07 - Zutat Butterschmalz / Ingredient butter oil

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen
und Butter, Butterschmalz oder Öl zum ausfetten der Auflaufform

Beginnen wir damit die Schweinelende zu waschen, trocken zu tupfen und in gleichmässige Scheiben zu schneiden, wobei wir sie gegebenenfalls von unnötigem Fett zu befreien. Ich schneide das rohe Fleisch immer auf einem separaten Schneidebrett mit einem gesonderten Messer, um jegliche Art von Salmonellenübertragung von vorne herein auszuschließen – auch wenn das Fleisch frisch ist, sollte man hier auf Nummer sicher gehen.
08 - Lende in Scheiben schneiden / Cur loin in slices

Die Lendenscheiben würzen wir dann von beiden Seiten mit etwas Salz und Pfeffer.
09 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Außerdem schälen und würfeln wir die Zwiebeln
10 - Zwiebeln würfeln / Dice onions

und waschen die Champignons, um sie dann in Scheiben zu schneiden.
11 - Champignons in Scheiben schneiden / Cur mushrooms in slices

In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun den Butterschmalz und braten die Lendenscheiben portionsweise von beiden Seiten scharf an. Dabei schrumpfen sie etwas, aber das macht weiter nichts. 😉
12 - Lende scharf anbraten / Sear loin

Anschließend senken wir die Temperatur der Kochplatte und braten die Champignonscheiben beidseitig an,
13 - Champignons anbraten / Braise mushrooms

um anschließend auch die Zwiebeln in der Pfanne kräftig anzudünsten.
14 - Zwiebeln andünsten / braise onions

Nun fetten wir eine Auflaufform aus und schichten die angebratenen Schweinelende-Scheiben hinein,
15 - Lende in Auflaufform schichten / Put loins in casserole

bedecken sie mit den angebratenen Zwiebeln
16 - Mit Zwiebeln belegen / Cover with onions

und geben schließlich die Champignons darüber.
17 - Champignons dazu / Add mushrooms

Alles übergießen wir dann gleichmässig mit 100ml Sahne. Das ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 180 Grad vorzuheizen.
18 - Mit Sahne übergießen / Douse with cream

Fehlt nur noch der Kloßteig. Diesen vermengen wir mit dem geraspelten Käse
19 - Käse und Kloßteig vermengen / Mix cheese and dumpling dough

und bedecken dann alles gleichmässig mit dieser Mischung.
20 - Mit Kloßteig-Mischung bedecken / Cover with dumpling dough cheese mix

Sobald der Backofen dann aufgeheizt ist, geben wir unsere Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und überbacken alles für ca. 45 Minuten.
21 - Überbacken / au gratin

An dieser Stelle sei noch empfohlen, eine etwas tiefere Auflaufform zu verwenden als ich es getan habe, denn gegen Ende neigt die Sahne dazu etwas hoch- und im schlimmsten Fallen überzukochen. Ich merkte es zu Glück früh genug um schlimmeres zu verhindern, denn ich konnte noch ein Auffanggefäß darunter schieben so dass die Verunreinigung des Backofens nur minimal war, aber ärgerlich ist es natürlich dennoch. Aber zum Glück beeinträchtigte dies nicht das Endergebnis. Natürlich sah man dennoch ein paar Spuren, als ich die Auflaufform nach 45 Minuten wieder entnahm und den Ofen abschaltete.
22 - Schweinelende in Kloßteig / Pork loin in dumpling dough - Fertig gebacken

Jetzt blieb nur noch das servieren und genießen.
23 - Schweinelende in Kloßteig / Pork loin in dumpling dough - serviert

Meine Befürchtung das Ganze würde zu lasch werden erwies sich zum Glück als vollkommen unbegründet. Die in der Sahne angenehm saftig und zart gewordenen Schweinelenden hatten nicht nur durch die ihnen eigene Würze mit Pfeffer und Salz, sondern auch durch die darauf geschichteten Zwiebeln einen angenehm würzigen Geschmack bekommen. Dazu passten die angebratenen Champignonscheiben geschmacklich wunderbar und der feste, mit geschmolzenem Käse durchzogene Kloßteig ergab eine sehr leckere und würzige Sättigungsbeilage. Ich konnte mit dem Ergebnis also überaus zufrieden sein. Dabei sei noch angemerkt, dass das Gericht eindeutig leicht “zwiebellastig” geworden ist, was mir sehr zusagte – wer dies allerdings nicht so mag, sollte ggf. etwas weniger Zwiebeln verwenden.

24 - Schweinelende in Kloßteig / Pork loin in dumpling dough - CloseUp

Kommen wir nun wie immer zu den Nährwerten. Meiner Kalkulation nach liegt der Inhalt der Auflaufform bei fast genau 1300kcal, das entspricht also 650kcal pro Portion. Nicht wenig, aber auch noch im Rahmen einer guten Hauptmahlzeit wie ich finde. Hier könnte man durch die Verwendung von Putensteaks noch ein paar Kalorien einsparen. Eine weitere Variation, die mir leider erst während des Schreibens dieses Beitrags in den Sinn gekommen ist, wäre das einrühren von ein paar Kräutern (Italienische Kräuter, Kräuter der Provence etc.) in die Sahne bevor man diese über den Inhalt der Auflaufform gießt. Aber das nur am Rande erwähnt, ich fand die Zubereitung auch so wie ich sie hier vorgestellt habe sehr gelungen und kann sie vorbehaltlos weiter empfehlen.

Also: Guten Appetit

Semmel, überbackener Seelachs, Gebäck & Weißbrot mit Wurst & Käse [07.03.2012]

Den Dienstag in der Herzogpark-Klinik fasse ich mal zu einem Beitrag zusammen.
Am Morgen gab es eine Semmel mit zwei Scheiben Pilz-Mortadelle, einer Scheibe Käse sowie einer kleinen Kanne Kaffee und einem Erdbeer-Joghurt.

Frühstück Breakfast

Zwar gehört Pilz-Mortadella nicht gerade zu meinen Favoriten, aber da man ja nur die Option Wurst wählen kann, hat man hier keine große Auswahl. Ein einfaches und sättigendes Frühstück an dem ich sonst nicht kritisieren kann.
Um die alte Mittwochs ist Fischtag Tradition beizubehalten, wählte ich für den Mittag ein Gericht aus der Sektion Leichte Vollkost mit der Bezeichnungs Alaska-Seelachsfilet mit pikanter Gemüse-Käse-Auflage überbacken, dazu Dillkartoffeln, dass mit gerade mal 490kcal auch einen relativ leichten Genuss versprach.

Seelachs überbacken mit Dillkartoffeln

An der Präsentation hätte man zwar durchaus noch arbeiten können, davon aber abgesehen erwies sich meine Wahl als durchaus leckeres Fischgericht. Das angenehm große, zarte und grätenfreie Alaska-Seelachsfilet war in einer fruchtig-würzigen Sahne-Tomatensauce angemacht, in der sich neben Käse auch einige kleiner Stücke Brokkoli sowie etwas Lauch fanden. Dazu gab es als Sättigungsbeilage einige mit Dill garnierte Salzkartoffeln – eine klassische Beilage zu Fischgerichten.
Zur Überbrückung am Nachmittag servierte man schließlich wieder eine kleine Kanne Kaffee und ein kleines Gebäckstück aus Blätterteig mit Zuckerüberzug.
Gebäck & Kaffee
Das Abendbrot bestand schließlich aus einem Teller mit drei Scheiben Pilz-Mortadella, zwei Scheiben Emmentaler, einer Salatzusammenstellung aus geraspelten Möhren, gerapselten Radieschen, Salat, Mais, Gurken, Paprikastreifen, Olive und Tomate zu der ein leichtes Joghurtdressing gehörte sowie noch zusätzlich ein kleines Schälchen Nudelsalat mit Paprika- und Gurkenstückchen. Dazu gab es noch etwas Ei und schließlich drei Scheiben Weißbrot.

Dinner dish II

Auch hier eine einfache, aber leckere Zusammenstellung an der einzig der Nudelsalat nicht ganz meinem Geschmack entsprach, da hier der Geschmack nach Paprika viel zu dominant zur Geltung kam. Ansonsten ein sättigendes und wahrscheinlich auch einigermaßen gesundes Abendessen. Für ein Klinik-Essen alles also absolut akzeptabel.

Zucchini-Schinken-Röllchen mit Käse – das Rezept

Heute wollte ich ein Rezept ausprobieren, welches ich vor kurzem entdeckt hatte und das mir so verlockend erschien dass ich alle anderen Küchenpläne erst einmal verschob. Eigentlich ist die zugrundeliegende Idee sehr einfach, doch selbst – das muss ich zu meiner Schande zugeben – bin ich noch nicht darauf gekommen. Die Rede ist von Zucchini-Schinken-Röllchen mit Käse, die in einer Tomatensauce überbacken werden. Seinen Ursprung hat dieses Rezept, soviel steht fest, mit Sicherheit in der italienischen Küche – eine Vermutung die durch die Verwendung von frischem Basilikum noch bestärkt wird. Normalerweise könnte man zwar auch noch eine Sättigungsbeilage wie z.B Nudeln oder auch Ciabatta servieren, ich verzichtete aber heute darauf. Es erwies sich aber auch ohne diese Beilage erwies sich das Gericht als wirklich sehr lecker, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte, die Zubereitung hier in der üblichen Form einmal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir für 3-4 Portionen?

2 mittelgroße Zucchini – wenn möglich Exemplare mit wenig Krümmung
01 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

200g gekochter Schinken
02 - Zutat Schinken / Ingredient ham

200g Käse nach Wahl – ich wählte eine Sorte mit Bärlauch
03 - Zutat Käse / Ingredient cheese

2 größere Tomaten
04 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

1 kleine Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

400g stückige Tomaten
06 - Zutat Tomaten (stückig) / Ingredient tomatoes (pieces)

150ml Sahne – ich wählte wieder die fettreduzierte Variante
07 - Zutat Sahne / Ingredient single cream

1 große oder 2 kleine Zehen Knoblauch
08 - Zutat Knoblauch / Ingredient Knoblauch

eine Handvoll frisches Basilikum
09 - Zutat frisches Basilikum / Ingredient fresh basil

2 EL italienische Kräuter (TK)
10 - Zutat Italienische Kräuter / Ingredient italien herbs

1-2 EL Tomatenmark
11 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1/2 EL Mehl
etwas Olivenöl zum braten
ein wenig Butter zum ausfetten der Form
Salz und Pfeffer n.B. zum würzen

Die erste Aufgabe ist es nun, die Zucchini in Scheiben zu schneiden nachdem wir sie gewaschen und von Stielansatz und Spitze befreit haben. Das geht mit dem Messer oder ggf. auch einem Sparschäler, aber die sauberste Methode ist wie ich fand die Verwendung einer Brotschneidemaschine. Aber Vorsicht mit den Fingern (!), so eine Zucchini lässt sich erstaunlich leicht und schnell schneiden.
12 - Zucchini schneiden / Cut zucchini

Nachdem wir dann beide Zucchinis so portioniert haben, die erste und letzte Scheibe verwendete ich jeweils nicht, erhalten wie 13-14 dünne,längliche Streifen
13 - Zucchini in Scheiben / Zucchini stripes

die wir dann mit etwas Olivenöl portionsweise von beiden Seiten in einer Pfanne anbraten und dabei mit Salz und Pfeffer würzen.
14 - Zucchini anbraten und würzen / Roast and taste zucchini stripes

Nachdem wir alle Zucchinistreifen angebraten haben, lassen wir sie etwas abkühlen. Die Zeit können wir nutzen um die Zwiebel zu schälen und zu würfeln
15 - Zwiebel würfeln / Dice onion

sowie die Tomaten zu waschen und ebenfalls in Würfel zu schneiden.
16 - Tomaten schneiden / Dice tomatoes

Anschließend halbieren wir jeweils den Schinken und den Käse und belegen mit je einer Hälfte die angebratenen Zucchinistreifen
17 - Zucchini belegen / Plate zucchini

und rollen diese dann zusammen. Die fertigen Rollen legen wir in eine vorher ausgefettete Auflaufform.
18 - In Auflaufform geben / Add to casserole

Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Röllchen spicken wir dann mit den Basilikumblättern, die wir vorher natürlich gründlich gewaschen haben.
19 - Mit Basilikum spicken / lard with basil

Dann ist es Zeit sich um den “Guß” zu kümmern. Dazu dünsten wir in einem Topf die Zwiebeln mit etwas Olivenöl an
20 - Zwiebeln andünsten / Saute onions

und pressen das Knoblauch dazu, welches wir ebenfalls einige Zeit mit dünsten
21 - Knoblauch dazu pressen / Squeeze garlic

bevor wir vorsichtig des Mehl einstreuen
22 - Mehl einstreuen / Add flour

und alles mit der Sahne aufgießen.
23 - Sahne eingießen / Pour cream

Es folgen dann die Tomatenwürfel
24 - Tomatenwürfel hinzugeben / Add tomato dices

und die stückigen Tomaten,
25 - Tomaten addieren / Add tomatoes

welche wir im Topf kurz aufkochen lassen und dabei mit Salz und Pfeffer würzen
26 - Würzen / Taste

sowie die italienischen Kräuter unterrühren.
27 - Kräuter einrühren / Mix herbs

Dann lassen wir alles für sieben bis acht Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln und rühren dabei auch gleich die 2 EL Tomatenmark ein. Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen schon einmal auf 175Grad vorzuheizen.
28 - Tomatenmark unterheben / fold in tomato puree

Nachdem wir unsere Kreation kurz probiert und, wenn notwendig, gewürztechnisch den letzten Schliff gegeben haben
29 - Probieren / try

übergießen wir unser Zucchinröllchen schließlich mit der Tomatensauce.
30 - übergießen / douse

Auf ein bestreuen mit Käse wollte ich zwar verzichten, aber da ich noch etwas Bärlauchkäse übrig hatte, belegte ich den Inhalt der Auflaufform noch mit ein paar Streifen.
31 - Mit Käsestreifen belegen / Add cheese stripes

Sobald der Backofen dann aufgeheizt ist, schieben wir unsere Auflaufform auf der mittleren Schienen hinein und lassen sie für 20-25 Minuten überbacken.
32 - Überbacken / au gratin

Danach können wir die Auflaufform entnehmen
33 - Zucchini-Schinken-Röllchen / Zucchini ham rolls - Fertig überbacken

und das Gericht sogleich servieren.
35 - Zucchini-Schinken-Röllchen / Zucchini ham rolls - serviert

Auch wenn sich für meinen Geschmack etwas mehr Flüssigkeit gebildet hatte als nötig – hier wäre wiederum etwas frisches Ciabatta Brot oder auch ein paar Nudeln um die Flüssigkeit aufzusaugen doch sehr nützlich gewesen – erwies sich das Ergebnis meines heutigen Kochexperiment mal wieder als voller Erfolg. In der fruchtigen und würzigen Sauce, die aus den Tomaten, der Sahne und den Kräutern entstanden war, fanden sich die butterzarten, mild-pikanten Zucchiniröllchen mit ihrer Füllung aus Kochschinken und geschmolzenen Käse. Dabei spielte aber nicht nur der verwendete Bärlauch-Käse geschmacklich eine wichtige Rolle, sondern auch das Basilikum, dass beim überbacken in der Sauce sein Aroma teilweise an die Zucchinistreifen abgegeben hatte und somit maßgeblich zum geschmacklichen Gesamteindruck dieses Gerichtes beitrug. Und obwohl es sich als angenehm leicht erwies, sättigte es dennoch wie ich fand sehr gut, so dass die Tatsache dass ich mir noch einen kleinen Nachschlag holte eher damit zu entschuldigen war, dass das Gericht einfach nur superlecker geworden ist. 😉

36 - Zucchini-Schinken-Röllchen / Zucchini ham rolls - CloseUp

Und auch was die Kalorienwerte angeht kann sich dieses Gericht wirklich sehen lassen. Ich kam bei meiner Berechnung auf knapp 1700kcal für die komplette Auflaufform, daraus ergeben sie Werte von 587kcal für drei Portionen und gerade mal 425kcal bei vier Portionen. Das nenne ich mal leichte, mediterrane Küche. Natürlich kann man hier noch einige variieren, so zum Beispiel durch Verwendung anderer Käsesorten. Ich aber war mit meiner heutigen Zubereitungsvariante absolut zufrieden und konnte nichts daran aussetzen. Bin mal gespannt ob sich so etwas auch zum aufwärmen eignet – ich werde natürlich hier darüber berichten.

Also: Guten Appetit

Spätzle-Pilz-Gratin mit Putengeschnetzeltem – das Rezept

In meinem Kühlschrank hatte ich noch eine Portion Spätzle die kurz davor waren ihr Mindesthaltbarkeitsdatum zu überschreiten. Also entschloss ich mich dazu, diese heute zu verarbeiten und als verlockendes Rezept erschien mir, nach kurzer Suche, daraus ein Spätzle-Pilz-Gratin zu fertigen. Neben frischen Putenschnitzeln hatte ich mir dazu auch frische Champignons und Austernpilze besorgt, einzig bei den Pfifferlingen musste ich auf TK-Ware zurückgreifen. Eigentlich hätte ich auch noch getrocknete Steinpilze vorrätig gehabt, aber ich hatte mich dann kurzfristig doch dagegen entschieden – drei Sorten Pilze, so dachte ich, sollte eigentlich genug sein. Das hat sich auch nicht zum Nachteil für das Gericht ausgewirkt…

Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?

400g Spätzle (ich entschied mich für Fertige aus dem Kühlregal, man kann sie natürlich auch selber machen)
01 - Zutat Spätzle / Ingredient spaetzle

1 große Stange Lauch
02 - Zutat Lauch / Ingredient leek

150-160g Pfifferlinge (da ich keine frischen bekam griff ich hier zu TK-Ware)
03 - Zutat Pfifferlinge / Ingredient chanterelles

100-110g Champignons
04 - Zutat Champignons / Ingredient white mushrooms

60-70g Austernpilze
05 - Zutat Austernpilze / Ingredient oyster mushrooms

380-400g Putenschnitzel
06 - Zutat Putenschnitzel / Ingredient turkey steaks

200g Creme légère (oder Creme fraiche)
07 - Zutat Creme legere / Ingredient creme legere

150ml Gemüsebrühe
12 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

3 EL Acht-Kräuter-Mischung (eine Mischung aus Petersilie, Dill, Kresse, Kerbel, Schnittlauch, Sauerampfer, Borretsch, Pimpinelle – TK-Ware)
08 - Zutat 8-Kräuter-Mischung / Ingredient 8 herbs mix

1 EL Butterschmalz
10 - Zutat Butterschmalz / Ingredient butter oil

1 EL heller Saucenbinder
09 - Zutat Saucenbinder / Ingredient sauce thickener

60-70g Streukäse (ich hatte noch Emmentaler, der dringend verbraucht werden musste – hier wären aber auch Edamer denkbar gewesen)
11 - Zutat Emmentaler / Ingredient emmentaler cheese

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

Beginnen wir wie üblich damit, die verschiedenen Zutaten vorzubereiten, das heißt wir schälen die Zwiebel und schneiden sie in Würfel,
13 - Zwiebel würfeln / Dice onions

waschen die Stange Lauch und schneiden sie in halbe Ringe,
14 - Lauch schneiden / Flitch leek

spülen Champignons und Austernpilze – die Pfifferlinge als TK-Ware brauchen wir nur aufzutauen – ab,
15 - Pilze waschen / Wash mushrooms

schneiden die Champignons in Scheiben, größere Scheiben halbieren wir außerdem noch einmal
16 - Champignons in Scheiben schneiden / Cut mushrooms in slices

und zerkleinern die Austernpilze.
17 - Austernpilze zerteilen / Cut oyster mushrooms

Außerdem waschen wir die Putensteaks, trocknen sie und schneiden sie dann in Streifen,
18 - Pute in Streifen schneiden / Cut turkey in strips

um sie dann mit Pfeffer und Salz zu würzen.
19 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

In einer großen Pfanne zerlassen wir nun einen Esslöffel Butterschmalz
20 - Butterschmalz zerlassen / Melt butter oil

und braten die Putenstreifen darin rundherum kräftig an.
21 - Putenstreifen anbraten / Sear turkey strips

Dann entfernen sie und legen sie bei Seite,
22 - Putenstreifen beiseite legen / Remove turkey strips

um dann im verbleibenden Schmalz die Zwiebeln anzudünsten.
23 - Zwiebeln andünsten / Saute onions

Anschließend geben wir das Lauch in die Pfanne
24 - Lauch andünsten / Saute leek

und fügen wenig später auch die Champignons,
25 - Champignons hinzufügen / Add mushrooms

die Pfifferlinge
26 - Pfifferlinge addieren / Add chanterelles

und die Austernpilze mit in die Pfanne
27 - Austernpilze beigeben / Add oyster mushrooms

und braten es für einige Minuten bei gelegentlichem wenden (damit nichts anpappt) an.
28 - einige Minuten anbraten / roast gently

Ist alles gut durchgebraten, fügen wir dann die Creme legere hinzu,
29 - Creme legere addieren / Add creme legere

verrühren es gut mit dem restlichen Pfanneninhalt
30 - verrühren / stir

um dann alles mit der Gemüsebrühe aufzugießen
31 - Gemüsebrühe aufgießen / Pour vegetable stock

und schließlich noch mit dem Saucenbinder zu verrühren.
32 - Saucenbinder einrühren / Mix sauce thickener

Jetzt können wir auch die angebratene Putenbruststreifen wieder mit in die Pfanne geben
33 - Putenstreifen hinzufügen / Add turkey stripes

und die Spätzle unterheben,
34 - Spätzle unterheben / fold in spaetzle

um alles kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss
35 - würzen / taste

sowie mit der 8-Kräutermischung zu würzen.
36 - Kräuter einrühren / Add herbs

Schließlich probieren wir noch mal alles und stimmen es ggf. geschmacklich noch einmal ab.
37 - probieren / try

Ist alles in Ordnung, beginnen wir den Backofen auf 180 Grad vorzuheizen und geben den Pfanneninhalt dann in ein eine Gratin- oder Auflaufform,
38 - In Auflaufform geben / Put in casserole

wo wir ihn mit dem Käse garnieren.
39 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

Hat der Backofen die gewünschte Temperatur erreicht, geben wir die Auflaufform hinein und gratinieren dort alles für 20-25 Minuten.
40 - überbacken / au gratin

Wenn der Käse geschmolzen ist und den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat, können wir das Gericht wieder aus dem Ofen entnehmen
41 - Spätzle-Pilz-Gratin / Spaetzle mushroom au gratin - Fertig gratiniert

und es gleich, am besten noch heiß, servieren.
42 - Spätzle-Pilz-Gratin / Spaetzle mushroom au gratin - Serviert

Das Ergebnis war ein sehr gelungenes Pilzgericht, in dem die Kombination aus Pfifferlingen, Champignons und Austernpilze einen geschmacklich sehr gelungene Kombination ergaben. Ich hatte zwar schon mit Champignons und Pfifferlingen herum experimentiert, aber gleich drei verschiedene Pilzsorten in einem Gericht zu verarbeiten war eine Premiere in meinen bisherigen Kochexperimenten. Mit den würzigen, gut durchgebratenen Putenstreifen und den Spätzle als Sättigungsbeilage sowie der Gratinierung mit würzigen Emmentaler Käse ein wirklich sehr leckeres Rezept, das ich wirklich sehr genossen habe. Und auch wenn die Kräuter schon eine gute Würze geben, war es gut dass ich auch mit Salz und vor allem Pfeffer nicht gegeizt hatte, denn ich mag es nun mal würzig.

43 - Spätzle-Pilz-Gratin / Spaetzle mushroom au gratin - CloseUp

Und trotz des Käses war die gesamte Zubereitung laut meiner Kalkulation mit ca. 1900kcal, das entspricht 475kcal pro Portion, erwies sich das Ganze auch als angenehm leicht. Somit war es auch zu vertreten, dass ich mir gleich noch einen Nachschlag von diesem leckeren Gericht holte. Hier gibt es wohl kaum noch etwas zu verbessern, einzig die Klärung der Frage ob ich nicht doch noch zusätzlich ein paar Steinpilze hätte mit rein tun sollen und ob das geschmacklich gut oder dann doch zu viele Pilze gewesen wäre muss wohl bis zu dem Zeitpunkt warten an dem ich das Gericht erneut zubereite. Und dies wird wohl nicht allzu lange auf sich warten lassen. 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit

Lasagne “Hawaii” – das Rezept

Wenn an häufiger kocht, sammelt sich ja doch so einiges an das man nicht ganz aufgebraucht hat. So auch bei mir, denn bei der Durchsicht meiner Schränke entdeckte ich neben einer angebrochenen Packung Lasagneplatten auch diverse Konserven wie zum Beispiel Tomaten, Ananas und Erbsen. Außerdem hatte ich noch eine Möhre im Kühlschrank, die ich dringend verbrauchen musste. Also entschied ich mich heute dazu, aus diesen Zutaten ein Gericht zu fertigen und auf der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich auf eine Lasagne “Hawaii” die mir recht lecker erschien. Zwar ist mir ganz am Ende noch ein kleines Malheur unterlaufen, aber ich werde im Rezept darauf hinweisen, daher sollte es eventuellen Nachkochern nicht passieren. 😉

Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?

10-11 Lasagneplatten
01 - Zutat Lasagneplatten / Ingredient sheets of lasagne

3 Scheiben gekochter Schinken
02 - Zutat gekochter Schinken / Ingredient ham

1 kleine Dose Ananas (240g) – ich hatte nur noch eine Dose mit ganzen Scheiben im Haus, wer sie jedoch einkauft sollte am besten gleich zu Ananasstücken greifen. Das spart einen Arbeitsschritt.
03 - Zutat Ananas / Ingredient ananas

1 kleine Dose Erbsen (200g)
04 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

350g Rinderhack
05 - Zutat Rinderhack / Ingredient beef ground meat

1 mittlere Zwiebel
06 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

200g Sahne
07 - Zutat Sahne / Ingredient single cream

1 größere Möhre
08 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

2 EL Tomatenmark
09 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

80-100g Gouda
10 - Zutat Gouda / Ingredient gouda cheese

sowie etwas Olivenöl zum braten,
etwas Butter zum ausfetten der Auflaufform
und Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir nun damit, die verschiedenen Zutaten zuzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie fein,
11 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen die Möhre und schneiden sie ebenfalls in kleine Würfel,
12 - Karotte schälen & schneiden / Peel & cut carrot

gießen die Ananas ab
13 - Ananas abschütten / Pour ananas

und zerkleinern sie falls notwendig (wer wie gesagt Ananasstücke kauft, kann sich diesen Schritt natürlich sparen)
14 - Ananas schneiden / Dice ananas

gießen die Erbsen ab
15 - Erbsen abschütten / Pour peas

und schneiden schließlich den Schinken in kleine Stücke.
16 - Schinken schneiden / Cut ham

Dann dünsten wir die Zwiebeln in einer kleinen Pfanne glasig an
17 - Zwiebel andünsten / Sweat onions

und geben das Rindergehackte mit hinzu, um es krümelig anzubraten und dabei gleich mit Salz und Pfeffer zu würzen.
18 - Gehacktes anbraten & würzen / Fry ground meat & taste

Sobald es gut durchgebraten ist, stellen wir es erst einmal bei Seite für spätere Verwendung.
19 - Gehacktes durchgebraten / Fried ground meat

Die Tomaten geben wir nun in einen größeren Topf
20 - Tomaten in Topf geben / Pur tomatoes

und erhitzen sie, wobei wir sie mit dem Schneebesen etwas zerkleinern.
21 - erhitzen und zerkleinern / heat up and mix

Anschließend geben wir die Karottenwürfel,
22 - Möhren dazu / Add carrots

die Ananaswürfel,
23 - Ananas rein / Add ananas

den Schinken,
24 - Schinken addieren / Add ham

und die Erbsen hinzu,
25 - Erbsen hinzufügen / Add peas

lassen alles kurz aufkochen und rühren dabei den ersten Löffel Tomatenmark unter.
26 - Tomatenmark unterrühren / Mix tomato puree

Dann geben wir das angebratene Rinderhack und die Zwiebeln mit in den Topf
27 - Hackfleisch in Topf geben / Add ground meat

und gießen alles mit der Sahne auf.
28 - Sahne aufgießen / Add cream

Während alles nun für fünf bis sieben Minuten vor sich hin köchelt, rühren wir auch den zweiten Esslöffel Tomatenmark ein
29 - Löffel Tomatenmark unterheben / Add and mix tomato puree

und würzen auch gleich alles kräftig mit Salz und Pfeffer sowie einem Schuss Ananassaft
30 - Würzen / Taste

bis alles den gewünschten, kräftigen Geschmack erreicht hat, was wir einfach durch probieren testen können. Dabei sollte wir auch auf den Kochgrad der Möhren achten, sie sollten einigermaßen gut durchgekocht sein.
31 - Probieren / Try

Nun können wir den Ofen auf 200 Grad vorheizen und eine Auflaufform ausfetten, deren Boden wir anschließend für besseren Halt mit etwas Sauce aus dem Topf bedecken. Dabei sollten wir aber darauf achten, möglichst kein Fleisch oder Gemüse mit zu schöpfen.
32 - Boden mit Sauce bedecken / Add some sauce

Es folgen eine Schicht Lasagne-Platten,
33 - Mit Lasagne belegen / Cover with sheets of lasagne

die wir mit einer guten, aber nicht zu dicken Schicht der Mischung aus Fleisch, Gemüse und Sauce bedecken,
34 - Mit Mischung belegen / Add sauce

Es folgen eine weitere Schicht Lasagneplatten (ich fing jetzt an etwas zu stückeln),
35 - Lasagneplatten darüber / Add lasagne sheets

eine weitere Schicht Füllmasse
36 - Weitere Schicht Mischung / more sauce

gefolgt von einer Lage Lasagneplatten
37 - Lasagneplatten hinzufügen / add lasagne sheets

und schließlich dem Rest der Fleisch-Gemüse-Mischung.
38 - Rest Mischung einfüllen / Add remaining sauce

Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, aber hier sprach das Rezept davon mit einer Lage Lasagneplatten abzuschließen und ich war natürlich so folgsam mich daran zu halten.
39 - Noch mal Lasagneplatten / Again sheets of lasagne

Dabei hatte ich jedoch übersehen dass der Autor davon sprach, zu dem nun aufzustreuenden Gouda auch noch Butterflöckchen hinzuzufügen gewesen wären, was ich jedoch nicht befolgte. Ich würde aber vorschlagen, die letzte Schicht Lasagneplatten einfach wegzulassen. Zu dem wozu die hier gezeigte Vorgehensweise führt kommen wir gleich.
40 - Mit Gouda bestreuen / Add gouda

Ist der Backofen aufgeheizt, schieben wir unsere Auflaufform dann hinein und lassen sie für ca. 40 Minuten überbacken.
41 - Überbacken / au gratin

Dann können wir sie entnehmen
42 - Lasagne Hawaii - Fertiges Gericht

und das Gericht servieren.
43 - Lasagne Hawaii - Serviert

Leider war durch die abschließende Schicht von Lasagneplatten der Käse ziemlich knusprig und fest geworden und dabei auch gleich mit der obersten Schicht Lasagneplatten verschmolzen, die daraus resultierend natürlich nicht wirklich durchgekocht waren. Darunter fand sich aber dann eine wirklich sehr gelungene Lasagnezubereitung aus Tomaten-Sahne-Sauce mit Erbsen, Schinken, Ananas und Hackfleisch, die wie ich fand geschmacklich sehr harmonierte. Vor allem die Mischung aus fruchtigen Tomaten mit dem leicht süßen Ananasstücken und dem Fleisch fand ich wirklich sehr lecker. Ich konnte also dennoch durchaus zufrieden sein.

44 - Lasagne Hawaii - CloseUp

Meiner Kalkulation nach komme ich bei den Nährwerten auf ca. 2600kcal für die gesamte Auflaufform (inkl. Käse), verteilt auf 4 Portionen wären dass dann 650kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ein wirklich sehr akzeptabler Wert wie ich finde, ich hatte da irgendwie mit weitaus mehr gerechnet. Somit kann ich auch das heutige Kochexperiment – trotz des kleinen Fauxpas mit dem Käse – durchaus als erfolg verbuchen. Das nächste Mal werde ich den Käse dann einfach auf die letzte Schicht der Fleisch-Gemüse-Masse auftragen wie ich es auch bei den vorher gefertigten Lasagne gemacht habe und dann sollte so etwas wie heute nicht mehr passieren. Zwar würden wohl auch, wie im ursprünglichen Rezept beschrieben, einige Butterflocken auf dem Käse den Effekt haben, dass dieser nicht zu knusprig wird, aber das lehne ich aus kalorientechnischen Gründen ab.

Also: Guten Appetit

Nachtrag 20.02.2012: Habe mir heute eine Portion der Reste des Hawaii-Lasagne in der Mikrowelle warm gemacht – und jetzt war der Käse schön weich und absolut essbar wie ich fand. Nachdem er abgedeckt einen Tag im Kühlschrank gelagert hatte, war er wohl etwas durchgeweicht und hatte dadurch genau die richtige Konsistenz erhalten. Somit kann ich also nicht nur bestätigen dass sich das Gericht wunderbar zum aufwärmen eignet, sondern auch die Behauptungen bezüglich des Käses zumindest teilweise relativieren. 😉