Gai Pad King [17.08.2010]

Aus dem Bereich der regulären Küche hätte mich heute wohl am meisten die traditionell-regionale “Gebratene Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce mit Spätzle” gereizt. Auch wenn der bei Vitality angebotene “Bunte Salatteller mit gebratenen Hähnchenstreifen” wäre kalorientechnisch mit Sicherheit sehr viel klüger gewesen. Das “Cevapcici auf Tomatenreis mit Avjar und Zwiebeln“, welches ich in ähnlicher Form hier, hier, hier und hier schon mal versucht hatte, erschien mir heute wiederum nicht zu verlockend – sprach mich visuell nicht so an. In der Asia-Ecke entdeckte ich aber dann neben dem vegetarischen “Ped Pak Raum Medmamaung- Gebratenes Gemüse mit Nüssen und Knoblauch in Soja Sauce” heute auch “Gai Pad King – Gebratene Hähnchenfiletstreifen mit frischem Gemüse, Ingwer und Pilzen“. Dies klang lecker und sah auch verlockend aus – also entschied ich mich letztlich dafür. Dazu gabs natürlich wie immer eine Portion Reis mit einem Esslöffel Sambal Olek.

Gai Pad King

Wie ich am Tisch erfuhr, haben wir aktuell anstatt des die letzten Wochen agierenden Koches eine Köchin im Asia-Bereich als Vertretung. Das wirkte sich auch – wie ich fand – positiv auf die Komposition der Asia-Gerichte aus. Nicht nur dass sie nicht so Saucenlastig kocht wie ihr Kollege, was sich positiv auf die Konsistenz des Gemüses auswirkt, sondern sie würzt auch etwas anders. Und die Würzung fand ich sehr gelungen – auch wenn deutlich das Zitronengras heraus schmeckte. Aber meine Abneigung gegenüber dieser Zutat – die ich hier das erste Mal festgestellte – ist inzwischen fast verschwunden. Irgendwie gehört es halt zu asiatischen Speisen dazu. Die Hähnchenfiletstreifen waren zwar wieder etwas groß geraten, aber auch angenehm zart und saftig. Außerdem fand sich auch wieder eine bunte Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten im Gericht,ich entdeckte Zucchini, Karotten, Mungobohnenkeimlinge, Salat sowie natürlich auch Mu Err Pilze. Gemischt mit dem Reis ein wirklich sättigendes und dank des Sambal Olek auch angenehm scharfes Asia-Gericht.
Bei den anderen Kantinengästen gaben sich in der Beliebtheit die Cevapcici und die Putenoberkeule heute in etwas die Waage und belegten meiner Meinung nach beide Platz eins. Ihm folgten die Asia-Gerichte und schließlich der Salatteller.

Meine Abschlußwertung:

Kurztest Frosta India Tandoori

Auf richtiges Kochen hatte ich heute keine Lust, daher erforschte ich kurz den Inhalt meines Gefrierfaches und entdeckte dort einen Beutel Frosta India Tandoori. Das klang aus meiner Sicht sehr schmackhaft und ich hatte lange nichts indisches mehr – daher kam mir dieses Tiefkühl-Fertiggericht natürlich gerade recht.

01 - Packung vorne
Packung vorne

02 - Packung hinten
Packung hinten

Die Zutaten zu diesem Gericht waren neben marinierten Hähnchenbrustfilet und vorgegarten Bandnudeln unter anderem Broccoli, Karotten, Blattspinat, Zwiebeln, Sahne, Tomaten, kandierter Ingwer und natürlich eine Curry-Gewürzmischung aus Koriander, Kreuzkümmel, Paprika, Fenchel, Kurkuma und Cayennepfeffer). Das entspricht zwar nicht dem, was Wikipedia als Tandoori oder Tanduri Masala Würzmischung beschreibt, aber es klang dennoch gut.
Für die Zubereitung gab es zwei Wege: Der eine mit Hilfe einer Pfanne und der andere in der Mikrowelle. Da ich finde aber dass es aus der Pfanne einfach besser schmeckt, wählte ich dieser Form der Zubereitung.
Zuerst geben wir ca. 150ml Wasser in eine Pfanne. Wie ich auf der Packung las wäre hier Alternativ auch Milch möglich gewesen. Das wäre eine interessante Alternative gewesen, doch leider hatte ich keine im Haus, daher beließ ich es bei Wasser.

03 - Wasser in Pfanne
Wasser in Pfanne geben

Anschließend geben wir den noch gefrorenen Beutelinhalt in die Pfanne.

04 - Beutelinhalt in Pfanne
Beutelinhalt in Pfanne geben

05 - Beutelinhalt vor Zubereitung
Noch gefrorener Beutelinhalt

Nun erhitzen wir das ganze auf höchster Stufe

06 - auf höchster Stufe erhitzen
Auf höchster Stufe erhitzen

und lassen es anschließend auf mittlerer Stufe für 6-7 Minuten gar werden. Der Blattspinat ist wie ich feststellen durfte in Form von kleinen Pads der Masse beigemengt, die während der Zubereitung zerfallen und sich mit dem Rest der Masse mischen.

07 - auf niedriger Stufe garen

Dabei sollte man natürlich nicht vergessen hin und wieder umzurühren, denn das Wasser verdampft dabei nach und nach und die Nudeln drohen ansonsten etwas anzupappen.
Nach der Garzeit ist das Gericht auch schon fertig.

08 - Frosta India Tandoori - fertiges Gericht
Fertiges Gericht

Ich fand es sehr lecker muss ich sagen – sowohl was Gemüse als auch die Hähnchenbrustfilets anging war die Mischung ausgewogen und ich hatte nicht den Eindruck, dass man hier irgendwo unnötig gespart hätte. Die Würzmischung gab der Zubereitung eine leicht scharf, aber auch süßliche Note. Bei einem indischen Gericht hatte ich zwar nicht unbedingt Bandnudeln sondern eher Reis erwartet, aber sie passten dennoch wie ich fand gut in die Gesamtkomposition.
So ein 500g Beutel reicht gut für den gesunden Appetit eines Erwachsenen aus – wer denkt man könnte zwar Portionen daraus machen, sollte seinen Hunger auf jeden Fall etwas zügeln. 😉

09 - Frosta India Tandoori - fertiges Gericht - Closeup

Werfen wir schließlich noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes:

Nährwerte:
  100g 500g
(Beutel)
Brennwert: 461 kj
110 kcal
2305 kj
550 kcal
Eiweiß: 6,8g 34,0g
Fett: 3,6g 18,0g
Kohlehydrate: 12,5g 62,5g
BE: 1,1 5,5

Das entspricht 15 WW ProPoints. Was mir hierbei auffiel war die Tatsache, dass Angaben darüber wie viel des Fettgehaltes aus ungesättigten Fettsäuren und wie viel des Inhalts an Kohlehydrate aus Zucker bestehen sowie die Angabe zu Ballaststoffen einfach komplett fehlten. Ich ging immer davon aus, dass Frosta die Auszeichnung einheitlich gestaltet und bei meinen früheren Tests z.B. der Shrimps Pfanne, des Hähnchen CousCous oder auch des Hähnchen Chakalaka waren diese Angaben vorhanden. Nur bei der Fisch-Pfanne Marseille fehlten sie ebenfalls. Hier wäre es meiner Meinung nach sehr wünschenswert, wenn Frosta im Rahmen seiner Produktpflege diese Angaben bei allen Produkten mitliefern würde.

Zusammengefasst kann ich diese Zubereitung aber auf jeden Fall wieder sehr empfehlen. Die Zubereitung geht schnell von statten, das ganze erwies sich als sehr lecker und selbst die Nährwerte halten sich in akzeptablen Grenzen. Nur ob Bandnudeln so gut zu einem India-Gericht passen – diese Entscheidung sei jedem selbst überlassen…

Meine Wertung: 3 MG

Kurztest Burger King California Wrap

Nachdem ich am letzten Sonntag ja schon den Grilled Beef Wrap von McDonalds getestet hatte, nutzte ich die Wartezeit gestern Abend am Frankfurter Hauptbahnhof um auch mal das Konkurrenzprodukt von Burger King einer kurzen Betrachtung zu unterziehen. Meine ursprüngliche Intention war es ja gewesen, den mit Chili con carne, frischem Salat, Zwiebeln, Tomaten und Cajun Mayo gefüllten Texican Burrito zu versuchen, doch der war leider ausverkauft. Also nahm ich als Alternative den California Wrap, der Einzeln ohne Menu für 3,49 Euronen zu haben war.
Die Verpackung erinnerte schon mal an jene, die ich von McDonalds kannte – wobei ich natürlich nicht sagen kann wer hier von wem geklaut hat. 😉

Burger King California Wrap - Packung
Burger King California Wrap – Verpackung

Nachdem die Verpackung an dem dafür vorgesehenen Streifen aufgerissen und die obere Hälfte entfernt war, präsentierte sich mir der Wrap, gefüllt mit gegrillten Hähnchenstücken, Eisbergsalat, Tomatenscheiben, Guacamole und einer Joghurt-Pfeffer-Sauce. Das Bild entsprach natürlich wie üblich nicht ganz dem aus der Werbung, ich fand den Unterschied aber hier nicht ganz so extrem wie bei McDonalds.

Burger King California Wrap - ausgepackt
Oben: California Wrap im Original – Unten: California Wrap in der Werbung

Ich bin allerdings der Meinung, dass der California Wrap auch ein kleines Stück kürzer ist im Vergleich zum Grilled Cheese Wrap, was sich natürlich im Überhang des Tortilla-Teigs auswirken würde.
Geschmacklich fand ich ihn – natürlich unter der Prämisse dass es sich hier um Fast Food handelt – sehr gelungen. Die gegrillten Hähnchenstücke waren zart und nicht zu trocken, der Eisbergsalat erwies sich nicht als ganz so sehr in kleine Streifen zerhächselt wie bei McDonalds und die Guacamole in Verbindung mit der Pfeffer-Joghurt-Sauce gab dem ganzen einen fruchtig-pikanten Würzung. Einziger wirklicher Kritikpunkt war eigentlich, dass sich der Gros der Hähnchenstücke am Boden des Wraps gesammelt hatten und im oberen hauptsächlich Salat und Tomaten zu finden waren.

Burger King California Wrap - angebissen

Mit 343kcal oder 9 WW ProPoints pro Portion (Zum Vergleich: Der Classic Beef Wrap hat 570kcal oder 16 WW ProPoints) ist der Burger King California Wrap auch ein leichtes und nicht zu kalorienreiches Sommergericht. Hat mir sehr gut geschmeckt – kann ich durchaus weiter empfehlen.

McDonalds Hot Chicken Ruccola

Ich bin wieder in München angekommen. Da meine S-Bahn nicht mal auf dem Bildschirm angezeigt wurde, was bedeutet dass sie wohl gerade weg gefahren war und ich mindestens 20 Minuten zu warten hatte, entschloss ich mich der McDonalds Filiale im ersten Untergeschoss des Müncher Hauptbahnhofs noch einen kleinen Besuch abzustatten. War lange nicht mehr bei einem dieser Restaurants gewesen und was das Angebot angeht hat sich ja mal wieder einiges getan. Ein Big Tasty Bacon oder Big Beef Deluxe war mir allerdings eindeutig zu mächtig und nach meiner Erfahrung mit dem “Der M“, einem Aktionsburger der sich leider als recht Geschmacksneutral heraus gestellt hatte, bin ich da auch eher vorsichtig geworden. Gerade bei Fastfoodketten deckt sich das Bild aus der Werbung eher selten mit dem was man wirklich erhält.
Also entschied ich mich für den Hot Chicken Ruccola, der auf der Webseite des Herstellers so dargestellt wird:

(Quelle: McDonalds)
Was ich in zum mitnehmen für 1,75 Euro dann aber in meiner Tüte erhielt, entsprach natürlich wie erwartet kaum der heilen Werbewelt. Keine unter den frischen Brötchenhälften hervorquellende Sauce, kein Patty der so groß wie die untere Brötchenscheibe ist (geschweige denn so hoch) und keine ganzen Salatblätter.
McDonalds Hot Chicken Ruccola
Gut, zwischen den Streifen geschnittenem Eisberg-Salat des etwa handflächengroßen Burgers hatten sich tatsächlich einige Ruccola-Blätter verirrt und über dem recht klein geratenen Chicken-Patty fanden sich auch tatsächlich einige Ringe rote Zwiebeln und etwas orange-rote Sauce, der man bei genauerem Hinschmecken auch eine leichte Schärfe attestieren konnte. War geschmacklich ok, ähnelte meiner Meinung nach aber stark dem normalen Chicken-Burger, den man ja für einen Euro erhalten kann. War also nicht wirklich etwas besonderes, das entsprach aber auch meiner Erwartungshaltung.
So ein Ding hat im übrigen 335kcal pro oder 7 WW ProPoint pro Portion, also kein wirklich diätisches Lebensmittel. Aber jetzt kann ich zumindest sagen, dass ich ihn mal probiert habe. Ich finde ihn ok, aber nicht so besonders. Das nächste Mal spare ich mir dann wohl die 75 Eurocent und hole mir einen normalen Chickenburger, der auch gleich noch 20kcal weniger hat. 😉

Chicken Wings & Countrypotatoes [30.11.2009]

Die heutige Auswahl im Betriebsrestaurant erschien mal wieder sehr interessant. In der Asia-Ecke bot man “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen“, “Rindfleisch gebraten mit Chili,Knoblauch,Morcheln,Bambus und Gemüse” sowie “Gebackene Pute mit Gemüse” an, bei den Vitality-Gerichten gab es “Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse“, bei den traditionell-regionalen Speisen gab es “Bratwurstschnecke auf Sauerkraut mit Püree” und bei den internationalen Mahlzeiten bot man “Chicken Wings mit Barbequesauce und Countrypotatoes” an. Ich war etwas zwischen der Bratwurstschnecke und den Chicken Wings hin und her gerissen, entschied mich letztlich aber dann doch für die Chicken Wings.

chicken wings & country potatoes

Abgesehen von der Tatsache dass es sich bei der Barbequesauce eher um warmen Tomatenketchup handelte, gab es an dem Gericht eigentlich nicht auszusetzen. Die Countrypotatoes in Form von frittierte Kartoffelspalten erwiese sich als heiß und knusprig wie sie sein sollten. Dabei sei angemerkt dass der Mitarbeiter des Betriebsrestaurants gerade mit einer frischen Ladung aus der Küche kam, als ich an der Theke anstand – also kein Wunder. Und auch die Chicken Wings erwiesen sich als sehr lecker, auch wenn die Fleischausbeute bei solchen Dingern natürlich nie besonders groß ist. Ich gehe mal davon aus das fast die Hälfte der sechs Chickenwings aus Knochen bestand – aber damit muß man bei solchen Gerichten natürlich rechnen. Ich bereute meine Wahl letztlich nicht – auch wenn es nett gewesen wäre hier echte echte Barbequesauce zu haben – hier reicht es nicht in aufgewärmten Tomatenketchup ein paar winzige Paprikastückchen hinein zu schneiden. 😉

Mein Abschlußurteil:
Chicken Wings: ++
Barbequesauce: +/-
Countrypotatoes: ++