Hähnchen-Sauerbraten mit Cranberries & Spätzle – das Rezept

Nach meiner guten Erfahrung mit dem Rindersauerbraten, den ich vor einigen Wochen gekocht hatte entschied ich mich heute dazu ein ähnliches Rezept mit Hähnchenbrust zuzubereiten. Jedoch war ich mir unsicher was ich als Sättigungsbeilage verwenden sollte. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich schließlich dazu, selbst gemachte Spätzle oder besser Knöpfle dazu zu reichen. Alternativ wären natürlich auch Klöße oder Kartoffelbrei denkbar gewesen, aber irgendwie war mir heute nach Spätzle.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

250-300g Hähnchenbrust
01 - Zutat Hähnchenbrust

Für die Marinade:

etwas Suppengemüse in Form von Petersilie, Möhren, Lauch und Knollensellerie
02 - Zutat Suppengemüse

1 Stange Stauensellerie
05 - Zutat Stangensellerie

200ml trockener Weißwein
100ml Weißweinessig
03 - Zutat Weißwein & Weißweinessig

9 schwarze Pfefferkörner & 2 Lorbeerblätter
04 - Zutat Pfeffer & Lorbeerblätter

1 kleine Zwiebel
06 - Zutat Zwiebel

Außerdem benötigen wir noch:

1 Scheibe Pumpernickel
07 - Zutat Pumpernickel

1 Handvoll getrocknete Cranberries
08 - Zutat Cranberries

1 EL Balsamico
09 - Zutat Balsamico

1 EL Mehl
10 - Zutat Mehl

250ml Geflügelbrühe
11 - Zutat Geflügelbrühe

sowie etwas Olivenöl zum braten
Salz und Pfeffer zum würzen

Für die Spätzle (Knöpfle) brauchen wir:

250g Weizenmehl (Typ 405)
12 - Zutat Mehl

3 Eier
13 - Zutat Eier

3/4 TL Salz
14 - Zutat Salz

125ml Wasser
15 - Zutat Wasser

Das Geflügelfleisch müssen wir bereits am Vortag marinieren, denn es sollte mindestens 24 Stunden eingelegt werden. Dazu geben wir Weißwein, Weißweinessig, die Petersilie, die Pfefferkörner und die Lorbeerblätter in einen Topf, lassen es aufkochen und dann für ca. 5 Minuten köcheln.
16 - Marinade kochen

Während die Marinade köchelt, können wir schon einmal das Gemüse zubereiten indem wir es waschen, schälen und grob zerkleinern.
17 - Gemüse zerkleinern

Nachdem die Marinade gekocht ist, stellen wir sie von der Platte und lassen sie abkühlen. Während sie dies tut waschen wir die Hähnchenbrust, tupfen sie trocken und zerteilen sie einmal längs.
18 - Hähnchenbrust zerteilen

Anschließend legen wir die Geflügelstücke in ein verschließbares Behältnis und bedecken sie mit dem zerkleinerten Gemüse.
19 - Hähnchenbrust und Gemüse in Schüssel geben

Sobald die Flüssigkeit einigermaßen abgekühlt ist, übergießen wir Fleisch und Gemüse damit, verschließen das Behältnis und stellen es für mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank.
20 - Mit abgekühlter Marinade übergießen

Ein Tag später:
Bevor wir uns um die anderen Bestandteile kümmern, können wir schon einmal den Spätzleteig vorbereiten. Dazu geben wir Mehl, Eier, Salz und Wasser in eine Schüssel,
21 - Zutaten in Schüssel geben

und verrühren alles so lange
22 - verrühren

bis ein einheitlicher, leicht blasiger Teig entstanden ist. Diesen stellen wir abgedeckt bei Seite.
23 - Spätzle-Teig

Nun können wir uns der Hähnchenbrust zuwenden. Dazu gießen wir die Marinade ab und fangen dabei das Gemüse mit einem Sieb auf.
24 - Marinade und Gemüse abgießen

Anschließend nehmen wir die Hähnchenbrust, tupfen sie leicht ab und würzen sie von allen Seiten mit Pfeffer und Salz.
25 - Hühnerbrust Pfeffern und Salzen

In einer Pfanne erhitzen wir etwas Olivenöl und braten die marinierten Stücke darin rundherum kräftig an.
26 - Hühnerbrust anbraten

Dann entnehmen wir das Fleisch, legen es zur Seite und geben das abgetropfte Gemüse in die Pfanne um es für ca. 7-8 Minuten anzudünsten
27 - Gemüse anbraten

wobei wir es mit einem Esslöffel Mehl bestäuben das wir unterheben.
28 - Mit Mehl bestäuben

Das angebratene Gemüse geben wir dann in einen Topf oder Bräter und gießen es mit der Hühnerbrühe
29 - Mit Geflügelbrühe aufgießen

und der aufgefangenen Marinade auf.
30 - Marinade dazu gießen

Die angebratene Hühnerbrust legen wir anschließend zurück in die Flüssigkeit
31 - Hähnchenbrust in Topf geben

und lassen alles kurz aufkochen um es dann für etwa 30 Minuten auf mittlerer Stufe weiter köcheln zu lassen.
32 - Aufkochen lassen

Während das Fleisch köchelt, können wir uns den Spätzle zuwenden. Dazu bringen wir in einem weiteren Topf kräftig gesalzenes Wasser zum kochen
33 - Wasser zum kochen bringen

und hobeln dann unseren Spätzleteig hinein. Wer keinen Spätzlehobel besitzt kann den Teig auch auf einem Brettchen verteilen und mit einem Messer kleine Fäden des Teigs ins Wasser schaben – dabei entstehen dann die eher längeren Spätzlenudeln während die Methode mit dem Hobeln eher die kürzere Knöpfle-Variante ergibt.
34 - Spätzle ins Wasser hobeln

Sobald die Knöpfle oben auf dem Wasser schwimmen, können wir sie mit einer Kelle abschöpfen und warm stellen.
35 - Spätzle abschöpfen

Nach einer halben Stunde wenden wir uns dann wieder dem Hähnchen-Sauerbraten zu, bröseln das Pumpernickel hinein – das bindet die Sauce –
36 - Pumpernickel hinein bröseln

und geben auch die Cranberries hinzu.
37 - Cranberries addieren

Außerdem rühren wir noch den Balsamico unter und lassen dann alles für sieben bis acht Minuten weiter köcheln.
38 - Balsamico einrühren

Nachdem wir unsere Kreation dann kurz probiert haben, wobei wir vor allem testen ob das Gemüse gut durchgekocht ist,
39 - Probieren

können wir alles auch schon servieren und genießen.
40 - Hähnchen-Sauerbraten / Marinated chicken breast - Serviert

Das Ergebnis war mal wieder sehr lecker wie ich feststellen durfte. Die süßlich-saure, dickliche Sauce mit dem reichlichen Gemüse und den Cranberries harmonierte Geschmacklich wunderbar mit der marinierten, saftigen und zarten Hähnchenbrust. Gemeinsam mit den frisch zubereiteten Knöpfle ergab das Ganze ein gelungenes und wirklich schmackhaftes Mittagsgericht.

41 - Hähnchen-Sauerbraten / Marinated chicken breast - CloseUp

Was die Kalorien angeht liegt diese Zubereitung mit 1500kcal für alles, das entspricht 750kcal pro Portion auch noch im absolut akzeptablen Bereich. Der Gros dieses Wertes entfällt dabei im übrigen auf die Spätzle. Wer es also noch leichter haben will kann hier gerne zu einer Alternative greifen. Ansonsten gibt es zu dem Gericht eigentlich nicht mehr viel zu sagen und mir fällt auch nichts ein was ich hätte anders oder besser machen können. Also bleibt mir nur noch zu sagen:

Guten Appetit

Gaeng Keaw Wan Gai [11.11.2011]

Aus der regulären Küche hätte mich heute nur das Gegrillte Filetstück vom Schwein auf knackigem Wokgemüse mit Basmatireis aus dem Bereich Vitality wirklich mein Interesse wecken können, die traditionell-regionalen Marillenknödel in Vanillesauce und Zimt-Zucker waren aufgrund ihrer Eigenschaft als Süßspeise nichts für mich und das Gebackene Fischfilet mit Kartoffel-Gurkensalat und Dip sagte mir aufgrund des persönlich nicht so sehr bevorzugten Kartoffelsalates nicht so zu. Aber an der Asia-Thai-Theke entdeckte ich heute auch neben der für Freitag üblichen Gebackenen Ananas und Banane und Gebratenen Garnelen mit verschiedenen Gemüsen in süß-saurer Sauce auch noch Geang Keaw Wan Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse Auberginen und Bambussprossen in scharfem grünen Curry. Das schien mir in Kombination mit einer Schüssel Reis genau das richtige für heute Mittag.

Gaeng Keaw Wan Gai

Zusätzlich zu reichlich zarten, unpaniert gebratenem Hähnchenfleisch fand sich wie bei solch asiatischen Gerichten üblich eine bunte Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten in der Zusammenstellung. Ich entdeckte neben den bereits erwähnten Auberginen und Bambussprossen auch Paprika, milde Zwiebeln in recht großen Stücken, Zucchini, Möhren, Chinakohl, Curryblätter und sogar einem einzelnen Stück Ananas. Letzteres war aber bestimmt eher für die süß-sauren Garnelen gedacht gewesen und nur per Zufall hier hinein geraten. Und alles war in einer leicht scharfen, angenehm cremigen Sauce angemacht, die meiner Meinung nach wunderbar mit den anderen Zutaten harmonierte. In Kombination mit Reis, den ich mir wie üblich mit einem großzügigen Löffel süß-scharfer Chilisauce garniert hatte, ergab das ein leckeres und sättigendes Mittagsgericht, mit dem ich sehr zufrieden sein konnte.
Bei den anderen Kantinengästen lag heute aber sehr eindeutig das Fischfilet am höchsten in der Gunst und errang so den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten aber schon die Asia-Gerichte und auf Platz drei das Filetstück vom Schwein aus Wokgemüse. Die Marillenknödel folgten schließlich auf Platz vier, wurden aber auch hier und da als zusätzlicher Nachtisch gewählt. Für mich wäre das zu viel gewesen, aber ich denke mit dem von mir gewählten Asia-Gericht bin ich was die Kalorienwerte angeht ganz gut weggekommen. 😉

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Keaw Wan Gai: ++
Reis: ++

Gaeng Panang Gai [24.10.2011]

Zwar bot die reguläre Küche heute mit einem Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce dazu Kartoffelpüree in der Sektion Tradition der Region ein durchaus verlockendes Angebot und auch die Tortellini in Schinkensahnesauce bei Globetrotter oder das Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout bei Vitality klangen recht verlockend, doch heute bot sich eine gute Möglichkeit nach einer Woche Abstinenz mal wieder an der Asia-Thai-Theke zuzuschlagen. Hier klang vor allem das Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry meiner Meinung nach am Besten, obwohl ich wohl auch mit dem Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce hätte Leben können. Hühnchen erschien mir hier jedoch etwas abgerundeter, also wählte ich diese Speise und kombinierte sie wie üblich mit etwas Reis und nahm mir noch ein Mango-Mousse dazu von der Dessert-Theke.

Gaeng Panang Gai

Zwei kleine Kritikpunkte muss ich heute anbringen, den einen davon bezieht sich auf den recht hohen Gehalt an Zitronengras in der Sauce, ein Aroma dass nicht gerade zu meinen Favoriten gehört, der andere Kritikpunkt bezieht sich auf die etwas zu harten Möhrenstücke, die eindeutig etwas länger hätten gekocht oder gebraten werden können. Aber ansonsten gab es aber nichts mehr daran auszusetzen – das restliche Gemüse aus Zucchini, Chinakohl, Curryblättern, Paprika in verschiedenen Farben und einigen Zwiebeln in der recht scharfen und würzigen Sauce harmonierte wunderbar mit dem unbehandelt gebratenen, saftigen Hühnchenfleisch. In Kombination mit dem sättigenden Reis, den ich wie üblich mit etwas süß-scharfer Chilisauce garniert hatte ergab das Ganze ein durchaus aktzeptables Mittagsgericht, das ich mit dem etwas festeren, aber dennoch sehr schmackhaften Mango-Mousse abrundete.
Der Geschmack des anderen Kantinenpublikums lag aber, ganz wie ich erwartet hatte, eher bei dem Fleischpflanzerl mit Kartoffeelpüree welches mit einem deutlichen Vorsprung auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala landete. Auf Platz zwei folgten aber schon die Asia-Gerichte, dann kamen die Tortellini auf Platz drei und schließlich kam der Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout auf dem vierten Platz. Eine übliche Platzierung, hier gab es keine großen Überraschungen heute.

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Panang Gai: +
Reis: ++
Mango-Mousse: ++

Hühnchen süß-sauer – das Rezept

Am Sonntag sollte mal wieder die Küche nicht kalt bleiben. Daher entscheid ich mich dazu, dieses Mal ein süß-saures Hühnchen zuzubereiten. Bei der Suche nach einem passendem Rezept fand ich viele verschiedene Arten so ein Gericht zuzubereiten – doch das sollte mich nicht abschrecken, denn wie immer kombinierte ich einfach verschiedene Varianten und das Ergebnis konnte sich absolut sehen lassen und erwies sich auch geschmacklich als sehr gelungen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

350 – 380g Hähnchenbrust
01 - Zutat Hähnchenbrust

2-3 Tomaten
02 - Zutat Tomaten

2 kleine oder 1 große Paprika (Farbe nach Wahl)
03 - Zutat Paprika

1 Bund Frühlingszwiebeln
04 - Zutat Frühlingszwiebeln

1 kleine oder 1/2 große Zucchini
05 - Zutat Zucchini

1 mittlere Zwiebel
06 - Zutat Zwiebel

1 große Möhre
07 - Zutat Möhre

1 kl. Dose Ananas (240g)
08 - Zutat Ananas

2 EL Mungo- oder Sojabohnenkeimlinge
10 - Zutat Keimlinge

2-3 Zehen Knoblauch
13 - Zutat Knoblauch

4 – 5 EL Weißweinessig – hier geht auch normaler Essig oder Reisessig
09 - Zutat Weißweinessig

5 EL Zucker
06 - Zutat Zucker

3 EL Tomatenmark
12 - Zutat Tomatenmark

etwas Öl – ich nahm hier Thai-Chiliöl, es geht aber auch normales Olivenöl
09 - Zutat Chili-Öl

Außerdem benötigen wir etwas Pfeffer, einen 100 – 120ml Wasser sowie ggf. etwas Mehl oder Speisestärke.

Dazu passt Reis – Sorte nach Wahl – als Sättigungsbeilage.

Kommen wir nun zur Zubereitung. Zuerst waschen wir die Hähnchenbrust, tupfen sie trocken und schneiden sie dann in mundgerechte Stücke.
14 - Hähnchenbrust schneiden

Anschließend stellen wir aus heller Sojasauce und etwas Pfeffer eine Marinade her
15 - Marinade herstellen

und übergießen damit die Hähnchenbrustwürfel, die wir dann in einem geschlossenen Gefäß für ca. 1 Stunde im Kühlschrank einziehen lassen.
16 - Hähnchenbrust marinieren

Während die Hähnchenbrustwürfel marinieren, kümmern wir uns um die restlichen Zutaten. Dazu entkernen wir die Paprika und schneiden sie in kleine Stücke,
14 - Paprika schneiden

würfel die Zwiebel fein,
15 - Zwiebel würfeln

schneiden die Lauch-/Frühlingszwiebeln in Ringe,
16 - Lauchzwiebeln schneiden

zerkleinern die Zucchini
17 - Zucchini schneiden

und schälen die Möhre um sie anschließend in kleine Würfel zu schneiden.
18 - Möhre würfeln

Außerdem schälen, entkernen und zerteilen wir die Tomaten,
17 - Tomaten würfeln

lassen die Ananas abtropfen, wobei wir den Saft auffangen (den wir später noch brauchen)
19 - Ananas abgießen

und schneiden wenig später auch die Ananasringe in kleine Stücke.
20 - Ananas schneiden

Sobald die Marinierzeit rum ist, dünsten wir die gewürfelte Zwiebel in etwas Chiliöl oder Olivenöl an –
21 - Zwiebeln andünsten

und geben dann die Hähnchenbrustwürfel samt Marinade in die Pfanne und braten sie rundherum an. Gleichzeitig pressen wir die Knoblauchzehen mit in die Pfanne.
22 - Mariniertes Fleisch anbraten und Knoblauch pressen

Sobald das Fleisch gut durchgebraten ist, geben wir Möhren und Paprikawürfel
23 - Paprika und Möhren hinzu

und zwei bis drei Minuten später die Frühlingszwiebeln und Zucchiniwürfel mit in die Pfanne.
24 - Frühnlingszwiebeln und Zucchini mit anbraten

Einige Minuten lassen wir alles nun unter regelmäßigen rühren etwas anbraten, dann geben die das Tomatenmark hinzu und lassen es kurz mit anrösten
25 - Tomatenmark addieren

bevor wir alles mit ca. 100ml Wasser – ggf mehr, die Gemüse sollte eingefasst ein – aufgießen und etwas köcheln lassen.
26 - Mit Wasser aufgießen

Nun folgen die Tomatenwürfel
27 - Tomatenwürfel hinzu

und die Ananasstücke.
28 - Ananas beigeben

Nach zwei bis drei Minuten heben wir die dann auch die Keimlinge unter.
29 - Keimlinge untermengen

Nachdem wir alles wieder etwas haben köcheln lassen gießen wir etwa 2/3 des Ananassaft ein
30 - Ananassaft eingießen

und gießen erst einmal 4 EL Weißweinessig hinzu.
31 - Weißweinessig einrühren

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Reis nach Packungsanleitung zu kochen.
34 - Reis kochen

Schließlich geben wir noch etwa 4 EL Zucker hinzu
32 - Zuckern

und probieren dann unsere Kreation. Ggf. können wir jetzt mit etwas mehr Essig oder Zucker noch etwas “Feintuning” betreiben. 😉
32 - Probieren

Zuletzt lassen wir alles kurz aufkochen und einige Minuten weiter köcheln.
33 - Köcheln

Sollte die Sauce noch etwas zu dünn sein, können wir sie ggf. mit einem EL Mehl oder Speisestärke eindicken. Sobald diese gut verrührt ist, lassen wir es noch mal aufkochen und können dann die Platte auf niedrigste Stufe runter schalten bis der Reis gar ist.
35 - Hühnchen süß-sauer / Chicken sweet-sour - Sauce eindicken

Sobald der Reis fertig ist, können wir das Gericht mit ihm zusammen servieren.
36 - Hühnchen süß-sauer / Chicken sweet-sour - Fertiges-Gericht

Und ich war wirklich sehr zufrieden mit meiner Variante eines Hühnchen süß-sauer. Der Geschmack entsprach genau dem was ich unter diesem Begriff verstehe: Zarte Hähnchenbruststücke mit viel knackigem Gemüse in einer süßlich-säuerlichen Sauce. Dabei fand ich die Kombination aus Paprika, Frühlingszwiebeln, Möhren und Keimlingen mit den in der Sauce aufgegangenen Tomatenstücken extrem gut zu einem süß-sauren, asiatischen Gericht passend.

37 - Hühnchen süß-sauer / Chicken sweet-sour - CloseUp

Natürlich kann man die Gemüsesorten auch nach eigenem Gutdünken etwas variieren. Ich könnte mir zum Beispiel auch Chinakohl, Bambusstreifen oder auch Erbsen oder grüne Bohnen vorstellen. Für meinen ersten Versuch ein solches Gericht zu kochen konnte ich aber dieses Mal absolut zufrieden sein. Daher möchte ich dieses Rezept heute hier präsentieren und weiter empfehlen.

Also: Guten Appetit

Gai Pad Praw Wan [26.08.2011]

Oh Mann – heute erreichten die Temperaturen mit offiziell 35,8 Grad hier in München den wohl höchsten Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. So hörte ich es zumindest als ich vorhin mit dem Auto nach Hause fuhr im Radio. Nicht gerade ein Tag an dem man sonderlich viel Essen möchte. Dennoch hatte ich zur Mittagszeit natürlich Hunger. In der regulären Küche wurden da heute bei Vitality, Marillenknödel in Vanillesauce und Zimt-Zucker bei Tradition der Region und schließlich Calamari mit Remoulade & Kartoffel-Gurkensalat in der Sektion Globetrotter sowie schließlich noch als Tagesangebot ein Salatteller “Nizza” mit Ei auf der Karte. Am ehesten hätte mich hier noch das Hähnchenfilet gereizt, doch da ich diese Woche noch gar nicht im Asia-Thai-Bereich zugegriffen hatte, schaute ich mich heute dort mal verstärkt um. Die Gebackene Ananas und Banane waren zwar weniger für mich, aber sowohl das Gai Pad Praw Wan – Knusprig gebackenes Hähnchenfilet mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce aber auch das Gebackene Fischfilet mit verschiedenem Gemüse in Panang-Sauce. Klang beides lecker – aber irgendwie war mir heute nach etwas süß-saurem, daher erhielt das Asiatische Hähnchenfilet heute den Zuschlag. Etwas ähnliches hatte ich hier und hier schon mal probiert. Dazu gab es wie üblich eine Schale Reis, die ich mir mit einem Esslöffel Chilisauce garnierte. Auf zusätzlichen Nachtisch verzichtete ich heute aber mal.

Im Gegensatz zu den beiden früheren Malen dass ich bei diesem Angebot zugegriffen hatte, waren heute zusätzlich noch grüne Bohnen mit im Gericht verarbeitet. Außerdem fanden sich neben den zarten, ganz dünn mit einer würzigen Panade umgebenen Hähnchenfiletstücken auch noch Paprika in gelb und grün, Chinakohl, Blumenkohl, Möhren, Zitronengras, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und Sprossen in der süß-sauren Sauce. Neben der Tatsache, dass auch weiterhin Glasteller anstatt der früheren langen Schüssel verwendet wurden – was den Verzehr weitaus bequemer macht – fiel mir auch noch auf, dass man das Gemüse sehr viel feiner geschnitten hatte als ich es von früher gewöhnt war – beides durchaus positive Entwicklungen die ich wohlwollend zur Kenntnis nahm. Es gab auch heute mal wieder absolut nichts zu meckern – ich war mit meiner Wahl absolut zufrieden.
Bei den anderen Kantinengästen lagen meinem Eindruck nach heute aber die Calamari am höchsten in der Gunst, gefolgt von dem Hähnchenfilet im Tomatenbett und den Asia-Gerichten denen ich beiden Platz zwei zubilligen würde. Auf Platz drei folgten die Marillenknödel, auf Platz vier schließlich der Salatteller. Hätte bei dem Salatteller bei dem heutigen Wetter eine etwas höhere Platzierung gerechnet – doch die Gunst des Kantinenpublikums hatte mal wieder anders entschieden.

Mein Abschlußurteil:
Gai Pad Praw Wan: ++
Reis: ++