Ruhige Tage in der Karibik [02. & 03.01.2017]

Die nächsten beiden Tage passierte nicht viel. Bei angenehmen, nicht zu heißen Temperaturen genossen wir das schöne Wetter, das so viel besser war als das in Deutschland, wo wie ich über das Internet gehört hatte inzwischen eine Kältewelle Einzug gehalten hatte und Temperaturen von bis zu minus zwanzig Grad drohten.
Zum Frühstück gab es erst einmal eine Catibia – eine gefüllte frittierte Teigtasche, die in meinem Fall mit Käse und gekochtem Schinken gefüllt war.

15 - Catibia - Gefüllte frittierte Teigtasche

Ich finde die Dinger ja ganz lecker, aber leider sammelt sich die Füllung immer im unteren Bereich, so dass man an der oberen Kante einen dicken, recht knusprigen breiten Streifen hat, der nur aus frittiertem Teig besteht. Nicht perfekt, aber fürs Frühstück reichte es.
Da heute dann auch endlich wieder die Geschäfte geöffnet waren, begaben wir uns um am späten Vormittag schließlich noch einmal nach Puerto Plata, wo wir nach Wegen und Einkäufen unser Mittagessen im Exreso Lucky einnahmen, einem kleinen chinesischen Schnellimbiss in der Camino Real gleich neben der bereits bekannten Pizzeria Fernando.

16 - Expreso Lucky - Puerto Plata

Ich wählte gebratenen Reis, frittiertes Hühnchen und eine Art Kartoffelsalat.

17 - Dominican Asia Food

Weder Hühnchen noch gebratener Reis, die beide aus einer Warmehaltetheke stammten, waren noch ganz heiß, aber geschmacklich erwiesen sich sowohl der mit zahlreichen Gemüsesorten versehene, gebratene Reis als auch die paniert frittierten Hähnchenstückchen und der mit Karottenstücken versetzte und mit Sauerrahm angemachte Kartoffelsalat als geschmacklich mehr als nur akzeptabel.
Gegen Abend kam schließlich noch eine Bekannte zu Besuch, die spontan beschloss Spaghetti für uns zu kochen. Aus einer Art Kasseler, Tomatensauce, Kondensmilch, Hähnchenbrühe und einigen Gewürzen zauberte sie somit auf dem Gasherd eine wirklich sehr leckere Sauce, mild-würzige und fruchtige Sauce, die wir uns zu den Nudeln schmecken ließen.

18 - Dominikanische Spaghetti mit Kasseler / Dominican Spaghetti mit smoked pork

Einzig die Tatsache, dass sich an einigen Fleischstücken noch kleine Knochenreste fanden trübte den Genuss ein klein wenig, aber das war auch der einzige Punkt der Kritik.
Am nächsten Tag wurde ich mit Spiegeleiern zum Frühstück überrascht, die mit ein paar Milchbrötchen ergänzt wurden.

19 - Eggs for Breakfast

Den Rest des Tages verbrachten wir mit einigen Vorbereitungen für den morgigen Tag, an dem wir auf Rundreise gehen wollten. Daher fiel das Mittagessen aus und erst zum Abend gönnte ich mir die lokale Interpretation eines Hamburgers mit Pommes Frites, erworben bei Mickey’s Burger in Cangrejo.

20 - Hamburger & Pommes Frites

Die Pommes Frites waren zwar in Ordnung, aber der Burger ließ leider etwas zu wünschen übrig. Nicht nur dass er an einer Seite leicht angebrannt wirkte und bereits etwas abgekühlt war, auch das Rindfleisch-Patty wirkte etwas mickrig.

21 - Hamburger - Querschnitt

Aber zum stillen meines abendlichen Hungers war das letztlich ausreichend. Ansonsten gibt es über diese Zeit nichts nennenswertes zu berichten.

Jahreswechsel in der Dominikanischen Republik [31.12.2016 – 01.01.2017]

Am Abend des Jahreswechsels stärkte ich mich erst einmal mit einem Yaroba, einem in der Dominikanischen Republik typischen Fast Food, bestehend aus frittierten Pommes Frites, die mit krümelig angebratenen Hackfleisch bedeckt und dann – meist in der Mikrowelle – mit Käse überbacken werden. Danach werden sie meist mit Ketchup und Mayo gewürzt. Nicht gerade leichte Kost, aber immer wieder lecker.

10 - Yaroba

Den Jahreswechsel selbst verbrachten wir noch zu Hause, erst danach brachen wir mit einigen Freunden und bekannten in eine Freiluft-Bar auf, um dort den Jahreswechsel noch ein wenig weiter zu feiern. Dazu gibt es jedoch keine Bilder, die ich hier veröffentlichen möchte – ich bitte um Verständnis. 😉
Am ersten Januar ging die Feierei aber weiter. Gegen Mittag fuhren wir noch mal nach Puerto Plata, um dort einige Dinge zu erledigen und besorgten uns dort auch gleich etwas Pizza in der bereits aus der letzten Reise bekannten Pizzeria San Fernando als Mittagsmahl.

11 - Pizza - Pizzaeria San Fernando - Puerto Plata

Außerdem ist es an diesem Tag hier üblich, dass die Kinder neue Kleider geschenkt bekommen und daher an vielen Orten in neuem Shirt, Hose, Kleid und Schuhen herum laufen. Dazu wird bereits ab dem frühen Nachmittag ein mit 8%Vol Alkohol relativ leichter, süßer Rotwein ausgeschenkt, der gekühlt und mit Eiswürfeln versetzt sowohl von den Erwachsenen als auch den Kindern genossen wird. Die Stimmung ist entsprechend ausgelassen und zu den Klängen von Merengue und Bachata-Musik, die überall laut aus den aufgestellten Lautsprechen klingt wird auf viel getanzt und weiter der Jahreswechsel gefeiert. Später werden dann auch härtere Dinge wie Rum (mit oder ohne Cola) ausgeschenkt. Ich hielt mich vorerst aber noch zurück, da ich noch genug vom Vorabend hatte.
Zum Abendbrot gab es schließlich ein paar gebratene Hähnchenteile mit frittierten Bananen.

12 - Chicken & Banana

Erst spät am Abend brachen wir dann schließlich in einen Club im kleinen Ort Cangrejo nahe des Flughafens von Puerto Plata auf, wo wir den Rest des Abend verbringen wollten.

13 - Club Cangrejo

Bei lauter Musik verbrachten wir hier den Abend mit weiteren Presidente-Bier und etwas Rum mit Cola – dazu wurde natürlich auf der in der Mitte des Clubs liegenden, eigentlich ständig stark frequentierten Tanzfläche getanzt.

14 - Dance floor - Club Cangrejo

Eine sehr angenehme Art den Jahreswechsel zu verbringen muss ich sagen – und das bei bis weit nach Mitternacht sommerlichen Temperaturen von über 20 Grad. 😀

Chicken Biryani [09.12.2016]

Obwohl das freitägliche Fisch- oder Meeresfrüchte-Gericht in Form von Gebackenen Calamari mit Remoulade und Kartoffelsalat im Abschnitt Globetrotter ein durchaus verlockendes Angebot zu finden war, entschied ich mich heute doch lieber für das einwandfrei exklusivere Chicken Biryani – Gebratener Basmatireis mit Hühnchen, dazu Mandeln, Cashewkerne und Kokosraspeln aus der Sektion Vitality, mit dem ich hier und auch hier bisher sehr gute Erfahrung gemacht hatte. Der Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Ananas und Banane sowie San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauc kamen nicht in die nähere Auswahl.

Chicken Biryani

Das Biryani selbst, das mit Gemüse, Cashewkernen und Kokosraspeln zubereitet worden war, erwies sich schon mal als sehr gut gelungen und auch die pikante Erdnusssauce, die die Reiszubereitung umgab, passte sehr gut in die geschmackliche Gesamtkomposition. Einzig die panierten Geflügelstückchen ließen heute leider etwas zu wünschen übrig, denn sie bestanden aus ziemlich viel Panade und wenig Geflügelfleisch und waren dabei teilweise auch sehr kleinteilig und übermäßig knusprig. Da kann ich leider keine volle Punktzahl geben. Insgesamt aber dennoch ein sehr leckeres Gericht und ich bereute meine Entscheidung nicht.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, konnte man erkennen dass es heute natürlich die Calamari waren, die sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Aber das Chicken Biryani war ihm auf Platz zwei eng auf den Fersen. Den dritten Platz konnten sich die Asia-Gerichte sichern und auf Platz vier folgte schließlich der Kaiserschmarrn.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchen: +
Erdnuss-Sauce: ++
Biryani: ++

Chicken Tikka Masalla [26.10.2016]

Während mich der Hausgemachte Semmelknödel mit Rahmschwammerl und Pfifferlingen bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Asiagemüse in Hoi Sin Sauce oder Moo Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Möhren und Broccoli in Austernsauce heute nicht interessierten, kamen sowohl das Chicken Tikka Masalla bei Globetrotter als auch die Spaghetti Vongole mit würzigem Tomatenmuschelragout und Parmesan heute in meine nähere Auswahl. Da die Nudeln aber auch heute mal wieder – genau bei früheren Versionen – nicht wie der Name vermuten ließ mit Venusmuscheln, sondern mit Miesmuscheln zubereitet worden waren, fiel meine Wahl letztlich auf das Chicken Tikka Masalla, das mit Basmatireis serviert wurde.

Chicken Tikka Masalla

Wie man sieht, war das Fleisch auch heute, ähnlich wie beim Wildgulasch gestern, mal wieder sehr grob geschnitten, was da Verhältnis von Sauce zu Fleisch etwas ungleichmäßig verteilt erschien, doch das täuschte. Was die exotische, leicht pikante Würzung der Sauce anging, war ich auch recht zufrieden, allerdings erwiesen sich die Fleischstücke als merklich trocken, was den Genuss etwas minderte. In Kombination mit dem zu grob geschnittenen Fleisch kann ich daher hier heute keine volle Punktzahl geben. Am Reis gab es aber nichts auszusetzen.
Beim Rennen um den ersten Platz konnte sich das Chicken Tikka Masalla trotz dieser kleinen Mängel heute mit einem deutlichen Vorsprung durchsetzen. Um den zweiten Platz lieferten sich allerdings der Semmelknödel mit den Spaghetti Vongole ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen und ich musste mehrfach hinschauen, bis ich letztlich den Spaghetti diesen Platz zubilligen konnte. Der Semmelknödel folgte also auf dem dritten Platz und eng dahinter folgten schließlich die Asia-Gerichte auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Chicken Tikka Masalla: +
Basmatireis: ++

Hähnchen Biryani [20.10.2016]

Auf die Asia-Thai-Gerichte wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Brategemüse mit Koriandersauce oder Gaeng Ped Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce sowie das heutige Vitality-Gericht in Form von Farfalle al peperoni aus dem heutigen Angebot der Speisekarte unseres Betriebsrestaurant hatte ich zwar keine Lust, aber sowohl das Hähnchen Biryani – Gebratener Basmatireis mit Hühnchen, dazu Mandeln, Cashewkerne und Kokosraspeln bei Globetrotter sowie den Schwabenteller – Minutensteak vom Schwein mit Röstzwiebeln, Schwammerlsauce und Käsespätzle weckten großes Interesse bei mir. Und da ich gestern erst Cordon Bleu mit Pommes hatte, wollte ich mir heute mit etwas indisch-asiatisch angehauchten Biryani etwas Abwechslung auf den Teller zaubern.

Chicken biryani / Hähnchen Biryani

Und das war eine sehr gute Entscheidung. Das Biryani selbst, welches mit Mandeln und Cashewkernen sowie fein geraspelten Möhren und etwas Kokosflocken versetzt war, erwies sich als etwas saftig und schon einmal sehr gut gelungen. Gemeinsam mit den knusprigen, paniert gebackenen Hähnchenfiletstücken, einer süßlich-scharfen Erdnusssauce und garniert mit frischem Koriander ein Gericht, das eindeutig zu den besten Gerichten zählt, das ich innerhalb der letzten Woche hier gegessen habe – denn alles war genau nach meinem Geschmack. Und als kleinen Bonus hatte man sich auch wirklich Mühe gegeben alles hübsch anzurichten. Ich war mehr als zufrieden.
Dennoch war es heute natürlich der Schwabenteller, der mit einem deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich erobern. Erst auf dem zweiten Platz folgte das Hähnchen Biryani, den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf Platz vier folgte schließlich das Farfalle al peperoni.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenfilet: ++
Erdnuss-Sauce: ++
Biryani: ++