Chili con Carne [05.10.2009]

Auch heute war die Auswahl in der Kantine mal wieder riesig. Zur Auswahl standen “Farfalle al peperoni” als vegetarisches Gericht, im Bereich “Tradtionelles aus der Region” fanden sich “Schweinefiletmedaillons auf Pilzrahmsauce dazu Knöpfle“, im der Sektion “Globetrotter fand sich “Chilli con carne mit Mais und Kidneybohnen dazu Baguette” und schließlich bei den Asia-Thai Gerichten u.a. “Asiatisches Gemüse, herzhaft gebraten mit Thaicurry” und “Gang Gei Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnusssauce“. Ich brauchte aber nicht lange zu überlegen: Ich liebe ja Chili con Carne und hier hatte ich es noch nicht probiert – also wählte ich das Chili. Obwohl ich zugeben muss dass auch die Schweinefiletmedallions gereizt haben. Als Nachtisch wählte ich ein Becherchen Birnenquark.

Chili con Carne

Und ich muss zugeben: Nicht schlecht. Das hauptsächlich aus Mett, aber auch aus Kidneybohnen, Mais und Paprika bestehende Chili schmeckte angenehm fruchtig und war sogar einigermaßen scharf – eine Eigenschaft die man hier in Deutschland leider nicht allzu oft bei einem Chili erhält. Wir essen nun mal leider in der Regel nicht so scharf. Dazu ein einzelnes annehmbar großes Stück frisches, knuspriges Baguette. Nicht unbedingt das Top-Chili, aber es kann durchaus in der gehobenen Liga mitspielen. ;-)
Das ganze rundete der wahrlich winzige, aber sehr schmackhafte Becher mit Birnenstücken und Quark ab.

Mein Abschlußurteil:
Chilic con Carne: ++
Birnenquark: ++

Chili con Carne & Brezel [17.08.2009]

Trotz der leichten Enttäuschung beim letzten Mal entschied ich mich heute mal wieder für das “Chili con Carne, mexikanischer Hackfleischeintopf mit Kidney-Bohnen, Möhrchen und buntem Paprika, dazu ein Brötchen“. Die Alternative “Putengulasch mit Tomaten und Champignonköpfen, dazu Spiralnudeln” klang zwar auch nicht schlecht, aber ich bin nun eingeschworener Chili-Fan. <img src = " class="wp-smiley" /> Dazu nahm ich mir anstatt eines Brötchen eine Laugenbrezel.

Chili con Carne & Bretzel

Und dieses Mal war es wirklich ganz in Ordnung. Der Geschmack war fruchtig und sogar leicht scharf. Außer Paprikastreifen in rot, grün und gelb fanden sich auch Kidneybohnen, Mais und Karotten sowie natürlich fein gekörntes Hackfleisch darin. Daß das ganze dabei eher die Konsistenz eines Eintopfes hatte bin ich von hier ja bereits gewöhnt – weitaus mehr bevorzuge ich aber natürlich die festere Darreichungsform wie hier oder hier. Aber da half mir die Brezel, die ich hineinstückeln und die Chili-Masse so etwas eindicken konnte. In der Summe war es heute zwar nicht unbedingt der Überflieger an Chili con Carne, aber es war im Vergleich zum letzten Mal dieses Mal deutlich besser geschmacklich ausgewogen.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Laugenbrezel: ++

Chili con Carne [23.07.2009]

Heute bestand die Auswahl in unserer Kantine zwischen Putengeschnetzelten mit Bandnudeln und Kaisergemüse und Chili con Carne mit Fladenbrot. Obwohl auch das Geschnetzelte sehr gut klang, entschied ich mich dann doch für das Chili – aber heute bereute ich meine Wahl etwas.

Chili con Carne

Das Chili war zwar heiß – als jetzt mal thermisch gesehen – und zwar so heiß dass man es am Anfang nicht wirklich essen konnte ohne es vorher etwas kühler gepustet zu haben – aber von Schärfe keinerlei Spur. Im Gegenteil: Es war heute extrem lasch und es erschien fast, als hätte unser Koch ganz einfach das würzen vergessen. Zwar ließ sich das etwas mit dem auf dem Tisch befindlichen Salz und Pfeffer nachkorregieren, aber ich war doch etwas enttäuscht von dieser Zubereitung. Auch einige Kollegen am Tisch, die das selbe Gericht geordert hatten, bestätigten mir dies unaufgefordert.
Die Zusammenstellung selbst war wie gewohnt zwar gut – es fanden sich neben den üblichen Kidney-Bohnen und dem Hack auch Erbsen, Mais, Karotten und Brechbohnen darin – aber geschmacklich war es eher enttäuschend. Grundsätzlich hat es nicht schlecht geschmeckt – es fehlte halt nur der gewisse würztechnische Pepp. Einzig am Brot hatte ich heute kaum etwas auszusetzen – dies war zwar nicht mehr ganz frisch, aber eignete sich wunderbar, um die etwas dünnflüssigere Chili-Zubereitung etwas zu binden. ;-)

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: +/-
Fladenbrot: +

Chili con Carne [22.06.2009]

Heute bestand die Auswahl bei uns in der Kantine zwischen “Spiralnudeln mit Geflügelgulasch” und “Chili con Carne mit Brötchen“. Da fiel mir die Wahl nicht schwer: Ich entschied mich natütlich für Chili con Carne – immer noch eines meiner persönlichen Lieblinsgerichte.

Chili con Carne

Und auch heute bereute ich die Wahl nicht – zumindest was das Chili con Carne angeht. Dies war mit zahlreichen Gemüsesorten gespickt – darunter die in Chili eher ungewöhnlichen grünen Bohnenschoten und natürlich die in fast jedem Chili zu findenden Kidneybohnen, Mais und Paprika. Hätte etwas schärfer sein können – aber ansonsten war es sehr lecker. Abstriche musste ich jedoch beim Brötchen machen. Dies war extrem trocken und besaß nur noch ganz in der Mitte des kleinen Leibes etwas weiche Innereien. Da das Chili diesmal weitaus dickflüssiger war als das letzte Mal konnte ich das Brötchen nur eingeschränkt verwenden, um die Hauptmahlzeit einzudicken. War prinzipiell also ok, aber ich habe schon bessere Chilis gegessen.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: +
Brötchen: -

Chili con Carne y Patatas – das Rezept

Heute früh wußte ich nur das ich etwas kochen wollte, aber noch nicht so ganz was. Zwar hatte ich noch gestern einige Dinge eingekauft und auch noch einiges vorrätig, aber daraus waren viele Gerichte zu kochen. Nach einiger Recherche entschied ich mich jedoch dazu, mal wieder ein Chili con Carne anzufertigen und dabei Zutaten und Methoden verschiedener Rezepte zu kombinieren. Dabei war ich nicht sicher, ob alles gelingen würde, von daher bin ich umso glücklicher verkünden zu dürfen, dass es mir gelungen ist ein wirklich genial leckeres Chili zu erschaffen – wohl das beste, das ich je selbst gekocht habe. Aber genug der langen Vorrede, schauen wir einmal was für Zutaten wir für eine Menge von 2-3 Portionen benötigen:

250g Rindermett,
01 - Zutat Rindermett

2 frische Tomaten,
02 - Zutat Tomaten

eine kleine grüne Paprika,
03 - Zutat grüne Paprika

eine kleine rote Paprika,
04 - Zutat rote Paprika

eine mittelgroße Zwiebel,
05 - Zutat Zwiebel

zwei bis drei Pellkartoffeln (bei mir vom Vortag, sollte aber auch mit frischen gehen),
06 Zutat Pellkartoffeln

zwei Zehen Knoblauch,
07 - Zutat Knoblauchzehen

eine Dose gestückelte Tomaten,
08 - Zutat Tomatenstücke

eine Dose Kidneybohnen,
09 - Zutat Kidneybohnen

eine kleine Dose Mais,
10 - Zutat Mais

etwas Creme fraiche,
11 - Zutat Creme fraiche

ein paar getrocknete Chilischoten (hier könnte man aber auch frische nehmen),
11 - Zutat trockne Chillis

etwas Tomatenmark,
12 - Zutat Tomatenmark

ein wenig Tabasco
13 - Zutat Tabasco

und zum Würzen schließlich Paprika (scharf & edelsüß), Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel, Chilipulver, Oregano und Chiliwürzer.
14 - Zutat Gewürze

Als erstes geben entkernen wir einige der getrockneten Chilischoten und weichen sie für ca. 30 Minuten in in einer kleinen Schale kalten Wassers ein. Das Wasser kriegt dabei einen leicht roten Schleier.
15 - Chilis einweichen

Während die Schoten im Wasser einweichen, schneiden wir die Zwiebel in kleine Würfel,
16 - Zwiebel schneiden

schälen und würfeln die frischen Tomaten.
17 - Tomaten würfeln

Als ich die rote Paprika aufschnitt, fand ich dort etwas ungewöhnliches – irgend ein hellgrüner Bestandteil, den ich so noch nie in einer Paprika gesehen hatte. Vielleicht eine Art Verwachsung? Ich entschied mich dazu, es einfach zu entfernen
18 - Paprika mit Fremdkörper

und würfelte dann die rote und die grüne Paprika wie gewohnt.
19 - Paprikas würfeln

Das Rindermett würzen wir mit etwas Salz, Pfeffer und einem Löffelchen Sambal Olek.
20 - Rindermett würfeln

Nun kommen wir zu einer Komponente, die ich aus einem Rezept geklaut hatte, die mir aber nicht so ganz gelang wie vorgesehen. Das Rezept sprach davon, aus der Einweichflüssigkeit der Chilischoten, den Chilis selbst, ein paar Zwiebeln, Knoblauch und Oregano eine Paste zu fertigen. Doch leider misslang dies mit meinem Mixer und eine Pürierstab nenne ich noch nicht mein eigen (ist aber jetzt endlich bestellt). Das Ergebnis war nicht ganz als Paste zu bezeichnen – ich entschied mich aber es zu verwenden.
21 - Paste machen

Nachdem alles vorbereitet ist, braten wir das Mett in etwas Olivenöl an. Ich entschied mich dazu, diesmal keine Kugeln vorzuformen, sondern das grob zerteilte Mett in die Pfanne zu geben und es dort mit dem Pfannenwender zu zerteilen. Was etwas Mühsam, gelang aber doch recht gut.
22 - Mett anbraten

Nachdem alles etwas angebraten ist, fügen wir die Zwiebeln hinzu, pressen den Knoblauch in die Pfanne und dünsten alles mit dem Mett an.
25 - Zwiebeln dazu 24 - Knoblauch hinein

Ich zögerte zwar kurz, gab aber dann auch die Mixtur aus Zwiebeln, Chilischoten, Knoblauch, Oregano und Einweichwasser mit in die Pfanne.
25 - Mixtur in Pfanne

Während der Pfanneninhalt vor sich hin bruzzelt, tropfen wir Bohnen und Mais ab.
27 - Bohnen abtropfen 26 - Mais abtropfen

Nachdem alles gut angebraten ist, fügen wir die gewürfelten frischen Tomaten hinzu und lassen sie einige Minuten mitbraten
28 - Tomaten hinzu

um dann die gestückelten Tomaten aus der Dose hinzuzufügen.
29 - Tomatenstücke

An diesem Punkt bemerkte ich, dass es wohl etwas knapp mit dem Platz in der Pfanne werden würde, daher entschied ich mich dazu, alles in einem Topf umzufüllen. Nach dem Umfüllen schmeckte ich alles mit Chilipulver, Pfeffer, Cayennepfeffer, Oregano, Salz und den beiden Paprikagewürzen ab.
30 -in Topf wechseln

Wir lassen alles etwa fünf Minuten vor sich hin köcheln, dann geben wir die roten und grünen Paprikawürfel in den Topf.
31 - Paprika in Topf

Um die Sauce etwas einzudicken, gab ich nun noch etwa einen Esslöffel Tomatenmark hinein.
32 - mit Tomatenmark verdicken

Wieder lassen wir das ganze auf niedriger Stufe ca. 5 Minuten kochen, dann fügen wir die Kidneybohnen und die Maiskörner hinzu.
33 - Bohnen rein 34 - Mais rein

Es folgen weitere 6-8 Minuten des köchelns auf niedriger Stufe.
35 - Köcheln lassen

Nun würfeln wir die Pellkartoffeln und geben sie ebenfalls in den Topf. Ich ließ das ganz kurz aufkochen und dann wieder auf niedriger Stufe weiterköcheln.
36 - Pellkartoffeln hinzu

Je nach Geschmack können wir es nun auch noch mit etwas Tabasco nachwürzen. Ich würzte an dieser Stelle auch noch mit etwas Oregano, Salz und beiden Paprikapulvern.
37 - mit Tabasco würzen

Ist das Paprika bissfest und alles gut gewürzt, schalten wir die Platte aus und “löschen” das Chili con Carne mit einem großzügigen Löffel Creme fraiche ab, den wir unterrühren.
38 - mit Creme fraiche ablöschen

Damit ist das Gericht fertig. Ich garnierte es noch mit einem zusätzlichen Klecks Creme fraiche und servierte es (mir selbst). ;-)
39 - Gericht final

Und ich war begeistert von dem, was ich da zusammengekocht hatte. Nicht nur das es angenehm scharf war, ohne aufdringlich zu wirken – es war auch irgendwie sehr fruchtig im Geschmack. Ich habe es ja auch vor dem hinzufügen der Kartoffeln als auch der Creme fraiche probiert und bin der Meinung dass die Schärfe zu beiden Zeitpunkten heftiger gewesen ist. Sowohl Kartoffeln als auch Creme fraiche scheint eine gewissen Teil der Schärfe zu binden – ohne das Gericht dabei wirklich zu “entschärfen”. Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments. Und auch für morgen habe ich noch eine großzügige Portion übrig. Ansgeblich soll Chili ja nach einem Tag aufbewahrung und wiederaufwärmens noch besser schmecken. Zum Glück habe ich das Rezept hiermit dokumentiert – somit sollte ich in der Lage sein das ganze irgendwann mal wieder nachzukochen. Wobei ich das mit der Paste dann wohl einfach weglassen werde… ;)

Meine Wertung: 6 von 6 möglichen Punkten