Karibisches Ingwer-Huhn – das Rezept

Auf meiner ewig währenden Suche nach interessanten neuen Geschmackserlebnissen entschied ich mich heute dazu, ein Karibisches Ingwer-Huhn zuzubereiten, einem Rezept das angeblich aus Trinidad und Tobago stammen soll. Die Zutaten muteten dabei teilweise etwas ungewöhnlich an, aber spätestens seit ich vor einiger Zeit das African Chicken zubereitet hatte, weiß ich ja dass aus so etwas sehr leckere Gerichte entstehen können. Und auch dieses Mal trügte mich mein Eindruck nicht, denn das Ergebnis war ein recht einfaches zuzubereitendes und gleichzeitig sehr gelungenes Gericht, das ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

1 Limette
01 - Zutat Limette / Ingredient lime

1 Orange
02 - Zutat Orange / Ingredient orange

1 daumengroßes Stück Ingwer
03 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 große oder 2 kleine Zehen Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 Chili (z.B. Habanero)
05 - Zutat Chili / Ingredient chili

2 große Hähnchenschenkel (zusammen 400 bis 500g)
07 - Zutat Hähnchenschenkel / Ingredient chicken legs

1 Dose Tomatenstücke (400g)
08 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomatoes

2 EL Olivenöl
09 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

etwas Salz & Pfeffer zum würzen

160g Reis
09 - Zutat Reis / Ingredient rice

Da die Hähnchenschenkel am besten über Nach in der Marinade durchziehen sollten, beginnen wir bereits am Vorabend mit der Zubereitung und fertigen die Marinade an. Dazu waschen wir die Limette und reiben die Schale mit einem Zestenreißer ab. Ist ein solcher nicht im Haus, können wir dazu auch eine feine Reibe nehmen.
10 - Limettenschale abreiben / Grate lime peel

Des weiteren schälen und zerkleinern wir das Stück Ingwer – es sollte etwa ein gehäufter Esslöffel zusammen kommen –
11 - Ingwer schälen & zerkleinern / Peel & grind garlic

entkernen die Chilis,
12 - Chili entkernen / Deseed chili

zerkleinern sie gründlich,
13 - Chili zerkleinern / Mince chili

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehe(n)
14 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und pressen schließlich noch den Saft aus den Orangen
15 - Orange auspressen / Squeeze orange

sowie der Limette.
16 - Limette auspressen / Squeeze lime

Den Saft geben wir mit der Chili und dem Knoblauch in ein Behältnis
17 - Chilis & Knoblauch hinzugeben / Add chili & garlic

fügen einen Esslöffel Honig hinzu
18 - Honig addieren / Add honey

und addieren schließlich noch den zerkleinerten Ingwer und die abgeriebene Limettenschale.
19 - Ingwer & Limonenschale dazu geben / Add ginger & lime peel

Dann vermengen wir alles gut miteinander. Ich versuchte es erst mit einem Löffel, entschied mich dann aber dazu, auch noch einmal kurz mit dem Pürierstab durch die Marinade zu gehen.
20 - Kurz mit Pürierstab mischen / Mix with immersion blender

Nun legen wir die Hähnchenschenkel in ein verschließbares Behältnis und geben die Marinade darüber, um sie dann verschlossen im Kühlschrank über Nacht einziehen zu lassen.
21 - Hähnchenschenkel marinieren / Marinade chicken legs

Kurz vor der Zubereitung am nächsten Tag nehmen wir die Schenkel aus der Marinade und lassen sie etwas abtropfen. Die Marinade heben wir auf, da wir sie gleich noch einmal benötigen.
22 - Hähnchenschenkel aus der Marinade nehmen / Take chicken legs out of marinade

In einer Pfanne erhitzen wir dann die beiden Esslöffel Olivenöl
23 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat up oil

und geben die beiden Hähnchenschenkel hinein
24 - Hähnchenschenkel anbraten / Sear chicken legs

um sie für einige Minuten von allen Seiten schön braun anzubraten.
26 - Hähnchenschenkel von beiden Seiten anbraten / Brown chicken legs from both sides

Parallel setzen wir schon mal einen Topf mit ca. 320ml Wasser für den Reis auf.
25 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water to boil for rice

Sind die Hähnchenschenkel dann angebraten, geben wir die Marinade in die Pfanne
27 - Marinade dazu geben / Add marinade

und fügen die Tomatenstücke aus der Dose hinzu.
28 - Tomaten dazu geben / Add tomatoes

Nachdem wir alles miteinander verrührt haben, lassen wir alles bei geschlossenem Deckel für 20 Minuten auf mittlerer Stufe garen.
29 - Geschlossen köcheln / Simmer closed

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir es mit einem halben Esslöffel Salz versehen
30 - Wasser salzen / Salt water

und den Reis darin kochen können.
31 - Reis kochen / Cook rice

Sind die Hähnchenschenkel nach 20 Minuten fertig gegart, entnehmen wir sie aus der Pfanne und halten sie in etwas Alufolie warm,
32 - Hähnchenschenkel in Alufolie warm halten / Keep chicken legs in cooking foil

um die Sauce dann auf leicht erhöhter Stufe etwas reduzieren zu lassen
33 - Sauce aufkochen & reduzieren lassen / Boil up & let reduce

und dabei noch einmal mit Salz und Pfeffer abzuschmecken.
34 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with salt & pepper

Sobald die Sauce dann die gewünschte Konsistenz erreicht hat
35 - Sauce reduziert / Reduced sauce

können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
36 - Karibisches Ingwer-Huhn - Serviert / Caribbean ginger chicken - Served

Die Marinade hatte den Hähnchenschenkeln eine leicht exotische Geschmacksnote gegeben und durch das geschlossene Garen in der Pfanne waren sie angenehm saftig und zart geworden. Der Hit am Gericht war meiner Meinung nach aber die Sauce, die mit ihrem fruchtigen und gleichzeitig scharfen Geschmack das Gericht eindeutig dominierte. Durch Verwendung von Habanero war die Schärfe zwar ziemlich hoch geraten, aber ich mag es eben so. Wer es etwas milder mag, sollte also besser zu einer etwas weniger Scharfen Sorte greifen. Zu der Kombination aus Hähnchen und Sauce passte auch sehr gut der Reis als Sättigungsbeilage. Ein einfaches zuzubereitendes, aber sehr leckeres Gericht, dessen ich mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

37 - Karibisches Ingwer-Huhn - Seitenansicht / Caribbean ginger chicken - side view

Und auch was die Nährwerte angeht, erwies sich das Gericht als einigermaßen leicht. Die Hähnchenschenkel samt Sauce kommen meiner Berechnung nach auf etwa 500kcal, dazu kommt natürlich noch die Portion Reis, die noch einmal mit ca. 140kcal, womit wir bei einer Summe von 640kcal pro Portion enden. Für ein Hauptgericht ein mehr als nur akzeptabler Wert wie ich finde. Ob das Gericht nun wirklich karibischen Ursprungs ist, kann ich natürlich nicht sagen, aber was seine Zutaten und seinen Geschmack angeht besitzt es auf jeden Fall eine deutlich exotisch-karibische Note. Am besten einfach mal ausprobieren.

Guten Appetit

Cannelloni di salsiccia arrosto in Tomaten-Curry-Sauce – das Rezept

Ja, auch am heutigen Sonntag sollte es erneut Cannelloni geben. Denn ich hatte im Rahmen meiner gestrigen Recherche mit den Cannelloni di salsiccia arrosto, die mit einer Tomaten-Curry-Sauce zubereitet werden, ein Rezept entdeckt, das ich unbedingt ausprobieren wollte. Dabei steht der italienische Begriff salsiccia arrosto einfach für Bratwurst, in Verbindung mit der Sauce lag es da natürlich nahe zu vermuten dass es sich hier um eine Art Currywurst-Cannelloni handelte. Das musste ich natürlich testen und das Ergebnis, auch wenn es nicht hundertprozentig den Annahmen entsprach, schien es mir wert, einmal kurz in der gewohnten Form hier vorgestellt zu werden.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

etwa 10 Cannelloni
01 - Zutat Cannelloni / Ingredient cannelloni

Für die Füllung

420 – 450g Bratwurst (roh, am Besten ungebrüht, notfalls geht es aber auch mit gebrühter)
02 - Zutat rohe Bratwürste / Ingredient raw raw bratwursts

2 kleine Chilis (Ich entschied mich für thailändische Rawit)
03 - Zutat Chilis / Ingredient chilis

ca. 1 EL italienische Kräuter (TK)
04 - Zutat italienische Kräuter / Ingredient italian herbs

Für die Sauce

1 mittlere Zwiebel (ca. 150g)
05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1 große oder 2 kleine Zehen Knoblauch
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 Dosen Tomaten in Stücken (á 400g)
07 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

300ml Gemüsebrühe
08 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 gehäufter EL Currypulver
09 - Zutat Curry / Ingredient curry

2 EL Olivenöl
08 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1 EL Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

etwas Salz & Pfeffer zum würzen
und eine Prise Zucker

Weitere Zutaten

120 – 150g Käse – ich wählte heute mal würzigen Cheddar
11 - Zutat Käse / Ingredient cheese (Cheddar)

Wie üblich bereiten wir erst einmal die einzelnen Zutaten vor. So schälen also die Zwiebel und würfel sie
12 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und schälen die Knoblauchzehe und zerkleinern sie ebenfalls fein.
13 - Knoblauch zerkleinern / Grind garlic

Außerdem entkernen wir die Chilis
14 - Chilis entkernen / Deseed chilis

und schneiden sie in kleine Stücke.
15 - Chilis zerkleinern / Mince chilis

Anschließend erhitzen wir die beiden Esslöffel Olivenöl in einem Topf oder einer Pfanne
16 - Öl erhitzen / Heat up oil

und dünsten Zwiebel und Knoblauch darin glasig an.
17 - Zwiebel & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

Dann bestäuben wir alles mit dem Esslöffel Currypulver,
18 - Mit Curry bestreuen / Dredge with curry

streuen eine Prise Zucker darüber,
19 - Prise Zucker dazu geben / Add some sugar

und lassen diese unter gelegentlichem rühren etwas karamellisieren
20 - Zucker karamellisieren lassen / Let sugar caramelize

um schließlich noch den Esslöffel Tomatenmark hinzuzufügen,
21 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

rösten ihn kurz mit an.
22 - Tomatenmark anrösten / Roast tomato puree

Nach ein bis zwei Minuten löschen wir das Ganze mit den Tomaten ab,
23 - Mit Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatoes

gießen die Gemüsebrühe hinzu,
24 - Gemüsebrühe dazu geben / Add vegetable stock

lassen alles kurz aufkochen
25 - Kurz aufkochen lassen / Boil up

und schmecken es noch mal Salz und Pfeffer ab, bevor wir es für zwölf bis fünfzehn Minuten bei gelegentlichem rühren vor sich hin köcheln lassen.
26 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

Während die Sauce köchelt kümmern wir uns um die Bratwürste, die wir längs aufschneiden und das Wurstbrät aus der Schale nehmen.
27 - Wurstbrät aus der Pelle nehmen / Take sausage meat out of skin

Das Wurstbrät geben wir dann in eine Schüssel und geben die zerkleinerten Chilis
28 - Chili zum Wurstbrät geben / Add chilis to sausage meat

sowie etwa einen Esslöffel italienische Kräuter hinzu
29 - Italieneische Kräuter addieren / Add italian herbs

und kneten alles gründlich durch, damit alle Zutaten gut vermengt werden.
30 - Gründlich durchkneten / Knead thoroughly

Außerdem reiben wir den Käse den Käse mit der groben Seite einer Kastenreibe.
31 - Käse reiben / Grate cheese

Dabei sollten wir natürlich nicht vergessen, die Sauce immer mal wieder umzurühren.
32 - Sauce zwischendurch umrühren / Stir sauce

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt damit zu beginnen, den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Anschließend geben wir das Brät in einem Einweg-Spritzbeutel und befüllen damit die Cannelloni,
33 - Cannelloni befüllen / Fill cannelloni

fetten eine Auflaufform mit etwas Butter aus,
34 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

legen die gefüllten Cannelloni hinein
35 - Cannelloni in Form legen / Put cannelloni in casserole

und geben die Sauce darüber
36 - Sauce darüber geben / Add sauce

bis die Cannelloni komplett damit bedeckt sind.
37 - Cannelloni vollständig bedeckt / Cannelloni completly covered

Ist der Ofen dann vorgeheizt, schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Stufe hinein und backen es erst einmal für 20 Minuten.
38 - Im Ofen backen / Bake in oven

Nach diesen zwanzig Minuten entnehmen wir die Form noch einmal und bestreuen alles mit dem geriebenen Käse
39 - Mit Käse bestreuen / Spread with cheese

um alles anschließend für weiteren 20 bis 30 Minuten im Ofen mit dem Käse zu überbacken.
40 - Gratinieren / Au gratin

Sobald der Käse zerlaufen ist und den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat, können wir die Form dann wieder entnehmen, den Ofen ausschalten
41 - Cannelloni di salsiccia arrosto - Fertig überbacken / Finished baking

und das Gericht schließlich servieren und genießen.
42 - Cannelloni di salsiccia arrosto - Serviert / Served

Entgegen meiner ursprünglichen Erwartung hatte das Gericht geschmacklich nur marginal etwas mit einer Currywurst zu tun – es fehlte das Röstaroma wie es beim Braten einer Bratwurst entsteht. Aber dennoch fand ich die Kombination aus würzig-scharfem Wurstbrät in den Nudelröhren mit der der durch das Curry leicht pikant gewürzten Tomatensauce sehr gelungen. Dazu passte auch gut der würzige Cheddar-Käse. Das Brät war beim Garen zwar etwas zusammengeschrumpft, aber das hatte geschmacklich keinerlei Auswirkung – es befand sich auch so noch genügend Fleisch in den Cannelloni. Eine vielleicht etwas ungewöhnliche, aber doch sehr leckere Kombination.

43 - Cannelloni di salsiccia arrosto - Seitenansicht / Side view

44 - Cannelloni di salsiccia arrosto - Querschnitt / Lateral cut

Eventuell hätte man das Brät hier noch durch Zugabe eines zuvor eingeweichten Brötchens etwas Strecken und auflockern können. Denn sieben Würstchen in einem Gericht für gerade mal drei Personen erscheint mir im Nachhinein ein doch recht großzügiger Umgang mit Fleisch. Aber keine Angst, ich lasse mir noch etwas Zeit bis ich die nächste Cannelloni-Variante ausprobiere – es gibt auch noch genügend andere Rezepte die ich unbedingt mal ausprobieren möchte. 😉

Guten Appetit

Chili con Carne & Baguette [16.01.2014]

Heute machte mir unser Betriebsrestaurant mal wieder ein Angebot, das ich unmöglich ablehnen konnte, denn es fand sich im Bereich Globetrotter mal wieder mein hoch geschätztes Chili con Carne mit Baguette auf dem Speiseplan. Da konnten weder der Champignongulasch mit Vollkornspaghetti bei Vitality noch der Schweinebraten in Dunkelbiersauce, dazu Kartoffelknödel und Krautsalat bei Tradition der Region meine Meinung umstimmen. Einzig das Gebackene Seelachsfilet mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce, das neben Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art und Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, wäre theoretisch noch eine Alternative gewesen. Aber eben nur Theoretisch. 😉 Zum Chili gesellte sich schließlich noch ein Becherchen Mandarinenquark aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Chili con Carne & Baguette

Zwar bestand die Zubereitung wie üblich nur aus den (meiner Meinung nach) Minimalzutaten wie krümelig angebratenem Rinderhackfleisch, roten Kidneybohnen, Mais, Zwiebeln und Tomaten, aber diese waren heute mit einer angenehmen leichten Schärfe zubereitet, die geschmacklich wie ich fand wunderbar mit der fruchtigen Note der Tomaten harmonierte. Ich persönlich würde ja noch Paprika und einige Erbsen vielleicht sogar etwas geraspelte Zartbitterschokolade mit hinzu geben – aber das trifft wohl nicht unbedingt den Allgemeingeschmack. Zum Chili gab es wie üblich eine Scheibe Baguette, die dieses Mal nicht nur schön groß geraten war, sondern sich auch als überaus frisch erwies. Ich konnte insgesamt also auch heute sehr zufrieden mit dem Hauptgericht sein, das ich mit dem kleinen Becherchen mild gesüßtem, fruchtigen Mandarinenjoghurt abschloss.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Chili heute ganz weit vorne, aber wenn man genauer hinsah musste man erkennen, dass es noch um Haaresbreite vom Schweinebraten in Dunkelbiersauce überholt wurde, welcher sich somit den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala sicherte und das Chili auf einen sehr guten zweiten Platz verdrängte. Auf Platz drei folgten schließlich die Asia-Gerichte und Platz vier belegte, wie nicht anders zu erwarten, das vegetarische Angebot in Form des Champignongulasch mit Vollkornspaghetti.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Baguette: ++
Mandarinenjoghurt: ++

Seelachs in Chili-Zitronengrassauce [17.12.2013]

Während mir das Cordon bleu vom Schwein mit Pommes Frites bei Tradition der Region und Paprikarahmgulasch vom Schwein mit Salzkartoffeln bei Globetrotter etwas zu schwer für den heutigen Tag erschienen, liebäugelte ich lange Zeit mit den Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl, die heute bei Vitality auf der Speisekarte standen. Aber da ich auch schon lange nicht mehr an der Asia-Thai-Theke gegessen hatte, entschied ich mich schließlich dort zu speisen und auf der Karte fand sich neben dem vegetarischen Kalon Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton Art auch mit Gaeng ped Mua – Gebackener Seelachs mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce auch etwas, das von den üblichen Angeboten des Dienstag mal abwich. Doch scheinbar hatte man die Speisekarte noch ganz kurzfristig geändert, dann anstatt der Kokosmilchsauce fand ich wieder nur die für diesen Wochentag übliche Chilisauce mit deutlicher Zitronengras-Note vor. Da ich mir schon Reis aufgemacht hatte, ergab ich mich also in mein Schicksal und griff schließlich zu diesem Gericht.

Seelachsfilet in Chili-Zitronengrassauce / Coalfish filet in chili lemongras sauce

Und leider wurde ich heute hier ziemlich enttäuscht. Nicht nur dass der Reis etwas klumpig geraten war, auch das eigentlich Hauptgericht ließ zu wünschen übrig, denn es war nur noch etwas mehr als lauwarm und bestand neben den zahlreichen, panierten Seelachsfilet-Stücken, die wohl noch das beste am Ganzen waren, fast nur aus Chinakohl und Lauch. Ich glaube auch noch ein kleines Stück Paprika gesehen zu haben, bin aber nicht ganz sicher. Von der sonst immer sehr umfangreichen Gemüseauswahl mit Möhren, Zucchini, Mangold, Aubergine oder irgend welchen Pilzen keine Spur. Hinzu kam außerdem noch, dass man mit dem Zitronengras in der ansonsten angenehm scharfen Chilisauce mal wieder etwas übertrieben zu haben schien. Nur am Glückskeks gab es nichts zu meckern, er war von gewohnter Qualität. Also mein Geschmack war das heute nicht – aber ich weiß dass man es besser kann, also gebe ich die Hoffnung noch nicht ganz auf.
Der größte Teil der anderen Gäste hatte heute natürlich, wie es nicht anders zu erwarten gewesen ist, beim Cordon bleu mit Pommes zugegriffen. Auf Platz zwei folgten aber dennoch die Asia-Gerichte, die ich noch etwas häufiger sah als den Paprikarahmgulasch, der somit auf Platz drei folgte. Auf einem sehr guten vierten Platz folgte abschließend das Gericht, zu dem ich eigentlich hätte greifen sollen: die Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnußöl – denn da hätte ich wenigstens gewusst was ich letztlich auf den Teller bekomme. Aber irren ist nun mal menschlich…

Mein Abschlußurteil:
Fisch in Chili-Zitronengrassauce: +/-
Reis: +

Pla Pad Ped – Fisch in Chili-Bratgemüse [26.11.2013]

Das einzige was mich heute auf der Speisekarte der regulären Küche zumindest ein wenig ansprach war der Gefüllte Putenrollbraten mit Waldpilzsauce und Spätzle, der im Bereich Vitality angeboten wurde. Weder der Zucchini-Kartoffelgulasch mit Baguette bei Vitality noch die Spaghetti Carbonara mit Parmsan lösten als Alternativen in diesem Bereich besonders große Begeisterung bei mir aus. Aber das erschien eine gute Gelegenheit, der Asia-Thai-Theke endlich mal wieder meine Gunst zu erweisen, wo mit Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasoße, dem altbekannten Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse und schließlich etwas Ente mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce gleich drei Gerichte angeboten wurden, mit denen ich durchaus leben konnte. Letztlich fiel meine Wahl nach kurzem Abwägen auf das Fischgericht, dessen zugehörigen Wok der Koch auch kurz bevor ich zugriff noch einmal frisch mit Gemüse und natürlich den gebackenen Fischfilet-Stücken auffüllte, so dass ich sozusagen aus dem vollen Schöpfen konnte. Dazu gab es natürlich, wie üblich, ein Schälchen Reis.

Fisch in Chilisauce

Und bei den paniert gebackenen Fischfilet-Stücken erwartete mich auch eine kleine Überraschung, denn neben den sonst üblichen Seelachsfilet mit dem weißen Fleisch fanden sich diesmal auch zahlreiche Stücke rosafarbene Lachsfilets – eine Kombination die mir sehr gut gefiel. Leider musste ich im Gegenzug bei dem Gemüse einige Abstriche machen, denn heute bestand dies größtenteils aus Weißkohl und Mangold, dazwischen fand sich ein wenig Lauch, Paprika und einige Stückchen Zucchini. Hier bin ich normalerweise eine etwas umfangreichere Auswahl gewöhnt – aber da könnte ich auch einfach nur ein schlechtes Händchen bei der selbsttätigen Bestückung des Tellers gehabt haben. Hinzu kam aber noch, dass die deutlich scharfe Chili-Sauce mit etwas zu viel Zitronengras zubereitet worden war – eine Geschmacksrichtung, die mir eigentlich nicht sonderlich liegt. Prinzipiell war das Gericht in Ordnung, aber aufgrund der zwei Kritikpunkte muss ich dennoch einen kleinen Abzug in der Gesamtwertung geben. Am klebrigen Reis, den ich mir wie üblich mit einem Esslöffel süß-scharfer Chilisauce garniert hatte, gab es aber nichts auszusetzen.
Bei den anderen Gästen lag heute natürlich der Putenrollbraten in Waldpilzsauce am höchsten in der Gunst und erlangte somit Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte, entgegen den gestrigen Erfahrungen, die Asia-Gerichten, die ich meinte noch etwas häufiger auf den Tabletts zu sehen als die Spaghetti, die daher auf Platz drei landeten. Platz vier belegte mal wieder, wie gewohnt, das vegetarische Gericht in Form des Zucchini-Kartoffelgulaschs.

Mein Abschlußurteil:
Pla Pad Ped: +
Reis: ++