Hähnchenpfanne “1001 Nacht” – das Rezept

Das Rezept das ich heute hier präsentieren möchte, zeichnet sich vor allem durch seine gelungene Kombination verschiedener Gewürze und seiner angenehm orientalischen Geschmacksnote aus. Ich mag es ja, mit verschiedenen Gewürzen ein wenig herum zu spielen und bei dieses Gericht durfte ich mal wieder feststellen, was für wunderbare Geschmackserlebnisse man so zaubern kann – ich war auf jeden Fall sehr begeistert vom Ergebnis. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

170g Zwiebeln
01 - Zutat Zwiebeln / ingredient onions

1 Knoblauchzehe
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

600g Hähnchenbrustfilet
03 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breast filet

1 Esslöffel Weizenmehl
04 - Zutat Mehl / Ingredient flour

1/2 Esslöffel Curry
05 - Zutat Curry / Ingredient curry

1/3 Teelöffel Ingwerpulver
06 - Zutat Ingwerpulver / Ingredient ginger powder

1/3 – 1/2 Teelöffel Paprikapulver rosenscharf
07 - Zutat Paprika / Ingredient paprika

1 Messerspitze Cayennepfeffer
08 - Zutat Cayennepfeffer / Ingredient cayenne pepper

2 Spitzpaprika
(Optional – hatte ich noch vorrätig und musste weg)
09 - Zutat Spitzpaprika / Ingredient pointed pepper

2 Esslöffel Mangochutney
10 - Zutat Mangochutney / Ingredient mango chutney

400ml Geflügelfond
11 - Zutat Geflügelfond / Ingredient chicken stock

150g Creme fraiche
12 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

2 Teelöffel Zitronensaft
13 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

2 Esslöffel Butterschmalz
09 - Zutat Butterschmalz / Ingredient ghee

200g Basamatireis
14  -Zutat Basmatireis / Ingredient basmati rice

etwas Butter für den Reis
sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Wie üblich beginnen wir mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten und schälen erst einmal die Zwiebeln, um sie dann fein zu würfeln.
15 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem zerkleinern wir die Knoblauchzehe
16 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und waschen die Spitzpaprika, entkernen sie und schneiden sie in kleine Würfel.
17 - Spitzpaprika würfeln / Dice chicken breast

Dann spülen wir die Hähnchenbrust kalt ab, tupfen sie trocken
18 - Hähnchebrust kalt abspülen / Wash chicken breast

und schneiden sie in mundgerechte Stücke.
19 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breast

Nachdem wir dann Mehl, Curry, Ingwerpulver, Paprika und Cayennepeffer in eine Schüssel gegeben
20 - Gewürze & Mehl in Schüssel geben / Put flour & seasonings in bowl

und gründlich miteinander vermischt haben
21 - Mehl & Gewürze gründlich vermengen / Mix well

wenden wir die Hähnchenbruststücke darin
22 - Hähnchenbrust in Mischung wenden / Coat chicken breast in flour seasoning mix

bis alle rundherum damit bedeckt sind.
23 - Hähnchenbrust paniert / Coated chicken breast

Dann erhitzen wir die beiden Esslöffel Butterschmalz in einer größeren Pfanne auf leicht erhöhter Stufe
24 - Butterschmalz zerlassen /

und geben die panierten Hähnchenbrustwürfel hinein
25 - Hähnchenbrustwürfel in Pfanne geben / Add diced chicken

und braten sie scharf rundherum für ca. 5 Minuten an.
26 - Hähnchenbrustwürfel scharf anbraten / Sear chicken dices

Ist das Hähnchenfilet dann gut durchgebraten, reduzieren wir die Platte auf mittlere Stufe, geben die gewürfelten Zwiebeln
27 - Zwiebeln addieren / Add onions

sowie die zerkleinerte Knoblauchzehe mit hinzu
28 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

und dünsten alles kurz mit an bis die Zwiebeln glasig werden.
29 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

Anschließend geben wir auch die Paprikawürfel in die Pfanne,
30 - Paprika in Pfanne geben / Add bell pepper

dünsten sie kurz an bis sie etwas Farbe bekommen,
31 - Paprika andünsten / Braise bell pepper

geben die beiden Esslöffel Mangochutney mit in die Pfanne,
32 - Mangochutney hinzufügen / Add mango chutney

verrühren es und braten es kurz mit an
33 - Mangochutney anbraten / Braise mango chutney

und löschen das Ganze schließlich mit dem Geflügelfond ab. Alternativ kann man hier übrigens auch Gemüsebrühe verwenden.
34 - Mir Geflügelfond ablöschen / Deglaze with chicken stock

Den Pfanneninhalt lassen wir nun kurz aufkochen und für etwa zehn Minuten bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln.
35 - Aufkochen & köcheln lassen / Bring to boil & simmer

Parallel setzen wir einen Topf mit Wasser, bringen ihn zum kochen
36 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to boil

geben dann eineinhalb Teelöffel Salz hinzu
37 - Wasser salzen / Salt water

und kochen den Basamatireis darin gemäß Packungsbeschreibung.
38 - Reis kochen / Cook rice

Nun geben wir die Creme fraiche in die Pfanne,
39 - Creme fraiche hinzufügen / Add creme fraiche

verrühren sie gründlich mit dem restlichen Pfanneninhalt
40 - Creme fraiche verrühren / Stir in creme fraiche

und schmecken dann alles mit den beiden Teelöffel Zitronensaft
41 - Mit Zitronensaft würzen / Season with lemon juice

sowie etwas Salz und Pfeffer ab. GGf. können wir die Sauce auch noch mit etwas hellen Saucenbinder eindicken.
42 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with salt & pepper

Sobald der Reis fertig gekocht ist, gießen wir ihn in ein Sieb ab,
43 - Reis in Sieb abgießen / Drain rice in sieve

geben ihn noch heiß zurück in den Topf,
44 - Reis zurück in Topf geben / Put rice back in pot

fügen ein Stück Butter hinzu
45 - Butter hinzufügen / Add Butter

und lassen es im Reis schmelzen, wobei wir alles gründlich miteinander vermischen.
46 - Butter im Reis schmelzen lassen / Melt butter in rice

Anschließend können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
47 - Oriental chicken stew / Hähnchenpfanne "1001 Nacht" - Serviert

Die Sauce kombinierte sehr gelungen die orientalischen Note der Gewürze mit dem fruchtig-scharfen Geschmack des Mango-Chutneys und der Cremigkeit des Creme fraiche. Dazu passten wunderbar sowohl die paniert gebratenen, saftigen und würzigen Hähnchenbrustwürfel als auch die Paprikastücke und machten das Gericht zu einem wahren Geschmackserlebnis. Die leichte Zitrusnote des Zitronensaft rundeten das Ganze schließlich geschmacklich ab. Passte alles wirklich perfekt zusammen.

48 - Oriental chicken stew / Hähnchenpfanne "1001 Nacht" - Seitenansicht

Ich könnte mir auch noch weitere Gemüsezutaten wie Zucchini, rote Linsen oder Zuckerschoten gut in diesem Gericht vorstellen, außerdem könnte man den Reis bestimmt auch durch Naan-Brot ersetzen. Ansonsten würde ich aber nichts mehr an diesem Rezept verändern, denn die Kombination ist – zumindest meinem Geschmacksempfinden nach – wirklich perfekt. Ich hoffe, dass dies andere ebenfalls so empfinden und kann dem Rezept nur meine wärmste Empfehlung aus aussprechen.

Guten Appetit

Schweinefleisch-Linsen-Curry mit Mango-Chutney – das Rezept

Ich hatte schon lange nichts mehr mit Linsen gekocht, daher sah ich mich heute mal nach irgend einem netten Rezept um und stieß dabei auf dieses Linsen-Curry mit Schweinefleisch und Mango-Chutney, das es mir wert erschien mal ausprobiert zu werden. Das Ergebnis war ein leicht exotisches, sehr leckeres Gericht, das ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 3 bis 4 Portionen?

2 Bund Frühlingszwiebeln (insgesamt ca. 500g)
01 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

1 mittelgroße Zwiebel (ca. 150g)
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1 große oder 2 kleine Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 Dose braune Linsen (385g – 265g Abtropfgewicht)
04 - Zutat Linsen / Ingredient lentils
(Alternativ können wir auch 250g getrocknete Linsen verwenden, diese müssen aber vorher eingeweicht und ca. 75 Minuten gekocht werden, das dauerte mir zu lange 😉 )

550 – 600g Schweinefleisch vom Nacken
05 - Zutat Schweinenacken / Ingredient pork

1 gehäufter Esslöffel Curry
06 - Zutat Curry / Ingredient curry

1/8el Liter Hühnerbrühe
07 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken stock

2 Esslöffel süß-scharfe Chili-Sauce
08 - Zutat Chili-Sauce / Ingredient chili sauce

1 Glas Mango-Chutney (230g)
09 - Zutat Mango-Chutney / Ingredient mango chutney

2-3 Esslöffel Öl (ich empfehle Erdnussöl)
07 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

Chili-Flocken (je nach gewünschtem Schärfegrad)
10 - Zutat Chili-Flocken / Ingredient chili flakes

1 gestrichener Esslöffel Zucker
11 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

außerdem etwas Pfeffer und Salz zum würzen
evtl. etwas dunkler Saucenbinder

Als Sättigung-Beilage entschied ich mich für:
250g Basmati-Reis
12 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

Alternativ kann man hier aber z.B. auch zu Naan-Brot oder ähnlichem greifen oder das Curry ohne Beilage verzehren.

Beginnen wir nun also mit der Zubereitung. Dazu waschen wir erst einmal die Frühlingszwiebel, trocknen sie mit einem Küchentuch
13 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash scallions

und schneiden sie dann in schmalere Ringe.
14 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

Außerdem schälen wir die Zwiebel, halbieren sie und schneiden sie dann in Ringe, die wir je nach Größe noch einmal halbieren.
15 - Zwiebel zerkleinern / Mince onion

Des weiteren schälen wir die Knoblauchzehe(n) und zerkleinern sie gründlich.
16 - Knoblauch zerhacken / Mince garlic

Nachdem wir dann die Linsen zum abtropfen in ein Sieb gegeben haben
17 - Linsen abtropfen lassen / Let lentils drain

waschen wir das Schweinefleisch, tupfen es trocken
18 - Schweinefleisch waschen / Wash pork

und schneiden es in mundgerechte Würfel. Dabei entfernen wir am besten auch gleich überflüssiges Fett.
19 - Schweinefleisch würfeln / Dice pork

In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun zwei Esslöffel Öl – ich griff wie einleitend erwähnt zu Erdnussöl, denn das gibt meiner Meinung nach dem Bratgut bei exotischen Gerichten die gewisse Note –
20 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat up oil

und geben das zuvor gewürfelte Schweinefleisch hinein
21 - Fleisch in Pfanne geben / Add pork

um es von allen Seiten scharf anzubraten.
22 - Schweinefleisch scharf anbraten / Sear pork

Während das Fleisch brät, können wir auch schon einmal einen Topf mit Wasser für den Reis aufsetzen und damit beginnen, ihn zum kochen zu bringen.
23 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to boil

Ist das Fleisch dann gut durchgebraten, reduzieren wir die Kochplatte auf mittlere Stufe, geben Zwiebeln
24 - Zwiebeln addieren / Add onions

sowie das zerkleinerte Knoblauch mit in die Pfanne
25 - Knoblauch dazu geben / Add garlic

und dünsten alles für zwei bis drei Minuten im verblieben Bratenfett mit an
26 - Zwiebel & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

bevor wir schließlich auch die in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln addieren
27 - Frühlingszwiebeln addieren / Add scallions

und diese ebenfalls für einige Minuten bei gelegentlichem Rühren mit andünsten. Am Anfang sehen die 500g Frühlingszwiebeln wirklich nach viel aus, aber spätestens beim andünsten fallen sie zusammen und offenbaren, das es sich genau um die richtige Menge handelt.
28 - Frühlingszwiebeln andünsten / Braise scallions lightly

Dann nehmen wir die Pfanne kurz von der Platte, bestäuben den Pfanneninhalt mit dem Esslöffel Currypulver,
29 - Mit Curry bestäuben / Dredge with curry

verrühren es mit den restlichen Zutaten und braten es auf reduzierter Stufe kurz mit an.
30 - Curry unterheben & anbraten / Stir in & fry curry

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir es salzen
31 - Wasser salzen / Salt water

und anschließend den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung zubereiten können.
32 - Reis kochen / Cook rice

Nun löschen wir den Pfanneninhalt mit der Hühnerbrühe ab
33 - Mit Hühnerbrühe ablöschen / Deglaze with chicken stock

und lassen dann alles kurz aufkochen, wobei wir es schon einmal etwas mit Pfeffer und Salz würzen.
34 - Aufkochen lassen und mit Pfeffer & Salz abschmecken / Boil up and taste with salt & pepper

Anschließend geben wir die abgetropften Linsen hinzu,
35 - Linsen unterheben / Fold in lentils

würzen alles mit den beiden Esslöffeln süß-scharfer Chili-Sauce,
36 - Mit Chili-Sauce würzen / Season with chili sauce

geben das Mango-Chutney hinzu
37 - Mango-Chutney einrühren / Stir in mango chutney

und verrühren schließlich alles gut miteinander.
38 - Gut verrühren / Mix well

Dann lassen wir alles für fünf bis sieben Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln und rühren noch den gestrichenen Esslöffel Zucker ein.
39 - Mit Zucker würzen / Season with sugar

Sollten wir beim anschließenden probieren feststellen, dass das Gericht noch etwas mehr Schärfe vertragen könnte – was ja immer auch vom eigenen Geschmack abhängig ist –
40 - Probieren / Try

würzen wir es noch einmal mit einer kräftigen Prise Chili-Flocken. Sollte es noch zu dünnflüssig sein, können wir das Gericht auch noch mit etwas dunklem Saucenbinder andicken.
41 - Mit Chili-Flocken abschmecken / Taste with chili flakes

Sobald der Reis dann fertig gekocht ist, können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
42 - Schweinefleisch-Linsen-Curry - Serviert / Pork lentil curry - Served

Das Gericht kombinierte sehr gelungen den fruchtigen Geschmack des Chutney sehr gelungen mit der würzigen Schärfe der einzelnen Gewürze. Gemeinsam mit den zarten Schweinefleisch-Würfeln und dem leckeren Gemüse aus Frühlingszwiebeln, braunen Linsen sowie den grob zerkleinerten Zwiebeln und dem Knoblauch ergab sich so ein sehr leckeres Curry-Gericht. Vielleicht hätte man die Menge der Linsen noch etwas erhöhen können, aber da war ich durch die Verwendung von Dosen-Linsen leider in meiner Handlungsfreiheit etwas eingeschränkt. Leider hatte ich etwas spät mit dem Kochen angefangen, daher hätte das kochen von getrockneten Linsen, das über eine Stunde in Anspruch hätte, zu viel Zeit in Anspruch genommen. Aber bei Gelegenheit werde ich auch diese Variante der Linsen-Zubereitung mal ausprobieren.

43 - Schweinefleisch-Linsen-Curry - Seitenansicht / Pork lentil curry - Side view

Werfen wir abschließend wie gewohnt noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Kalkulation nach hat das Linsen-Curry einen Wert von etwa 2000kcal, also 500kcal pro Portion. Dazu kommen noch einmal jeweils 100kcal für den Reis, womit wir bei einer Summe von 600kcal pro Portion enden. Für ein Hauptgericht ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde. Wer dennoch reduzieren will, kann das Schweinefleisch ja durch magereres Geflügel, z.B. Hähnchenbrust oder Pute, ersetzen, was noch einmal ca. 400kcal, also 100kcal pro Portion spart. Wer mag, kann natürlich auch das Mango-Chutney selbst herstellen und nicht wie ich auf ein Fertigprodukt zurückgreifen. Da ich aber noch ein Glas davon vorrätig hatte, habe ich heute mal darauf verzichtet.

Guten Appetit

Hähnchenbrust in Kaffeewürzung [23.01.2014]

Am heutigen Donnerstag schien unser Betriebsrestaurant nach längerer Pause mal wieder einmal ein neues Gericht, das meinen Aufzeichnungen nach bisher noch nie zuvor in dieser Form angeboten worden war: Eine Hähnchenbrust in Kaffeewürzung auf Speckbohnen mit Mango-Kürbis-Chutney und Kartoffelgratin, eine ungewöhnliche Kombination, die man im Bereich Globetrotter auf die Speisekarte gesetzt hatte. Das musste ich natürlich gleich mal ausprobieren. Dabei kam mir zu Gute, dassmit Spaghetti “Pesto Genovese” mit Kirschtomaten und Parmesan bei Vitality, Münchner Tellerfleisch mit Meerrettichsauce, Wirsing und Salzkartoffeln bei Tradition der Region sowie Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse in Koriandersoße oder Ko Lo Kai – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce auch sonst nichts besonders weltbewegendes auf der heutigen Speisekarte zu finden war. Zur Hähnchenbrust gesellte sich außerdem noch ein kleines Becherchen Mousse Tiramisu auf mein Tablett.

Hähnchenbrust in Kaffewürzung / Chicken breast in coffee seasoning

Die angenehm große Hähnchenbrust, die man noch einmal längs in zwei Hälften zerteilt hatte, erwies sich als angenehm zart und saftig sowie auch leicht pikant von außen gewürzt, aber von Kaffee konnte ich nicht merklich heraus schmecken. Die Kombination von Geflügel und Kaffee wäre auch etwas zu experimentell für ein Betriebsrestaurant gewesen, daher hatte ich mit keinem anderen Ergebnis gerechnet. Trotzdem sehr lecker, vor allem in Kombination mit dem fruchtigen und gleichzeitig leicht scharfen Chutney aus Mango und Kürbis. Ob natürlich Speckbohnen (die ich ja auch schon gestern als Beilage hatte) dazu so besonders gut passen, sei mal so dahin gestellt. Davon aber mal ganz abgesehen muss ich, da die Bohnen bereits etwas abgekühlt waren und ich an einigen von ihnen noch die Stiele fand, hier einen kleinen Punktabzug vornehmen. Und auch das Kartoffelgratin hatte so seine Macken, denn einige der oberen Stücke waren bereits etwas sehr dunkel, fast angekockelt und auch die Würzung ließ etwas zu wünschen übrig. Also auch hier leider keine volle Punktzahl. Die Krone setzte dem Ganzen aber das Tiramisu-Mousse – oder sollte ich besser Tiramisu-Gummi sagen – auf, das sich als extrem zäh heraus stellte. Bereits das zweite Mal in Folge, dass ich an der Dessert-Theke eine schlecht Wahl getroffen hatte, da war ich heute wirklich natürlich sehr enttäuscht. Aber trotz dieser Mängel, insgesamt ein überaus zufriedenstellendes Mittagsmahl. Bleibt also zu hoffen, dass es nun wieder häufiger etwas Abwechslung auf der Speisekarte gibt.
Auch bei den anderen Gästen lag die Hähnchenbrust mit Mango-Kürbis-Chutney heute ganz oben in der Gunst und belegte ohne jeden Zweifel den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Um Platz zwei lieferten sich, ganz unerwartet, die Asia-Gerichte und die vegetarischen Spaghetti Pesto Genovese einen sehr enges Kopf-an-Kopf-Rennen, welches meiner Meinung nach das Nudelgericht sogar für sich entscheiden konnte und die Asia-Gerichte somit auf Platz drei verwies. Auf einem guten, aber vierten Platz folgte schließlich das Münchner Tellerfleisch. Ein ungewöhnliches Ergebnis, vor allem auf den hinteren Plätzen.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenbrust: ++
Mango-Kürbis-Chutney: ++
Speckbohnen: +
Kartoffelgratin: +
Tiramisu-Mousse: +/-

Rindfleischcurry “Taipan” [27.08.2009]

Heute war wieder so ein Tag, an dem mir die Entscheidung für das richtige Mittagsgericht schwer fiel. Zur Auswahl standen zum einen “Rindfleischcurry „Taipan“, australisches Currygericht mit Erdnüssen, Pinienkernen, Mango und Paprika, dazu backfrisches Pita” und schließlich noch “Cevapcici (Serbische Hackröllchen) mit Letscho (würzige Tomaten-Paprika-Soße) und Curryreis (oder Pommes)“. Da ich ja einen Hang zum exotischen habe und Currys aller Art mag, fiel meine Wahl schließlich zugunsten des Rindfleischcurrys aus.

Rindfleischcurry "Taipan"

Wie mir unser Koch mitteilte, hatte er sich letztlich doch dazu entschieden, nicht die originale Würzung zu verwenden, sondern es etwas milder zu gestalten um mehr den allgemeinen Geschmack zu treffen. Aber was er da Kreiert hatte, war dennoch recht gut gelungen. Die drei Komponenten dieses Gerichtes waren zum einen ein leicht herbes, relativ zartes Rindfleischgeschnetzeltes als Fleischkomponente, ein fruchtiges, leicht scharfes Mango-Paprika-Chutney mit roten und grünen Paprikastreifen und schließlich das Pita-Brot, welches wie in der Menubeschreibung angekündigt tatsächlich backfrisch war, als man es servierte. Oft habe ich ja auch schon erlebt, dass man in solchen Fällen aufgewärmtes Pita anbietet – aber nicht so hier. Die gerösteten, noch heißen Pinienkerne gaben dem ganzen schließlich die knusprige Note. Erdnüsse fand ich aber leider keine – obwohl sie in der Beschreibung eigentlich als Zutat angekündigt waren. Aber was solls…
In der Summe ein echt leckeres Gericht, an dem ich nur eine winzige Kleinigkeit auszusetzen habe: Die roten Paprikastreifen im Chutney waren teilweise etwas hart an der Schale und schwer zu zerbeißen. Aber davon abgesehen kann ich durchaus sagen, dass das Rindfleischcurry “Taipan” wohl das beste aller Gerichte war, die ich diese Woche in unserer Kantine verzehrt habe, auch wenn es nur um Haareslänge vor den Ofenkartoffeln mit Shrimps von gestern gewonnen hat.

Mein Abschlußurteil:
Rindfleischcurry: ++
Mango-Paprika-Chutney: ++
Pita: ++

Mini-Steaks & Mango-Chutney [07.07.2009]

Heute hatte sich unser Koch mal für etwas exotischeres entschieden und bot neben einer “Penne Arabiata mit kleinem Salat” auch “Mini-Steaks vom Schweinenacken mit würzigem Mango-Chutney, Kartoffelspalten und Ananas-Gurken-Salat” an. Auch wenn ich eigentlich kein großer Fan von Gurkensalaten aller Art bin, entschied ich mich schließlich doch dazu, mir die Steaks zu bestellen.

Mini-Steaks & Mango-Chutney

Irgendwie meinte der Koch es dann auch gut mit mir, denn er machte mir vier kleine Steaks auf den Teller. Dabei vergaß er jedoch zuerst die Mango-Chutney, weswegen ich noch einmal zur Theke zurückkehren musste. Aber war ja alles kein großes Ding. Das Fleisch der Mini-Steaks war Ok, nicht zu sehnig und einigermaßen zart. Nur an den Rändern waren kleinere Unschönheiten in Form von etwas zu hart gebratenen Stellen zu entdecken, aber die Anzahl war so gering, dass ich darüber hinwegsehen kann. Bei den Kartoffelspalten hatte ich Glück, denn sie kamen frisch aus der Friteuse und waren dementsprechend heiß und knusprig. Das Mango-Chutney schließlich erwies sich als wirklich sehr würzig, um nicht zu sagen ziemlich scharf, was ich sehr lecker fand und was dem ganzen eine angenehm würzig-fruchtige Note gab. Der Salat schließlich war ebenfalls in Ordnung, auch wenn ich mich größtenteils darauf beschränkte, die Ananasstücke heraus zu klauben. Nur das Dressing hätte hier etwas dickflüssiger sein können. Ich fand die Kreation aber in der Summe sehr gelungen.

Mein Abschlußurteil:
Mini-Steaks: ++
Mango-Chutney: ++
Kartoffelspalten: ++
Ananas-Gurken-Salat: +/-