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Kampf der Titanen 3D – Filmreview

Thursday, April 15th, 2010

Kampf der Titanen - Kinokarte Gestern Abend kamen wir dazu, mal wieder ins Kino zu gehen und unsere Wahl fiel dabei auf “Kampf der Titanen” (Clash of the Titans) von Louis Leterrier mit dem bereits aus Avatar bekannten Sam Worthington als Perseus anzusehen – und zwar im Forumskino auf der Museumsinsel in München, wo ich direkt von der Arbeit aus mit der S-Bahn hin fuhr. Mein Kollege, der die vorbestellten Karten bereits abgeholt hatte, verspätete sich zwar etwas, aber wir betraten den Film noch während des Intros, so dass wir glücklicherweise nicht allzu viel verpassten. Dass wir uns dabei für die Vorstellung in 3D entschieden hatten brauche ich an dieser Stelle glaube ich gar nicht zu erwähnen – jetzt wo ich mit diesem 3D Kino “angefixt” bin, möchte ich die Filme wenn möglich natürlich auch in 3D sehen. 😉
Die Story ist schnell erzählt, da sie nicht besonders tiefgehend ist: Perseus (Sam Worthington), Sohn des Göttervaters Zeus und einer Sterblichen, wird als Kind ausgesetzt und von einem armen Fischer gefunden, der ihn in seine Familie aufnimmt und wie einen eignen Sohn aufzieht. Als die Götter durch den Bildersturz der Soldaten des Königs von Argos erzürnt werden, wird seine ganze Adoptivfamilie von Hades (Ralph Fiennes) getötet und der überlebende Perseus schließlich nach Argos gebracht. Hades überredet seinen Bruder Zeus (Liam Neeson) dazu, ihm die Bestrafung der abtrünnigen Menschen zu überlassen, führt dabei aber eigene Pläne im Schilde, durch die er die Macht im Olymp an sich reißen und Zeus stürzen will. Als das vom Götterglauben abgefallenen Königspaar von Argos den Göttern weiter lästert und die Königin sich und ihre Tochter Andromeda selbst als Gottgleich bezeichnet, erscheint Hades erneut und droht mit der Zerstörung von Argos durch sein Geschöpf, den Kraken, falls die Stadt nicht ihre Königstochter dem Ungeheuer opfert. Nach einigem Unwillen und durch die Überedungskunst der Io macht sich schließlich Perseus einigen Getreuen auf die gefährliche Reise, um dem Treiben des Gottes der Unterwelt einhalt zu gebieten und Argos zu retten.
Die Story ist der gleichnamigen Verfilmung von 1981, die vor allem durch die Stop-Motion-Technik des Ray Harryhausen bekannt geworden ist, sehr ähnlich. Die Mechano-Eule Bubo aus der alten Verfilmung, die aber, offensichtlich als kleiner Seitenhieb, in einer Szene dennoch kurz auftaucht, hat man zum Glück weggelassen. Das hätte das Niveau des Filmes auch glaube ich nur noch mehr runter gezogen.
Natürlich hat man wie in Hollywood üblich einfach weitere Charactere nicht nur aus der griechischen Mythologie genommen und in den Film eingebaut, denn weder Io noch die eher aus dem arabischen Fabelwelt stammenden Dschinns haben etwas mit der Perseus-Sage zu tun.
Dass man den Film nachträglich, dem aktuellen Hype folgend, in 3D umgearbeitet hat, sieht man dem Film teilweise auch an. Da sind Babys mit nicht zum Körper zu gehörend scheinenden Köpfen oder Kampfszenen mit Skorpionen, die einfach unscharf erscheinen. Das zeigte, dass nicht alles was 3D ist auch immer gleich wirklich gut sein muss. In 2D hätte es der Film auch getan.
Was letztlich heraus gekommen ist, ist ein meiner Meinung nach mittelmäßig guter Fantasy-Actionfilm mit nett anzusehender Tricktechnik. Kann man sich durchaus im Kino ansehen.

Triology-Meter

Wednesday, March 18th, 2009
trilogymeter
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen – full ACK.
[via danmeth.com]

Der Baader Meinhof Komplex

Saturday, December 13th, 2008
Der Baader Meinhof Komplex

Am Donnerstag kam ich – verspätet – endlich mal dazu, mir den Film “Der Baader Meinhof Komplex” nach dem 1985 erschienenen, gleichnamigen Buch des Spiegel-Redakteurs Stefan Aust anzusehen. Dazu begab ich mich ins Rex Kino am Hohenzollerring in Köln.
Ich selbst habe die ganzen Geschehnisse damals ja nur bruchstückhaft mitbekommen und kann mich zwar noch an die allgegenwärtigen Terroristen-Fahndungsplakate erinnern, die ich als Kind gesehen habe – aber dieser Teil der deutschen Geschichte wurde nie wirklich aufgearbeitet. Bernd Eichinger als Produzent und Uli Edel als Regisseur hatten sich diesem schwierigen Thema angenommen. Was sie dabei auf die Leinwand gebracht haben spaltet natürlich die Gemüter und Meinungen. In einhundertfünfzig Minuten wird versucht die gesamte Geschichte der RAF samt ihrer Ursprünge aus den Studentenrevolten von 1967/1968, der Demonstration gegen den Schahbesuch samt der Ermordung des Studenten Benno Ohnesorg, der Außerparlamanentarischen Opposition, des Anschlages auf Rudi Dutschke und der linksextremistische RAF bzw, ihre erste Generation entstand. Was z.B. vollkommen Untergeht ist die Rolle des V-Manns Peter Urbach, der ja angeblich in Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz damals einen gewissen Einfluß auf eines den Anwalt Horst Mahler, ebenfalls ein Gründungsmitglied der RAF, gehabt haben soll. Ebenso habe ich erst im Rahmen der Recherchen zu diesem Post herausbekommen das der spätere SPD Innenminister und Stasi 2.0 Wegbereiter Otto Schily oder der Grünenpolitiker Hans-Christian Ströbele zu den juristischen Verteidigern der RAF vor Gericht gehörten.
Ich fand auch die unterschiedliche Dichte der einzelnen Rollen sehr auffallend. Während Andreas Baader (gespielt von Moritz Bleibtreu), Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) und Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) ziemlich detailliert eingeführt werden, kommen andere Protagonisten wie Jan-Carl Raspe (Niels-Bruno Schmidt) oder Christian Klar (Daniel Lommatzsch) etwas kurz. Auch der mit seinen Mitarbeitern an einem Konferenztisch Suppe essende und die Rasterfahndung beschließende BKA Chef Horst Herold (gespielt von Bruno Ganz) hätte etwas mehr Farbe vertragen können. Dennoch kann ich mich vernichtenden Kritiken wie z.B. hier in der Zeit nicht ganz anschließen. Das Thema ist schwierig und lässt sich nur unvollständig selbst in einer Länge von 150 Minuten hineinpressen. Der Film ist natürlich weniger eine Aufarbeitung als eine Aneinanderreihung von Fakten und die unverblümten Darstellung der Taten der RAF – aber dem war ich mir bereits vor dem Film bewußt und das spielte für mich auch keine Rolle. Ich fand ihn recht gut, auch wenn die teilweise dargestellte extreme Gewalt gerade während der Anschläge auf Buback und Schleyer natürlich Geschmackssache ist. Aber warum sollte man hier etwas anderes als die unverblümte Tatsachen zeigen?
Mit Sicherheit also kein Popcornkino, aber eine durchaus sehenswerte schauspielerische Dokumentation der Geschehnisse, die schließlich zum Deutschen Herbst und dem Tod der ersten RAF Generation in der JVA Stammheim führte – auch wenn sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit stellen darf. Also mir hats dennoch gefallen.