Gebackener Seelachs in Limonengras-Chilisauce [10.08.2012]

Obwohl im regulären Angebot mit Gerichten wie Feiner Putenbraten in Champignonsauce, dazu Vollkornreis bei Vitality und einer Gebackenen Scholle mit Kartoffel-Gurkensalat zwei durchaus interessante Angebote zu finden waren – der Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei den traditionell-regionalen Gerichten war wegen seinem Charakter als Süßspeise nichts für mich – entschied ich mich letztlich doch ein drittes Mal diese Woche für ein asiatisches Gericht. Denn dort stand neben Gebackener Ananas und Banane sowie Moo Pad Praw Wan – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce auch Gebackenes Seelachsfilet mit verschiedenem Gemüse in Limonengras-Chilisauce auf der Speisekarte. Dazu nahm ich mir noch die übliche Schüssel Reis, die ich mir mit etwas süß-scharfer Chilisauce garnierte und fertig war mein heutiges Mittagsmahl.

Gebackener Lachs mit Gemüse in Limonengras-Chilisauce

Zu den zahlreichen zarten, in dünner Panade gebackenen Seelachsfiletstückchen fand sich die übliche, bunte zusammengestellte Gemüsemischung aus Zucchini, Möhren, Kohl, Sprossen, Auberginen, Broccoli, Paprika und Blumenkohl auf dem Teller, alles angemacht in eine tatsächlich leicht scharfen, durch das hinzugegebene Limonengras aber auch leicht fruchtigen, dunklen Sauce. Gemeinsam mit dem Reis auf jeden Fall sehr lecker – es gab nichts daran auszusetzen.
Beim Gros des restlichen Kantinenpublikums lag aber das Schollenfilet mit Kartoffelsalat am höchsten in der Gunst, weswegen es natürlich den heutigen Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala erlangte. Auf Platz zwei folgten aber schon die Asia-Gerichte, danach der Putenbraten auf Platz drei und schließlich der Kaiserschmarrn auf Platz vier. Eine genau dem Angebot entsprechende Platzierung, der ich glaube ich nichts mehr hinzuzufügen brauche.

Mein Abschlußurteil:
Seelachs in Limonengras-Chilisauce: ++
Reis: ++

Chu Chi Pla – Gebackener Fisch süß-sauer [25.07.2012]

Zum heutigen Mittwoch, traditionell und angebotsbedingt mein Fisch-Wochentag, beschränkte sich meine Auswahl mal wieder auf nur zwei der angebotenen Gerichte – denn weder in Griechischen Bifteki mit Tzatziki und Tomatenreis in der Sektion Globetrotter noch der Currywurst mit Pommes Frites bei Tradition der Region sowie dem Nasi Goreng – Gebratenen Gorengreis an der Asia-Theke fanden sich irgendwelche Fisch- oder Meeresfrüchte. Besser sah es da schon mit dem Lach auf Blattspinat mit Estragonsauce aus der Abteilung der Vitality-Gerichte und dem asiatischen Chu Chi Pla – Gebackener Fisch mit verschiedenen Gemüsen in süß-saurer Sauce aus. Da ich das Chu Chi Pla das letzte Mal am 25. Januar 2012 und den Lachs in Estragonsauce zuletzt am 14.03.2012 verzehrt hatte, gab ich schließlich dem süß-sauren Fisch den Vorzug. Dazu gab es wie üblich ein Schälchen Reis, das ich mir zusätzlich mit etwas süß-scharfer Chilisauce garnierte sowie einen Glückskeks.

Chu Chi Pla

Dieses Mal war die süß-saure Sauce im Vergleich zum letzten Mal deutlich besser gelungen, die süße und die saure Komponente waren gut aufeinander abgestimmt. Neben der üblichen bunten Mischung aus verschiedenen, grob zerkleinerten Gemüsesorten bei denen ich primär Möhren, Zucchini, Auberginen, Blumenkohl, Chinakohl, Curryblätter und Keimlinge entdeckte, fanden sich natürlich auch zahlreiche, in dünner Panade gebratene Fischfilet-Stücke in der Mischung, die ich meinte als Seelachs oder besser gesagt Kohlfisch bzw. Köhler (Seelachs heißt er ja nur aus Marketinggründen) zu identifizieren. Vor allen die Stücke vom Fisch waren heute sehr groß geraten, aber dank des mit dem Tablett befindlichen Messers war es natürlich kein Problem diese vor dem Verzehr in mundgerechtere Stücke zu zerteilen. Mit Stäbchen, die hier optional ebenfalls bereit stehen, hätte ich da weitaus mehr Probleme gehabt. 😉 Da sich das Fisch aber als grätenfrei und sehr wohlschmeckend herausstellte, werde ich dies natürlich nicht negativ in die Bewertung einfließen lassen. Insgesamt konnte ich, wie bei den Asia-Gerichten von wenigen Ausnahmen mal abgesehen üblich, mal wieder sehr zufrieden mit meiner heutigen Wahl sein.
Welches Gericht heute unangefochten und mit großem Vorsprung vor allen anderen Angeboten den ersten Platz der Allgemeinen Beliebtheitsskala erreichte, kann sich wohl jeder bereits denken: Es war natürlich die Currywurst mit Pommes Frites, die ich auf dem Gros der Tabletts der anderen Gäste erblicken durfte. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, gefolgt vom Lachs in Estragonsauce, den ich sehr viel häufiger als die Bifteki erblicken konnte. Bei den letzten beiden Plätzen hätte ich ja eine genau umgedrehte Platzierung erwartet, aber davon mal abgesehen bewegte sich alles in der üblichen Normalverteilung.

Mein Abschlußurteil:
Chu Chi Pla: ++
Reis: ++

Seelachs in Chili-Ingwer-Sauce [11.07.2012]

Als ich die heutige Speisekarte las, musste ich mit Entsetzen entdecken, dass man diesen Mittwoch auf das sonst übliche Fischgericht in der Abteilung der Vitality-Gerichte verzichtet hatte und statt dessen dort ein Linsenchili mit Roggenbrötchen anbot. Was sollte aus meiner alten und lieb gewonnen Tradition werden, am Mittwoch ein leckeres Fisch- und/oder Meeresfrüchte-Gericht zu verspeisen? Einen Moment überlegte ich noch, dieser Tradition abtrünnig zu werden und bei dem traditionell-regionalen Hähnchen Cordon Bleu mit Zitronenecke und Pommes Frites oder dem Cevapcici mit Zwiebelringen, Ayvar und Tomatenreis zuzuschlagen, dann aber entdeckte ich an der Asia-Theke neben vegetarischen Lu Han Zai – Gebratenes Chinagemüse in Spezialsauce und dem Sha Cha Ngao – Rindfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Sha Cha Jian Sauce glücklicherweise noch einen Gebackenen Seelach mit verschiedenen Gemüse in Chili-Ingwer-Sauce. Damit war mein Fischmittwoch gerettet und ich griff hier zu. Ergänzt wurde das Ganze wie üblich mit einer Schüssel Reis, die ich mir mit einem großzügigen Esslöffel süß-scharfer Chilisauce garnierte.

Seelachs in Chili-Ingwer-Sauce / Coalfish in chili ginger sauce

Zu einer wie üblich bunten zusammengewürfelten Mischung verschiedener Gemüsesorten wie Zucchini, Paprika, Blumenkohl, Lauch, Möhren, Chinakohl, Curryblättern und Thai Basilikum fanden sich in der dunklen, nur leicht scharfen Sauce mit deutlicher Ingwer-Note auch zahlreiche zarte, grätenfreie Seelachsfilet-Stückchen, die man in einer dünnen Panade gebacken hatte. Einzig bei den Möhren musste ich mal wieder feststellen dass sie etwas bissfest geraten waren, aber das minderte den geschmacklich sonst wundebaren Gesamteindruck des Gerichtes nicht so weit, dass ich mich genötigt sähe hier Punkte abzuziehen. Gemeinsam mit dem leicht klebrigen, aber gut durchgekochten Reis mal wieder ein durchgehend positiv zu bewertendes Gericht. Trotz der kleinen Enttäuschung mit dem süß-sauren Asia-Gericht von Montag hatte ich aber um ehrlich zu sein auch nichts anderes erwartet.
Bei den anderen Kantinengästen war natürlich – wie nicht anders zu erwarten – das Hähnchen Cordon Bleu mit Pommes Frites mit großen Vorsprung vor allen anderen Gerichten das Beliebteste und landete so ohne jeden Zweifel auf Platz eins der heutigen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei schienen dann die Cevapcici zu folgen, die ich meinte noch etwas häufiger zu sehen als die Asia-Gerichte. Somit landeten diese also auf einem guten dritten Platz, gefolgt schließlich vom Linsenchili auf dem für vegetarische Gerichte üblichen vierten Platz. Bleibt nur zu hoffen, dass es sich bei Verzicht auf ein Fischgericht am Mittwoch in der regulären Küche um eine Ausnahme handelte – ich würde die Auswahl zwischen mindestens zwei Gerichten am Mittwoch sehr vermissen.

Mein Abschlußurteil:
Seelachs in Chili-Ingwer-Sauce: ++
Reis: ++

Kurztest Frosta Fettuccine Fisch & Shrimps

Heute kam ich erst spät nach Hause, daher hatte ich weder Zeit noch Lust noch einmal selbst ein ganzes Gericht zu kochen. Also griff ich auf ein Fertiggericht zurück, das ich noch vorrätig hatte: Fettuccine mit Fisch & Shrimps von der Firma Frosta. Dieses italienische Nudelgericht aus Bandnudeln, halbierten Cherrytomaten, Blattspinat, gelben Karotten, Sahne, glasierten Shrimps, gewürfeltem Alaska-Seelachs-Filet, Vollmilch, Butter, Knoblauch, Edamer, Reisstärke, Speisequark, Salz, Pfeffer, Reismehl und Safran fehlte noch auf meiner Liste der bisher getesteten Pfannengerichte und die Zubereitung klang sehr verlockend.

01 - Packung vorne
Packung vorne

02 - Packung hinten
Packung hinten

Für die Zubereitung stehen uns wie üblich zwei Wege zur Verfügung: Die eine wäre über die Mikrowelle, was jedoch insgesamt 26 Minuten gedauert hätte. Da erschien mit der zweite Weg in der Pfanne weitaus komfortabler.
Wir geben also den noch gefrorenen Beutelinhalt in eine beschichtete Pfanne

03 - Inhalt in Pfanne geben / Put into pan

gießen alles mit 100ml Milch auf

04 - Mit Milch aufgießen / Add milk

und erhitzen dann alles auf höchster Stufe.

05 - Auf höchster Stufe erhitzen / Heat up

Ist alles aufgetaut, schalten wir unsere Platte auf mittlere Stufe hinunter und lassen alles bei gelegentlichem Umrühren für weitere vier bis fünf Minuten vor sich hin köcheln.

06 - Köcheln lassen / Simmer

Damit ist die Zubereitung auch schon abgeschlossen und wir können das Gericht servieren und genießen.

07 - Frosta Fettuccine Fisch & Shrimps / Fettuccine fish & shrimps - Serviert

Zwar waren die Cherrytomaten durch das umrühren etwas zerfallen, aber davon abgesehen erwies sich das Gericht, wie bei Frostagerichten üblich, als geschmacklich sehr gelungen. In einer sahnigen, mild würzigen Sauce fanden sich zahlreiche zarte, grätenfreie Fischwürfel vom Alaska Seelachs und ebenso zahlreiche knackige Shrimps. Der Anteil an Cherrytomaten und Blattspinat war mit jeweils 9% am Gesamtgericht zwar sehr gering, aber doch gerade so ausreichend um eine geschmackliche Note zu hinterlassen. Einzig die gelben Karotten erwiesen sich aufgrund der geringen Menge meiner Meinung nach eher als schmückendes Beiwerk. Das schmälerte den leckeren Geschmack aber nicht – in der Summe erwiesen sich auch die Fettuccine mit Fisch & Shrimps als weiteres leckeres Fertiggericht der Firma Frosta.

08 - Frosta Fettuccine Fisch & Shrimps / Fettuccine fish & shrimps - CloseUp

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Nährwerte:

Nährwerte:
  100g 500g
(Beutel)
Brennwert: 494 kj
117 kcal
2470 kj
585 kcal
Eiweiß: 5,5g 27,5g
Fett:
davon gesättige Fettsäuren:
2,9g
1,8g
14,5g
9g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
16,6g
1,0g
83g
5g
Ballaststoffe: 1,4g 7g
Natrium: 0,35g 1,75g
Broteinheiten (BE): 1,4 7

Mit 585kcal pro Portion erwies sich das Gericht zwar als nicht gerade leicht, aber für ein Hauptgericht gerade noch im akzeptablen Rahmen wir ich finde. Bei einem Gericht mit Sahne und Butter in der Zutatenliste hatte ich aber auch nichts anderes erwartet um ehrlich zu sein. Insgesamt kann ich das Gericht aber wieder mal vorbehaltlos weiter empfehlen – wenn man keine Zeit oder Lust hat selbst etwas zuzubereiten, erwies sich diese Art von Fertiggericht mal wieder als durchaus interessante Alternative.

Meine Wertung: 3 MG

Seelachsfilet “Bordolaise” mit Dillsauce [11.05.2012]

Heute fiel mir die Wahl wirklich schwer, denn mit Salbeigeschmorten vom Kalb mit Vollwertnudeln in Tomatensugo bei Vitality und einem Seelachsfilet “Bordolaise” mit Dillsauce und Kartoffeln in der Sektion Globetrotter standen gleich zwei interessante Gerichte auf dem Plan standen. Hier war bestimmt “Bordelaise” gemeint, außer man wollte Lizenzstreitigkeiten mit dem Hersteller des gleichnamigen Tiefkühlproduktes aus dem Weg gehen. Dabei war das Eintragen dieses Begriffes als Wortmarke am 1. Januar 1986 von Deutschen Patentamt abgelehnt worde (Deutsches Patent- und Markenamt: Markenregister, Aktenzeichen L28275). Den traditionell-regionalen Apfelstrudel mit Vanillesauce ließ ich aufgrund seines Charakters als Süßspeise außen vor und an der Asia-Theke konnten mich weder das Ko Lo Han Zai – Herzhaftes Chinagemüse in süß-saurer Sauce nach Shanghai-Art noch das Moo Pad Praw Wan – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce so weit überzeugen, dass ich zwei Mal hintereinander Asiatisch esse – obwohl süß-sauer natürlich verlockend klang. Nach einigem Überlegen entschied ich mich schließlich für das Fischfilet. Dazu gesellte sich schließlich noch ein Becher Vanillemousse auf mein Tablett.

Seelachsfilet Bordelaise

Was man leider vergessen hatte war das bereitstellen von Zitronenscheiben oder -stücken die man zum zusätzlichen Garnieren des Seelachsfilets wunderbar gepasst hätten. Aber auch ohne diese Kleinigkeit fand ich das mit einer würzigen Kruste überbackene, grätenfreie Fischfilet sehr gelungen. Gemeinsam mit der cremigen, mit Dill angemachten Sauce und den kleinen, gut durchgekochten Salzkartoffeln ein leckeres und sättigendes Mittagsgericht. Und auch an dem kleinen, aber feinen Becherchen lockeren Vanillemousses mit seiner Garnitur aus Erdbeere, Erdbeergelee und einem Minzeblatt gab es absolut nichts auszusetzen. Ich konnte also mal wieder zufrieden sein.
Und auch bei den anderen Kantinengästen lag meiner Beobachtung nach das Fischfilet am höchsten in der Gunst und belegte so den ersten Platz auf der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte dann das Salbeigeschmorte vom Kalb, aber nur mit knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten auf Platz drei. Auf Platz vier folgte schließlich wie üblich die Süßspeise in Form des Apfelstrudel mit Vanillesauce. Im Nachhinein gesehen wäre zwar das Salbeigeschmorte mit Sicherheit das kulinarisch interessante gewesen, aber es bleibt mir ja noch die Hoffnung dass man dieses Gericht gerade aufgrund der guten Platzierung bald mal wieder anbietet und ich es dann testen kann.

Mein Abschlußurteil:
Fischfilet “Bordolaise”: ++
Dillsauce: ++
Salzkartoffeln: ++
Vanillemousse: ++