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Rückflug mit Hindernissen – Teil 2/2 [08. – 09.01.2018]

Wednesday, January 9th, 2019

Es war sieben Uhr früh als mein Wecker klingelte und ich mich aus dem riesigen Bett meines Zimmers im Intercontinental Fünf-Sterne-Hotel in Santo Domingo schwang. Die Morgensonne hatte sich gerade über den Horizont geschoben und tauchte die Skyline der mit fast drei Millionen Einwohnern größten Stadt der Dominikanischen Republik in ein noch leicht schummeriges Licht.

89 - Morning in Santo Domingo

Nach einer schnellen Dusche begab ich mich nach unten – eigentlich hatte ich mit dem deutschen Pärchen von gestern zum Frühstück verabredet. Doch gerade als ich unten ankam, kamen sie bereits aus dem Frühstücksraum und teilten bedauernd mit, dass sie bereits fertig mit Frühstücken wären. Also musste ich mich alleine daran machen, meinen morgendlichen Hunger zu stillen. Aber ich hatte sowieso Glück dass ich noch einen freien Platz fand, denn das komplette Flugzeug schien gerade jetzt frühstücken zu wollen.
Wie üblich wenn ich in Hotels frühstücke stürzte ich mich auch dieses Mal primär auf das Rührei, dazu gab es noch einen Mini-Quesadilla, Fleischröllchen und gebratene Salamischeiben. Und natürlich Kaffee.

90 - Breakfast - Hotel Intercontinental - Santo Domingo

Nachdem ich mir noch einen kleinen Nachschlag geholt hatte, begab ich mich zur Rezeption, wo inzwischen Zettel mit den Informationen zur vorliegenden Verspätung ausgegeben wurde.

91 - Bestätigung Flugunregelmäßigkeit Condor

Nachdem ich dann mein Gepäck aus dem Zimmer geholt hatte, wartete ich mich den anderen Passagieren in der Empfangshalle und vor dem Hotel auf den Bus zum Flughafen. Dabei nutzte ich die Gelegenheit, in Deutschland bei meinem Chef und meiner Projektleiterin anzurufen und sie über die Verspätung zu informieren. Sie zeigten beide Verständnis für meine Situation, es gab also keinerlei Probleme.
Schließlich fuhren die Busse vor, luden das Gepäck ein und brachten uns durch den Morgenverkehr Santo Domingos in zum Flughafen.

92 - Fahrt durch Santo Domingo

93 - Fahrt durch Santo Domingo 2

94 - Texaco Las Americas - Santo Domingo

95 - Mautstation / Toll station

Die Busse hielten vor dem Terminal A und ließen uns aussteigen bevor sie wieder verschwanden.

96 - Arrival at Aeroporto

Ich gönnte mir noch einen kleinen Glimmstengel und machte mich dann auf dem Weg zum CheckIn, wo sich natürlich schnell eine diesmal beträchtliche Schlange gebildet hatte. Doch wir hatten ja Zeit.

97 - Warten am CheckIn

Während ich wartete, erbeutete ich eines der letzten blauen Ein-/Ausreiseformulare von einer Theke und füllte es aus, während ich in der Schlange immer weiter vorrückte. Als ich die Bordkarte erhalten hatte, nahm man mir das graue Transit-Ticket weg, während die Costa-Rica-Reisenden es behalten durften. Das bedeutete wohl dass wir Normalpassagiere mal wieder als letztes einsteigen durften. 🙁 Außerdem traf ich das deutsche Pärchen wieder, dem ich wiederum half das blaue Formular auszufüllen. Ich war zwar nicht amüsiert gewesen, dass man mich beim Frühstück quasi versetzte hatte, aber nach dem netten Gespräch am Vorabend wollte ich auch nicht nachtragend sein.
Mit Bordkarte und Reisepass machte ich mich sogleich auf den Weg durch Sicherheitskontrolle, Passkontrolle und Abgabe des Ausreiseformulars, was wiederum einiges an Zeit in Anspruch nahm. Im Sicherheitsbereich angekommen entdeckte ich auf dem Weg etwas, was mir beim ersten Mal nicht aufgefallen war: Der Flughafen hatte doch – im Gegensatz zu Puerto Plata – tatsächlich eine Camel Smoker Lounge.

99 - Camel Smoking Lounge - Aeroporto Santo Domingo

Da nutzte ich doch gleich die Gelegenheit ein letztes Mal vor dem Abflug meinem ungesunden Hobby zu frönen. Aus dem Fenster der Lounge konnte ich schon das Flugzeug sehen, das wieder am selben Gate wie gestern auf uns wartete. Hoffentlich ging dieses Mal alles gut.

98 - Condor airplane waiting again

Am Gate A2 angekommen begann dann wieder das Warten aufs Boarding.

100 - Duty Free - Aeroporto Santo Domingo

Und wie befürchtet durften die normalen Economy-Passagiere erst wieder nach den Transit-, Business- und Premium-Economy an Bord gehen – doch da wir ja feste Sitzplätze hatten war dies nur ein geringes Problem.

101 -De2235-Embarque

Nach Abschluss des Boardings meldete sich noch einmal der Kapitän und entschuldigte sich für die Verspätung. Außerdem führte er aus, dass das Problem mit der Klimaanlage behoben sei, aber die Gefahr bestand dass es erneut auftritt. Daher müssten wir einen Umweg fliegen um jederzeit Landen zu können. Was das bedeutete erkannte ich erst später.
Zumindest hoben wir dieses Mal mit nur wenig Verspätung tatsächlich ab und erreichten schließlich die Reiseflughöhe. Dort begann das Bordpersonal sogleich damit unser Mittagessen warm zu machen und zu servieren. Für die Holzklasse gab es dieses Mal keine Auswahl, es gab für alle vegetarische Gemüse-Farfalle, einen Graupensalat, Vollkornbrot und Brötchen mit einer winzigen Portion Butter und etwas Streichkäse sowie ein Stück Kuchen.

102 - Farfalle - Condor - Economy Class

Das Hauptgericht war nichts besonders, aber dank der Nudeln einigermaßen sättigend. Der Graupensalat entsprach leider weniger meinen Geschmack, aber mit Brötchen, Vollkornbrot und dem extrem süßen Stück Kuchen sollte es ausreichen, um mich für die nächsten Stunden zu sättigen.
Nach dem Essen sah ich mir noch einen Film aus dem Premium Entertainment an, dann versuchte ich etwas zu schlafen, was mir aber aufgrund der beengten Verhältnisse nur ungenügend gelang. Dafür erkannte ich aber anhand der Streckenanzeige auf dem Monitor vor mir, dass wir nicht direkt über den Atlantik flogen, wie ursprünglich vorgesehen

103 - Ursprüngliche Route / Original route

sondern zuerst nach Norden über USA und Kanada nach Grönland, dann über Island in Richtung Schottland zurück in den Süden flogen.

104 - Umweg über Grönland / Detour across greenland

Das war wohl eine Sicherheitsmaßnahme wegen der defekten Klimaanlage, damit wir jederzeit notlanden konnten. Oder man versuchte einfach nur Zeit zu schinden, das Nachtflugverbot in Frankfurt offiziell erst um 6:00 Uhr früh endete.
Vor der Landung gab es dann noch mal ein kleines Frühstück in Form eines Brötchens mit Butter, etwas Käse, einer Rolle Kochschinkens, Marmelade und einem Schälchen Obst mit Melone, Mandarine und Ananas.

105 - Breakfast - Condor - Economy Class

Es war sogar noch etwas vor 6 Uhr, als wir schließlich endlich sicher und wohlbehalten auf dem Frankfurter Flughafen und damit auf deutschem Boden aufsetzten. Ich war endlich wieder daheim – uns es regnete in Strömen. Dabei war ich weiterhin nur mit einem T-Shirt bekleidet und die Jacke war im großen Koffer. Zum Glück ist es im Flughafen geheizt, so dass ich nur auf dem kurzen Weg von der Flugzeugluke ins Gebäude ein wenig frieren musste. Dank elektronischer Passkontrolle kam ich schnell am Gepäckband an, doch hier begann dann wieder das Warten und mein Koffer kam mal wieder als einer der letzten aus den Tiefen des Flughafens. Ich nutzte die Zeit, um mir über das Smartphone noch schnell einen Sitzplatz in einem der nächsten ICEs nach München zu reservieren.

106 - Gepäckausgabe am Frankfurter Flughafen

Da das Gepäck erst spät gekommen war, blieben mir nur wenige Momente auf dem Weg vom Terminal zum Eingang des Flughafen-Fernbahnhofs, um einige Züge an einer Zigarette zu genießen, dann musste ich mich schon sputen damit ich noch den Zug erwischte, in dem ich mir einen Sitzplatz reserviert hatte.
Doch die Reservierung hätte ich mir auch sparen können, denn der Zug war nur zu Dreiviertel gefüllt und ich hätte auch ohne die 4,50 Euro auszugeben noch einen Sitzplatz bekommen. Aber ich stehe halt gerne auf der sicheren Seite. 😉
Während er dreieinhalbstündigen Fahrt erwarb ich von einem vorbeikommenden Bordbistro-Mitarbeiter noch ein Croissant und einen schwarzen Kaffee für zusammen gerade mal 4 Euro. Ich hatte das teurer in Erinnerung, aber für etwas Koffein, das mich bis nach Hause wach hielt hätte ich auf gerne mehr gezahlt.

107 - Croissant& Kaffee - ICE nach München

Schließlich erreichten wir, mit nur wenigen Minuten Verspätung, München Hauptbahnhofs, die Endstation dieses Zuges aus Dortmund. Es war kurz nach 10:00 Uhr.

108 - Ankunft in München

Noch im Raucherbereich am Bahnsteig gönnte ich mir die erste richtige Zigarette seit meiner Ankunft in Deutschland, dann begab ich mich ins Unterschoss in Richtung S-Bahn. Dabei machte ich noch einen kleinen Umweg über die dortige McDonalds-Filiale, wo ich mich mich einem Chili-Chicken-Burger sowie einem Hamburger als kleine Wegzehrung versorgte, die ich dann in des S-Bahn während der Heimfahrt verzehrte. Mein Kühlschrank zu Hause war – abgesehen von einigen Cornichons – ja leer und zum einkaufen hatte ich vorerst keine Lust.

109 - McDonalds Hamburger 110 - McDonalds Chili Chicken

Nach ereignisloser Fahrt verließ ich die S-Bahn an meiner Standard-Haltestelle, lief mit Koffer und Rucksack die paar hundert Meter bis nach Hause und ließ mich dort erst einmal müde aufs Sofa fallen und schlief ein paar Stunden, bevor ich auspackte und mich im Supermarkt um die Ecke mit frischen Lebensmittel eindeckte. Meine elfte Reise in die Karibik war endgültig überstanden – aber ich war bestimmt nicht zum letzten Mal dort gewesen.

Rückflug mit Hindernissen – Teil 1/2 [07.01.2019]

Monday, January 7th, 2019

Ich selber hatte je vorgeschlagen, bereits einen Tag früher nach Santo Domingo zu fahren und dort ein Hotel zu nehmen, so dass wir unabhängig vom Verkehr rechtzeitig am Flughafen waren und ich – wie allgemein empfohlen bei internationalen Flügen – 2 Stunden vor Abflug einchecken konnte. Doch meine Begleitung hatte lieber in Puerto Plata bleiben wollen und ich hatte zugestimmt, da mein Flug ja erst um 15:30 Uhr gehen sollte und wir somit mehr als genug Zeit hatten in die Hauptstadt zu kommen. Die Standard-Strecke von 230km sollte in dreieinhalb Stunden schaffbar sein – vorausgesetzt es gab keine Unfälle, Erdrutsche oder Staus aus anderen Gründen.
Ich hatte natürlich bereits alles am Vorabend gepackt und wartete ab 9:00 Uhr ungeduldig auf unseren Fahrer Miguel, der natürlich das Auto auch gleich mitgenommen hatte. Er hatte sich auf anderen Fahrten wie z.B. nach Rio San Juan oder an die Playa La Ensanada als kompetenter und sicherer Lenker erwiesen. Doch von deutscher Pünktlichkeit hält man ja hier in der Karibik wenig, daher wurde es nach 9:30 Uhr, bis endlich vorfuhr und wir mein Gepäck einladen und los fahren konnten. Doch die Strecke ging nicht in Richtung Puerto Plata, sondern in die entgegengesetzte Richtung auf die Strecke nach Cabarete. Auf meine Rückfrage sagte man mir, dass es östlich von Cabarete eine ganz neue Schnellstraße gäbe, mit der wir schnell nach Süden kommen würden. Das reichte mir erst mal als Erklärung und ich ließ sie gewähren. Nach einem kurzen Volltank-Stop in Cabarete ging es immer weiter nach Osten und nach Osten und ich wurde immer unruhiger, so lange wir nicht endlich in Richtung Süden abgebogen waren, denn dort lag ja Santo Domingo. Als ich meine Bedenken äußerte, wurde sogar angehalten und nach dem Weg nach Santo Domingo gefragt – und die Lokalbevölkerung zeigte brav nach Osten. Das konnte doch nicht sein.
Also fuhren wir also weiter an der Küste entlang, schön mit Blick aufs Meer. Dabei übersah ich jedoch dass die Strecke ja nicht wirklich schnurgerade nach Osten ging, sondern sich bereits jetzt etwas nach Süden neigte. Ich schmiedete schon Pläne was ich mache, wenn ich den Flieger verpassen würde. Der nächste Condor-Flug fand erst in einer Woche statt und war höchstwahrscheinlich ausgebucht. Vielleicht konnte ich über Kanada oder die USA irgendwie zurück nach Europa, natürlich mit langer Wartezeit am Umsteige-Flughafen. Aber für die USA bräuchte ich ja auch beim Umsteigen am Flughafen wiederum ein Visa, dass ich von hier aus wohl kaum bekomme. Denn in den USA gibt es keine Transitzonen an den Flughäfen. All das ging mir durch den Kopf, während wir bei schönem Wetter an der Nordküste der Dominikanischen Republik entlang fuhren.
Wir passierten Rio San Juan, Nagua und fuhren weiter in Richtung der Halbinsel Samana, als zwischen zwei winzigen Orten plötzlich eine Abzweigung kam und wir endlich – wohlgemerkt 150km östlich von unserem Startpunkt – eine Abzweigung erreichten und auf eine offensichtlich erst kürzlich fertiggestellte Straße, die Carretera Juan Pablo II oder kurz I7 abbogen. Und für dominikanische Verhältnisse war das wirklich eine Schnellstraße, fast schon eine Autobahn – und es herrschte kaum Verkehr.

67 - Straße nach Santo Domingo

Jetzt drehte Miguel richtig auf und gab Gas – obwohl es inzwischen fast 12:00 Uhr war keimte ein Funken Hoffnung in mir auf, dass wir es doch noch rechtzeitig schaffen könnten. Unbeachtet des Geschwindigkeitslimits, das hier meist bei 80 km/h lag und Autos und LKWs auch bei doppelt durchgezogenem Mittelstreifen überholend brausten wir über die größtenteils schnurgerade verlaufende Piste, die sich teilweise tief durch Berge schnitt und klugerweise an Steigungen sogar zweispurig für die nach oben fahrenden Fahrzeuge ausgebaut war. Einziger Nachteil war, dass viele Ortschaften direkte Zufahrt auf diese Schnellstraße hatten, weswegen es durchaus auch mal passieren konnte, dass ein Motorrad unverhofft von einem mündenden Feldweg auf die Straße einbog. Doch nichts schien uns aufhalten zu können.

68 - Straße nach Santo Domingo 2

Dabei passierten wir zwar drei Mautstationen, an denen wir umgerechnet ein bis zwei Euro für die gefahrene Strecke bezahlen mussten, aber die Wartezeit war glücklicherweise immer nur gering. So erreichten wir um 13:10 Uhr schließlich das Ende der I7, an der diese Schnellstraße auf die Schnellstraße I3 mündete, die zuerst an der Küste entlang und später quer durch das östliche Inland bis nach Punta Cana führte. Und von der Mündung aus war links bereits der Flughafen zu sehen – unser Ziel. Ich habe das mal nachgemessen: Wir waren nach der Abzweigung auf die I7 noch mal etwas mehr als 100km gefahren, also insgesamt 250km. Über Puerto Plata wären das nur knapp 10km mehr, also 260km gewesen, allerdings hätten wir dann zum Teil Santo Domingo mit seinem dichten Stadtverkehr durchqueren müssen. Die Strecke über die östliche I7 war durchaus optimaler – vorausgesetzt man missachtet jegliche Geschwindigkeitsbegrenzung. Letztlich waren meine Sorgen aber vollkommen unbegründet gewesen – ich hätte meinen Gastgebern hier einfach mehr vertrauen schenkn sollen und entschuldigte mich natürlich auch umgehend für meinen Irrtum.
Es folgte noch eine weitere Mautstation, dann konnten wir auch schon auf die Zufahrtsstraße zum Airport abbiegen und erreichten noch vor den zwei Stunden vor dem Abflug schließlich das Hauptgebäude.

69 - Aeroporto Las Americas - Santo Domingo

Meine Begleitung und ich sprangen heraus und nahmen das Gepäck, während Miguel einen Parkplatz suchte. Jetzt musste ich nur noch den CheckIn-Schalter von Condor finden, was aber Dank der exzellenten Spanischkenntnisse meiner Begleitung kein Problem war: Er befand sich im Terminal A, und zwar am äußersten rechten Ende der Reihe von Schaltern.

71 - Abflughalle / Departure hall - Aeroporto Santo Domingo

Doch die Schlange war glücklicherweise nicht allzu lange, dass ich nach kurzer Wartezeit mein Gepäck aufgeben konnte und schließlich meine Bordkarte erhielt. Außerdem nahm ich mir eines der blauen Ein-/Ausreiseformulare und füllte es schnell aus – ich habe ja inzwischen Routine darin. Ich war sichtlich beruhigt und erleichtert und gönnte mir erst einmal einen Glimmstengel vor dem Flughafen, dessen Ausmaße ich bei meiner Ankunft in der Nacht gar nicht richtig hatte wahrnehmen können.

70 - Aeroporto Las Americas - Santo Domingo 2

Danach suchten wir nach einer Möglichkeit eine Kleinigkeit zu essen – ich hatte nicht gefrühstückt und es war bereits nach 13:30 Uhr. Leider fanden wir aber kein Restaurant auf der Abflugebene, nur ein kleines Bistro mit Kaffee der Marke Santo Domingo und einer Auslage die größtenteils mit Kuchen und Gebäckstückchen gefüllt war. Das einzige “Kräftige” Nahrungsmittel was ich erspähte waren kleine blasse Empanadas mit Hähnchenfüllung. Also bestellte ich mir diese und dazu eine Tasse Kaffee.

72 - Kaffee & Empanadas - Aeroporto SantoDomingo

Besonders hochwertig waren sie nicht und zumal auch etwas trocken, aber um den Hunger zu stillen reichte es – ich hoffte ja bald abzuheben und im Flugzeug eine warme Mahlzeit zu erhalten. So dachte ich zumindest…

73 - Empanads Füllung / Stuffing

Was folgte war die üblich Abschiedsszene vor dem Flughafen – wie bei zehn meiner bisherigen elf Besuche in diesem Land zuvor auch. Wie immer fiel es mit auch dieses Mal wieder schwer zu gehen, aber ich musste denn mein Urlaub ging zu und ich wollte am Mittwoch wieder arbeiten. Ein Tag reichte mir meistens, um mich vom Jetlag zu erholen. Während sich meine Begleitung und unser Fahrer Miguel zurück auf dem Weg nach Puerto Plata machten, durchquerte ich die Sicherheitskontrollen. Eine nervige Prozedur da man hier Schuhe und Gürtel ablegen und alle elektronischen Geräte auspacken und in separate Schalen legen muss. Und ich verlor mal wieder mein Feuerzeug, dass auch hier hinter den Sicherheitskontrollen nicht erlaubt war – genau wie in Puerto Plata. Nach der Sicherheitskontrolle folgte die Warteschlange vor den Passkontrollen. Im Gegensatz zum Flughafen an der Nordküste wird hier das Ausreiseformular nicht direkt am Schalter einbehalten, an dem man den Ausreisestempel erhält – viel mehr muss man sich nach der Passkontrolle in eine weitere Warteschlange stellen und am Ende wird noch einmal Reisepass und Ticket kontrolliert bevor man endlich in den internationalen Bereich des Terminals eintreten kann. Jetzt hatte ich es geschafft – dachte ich zumindest.
Nach einem kurzen Besuch im Duty Free Shop nährte ich mit Gate A2, vor dem bereits mein Flieger nach Deutschland wartete.

74 - Condor waiting

In der Abflughalle tummelten sich sowohl Reisende aus der Dominikanischen Republik als auch Transit-Reisende, die mit dem Flugzeug aus Costa Rica angereist waren. Hier traf ich auch ein deutsches Pärchen wieder, mit dem ich kurz vor dem Abflug in Frankfurt einige Worte gewechselt hatte und mit denen ich nun einige Worte wechselte und wir uns gegenseitig von unseren Urlaubserlebnissen erzählten. Sie hatten hier in der Dominikanischen Republik das Flugzeug komplett verlassen müssen, während es gereinigt und aufgetankt worden war – dabei war das eine Strecke von nicht einmal 3 Stunden Flugzeit.
Pünktlich begann das Boarding und zuerst wurden die Transit-Passagiere an Board gelassen, es folgten die Business- und Premium-Economy-Class und zuletzt durften endlich auch die Otto Normalflieger an Bord gehen. Und der Flieger war immer noch en hore, also pünktlich.

75 - DE2235 in time

Es folgte die normale Prozedur eines Abfluges mit Sicherheitsvideo, Push-Back vom Terminal und rollen zur Startbahn. Wir reiten uns in die Warteschlange der ebenfalls zum Abflug bereiten Flieger ein und nährten uns immer weiter dem eigentlichen Abflug – bis plötzlich die Stimme des Piloten in den Lautsprechern erklang, der uns mit freundlicher Stimme erklärte dass die Bordelektronik ein Problem mit der Klimaanlage gemeldet hat und wir den Start vorerst abbrechen müssen, um dies überprüfen zu lassen. Die Boing 767-300 scherte aus und rollte zu einem Hangar am Rande des Flugfeldes, wo eine Gangway an die vordere Luke gerollt wurde und offensichtlich ein paar Techniker ins Cockpit gingen – es war inzwischen 16:30 Uhr. Unten warteten ein paar Männer, die stark nach Feuerwehr aussahen. Mussten wir uns Sorgen machen?

76 - Feuerwehr am Gangway / Firefighters at gangway

Schließlich erklang wieder die Stimme des Flugkapitäns. Er verkündete bedauernd, dass man das Problem nicht unmittelbar beheben könne. Man könne aus Sicherheitsgründen einen Umweg fliegen, aber dann würden die maximalen Flugzeiten der Piloten überschritten. Deswegen würden nun Busse kommen und uns zurück zum Terminal bringen, dort würde dann entschieden wie es weiter ging. Na toll…
Ich versuchte natürlich meine Begleitung zu kontaktieren, konnte sie aber nicht erreichen. Nachdem mit dem ersten Bus die Business-Class und die Premium Economy bereits in Richtung Terminal aufgebrochen waren, gelang es mir einen Platz im zweiten Bus zu ergattern, während immer mehr Passagiere aus dem Flugzeug strömten und sich erstaunlich ruhig in ihr Schicksal ergaben.

77 - Wieder aussteigen / Leaving the airplane

Im Terminal angekommen, wurde verkündet dass ab hier die Mitarbeiter des Flughafens übernehmen würden. Das erste was wir nun tun müssten, ist die das blaue Einreiseformular auszufüllen und wieder offiziell in die Dominikanische Republik einzureisen. Außerdem verteilte man graue Pappkarten mit gelben Transit-Aufdruck. Ich half dem Pärchen, mit dem ich mich bereits kurz vor der Abreise unterhalten hatte, noch beim Ausfüllen des wirklich sehr klein gedruckten blauen Einreiseforumlars, dann passierten wir die Passkontrolle in umgekehrter Richtung erhielten einen zweiten Einreisestempel und landeten schließlich am Gepäckausgabeband, wo schon unsere Koffer auf uns warteten. Und damit begann erst einmal das lange Warten.

78 - Warten in der Ankunftshalle / Waiting in arrival hall

Ohne Verpflegung und Getränke standen wir stundenlang neben den Gepäckband, während zwei Flughafenangestellte zwischen uns herum wuselten und telefonierten. Sie versuchten, wie sie uns mitteilten, Busse und eine Unterkunft für uns zu organisieren. Zwischendurch erschien auch mal eine Angestellte mit einigen Wasserflaschen, doch die waren noch alle bevor auch ich an die Reihe kam. Und sie kehrte leider nicht wieder mit Nachschub.
Wir waren vor dem Hangar kurz vor 16:30 Uhr angekommen, hatten das Flugzeug etwa ab 17:15 Uhr verlassen, hatten um 17:45 Uhr die Passkontrollen passiert und um 19:00 Uhr teilte man uns dann endlich mit, dass die Busse nun bereit standen. Dabei hatten wir um 15:30 Uhr bereits abheben sollen. Die Empanadas hatten meine Speiseröhre gegen 14:00 Uhr passiert. Und ich war bestimmt nicht der einzige des etwas Müde und Hungrig war. Doch wir verließen schweigend und ohne Murren das Flughafengebäude mit unserem Gepäck und trotten zu den wartenden Bussen. Zumindest spendete uns eine kühle Brise die vom angrenzenden Ozean kam etwas Abkühlung.

79 - Vor dem Flughafen / Leavin the airport

80 - Einstieg in Busse / Into the busses

Durch den dichten Verkehr fuhren wir dann durch das hell erleuchtete Santo Domingo, ohne dass man uns aufklärte wo wir untergebracht werden würden. Ich dachte so bei mir, dass man so kurzfristig bestimmt nur irgend eine Absteige organisiert haben würde – doch als die Busse stoppten musste ich erkennen dass ich mich geirrt hatte: Wir standen vor dem Fünf-Sterne Intercontinental Hotel in Santo Domingo. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

81 - Hotel Intercontinental Santo Domingo

Vor der Rezeption hatten sich natürlich bereits schlangen gebildet, doch sechs oder sieben Hotelangestellte waren sichtlich bemüht, allen Flugpassagieren möglichst schnell ihr Zimmer zuzuweisen. Natürlich musste wir unseren Pass vorzeigen, der kopiert wurde, doch innerhalb von nicht einmal 15 Minuten hatte ich meine Zimmerkarte für mein Zimmer im 18ten Stockwerk in den Händen. Außerdem teilte man uns mit, dass wir für bis zu 20 US-Dollar frei in einem der drei Restaurants des Hotels zu Abend essen könnten. Doch erst einmal wollte ich in mein Zimmer. Ich vereinbarte jedoch mit dem deutschen Pärchen, mit dem ich mich ja schon häufiger unterhalten hatte, dass wir nach 30 Minuten Ruhe zusammen essen gehen würden.
Und obwohl wir “nur” Standard-Zimmer erhalten hatte, erwies sich dieses als wirklich äußerst Luxuriös.

82 - Zimmer / Room - Hotel Intercontinental - Santo Domingo
Blick ins Zimmer

84 - Bett / Bed - Hotel Intercontinental - Santo Domingo
Riesen-Bett

85 - Flur & TV - Hotel Intercontinental - Santo Domingo
TV & Flur

Und auch das Bad war nicht von schlechten Eltern und sogar mit einer Badewanne ausgestattet. Und als kleines Besonderheit: die meisten Steckdosen verfügten über USB-Ports, so dass ein Aufladen von Telefon oder iPad auch ohne Ladegerät möglich war. Das hatte ich hier in diesem Land noch nirgendwo erlebt, obwohl es eigentlich naheliegend war, da so gut jeder über ein Smartphone verfügte.

83 - Badezimmer / Bathroom - Hotel Intercontinantal - Santo Domingo

Nach kurzem Frischmachen und etwas ausruhen traf ich mich schließlich mit meinen beiden Mitreisenden und wir begaben uns nach unten, wo wir an einem kleinen Tresen von einer Dame in Empfang genommen wurden, die uns einen Platz zuwies. Man gab uns extra für uns angefertigte Speisekarten in die Hand, auf der man aus jeweils einer Vor- und Hauptspeise auswählen konnte. Als Hauptgang gab es Geflügel, Fisch oder Rindersteak, als Vorspeise Salat und Suppen. Wir hätten aber alternativ auch etwas von der Standard-Karte bestellen können. Doch ich hatte Hunger und entschied mich nach kurzem überlegen für das Rindersteak mit Café de Paris Butter und Pommes Frites. Die Gerichte wurden nach kurzer Wartezeit serviert.

86 - Beef Tenderloin & French fries - Hotel Intercontinental - Santo Domingo

Sah auf den ersten Blick nicht sehr groß aus, doch das wunderbar zarte und saftige Steak war aufgerollt, im Inneren die Butter mit der Paris Café Gewürzmischung – wirklich sehr lecker. Und auch an den Fritten gab es nichts auszusetzen. Meine Begleitung meldete sich in der Zwischenzeit und fragte, ob sie zurück nach Santo Domingo kehren und mir Gesellschaft leisten sollte, doch ich verneinte die freundlich Geste dankend, denn der lange Weg würde sich bestimmt nicht lohnen.
Nach dem Essen gingen wir in die Hotelbar und setzten uns auf die Terrasse vor dem Hotel, wo man auch rauchen durfte. Der sehr freundliche und aufmerksame Bartender, der fließend englisch und sogar ein paar Brocken Deutsch sprach, versorgte uns mit Getränken, während wir den lauen Abend auf der Hotelbar-Terrasse genossen und den Abend ausklingen ließen. Als wir auf dem Rückweg in die Zimmer an der Rezeption nachfragten, teilte man uns mit dass wir morgen um 9:30 Uhr mit den Bussen zurück zum Flughafen gebracht werden sollten, der Rückflug sollte 13:30 Uhr starten.
Oben im Zimmer angekommen zog ich vor dem Schlafengehen noch einmal die Vorhänge zurück und genoss einen Augenblick den Blick über das nächtliche Santo Domingo.

87 - Santo Domingo at Night

88 - Santo Domingo at Night 2

Danach legte ich mich aufs Bett, zappte noch einmal kurz durch das internationale Fernsehprogramm auf dem Riesen-TV vor dem Bett und schlief wenig später ein.

Weiter gehts in Teil zwei dieses Berichts…

Dominikanische Weihnacht [23-24.12.2018]

Monday, December 24th, 2018

Dieses Jahr hatte ich mich dazu entschlossen, über die Feiertage dem Schmuddelwetter hier in Deutschland zu entfliehen und sowohl die Weihnachtsfeiertage als auch – wie üblich – den Jahreswechsel in der Dominikanischen Republik zu verbringen. Allerdings gestaltete sich die Anreise dieses Mal schwieriger als sonst, da ich keinerlei Direktflüge mehr fand die von Deutschland nach Puerto Plata führten. Condor schien die Flüge dorthin komplett eingestellt zu haben und der einzige andere Anbieter, Eurowings, bot zwar Hin- aber keine Rückflüge im Januar an – angeblich waren diese ausgebucht. Mir blieben also nur zwei Möglichkeiten: Einen Flug mit Umsteigen in New York, Toronto, Chicago oder Miami und einer Dauer von meist mehr als 30-35 Stunden zu wählen oder aber mit Condor in 10 Stunden direkt in die 230km südlich von Puerto Plata gelegene Hauptstadt Santo Domingo zu fliegen. Ich hatte mich für letztere Möglichkeit entschieden und den Direktflug gewählt, auch wenn dieser erst um 21:55 Uhr am Abend in Frankfurt startete und um 3:00 Uhr Nachts in Santo Domingo landen sollte.
So konnte ich Sonntag den 23ten Dezember noch nutzen, die letzten Sachen in meinen Koffer zu packen und dann kurz nach 14:00 Uhr in die S-Bahn zu steigen und zum Münchner Haputbahnhof zu fahren, wo mich der ICE 622 zum Frankfurter Flughafen bringen sollte.

01 - Hauptbahnhof München

02 - ICE622 nach Dortmund

Kurz vor 18:30 Uhr erreichte ich nach einer ereignislosen Bahnfahrt schließlich den Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen unter dem The Squaire Bürogebäude und begab mich zum gegenüberliegenden Terminal 1, um dort bei Condor einzuchecken.

03 - Frankfurt Airport - The Squaire

Dort waren um diese späte Zeit nur zwei Schalter geöffnet. Der eine war offensichtlich für Premium-Class-Kunden. Da ich dieses Mal nur normale “Holzklasse” – sprich Standard-Economy – gebucht hatte, stellte ich mich an der Schlange vor dem anderen Schalter an. Erst als sich die Schlange weiter vorwärts bewegte, erkannte ich dass es sich hier um einen Schalter zum Vorabend-Check-In handelte. Also fragte ich den dort diensthabenden Condor-Mitarbeiter und dieser bestätigte mir dass hier nur Gäste für Flüge morgen früh angenommen wurde. Also musste ich, gemeinsam mit vielen anderen Wartenden die sich ebenfalls fälschlicherweise hier angestellt hatten, zur anderen Schlange wechseln und konnte nach erneutem Warten schließlich endlich meine Koffer abgeben und erhielt die Bordkarte. Zum Glück war ich mehr als 2 Stunden früher am Flughafen gewesen, denn so hatte ich trotz dieses Faux-Paxs beim Einchecken noch genügend Zeit mich ohne Eile zum Abfluggate B60 zu begeben und untwerwegs sogar noch etwas Duty-Free-Shopping zu betreiben.
Das Gate B60 befindet sich, übrigens wie beim letzten Flug im Oktober auch, im Untergeschoss des internationalen Bereichs des Terminals.

04 - Frankfurt Airport - Gate B60

Und das bedeutet, dass wir wieder mit dem Bus zum Flugzeug in einer Off-Position gebracht werden würden, was erfahrungsgemäß länger als normales Boarding dauerte. Daher begab ich mich bereits etwas früher zum Gate und wartet dort auf die Busse dort ankamen und uns zum Flugzeug brachten.

05 - Bitte nächsten Bus abwarten

Interessant zu erwähnen wäre noch, dass der Flieger dieses Mal in Santo Domingo nur zwischenlanden sollte und anschließend nach San Jose in Costa Rica weiter flog.

06 - Flug DE2234 nach Santo Domingo & San Jose

Schließlich fuhren zwei Busse vor dem Ausgang vor und brachten uns zu der weit abseits vom Terminal geparkten Boing 767-300, die uns über den Atlantik bringen sollte.

07 - Condor - Boing 767-300

Mit nur wenig Verspätung startete das Flugzeug dann endlich und schon bald nachdem wir die Reiseflughöhe erreicht hatten, wurde auch schon das erste, warme Essen serviert. Auswahl gab es dieses Mal keine, alle Economy-Fluggäste erhielten die selben Ravioli in Tomatensauce mit Spinat, dazu einen Kartoffelsalat mit Mayo, ein Brötchen, Gouda, etwas Butter, einen Brownie und schließlich, weil morgen ja Weihnachten war, einen kleinen Schoko-Weihnachtsmann. Dazu gab es alkoholfreie Getränke, alkoholische Getränke sind in der Standard-Economy bei Condor kostenpflichtig – aber mir war sowieso nicht nach Alkohol.

08 - Ravioli mit Spinat / Ravioli with spinach - Condor - Economy Class

Nach dem Essen sah ich mir noch Incredibles II und einen Teil von The Birdman auf dem Monitor des Entertainment-Systems In der Rückenlehne des Sitzes vor mir an, füllte die Einreiseformulare für die Dominikanische Republik aus, die man austeilte, und versuchte dann etwas zu schlafen, was mir für vielleicht 2 Stunden auch gelang.
Als ich wieder erwachte, hatten wir den Atlantik schon so gut wie überquerst und befanden uns nicht mehr allzu weit von Santo Domingo entfernt.

09 - Kurz vor Santo Domingo

Wenig später wurde schließlich, die zweite kalte Mahlzeit serviert: ein Brötchen, etwas Aufschnitt in Form von Käse, Pfeffersalami und Kochschinken, ein kleines Schälchen Butter, ein wenig Marmelade und ein Buttermilch-Joghurt in Geschmacksrichtung Pfirsich-Maracuja. Dazu nahm ich mir einen Kaffee und einen O-Saft.

10 - Frühstück / Breakfast - Condor - Economy Class

Schließlich landete der Flieger sicher auf dem Flughafen “Las Americas” in Santo Domingo – es war 3:28 Uhr Ortszeit bzw. 8:28 in Deutschland.

11 - Santo Domingo - Las Americas Airport at Night

Der Flughafen ist natürlich ein klein wenig größer als der Mini-Flughafen in Puerto Plata, aber ich fand mich ohne Probleme zurecht, erhielt zuerst, nach Abgabe meiner Daumenabdrücke am elektronischen Scanner, meinen Einreisestempel im Reisepass und wenig später auch meinen Koffer. Am Ausgang kontrollierte man nur noch, ob der Gepäck-Abschnitt am Ticket mit dem auf dem Koffer übereinstimmte, dann war ich entgültig angekommen und wurde am Ausgang auch schon erwartet.
Mit dem Auto ging es dann auf die 230km lange Fahrt von der Süd- an die Nordküste nach Puerto Plata. Ich versuchte auf der Fahr noch etwas zu schlafen, aber über ein Dösen ging es selten hinaus.
Dort angekommen, es war inzwischen der 24. Dezember und war warm, aber bewölkt und nieselte von Zeit zu Zeit, packte ich erst einmal meinen Koffer aus und dann musste wir schon los, um für das Weihnachtsessen mit der Familie einzukaufen. Bevorzugtes Ziel für solche Großeinkäufe ist natürlich das La Sirena Einkaufszentrum in Puerto Plata, wo wir alles bekamen was wir benötigten. Außerdem wurde noch eine große Lasagne für alle bestellt. Hätte ich mehr Zeit und Muße gehabt, hätte ich vielleicht selbst gekocht, aber so übernahmen das größtenteils die Einheimischen. Und das Ergebnis war nicht nur umfangreich, sondern konnte sich auch sehen lassen – auch wenn die Präsentation selbst mit all den Aluschalen etwas zu wünschen übrig ließ – aber da legt man hier glaube ich auch wenig wert drauf.

12 - Dominican Christmas Meal

Ich wollte mich nach dem Essen eigentlich nur kurz für ein bis zwei Stündchen hinlegen, schlief aber nach dem langen Flug dann doch bis zum nächsten Morgen durch und bekam wenig von den restlichen Festivitäten mit. Sollte ich noch mal Weihnachten hier verbringen, werde ich entweder früher anreisen und früher etwas vorschlafen – Reise und Fest-Vorbereitungen waren letztlich dann doch etwas zu viel für mich gewesen.

Return to the Caribbean – Abschied & Rückreise [22. – 23.10.2018]

Tuesday, October 23rd, 2018

Heute war es leider soweit: Die 14 Tage meines Urlaubs waren vorbei und ich musste zurück ins herbstliche Deutschland mit seinen guten Straßen, dem gewohnten Essen und der melodischen Sprache, die ich so sehr viel besser verstehe als das hiesige Spanisch oder gar Kreolisch. Aufgrund unser doch etwas längerern Abschiedparty gestern, standen wir erst recht spät auf. Zum letzten Mal für die nächste Zeit stellte sich meine Begleitung und kochte noch einmal etwas für uns. Es gab etwas Schweinefleisch in einer leicht pikanten Zwiebelsauce, selbst zubereiteten Kartoffelsalat mit Möhren und gekochten Eiern sowie reichlich Reis.

Dominican pork with rice & potato salad / Dominikanisches Schweinefleisch mit Reis & Kartoffelsalat

Eigentlich hatten wir noch überlegt, für einige Zeit an den Strand in Sosua zu fahren, doch es waren Gäste gekommen die mich ebenfalls verabschieden wollten und ich packte noch nebenher die letzten Sachen zusammen, so dass letztlich keine Zeit mehr blieb bevor ich mich gegen 17:15 Uhr zum Aerodom, dem internationalen Flughafen Gregorio Luperon nahe Puerto Plata mit seiner einzelnen Start- und Landebahn fahren ließ.

Aerodom

Obwohl es noch zwei Stunden bis Abflug um 19:15 Uhr waren, hatte sich bereits eine lange Schlange vor dem Condor-CheckIn gebildet.

Waiting line - Condor CheckIn - Aerodom Puerto Plata

Einen Zusatzschalter gab es für die Premium-Klasse hier leider nicht, nur für die Business-Klasse, ich musste also leider warten, was etwa zwanzig Minuten dauerte. Zumindest wurde Economy-Gäste auch am Business-Schalter bedient, wenn kein Fluggast dieser Kategorie da war, dadurch ging es nicht ganz so langsam voran.
Nachdem ich meinen Koffer eingecheckt und mein Boarding-Ticket erhalten hatte, ging es noch daran das blauen Formular auszufüllen, den man bei der Ein- und Ausreise abgeben muss. Dann hieß es Abschied nehmen, was wie immer sehr schwer fiel.
Es folgte die Sicherheitskontrolle, die Passkontrolle bei der ich den balauen Beleg abgeben musste und schließlich kam ich in die Abflughalle. Vor dem Fenster auf der anderen Seite wartet bereits der Condor-Flieger, der mich wieder nach Deutschland bringen würde.

Waiting Condor Airplane - Puerto Plata

Das Boarding verlief dieses Mal wieder problemlos und mit nur wenigen Minuten Verspätung rollten wir kurz nach 19:15 Uhr schließlich auf die Startbahn und hoben ab in den inzwischen fast dunklen Himmel. Etwa eine Dreiviertlstunde nach dem Start, um kurz nach acht servierte man uns schließlich das Abendbrot.

Condor - Premium Economy Class - Beef Stroganoff for dinner

Dieses Mal gab es einen Tabouleh Salat mit Räucherlachs, Rindfleischstreifen “Stroganoff” mit Mischgemüse und Paprikakartoffeln, Oreo Käsekuchen, Etwas Käse, Vollkornbrot, Brötchen, etwas Butter und einen Twix Schokoriegel. Und es gab an keiner der Komponenten etwas auszusetzen, alles sehr lecker und mehr als genug um satt zu werden.
Eigentlich wollte ich ja noch einen Film gucken, aber ich muss dann irgendwie eingeschlafen sein und wachte erst wieder auf als wir Irland bereits überflogen hatten und die Essensausgabe mit dem Frühstück gerade durch war.

Reaching Europe with Condor Airlines

Während mein Sitznachbar, ein älterer Herr, munter sein Frühstück verzehrte, sass ich also da und darbte, mich über mich selbst ärgend, vor mich hin. Und keinerlei Stewards oder Stewardessen irgendwo in Sicht. Doch ich hatte Glück, denn wenig später schien ein Mitarbeiter des Flugzeugpersonals meine missliche Lage bemerkt zu haben und reichte mir doch noch mein lang ersehntes Frühstück.

Condor - Premium Economy - Breakfast / Frühstück

Das aufgebackene Brötchen war zwar nicht mehr warm, aber davon mal abgesehen doch ein gutes und umfangreiches Frühstück aus Melonenstückchen, einer kleinen gemischten Aufschnitt- und Käseplatte, einem Erdbeer-Fruchtjoghurt, Marmelade, Vollkornbrot, besagtem Brötchen, Butter und einem Schoko-Muffin. Da konnte man echt nicht meckern. Dazu gab es natürlich einen heißen schwarzen Kaffee.
Etwa eine Stunde später setzten wir schließlich zur Landung auf dem Frankfurter Flughafen an – das Wetter war trüb und leicht nebelig – es war ja Herst in Deutschland.

Landeanflug auf Frankfurt

Das Flugzeug kam wieder auf einer Off-Position, weit abseits vom Terminal, zum stehen und der Flugkapitän verkündete über die Lautsprecheranlage, dass wir noch sitzen bleiben könnten, denn es war leider kein Flughafenmitarbeiter vor Ort, der das neben dem Flughafen wartende Gangway-Fahrzeug an dieses heran fahren könnte. Bis dieser kommt könnte es noch dauern.

Frankfurt Airport - Gangway car

Dennoch waren bereits viele der Fluggäste aufgesprungen und holten bereits ihr Handgepäck aus den Dachfächern. Es sollte aber tatsächlich noch über 10 Minuten dauern, bis endlich mit dem Aussteigen begonnen werden konnte. Etwa zeitgleich mit dem Gangway-Fahrer waren auch drei Busse eingetroffen, die uns nach verlassen des Fliegers in wilder Fahrt quer über das Flughafengelände zum Terminal brachten, wo wir nahe der Passkontrollen und von Bundepolizisten beäugt ins Flughafengebäude gingen. Dank elektronischem Pass ging die letztliche Einreise aber recht schnell, jedoch lag danach noch ein weiterer langer Fußmarsch vor uns, bevor wir schließlich im Untergeschoss das Gepäckband erreichten, an dem etwas unser Gepäck aus den Tiefen des Flughafens kommen sollte.

Frankfurt Airport - Baggage conveyor belt / Gepäckband

Und ich hatte Glück, denn nachdem das Gepäckband endlich angelaufen war, konnte ich bereits beim vierten Koffer der herauf kam mein eigenes Gepäckstück erkennen. Als ich dann durch den grünen Ausgang die Gepäckhalle verlassen wollte, hielt mich einer der Zollbeamten für eine spontane Kontrolle auf – das erste Mal überhaupt seit ich fliege. Doch nach Kontrolle meines Reisepasses, einem kurzen Blick in meinen Rucksack und einigen Fragen ließ er mich weiterziehen und verzichtete auf einen Blick in den Koffer. Jetzt schnell ein neues Feuerzeug gekauft – mein altes musste ich in Puerto Plata abgeben und raus aus dem Terminal, damit ich nach über elf Stunden endlich wieder meinem ungesunden Hobby frönen konnte.
Während ich vor dem Gebäude stand, zückte ich mein Mobiltelefon und prüfte den Fahrplan der Deutschen Bahn nach einer Rückkehrmöglichkeit nach München. Und ich hatte Glück, in etwa zwanzig Minuten fuhr ein ICE vom Fernbahnhof ab, das schaffte ich locker. Nur einen Sitzplatz konnte ich nicht mehr reservieren, das war zu kurzfristig.

Frankfurt Flughafen Fernbahnhof

Doch das war auch gar nicht notwendig gewesen, denn an diesem Montag morgen war der ICE relativ leer und es wurden auch keinerlei Reservierungen angezeigt.
Ein Problem tauchte noch auf, als die Schaffnerin kam und meine ausgedruckte Rail & Fly Fahrkarte kontrollierte, mit der ich ja bereits nach Frankfurt gefahren war: Sie war laut ihrer Aussage storniert worden. oO Das lag wohl daran, das ich vor dem Flug noch einmal eine Umbuchung vorgenommen hatte. Ich kramte also mein Macbook heraus, suchte im Mailprogramm die Mail von Condor und zeigte der Schaffnerin das PDF der neuen Fahrkarte auf dem Display. Nun war sie zufrieden und ich konnte entspannt den Rest meiner Rückreise nach München antreten.

Im ICE nach München

Mit nur fünf Minuten Verspätung erreichten wir um kurz vor halb vier schließlich den Münchner Hauptbahnhof – war jetzt nur noch eine nicht allzu lange S-Bahn-Fahrt von meinem Zuhause entfernt.

Ankunft am Münchener Hauptbahnhof

Und ich war froh, als ich endlich dort ankam – auch wenn die Karibik immer wieder schön ist und ich bestimmt nicht zum letzten Mal dort gewesen bin, ist es zu Hause doch immer noch am allerschönsten – trotz des herbstlichen Wetters. 🙂

Return to the Caribbean – die Reise & erste Tage [08.- 12.10.2018]

Friday, October 12th, 2018

Nachdem mich das Shuttle am Terminal eins des Flughafen Frankfurt abgesetzt hatte, war es gerade mal 9:15 Uhr, ich hatte noch viel Zeit bis mein Flieger starten sollte. Außerdem hatte ich mir für diesen Flug mal wieder die Premium Economy Class geleistet, das bedeutete ich konnte an der Schlange der bereits wartenden Fluggäste vorbei im Priority-Schalter einchecken.

17 - Flughafen Frankfurt - CheckIn Condor

Anschließend konnte ich entspannt durch die Sicherheits- und Passkontrollen in den internationalen Abflugbereich schlendern und dort noch etwas Duty-Free-Shopping betreiben sowie mir in der dortigen Camel Smoking Lounge noch einen letzten Glimmstengel für die nächsten 11 Stunden gönnen. Schließlich kam aber – recht verfrüht – die Durchsage, die Gäste für den Flug nach Puerto Plata mögen sich doch bitte am Gate 61 einfinden, welches sich übrigens im Untergeschoss, also auf Flugfeld-Niveau befindet. Wie ich mir daher schon denken konnte und was man mit dort bestätigte, befand sich der Flieger wie beim letzten Flug nach Puerto Plate auch in einer Off-Position, also nicht am Terminal selbst. Das bedeutete dass die Fluggäste mit Bussen zum Flieger gebracht werden mussten. Und da dies einige Zeit in Anspruch nehmen könnte, wollte man alle Passagiere so früh wie möglich vor Ort haben. Dennoch wartete ich dort bestimmt noch zwanzig Minuten, bevor wir schließlich aufgerufen wurden und in einer längeren Fahrt über das Flughafengelände zu unserem wartenden Flieger – einer Boing 767-300 – gebracht wurden.

18 - Flughafen Frankfurt - Off-Position Einstieg

Ich hatte mir dieses Mal den Sitz 8A, einen Fensterplatz, gebucht, wo mich neben dem üblichen Kissen und einer Decke auch ein Päckchen mit den für die für Premium Business Class bei Condor üblichen GiveAways in Form von Kopfhörer, Ohrstöpseln, Kompressionsstrümpfen, Zahnbürste und Schlafmaske erwartete.

19 - Condor Premium-Class - GiveAways

Auch wenn ich hiervon nur den Kopfhörer wirklich brauchte, dennoch eine nette Geste. 😉
Wir starteten schließlich gegen 12.00 Uhr mit weniger als 15 Minuten Verspätung von der berühmten Startbahn West des Frankfurter Flughafens und machten und auf den zehneinhalbstündigen Weg nach Puerto Plata. Nachdem wir die Reiseflughöhe erreicht hatten, begann die Kabinencrew das Mittagessen zuzubereiten und servierte es kurz nach 13:00 Uhr. Die Premium-Economy-Klasse bot dabei natürlich ein weitaus ausgefeilteres Angebot im Vergleich zu dem was man in der normalen Holzklasse servierte. Neben der größeren Beinfreiheit ein weiterer Grund, ein paar Euro mehr auszugeben.

20 - Condor  Premium-Class - Lunch

Die Vorspeise bestand dieses Mal allerdings aus einem Kartoffelsalat mit Meerrettich, Roastbeef und Dijon-Mayonaise mit gerösteten Zwiebeln, was mir allerdings wegen des Meerrettichs nicht so sehr zusagte. Der Hauptgang in Form von Gebratener Hähnchenbrust mit Arrabiatasauce, Blattspinat und Polenta entsprach da schon eher meinen Vorstellungen, auch wenn die Polenta für meinen Geschmack etwas dünnflüssig war und der Sauce es für eine Arrabiata an Schärfe fehlte. Außerdem fanden sich ein Laugenbrötchen, Butter, ein Stück Camembert sowie ein Stückchen Eierschnitte mit Beeren – ich glaube es waren Heidelbeeren – auf dem Tablett und ein kleines Snickers.
Nach dem Essen begann erst einmal die Zeit der Langeweile. Zum Glück waren die Premium-Filme in dieser Klasse im Preis inbegriffen, so dass ich mir unter anderem Avengers Infinity War und den neuen Dead Pool 2 ansehen konnte. Außerdem füllten wir die Zollerklärung und die Disembarkation Card aus, wovon man letztere sowohl bei An- als auch Abreise abgeben muss.
Ein erwähnenswerter Anblick beim Überflug des ansonsten leeren Atlantiks war da noch der Moment als wir in 10 km Flughöhe die Azoren überflogen und sich uns bei nur wenigen Wolken ein wunderbarer Blick auf diese Inselgruppe, insbesondere die lang gestreckte Ilha de São Jorge bot.

20a - Überflug Sao Jorge - Azoren / Flight over Sao Jorge - Azores

Außerdem wurde uns die lange Flugzeit noch durch ein kleines Becherchen Joghurt-Eiscreme mit roter Grütze, Amarettini und Knusperflocken versüßt.

21 - Condor Premium-Class - Eiscreme / Ice cream

Wir waren bereits kurz vor der Dominikanischen Republik über der Sargasso-See,

22 - Condor - Flug FRA-POP

als man uns schließlich noch einen kalten Snack servierte.

23 - Condor Premium-Class - Dinner

Dieser Bestand aus einem Nudelsalat mit Ruccola-Dressing, etwas Tomatenlachs, einem Stück Gänseleberterrine mit Pistazien, etwas Senf-Mayonaise, einem kleinem Mecklenburger Baguette (Brötchen), Butter, Kirschmichel-Kuchen und wiederum einem Snickers.
Schließlich erreichten wir die Dominikanische Republik, wo wir allerdings nicht direkt den Flughafen Puerto Plata ansteuerten, sondern noch eine lange Schleife ins Inland flogen und dort umdrehten.

24 - Anflug auf Puerto Plata / Approach on Puerto Plata

Dabei kamen wir – zumindest meinem Gefühl nach – dem Pico Isabel de Torres, dem Berg oberhalb der Stadt Puerto Plata, recht nahe. Aber ich habe die Entfernung wahrscheinlich falsch abgeschätzt und mein im Stillen gesendetes Stoßgebet war unsinnig gewesen, denn wenig später setzten wir sicher zur Landung auf dem Aerpuerto Gregorio Luperon nahe Puerto Plata an.

25 - Landung in Puerto Plata

Bereits beim Aussteigen schlug mir auf der Gangway die für die Dominikanische Republik übliche feuchte Wärme entgegen, doch bevor ich ihr endgültig ausgesetzt sein würde lag noch ein kurzer Weg durch das klimatisierte Flughafengebäude vor mir. Was auffiel war, dass man dieses Mal auf die sonst verlangte “Eintrittsgebühr” von 20 Dollar für die ansonsten nutzlose Tourist Card verzichtete. Sie war wahrscheinlich inzwischen abgeschafft. Bei der Passkontrolle mussten wir schließlich, und das war glaube ich neu, alle Fingerabdrücke beider Hände inklusive Daumen einscannen lassen. Es folgte die Gepäckausgabe, bei der ich dieses Mal meinen Koffer dank Priority-Banderole recht schnell erhielt und eine rudimentäre Zollkontrolle. Als ich schließlich aus dem Flughafengebäude trat, brach wie auf Bestellung ein plötzlicher Platzregen los.

26 - Puerto Plata - Platzregen nach Landung

Meine Mitfahrgelegenheit war aber eh noch nicht da, also zog ich mich unter das angrenzende Dach des Flughafengebäudes zurück und frönte erst einmal – nach elfstündiger Pause – meinem ungesunden Hobby. Es war kurz nach 16:00 Uhr Ortszeit, also kurz nach 22:00 Uhr in Deutschland.
Es regnete immer noch, als fünfzehn bis zwanzig Minuten später endlich das Auto kam, das mich zu meiner Unterkunft bringen sollte. Zum Glück gab mir einer der Flughafenmitarbeiter mit großem Regenschirm etwas Deckung, so dass ich trockenen Fußes ins Fahrzeug kommen konnte.
In der Unterkunft angekommen hatte es aber schließlich endlich aufgehört zu regnen und die Hitze samt der hohen Luftfeuchtigkeit kehrte schnell zurück. Klimananlage gab es zwar nicht, aber einen Ventilator der mir etwas Abkühlung verschaffte. Etwas später bestellten wir uns noch für alle Anwesenden Pizzen aus einer nahen Pizzeria in Montellano, eine mit Hähnchen und eine mir Schinken und viel Gemüse belegt.

27 - Pizzen als Dinner / Pizza for dinner

Anschließend ließen wir den Abend ruhig ausklingen, denn ich war müde von der langen Reise und ging relativ früh zu Bett. 28 - Buffet Bistro - La Sirena

Ich entschied mich für etwas dominikanisch zubereitetes Rindfleisch mit Zwiebeln und Paprika, ein Stück “Mais-Lasagne”, das sich aber eher als riesiges Stück Polenta mit Käse herausstellte sowie etwas lauwarmes Gemüse in Form von Erbsen, Mais, Kidneybohnen und Broccoli.

29 - Lunch - La Sirena

Den Rest des Tages geschah eigentlich nichts weiter erwähnenswertes, wir waren mit einigen Vorbereitungen beschäftigt. Und auch am Folgetag verschlug es uns aus diesem Grund erneut nach Puerto Plata, wo wir dem bereits 1954 dort errichteten Burger King – so zumindest die Aussage des Restaurants – nahe einer Texaco-Tankstelle einen Besuch abstatteten.

32 - Burger King - Puerto Plata

Ich war zwar nicht zum Essen bei Burger King in die Karibik gekommen, aber wenn ich schon einmal dort war wollte ich den über dem Tresen angepriesenen Sourdough King zumindest mal probieren, einen Burger mit Sauerteig-Brötchen.

30 - Burger King Puerto Plata - Sourdough King - Ad

Das was ich erhielt entsprach natürlich nicht gerade dem Bild aus der Werbung, zumal das Brötchen selbst recht dünn war und man mit dem Verzehr etwas warten musste, um sich nicht die Finger an den heißen Pattys zu verbrennen, aber das ganze erwies sich doch als akzeptabel lecker – wenn auch recht fettig.

31 - Burger King Puerto Plata - Sourdough King - Real

Erst am Abend des nächsten Tages fanden wir endlich Zeit nach Sosua zu fahren und dort das eine oder andere Fläschchen des lokalen Presidente-Biers zu vernichten. Dabei begaben wir uns nach Mitternacht, als fast alle anderen Kneipen bereits geschlossen waren, ins Golden Reef Casino oberhalb des Strandes,

33 - Golden Reef Casino - Sosua

das neben zahlreichen Glücksspielautomaten und -tischen auch eine recht passable kleine Discothek bietet, die bis lange nach Mitternacht noch geöffnet hat. Genau das richtige für Nachtschwärmer wie uns. 😉

34 - Discotek - Golden Reef Casino - Sosua

Den nächsten Tag schliefen wir alle recht lange, wir waren erst gegen 3:00 Uhr zu Hause gewesen. Gegen 12:30 Uhr kamen wir schließlich erneut im La Sirena Einkaufszentrum zusammen, um dort eine Pizza der der lokalen Filiale des amerikanischen Domino’s Pizzas als Mittagsmahl zu uns zu nehmen.

35 - Domino's - La Sirena - Puerto Plata

Ich entschied mich aus dem umfangreichen Angebot für eine Cali Chicken Bacon Ranch Pizza mit Hähnchen, Bacon und Ranch Dressing.

35 - Cali Chicken Bacon Ranch Pizza - Domino's Pizza Puerto Plata

Das Hähnchen war etwas grob zerkleinert und die großen Stücke waren eher sporadisch aus der ansonsten dick mit Ranch Dressing, Käse, Tomatenstücken und knusprigen Bacon garnierten Pizza verteilt, aber geschmacklich gar nicht mal so übel. Dieses Ranch Dressing, das ich in diesem Rezept ja auch schon mal selbst hergestellt habe, ist immer wieder sehr schmackhaft.
Außerdem begaben wir uns noch für ein kleines Fotoshooting zum Fort oberhalb des Hafens von Puerto Plata, wo seit meinem letzten Besuch dort bei meinem ersten Karibikreise in 2015 viel passiert ist.

36 - Fortaleza - Puerto Plata
Fortalea Puerto Plata

37 - Puerto Plata - Harbor
Hafen von Puerto Plata

Nicht nur dass der Park, der damals noch Baustelle gewesen ist, sich inzwischen wirklich gemausert hat,

39 - Park - Fortaleza - Puerto Plata

man hat nebenan auch eine riesige Konzertmuschel mit zugehörigen Sitzplätzen für schätzungsweise tausend Gäste errichtet.

38 - Konzertmuschel am Fortaleza Puerto Plata

Wirklich sehr sehenswert muss ich sagen. Aber natürlich auch wieder ein Punkt, an dem die lokalen Souvenir-Händler sich in Scharen aufhalten und ihren Krempel versuchen an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Zum Glück wurde ich dank lokaler Begleitung größtenteils davon verschont, obwohl ich ja bereits von weitem als Gringo zu erkennen bin.
Damit genug aber erst einmal genug für diesen Beitrag, ich will ihn nicht zu sehr ausdehnen – aber die Fortsetzung folgt bald.