Tarte au poule – das Rezept
16.06.2013 20:04 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Heute war mir mal wieder nach einem leckere Quiche oder Tarte, also einem pikanten Kuchen. Auf der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich schließlich auf einen Tarte au poule der es mir Wert schien mal ausprobiert zu werden. Hinter dem Begriff verbirgt sich nichts anderes als ein Quiche mit Hühnchen und Champignons, was sich als eine überaus gelungene Kombination von Zutaten erwies. Abgesehen von einer Ruhezeit für den Teig verlief die Zubereitung außerdem angenehm schnell und unkompliziert. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.
Was benötigt man also für einen Quiche (ca. 4 Portionen)?
Für den Mürbeteig
Für die Füllung
Für den Guss
50g geriebenen Käse (z.B. Edamer)

sowie etwas Pfeffer und Salz zum würzen
und etwas Butter oder Öl zum ausfetten der Form
Beginnen wir damit, den Mürbeteig herzustellen. Dazu schmelzen wir erst einmal die Butter mit Hilfe der Auftaustufe der Mikrowelle.

Während die Butter verflüssigt wird, geben wir Mehl und Salz in eine Schüssel,

und addieren schließlich noch die geschmolzene Butter.

Dann verkneten wir alles gründlich,

formen mit der Hand eine Kugel

und packen alles in Frischhaltefolie ein. Den so verpackten Teig lagern wir für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.

Während der Teig ruht, schälen wir die Zwiebeln und würfeln sie fein.

Außerdem brausen wir die Champignons ab, putzen sie,

entfernen die trockenen Stielenden und vierteln sie dann.

Anschließend waschen wir die Petersilie

zupfen die Blättchen von die Stielen

und zerkleinern sie dann gründlich.

Nun waschen wir die Hähnchenbrust sorgfältig ab, tupfen sie trocken

und schneiden sie dann in mundgerechte Würfel

die wir von allen Seiten mit Pfeffer und Salz würzen.

In einer Pfanne erhitzen wir dann 2 Esslöffel Olivenöl

und braten darin die Hähnchenbrustwürfel rundherum gut an

um sie dann wieder zu entnehmen und bei Seite zu stellen.

Unter Zugabe eines weitere Esslöffels Olivenöl dünsten wir dann die gewürfelten Zwiebeln in der Pfanne an

und geben wenig später die geviertelten Champignons hinzu und braten sie ebenfalls für einige Minuten an.

Zuletzt geben wir auch die Hähnchenbrustwürfel wieder mit in die Pfanne

und braten alles für zwei bis drei Minuten weiter an. Dann nehmen wir die Pfanne von der Herdplatte und lassen alles etwas abkühlen.

Nun ist es an der Zeit, sich um den Guss zu kümmern. Dazu geben wir die Milch in eine Schüssel

schlagen die drei Eier mit hinein

und verquirlen alles gut miteinander.

Dann geben wir den gerieben Käse hinzu

addieren die zerkleinerte Petersilie

und schmecken dann alles kräftig mit Salz und Pfeffer ab.

Nachdem wir begonnen haben, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen fetten wir eine Tarte-Form aus, bestreuen alles mit etwas Mehl damit sich der Teig später besser lösen lässt.

Dann nehmen wir den Teig aus dem Kühlschrank und rollen ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn aus

um ihn dann in die Tarte-Form einzupassen und den Boden ein paar Mal mit einer Gabel anzustechen.

Das Ganze backen wir dann im inzwischen aufgeheizten Ofen für ca. 8 – 10 Minuten vor.

In den vorgebackenen Teig geben wir dann die Mischung aus Hähnchenbrust, Champignons und Zwiebeln

und übergießen alles mit dem gewürzten Guss aus Milch, Eiern, Käse und Petersilie.

Nachdem wir Käse und Petersilie etwas gleichmäßiger verteilt haben

bestreuen wir alles mit dem zerzupften Mozzarella

und backen dann alles für 40 bis 45 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen.

Ist der Tarte schließlich fertig gebacken, entnehmen wir ihn und lassen ihn noch einmal für ca. 5 Minuten ruhen

bevor wir ihn dann zerteilen und servieren. Dank des Mehls auf der Butter ließ sich der Teig ohne Probleme vom Boden lösen.

Meine Befürchtung dass ich zu viele Zwiebeln verwendet hatte erwies sich glücklicherweise als unbegründet. Viel mehr harmonierte die Menge sehr gut mit den verwendeten Champignons und der angebratenen Hühnerbrust und gab dem pikanten Tarte genau das richtige Aroma. Die Petersilie rundete alles schließlich geschmacklich wunderbar ab.
Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte. Laut meiner Berechnung erwies sich das Gericht mit etwa 3200kcal für den gesamten Tarte, also 800kcal pro Portion, als nicht gerade leichte Kost. Dabei hat es vor allem der Mürbeteig in sich, der alleine mit der Butter und dem Weizenmehl schon mit 1800kcal zu Buche schlägt. Wenn man ihn durch Blätterteig ersetzt, kann man schon alleine knapp 1400kcal sparen. Allerdings lässt sich Blätterteig erfahrungsgemäß weitaus schlechter in Stücke schneiden, daher hatte ich mich heute mal für klassischen Mürbeteig entschieden. Ich muss mal schauen ob es in Bezug auf Quiches noch weitere Alternativen zu Blätter- oder Mürbeteig gibt. Eventuell würde sich hier ja auch ein Quark-Öl-Teig oder ein klassischer Pizzateig eignen. Mal schauen womit ich dann meinen nächsten Quiche anfertigen werde.
Guten Appetit

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Cabanossi-Feta-Muffins – das Rezept
15.06.2013 19:15 kochexperimente, kulinarisches4 Kommentare
Unter dem Begriff Cabanossi versteht man längliche Rohwürste aus fein gehacktem Rinder- und Schweinefleisch, die pikant mit verschiedenen Gewürzen wie Paprika, Salz, Pfeffer und Knoblauch versehen sind und die durch das Paprika eine charakteristische rote Farbe erhalten. Aber nicht nur als Aufschnitt für Brot sind solche Würste geeignet, man kann sie auch wunderbar in Rezepten wie Muffins verwenden. Und als großer Freund von pikanten Muffins aller Art, wollte ich das heute gleich mal ausprobieren. Das dabei entstandene Rezept möchte ich nun mit diesem Beitrag in gewohnter Form einmal kurz vorstellen.
Was benötigt man also für ein Blech (12 Muffins)?
100g Vollkorn-Weizenmehl (Typ 1050)

4 gestrichene Teelöffel Backpulver

5-6 TL italienische Kräuter (TK)

sowie etwas Butter oder Öl zum ausfetten der Muffin-Form
Beginnen wir also damit, das Schnittlauch zu waschen, trocken zu schütteln

und in feine Röllchen zu schneiden.

Außerdem zerteilen wir die Cabanossi

und den Feta in möglichst kleine Würfel.

Während dann die Butter auf der Auftau-Stufe der Mikrowelle schmilzt

geben wir die beiden Mehlsorten in eine Schüssel

geben die vier gestrichenen Teelöffel Backpulver hinzu (ich verwendete hier übrigens wieder das gute Weinstein-Backpulver)

und vermischen alles gründlich miteinander.

In eine zweite, kleinere Schüssel geben wir dann die Milch und die Buttermilch

schlagen die beiden Eier hinein

und verquirlen alles gut miteinander.

Die Ei-Milch-Mischung geben wir dann zum Mehl

und verrühren alles gut miteinander, wobei ein ziemlich klebriger Teig entsteht.

Nun geben wir noch die Butter hinzu

und heben sie gründlich unter.

Es folgen das Schnittlauch und die 5-6 Teelöffel italienische Kräuter

die wir erst einmal wieder gut verrühren

und dann den geriebenen Edamer

sowie die Cabanossi-Würfelchen hinzu geben

und diese ebenfalls gut in den Teig einrühren.

Nachdem wir dann den Backofen auf 180 Grad eingestellt haben, fetten wir unsere Muffin-Form mit etwas Butter oder Öl aus

und füllen die Vertiefungen dann vorsichtig mit Hilfe eines Esslöffels mit der Teigmasse.

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir das Blech auf der mittleren Schiene hinein und backen unsere Muffins für 35 bis 40 Minuten.

Anschließend entnehmen wir das Blech, lassen es ein paar Minuten ruhen und lösen dann die fertigen Muffins vorsichtig z.B. mit einem kleinen spitzen Messer aus den Vertiefungen

um sie anschließend noch warm zu servieren und zu genießen.

Ich hatte zwar noch kurz mit dem Gedanken gespielt, den Teig zusätzlich mit Salz und Pfeffer zu würzen, war im Nachhinein aber froh es nicht getan zu haben, denn die Kombination aus leicht pikantem Cabanossi, würzigem Feta, dem Schnittlauch und den italienischen Kräutern reichte vollkommen aus, um den Muffins einen angenehm würzigen Geschmack zu geben. Der Teig war beim Backen außerdem angenehm lufitg aufgegangen, so dass die Muffins unter einer hauchdünnen, knusprigen Hülle ein saftiges und lockeres Inneres mit kleinen Cabanossi-Würfeln und geschmolzenem Feta bargen. Sehr lecker muss ich sagen. Und auch in abgekühlten Zustand erwiesen sich die Muffins weiterhin als wahrer Genuss, was sie auch als Fingerfood überaus geeignet macht.
Werfen wir abschließend natürlich wie üblich einen kleinen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Für das gesamt Blech komme ich bei meiner Berechnung auf etwa 3000kcal, aufgeteilt auf die 12 Muffins haben wir also einen Wert von deftigen 250kcal pro Muffin. Bei drei Muffins pro Portion sind wir also schon bei 750kcal. Aber bei Verwendung von Cabanossi hatte ich auch kaum mit einem anderen Ergebnis rechnen können. Wen die Kalorien nichts ausmachen und pikante Muffins mag, dem sei dieses Rezept aber wärmstens ans Herz gelegt. Es lohnt sich…
Guten Appetit

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Conchiglie mit Spinat-Ricotta-Füllung – das Rezept
8.06.2013 21:40 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Heute war es mal an der Zeit, etwas mit Conchiglie, sogenannten Muschelnudeln, zuzubereiten. Normalerweise bin ich bei Röhren- und Muschelnudeln immer etwas vorsichtig, da sich in ihnen gerne mal heiße Sauce sammelt, die sich dann beim drauf beißen in den Mund ergießt, was unangenehm bis schmerzhaft sein kann wenn man nicht drauf vorbereitet ist. Aber denn ist relativ einfach Abhilfe zu schaffen, indem man sie einfach mit etwas Leckerem füllt. Und bei Nudeln schien mir eine Mischung aus Blattspinat und Ricotta, die man noch mit Parmesan und einigen Gewürzen versehen hat, gerade richtig. Dazu noch eine leckere Bolognese-Sauce und fertig ist ein überaus schmackhaftes Mahl. Das Rezept dazu möchte ich nun mit diesem Beitrag in gewohnter Form einmal kurz vorstellen.
Was brauch man also für 4-5 Portionen?
Für die Bolognese-Sauce
1 große oder 2 kleine Zehen Knoblauch

350g Hackfleisch (halb & halb oder Rind)

1 Dose Tomaten (400g) (Stücke oder geschält)

sowie zum würzen Salbei, Rosmarin, Thymian, Salz & Pfeffer

Für die Füllung
250g Blattspinat
(Bei Verwendung von TK-Blattspinat besser 350g nehmen, da hier viel Flüssigkeit beim auftauen verloren geht)

Salz & Pfeffer
Außerdem benötigen wir
evtl. ein paar Blätter frisches Basilikum
Wir beginnen damit, die Bolognese Sauce zuzubereiten. Dazu schälen wir Knollensellerie und Möhren, zerkleinern beides grob

und zerkleinern beides grob. Ich verwendete dazu eine elektrische Küchenmaschine – ist so etwas nicht im Haus kann man auch notfalls eine Reibe nehmen.

Die zerkleinerte Möhre und das Stück Knollensellerie stellen wir bei Seite.

Außerdem schälen und würfeln wir die Zwiebel – wahlweise mit dem Messer oder einer manuellen Küchenhilfe –

und schälen und hacken die Knoblauchzehen.

Anschließend erhitzen wir zwei Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne

und dünsten Zwiebeln und Knoblauch darin glasig an.

Dann geben wir auch das Knollensellerie

und braten alles für ca. 4-5 Minuten an, bis das Gemüse beginnt etwas Farbe anzunehmen,

um es dann erst einmal wieder zu entnehmen und bei Seite zu stellen.

Nachdem wir dann einen weiteren Esslöffel Olivenöl in die Pfanne gegeben haben

geben wir das Hackfleisch hinzu und braten es krümelig an, wobei wir es schon einmal mit etwas Pfeffer und Salz würzen.

Ist das Hackfleisch durchgebraten, geben wir die beiden Esslöffel Tomatenmark hinzu

und rösten es für zwei bis drei Minuten mit an

bevor wir schließlich das Gemüse wieder mit in die Pfanne geben,

alles mit den Tomaten ablöschen

und schließlich den trockenen Weißwein hinzu geben.

Falls wir es noch nicht getan haben, wäre jetzt auch ein guter Zeitpunkt den Blattspinat in der Auftaustufe der Mikrowelle aufzutauen.

Die Sauce lassen wir nun kurz aufkochen, wobei wir sie mit Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian und Salbei abschmecken,

und lassen sie dann für mindestens dreißig, besser 45 Minuten auf reduzierter Stufe bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln.

Parallel setzen wir einen Topf mit Wasser auf, um darin später die Conchiglie zu kochen.

Die Zeit bis das Wasser kocht, können wir nutzen um unseren Parmesan zu reiben.

Sobald das Wasser im Topf schließlich seinen Siedepunkt erreicht hat geben wir einen Teelöffel Salz hinzu

und kochen dann unsere Conchiglie für sieben bis acht Minuten darin.

Den inzwischen aufgetauten Blattspinat drücken wir außerdem gut aus – es sollte möglichst wenig Wasser daran zurück bleiben.

Nun machen wir uns an die Füllung. Dazu geben wir den Ricotta und das Ei in eine Schüssel

und fügen dann den ausgedrückten Spinat

sowie etwa die Hälfte des geriebenen Parmesan hinzu

um dann alles gut miteinander zu verrühren

und gut mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abzuschmecken.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 175 Grad vorzuheizen. Außerdem nehmen wir die Sauce von der Platte.
Inzwischen müssten auch unsere Nudeln al dente gekocht sein, so dass wir sie abgießen können.

Sind sie etwas abgekühlt, befüllen wir sie dann mit Hilfe eines Teelöffels mit der Spinat-Ricotta-Mischung.

In eine Auflaufform füllen wir nun die inzwischen hoffentlich ebenfalls etwas abgekühlte Sauce Bolognese, streichen sie glatt

und drücken dann vorsichtig die befüllten Chonchiglie hinein.

Darüber streuen wir den Rest des geriebenen Parmesan

und schließen mit dem zerzupften Mozzarella ab.

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und backen alles für ca. 45 Minuten

wobei wir die letzte Viertelstunde die Form mit etwas Alufolie abdecken sollten, damit die Ränder der Nudeln nicht zu hart werden.

Dann endlich können wir die Auflaufform mit dem fertigen Gericht entnehmen

und das Gericht schließlich servieren und genießen.

Alleine schon die Bolognese-Sauce mit ihrem dank des Knollensellerie und der Möhre fruchtig-würzigen Geschmacks war ein wahrer Genuss. Aber die Kombination mit der Conchiglie mit ihrer geschmacklich etwas deftigeren Füllung, die geschmacklich in sehr einem guten Kontrast zur Tomaten-Hackfleisch-Sauce stand, rundete das Ganze letztlich gelungen ab. Dazu noch die dünne, würzige Kruste auf Parmesan und Mozzarella, die alles hachdünn bedeckte. Besonders lecker wird es übrigens noch, wenn man sich alles zusätzlich mit zerrupften frischen Basilikum garniert. Ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis war. Und die Tatsache dass ich mir nach dem Verzehr sogar noch einen kleinen Nachschlag holen musste, spricht wohl für sich.
Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Kalkulation nach liegt die gesamt Auflaufform bei ca. 2700kcal, dass bedeutet bei vier Portionen liegen wir schon bei 675kcal pro Portion, bei fünf Portionen kommen wir mit 540kcal pro Portion weg. Also kein wirklich leichtes Gericht, aber bei Hackfleisch und Ricotta hatte ich um ehrlich zu sein auch nicht damit gerechnet.
Wer reduzieren will kann ja den Ricotta durch leichteren Frischkäse ersetzen, denn was die Kalorien angeht ist dies neben den Hackfleisch ist er die größte Einzelposition in der Liste der Zutaten. Eventuell kann man auch die Hackfleischmenge etwas reduzieren. Wen diese Werte aber nicht scheuen, dem seien die Conchiglie mit Spinat-Ricotta-Füllung wärmstens ans Herz gelegt, ich kann sie vorbehaltlos weiter empfehlen.
Guten Appetit

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Marinierter Rehbraten mit Serviettenknödel – das Rezept
2.06.2013 21:29 kochexperimente, kulinarisches5 Kommentare
Dieses Wochenende verspürte ich mal wieder Lust auf etwas mit Wild. Daher beschloss ich einen Hirschbraten zuzubereiten – zumindest nach erster Planung. Doch als ich beim Wild-Metzger am Viktualienmarkt danach fragte, teilte man mir mit dass es derzeit keinen Hirsch gäbe, da dieser keine Saison hätte. Aber es gäbe frisches Reh. Also disponierte ich einfach um und besorgte mir etwas Rehfleisch. Dazu wollte ich mich einmal an einen selbst hergestellten Serviettenknödel versuchen und beim Gemüse griff ich einfach zu Rotkraut. Das Ergebnis war ein zwar etwas aufwändiger zuzubereitender, aber überaus gelungener Rehbraten dessen Rezept ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für 4 Portionen?
Für die Marinade
1 große oder 2 mittlere Zwiebeln

sowie 100ml Wasser
Für den Serviettenknödel
250-300g altbackene Brötchen oder Knödelbrot

sowie etwas Salz und Muskatnuss zum würzen
Außerdem benötigen wir
3 EL Cassis (Schwarzer Johannisbeerlikör)

außerdem Salz & Pfeffer zum würzen
Da das Fleisch mindestens 24 Stunden in der Marinade liegen sollte, beginnen wir bereits am Vortag damit diese zuzubereiten. Dazu waschen wir das Suppengrün, tupfen es trocken

und zerkleinern es dann in Scheiben oder Würfel.

Außerdem schneiden wir die Zwiebel in Streifen.

Nun geben wir die 450ml Rotwein in einen Topf,

addieren Pfefferkörner und Wacholderbeeren

und geben schließlich noch die Zwiebel

sowie das zerkleinerte Suppengemüse hinzu

um alles dann kurz aufkochen und für ein paar Minuten auf mittlerer Stufe köcheln zu lassen. Dann nehmen wir es von der Platte und lassen es abkühlen.

Während die Marinade abkühlt, waschen wir das Rehfleisch gründlich

und reinigen es etwas, indem wir Sehnen und unschöne Stellen entfernen. Ich habe außerdem versucht, die dünne, helle Schicht auf der Oberfläche des Fleischs zu entfernen, aber bald feststellen müssen dass dies extrem mühselig und schwierig ist. Daher ließ ich bald wieder davon ab – und es sollte auch so gehen.

Ist die Marinade dann abgekühlt, legen wir das Rehfleisch in ein großes, verschließbares Behältnis und bedecken es mit Marinade und Gemüse. Das Ganze kommt dann für mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank, wobei wir es zwischendurch ruhig mal wenden können.

Am nächsten Tag, mindestens Stunde vor Ende der Marinierzeit des Rehs, beginnen wir damit, unseren Serviettenknödel vorzubereiten. Dazu schälen und würfeln wir die Zwiebel fein

und lassen dann etwas Butter in einer Pfanne zerlaufen

um die Zwiebel darin glasig anzudünsten. Die Zwiebel stellen wir dann bei Seite und lassen sie etwas abkühlen.

Nun würfeln wir die altbackenen Brötchen

und schlagen dann unsere beiden Eier in die Milch

um sie dann gut miteinander zu verquirlen

und mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss zu würzen.

Außerdem waschen wir die Petersilie,

zupfen die Blättchen von den Stielen

Des weiteren schmelzen wir die Butter in der Mikrowelle.

Nachdem wir die Brötchenwürfel in eine Schüssel gegeben haben, fügen wir die angedünsteten Zwiebel hinzu

addieren die zerkleinerte Petersilie,

geben die geschmolzene Butter hinzu

und gießen alles mit der Milch-Ei-Mischung auf.

Nun vermischen wir alles gründlich miteinander

und lassen die Masse für ca. 60 Minuten abgedeckt ruhen damit es durchziehen kann.

Wenn die 24 Stunden schließlich rum sind, entnehmen wir das Rehfleisch aus der Marinade, entfernen eventuell haften gebliebenes Gemüse und tupfen es dann trocken.

Die Marinade gießen wir dann durch ein Sieb und fangen die Flüssigkeit auf, die wir später noch brauchen. Das Gemüse können wir entsorgen.

Nachdem wir dann das Fleisch von allen Seiten mit Salz und Pfeffer gewürzt haben

erhitzen wir 2 EL Olivenöl in einer Pfanne

und braten das Fleisch rundherum scharf an.

Dann löschen wir es mit der Gemüsebrühe ab,

gießen etwas von der Marinade dazu

und lassen alles dann auf kleiner Stufe für 1 bis 1 1/4 Stunden geschlossen schmoren, wobei wir das Fleisch hin und wieder wenden und etwas mehr von der Marinade dazu gießen bis wir sie aufgebraucht haben.

Während das Fleisch schmort, waschen wir auch die Champignons vorsichtig, putzen sie mit einem Tuch etwas ab

und entfernen schließlich die trocknen Stielenden bevor wir sie vierteln.

Ist die Stunde Ruhezeit unseres Knödelteiges schließlich abgelaufen, setzen wir einen großen Topf mit Wasser zum kochen auf

und formen dann aus dem Teig mit den Händen eine Rolle

wickeln diese in ein sauberes, frischen Baumwoll-Küchentuch, verschließen die Enden mit Küchengarn

und umwickeln alles noch einmal mit einer doppelten Schicht Alufolie.

Ist das Wasser schließlich leicht siedend, geben wir unser Päckchen hinein und lassen es für ca. 40 Minuten bei leichtem köcheln gar ziehen. Und obwohl ich den größten Topf verwendet habe den ich habe, wurde es ziemlich eng – ich denke das nächste Mal mache ich lieber zwei kleinere Serviettenknödel.

Außerdem erhitzen wir einen weiteren Esslöffel Olivenöl in einer kleinen Pfanne

und braten unsere Champignons darin an. Anschließend stellen wir sie bei Seite.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt das Rotkraut aufzusetzen und zu kochen.

In einer kleinen Schüssel geben wir nun 2 TL Speisestärke und fügen 3 EL Wasser hinzu

und verrühren alles gut miteinander. Durch diese Methode verhindern vor das verklumpen der Stärke beim einrühren.

Dann entnehmen wir das Fleisch und halten es in Alufolie warm. Wie beim schmoren üblich ist das Fleisch auch hier etwas zusammengeschrumpft.

In die verblieben Sauce geben wir nun drei Esslöffel Cassis

sowie die beiden Esslöffel Preiselbeeren hinzu

und rühren dann die aufgelöste Speisestärke unter.

Zuletzt geben wir auch die angebratenen Champignons hinzu

und lassen alles kurz aufkochen und dann weiter vor sich hin köcheln.

Jetzt ist es auch an der Zeit, den Serviettenknödel auf dem Topf zu entnehmen abtropfen zu lassen, auszuwickeln und in Scheiben zu schneiden.
Außerdem schneiden wir das geschmorte Rehfleisch in mundgerechte Stücke.

Dann ist es endlich an der Zeit, das fertige Gericht zu servieren und zu genießen.

Wie bei geschmortem Fleisch üblich war das Fleisch zwar leicht Spröde geworden, hatte aber einen angenehm zarten Biss behalten. Das hatte ich auch schon beim Schneiden bemerkt, denn das Messer ging angenehm leicht durch das Rehfleisch. Gemeinsam mit der leicht herben, dunklen Sauce und den Champignonstückchen ein wahrer Genuss. Mit dem Serviettenknödel war ich wiederum nicht ganz zufrieden. Geschmacklich war er einwandfrei, aber von der Konsistenz her hätte er insgesamt etwas fester sein können. Er hatte wohl trotz des mehrfachen Einwickelns etwas Wasser gezogen. Ich hatte zwar kurz überlegt statt des Küchentuchs einfach Frischhaltefolie zu verwenden, war aber nicht sicher ob diese hitzebeständig genug ist um ein Bad im siedenden Wasser zu überstehen. Da weder die Verpackung der Folie noch auf der Webseite des Herstellers informationen zu diesem Thema zu finden war, wollte ich lieber kein Risiko eingehen. Dennoch war ich mit dem Ergebnis des heutigen Kochexperiments überaus zufrieden, auch wenn der Aufwand insgesamt etwas größer war. Aber was soll man sonst an einem Sonntag mit Dauerregen schon tun…
Über die Kalorien des heutigen Gerichtes möchte ich mir aber lieber keine Gedanken machen. Wild selber ist zwar recht mager und auch das Rotkraut fällt nicht so sehr ins Gewicht. Aber der Semmelknödel mit all dem Weißbrot und der Butter dürfte es in sich gehabt haben. Wer hier noch etwas sparen möchte kann gerne zu Spätzle greifen, die passen ja auch immer sehr gut zu Wildgerichten. Wen die etwas längere Zubereitungszeit also nicht scheut, dem kann ich dieses Wildgericht wirklich ans Herz legen – ich finde es ist eine sehr schmackhafte Art und Weise Wild zuzubereiten.
Guten Appetit

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Gratiniertes Paprika-Joghurt-Schnitzel – das Rezept
1.06.2013 19:15 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Heute wollte ich mal wieder eine neu entdeckte Schnitzel-Zubereitung ausprobieren: Ein Paprika-Joghurt-Schnitzel, gratiniert mit etwas Käse. Die Zubereitung war angenehm einfach und schnell zu bewerkstelligen, genau das richtige für einen verregneten Samstag wie heute.
Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?
2 Schweineschnitzel (insgesamt ca. 400-420 g)

300g Joghurt (Nicht zu mager – siehe dazu weiter unten)

100g Käse zum gratinieren (z.B. Mozzarella)

Sättigungsbeilage nach Wahl, z.B. Rösti oder Reis

sowie Salz und Pfeffer zum würzen
Beginnen wir nun damit, die Paprika gründlich zu waschen, zu trocknen

und dann zu entkernen und sie in schmale Streifen zu schneiden, die wir dann je nach Länge noch einmal halbieren oder dritteln.

Außerdem würfeln wir die Zwiebel.

Anschließend waschen wir die Schnitzel unter fließendem Wasser gut ab und tupfen sie gut trocken.

Sollte man ebenfalls so Riesen-Schnitzel wie ich erhalten haben, empfiehlt es sich, die Fleischstücke zuerst zu halbieren

bevor wir sie dann mit einem Fleischhammer etwas flach klopfen

und von beiden Seiten mit Pfeffer und Salz würzen.

In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun 2-3 EL Olivenöl

und braten die Schnitzel darin von beiden Seiten scharf für 2 bis 3 Minuten an

um sie dann bei Seite zu stellen.

Im verbliebenen Bratfett dünsten wir, nachdem wir die Temperatur auf mittlere Stufe reduziert haben, dann die Zwiebeln glasig an

und geben wenig später auch die Paprikastreifen hinzu, die wir für sechs bis sieben Minuten auf mittlere Stufe bei gelegentlichen rühren anbraten

und schließlich mit der Gemüsebrühe ablöschen.

Schließlich addieren wir den Joghurt

verrühren ihn gut und lassen alles kurz auf reduzierter Stufe vor sich hin köcheln bevor wir es von der Platte nehmen. Ich hatte leider am Anfang etwas zu heiß gekocht, weswegen der Joghurt etwas geflockt ist – aber das hatte zumindest meiner Meinung nach keinerlei Einfluß auf das Endergebnis. Ich habe mich mal schlau gemacht wie man das verhindern kann: Zum einen flocken fettere Joghurts weniger, man kann aber auch das Ganze mit etwas Mehl binden oder den Joghurt erst ganz am Ende rein machen, wenn die Platte bereits aus ist. Merk ich mir am besten für das nächste Mal. ![]()

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 200 Grad vorheizen zu lassen.
Nun geben wir die angebratenen Schnitzel in eine Auflaufform

bedecken sie mit der Paprika-Joghurt-Masse

und bestreuen schließlich alles mit dem geriebenen Käse. Ich hatte hier übrigens zu Gratinkäse aus Mozzarella gegriffen.

Außerdem geben wir die Röstis auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech

und lassen sie schon einmal fünf Minuten im Backofen auftauen

bevor wir schließlich auch die Auflaufform mit den Schnitzeln hinzufügen und für ca. 15 weitere Minuten gratinieren.

Schließlich entnehmen wir die Form

und lassen die Röstis auf der mittleren Schiene noch weitere fünf Minuten knusprig fertig backen.

Dann können wir unser Paprika-Joghurt-Schnitzel auch schon servieren und genießen.

Es geht doch nichts über ein leckeres Schweineschnitzel, vor allem wenn es mit Joghurt, Paprika und Käse überbacken ist. Der Joghurt sorgt dabei für angenehm zartes Schnitzelfleisch und die Paprika bringen die leicht pikante Note mit hinein. Dazu noch ein paar schnell im Ofen zubereitete Röstis und fertig ist ein einfaches und schmackhaftes Mittagsgericht. Zwar bleibt am Ende ein wenig Flüssigkeit in der Auflaufform zurück, aber darüber kann man gerne hinwegsehen wie ich finde.
Werfen wir zum Abschluß wie üblich einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Ohne die Röstis kommen wir alleine für die Auflaufform mit den gratinierten Paprika-Joghurt-Schnitzeln auf einen Gesamtwert von ca. 1200kcal, aufgeteilt auf vier Portionen sind das also gerade mal 300kcal pro Portion. Hinzu kommen noch einmal 93kcal pro Rösti, was bei drei Röstis 279kcal entspricht und zu einer Summe von 579kcal pro Portion führt. Für ein so reichhaltiges Gericht ein mehr als akzeptabler Wert wie ich finde. Wer noch etwas reduzieren will, kann aber auch gerne zu Reis als Sättigungsbeilage greifen.
Guten Appetit
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